IQ Test

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studentinde
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IQ Test

Beitragvon studentinde » 19. Juni 2006 11:59

Hallo,

Ich musste bei Diagnostik einen IQ Test machen. Dabei gab es riesen Abweichungen und der Psychologe meinte, dass bei mir IQ nicht feststellbar ist. In einer Aufgaben und verschiedenen Unterpunkten haben sich die IQ deutlich unterschieden Bsp. bei logischen Denkem mit Zahlen und Symbolreihen hatte ich einen Wert von über 90 (IQ ab 120) und bei dem Denken mit Buchstaben IQ von unter 14 ( was einem IQ von 70 entspricht - wie bei den Sonderschülern). Was stimmt nun?
Ich hatte mal in Schule irgendwie immer gute Noten ohne, dass ich mich dabei anstrengen müsste.
Ist das möglich, dass ich HB bin?
Mein Ergebnis bei d2 war : Konzentrationsleistung PR7.
In meine Diagnostik steht auch, dass ich unter schwierwiegenden ADHS leide. Ich bin völlig verwirrt.
Kann mir vielleicht jemand helfen?
The_Sorcerer

Re: IQ Test

Beitragvon The_Sorcerer » 19. Juni 2006 12:12

Ich finde dieser IQ Test sag rein gar nichts über Intelligenz aus. Nur wer die schnellste Logik hat. Man kann einen hohen IQ haben und trotzdem sich nur für Fussball und Bier beschäftigen und mit seinem stumpfsinnigem Leben zufrieden zu sein. Oder man hat einen IQ von Ärzten festgestellt der niedriger ist als der von Sondernschülern aber dafür beschäftigt man sich mit Themen wo Ärzte meinen sie wären nur für Leute mit hohem IQ und nur für intelligente Menschen.
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michael
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Re: IQ Test

Beitragvon michael » 20. Juni 2006 23:22

Hi,

ich denke du solltest dir das Ergebnis icht zu sehr zu Herzen nehmen. Wobei nach dem Ergebnis wärst du nicht HB, das in Mathematischen Breich dein IQ bei über 120 und dein Verbaler IQ bei 70 liegen würde. Und beides zusammen ergibt in keinem Fall 130 oder mehr. Doch bei solchen Test musst du immer mit einberechnen, dass das Ergebnis von deiner Tagesverfassung auch abhängt. Genauso wie gut du dich Konzentrieren kannst. Normalerweise sollte der Arzt zwar dafür soren, das du absoluten Ruhe hast und eine Angenehme Atmosphäre, aber ob dem so war weiß ich nicht.
Und zudem kommt, das du wenn man dem test glauben schenken darf, Legastheniker bist. heist du hättest eine Mathematische Teilbegabung bzw. in Verbalerform eine Teilleistungschwäche. Würde mich wahrscheinlich nicht anders egehn. ich ahbe zwar noch keine IQ-test bei einem Psychologen gemacht, obwohl cih das noch vor habe, doch ich würde auch wesentlich schlechter im Sprachlichen teil abschneiden.
Ich selber gehe bei mir ebenfalls von Legasthenie aus.
Aber auch angenommen, der Test hat vollommen recht, was ich mir kaum vorstellen kann, da du im Verbalen Bereich am Schwachsinn dran vorbei rauscht, dann wäre das Trotzdem relativ, da jeder ob viel oder wenig intelligenz, aus seinem leben was machen kann. man muss nur seine Stärken erkennen. Und wegen dem "schwachsinn", da denke ich das du das und damit das Ergenis in den Wind schießen kannst, denn alleine dein posting zeigt, das dein Verbaler IQ nicht am unteren Ende liegen kann. So jemand denke ich würde sich viel schlechter ausdrücken.
Und Rechtschreibfehler sind auch nicht so viele zu lesen, da sind bei mir wahrscheinlich mehr.
Zudem steht ja in deiner Diagnose, das du ein schwerwiegendes ADHS hast, was dich sicherlich bei dem test beeinträchtigt hat.

Also macht dir nicht zuviel sorgen.
Zumal ob das jetzt IQ= 200 oder 70 steht, was ändert es in deiner derzeitigen Lebensituation. Durch das Ergebnis kannst du nicht mehr oder weniger.

lg michael
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Re: IQ Test

Beitragvon Lea » 21. Juni 2006 18:52

Du warst anscheined in absolut miserabler Tagessform, da solch ein rieser Unterschied zwischen einigen Bereichen ist nicht bekannt. Deswegen konnte dir dein Arzt auch nicht ein bestimmtes Zahl nennen. Was aber nict zu sagen hat, ob du in der oder anderer Inteligezgruppe da zu gehörst.

