Wieviel mg nehmt ihr als adsler?

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EveArt
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Wieviel mg nehmt ihr als adsler?

Beitrag von EveArt » 22. April 2015 14:57

ich habe ads und nehme 20mg Ritalin Adult.
Oft nehme ich aber noch 1 Koffeintablette dazu weil ich finde das die Wirkung nicht so lange anhält bei mir.
Also, manchmal habe ich die Einnahme mit sehr wenig Essen eingenommen und die Wirkung kam sehr sehr schnell- ging aber auch schneller.
Jetzt versuche ich immer mit der Einnahme ausgiebig zu essen-
da bermerke ich das die Wirkung sich langsamer entfaltet und leicht ansteigt-
nach 2 stunden hab ich dann so ein wirkungstief und danach geht es wieder etwas bergauf.

Im großen und ganzen bin ich aber immer noch nicht richig zufrieden damit
und nehm dazu dann meißt noch koffeintabletten
und dann geht es aber woran könnte es liegen?
Sollte ich statt 20 - 30mg nehmen ?
und muss ich dann Nachmittags auch noch etwas nehmen?

BIn derzeit aus der Schule und zu hause- aber lese ( seit ich das Medi habe ) unheimlich gerne.
Und wie gesagt die Konzentration ist Top aber noch nicht extrem perfekt und wie gesagt lässt es nach 2 stunden nach.

wieviel nehmt ihr denn so als adsler ? Und wie auf den Tag verteilt und vllt. könnte ihr noch dazu schreiben ob ihr den ganzen tag arbeitet oder scvule macht/uni?

weil wenn ich irgendwann anfange zu arbeiten - werde ich sicherlich mehr brauchen.
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eire
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Re: Wieviel mg nehmt ihr als adsler?

Beitrag von eire » 22. April 2015 19:38

Hallo EveArt,

ich verstehe deine Frage, selbst ich habe sie anfangs gestellt und sie begegnet mir immer wieder.
Letztlich helfen dir Dosisangaben anderer nicht wirklich weiter um deine für dich optimale Dosis zu finden, denn wir sind alle individuell. Gott sei dank. ;-)
Es braucht seine Zeit und eine gute Selbsbeobachtung die richtige Dosierung herauszufinden und arbeite mit deinem Arzt zusammen, nur der darf dir Dosisempfehlungen geben.
Eine für jeden Tag optimale Dosis gibt es meines erachtens auch nicht, denn jeder Tag ist anders, jeder Tag stellt unterschiedliche Anforderungen, dein Stoffwechsel ist auch nicht jeden Tag gleich.
Wie du selbst gemerkt hast hängt die Wirkung natürlich auch von der aufgenommenen Nahrung und der Trinkmenge ab.

Ich verstehe deine Unsicherheit, dass die Dosierung vielleicht nicht reicht wenn du wieder arbeitest, aber versuche dich davon nicht zu sehr beeinflussen zu lassen.
Bekommst du neben deiner medikamentösen Behandlung auch eine begleitende Psychotherapie?

LG

eire
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Elchi
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Re: Wieviel mg nehmt ihr als adsler?

Beitrag von Elchi » 22. April 2015 21:43

Halo EveArt,

natürlich kann man nie eine Dosisempfehlung geben, denn das ist, wie Eire schon geschrieben hat, sehr individuell.
Dass aber eine Medikinet Kapsel nicht den ganzen Tag reicht, ist kein Geheimnis. Laut Beipackzettel soll sie ja bis zu acht Stunden wirken, was aber wohl nur in den seltensten Fällen stimmt.
Häufig verliert sich die Wirkung schon nach fünf bis sechs Stunden und so ein typischer Erwachsenentag ist doch etwas länger  :811:

Da hilft es dann tatsächlich, in Absprache mit dem Arzt, eine zweite Kapsel zu nehmen. Das sinnvollerweise dann so früh, dass die Wirkung eintritt, wenn die Wirkung der ersten Kapsel aufhört (natürlich wieder nach einem reichhaltigen Essen).

So wie ich Dich verstehe, ist die Wirkung, wenn sie denn da ist, in Ordnung. Dann ist nicht davon auszugehen, dass 30mg besser sind. Eher kannst Du dann schon überdosiert sein.

