Bemerkbare Unterschiede ADS und Autismus

Dieses Board ist auch für Gäste sichtbar!
Benutzeravatar
MadDad
Andersweltler
Beiträge: 14
Registriert: 12. Januar 2018 00:35
Wohnort: Österreich
Alter: 30

Bemerkbare Unterschiede ADS und Autismus

Beitragvon MadDad » 12. Januar 2018 01:42

Hey Leute.
Wollt nur mal nachfragen ob mir jemand von euch helfen kann was die Bemerkbaren Unterschiede zwischen Autismus und ADS sind.
Meine Ärzte sind sich nämlich nicht sicher ob ich, da meine Problematik eindeutig im sozialen Bereich ist, zuzüglich zu meinem ADS an Autismus leide.

Danke.
Lg,.
MadDad.
ADHDgoesto11
Foruminventar
Beiträge: 1336
Registriert: 12. Januar 2011 20:31

Re: Bemerkbare Unterschiede ADS und Autismus

Beitragvon ADHDgoesto11 » 12. Januar 2018 07:56

MadDad hat geschrieben:Wollt nur mal nachfragen ob mir jemand von euch helfen kann was die Bemerkbaren Unterschiede zwischen Autismus und ADS sind.


Autismus macht sich im sozialen Bereich (inkl. Dinge wie Kommunikation, Sprache, Körpersprache, etc) stärker bemerkbar und führt dort zu Problemen, die mit ADHS alleine nicht erklärbar sind.

Wir sehen das ganz gut; Sohnemann ist Autist mit ADHS, Töchterchen ist definitiv nicht autistisch, aber deutlich von ADHS betroffen. Bei Sohnemann wurden schon in der ersten Kindergartenwoche klar, dass irgendwas nicht stimmt; mit Töchterchen sind wir erst in der 4. Klasse zum SPZ, und sind jetzt langsam am überlegen, ob wir eventuell mit Therapiemaßnahmen beginnen (ihre Zerstreutheit und Unaufmerksamkeit beginnen sich auf die schulische Seite auszuwirken; sie verliert am laufenden Band Dinge).

Tochter *2007 ... ADHS
Sohn *2005 ADHS+Autismus
Benutzeravatar
MadDad
Andersweltler
Beiträge: 14
Registriert: 12. Januar 2018 00:35
Wohnort: Österreich
Alter: 30

Re: Bemerkbare Unterschiede ADS und Autismus

Beitragvon MadDad » 28. Februar 2018 10:16

Vielen Dank für die Antwort.

Mein Problem liegt hauptsächlich darin das niemand, obwohl ich schon etliche stationäre Aufenthalte hinter mir habe, diagnostizieren kann was ich genau habe.

ADHS ist fix, aber da ist noch was anderes.

Ich habe immense Schwierigkeiten mit sozialen Dingen!
Ich bin sogar schon des öfteren, vor meiner Behandlung mit Ritalin, einfach so von meiner Arbeit abgehauen, weil ich die Menschen und die Situationen psychisch nicht ertragen konnte.

Zudem habe ich eine, laut den Spezialisten im AKH Wien, bis dato einzigartige und unerklärliche Anomalie, nämlich das Ritalin bei mir lediglich 2-3 Stunden wirkt und ich daher mehrmals täglich eine Dosis von 160mg einnehmen muss, was zu einer Gesamtdosis von über 1200mg Ritalin am Tag führt.

Laut den Ärzten müsste ich tot sein, habe jedoch kaum negative Auswirkungen trotz jahrelanger Einnahme.

Hat sonst noch jemand so etwas ähnliches?
Benutzeravatar
Maya18Max
Foruminventar
Beiträge: 541
Registriert: 6. März 2016 14:59
Wohnort: in einem schwäbischen Dorf
Alter: 35

Re: Bemerkbare Unterschiede ADS und Autismus

Beitragvon Maya18Max » 28. Februar 2018 13:00

Spontan fällt mur nur ein. Probier wenn Möglich un Rücksprache mit dem Arzt Elvanse aus. Mein Sohn hat auch beides. Da hilft Elvanse deutlich besser als Ritalin hauptsächlich auch bei Reizüberflutung.

LG
Eine völlig Chaotische Familie:
Und immer geht es Berg und Tal, wie bei einer Achterbahn :mrgreen:
Gutemiene
Pagemaster
Beiträge: 151
Registriert: 21. Dezember 2016 11:50

Re: Bemerkbare Unterschiede ADS und Autismus

Beitragvon Gutemiene » 28. Februar 2018 15:44

Hallo,

Gruß aus dem Rheinland.

