Ich blicke sehr schlecht in die Zukunft.... als Hypo

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Belmont
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Ich blicke sehr schlecht in die Zukunft.... als Hypo

Beitrag von Belmont » 24. März 2019 18:50

Hallo liebe Leute,
Ich bin zwar Akademiker doch habe ich nie Fuss fassen können, da ich in der Arbeitswelt zu langsam war. Ich habe etwas naturwissenschaftliches studiert doch in allen Jobs war ich nur befristet angestellt. Es war meistens so, dass ich mit jetzt 36 noch nie richtig in einer eigenen Wohnung gelebt habe, da mir ja meistens gekündigt wurde. Ich habe immer in Pensionen gewohnt und dort mich nie richtig wohlgefühlt. Dann immer wieder zu den Eltern zurückgekehrt usw...Der Freundeskreis ist fast auch nicht mehr da, eben aufgrund der vielen Umzüge...

Die meisten Chefs meinten: Ich denke zu kompliziert, stelle alles und jenes in Frage.... Brauche für alles ne Anleitung...extra Zeit usw...Bei mir ist es so, dass ich länger brauche als andere, weil man mir das Schritt für Schritt zeigen muss.

In der heutigen Arbeitswelt ist es so, dass man ziemlich schnell in allem sein muss. Also habe ich per se als Hypoaktiver es schwer.

Daher habe ich viele Kündigungen hinter mir. Nun bin ich im Berufsförderungswerk nach einer kurzen sinnlosen med. Reha und laut den IQ - Test alles im Durchschnitt mit mangelndem räumlichen Denken und Planung und Organisation. Im Gespräch mit der Psychologin meinte diese, dass ich keine Chance auf eine Umschulung hätte, denn ich würde die gleichen Probleme wieder bekommen. Mein Wunsch war es eine Umschulung zu einem technischen Beruf z.B. Mechatroniker, IT -Systemelektroniker. IT wurde per se abgelehnt, weil man meint ich mit 36 bzw 37 hätte dann keine Chance in der IT unterzukommen, da die IT Welt ja eine sehr schnell lebige Welt ist.

Nun wollen sie mich in eine RPK ( Rehabilitation psychisch Erkrankter) stecken und sie meinten ich soll dann Praktikas machen. Würde das Feedback schlecht ausfallen, so wäre die einzige Chance für mich in eine Behindertenwerkstatt. Ich bin Hypoaktiv und es wurde kein Grad der Behinderung festgestellt. Also dass habe ich noch nie machen lassen. Ich will aber doch nicht mein Leben in einer Behindertenwerkstatt verbringen. Ich möchte an der Gesellschaft teilnehmen, beruflich Anerkennung bekommen, mein eigenes zu Hause haben, endlich loskommen von den Elter....auf eigenen Beinen stehen..

Medikation nehme ich morgens Venlafaxin 150mg schon seit vielen Jahren, zum Einschlafen Mirtazapin 7.5mg und dann 1 X 30mg Medikenet Adult und 18mg Strattera... Ich habe das Gefühl Strattera hilft etwas die Konzentration anzuheben... bzw. Medikenet Adult etwas zu verstärken. Nehme ich die doppelte Menge an Strattera also 36mg ist es noch etwas besser. Ich habe ein BMI von 47, bin stark übergewichtig und ich frage mich ob die Dosierung vllt doch zu schwach ist oder ob es so ist wie es ist, dass ich als Hypoaktiver viel zu langsam für die welt von heute bin?

Mirtazapin macht abends vor dem Einschlafen müde... Sollte ich das weglassen weil es einen zu unkonzentriert macht ( Halbwertszeit) ist 20h also doch recht lange. Wie gesagt ich nehme 7.5mg abends zum einschlafen

Strattera ist 18mg zu wenig? Wer hat Erfahrung als Hypoaktiver mit Strattera und was ist die beste Dosis?

Haben es Adsler also die Hypos schwerer mit räumlichen Denken?

