Finde keinen Anfang, steh mir selbst im weg, überfordert vom Gedanken chaos

Dieses Board ist auch für Gäste sichtbar!
Antworten
Benutzeravatar
Psychotic_Black_Rabbit
Pagemaster
Beiträge: 243
Registriert: 21. September 2014 18:07

Finde keinen Anfang, steh mir selbst im weg, überfordert vom Gedanken chaos

Beitrag von Psychotic_Black_Rabbit » 21. September 2014 18:28

Grüßt euch.
Martin der Name, 27.

Ich weiß einfach nicht mehr weiter und erhoffe mir, dass eventuell jemand hier bereits vergleichbare Probleme bewältigt hat.
Daher die Frage, wie komme ich aus meiner selbst Paralyse?

Ich weiß vom Verstand her, dass ich wichtige und grundlegende Aufgaben und Notwendigkeiten zu erledigen habe, stehe mir jedoch selbst ununterbrochen im Weg weil ich Stressfaktoren zwanghaft verdränge.
Dies führt dazu dass ich viel zu viele unerledigte Dinge in meinem Kopf um her schwirren habe und in dem Chaos einfach keinen Anfang mehr finde!
Meine Selbstzweifel nehmen über und ich halte die Gedanken um meine Aufgabe und die damit verbundenen versagens Ängste einfach nicht mehr aus.
Letzten Endes erledige ich viele Dinge also gar nicht und versuche mich vor den Ängsten schon wieder zu versagen abzulenken, bis es zu spät ist und genau das wieder eintrifft.
Oder ich resigniere in einer Haltung von Hoffnungslosigkeit mir selbst gegenüber und vegetiere erschöpft im Bett herum.
Ich finde einfach keinen Anfang um mein Leben endlich in den Griff zu bekommen.
Alles scheint so hoffnungslos, ich lebe in Aurich (NDS) und Therapeuten gibt es nur etliche Kilometer weit weg, ich habe kein Auto.
Ich habe große Ängste vor Umstellungen und jeder Begegnung mit unbekannten Personen, was immer wieder dazu führt dass ich mich nicht überwinden kann die ersten Schritte zu machen.
Ich bin mir all dem bewusst und kann trotzdem nichts an meinem eigenen Verhalten ändern. Ich fühle mich so unglaublich dumm dabei...
Ich bin total resigniert.
Wie schaffe ich es nur den nötigen Schwung zu finden um endlich etwas nachhaltig zu ändern?

Zu meiner Psyche.
Ich habe ADS (hypoaktiv). Im Kindesalter schließ dies noch Hyperaktivität mit ein, welches sich durch schwere Depression in krasse Antriebslosigkeit gewandelt hat.

Mein Leben wurde geprägt durch Einsamkeit, ständige Konflikte mit Lehrern, der Verständnislosigkeit meiner Mutter für meine Krankheit, keinen festen Vater, alltägliche gewallt durch Stiefvater und Mitschüler, Selbstvorwürfe und Selbsthass, unterdurchschnittliche Leitungen, Versagen und Unfähigkeit sich zu konzentrieren wenn es in Arbeit und schulischen Belangen darauf an kommt und so weiter und so fort...
graffiti
Foruminventar
Beiträge: 3498
Registriert: 10. März 2009 10:25

Re: Finde keinen Anfang, steh mir selbst im weg, überfordert vom Gedanken chaos

Beitrag von graffiti » 21. September 2014 19:58

hallo martin, :wif:
du hast eine pn.
bin ich froh, daß ich mir diese nachdenk-zigarette nicht angezündet habe, als ich die gasleitung abgemäht habe :icon_mrgreen:<br />oder: alles wird gut.
Benutzeravatar
Psychotic_Black_Rabbit
Pagemaster
Beiträge: 243
Registriert: 21. September 2014 18:07

Re: Finde keinen Anfang, steh mir selbst im weg, überfordert vom Gedanken chaos

Beitrag von Psychotic_Black_Rabbit » 22. September 2014 16:25

Danke =)

Niemand sonst etwas beizutragen? :(
dine-trine
Andersweltler
Beiträge: 16
Registriert: 17. September 2014 12:47

Re: Finde keinen Anfang, steh mir selbst im weg, überfordert vom Gedanken chaos

Beitrag von dine-trine » 23. September 2014 07:37

Da hast du ja schon einiges mitgemacht in deinem Leben. Du schreibst du hast ADS Hypo ... wurde das mal diagnostiziert? Warst du in Behandlung?

