Wechsel Hypo in Hyper

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Sonja
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Re: Wechsel Hypo in Hyper

Beitrag von Sonja » 8. November 2008 12:25

Letzter Beitrag der vorhergehenden Seite:

@gel.ice: Dass man nach der Rebound-Phase nochmal ziemlich aufgekratzt ist ehe man schlafen kann kenne ich auch, das ist denke ich nicht ungewöhnlich.
Wenn dein Sohn plötzlich aufdrehen kann hängt es vllt. auch damit zusammen, dass sich sein Selbstbild durch die Medis positiv gewandelt hat und er mehr Selbstvertrauen gekriegt hat.
DrZoidberg
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Re: Wechsel Hypo in Hyper

Beitrag von DrZoidberg » 2. Dezember 2008 14:48

also bei mir wechselt es immer wieder
es ist wie ein balanceakt auf einem seil
wenn ihc mich konzentrieren will
ich darf nämlcih erstens nicht in die traumwelt gleiten
aber auch nciht anfangen andere leute zu nerven und hyper zu werden
meistens gelingt mit das auch eine zeit lang
so lange bis ich anfange hyperaktiv zu werden
und dann bemühe ich mich sehr wieder auf das "seil" der konzentratioin zu kommen was aber meist darin endet dass cih hypo werde
und dann ist meist alles verlohren denn dann wechselt das willkührlich^^
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saadina
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Re: Wechsel Hypo in Hyper

Beitrag von saadina » 19. Dezember 2008 21:55

ich lasse mich manchmal den ganzen tag bewusst durchhängen , wenn ich abends hyper drauf sein will....
der wechsel von hypo zu hyper..

:wippi:
ich nehme immer  die letztmögliche S bahn zu meinem dates..
ich lese bis 20 minuten vor abfahrt ,

dann mach ich den total stress,  :froi1: :kreiseln:

indem ich meine sachen zusammmen klaube ,
die hälfte nicht finde
meine mitbewohner nerve
:letsparty:
wo die sein könnten..und irgendwann rase ich wehenden fahnen,
mit offenen shuhen aus dem haus und bekomme meist sohgar die bahn..

.und bbin von kopf bis fuss auf hyper eingestellt!!!
:kissenschlacht:
es gibt noch bäume in mengen,
schattig
und durchaus kommun.,
um oben sich aufzuhängen
oder unten sich auszuruhen....
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MrsKleeblatt
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Re: Wechsel Hypo in Hyper

Beitrag von MrsKleeblatt » 20. Dezember 2008 14:22

[quote="saadina"]
ich lasse mich manchmal den ganzen tag bewusst durchhängen , wenn ich abends hyper drauf sein will....
der wechsel von hypo zu hyper..

:wippi:
ich nehme immer  die letztmögliche S bahn zu meinem dates..
ich lese bis 20 minuten vor abfahrt ,

dann mach ich den total stress,  :froi1: :kreiseln:

indem ich meine sachen zusammmen klaube ,
die hälfte nicht finde
meine mitbewohner nerve
:letsparty:
wo die sein könnten..und irgendwann rase ich wehenden fahnen,
mit offenen shuhen aus dem haus und bekomme meist sohgar die bahn..

.und bbin von kopf bis fuss auf hyper eingestellt!!!
:kissenschlacht:
[/quote]

:eins: :eins: :eins: - ein vorgehen, was sicher uns anderen Hypos allen TOTAL unbekannt ist, oder???  :eins:

(Wobei - ich muss leider zugeben, dass ich das nicht ABSICHTLICH so mache, sondern mir meistens sogar vornehme: nächstes mal nicht mehr. Denn dass der Laptop noch läuft, die Heizung nicht aus ist und ich auch nicht weiss ob ich die Tür abgeschlossen habe und ausserdem ziemlich peinlich angezogen bin, ist mir dann doch zu unangenehm. Aber keine was eine echte ADSlerin sein will, lernt so schnell nicht aus ihren Fehlern...)
:willi: 6 (08)
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saadina
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Re: Wechsel Hypo in Hyper

