Ich finde meine Motivation nicht mehr

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takare
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Ich finde meine Motivation nicht mehr

Beitragvon takare » 24. Oktober 2011 13:08

Hallo!

Tja, weg ist sie, die Motivation.
Ich schau mich Zuhause um, sehe, was zu tun ist - und lass es.
Egal ob mit oder ohne Medis, ich schaffe es einfach nicht, das zu tun, was ich mir vorgenommen habe.

Heute nur mal als Beispiel:
Aufstehen klappte noch ganz gut
Brotzeit für die Schule richten, Kind wecken, fertig machen für die Schule...
Kind aus dem Haus und es geht gar nichts mehr.
Ich sollte eigentlich einkaufen, mag aber gar nicht vor die Tür.
Der Fußboden hat seit Tagen weder Sauger, noch Besen, von einem feuchten Tuch mal ganz zu schweigen nichts gesehen.
Doch, ich habe es tatsächlich geschafft, die Teller vom Abendessen in die Küche zu bringen, aber selbst das in die Spülmaschine stellen war anscheinend schon zuviel verlangt.

Wie kommt man aus so einem Loch nur wieder raus? Und das möglichst schon vorgestern!
Wollen würde ich ja gerne, wenn ich nur wollen könnte - ich fühle mich vom schlechten Gewissen verfolgt, das macht es aber leider auch nicht besser.

Wie rappelt ihr euch aus so einem Tief wieder raus?

LG Tanja
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melinamaus
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Re: Ich finde meine Motivation nicht mehr

Beitragvon melinamaus » 24. Oktober 2011 14:19

Das kenne ich von mir nur zu gut, enden tut es meist damit, dass ich irgendwann abends auf dem Sofa sitze und heule, wie ein Schlosshund. Dann nehm ich mir einen Zettel und schreibe mir einen Plan für morgen und eine Liste für die Fleisaufgaben und nach den Aufgaben für morgen kommt die Belohnung ganz groß geschrieben z.B. 15 Minuten Computern nach 30 Minuten arbeiten.
Auf meinem Grabstein soll stehen: "Schau nicht so doof, ich läg jetzt auch lieber am Strand."

Wenn Gott gewollt hätte, dass ich arschkrieche, wäre ich ein Zäpfchen geworden.
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Re: Ich finde meine Motivation nicht mehr

Beitragvon takare » 24. Oktober 2011 15:31

danke für deine Antwort Melinamaus!
Zumindest stehe ich nicht alleine da. Allerdings klappt auch die Selbstbelohnung nicht wirklich :upsi:

Aber ich darf stolz verkünden, dass die Spülmaschine fertig ist und der Boden (außer im Bad) eine Komplettsanierung erhalten hat :froi1:

Einkaufen werd ich nachher mit der Kurzen, dann MUSS ich da durch, ob ich nun will, oder nicht!
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melinamaus
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Re: Ich finde meine Motivation nicht mehr

Beitragvon melinamaus » 24. Oktober 2011 15:41

für mich ist gerade meine Mutter zum einkaufen  :froi1:
Einkaufen ist für mich auch die größte Strafe, totale Reizüberflutung, viele Menschen, grelles Licht.... danach bin ich jedesmal richtig müde und kaputt. Aber es nutzt nix, wenn der Kühlschrank leer ist, muss ich los. Inzwischen hab ich nur einen Essensplan für die ganze Woche, da kauf ich die meisten Dinge am Samstag und muss dann nur noch mal frischen Salat kaufen.

Das mit der Selbstbelohnung hat auch länger gedauert, aber inzwischen merk ich meist nicht mal, wenn 30 Minuten um sind und bei ätzenden Aufgaben dauern die 30 Minuten immer gefühlte 3 Stunden, aber ich mache wenigstens. Und der Computer mit Kaffee ist dann Erholung pur.  :ja:
Auf meinem Grabstein soll stehen: "Schau nicht so doof, ich läg jetzt auch lieber am Strand."