Wie sieht sonst dein Leben aus? Du schreibst ja, dass du Schwierigkeiten hast mit anderen Menschen... meinst du beim arbeiten oder einfach so draussen? Manchmal muss man auch keine großen Reden schwingen, ein nettes Lächeln oder so, wenn jemand einem sympathisch erscheint und mal sehen, was zurückkommt.

Hast du Freunde mit denen du was unternimmst und regelmässig Kontakt hast?

Und zu unerledigten Tätigkeiten... vll schaffst du es dir eine Liste mit allen Sachen zu machen, die du zu erledigen hast... klingt langweilig, aber hilft vll. Du kannst sie evt noch unterteilen in wichtig bis hat noch Zeit.... und es einfach langsam angehen ohne viel Streß :)

Sind jetzt aber nur spontane Einfälle, und vll findest du ja doch irgendwie psychologische Unterstützung!

Wünsche dir alles Gute!
Benutzeravatar
Scully83
Pagemaster
Beiträge: 163
Registriert: 17. September 2014 12:18
Wohnort: NRW
Alter: 4

Re: Finde keinen Anfang, steh mir selbst im weg, überfordert vom Gedanken chaos

Beitrag von Scully83 » 25. September 2014 14:24

Hallo Martin,

leider habe ich nichts dazu beizutragen, außer dass es mir ähnlich bis genauso geht. Ich hätte mindestens 3 wichtige(re) Sachen zu erledigen, aber ich KANN grad nicht. Stattdessen sitze ich hier und lese im Forum. Eine mahnende innere Stimme sagt mir zwar, dass das nicht richtig ist aber ich KANN nicht. An die "wichtigen Aufgaben" zu denken macht mich eher schlechtgelaunt. Ich glaube, das liegt daran, weil ich nicht entscheiden kann, was ich zuerst tun soll. Dieses Entscheiden macht mich wahnsinnig. Soll ich zuerst die Wohnung putzen, zuerst eine wichtige Mail schreiben oder zuerst die Wäsche falten? Ich bin nicht faul...wenn mir jemand sagt "tu dies" und es ist nur EINE Sache, dann tu ich sie! Aber wenn mir jemand sagt "tu das und dieses und jenes" macht es in meinem Hirn "kracks" und ich werde aggro. Geht es dir auch so? Dass du nichts tun kannst, weil du nicht weißt, WAS du als ERSTES tun sollst?

Das führt bei mir auch dazu, dass ich mich für unfähig halte. Ich traue mir mittlerweile auch nichts mehr zu. "Angst" vor Fremden hab ich schon ewig. Im Beruflichen geht es, komischerweise regiert da mein "Arbeits-Ich", dass alle für selbstbewusst halten. Aber sobald es um mich im Privaten geht, scheue ich vor Fremden und kann nicht selbstbewusst auftreten. Ich halte mich für unnormal, nicht für das normale Leben geschaffen und weiß nicht, wie ich es angehen soll.
Jeder sieht, was du scheinst. Nur wenige fühlen, wie du bist.
Benutzeravatar
Psychotic_Black_Rabbit
Pagemaster
Beiträge: 243
Registriert: 21. September 2014 18:07

Re: Finde keinen Anfang, steh mir selbst im weg, überfordert vom Gedanken chaos

Beitrag von Psychotic_Black_Rabbit » 25. September 2014 18:37

[quote="dine-trine"]
Da hast du ja schon einiges mitgemacht in deinem Leben. Du schreibst du hast ADS Hypo ... wurde das mal diagnostiziert? Warst du in Behandlung?
[/quote]
Nunja in meiner Kindheit wurde ADHS diagnostiziert, dazu hab ich aber keine Unterlagen mehr und das ist gut 20 Jahre her.
Behandelt wurde da nichts wirklich. Meine Mutter musste halt von der Schule aus mit mir zu nem Psycho doc um zu beweisen dass ich nicht dämlich bin sondern nur ein Problem habe.
Aus meinen Beurteilungen der Schulen geht das mit dem ADHS auch so ziemlich eindeutig heraus.

Damals wusste ich gar nicht was das überhaupt bedeutet und erklärt hat es mir auch keiner.
Daher dachte ich für lange Zeit durch die Resonanzen, Vorwürfe und Ablehnungen in meiner Jugend ich sei einfach nur ein Mensch der nicht in diese Welt passt und nirgends erwünscht ist.
Als ich mich später damit auseinander gesetzt habe wurde mir einiges klarer, doch hatte ich mich zu dem Zeitpunkt bereits aufgegeben.
Auf Unterstützung meiner Eltern durfte ich auch nicht hoffen. Meine Mutter hatte mich damals oft genug spüren lassen dass sie psychische Probleme für Quatsch hält.
Die Hyperaktivität ließ ja irgendwann nach und ab da war die Sache mit dem ADHS für sie scheinbar absolut unsichtbar/nicht existent.