Beitrag von saadina » 23. Dezember 2008 17:14


ok....
:abc:
hypersein macht einfach
anders spas als hypo zu sein, oder :breitgrinse1:
es gibt noch bäume in mengen,
schattig
und durchaus kommun.,
um oben sich aufzuhängen
oder unten sich auszuruhen....
(Baal...B.Brecht)
CoCoJoe
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Re: Wechsel Hypo in Hyper

Beitrag von CoCoJoe » 4. Januar 2009 15:04

Ich bin auch ein ADS Kind, das hatte man bei mir schon in der Grundschule festgestellt.
Von anderen werde ich auch immer als sehr ruhige und zurückhaltende Person beschrieben(das schlaucht vielleicht).
Aber unter mir bekannten Menschen, mit denen ich sehr viel zu tun habe und diese auch gut einschätzen kann gelingt es mir allerdings recht leicht aus diesem defensiven verhalten heraus zu kommen und mich in der Gruppe zu integrieren.
Auch ist es so, dass ich mich von Sachen die mich sehr interessieren recht leicht fesseln lassen kann. Ich fallen dann manchmal sogar in so eine Art von Trance in der ich alles um mich herum total abschalte, um ich gezielt nur auf diese Problemlösung zu konzentrieren.
In diesen Momenten bin ich dann sehr leistungsfähig und in der Schule dann auch meist viel schneller fertig mit meiner Arbeit als meine Klassenkameraden.
Bei Aufgaben die mir unwohl sind fällt es mir hingegen jedoch seht schwer mich auf diese zu konzentrieren. Wenn ich dann Geschichte lernen muss ist es extrem schlimm, da kann ich mich überhaupt nicht konzentrieren.
Diese Hyper- und Hypo-Phasen wechseln bei mir vor allem zwischen morgens und abends.
Gegen morgen bin ich so gut wie überhaupt nicht konzentrationsfähig gegen Abend jedoch werde ich meist hell wach und manchmal auch richtig aufgedreht.
Als Schüler ist das aber leder nunmal nicht vorteilhaft.
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gel.ice
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Re: Wechsel Hypo in Hyper

Beitrag von gel.ice » 4. Januar 2009 21:53

herzlich willkommen cocjoe!

mir geht es ähnlich. meistens bin ich der träumer. aber abends werd ich eher aktiv. das ist auch im berufsleben meist unvorteilhaft.

die art "trance" die du beschreibst, nennt man hyperfocus. auch das ist bei ad(h)slern "normal".

lg
nur wer erwachsen wird und ein kind bleibt, ist ein mensch.
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Re: Wechsel Hypo in Hyper

Beitrag von lullabee » 8. Januar 2009 14:39

ich fuer meinen teil bin absolut hyper, vorallem wenn ich energielos und muede bin, dann dreh ich komplett ab.
aber es gibt auch die hypo phasen, absichtlich lenken kann ich das nicht, ist aber meist sehr depressiv und sehr bedauerlich krankhaft rueckgezogen.

und aber dann gibt es noch die eine situation; ich hab totale angst vor gewissen 'authoritaeten', und seien sie es auch nur fuer mich.
vor lehrerInnen oder anders vorgesetzten aengstige ich mich nicht, wohl aber vor menschen vor denen ich sehr viel respekt habe, wie zB meinem springtrainer, oder sehr kompetenten menschen, bei (vor)lesungen, regisseurInnen, musikerInnen, die ich kennen gelernt habe, zB., etc. etc.(Auch Sprechstundenhilfen, oder so oder irgendwie...)
da krieg ich kein wort raus, nichts. ganz unbegruendet komplette panikattacken. da muss mir tlws noch meine mammy helfen, wenn ich eine springstunde ausmachen will, o.ä.
kann echt sehr schlimm werden...und viele chancen hab ich dadurch auch schon verpasst (zB jazzsession und, obwohl ich weiss ich kann sehrwohl durchaus gut genug singen um mit zu machen, viel zu viel angst vor dem organisator, ihn zu fragen, ob ich darf, obwohl's ja openstage ist, oder so. soll heissen; keine angst vorm singen, aber angst vorm fragen, selbst wo ich weiss, dass die antwort ja sein wird...)