Wenn Gott gewollt hätte, dass ich arschkrieche, wäre ich ein Zäpfchen geworden.
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Re: Ich finde meine Motivation nicht mehr

Beitragvon takare » 24. Oktober 2011 15:54

Hmm, wie war das jetzt noch?
30 min. arbeiten und dafür 3 std. Computer?
DAS schaffe ich  :breitgrinse1:

Der ist für dich (weil´s mir jetzt wieder besser geht-danke)
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Zuletzt geändert von takare am 24. Oktober 2011 15:55, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Ich finde meine Motivation nicht mehr

Beitragvon melinamaus » 24. Oktober 2011 20:44

Danke für den Kaffee, der hat gut getan  :wu:
Auf meinem Grabstein soll stehen: "Schau nicht so doof, ich läg jetzt auch lieber am Strand."

Wenn Gott gewollt hätte, dass ich arschkrieche, wäre ich ein Zäpfchen geworden.
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Re: Ich finde meine Motivation nicht mehr

Beitragvon AntwortFrage » 27. Oktober 2011 13:12

Ich übertreffe euch da beide! Leider!! Ich schiebe den Haushalt jetzt schon wieder 2 Wochen vor mir her. Es ist soviel zu machen, also habe ich gerade mal in der Küche angefangen. Vielleicht 2 Minuten, und jetzt sitze ich schon wieder am Laptop...

Das schlimme ist ich fühle mich schon seit Wochen unwohl deswegen und schaffe es trotzdem nicht!!!!
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Re: Ich finde meine Motivation nicht mehr

Beitragvon Bea Voigt » 27. Oktober 2011 14:07

Hallöle  :winken:

OHAA das klingt ja garnicht so gut. Bekommst Du Medikamente????????
Also ich brauch immer ganz viel Kaffee um mich zu bremsen, wenn ich mal keinen Kaffee trinke dann machen mir meine Jungs welchen,weil sie meine Aktivität und super gute Laune nicht dauerhaft ertragen.

Aber sag mal hast Du denn schon mal über eine Haushaltshilfe nachgedacht???????? oder hast Du Freunde die Dich motivieren können?????

L.G.Bea
Behandle die Menschen so, wie Du selbst behandelt werden möchtest!!!!!
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Re: Ich finde meine Motivation nicht mehr

Beitragvon AntwortFrage » 27. Oktober 2011 14:59

Ich nehme keine Medikamente zur Zeit. Ich wollte aber unbedingt wieder anfangen, aber jetzt hat mein Arzt erst am 1. Dezember wieder einen Termin frei!  :baw:

Aber so wirklich besser ist die Motivation eigentlich auch nicht damit, aber dabei bleiben fällt leichter wenn man erstmal angefangen hat.
Und meine Freunde sind doch alles Chaoten :eusa_doh: :) Die kommen doch selbst alle nicht klar...
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Re: Ich finde meine Motivation nicht mehr

Beitragvon cajo81 » 29. Oktober 2011 16:11

Ich bin auch gerade in einer schweren Phase der Motivationslosigkeit...trotz starker Medis.

Ich habe einfach keinen Bock mehr zu kämpfen. Habe das Gefühl dass mein ganzes Leben einfach beschissen läuft und sich daran im Endeffekt nichts ändern wird.
Alles ist irgendwie ein riesiger Kampf und habe nicht viel auf was ich in meiner Vergangenheit stolz sein könnte. Jeder Schritt fühlt sich ewig schwer an. :icon_rolleyes:
Zusätzlich Lebensbaustellen ohne Ende welche in meinem Kopf ihre Dauerrunden drehen ! Keine Ausbildung, kein Job, kein Sex, keine Freundin und im Endeffekt auch keinen Spaß... und dazu noch ernome Versagensängste - na gut, dank Medis etwas abgeschächt - oder völlig überzogene Lebensvorstellungen. (viel Geld wichtig, überzogene Frauenansprüche etc.)
Im Endeffekt merke ich so langsam wie kaputt mein Belohnungssystem durch ADHS gemacht worden ist. Kleine Dinge und Errungenschaft erfreuen mich einfach kein bißchen ! Alles muss perfekt oder ein Extrem sein.  Sonst kommt es im Kopf nicht an. :icon_rolleyes:

Naja, immerhin bin ich dank Medis nicht mehr depressiv (also traurig). Mir ist einfach alles schlichtweg egal.
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Re: Ich finde meine Motivation nicht mehr

Beitragvon Träumerle76 » 19. Dezember 2011 11:08

Hallo ihr Lieben,

mein Eintrag kommt zwar etwas spät, aber mich würde interessieren, wie es euch mittlerweile geht  :ja:
Ist es besser geworden? Seid ihr aus dem Tief wieder alleine rausgekommen oder habt ihr Hilfe?

Mit geht es nämlich grad genau so  :baw: Ich krieg nichts auf die Reihe und fühl mich einfach seit Monaten nur beschissen..... zwischendurch ist es etwas besser, aber rückblickend ist alles einfach nur sinnlos, ich hab das Gefühl, ich bin völlig nutzlos, keiner braucht mich, ich bin zu nichts gut....... nur Probleme, überall in meinem Leben Baustellen und es hört einfach nicht auf...... egal wo ich hinschau, alles scheiße.....
und das Schlimmste ist, dass mich keiner versteht. Ich lebe irgendwie in einer anderen Welt und alle sind "schlecht und böse", keiner versteht mich oder nimmt mich, wie ich bin. Ich mag schon mit niemandem mehr reden, weil mich ja eh keiner versteht. Spätestens beim dritten oder vierten Mal sind alles genervt, wenn sie das Gleiche hören. Ich versteh es ja irgendwo, aber ich will doch nur so genommen werden, wie ich bin und liebgehabt werden, mal in den Arm genommen werden und das Gefühl haben, dass ich auch wichtig bin, dass ich ein liebenswerter Mensch bin.

Ich war mein Leben lang damit beschäftigt, es jedem recht zu machen, wollte immer, dass mich jeder mag, war immer für jeden da...... und bin dabei selber auf der Strecke geblieben..... habe nichts erreicht, höre immer nur, dass ich nicht gut genug bin, dass man ja nur wollen muss, dann geht alles.....

Mein Mann kann das besonders gut..... unsere Beziehung steht mal wieder vor dem Abgrund und ich bin an allem Schuld, weil ja nur ich Probleme mit mir selber habe und alles anders seh als andere.....
Ich kann und will so nicht mehr leben, aber trennen kann ich mich auch nicht, weil ich absolute Panik davor habe, dass ich es nicht schaffe.... Ich hab ja nix und ich kann ja auch nix...... Das hab ich so lange eingeredet bekommen, dass ich es leider auch schon glaube  :baw:

Ich weiß echt nicht, wie ich da rauskommen soll.....
Hat vielleicht jemand ähnliche Erfahrung und hat nen Tipp!?!?!?!? Ich bin für alles dankbar.....
Ich weiß, dass ich absolut vom Thema abgekommen bin  :upsi: vielleicht hat ja trotzdem jemand ne hilfreiche Idee!?!?!?

LG Träumerle
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Re: Ich finde meine Motivation nicht mehr

Beitragvon cajo81 » 20. Dezember 2011 18:26

[quote="Träumerle76"]
Hallo ihr Lieben,

mein Eintrag kommt zwar etwas spät, aber mich würde interessieren, wie es euch mittlerweile geht  :ja:
Ist es besser geworden? Seid ihr aus dem Tief wieder alleine rausgekommen oder habt ihr Hilfe?