Das da oben mit Ritalin und Elvanse kann ich nur unterstreichen.
Ich kann dir nur empfehlen, dich um eine andere Medikation zu bemühen.
Abruptes Absetzen (MPH) soll übrigens nicht so richtig gut sein!

Zunächst zu deiner ersten Frage: Unterschiede ADHS / Autismus-Spektrum-Störung

Tja!
Da beide Syndome höchst individuelle Ausprägungen zeigen, ist eine einfache und strikte Zuodrnung sehr schwierig und eigentlich nur unter den Gesichtspunkten interessant: Medikation oder nicht? Akademische Diskussion über die Diagnose? Erwachsenendiagnose wo? Sinnvolle therapeutische Unterstützung?

Viele mit Autismus zusätzlich behaftete Menschen profitieren nur wenig von den üblicherweise bei ADHS gegebenen Medikamenten.
Auch hier - wie überhaupt bei dem ganzen Thema - solltest du auf deine eigene "Experten"-Meinung hören. Wer kennt dich so gut wie du? Also mehr von dem, was hilft, und weniger von dem, was dir nichts bringt (vorausgesetzt, es fand ein ernstzunehmender Versuch statt ;) ...), wobei du dir das ja bestimmt schon selbst gesagt hast.
Andererseits...wenn du Tendenzen zu autistischem Verhalten hast, kann ich's ja einfach mal bestätigen, um dein Selbstwirksamkeitserleben zu stärken :)

Leistungen der gesetzlichen Krankenkassen gibt es übrigens in Deutschland nicht bei Behandlungen wegen Autismus' !
Und Behandlungen bei Erwachsenen wegen ADHS werden oft genug verschämt unter "Depressionen" verbucht, siehe hier:

http://www.3sat.de/mediathek/?mode=play&obj=71792

Wenn du jemanden suchst, der dir eine Diagnose stellt, kann ich dir nur empfehlen, deine Schwierigkeiten in den Vordergrund zu stellen und weniger auf "ADHS" oder "Autismus" zu beharren.
Mitarbeitende des ärztlichen Standes lieben es nämlich nicht, wenn man sich ihnen mit einer Eigendiagnose nähert!!


So, das war es fürs Erste

Erfolg, Erfolg
wünscht Gutemiene
"Mach' GUTEMIENE zum Besenspiel" :lol:
Benutzeravatar
Hanghuhn
Foruminventar
Beiträge: 4929
Registriert: 24. Oktober 2010 03:29

Re: Bemerkbare Unterschiede ADS und Autismus

Beitragvon Hanghuhn » 28. Februar 2018 20:50

Gutemiene hat geschrieben:Mitarbeitende des ärztlichen Standes lieben es nämlich nicht, wenn man sich ihnen mit einer Eigendiagnose nähert!!
stimmt auffallend
Tja, das 'Rausrennen, wenn man eine Situation nicht mehr aushält, kenne ich auch. Ich bin definitiv kein Autist.

Bei kleinen Kindern erkennt man Autismus auch daran, dass sie alles wortwörtlich nehmen und dabei kein Gefühl für Sarkasmus o. ä. entwickeln. Erwachsene schaffen es oft, mit Sarkasmus umzugehen.

Kannst du dich erinnern, wie du als Kind warst. Die Asperger-Autisten (sind nicht so viele) benhmen sich z. B. in <situationen, oin denen sie überfordert sind, recht eigenartig. Ich kenne jemanden mit "autistischen Zügen". Da sind diese Eigenheiten nicht so ganz ausgeprägt.

Vielleicht findest du einen Arzt, der auf Autismus spezialisiert ist. Von ADS brauchst du ihm erstmal nichts zu erzählen. Er kann psychische Probleme, weil man mit einer Situation nervlich überfordert ist, sicherlich gut von Autismus unterscheiden.
LG Hanghuhn
ADHDgoesto11
Foruminventar
Beiträge: 1336
Registriert: 12. Januar 2011 20:31

Re: Bemerkbare Unterschiede ADS und Autismus

Beitragvon ADHDgoesto11 » 1. März 2018 09:26

Gutemiene hat geschrieben:Abruptes Absetzen (MPH) soll übrigens nicht so richtig gut sein!


... sagt wer?

MPH ist ein kurz wirksames Medikament; nach ein paar Stunden ist es verstoffwechselt und ausgeschieden.

Es ist kein Medikament, das über längere Zeit einen Wirkstoffspiegel im Körper aufbauen und halten muss.

Rein technisch ist MPH ein paar Stunden nach der Einnahme der letzten Tablette "abgesetzt".