naja...ob das hypo ist und was mit dem adhs zu tun hat weiss ich nicht, aber da bin ich jedenfalls nicht aufgedreht....
ich bin gut - nur die welt noch nicht bereit!
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gel.ice
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Re: Wechsel Hypo in Hyper

Beitrag von gel.ice » 8. Januar 2009 17:30

:ja: die angst vor dem fragen kenn ich! ich kann mich oft einfach nicht überwinden was zu sagen oder zu fragen, selbst wenn es total belanglos ist. das war zwar schon schlimmer bei mir, aber es nervt trotzdem noch.
das ist bei mir auch von personen abhängig. bei manchen leuten kann ich auch rotzefrech sein...
nur wer erwachsen wird und ein kind bleibt, ist ein mensch.
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Re: Wechsel Hypo in Hyper

Beitrag von Phoenixdrache » 9. Januar 2009 09:34

Das ist alles so beschrieben, wie ichs nicht besser hätte rüberbringen können ;)

Wenn mans lenken könnt, wärs cool... oder auch nicht  :icon_rolleyes: :breitgrinse1:
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Re: Wechsel Hypo in Hyper

Beitrag von ChaosMaus » 10. Januar 2009 20:07

Ich war früher sehr Hypo wurde mir gesagt. In der Sprache bin ich immer Hyper. Und wenn ich nen Hyperfokus habe oder aufgeregt bin.
Ansonsten bin ich entweder auf nem Normallevel oder Hypo.
Aber wann ein Wechsel stattfindet kann ich nicht genau sagen. Es passiert einfach.
Bueffel2
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Re: Wechsel Hypo in Hyper

Beitrag von Bueffel2 » 28. Februar 2009 00:07

Hallo,

ich habs ganz oft, dass ich in der Nacht nicht zur Ruhe komme, gegen 6.00 Uhr morgen werd ich dann todmüde, matt und schwindelig und das zieht sich bis abends um 22.00 Uhr ungefähr. Wenn ich bis dahin dann nicht im Bett bin, werd ich wieder hellwach, meine Gedanken rasen, ich bin körperlich angespannt, raufe mir die Haare oder kratze an meinen Beinen rum oder irgendwas, werde nervös, hibbelig, kriege tausend Ideen und dann kann ich sie nicht umsetzen, es ist ja mitten in der Nacht, alle schlafen im Haus, ich kann nicht anfangen, lautstark aufzuräumen (sehr hellhörig alles hier).
Und einschlafen kann ich auch nicht. Also bleibe ich wach bis 4.00 Uhr oder 6.00 Uhr auch manchmal (zöger das Schlafen dann auch durch Lesen oder Surfen raus, weil ich einfach keine Lust hab, zu schlafen), und ab 6.00 Uhr überfällt mich wieder diese bleierne Müdigkeit, die Unlust, die brennenden Augen und oft auch Kopfschmerzen.

Das Allerschlimmste ist, wenn ich um 20.00 Uhr todmüde ins Bett falle, bin ich um 23.00 Uhr wieder wach und drehe innerlich total auf.

Das nervt mich alles so. Ich würd gern die Nacht durchschlafen und fit sein morgens, aber ich kann morgens nicht fit sein, es stößt mich morgens alles ab, obwohl ich momentan nicht mal zur Arbeit muss.

Die zwei Dinge, die ich krass finde: Die Hyperaktivität nachts, auch, wenn ich vorher todmüde war und nur 1-3 Stunden geschlafen habe.
Die totale Müdigkeit und Demotivation morgens, auch, wenn ich zufällig dann doch mal vorher geschlafen habe und eigentlich ausgeruht sein müsste.

Es verwirrt mich immer wieder, wie man von einer Sekunde zur anderen von: "Alles total sch**, macht alles keinen Sinn" zu "Hurra, ich geh mein Leben an" wechseln kann und umgekehrt. Aber irgendwie funktionierts. Ich fühle mich total fremdgesteuert von Gefühlen, Lust, Unlust, Hyperaktivität und totaler Demotivation.