Mit geht es nämlich grad genau so  :baw: Ich krieg nichts auf die Reihe und fühl mich einfach seit Monaten nur beschissen..... zwischendurch ist es etwas besser, aber rückblickend ist alles einfach nur sinnlos, ich hab das Gefühl, ich bin völlig nutzlos, keiner braucht mich, ich bin zu nichts gut....... nur Probleme, überall in meinem Leben Baustellen und es hört einfach nicht auf...... egal wo ich hinschau, alles scheiße.....
und das Schlimmste ist, dass mich keiner versteht. Ich lebe irgendwie in einer anderen Welt und alle sind "schlecht und böse", keiner versteht mich oder nimmt mich, wie ich bin. Ich mag schon mit niemandem mehr reden, weil mich ja eh keiner versteht. Spätestens beim dritten oder vierten Mal sind alles genervt, wenn sie das Gleiche hören. Ich versteh es ja irgendwo, aber ich will doch nur so genommen werden, wie ich bin und liebgehabt werden, mal in den Arm genommen werden und das Gefühl haben, dass ich auch wichtig bin, dass ich ein liebenswerter Mensch bin.

Ich war mein Leben lang damit beschäftigt, es jedem recht zu machen, wollte immer, dass mich jeder mag, war immer für jeden da...... und bin dabei selber auf der Strecke geblieben..... habe nichts erreicht, höre immer nur, dass ich nicht gut genug bin, dass man ja nur wollen muss, dann geht alles.....

Mein Mann kann das besonders gut..... unsere Beziehung steht mal wieder vor dem Abgrund und ich bin an allem Schuld, weil ja nur ich Probleme mit mir selber habe und alles anders seh als andere.....
Ich kann und will so nicht mehr leben, aber trennen kann ich mich auch nicht, weil ich absolute Panik davor habe, dass ich es nicht schaffe.... Ich hab ja nix und ich kann ja auch nix...... Das hab ich so lange eingeredet bekommen, dass ich es leider auch schon glaube  :baw:

Ich weiß echt nicht, wie ich da rauskommen soll.....
Hat vielleicht jemand ähnliche Erfahrung und hat nen Tipp!?!?!?!? Ich bin für alles dankbar.....
Ich weiß, dass ich absolut vom Thema abgekommen bin  :upsi: vielleicht hat ja trotzdem jemand ne hilfreiche Idee!?!?!?

LG Träumerle
[/quote]

Hätte genau das Gleiche schreiben können ! Fühle genauso wie du !  :icon_rolleyes:

Also ich denke mal dass du so wie ich ohne professionelle Hilfe da nicht rauskommen wirst. Einfach weil wir im Kopf nicht abschalten können.  :icon_rolleyes:
Mir selber helfen, wie ich schön ofters schrieb, Selbsthilfegruppen weiter. Da kannst du ohne dich schämen zu müssen Frust rauslassen, fühlst dich verstanden (sehr angenehm !  :smt023:) und auch nicht mehr so alleine.
Zusätzlich, leichter gesagt als getan, musst du halt irgendwie versuchen dir einen Lebensinhalt zu finden der DIR Spaß macht und dich so einnimmt dass du alles andere Negative gar nicht mehr beachtest.

Auf die meisten Menschen um mich herum höre ich persönlich übrigens nur noch wenig. Ich habe nämlich festgestellt dass jemand der sich nicht in dich einfühlen kann auch nicht wissen kann was gut für dich ist ! Diese immer egoistischere Einstellung hat mich in den letzten 2 Jahren peu a peu weitergebracht. Ohne die hätte ich z.B. nie meine ADS- und Asperger-Diagnose erhalten weil keiner auch nur daran gedacht hatte !
Da lese ich lieber Fachliteratur zu meinen Problemen, versuche mir gegenüber kritisch objektiv zu bleiben und die Ratschläge anderer BETROFFENER umzusetzen die es geschafft haben aus dem Sumpf rauszukommen.  :smt023:

"Normalos" sind dagegen einfach nur dumm  und nicht in der Lage vielschichtig zu denken !  :breitgrinse1:
Zuletzt geändert von cajo81 am 20. Dezember 2011 18:32, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Ich finde meine Motivation nicht mehr

Beitragvon Träumerle76 » 20. Dezember 2011 22:47

Hallo cajo81,

genau so geht es mir auch  :icon_rolleyes:  :zwink: ich les auch lieber von Betroffenen oder ein Buch über das Thema......

