Sohnemann momentan schlecht auf der Realschule- wie soll es weiter gehen ?

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steffi76
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Sohnemann momentan schlecht auf der Realschule- wie soll es weiter gehen ?

Beitragvon steffi76 » 28. Februar 2012 09:14

Hallo !

Unser Sohn besucht momentan die 6. Klasse einer Realschule in BW. Er hat ADHS, eine LRS und einen IQ von 130. Seine Noten sind leider mehr schlecht wie recht. Ich vermute ganz stark, das man uns einen Schulwechsel in die Haupt- bzw. Werkrealschule oder ein Jahr parken am Ende des Schuljahres nahelegen wird.
Durch seine LRS hat er in Englisch eine fünf und in Deutsch mit Nachteilsausgleich eine vier. In Mathe immerhin eine drei.

Nun wollen wir uns vorsichtshalber schon nach einer anderen Schule umsehen, falls er wirklich wechseln müsste. Zu unserer Auswahl stehen eine "freie" katholische oder evangelische Werkrealschule oder das private ADHS- Gymnasium in Esslingen. Da es ab nächstem Schuljahr auch die gemeinschafts- Schulen in BW gibt, wollte ich mich in diese Richtung auch noch schlau machen. Ich vermute aber das dort mit den 5. Klassen gestartet wird und nicht die bisherigen Klassen an diesen Schulen automatisch zur Gemeinschaftsschule werden.

Nun stehen wir vor dem Problem der richtigen Schulwahl. Wäre er auf der Werkrealschule unterfordert. Wäre er auf dem ADHS- Gymnasium überfordert ? Unser Bauch sagt das er eigentlich kein Gymi- Typ wäre. Er selber möchte aber auch nicht runter auf die Werkrealschule.
In seinem Reha- Bericht in der er vor kurzem war, stand das er Aufgaben mit mathematischen und logisch- abstrakten Inhaltes bevorzugte. Mit großer Leidenschaft arbeitete er auch an der Lösung von Rätseln und Logicals.

Wir sind momentan ratlos, habt Ihr vielleicht einen Tip für uns ?

LG
steffi
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Shadow
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Re: Sohnemann momentan schlecht auf der Realschule- wie soll es weiter gehen ?

Beitragvon Shadow » 28. Februar 2012 11:46

Hmm, Englisch , logical smart, hoher IQ, .... das kommt mit bekannt vor  :breitgrinse1:

Versuch es mal mit Nachhilfe, da kommt dann raus woran es liegt. Keinen Bock auf Vokabel lernen oder  fehlt ihm das Sprachgefühl total ?

Flieg mit ihm nach England, lass da mal 2-3 Wochen die Sprache auf ihn einwirken.

Bei meinem Sohn hat das  gewirkt, sein Zugang zu Englisch hat sich total verändert.

Er wurde zwar immer bilingual ausgebildet, doch erst die London-Aufenthalte  haben den Karren aus dem Dreck gezogen.

Heute wirkt er souveräner als seine Englisch-Professorin, die redet im Unterricht auch Deutsch, er nur Englisch.
Eine "1" hat er bei ihr trotzdem nicht weil er keine Voc lernt, er be- und umschreibt alles in seine Worten, natürlich Englisch.
Die beiden zoffen sich deshalb immer, sie fühlt sich verarscht.   :8:
Die "2" ist eine disziplinäre Maßnahme, wie sie betont. Er muss bei ihr im Unterricht auch nicht mitmachen, nur auf die Voc steht sie einfach  :breitgrinse1:

Von Stuttgart nach Standsted , gibt es Billigflüge, probier es einfach mal aus.
Du kannst ja mal richtig Shopping gehen, während dein Sohn Englisch inhaliert 
Es bedarf oft nur des Anstoßes  und schon läuft es.

Im Mathe ist er vllt sogar unterfordert, ein Ferrari nur im 1.Gang macht auch kein gutes Bild.

Mein Sohn wird in Mathe immer besser, je anspruchsvoller die Aufgaben werden.
Die einfachen Beispiele fetzt er einfach immer nur so hin, da sind auch schon mal massig Flüchtigkeitsfehler drin, oder man kann es gar nicht lesen
Er überspringt Nebenrechnungen im Kopf, schreibt nur Ergebnisse an, das ist natürlich Konfliktstoff -> Schummeln !
Oft wurden ihm daher Punkte zu unrecht aberkannt.
Bei Klassenarbeiten, gibt er schon häufig nach 10 min ab, wo er doch 50 min Zeit hätte.
Das Ergebnis war, dass er dann auch oft nur eine "3" im Zeugnis hatte.
Seine Begabung blieb daher sehr lange unentdeckt.