@ Micha, Lega hat absolut keine Einfluss auf IQ, da der Zeitunterschied ist wirklich erst bei schwersten Legasthenikern die nur ganz langsam lesen können bedeutsam. Sommst verliest du höchstens ein paar minuten, die nicht so viel ausmachen. Bedeutung kann Lega nur bei Werten die ineinem Grenzberiech liegen haben.

Ich bin doch auch Legasthenikerin, und es hat mich auch nie gehindert hoch zu krappeln ;)

@ The_Sorcerer

Ein IQ untersucht man um geistige Entwicklungsstufe fest zu stellen. Deswegen ist Durchschnittswert 100. Bei diesem Wert entsprich deine Gestige Entwicklungsstufe deinem 
biologischem  Alter. Jeder nächster Punkt zeigt da drauf, daß deine gestige Entwicklug um ca. 0.27-0.28 Jahre vorran ist...
Es bereitet dann natürlich in hohen Bereichen auch bestimmte Schwierigkeiten, was oft bei Kindern falsch verstanden wird und diese werden in Sonderschulen geschickt anstat richtig gefördert. Solchen Kindern werde dann die Möglichkeit sich eigenen IQ etsprechend weiter zu entwickeln genommen, wobei ein Durchschnittsmensch kann es bios zum Medizinstudium schaffen, was einem Kind aus der Sonderschule nie erlaubt wird...
Genau deswegen ist wichtig IQ zu testen, daß solche Kinder anstat so diskriminiert zu werden auch richtige Entwicklungsmöglichkeiten bekommen.

Ich bin z.B. bald 34, geistig aber auf einem Niveu von einer 44 jähriger Frau. Deswegen war ich nie fähig eine Beziehung mit Gleichaltrigen zu führen, musste in der Schule Klassen springen, mit knapp 14 studieren beginnen, da sonnst wäre ich schon mit 10 voll Depressiv geworden von lauter Unterforderung. Ich hatte nie Freunde in der gleichen Klasse, nur viel älteren, ect., ect.
Wäre meine IQ nie getestet worden wäre ich heute sellisches Wrack gewesen und Gott weiss wie hätte meine Diagnose von  einem Psychiater gelautet...


LG Lea
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Re: IQ Test

Beitragvon studentinde » 9. Juli 2006 16:10

Hallo Michael,

Danke, ich versuche möglichst keine Rechtschreibfehler zu machen. Da ich aber nicht immer ein Wörterbuch in greibarer Nähe habe, oder jemand den ich fragen kann passiert es halt ab und zu mal. Es ist aber deutlich besser geworden als am Anfang meines Aufenthalts in Deutschland. Was für ein ein Glück, dass das bei den Klausuren nicht gewertet wird.

@ Lea, ja an diesem Tag war ich halb tot. Bevor ich die Medikamente angefangen habe zu nehmen, war ich nach jede Tätigkeit die nur ein bisschen Konzentration verlangt hat wie tot. Beim Aufstehen gabs immer riesen Probleme und sogar nach viel viel Schlaf war ich immer noch Müde. Seitdem ich die Medis nehme, bin ich wach um 6 Uhr morgens und schlafe seltener mehr als 4-5 Stunden, dafür fühle ich mich jetzt jede Menge besser.
Ich hatte bei den Tests eine Konzentrationsleistung PR 7 und ich vermute, dass es nicht gerade viel ist.
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Re: IQ Test

Beitragvon Elandria » 17. Juli 2006 09:06

Ein IQ Test sagt nichts über deine reine Intelligenz aus..
Ich stimm einfach mal der Theorie zu das du einen schlechten Tag hattest..
Wir wissen alle das die Tagesforum jeden ADHSler beieinflusst..Auch ohne
es zu wissen...
Hast du keine Chance den Test zu wiederholen mit einem Attest von deinem Arzt oder so?
Ich gib Lea 100%ig Recht was den IQ-Test angeht..
Er sagt wirklich nichts über Intelligenz aus.. Man kann in der Schule
ein Ass sein und nen IQ-Test-Ergebnis von 87 haben oder noch weniger..
AAAALLES schon erlebt..
Umgekehrt bei mir.. Ich hab meinen IQ Test mit 9 machen müssen..
IQ=137 Zeugnissdurchschnitt= UNTER 4.. Die Werte ändern sich und die
Abstände zur 100 werden immer größer^^
Damals kannte keiner ADS geschweige denn andere Formen^^