Eine Alternative, die Du versuchen könntest, wäre Ritalin adult. Es ist offiziell ganz genauso aufgebaut (mit den zwei Wirkstufen), wirkt aber trotzdem bei vielen ganz anders. Bei meinem Sohn hat es deutlich länger und auch etwas stärker als die gleiche Menge Medikinet gewirkt. Außerdem wirkt es unabhängig von einer Mahlzeit (trotzdem sollte man das Essen nicht vergessen).
Auch, dass es nicht diese Wirklöcher gibt, habe ich schon oft gelesen.

LG
Elchi
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Re: Wieviel mg nehmt ihr als adsler?

Beitrag von Elchi » 22. April 2015 21:56

Ich weiß nicht, warum ich mir eingebildet habe, Du würdest Medikinet nehmen  :icon_eek: :ups: Irgendwie zu schlampig gelesen, entschuldige.
Wenn du schon Ritalin nimmst, wäre bei denProblemem mit den Wirklöchern eventuell mal ein Versuch mit Medikinet angebracht, weil es dann bei Dir genau andersherum sein könnte. Das kommt durchaus vor.

Aber eine zweite Dosis mittags wäre auf jeden Fall wohl nötig. Da kannst Du dann ausprobieren, ob die zweite Dosis auch niedriger sein kann.
Aber auch einen Versuch mit 30mg kannst Du mal durchführen (natürlich nur, wenn der Arzt Dir da Handlungsfreiheit gegeben hat). Wenn es wirklich zu viel ist, hört die Wirkung ja auch nach einigen Stunden wieder auf. Ich würde es halt nicht gerade bei einem Vorstellungsgespräch das erste Mal versuchen  :811:

LG
Elchi
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lukeslingwalker
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Re: Wieviel mg nehmt ihr als adsler?

Beitrag von lukeslingwalker » 27. November 2015 13:44

Hallo EveArt,

als ich noch Medikinet Adult bekommen habe, gab es anfangs morgens 40mg und nachmittags 20mg. Damit bin ich ganz gut durch den Tag gekommen. Nachdem wir mein Antidepressivum abgesetzt haben, wurde das Medikinet auf morgens 10mg und nachmittags 10mg reduziert. Seit einer Woche bekomme ich wegen erneuter Depressionen Elontril. Da dies auch bei AD(H)S erfolgreich eingesetzt wird, haben wir das Medikinet abgesetzt. Sprich mal mit deinem Arzt, ob es keine Möglichkeit gibt, die Medikation so anzupassen, das du gut über den Tag kommst. Ich wünsch dir viel Erfolg!


Herzliche Grüße
lukeslingwalker
HappyHypoSnack
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Re: Wieviel mg nehmt ihr als adsler?

Beitrag von HappyHypoSnack » 18. April 2016 20:15

Servus zam,
Vorne weg, ich bekomm emdas unretardierte. Muss es auch selbst zahlen :(

Med Ad und Rit Ad haben beide echt dumme NWs mit sich gebracht.

Man sagt ja bei Kindern 1mg/kg Körpergewicht?!
Wiege 80 kg und bekomme
20-20-20 mg

Wenn ich arbeitsbedingt körperlich hart arbeiten muss, verfliegt die Wirkung schneller dann komme ich auch mal auf 20-20-20-20, aber selten.

Wirkungsdauer: 3 bis 3,5 Stunden
In der letzten halben Stunde einen Kaffee verhindert den rebound und verlängert die Wirkung um eine weitere Stunde. Ein Kaffee vor der Einnahme oder während der ersten 2-3 Stunden hemmt die Wirkung.

Essen verzögert den Wirkeintritt und wenn mein Magen arbeitet, dann merke ich auch nüscht von dem MPH 1-2 Stunden. Deswegen nehme ich es lieber nüchtern zwischen den Mahlzeiten.

Fettiges Essen oder fastfood z.b. macht mich müder als Salat.

Sport macht WACH.....für 4-5 Stunden.....
Aber weil antriebslos, ist es immer schwer einen Anfang zu finden und am Ball zu bleiben.

Mein Appetit wird übrigens nicht gebremst.... Hab immer Hunger.

SD wollte ich testen lassen, aber als ich dann einen Termin hatte beim Spezialisten, hat mein Arzt sich geweigert mir eine Überweisung zu geben..... Grrrr.