Zur alternativen Schulwahl kann ich dir leider keinen Tipp geben.

L.G.

Shadow
Zuletzt geändert von Shadow am 28. Februar 2012 11:52, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Sohnemann momentan schlecht auf der Realschule- wie soll es weiter gehen ?

Beitragvon Elchi » 28. Februar 2012 11:48

Hallo Steffi76

in früheren Beiträgen hast Du geschrieben, dass Ihr die Medis absetzten musstet. Was ist denn daraus geworden, kann er sie wieder nehmen?

Zu dem Schulthema kann ich Euch nur raten, Euch doch dieses ADHS-Gymnasium anzusehen. Mit einem IQ von 130 ist er doch auf der Hauptschule hoffnungslos unterfordert. Auf diesem Gymnasium musst Du wenigstens nicht die Besonderheiten Deines Sohnes erklären und die wissen dort damit umzugehen.

Die Gemeinschaftsschule wäre vielleicht eine Option, aber selbst wenn sie ihn für eine 7. Klasse aufnehmen würden, würde ich das nur machen, wenn die Schule vorher schon wie eine Gemeinschaftsschule gehandhabt wurde.
Wenn die das erst ganz neu anfangen, haben die genug mit ihren oganisatorischen Neuerungen zu tun, ich glaube nicht, dass sie dann noch "Zeit" haben, sich mit "Problemkindern" zu beschäftigen.

LG
Elchi
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Re: Sohnemann momentan schlecht auf der Realschule- wie soll es weiter gehen ?

Beitragvon steffi76 » 28. Februar 2012 13:49

Uups..., eigentlich wollte ich mein Thema bei " Schule " einstellen- aber hier wird mir ja auch geholfen.

Aktuell nimmt unser Sohn momentan keine Medis ein. Man hat gesundheitliche Probleme festgestellt und möchte schauen ob die von den Medis kommen. Aber da viele mögliche Ursachen inzwischen ausgeschlossen bzw. abgeklärt sind, darf er vermutlich ab Ende nächster Woche wieder Medis nehmen. Er ist jetzt seit einer Woche wieder aus der Reha da. Wir kommen mit ihm momentan relativ gut aus- er wirkt reifer. In der Reha hat man aber festgestellt das er sich ohne Medis wohl nur sehr schlecht konzentrieren kann und er diese in der Schule wohl brauchen wird.

In seiner jetzigen Schule werden auf seine Probleme kaum Rücksicht genommen. So nach dem Motto:  Entweder er frisst oder er stirbt. Mit seiner Englisch- Lehrerin kann und möchte ich mich schon gar nicht mehr unterhalten. Aber auch die anderen Lehrer weichen keinen Millimeter von ihrem Standpunkt zur Seite. Und wenn ich mit ihnen Streit anfange, dann bekommt es unser Sohn doch wieder ab. Wir haben gehofft das er es schafft.....aber wohl falsch gehofft,

Unsere Psychologin ist der Meinung das man nur hochbegabt ist wenn man in einem Bereich besondere Fähigkeiten besitzt wie z.B. im musikalischen oder mathematischen Bereich- was bei unserem Sohn ( laut Zeugnis ) ja nicht der Fall ist.
Auf der einen Seite wird uns immer gesagt das er auf der Hauptschule unterfordert wäre, auf der anderen Seite wird in seine Realschule mit diesen Noten bald abschießen. Und mit diesen Noten wird er auch nie und nimmer von einem " normalen " Gymnasium aufgenommen.

Auf diesem ADHS- Gymnasium kennt man sich halt mit dem Problem aus. Allerdings könnten wir uns dieses wirklich nur leisten, wenn wir eine finanzielle Unterstützung vom Jugendamt bekommen würden. Wir müssen uns dort jetzt sowieso erstmal bewerben, ob sie unseren Sohn überhaupt nehmen würden.

Diese freien kirchlichen Schulen sind zwar nicht wirklich eine Alternative, aber es wären kleinere Klassen und der " Mensch" steht dort an erster Stelle.