Ich würde mich über Ratschläge oder Tips freuen
LG
Belmont
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AlphaCentauri
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Re: Ich blicke sehr schlecht in die Zukunft.... als Hypo

Beitrag von AlphaCentauri » 24. März 2019 20:08

Hallo Belmont,

Medi-Tipps kann ich dir zwar nicht geben, möchte dir aber gerne mitteilen, dass ich deinen Bericht sehr bewegend finde. Und ich kann deinen düsteren Blick in die Zukunft verstehen. Ich finde es auch schlimm, dass man(n) mit 36 schon zu alt sein soll, beruflich Fuß zu fassen. Ein etwa gleichaltriger Bekannter (kein Addi) hatte vor 15 Jahren ein ähnliches Problem mit seinem Alter. Hatte auch studiert (weiß nicht mehr, was genau, irgendwas mit Umwelttechnik glaube ich) und galt mit 38 auch als zu alt. Auch er war darüber sehr unglücklich ... und gründete irgendwann, möglicherweise aus "Verzweiflung" sein eigenes Taxiunternehmen. Ein Doktor, der sein geistiges Potenzial in einem Taxi quasi verschwenden muss, weil ihm keiner eine Chance gab. Ich finde es erschreckend, dass man mit unter 40 zu alt sein soll, um irgendwo neu einzusteigen und das macht mich mitunter sogar richtig wütend.

Viele Grüße,
Alpha
Wenn du deine Hämorrhoiden loswerden willst,
dann hänge deinen nackten Hintern bei Vollmond in eine Ackerfurche. :?
(nach einer mythologischen Überlieferung)
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Re: Ich blicke sehr schlecht in die Zukunft.... als Hypo

Beitrag von Elementary » 25. März 2019 07:41

Lieber Belmont,

bin zwar noch neu hier und im Thema, aber schon meine ersten eigenen Erfahrungen sagen mir, dass Du noch keine so vermeintlich endgültigen Schlüsse über Deine "Eignung für die Welt von heute" treffen solltest, bevor Du nicht sicher bist, dass Du das richtige Medikament in der richtigen Dosis für Dich gefunden hast... Vielleicht hast Du dann einen neuen, passenden Schlüssel für die Tür zur "Welt von heute".

Am (gefühlt) tiefsten Punkt des Tals hat man nicht die beste Aussicht auf all das, was da noch kommen kann. Du bist so jung - und schon länger hier im Forum unterwegs als ich: Du kennst doch die Threads, die anfangen wie Dein aktueller und in denen ein paar Monate später die Sonne scheint, auch von Leuten Ü45. Ich fürchte, viele Deiner bisherigen Gesprächspartner in der Welt von heute wissen einfach wenig bis nichts von ADS. Und schon aus diesem Grund wenig von Deinem Potential, wenn Du darauf wirklich zugreifen kannst. Wenn Du Verantwortung für ein Kind oder selbst ein Haustier hättest, dem mit der richtigen Behandlung besser geholfen werden könnte, würdest Du auch nicht aufgeben. Also behandel Dich selbst wie jemanden, für den Du Verantwortung hast, und such weiter nach kompetenterer Hilfe.

Beweis den Idioten, dass sie falsch lagen.
LG
E.
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Re: Ich blicke sehr schlecht in die Zukunft.... als Hypo

Beitrag von Chaosqueen1286 » 25. März 2019 10:12

Wie meinst du das genau mit dem räumlichen denken?
Hab letztens auch nen IQ Test gemacht und war ua beim räumlichen Bereich auch erschreckend schlecht. Bei mir lag es daran das ich zu kompliziert dachte/denke ganz so wie du auch schon die Erfahrung gemacht hast.Ich hab mir meine Problembereiche nochmal angesehen und dann konnte ich sehr schnell mein denken "anpassen".hatte quasi bloß einen kleinen Denkfehler.Ok im RL lässt sich das vermutlich also bei mir zumindest schwerer bewerkstelligen eben auch weil ich viel weiter denke als es nötig wäre.Eig finde ich es jetzt nicht so ne schlechte eigenschaft weil nur so können kreative ideen entstehen.kompliziertes denken is meist ne adhs eigenschaft.informier dich mal über divergentes denken
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Sheherazade
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Re: Ich blicke sehr schlecht in die Zukunft.... als Hypo