Die Neigung zu beidem, also einer Mischvariante (hypo/hyper) hatte ich eigentlich schon immer. Die "Hypoaktivität" hat nun noch niemand diagnostiziert, aber seit dem haben sich meine Symptome die vorher für Hyperaktivität standen so ziemlich komplett in jene der Hypoaktivität gewandelt. Zumindest kann ich mich heut zu tage so ziemlich 100% mit den Hypo Symptomen identifizieren.

Jetzt, da ich es geschafft habe mich ein wenig wieder auf zu rappeln und nicht mehr sterben möchte, habe ich auch wieder das Bedürfnis mein leben auf die Reihe zu bekommen.
[quote="dine-trine"]
Wie sieht sonst dein Leben aus? Du schreibst ja, dass du Schwierigkeiten hast mit anderen Menschen... meinst du beim arbeiten oder einfach so draussen? Manchmal muss man auch keine großen Reden schwingen, ein nettes Lächeln oder so, wenn jemand einem sympathisch erscheint und mal sehen, was zurückkommt.
[/quote]
Beides. Schwierigkeiten mit anderen Menschen, verstärkt durch die Ablehnung die ich erfahren musste.
Schwierigkeiten mit Arbeit, verstärkt dadurch dass ich mich daran gewöhnen musste nicht den Erwartungen zu entsprechen.
Plus eben die üblichen ADS Probleme welche beides betreffen, wie Reizüberflutung, Unfähigkeit zu fokussieren, geistige Abwesenheit, Probleme vorhandenes Wissen abzurufen, Zerstreutheit, Antriebslosigkeit etc etc

[quote="dine-trine"]
Hast du Freunde mit denen du was unternimmst und regelmässig Kontakt hast?
[/quote]
Noch nicht lange, ich war lange Zeit ziemlich verstört und Ablehnung und Unverständnis prägten meinen sozialen Kontakt. Aber durch meine Klinik Aufenthalte nach meinem Suizidversuch durfte ich die belebende Erfahrung machen unter Menschen zu sein die mich akzeptieren wie ich bin.
In meinem Wohnort habe ich anschließend eine Tagesstätte besucht, durch welche ich eine Hand voll guter Menschen in meiner Umgebung kennen lernen durfte die ich Heute meine Freunde nennen darf.

[quote="dine-trine"]
Und zu unerledigten Tätigkeiten... vll schaffst du es dir eine Liste mit allen Sachen zu machen, die du zu erledigen hast... klingt langweilig, aber hilft vll. Du kannst sie evt noch unterteilen in wichtig bis hat noch Zeit.... und es einfach langsam angehen ohne viel Streß :)
[/quote]
Naja, das Problem ist für mich nicht dass es Langweilig wäre eine Liste anzufertigen, sondern liegt mehr darin diese Liste dann auch abzuarbeiten. Das Anfangen.
Ich weiß ja was ich zu erledigen habe.
Meine schwächen liegen darin zu priorisieren und zu organisieren, zudem werde ich dieses Macke mit dem zwanghaften Verdrängen nicht los.
Etwas ohne viel Stress anzugehen ist für mich kaum möglich weil ich durch meine Störung viel zu oft wie ein kopfloses Huhn unterwegs bin.
Dinge sind bei mir nicht "mal eben schnell erledigt". Ich brauch für die meisten halt viel länger als ich sollte.
Aber irgendetwas verhaltenterapeutisches in diese Richtung werde ich wohl machen müssen.
So was wie mit der Liste habe ich schon probiert, aber das funktioniert bei mir einfach mal gar nicht.

[quote="dine-trine"]
Sind jetzt aber nur spontane Einfälle, und vll findest du ja doch irgendwie psychologische Unterstützung!

Wünsche dir alles Gute!
[/quote]
Therapeutische Unterstützung werde ich wohl auch brauchen.
Mich um diese überhaupt zu kümmern ist der Kraftakt.