Zu einer Selbsthilfegruppe wollte ich Anfang des Monats gehen, aber die nette Dame hat mich leider nicht zurückgerufen  :fr: ich hab ihr zwei mal auf den AB gesprochen (Ende Nov.) und sie hat sich bin heute nicht gemeldet und eine andere Gruppe gibt es hier in der Nähe leider nicht  :baw:
Professionelle Hilfe hab ich ja, also der Psychiater, der die Diagnose gestellt hat, aber ich muss mir dringend einen Therapeuten suchen. Das ist auch sehr schwierig bei mir hier...... Ich glaub, ich muss umziehen  :eusa_doh:

So, jetzt muss ich ganz schnell ins Bettchen, morgen ist der letzte Schultag und dann sind endlich Ferien  :froi1:

LG Träumerle
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Re: Ich finde meine Motivation nicht mehr

Beitragvon dosenlilie » 16. Januar 2012 17:50

Habe ich auch gerade wieder, dieses Loch. Und ich habe festgestellt, dass der vielzitierte Haushalt aber auch wirklich wenig Motivation bietet.
Jeden Tag dieselbe Monotonie, oft kein Lob und null Bestätigung. Warum soll man das denn auch gerne machen?

Nun versuche ich es gerade damit, mir wieder einen Plan zu erstellen (in der Verhaltenstherapie gelernt) und
Beschäftigungen einzubauen, die mir auch  Spaß bringen.
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Re: Ich finde meine Motivation nicht mehr

Beitragvon plexi » 6. Februar 2012 10:50

Das scheint hier ja vielen so zu gehen!

Ich bin auch seit mehreren Monaten in diesem Motivationsloch. Ich sehe einen riiiesigen Berg Arbeit (Haushalt, Garten, Hausrenovierung, Papierkram,...) vor mir und weiß, dass ich es machen muss. Aber es geht nicht! Es ist total unlogisch, eigentlich muss ich nichts anderes tun, als anfangen. Manchmal schaffe ich das auch, mal erledige ich Dinge dann tatsächlich oder ich arbeite 2 oder 3 Stunden am Stück. Und dann kommt dieser Knick und ich kann nicht mehr. Dann bleiben angefangene Sachen liegen und liegen und liegen....
Anstatt hier zu schreiben, sollte ich den Keller aufräumen, Wäsche machen und Staubsaugen. Ich nehme es mir jeden Tag wieder vor und fange dann doch nicht an oder es läuft wie oben beschrieben. Innen drin bleibt dieser entsetzliche Druck: Du musst! Mach endlich! :baw:

Hat sich jemand einen Plan gemacht, was täglich, wöchentlich, monatlich und jährlich zu tun ist? Sowas stelle ich mir als Hilfe vor, weiß aber nicht, wie ich das aufschreiben soll, so dass ich mich auch zurecht finde.

LG
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Re: Ich finde meine Motivation nicht mehr

Beitragvon Farah » 6. Februar 2012 22:33

@Plexi: Kennst Du die Bienchen-Mails schon?
:biene: 2
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Re: Ich finde meine Motivation nicht mehr

Beitragvon plexi » 8. Februar 2012 13:56

Habe sie gerade entdeckt!
Das ist toll! schon mal ein Anfang! :smt023:
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Re: Ich finde meine Motivation nicht mehr

Beitragvon micha » 8. Februar 2012 14:33

[quote="plexi"]
Habe sie gerade entdeckt! [/quote]

Oh schaaaad - ich dachte du hast die Motivation entdeckt ...  :up_to_something:
dann hätte ich nämlich fragen können , wo sie sich versteckt hatte ...