Beitrag von Sheherazade » 25. März 2019 13:56

Chaosqueen1286 hat geschrieben:
25. März 2019 10:12
informier dich mal über divergentes denken
Ist hier sehr gut erklärt.
Sohn *2003 - Autist mit komorbider ADHS
Sohn *2001 - ADS
2 Töchter *1998 und * 1989
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Re: Ich blicke sehr schlecht in die Zukunft.... als Hypo

Beitrag von Chaosqueen1286 » 25. März 2019 15:45

Sheherazade hat geschrieben:
25. März 2019 13:56
Chaosqueen1286 hat geschrieben:
25. März 2019 10:12
informier dich mal über divergentes denken
Ist hier sehr gut erklärt.
Genau.
Also eigentlich wie gesagt nicht so schlecht es soll Firmen geben die Mitarbeiter genau auf solches Denken Schulen.Es kann Goldwert sein.Bei mir merk ich das ich oft sehr originelle kreative Einfälle und habe auf die sonst keiner kommt weshalb ich öfter mal um Rat gefragt werde.Zudem kommt noch mein schnelles Improvisationstalent
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Re: Ich blicke sehr schlecht in die Zukunft.... als Hypo

Beitrag von ULBRE » 26. März 2019 00:32

Hallo Belmont,

Du sagst, Du bist hypoaktiv.
Frage dazu: ist es noch ADS oder schon SCT ? Hast Du Dich schon mal mit Sluggish cognitive tempo beschäftigt ?
Das wäre vielleicht mal ein Ausgangspunkt.
Dass bei Dir Strattera wirkt ist für mich schon so ein kleines Zeichen in Richtung SCT...

Meine Sammlung dazu findest Du in diesem Beitrag:
https://www.adxs.org/symptome-von-adhs/ ... nd-andere/

Und einen kleinen (nicht arg guten, aber ich kenn keinen besseren frei verfügbaren) Test zu SCT hier:
https://www.adxs.org/adhs-online-tests-und-frageboegen/

Viele Grüße

UlBre
„Wenn ein unordentlicher Schreibtisch einen unordentlichen Geist repräsentiert, was bedeutet dann ein leerer Schreibtisch ?“ Albert Einstein
Ich hab einen eher wissensorientierten Schreibstil. Als eine Stimme im Chor find ich das ganz ok. Mehr soll das auch nicht sein.
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Re: Ich blicke sehr schlecht in die Zukunft.... als Hypo

Beitrag von Belmont » 28. März 2019 17:11

Ich habe mich mit SCT derweilen beschäftigt und gemäss diesem Onlinetest habe ich 18 von 26 Punkten erfüllt was eine Tendenz darstellt bzw darstellen könnte. Ich habe morgen den letzen Tag im BFW und man gibt mir keine Umschulung, da man eben der Meinung ist, dass ich überall nur durchschnittlich bis unterdurchschnittliche Ergebnisse erzielt habe. Im technischen Bereich eben Schwächen im räumlichen Denken, und in der Planung und Organisation eine 5 und im handwerklichen 3-4. Es gab noch ne kaufmännische Mappe die ich nicht bearbeitet habe, da mich das kaufmännische nicht interessiert.