Lea hat vollkommen recht mit dem was sie sagt..
Ich hab zwar nie eine Klasse übersprungen aber ich hatte nie Freunde in
meinem Alter.. Und das hat meiner Entwicklung nicht unbedingt geschadet..
Naja, Frühreife find ich jetzt nicht unbedingt schlecht^^
Ich bin jetzt schwanger.. mit 19.. Und irgendwie geht die Welt
nicht unter wie für andere in diesem Alter..
Das Soll hab ich erfüllt was meine schulische Karriere angeht.
Also auf ins Leben^^

LG Elandria

PS: Halt den Kopf oben studen.. Unten bringt er Dich nämlich auch nicht weiter..
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Re: IQ Test

Beitragvon Thilo » 17. Juli 2006 19:53

Lea, wieso sind derartig gespreizte Werte nicht bekannt? Mein Psychologe hat mir sehrwohl einen abschließenden Wert genannt, obwohl ich z.B. in einem Teil nur knapp 70 Punkte erreicht habe und in anderen Bereichen weit über 100 Punkten lag. Er hat auch einen Graphen aus meinen Teilergebnissen erstellt, der anschaulicherweise aussah wie die Alpen - Berge und Täler wie aus dem Bilderbuch. ^^^

Der Onkel Doc sagte, das wäre durchaus ebenfalls ein einschlägiger, weiterer Hinweis auf ADS, was für mich auch plausibel war.

Allerdings ist der IQ Test schon interessant, weil es eben eine sehr breite Vergleichsbasis gibt. Hat man z.B. 120 Punkte, erbringt man durchaus eine intellektuelle, messbare Leistung, die schlicht und ergreifend nicht jeder leisten kann. Man ist halt nicht völlig auf den Kopf gefallen. Der Umkehrschluss allerdings geht nicht, da stimme ich zu. Man kann nicht sagen, dass jemand dumm ist, nur weil man in solch einem Test nur 70 Punkte erreicht. Das muss dann differenzialdiagnostisch analysiert werden.


Mein Fazit lautet: Ein professionell durchgeführter IQ Test ist keinesfalls die Sonne, aber durchaus eine Art Spotlight, das dazu taugt, die Intelligenz (mitunter in Kopplung mit dem Intellekt) eines Menschen zu beleuchten - wenn auch nicht komplett.
Der "Stein der Weisen" wurde halt in diesem Gebiet noch nicht und wird auch wohl nie gefunden werden. Der IQ Test hat also seine Berechtigung, wie auch seine Schwächen, funktioniert als Indikator, ist aber kein Urteil.
Beste Grüße
Thilo
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Re: IQ Test

Beitragvon Lea » 18. Juli 2006 01:44

Hallo, Thilo,

du hast dir ja selbst die Frage auch beantwortet:

Der Onkel Doc sagte, das wäre durchaus ebenfalls ein einschlägiger, weiterer Hinweis auf ADS, was für mich auch plausibel war.


In Regel gibt es Abweichungen zwischen einzelnen Bereichen höchstens eine Stufe nach oben, oder untern, nicht gleich zwei.
Wenn sowas vorkommt, kann mann solche Ergebnisse als tatsächliche IQ-wert nicht benutzen, da sich entweder irgendwo eine Fehler eingeschlichen hat, oder war der Getesteter total daneben, als sich dem Test unterzogen hat und diese soll nach Empfehlungen mit Abstand von 2 Wochen wiederholt werden...

LG Lea
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Re: IQ Test

Beitragvon Thilo » 18. Juli 2006 12:20

@Lea
Ich kenn mich da nich so aus, aber was wären denn diese "Stufen"?
Ok, für Menschen, die einen schlechten Tag haben, kann man vielleicht keinen Mittelwert bilden... Was aber, wenn das Ergebnis durchaus ein realistisches Bild der individuellen Leistungsmöglichkeiten abgibt?
Ich war meines Erachtens an dem Tag sehr entspannt, ausgeruht, durchaus gut drauf und für meine Verhältnisse auch sehr konzentriert. Hyperfokussiert habe ich zwar nicht, aber unterm Strich würd ich meine Leistung in den anderthalb Stunden da als eher überdurchschnittlich für mich einordnen.
Ich kenne ja meine Schwächen, besonders die meines Gedächtnisses, das "ins Schwimmen geraten" unter Zeitdruck, oder besonders auch beim Rechnen... Auch meine Stärken im sprachlichen Bereich sind nix Neues gewesen. Überrascht war ich jedenfalls nicht wirklich, als bei der IQ Test-Auswertung die Spreizen zwischen den Teilbereichen bei 70 Punkten und mehr angesiedelt waren...
Beste Grüße
Thilo
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Re: IQ Test