Glückwunsch dass die adult Präparate bei euch wirken, ist deutlich günstiger *grins*

Gruß Happy
Voll Hypo hier.... Zzzzzz
Falschparker
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Re: Wieviel mg nehmt ihr als adsler?

Beitrag von Falschparker » 18. April 2016 20:42

Hallo Happy Hippo,

du hast auf zwei alte Themen geantwortet, von deren Eröffnern wirst du vermutlich nicht so schnell Antworten bekommen. Mach doch ruhig ein neues Thema auf und erzähl mehr von dir. :)

Brauchst du wirklich 20 mg Einzeldosis? Ich meine, morgens vermutlich ja, aber nachmittags und abends sinkt doch der Bedarf, da reicht es für dieselbe Wirkung weniger zu nehmen. Ist bei mir jedenfalls so. Und das hat dann auch den Vorteil, das der Rebound abends besser auszuhalten ist.

Viele Grüße und herzlich willkommen im Forum 8-)
Falschparker
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Psychotic_Black_Rabbit
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Re: Wieviel mg nehmt ihr als adsler?

Beitrag von Psychotic_Black_Rabbit » 19. Mai 2016 03:01

Nachdem ich seit anfang 2015 endlich jemanden gefunden habe um mich erneut diagnostizieren zu lassen hab ich über ein halbes Jahr Medikinet genommen mit sehr dürftigen ergebnissen. Im sinne dass die wirkung derart lückenhaft war, dass ich noch nicht mal wirklich ausmachen konnte ob es überhaupt eine wirkung gab, trotz immer höheren dosen bis zu 50 mg täglich (20x 20x 10x).
Es kahm mir erst vor als wären das plazebos und wusste nicht so recht ob ich mich verarscht fühlen soll oder an meiner diagnose zweifeln soll.
Bis ich nach ewigen monate langen bitten und betteln endlich Ritalin Adult probieren durfte
und siehe da, endlich war tatsächlich zumindest überhaupt eine besserung in einer konstanteren form vorhanden, sodass ich bestätigen konnte, dass es überhaupt was bewirkt.

Seit dem bin ich auf 40 mg Ritalin Adult (20x 20x) und bin damit zumindest einiger maßen zufrieden. Es bessert meine beeinträchtigungen bis zu einem gewissen maß.
Und ich denke mehr wird mit medikamenten wohl auch nicht zu machen sein, zumindest macht es eine höhere dosis Ritalin nicht besser als die, welche ich zur zeit nehme.
Ob eine andere molekül ketten variante noch mehr bewirken könnte? Wer weis, auf jedenfall ist Ritalin wenigstens schonmal befriedigender als Medikinet... und ich habe ehrlich gesagt nach dem bitten und betteln dass ich endlich darauf wechseln konnte absolut keine lust das selbe noch mal durchzumachen nur um etwas anderes zu probieren.

Ohne hin gilt in meinem fall nicht zu vergessen, dass ich die ganze zeit von kindheit bis zum alter von 28 ohne medikamentation vor mich hin leiden durfte. Was bedeutet, dass ich in den wichtigsten jahren, in denen sich das gehirn formt und entwickelt,
nicht von medikamenten profitieren durfte die geholfen hätten, dass sich mein hirn zumindest teilweise mehr in neurotypischer richtung entwickelt.
Von daher kann ich und sollte ich wohl auch gar nicht erwarten, dass der effekt bei mir jetzt noch der selbe wäre der er ursprünglich hätte sein können.
Eule
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Re: Wieviel mg nehmt ihr als adsler?

Beitrag von Eule » 19. Mai 2016 11:47

@psychotic Black Rabbit

Klar ist es Mist wenn man die Diagnose schon als Kind hatte aber trotzdem keine Medis bekommen hat weil die Eltern dagegen sind