Ich wäre zu unmotiviert. Also meine Motivation wäre schlecht bei Dingen, die mir kein Spass machten und die Therapeutin meinte eben dass es auch Dinge gibt, die keinen Spass machen würden aber man eben trotzdem macht. Des Weiteren hätte ich mein Gewicht nicht reduziert, ich habe mich nicht darum gekümmert, dass ich mit Testosteron weiter behandelt werde. Die Testergebnisse kommen hinzu, dass ich eben nirgendwo Stärken habe bzw. meine Stärken demnach in einem Bereich liegen würden, den sie nicht bewerten könnten. Der Grund ist eben der, dass ich überalle wie schon oben angeführt im durchschnittlichen bis unterdurchschnittlichen Bereich liegen würde und ich zu langsam sei und es würde laut Meinung der Therapeutin keinen Sinn machen. Dann meinte sie, dass sie viele ADSLer behandelt und sie der Meinung sei, ich wäre nicht richtig medikamentös eingestellt. Denn sie behauptete, dass dann das Tempo stimmen würde.

Was z.B. im Handwerklichen zu machen wäre, war ein Fisch zu feilen, einen Draht mit Hammer zu biegen, Spiegelbilder zu zeichnen, mit nem Cuttermesser nen Würfel ausschneiden, ein Telefon zu programmieren, CNC Koordinaten zu programmieren und das jeweils nach Zeit wobei sowohl die Zeit als auch die Qualität bewertet wurde. Da war ich in der Zeit zu langsam als auch stimmte die Qualität nicht. Dieser Test nennt sich Hamet Test: Handwerklich - Motorischer Eignungstest
Anders
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Re: Ich blicke sehr schlecht in die Zukunft.... als Hypo

Beitrag von Anders » 28. März 2019 18:14

Hi Belmont ;)

Lass dich von dem Testergebnis nicht runterziehen.. Adsler scheitern bei solchen Tests häufig eher an den Testbedingungen (Ablenkungen, Zeitdruck usw), als an den Aufgaben!
Ich bin zwar kein Arzt, aber deine Medikation finde ich, vorsichtig formuliert, überdenkenswürdig!
Venlafaxin, Strattera und Mirtazapin zusammen mit Medikinet :shock:
Klingt nach einer ziemlichen Keule für die Hirnchemie.. da sollte echt mal jemand mit wirklich Ahnung drüber gucken!!
Lass dich nicht unterkriegen, vielleicht sieht die Lage, wenn du richtig eigestellt bist, gar nicht mehr so aussichtslos aus.. :)

Liebe Grüße
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Re: Ich blicke sehr schlecht in die Zukunft.... als Hypo

Beitrag von Sheherazade » 28. März 2019 18:53

Belmont hat geschrieben:
28. März 2019 17:11
Dieser Test nennt sich Hamet Test: Handwerklich - Motorischer Eignungstest
Den Test haben meine Söhne auch über die Kreishandwerkerschaft im 8. Schuljahr im Rahmen der Berufsorientierung gemacht. In dem Ergebnis habe ich die beiden durchaus wieder gefunden hinsichtlich ihrer Stärken und Schwächen. Aber ich wusste ja auch von ihrem AD(H)S und das sie gut eingestellt waren.
Sohn *2003 - Autist mit komorbider ADHS
Sohn *2001 - ADS
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Re: Ich blicke sehr schlecht in die Zukunft.... als Hypo

Beitrag von Belmont » 28. März 2019 19:39

Wird man denn schneller eigentlich bei der richtigen Einstellung? Also bei mir ist es so, dass ich es erst verstehe wenn ich sozusagen die Möglichkeit zu üben habe und verstehe was man damit bezwecken soll, also wenn mir jemand erklärt was zu tun ist und dies dauert länger und ich bin mir ziemlich sicher, dass sich das nicht ändern wird... ist das eine SCT oder eine ADS typische Eigenschaft?