Aber so muss ich wohl selber weiter schaun ...
vlt. hilft der mir selber verordnete Spaziergang ...:KV2:...
Warte eigentlich nur noch auf meine Begleitung ... :bo1: ...
und dabei bin ich selber noch nicht angezogen ... :flatsch: .
Bild ~ M i c h a
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Re: Ich finde meine Motivation nicht mehr

Beitragvon Tamiki » 9. Februar 2012 17:16

Ich kenne solche Phasen auch von mir sehr gut.
Seit ich wegen schwerer Depression behandelt wurde, weiß ich aber auch, daß es wichtig ist, solche Phasen ernst zu nehmen und sich nicht selbst ständig unter Druck zu setzen.
Diesen Satz ein Stück weiter oben, daß ein Berg von Arbeit vor einem liegt und man sich dem gegenüber nur noch kraftlos und ohnmächtig fühlt, kenne ich nur zu gut aus genau dieser schweren Zeit - das war ein ganz typischer Satz von mir.
Deshalb ist so eine Antriebs- und Motivationslosigkeit für mich persönlich ein Zeichen, daß ich evtl. kürzer treten, mich besinnen und vielleicht einfach etwas ausruhen oder etwas Erfreuliches ganz für mich tun sollte.

Heute frage ich mich immer wieder, bevor ich etwas mal so ganz "nebenbei" noch schnell erledigen will, ob ich dies eigentlich jetzt wirklich erledigen will und ob es denn wirklich unbedingt nötig ist. Das hilft mir, mir selbst gegenüber Grenzen zu ziehen und mich nicht ständig selbst zu überfordern.
Komme ich zum Beispiel zu dem Schluß, daß ich jetzt eigentlich lieber nichts erledigen will und dies auch nicht unbedingt notwendig ist, frage ich mich, was ich denn lieber täte und gebe dem dann auch nach -
denn sonst gerate  ich unweigerlich wieder in dieses Hamsterrad.

Diese tiefen Motivationseinbrüche und Symptome meiner Überforderung mündeten irgendwann in Depressionen. Verbunden mit weiteren Ursachen waren diese Depressionen verfestigter und bedrohlicher, als ich es wahrhaben wollte.
Heute ermahne ich mich selbst immer wieder, nachsichtig mit mir selbst zu sein, mir Pausen zu gönnen, wenn mir danach ist und mich immer wieder zu selbst zu befragen, was mir wirklich wichtig ist - eine blank gescheuerte Wohnung für eventuelle Besucher und meine unsichtbare Mutter, die im Geiste manchmal neben mir steht und kritisch guckt oder ein Mittagsschläfchen, ein Spaziergang, ein Buch, das ich lesen will oder mal ins Anderwelt-Forum zu schauen..... :zwink:
Zuletzt geändert von Tamiki am 9. Februar 2012 17:22, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Ich finde meine Motivation nicht mehr

Beitragvon Psychotic_Black_Rabbit » 22. September 2014 22:43

Oh ja meine Guten, das kenne ich leider viel zu gut...
Am schlimmsten ist es dann wenn es sich nicht mal nur um "Kleinigkeiten" handelt.
Ich habe momentan einen Umzug zu managen!
Ich habe seit dem 15.9 ne neue Wohnung angemietet.
Nun haben wir den 22ten, nix ist in der neuen Wohnung und ich sitze immer noch wie so ein Depp in meiner alten Wohnung, weil ich mal wieder auf den letzten Drücker warte -.-
Ärgere mich mal wieder so über mich selbst...
Es ist so wichtig dass ich endlich mal loslege und ich weiß das! Aber irgendwie schaff ich es einfach nicht endlich los zu legen... und mit jeden Tag der verstreicht quäle ich mich selbst mehr mit der Frage "Waruuuum".
Zuletzt geändert von Psychotic_Black_Rabbit am 22. September 2014 22:44, insgesamt 1-mal geändert.

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