Das einzige, das mich runterbringt und sozusagen am Leben hält, ist, dass ich versuche, bei mir zu sein. Also mir ständig verdeutliche, wofür lebe ich, was will ich erreichen, warum mach ich das überhaupt und was sind die wesentlichen Punkte, was brauche ich usw..
Zuletzt geändert von Bueffel2 am 28. Februar 2009 00:08, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Wechsel Hypo in Hyper

Beitrag von Angie » 28. Februar 2009 11:09

lautstark aufzuräumen (sehr hellhörig alles hier).
:rofl: geht mir genauso. Das um 4 Uhr morgens im Kinderzimmer. Dann stand der Tim auf, ging wie im Trance aufs Klo und wollte schon ab ins Wohnzimmer. Ich dann hinterher gerufen:"Kannst noch ins Bett, und 3 Stunden schlafen."

Danach habe ich mich dann in der Küche ausgelassen.

Ach Bueffel wir haben noch nen insteressanten Thread über Einschlafprobs, wurschtel dich mal durch und kodder dich hier mal aus.  :up_to_something:
Ich habe nix Schlimmes, ich habe....eij gugg mal nen Eichhörnchen.
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Bluegoe
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Re: Wechsel Hypo in Hyper

Beitrag von Bluegoe » 13. März 2009 18:47

Bei mir wechselt das auch Situationsunabhängig.

Es kann sein dass ich als Beifahrer nur dasitze und Löcher in die Luft starre. Genauso gut kann es sein dass ich eine stundenlange Fahrt komplett durchquatsche. Manchmal wechselt das aber auch einfach zwischendurch:  3 stunden lang dauerreden, lachen, auf und ab rutschen und alles aufmachen, rumwühlen.  :ichboss:
1std träumen (Wenn ich über etwas nachdenke, komme ich dann plötzlich total verschlossen und abwesend rüber (was schon oft für Verwunderung gesorgt hat))
Wann das wechselt kann ich nicht beeinflussen. 

Genauso ist es im Schulunterricht. Entweder ich starre Löcher in die Luft und lenke mich mit irgendetwas ab (kritzeln, gesprächen zuhören) oder ich überdrehe total und hample rum, quatsche die ganze zeit ohne punkt und komma und mache irgendwelchen störenden Unsinn (in beiden Fällen kriege ich mehr oder weniger nichts von dem mit was der Lehrer von sich gibt).  :fr:

Aber egal ob ich im Bus sitze, in der Schule bin, bei der Arbeit oder vorm Pc, Fernseher oder unterwegs. Meine Finger sind immer mit irgendetwas beschäftigt (Stift, Schlüssel, Armband, Mp3 Player).

Eigentlich schiebe ich gern alles vor mir her und suche lieber einen bequemeren Ausweg. Ausser mich packt die Arbeitswut und ich hänge mich für begrenzte Zeit in irgendetwas total hinein. Dann spiele ich auch nicht mit irgendetwas rum.

Manchmal würde ich mir am liebsten selbst in den Hintern beissen...
Im Nachhinein frage ich mich nämlich meistens selbst, wass dass den vorhin wieder sollte.  :icon_rolleyes:
"Und wer nicht so ist, wie die anderen sei getrost: Andere gibt es schon genug!"

Eckart von Hirschhausen
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Re: Wechsel Hypo in Hyper

Beitrag von derzirkel64 » 19. März 2009 19:01

Hallo Sylver,

also ich bin ein Mischtyp. Habe den Wechsel phasenweise. Eine zumeist längere hochaktive Phase mit unheimlichen Tatendrang, Kreativität, Hyperfokussierung und Effektivität (zig Dinge gleichzeitig tun und alle super oder ein "Superding" mit höchster Effektivität und Schnelle durchziehen und alles andere Ausblenden, immer putzmunter .. auch bei sehr sehr wenig Schlaf) wechseln mit einer zumeist nicht ganz so langen lethargischen Phase ab (Fehlen jeglicher Zielstrebigkeit, verzetteln, Tagträumen, hoher Ablenkung, man tut etwas, aber kommt nicht wirklich vorwärts, nichts wird wirklich richtig fertig, immer müde, auch bei viel Schlaf) um dann wieder in eine Hochphase überzugehen.