Beitragvon Lea » 18. Juli 2006 19:15

Eine Stufe macht genau 20 IQ aus, d.h, wenn du in einem, oder mehreren bereichen auf 70 stehst, werde vermutet daß in anderen entweder 70-90 erreichbar sind, oder du entweder zwischen 50-70, stehst, bzw. an 90-110. Es bleibt aber in der Regel immer nur bei zwei hintereinander folgenden bereichen über ganze Testungsreihe.
Wenn du aber in einem Bereich auf 70 bist und bei anderem auf 120, oder sogar mehr, ist es sprung um zwei Stufen, was eigentlich so gut wie ausgeschlossen ist.
Sowas vorkommt eigentlich nur wenn man ableht das Test zu ende Machen und in dem letztem Bereich dann weit runter fällt, oder wenn da um Schwankungen zwischen Unkonzentrierthei und Hyperfokus geht. Ähnlich kann es noch kommen, wenn mann zu lange braucht um volle Konzentration herzustellen, oder Gegenteil, wenn die Konzentration anfangs voll da ist, aber in Verlauf des Tests immer weiter sinkt.
Deswegen nimmt man solche Ergebnisse als masgebend und der Test wird in Abstand von 2 Wochen wiederholt.

Wir entwickeln uns in verschiedenen Bereichen zwar verschieden, aber Unterschiede zwischen zwei Bereichen von 50 und mehr sind auf "andere Ursachen " zu führen.

Schwächen hat jeder, aber es wird das kognitives Denken und Logik getestet, nicht was man sich mal eingelesen oder eingetrichtet hat, und da kann man immer so weit ausgleichen, daß es in Normalfall nicht zum solch unterschieden kommt.



LG Lea
Zuletzt geändert von Lea am 18. Juli 2006 19:18, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: IQ Test

Beitragvon studentinde » 18. Juli 2006 23:11

Hallo,

Ich habe vergessen zu sagen, dass ich sehr ADHS "bin"....An dem Tag war ich ziemlich entspannt, aber die Konzentration schwankte. In einer Unteraufgabe habe ich innerhalb von best. Zeit 16 oder 17 Beispiele richtig gelöst während ich beim anderen nur 2 gepackt habe.
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Re: IQ Test

Beitragvon Cruzader » 9. August 2006 20:34

Ich stimme meinen Vorrednern da voll zu. Als Kind hatte ich auch nen Test mit IQ 116, war aber in der Schule immer mehr Niete als Leuchte. Nur mit viel Kämpfen hat es bis zum Abi gereicht, wobei da zuerst der Druck der Eltern und später das selbst gesteckte Ziel (Studium) der Antrieb war, sonst hätte das niemals geklappt. Dennoch gibt es heute ganz oft Erlebnisse, wo Jemand fragt "warum kannst Du das?!" und ich einfach nicht verstehe, wieso er es selbst nicht können sollte. Daß das dann technische (o.Ä.) Zusammenhänge sind, die andere viel Logik kosten ist einem in dem Moment gar nicht bewußt. Ein ADS-Phänomen ist ja, daß man insb. Dinge, die einen interessieren regelrecht in den Kopf frißt und bei "Uninteressantem" da steht, wie der letzte Depp, weil der Kopf regelrecht auf Durchzug schaltet.

Paß nur auf, daß Du in deinem Studium da wo es "anstrengend" wird (und das wird es in jedem Studium irgendwann) nicht in ein Loch fällst wie es mir passiert ist. Das hat 2 Jahre Zeit, reichlich Depressionen und noch mehr Anstrengung gekostet - beinahe wäre auch das Studium dran gescheitert. Danach ging es dann weiter, als wäre nichts gewesen und bei der letzten großen Hürde waren die Gefühle plötzlich alle wieder da. Darum lieber rechtzeitig Diagnose und evtl. medikamentöse Unterstützung, als an seinem Brummkreisel im Kopf das Studium zu verhauen. Ob und wie intelligent man wirklich ist wird einem dann der berufliche Werdegang zeigen - das hängt nicht nur von irgendwelchen stumpfen Zahlen ab ;)

Gruß,
Dennis
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Re: IQ Test

Beitragvon BesorgteNine » 24. Juli 2013 11:04

Huhu,
ich krame das Thema IQ-Test mal wieder hervor. Ich hoffe, das geht so in Ordnung.