Andererseits: Es gibt auch Leute die sich völlig ohne das Wissen dass das was ihnen solche Schwierigkeiten macht keine Charakterschwäche, mangelndes Bemühen oder sonstige Varianten von "selber schuld" ist, sondern dass das ADHS heißt und auch behandelbar ist. Ich habe den ersten Verdacht dass es bei mir um ADHS gehen könnte mit etwa 40 gehabt, die Diagnose und den Beginn der Medikation dann (sowohl weil ich zuerst gezögert habe als auch wegen Wartezeiten bei den entsprechenden Fachärzten etc) mit 42. Es hat lange gedauert bis ich eine passende Dosis gefunden hatte, bestimmt ein halbes Jahr. Zuerst mit Medikinet adult (ähnlich schlechte Erfahrungen wie du sie schilderst), dann über ein Jahr lang mit unretardiertem MPH (weil es Ritalin adult noch nicht gab) und seit der Zulassung von Ritalin adult im Sommer 2014 nehme ich das. Da der weibliche Zyklus bei mir auch eine Rolle spielt, schwankt bei mir die Dosis entsprechend im Zyklusverlauf. Die meiste Zeit des Monats sind es 30-30, zeitweise jedoch auch 30-20 oder kurzzeitig sogar 20-20, ein paar wenige Tage jedoch auch 40-30. Erfreulicherweise durfte ich das in Absprache mit meinem Doc, nachdem klar wurde dass durchgehend die gleiche Dosis nicht den gesamten Monat über gut funktioniert, und dass das mit dem Zyklus korrelliert, eigenständig anpassen - und bei den monatlichen Terminen wegen neuem Rezept berichte ich dann kurz, ob die Schwankung wie gewohnt war oder ob ich was außergewöhnliches festgestellt habe, für das ich keine plausible erklärung finden konnte.

Was ich klar sagen kann:

Ich glaube nicht dass die Medikation auf die Hirnentwicklung Einfluss hat. Die sorgt ja nicht dafür dass deine Hirnzellen besonders gut vernetzt sind, oder dass man in hirnorganischer Hinsicht sich schneller vom Kind zum Erwachsenen entwickeln würde als ohne Medis.

Was die Medis leisten ist eine Verbesserung von Wahrnehmung, Reizfilterung und Aufmerksamkeitssteuerung. Man hat also bessere Informationen als Grundlage seines Handelns und Denkens verfügbar. Aus diesen Informationen ergeben sich zielgerichtetere, "sinnvollere", "erfolgversprechendere" Handlungsentscheidungen, und auch bessere und konsequentere Umsetzung dieser Handlungsentscheidungen.

Je früher man gute Infos hat, desto früher kann man natürlich auch bessere Handlungsentscheidungen treffen, hat dadurch Erfolge (Schulleistungen, Ausbildung, soziales Leben, Freunde (sowohl "Kumpels" als auch Partner) haben, , bekommt bestätigt dass das was man tut, und somit die eigene Person "gut" und "richtig" ist. Eine frühzeitige Behandlung bedeutet dass man weniger das Risiko hat in die gesammelten "Psycho-Fallen" von mangelndem Selbstwert über Ängste, Depris, Zwänge, wasweißich zu tappen, die Chance dass man einen Schulabschluss und eine Berufsausbildung schafft, die so etwa mit der eigenen Intelligenz korrelliert.

Hat man diese Chancen nicht, weil man entweder nicht diagnostiziert oder nicht behandelt wird, und kommen dann auch noch ungünstige Rahmenbedingungen dazu, so dass man tatsächlich wegen des unbehandelten ADHS psychische störungen aller Art entwickelt, bedeutet das, dass man wenn dann irgendwann doch Diagnose und Medis vorhanden sind einfach Zeit braucht, um die ungünstigen Verhaltensweisen, die man sich über Jahre und Jahrzehnte angewöhnt hat, weil man es nicht anders erkennen und verstehen konnte abzulegen, neue zu entwickeln, erlernen, verinnerlichen. Das Verstehen was schief gelaufen ist, die verbesserte Wahrnehmung durch die Medis sind nur der erste Schritt - der zweite ist zu üben und zu lernen wie man es anders machen kann. Denn die Medis sind keine Wunderpillen nach dem Motto "einnehmen und du kannst plötzlich alles" - sie ermöglichen nur die Wahrnehmung und die Handlungssteuerung zu verbessern - MACHEN und ÜBEN muss man trotzdem. Am besten mithilfe eines Verhaltenstherapeuten, der dabei hilft aus den neuen Erkenntnissen/neuen Wahrnehmungen heraus auch neue Handlungsoptionen zu entwickeln. Menschen sind gewohnheitstiere.