[quote="Scully83"]
Ich glaube, das liegt daran, weil ich nicht entscheiden kann, was ich zuerst tun soll. Dieses Entscheiden macht mich wahnsinnig. Soll ich zuerst die Wohnung putzen, zuerst eine wichtige Mail schreiben oder zuerst die Wäsche falten? Ich bin nicht faul...wenn mir jemand sagt "tu dies" und es ist nur EINE Sache, dann tu ich sie! Aber wenn mir jemand sagt "tu das und dieses und jenes" macht es in meinem Hirn "kracks" und ich werde aggro. Geht es dir auch so? Dass du nichts tun kannst, weil du nicht weißt, WAS du als ERSTES tun sollst?
[/quote]
Ich werde nicht leicht aggro. Bei mir geht die Aggression ehr gegen mich selbst.
Aber davon abgesehen, yep, ist genau das selbe bei mir, genau wie du es beschreibst.
Ich will gar nicht dass mir jemand alles abnimmt. Aber ich brauche dennoch jemanden der mir sagt "tu dies" und am besten noch dabei mit mir im Raum sitzt...
Überhaupt nach derartiger Unterstützung fragen zu müssen ist bereits peinlich genug, weil ich mich dabei wie ein Kleinkind fühle...

[quote="Scully83"]
Das führt bei mir auch dazu, dass ich mich für unfähig halte. Ich traue mir mittlerweile auch nichts mehr zu. "Angst" vor Fremden hab ich schon ewig. Im Beruflichen geht es, komischerweise regiert da mein "Arbeits-Ich", dass alle für selbstbewusst halten. Aber sobald es um mich im Privaten geht, scheue ich vor Fremden und kann nicht selbstbewusst auftreten. Ich halte mich für unnormal, nicht für das normale Leben geschaffen und weiß nicht, wie ich es angehen soll.
[/quote]
Freut mich zu hören dass du eine guten Arbeitsplatz gefunden hast der für dich funktioniert. Das ist eine Menge wert, wirklich.
Benutzeravatar
Scully83
Pagemaster
Beiträge: 163
Registriert: 17. September 2014 12:18
Wohnort: NRW
Alter: 4

Re: Finde keinen Anfang, steh mir selbst im weg, überfordert vom Gedanken chaos

Beitrag von Scully83 » 25. September 2014 19:22

Äh, danke. Aber eigentlich hab ich grad mal wieder keine Arbeit... und habe nun auch die größten Selbstzweifel.
Jeder sieht, was du scheinst. Nur wenige fühlen, wie du bist.
letal
Spezial User
Beiträge: 274
Registriert: 20. August 2013 16:06
Wohnort: Bremen
Alter: 48

Re: Finde keinen Anfang, steh mir selbst im weg, überfordert vom Gedanken chaos

Beitrag von letal » 2. Oktober 2014 01:45

Ich wollte dir schon lange schreiben sind einige Posts die ich ehrlich gesagt auch nicht alle ganz gelesen habe.
Nicht aus Desinteresse sondern weil ich selbst noch nicht so weit bin. Ein starkes rede Bedürfnis das habe ich anfangs auch gehabt.
Einen Zeitpunkt wo nichts mehr ging. Ich hatte noch keine Diagnose, hatte sogar Panik davor weil ich keine Schulzeugnisse hatte.
Weil ich auch nicht wusste was alles wichtig sein kann. Hier haben mir tolle Menschen dabei geholfen. Schritt für Schritt, bis ich mit
allem durch war.

Ich war sicher eine ganz schöne Nervensäge manchmal und viele haben gedacht oh nein nicht noch ein Post von ihm  :811:
Bin ich heute sicher auch noch oft. Manchmal bin ich oft ein Paar Monate hier nicht drin, ist nie böse gemeint, ich brauch
manchmal einfach ne Auszeit weil gerade nichts geht, ich auf der Stelle trete und nicht drauf komme warum.
Weil meine Arbeitskollegen wieder so Nett zu mir sind oder meine Chefs Versprechungen nicht einhalten oder mir versteckt drohen.
Ich hab gedacht ist eine große Firma, da sollte so etwas kein Tabu sein.
Wäre es auch nicht bei Krankheiten wie Burnout oder Drogensucht. Wir haben Mitarbeiter die aufgrund Psychologischer Probleme nicht mal die hälfte
ihrer Arbeitszeit schaffen aber das alles ist in Ordnung.
ADHS ist aber ein no go. Da haben sich meine Vorgesetzten im I-Net erkundigt und da nehmen sie sich das raus was ihnen am besten passt.
Den Spruch dann haben wir das wohl auch alle, den hör ich nicht selten.