Ich habe mich bezüglich der Tests jetzt mal schlau gemacht. Unser Sohn wird ja demnächst auch getestet und ich frage mich, wie das wohl bei einem 5jährigen vor sich gehen mag. Von der Kindergärtnerin habe ich schon erfahren, dass es sein könnt, dass mein Sohn hochbegabt ist. Das ist auf der einen Seite zwar schön - und vllt. auch schmeichelhaft, auf der anderen Seite setzt es mich aber auch ordentlich unter Druck, weil ich nicht weiß, ob ich ihn irgendwie fördern soll usw.

Natürlich surfe ich in letzter Zeit viel rum und suche alle möglichen Artikel dazu. Ich bin dann bei der Deutschen Gesellschaft für hochbegabte Kinder gelandet (http://www.dghk.de/hochbegabung) und die dort angeführten "Symptome" erkenne ich bei meinem schon wieder.
Aber irgendwie ist das Thema für mich noch nicht so ganz greifbar. Die beste Zusammenfassung über das Thema "Intelligenz" habe ich wohl bei http://www.paradisi.de/Freizeit_und_Erh ... /22343.php gefunden. Wobei ich dann schlussendlich bei der SZ gelandet bin und dort steht:

Intelligenz als Maß geistiger Leistungsfähigkeit gibt es eigentlich nicht, sagen kanadische Forscher. Zu diesem Schluss kommen sie aufgrund ihrer Online-Tests und von Hirn-Scans.


Quelle: http://www.sueddeutsche.de/wissen/hirnf ... -1.1555608

Das scheint ja wieder allem zu widersprechen, was ich bis dato gelesen hatte.

Vielleicht steigere ich mich zu sehr in das Thema rein. Aber momentan fühle ich mich wirklich oft hilflos und weiß nicht so recht, wie ich das Thema anpacken soll. Vielleicht kann mir jmd von euch ja helfen. Es würde mich interessieren, ob ihr oder eure Kinder schon Tests gemacht haben und wie das abläuft. Falls da jmd was weiß, wäre ich wirklich dankbar.

Liebe Grüße, Nine
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Re: IQ Test

Beitragvon ripley » 24. Juli 2013 12:17

Ja, haben wir. Damals war der Junior 7, jetzt ist er 15. Und, ja, es kam eine HB dabei raus (später dann wurde zusätzlich ADHS diagnostiziert).  Hat soweit niemanden überrascht, da a) ER auch im Kiga durch auch qualitativ "anderes" Denken auffiel, b) auch wir Eltern (getesteterweise) nicht nur Brei im Hirn haben.

Was, wie ich denke, wichtig ist: Selbst WENN eine HB rauskommt, habt Ihr deswegen ja kein anderes Kind. Ist so ein bisschen, als hätte es eine besondere musische Begabung oder als wäre es in einer Sportart (oder mehreren) besonders talentiert. Ein solches Kind würdet Ihr deswegen ja auch nicht anders behandeln, oder?

Fehler, die man als Eltern eines HB-Kindes gerne macht (ja, ich auch!): Das Kind auf einen Sockel stellen, ihm Ungeduld, Fehlverhalten eher durchgehen lassen bzw. diese Dinge auf die HB schieben ("er kann ja nicht anders als sich langweilen!"), ständig Sonderprogramme fürs Kind fahren oder (von Lehrern) einfordern.  Intellektuelle Leistungsfähigkeit ist immer nur ein TEIL der Persönlichkeit, andere können da durchaus "hinterherhinken" (ist bei Junior so) und DIESE bedürfen dann vorrangig der Förderung. GERADE, wenn ggf. parallel eine ADHS-Problematik vorliegt (vermute ich jetzt mal, da Du in einem ADHS-Forum schreibst).

Klar kann / darf vielleicht sollte man auch hier und da ein wenig "Futter" für das clever-neugierige Köpfchen bereitstellen. Ansonsten aber das Kind Kind sein lassen, nicht gleich den zukünftigen Nobelpreisträger in ihm sehen und ihn so "normal" wie möglich aufwachsen lassen. Und, ja, auch HBchen müssen Lesen, Schreiben, Rechnen erst mal lernen. Und dafür auch mal seitenweise langweilige Kringel ins Heft malen. :ja1:
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Re: IQ Test

Beitragvon BesorgteNine » 24. Juli 2013 12:51

Danke ripley,

du hast recht. Auch ein HBchen (niedlicher Ausdruck!) ist ein normales Kind und sollte auf Bäume klettern dürfen und mal seine Grenzen aufgezeigt bekommen.
Gerade beim Thema Grenzen durfte ich mit meinem schon viel üben. (Zweckoptimismus)

Danke fürs Zuhören und die tolle Antwort :top:
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