Das mit dem Englisch ist so ein Thema. Zum einen hat er keinen Bock auf Vokabeln lernen und zum anderen weis er zwar die Bedeutung der Wörter- schreibt sie aber in den Arbeiten und Tests immer falsch. Und der Nachteilsausgleich gilt ja eh nur noch dieses Schuljahr  in Deutsch.
Was das Thema Nachhilfe angeht, sind wir ein gebranntes Kind. Unser Sohn ging mal zu einer Deutsch- Nachhilfe die sich nebenbei auch LRS- Spezialistin schimpfte. Leider hat sie diese LRS bei unserem Sohn nicht erkannt und ihm mehr geschadet als genützt.

Selber sind wir auf diesem Gebiet auch nicht gerade die Spezialisten. Und nach England würde ich mich nie und nimmer aus diesem Grund trauen.

Danke für Eure Antworten !

LG
steffi
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Re: Sohnemann momentan schlecht auf der Realschule- wie soll es weiter gehen ?

Beitragvon Shadow » 28. Februar 2012 14:47

Unsere Psychologin ist der Meinung das man nur hochbegabt ist wenn man in einem Bereich besondere Fähigkeiten besitzt wie z.B. im musikalischen oder mathematischen Bereich- was bei unserem Sohn ( laut Zeugnis ) ja nicht der Fall ist.


Eine Note sagt nichts über Fähigkeiten aus, man muss da die Arbeiten des Kindes analysieren und sehen wie sich die Note ergibt.

Mein Sohn wäre nie mit seiner HB aufgefallen, hätten wir nicht nach einem Grund für sein unerklärliches Verhalten gesucht.

Erst danach, konnte er es zeigten, weil er auch gezielt die richtigen Reize bekam. Die richtige Förderung ist wichtig.
Diese Kids sind nicht im Gleichgewicht und leben in ihrer eigenen Welt, wo man sie abholen muss.

Erfolg, Anerkennung macht auch süchtig und wenn es dann mal läuft, wird es zum Selbstläufer.

Bei meinem Sohn kümmert sich heute keiner mehr in schulischen Belangen, das läuft alleine und nebenher.
Eigentlich kaum zu glauben, wo er es in der Unterstufe ohne Nachhilfe und Hilfe der Eltern sicher nicht geschafft hätte

Mein Sohn ist auch Mitglied bei Mesa, das hat sicher auch geholfen, das Problem zu verkleinern

L.G.

Shadow
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Re: Sohnemann momentan schlecht auf der Realschule- wie soll es weiter gehen ?

Beitragvon Farah » 28. Februar 2012 16:59

Ich habe meinen Sohn mehrmals zu Sprachferien fliegen lassen - er war auf Malta, in Oxford, in Irland (jeweils allein - mit Unterbringung in Gastfamilie als einziger Deutscher). Für sein Selbstbewusstsein war das sehr gut.

Er weiß, dass er in englischsprachigen Ländern problemlos zurechtkommt - mit Einkaufen, Herumreisen und Unterhaltungen mit Einheimischen und den Sprachschülern aus anderen Ländern kommt er locker zurecht.

Außerdem gab es seine bevorzugten Bücher nur auf Englisch - verstehendes Lesen ist also auch kein Problem.Dennoch war er in der Schule nie wirklich gut in Englisch - da spielt das Vokabellernproblem und die ADS-typischen Flüchtigkeitsfehler in der Rechtschreibung ebenso eine Rolle, wie sein anderes Denkmuster, das ihm auch in Deutsch die Aufsätze verhagelt hat.

Bei euch wäre vielleicht wirklich die von Shadow vorgeschlagene Kurzreise nach England sinnvoll - gerade weil ihr Eltern die Sprache nicht beherrscht und auf das Können eures Sohnes angewiesen wärt - das gibt ihm echtes Selbstvertrauen! ... und seine Probleme liegen doch eher im schriftlichen Bereich - das braucht er im Urlaub sicher nicht  :zwink: .

Einen Versuch wäre es wert - und Urlaub macht ihr ja nebenbei auch noch  :ja: .

Wegen der Schulwahl - bei dem IQ würde ich das Gymnasium wählen. Und natürlich bevorzugt das ADHS-Gymnasium, wenn es finanziell machbar ist.