Zum Glück hab ich nen guten Betriebsrat, sein Sohn hat ADHS und er selbst glaubt das er es hat. Hat sich aber nicht testen lassen.
Auch unser Werksarzt hat mich unterstütz. Ich hätte es verheimlichen sollen wie es mir hier viele geraten haben.
Ich bin zu ehrlich was nicht bedeutet das ich nicht Lüge. Das passiert aber dann wenn ich einfach die Situation anders sehe wie ein anderer.
Siehe den Post bei Hochbegabung bei dem @Steffchen mir geholfen hat das ganze zu verstehen.

Hätte ich die Menschen hier nicht gehabt, hätte ich alles verloren für was ich mein ganzes leben gearbeitet hab.
Ich wollte alles hinschmeißen weil nichts mehr ging und ich nicht in der Lage war da alleine wieder rauszukommen.
Ich hab da auch super Freunde gehabt die alle versucht haben mich zu unterstützen, aber sie können nicht Nachvollziehen wie ich funktioniere.
Mein Arzt war fest der Meinung ist eine PTBS, die Medikamente die ich bekam haben aber in keinster weise geholfen. Zudem machen sie
Hochgradig süchtig. Ok wäre wohl nicht passiert weil sie gar nicht erst gewirkt haben  :grübel:.

Aus einem anderen ADHS Forum hat man mir nahe gelegt das Forum zu verlassen, ich hatte Ideen wollte was verbessern hab ja selbst nicht
gewusst wie ich funktionier. Mein Kopf arbeitete 24 Stunden und hab bis zu 6 Tage nicht geschlafen bis nichts mehr ging.
Da kann man viele Ideen entwickeln  :up_to_something:
Hier holt man mich dann wieder auf den Boden der Tatsachen. Für viele manchmal vielleicht etwas schroff aber
auf direkte Art und Weise verstehe ich es am besten.

Ich hab meinen Job noch, ich hab mein Haus noch, hab meinen Motorradführerschein noch gemacht.
Der Fahrlehrer war froh das ich weg war  :froi1:, bin auch der einzige Fahrschüler der nicht eingeladen wurde in seinem Facebook Account.
Auch zu den Ausfahrten werde ich nicht eingeladen  :icon_eek:

Ich hatte vor der Diagnose meinen Meister angefangen und bin mit Pauken und Trompeten durchgefallen. Nicht weil ich die Antworten nicht wußte
sondern weil man keine 1,5 Din A4 Seiten schreiben sollte wenn es für die Aufgabe keine Punkte gibt, und denn war da noch irgendwas mit Zeit,
die Prüfer wollten irgendwann nach hause. Mir wars egal ich hatte noch jede Menge parat um die Nacht durchzuschreiben. So ist das wenn die
Konzentrationsfähigkeit gen Null geht.

Genauso wie ich bei diesem Text mich an einer Stelle 20 Minuten gewundert hab das ich auf i Tippe und ein j da steht.
War ein Fleck auf dem Monitor  :grübel:

Auch ich war mal sauer auf meine Eltern, weil ich von nichts ne Ahnung hatte, sie aber schon. Ich konnte sie auch nicht mehr fragen.
Sie waren schon verstorben. Trotzdem geht es anderen mit ihren Eltern schlechter und ich hätte gern mehr Zeit mit ihnen gehabt.
Auch hat mir bei der Geburt niemand versprochen das das Leben leicht sein wird.
Aber es geht vorwärts, sehr langsam, aber vorwärts. Es wird noch einige Jahre dauern.

Ehrlich gesagt hab ich auch gar keine Zeit mich mit meinen Eltern oder Arbeitskollegen oder sonst wem zu streiten.
Da geht viel zu viel für in Meinem Kopf herum was ich noch alles machen will. Ich bin wie ich bin.

Kameradschaft ist ein seltenes gut geworden, es ist eigentlich nur noch den Seeleuten und Soldaten vorbehalten.
Aber auch hier habe ich diese kennen gelernt.

Ich möchte dir aber auch allen anderen sagen es geht weiter und nach hinten schauen lohnt nicht.
Möchte mich auch bei denen Bedanken die sich mit mir Auseinandergesetzt haben bzw. in Zukunft noch tun.
Weil
Foruminventar
Beiträge: 517
Registriert: 18. Dezember 2008 21:04

Re: Finde keinen Anfang, steh mir selbst im weg, überfordert vom Gedanken chaos

Beitrag von Weil » 2. Oktober 2014 02:02

Hey letal, du bist schon ein eigener Typ.  :811:
Aber das ist gut so. :ja1:
Keine Sorge, Nervensäge bist du ganz und gar nicht und es ist schön, wenn man merkt, dass du vorankommst.
Antworten

Zurück zu „ADS / Hypoaktivität*“