Wer 20 Jahre lang das Aufräumen der Küche mit 10 Minuten hypnotisieren des Chaos und 3 halbherzigen Versuchen ein Teil wegzuräumen nicht erledigen konnte, muss nun mal zunächst Ideen entwickeln was er statt Chaos hypnotisieren tun könnte. Denn ein teil in die Hand nehmen und feststellen dass es zwar da wo es ist nicht hingehört, aber es auch nicht möglich ist es wegzuräumen weil vor der Schranktür wo es rein muss was anderes rumsteht, das auch nicht ohne weiteres verschoben werden kann hat ja 20 Jahre lang nicht wirklich funktioniert. Aber die Idee, erst mal alles was sauber ist und in irgendwelche unerreichbaren Schränke gehört in einen Wäschekorb zu packen um Platz zu schaffen, dann das was schmutzig ist einzusammeln und ebenfalls in einem Wäschekorb zu parken, so dass die Schränke zugänglich sind und auch Platz ist um abwaschen zu können, muss man erst mal haben. Und die hat man nicht, wenn man es mit seinem ADHS-Hirn bisher nie so betrachten konnte. Aber man kann es lernen und üben - es ist allerdings in manchen Fällen ziemlich mühselig, besonders wenn das "falsche" Verhalten lange eingeschliffen wurde, oder man zutiefst überzeugt ist, in dieser Hinsicht "unfähig" zu sein, weil man es ja noch nie konnte.

Bevor du also weiter über eine Art "Hirnentwicklungsschaden" wegen Nichtbehandlung als Kind lamentierst, versuchs doch mal mit der Vorstellung dass du jetzt die Chance hast was zu lernen, das du vorher gar nicht lernen konntest - frei nach dem Motto "besser spät als nie". Es wird zwar Anstrengung kosten, und vielleicht auch länger dauern als es bei einem Kind dauern wird, weil Erwachsene eben generell aus dem Lernen raus sind, und als ersten Schritt das Lernen an sich nochmals lernen müssen - aber es ist möglich, und es lohnt sich.
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Psychotic_Black_Rabbit
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Re: Wieviel mg nehmt ihr als adsler?

Beitrag von Psychotic_Black_Rabbit » 19. Mai 2016 17:05

Du hast schon recht mit dem was du sagst.
Entschuldige mein "lamentieren", es ist halt meine art mit frust um zu gehen.
Sicher nicht optimal und manchmal möglicher weise lästig, aber zumindest besser als leuten die nase einzuschlagen denke ich.
So bald es mir gelingt ein wenig mehr selbstwert und würde zu entwickeln werde ich hoffentlich aus dem kreislauf der selbstgeißelung ausbrechen können.
Momentan versuch ich diesbezüglich schritte einzuleiten in dem ich mich bei diversen KVHS bildungskursen einschreibe um mir zu beweisen dass ich in etwas erfolg haben kann.
Eule
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Re: Wieviel mg nehmt ihr als adsler?

Beitrag von Eule » 19. Mai 2016 17:21

Schon mal an eine Verhaltenstherapie gedacht um einen Helfer an deiner Seite zu haben derdich unterstützen kann, deine ungünstigen Verhaltensweisen mit denen du immer wieder in die ADHS-Fallen tappst zu erkennen und durch welche zu ersetzen die besser zur "ADHS-Denke" passen und daher besser für dich funktionieren? ;)

Ich kenne den "Diagnose-Blues" nur zu gut - es ist nicht ungewöhnlich nach der Diagnose total gefrustet zu sein weil man an allen möglichen Stellen das eigene "Versagen" als ADHS-typisch erkennt und bestenfalls theoretisch weiß was dagegen zu unternehmen ist, aber nicht so recht klar kriegt, wo man den Hebel ansetzen kann. Und gleichzeitig denkt man "ADHS ist sooo eine Scheixxe!" und "Es könnte so viel besser sein wenn das früher erkannt und richtig behandelt worden wäre" und hat das Gefühl dass einem jahre seines Lebens geklaut wurden weil keiner die richtige Idee hatte.

Es ist schlau sich in dieser Lage Hilfe zu holen - das Wissen um das ADHS und was man theoretisch tun könnte/sollte/müsste sowie die Medis allein reichen nicht, wenn man so richtig ordentlich abgeschmiert und vor die Wand gerannt ist.
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