Oder hat er handwerkliches Interesse? Dann vielleicht doch Werkrealschule ...

Viele Grüße
Farah
:biene: 2
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Re: Sohnemann momentan schlecht auf der Realschule- wie soll es weiter gehen ?

Beitragvon steffi76 » 28. Februar 2012 17:52

Das mit diesen Sprachferien ist eine gute Idee. Da muß ich mich irgendwann mal darum kümmern.

Heute war er nach 5,5 Wochen das erste mal wieder in der Schule ( wegen Reha und Ferien ). Er hat sich riesig darauf gefreut. Nun kam er nach Hause und war total am Boden. Seine Lehrerin hätte ihn zur Schnecke gemacht weil er nicht alle Arbeitsmaterialien dabei hatte. Er hatte seinen Schulrucksack nach dem alten Stundenplan gepackt, weil es in seiner Fehlzeit einen neuen gab  den er aber erst morgen von der Lehrerin bekommt. Er hätte sich bei einem Mitschüler informieren sollen. Sie hätte ihm gesagt das es jetzt wieder anders rum geht, und das er- wenn er so weiter macht- das Schuljahr eh nicht schaffen würde. - Toller Willkommens- Gruß finde ich.

Handwerklich talentiert ist er eigentlich weniger. Seine Stärken liegen eher im technischen, physischem Bereich. Bei seinem IQ- Test war das Sprachverständnis sehr hoch- aber wohl nicht in Englisch.

Bis dann,

steffi
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Re: Sohnemann momentan schlecht auf der Realschule- wie soll es weiter gehen ?

Beitragvon Shadow » 28. Februar 2012 18:03

Hallo,

lasst euch nicht entmutigen.
Eine Jahr zu wiederholen ist kein Beinbruch, man muss bei ihm an den Kern des Problems.
HB-Kinder brauchen eine andere Führung und andere Anreize, denen ist langweilig und die Schule geht ihnen am A... vorbei.
Gerade die Pädagogen,wie du sie beschreibst, sind ein Problem.

Ich denke in der HS würde es noch schlimmer kommen.

Mensa.de bietet ab IQ 125 für Kids interessante Angebote, eine Mitgliedschaft ist ab 130 möglich, wobei die auch Tests von Extern unter gewissen Umständen anerkennen.

Das bitte mit Vorbehalt weil mein Junior bei mensa.at ist und er darüber liegt. Da war das kein Thema.
Der IQ ändert sich aber bei Kinder und Jugendlichen ohnehin noch.

Für deinen Sohn wäre ein Abstieg in die HS eine Katastrophe, da er einfach mehr drauf hat und es im Moment nur nicht zeigen kann.
Es steckt in ihm ..... .

Ich kenne mittlerweile Sonderschüler mit einem IQ > 130, die einfach durch das System gefallen sind, weil sich keiner zuständig fühlte bzw keine Hilfe kam.

Noten sind völlig uninteressant und auch nicht vergleichbar.

Was im Leben wirklich zählt ist die Leistung und ob man die Brainpower auch umsetzen kann.

Im Interesse deines Kindes kann ich nur an dich appellieren dringend Unterstützung zu holen.
Das kostet leider alles etwas Geld, aber nur so kommt dein Kind aus dem Dilemma.

Unfähige Lehrer sind für mich Verbrecher, weil sie das Leben des Kindes ruinieren.

Dein Sohn braucht einen ordentlichen Schulabschluss damit er sich mal fort bringen kann.
Ohne Abschluss ist es trotz hohem IQ schwer möglich einen ausreichend bezahlten  Job zu finden.

L.G. Shadow
Zuletzt geändert von Shadow am 28. Februar 2012 18:08, insgesamt 1-mal geändert.
steffi76
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Re: Sohnemann momentan schlecht auf der Realschule- wie soll es weiter gehen ?

Beitragvon steffi76 » 28. Februar 2012 21:28

Hallo Shadow !

Ich gebe Dir in allen Punkten recht !

Beim Thema Lehrer könnte ich ausflippen......

Momentan weis ich nur nicht wie ich das Problem anpacken soll. Der IQ- Test ist schon 2 Jahre her- vielleicht ist sein IQ ja inzwischen nicht mehr so hoch. Unser Sohn ist momentan richtig unmotiviert. Er kam heute mit voll bemalten Armen nach Hause- für mich ein Zeichen das es ihm langweilig war. Auf einen Block darf er nicht malen. Er hat aber trotzdem alles mitbekommen. Morgen fülle ich mal die 20 Seiten Bewerbung für das ADHS-Gymnasium aus.