In einer beruflichen Stelle vor 3 Jahren wurde mir das sehr zum Verhängnis, da mein Chef mir viele Guidelines und Anleitungen gegeben hat, die ich lesen sollte. Ich verstand oft nicht was dort drinne stand und konnte das Wissen auch demzufolge nicht anwenden
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Re: Ich blicke sehr schlecht in die Zukunft.... als Hypo

Beitrag von ULBRE » 28. März 2019 21:36

Hi,

eine optimale Medikamentierung kann bei AD(H)S bis zu 15 IQ-Punkte gutmachen.
Nicht weil der IQ steigt, sondern weil er seine PS dann auf die Strasse bringt.
Quellen dazu findest Du hier:
https://www.adxs.org/symptome-von-adhs/ ... n_bei_ADHS

Wenn Du tatsächlich Richtung SCT gehst, wäre Atomoxetin (Strattera) der nach der einzigen Untersuchung, die ich je über Medikation von SCT gefunden habe, bei SCT gut wirksam. (Als AD(H)S-Medikament (ohne SCT) schätze ich es dagegen weniger.)
Hier findest Du mehr dazu:
https://www.adxs.org/symptome-von-adhs/ ... DS-Subtyps

Atomoxetin ist sehr schwierig zu dosieren, weil es einen sehr schmalen Regelungsbereich hat. Ausserdem dauert es bis zu 6 Monate bis es seine Wirkung ganz entfaltet hat. Das erhöht die Dosierungsprobleme nochmals.
Dazu mehr hier:
https://www.adxs.org/adhs-behandlungsmo ... tomoxetin/

Es könnte es aber wert sein für Dich. Hast Du mal Atomoxetin ohne MPH probiert ?


Viele Grüße

UlBre

(Sorry für die vielen Links, ist aber einfach zu viel um es hier reinzukopieren)
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Re: Ich blicke sehr schlecht in die Zukunft.... als Hypo

Beitrag von ULBRE » 29. März 2019 00:40

Fand ich gerade:
Methylphenidat normalisiert die Arbeitsgeschwindigkeit bei AD(H)S.
https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/30861357

Das betrifft natürlich nur die Responder...
Wenn jemand SCT hat und Atomoxetin wirken sollte, müsste es das ebenso erreichen.
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Re: Ich blicke sehr schlecht in die Zukunft.... als Hypo

Beitrag von Belmont » 29. März 2019 13:18

Okay Danke Ulbre, sehr informative Seite. Also heute hat ich das Gespräch mit der Reha Beraterin von der Rentenversicherung und der Psychologin. Sie empfehlen mir eine RPK Massnahme. Ziel: Aufarbeitung, Gewichtsabnahme, Testosteronbehandlung etc.... Jetzt wohn ich ja zuHause bei meinen Eltern und hatte noch keine eigene Wohnung...also es waren Pensionen wo ich ja gelebt habe und dann wurde der Vertrag nicht verlängert bzw mir gekündigt.. dann wieder zurück zu den Eltern. Jetzt gibt es die RPK in Wunstdorf und Hannover. In Wunstdorf kann man stationär also dort wohnen und in Hannover ist das ambulant. Gleichzeitig habe ich die Angst falls aus der RPK Massnahme nichts wird z.B. das Praktikum in meinem gewünschten Berufsfeld ist doch nicht so wie erhofft dann habe ich in meinem Lebenslauf ne Lücke von längerer Zeit und das schmälert noch mehr die Berufschancen in meinem studierten Beruf.

Letztendlich gibt es diese 3 Möglichkeiten aber würde mich über Meinungen freuen

1.) Bewerben und dann in meinem bisherigen studierten Beruf wieder durch nen Headhunter in eine befristete Stelle wo ich weiss dass dies nur befristet ist und vielleicht hoffen dass man mich doch wieder anstellt? Und das daraus eine Verlängerung resultiert
2)in die RPK Einrichtung Hannover wo ich mir eine Wohnung nehme: Ja aber möbiliert? Unmöbiliert? Lohnt sich eine Wohnung zu nehmen wenn man weiss, dass die Massnahme so ca. maximal 1 Jahr dauert?
3) RPK Einrichtung Wunstdorf wo ich in einem Wohnheim wohne?
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