Die Mischform dürfte es meiner Meinung nach deutlich leichter haben (trotz der auch hier akuten Probleme aus fehlender Kontinuität), als die "Reinformen" Hyper oder Hypo.

Die Lethargiephase lässt sich zwar mit bestimmten Tricks austricksen (wenn das unbedingt notwendig ist ... z.B. wegen Beruf), aber einerseits erreiche ich da trotzdem nicht die volle Leistungsfähigkeit, anderseits halte ich persönlich diese Phase für eine für meinen Organismus notwendige Erholungsphase (nach übergroßer Anstrengung), die man nur begrenzt ignorieren sollte, um Überlastung oder Burnout zu vermeiden.

Lieber Gruß
andreas  :genuss:

PS:
Es gibt die Möglichkeit zum bewussten Anschieben/Fortführung einer Aktivphase (über die Motivationsschine), aber ich gebe aus meinen "Burnoutnahen" Erfahrungen hier nur ungern Tips, wie man dies tut. Die Verlockung, immer auf Höchstour zu fahren - und sich dadurch zu überlasten, ist meiner Erfahrung nach zu groß ... und der Schaden für den Betroffenen danach ebenso.
Zuletzt geändert von derzirkel64 am 19. März 2009 19:09, insgesamt 1-mal geändert.
mattwalt
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Re: Wechsel Hypo in Hyper

Beitrag von mattwalt » 24. März 2009 12:59

ich bin 43 jahre alt. medis: trevilor und concerta
therapie: pysychoterapie & Coaching
ich bin heute eher ein mischtyp

ich habe folgendes zu berichten.


langzeitbetrachtung

als zwerg war ich immer hypo und zwar so amtlich, dass die ganze familie super genervt war - erinnern tu ich daran nicht mehr - verdrängt.

mit ca. 20 jahren habe ich ungefähr von jetzt auf gleich den schalter Hyper gedrückt und bin bis vor etwa 5 monaten nicht davon runter gekommen. ergebniss war eine amtliche überlastungsdepression mit suizidalen gedanken.
im februar 2009 wurde auch mein ads diagnostiziert.


kurzzeitbetrachtung

klar kenne ich die ups & downs zwischen total euphorisiert gepaart mit alles stehen und liegen lassen (prokrastination ohne ende) oder aber totale leere und oder zuviel film im kopf der mich fast verrückt werden lässt.

ich spiele golf (bitte jetzt keine klischees - ich weiss selbst wie hoch die arschloch-quote bei diesem sport ist).

als anfänger war es mir überhaupt nicht möglich mich zu fokussieren. als ich besser wurde schaffte ich es immer total fokussiert zu bleiben bis der erste schlechte schlag kommt - danach brach mein spiel gerne mal total zusammen und ich traf keine murmel mehr.

mit zunehmendem können kann ich mich gut in einem flow halten der dazu führt nicht dauernd abzuschmieren.

unabhängig von der spielstärke ist der vorteil bei der ausübung des sportes, dass mann das spiel nicht spielen kann wenn die aufmerksamkleit nicht stimmt - ist geradezu unmöglich. du siehst sofort das ergebniss - der ball fliegt oder eben nicht.

es ist eine gutes spiel um zur ruhe zu kommen (wenn man alleine oder mit freunden spielt und nicht mit arschgeigen).

ansonsten kann ich sagen, dass ich alle meine beruflichen aktivitäten (selbständigkeit) gekappt habe und jetzt einen 1/2 tags job mache der mich zwar inhaltlich "unterfordert" aber eben auch den raum gibt sich mit mir zu beschäftigen. ich geniesse das. downsizing hilft mir aus dieser mühle.

mir hat dabei auch folgendes buch geholfen: prokrastination - dinge geregelt kriegen ohne einen funken selbstdisziplin.
Zuletzt geändert von mattwalt am 24. März 2009 13:00, insgesamt 1-mal geändert.
liebe grüsse

matt
--
„Die größte Entscheidung Deines Lebens liegt darin, daß Du Dein Leben ändern kannst, indem Du Deine Geisteshaltung änderst.”

Albert Schweitzer
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