Viele Grüße

Steffi
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Re: Sohnemann momentan schlecht auf der Realschule- wie soll es weiter gehen ?

Beitragvon Shadow » 29. Februar 2012 12:18

Moin :-)

Allgemeine Ratschläge klappen meist eben nicht weil die Lehrer regional anders ticken, die Schulgesetze unterschiedlich sind und jeder somit einen individuellen Weg suchen muss.

Meine Gedanken zu eurem Problem sind folgende:

1. einen Therapeuten suchen, der sich mit HB auskennt, der ihm Angebote und Anreize zuführt und ihn aus seinem Schneckenhaus locken.
Es ist wichtig, einmal seine Vorlieben kennen zu lernen, vllt kann man daraus ja eine Zukunftsperspektive ermitteln.
Auch im Umgang mit anderen Menschen brauchen solche Kinder eine Anleitung.


2. Die gravierendsten Lücken in der Schule stopfen

Englisch:

Vokabeltrainer für den PC : zB. Lingomaxx
Da gibst du seine aktuellen Englisch Vokabel rein und lässt ihn damit arbeiten.

Karteikartensystem zum Voc lernen, da musst du dich selbst drauf knien.

Anreize für den Jungen schaffen, Belohnungen für Etappenziele.

Sprachaufenthalt im engl. Sprachraum, am besten geeignet sind London, Südengland, weil die sehr akzentfrei sprechen.



Selbiges in Deutsch versuchen, an seinen Fehlern konsequent und unermüdlich arbeiten.

3. In die Schule gehen und sagen,dass ihr  das Kind raus nehmen wollt und  ein positives Zeugnis braucht.
Damit die ihn geistig nicht schon abschreiben und er keine Chance mehr hat. Aus den geistigen Schubladen kommt man ja oft nicht mehr raus.

Mir hat mal ein Lehrer im März erzählt, dass mein Sohn Ende Juni eine "fünf" im Zeugnis haben werde und das nicht mehr zu ändern sei.  :aufsmaul_2:
Es war zu ändern, um wie, er hatte dann sogar ne "3" im Zeugnis.  :up_to_something:

Ein Hinweis auf die schwierige psychische Situation schadet dabei sicher auch nicht.
Die Lehrer sind vllt froh ihn los zu haben und helfen tatsächlich mit, bei meinem Jungen war es jedenfalls so.
Unangenehme Kinder schiebt man sehr gerne einem Anderen zu  :aufsmaul_2:


4. Parallel dazu ist die Schulsuche natürlich wichtig, das ADHS Gym klingst viel versprechend,wenn die auch für HB ein Angebot haben.

Es wird sicher eine Zeit dauern bist ihr wieder festen Boden unter den Füßen habt, aber ich bin optimistisch dass ihr eine Lösung finden werdet.

Über den IQ deines Kindes mach dir mal keine Sorgen, ob der jetzt 120, 130 oder 140 ist, ist auch egal, wichtig ist das er in die richtigen Hände kommt.

L.G.
Shadow

P.S. Wenn du mit den Lehrern deines Kindes auf Konfrontation gehst, vergewissere dich vorher ob du gewinnen kannst. Keine aussichtslosen Kämpfe führen.
Ein Jahr nach dem mein Sohn das Gym verlassen hatte, wurde eine Lehrerin versetzt, eine Frühpensioniert und ein Professor machte eine Alkohol-Entziehungskur.
Was das mit mir zu tun hat? Nichts, fast nichts  :upsi:  :upsi: :upsi:
Zuletzt geändert von Shadow am 29. Februar 2012 12:25, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Sohnemann momentan schlecht auf der Realschule- wie soll es weiter gehen ?

Beitragvon steffi76 » 29. Februar 2012 13:54

Hallo Shadow !

Lass Dich drücken, Du bist ein Schatz ! :froi1:

Vielen, vielen herzlichen Dank !!!!

Ich glaube in Ulm gibt es so viel ich weiß ein HB- Zentrum o.ä.. Da werde ich mich mal informieren.

LG

Steffi

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