Tochter *2007 ... ADHS
Sohn *2005 ADHS+Autismus
ULBRE
Spezial User
Beiträge: 295
Registriert: 8. Februar 2018 22:08

Re: Bemerkbare Unterschiede ADS und Autismus

Beitragvon ULBRE » 1. März 2018 22:28

MadDad hat geschrieben:Zudem habe ich eine, laut den Spezialisten im AKH Wien, bis dato einzigartige und unerklärliche Anomalie, nämlich das Ritalin bei mir lediglich 2-3 Stunden wirkt und ich daher mehrmals täglich eine Dosis von 160mg einnehmen muss, was zu einer Gesamtdosis von über 1200mg Ritalin am Tag führt.


Hallo MadDad,

nimmst Du unretardiertes oder retardertes Methylphenidat ? Wie heisst das Medikament ganz genau ?
Bei unretardiertem wären 2-3 Stunden Wirkzeit ja im ganz normalen Rahmen.

1200 mg am Tag ist der Hammer...
Und Du hast auch sicher keine Überdosierung ? Zuviel Dopamin macht recht ähnliche Symptome wie zu wenig...
Gemeinhin wird von 60 bis 80 mg / Tag oder 1 mg/Tag / kg Körpergewicht als Obergrenze gesprochen.
Bei so hohen Dosen wirkt MPH meines Wissens auch als dopaminausschüttendes Medikament, also nicht mehr nur als Dopamin- und Nordrenalinwiederaufnahmehemmer. Bei solchen Dosen dann von jetzt auf nachher abzusetzen könnte dann schon Entzugserscheinungen geben...

Autismusspektrumstörungen (ASS) und AD(H)S kommen durchaus gemeinsam vor.
Sie haben (zumindest) die Reizoffenheit / Hochsensibilität gemeinsam, die bei ASS wohl noch ausgeprägter ist als bei AD(H)S.

Nach ICD 10 ist eine gleichzeitige Diagnose ausgeschlossen, nach DSM V ist eine gleichzeitige Dagnose zulässig.
Ob sich im zu erwartenden ICD 11 was ändert weiss ich nicht.
ICD 10 ist der europäische Statstikkatalog, nachdem Ärzte kodieren müssen. Ich kann mir vorstellen, dass ICD 10 den (Standard-)Blick der Ärzte da ein wenig einengt. Aber Du wirst ohnehin einen Spezialisten finden müssen, der AS(H)S UND ASS intensiv bearbeitet...

Viele Grüsse

UlBre
„Wenn ein unordentlicher Schreibtisch einen unordentlichen Geist repräsentiert, was bedeutet dann ein leerer Schreibtisch ?“ Albert Einstein
Benutzeravatar
MadDad
Andersweltler
Beiträge: 14
Registriert: 12. Januar 2018 00:35
Wohnort: Österreich
Alter: 30

Re: Bemerkbare Unterschiede ADS und Autismus

Beitragvon MadDad » 2. März 2018 10:19

Hallo ulbre.
Vielen Dank für deine Nachricht.
Ich nehme retardiertes Ritalin (LA 40mg).
Das selbe Phänomen habe ich nun auch mit Elvanse erlebt, welches ebenfalls nur im Zeitraum von ca 3 Stunden wirksam war und auch nur in Kombination mit Ritalin.

Ich habe keine Überdosis. Es ist quasi als wäre Ritalin auf Null im Körper, obwohl sehr wohl noch Wirkstoff im Körper ist welcher jedoch kaum nennenswerte Besserung mit sich bringt.

Es gibt keinen einzigen Spezialisten mehr zu dem ich gehen könnte, da allesamt ratlos sind.
Lg MadDad
Benutzeravatar
MadDad
Andersweltler
Beiträge: 14
Registriert: 12. Januar 2018 00:35
Wohnort: Österreich
Alter: 30

Re: Bemerkbare Unterschiede ADS und Autismus

Beitragvon MadDad » 2. März 2018 10:20

ULBRE hat geschrieben:
MadDad hat geschrieben:Zudem habe ich eine, laut den Spezialisten im AKH Wien, bis dato einzigartige und unerklärliche Anomalie, nämlich das Ritalin bei mir lediglich 2-3 Stunden wirkt und ich daher mehrmals täglich eine Dosis von 160mg einnehmen muss, was zu einer Gesamtdosis von über 1200mg Ritalin am Tag führt.


Hallo MadDad,

nimmst Du unretardiertes oder retardertes Methylphenidat ? Wie heisst das Medikament ganz genau ?
Bei unretardiertem wären 2-3 Stunden Wirkzeit ja im ganz normalen Rahmen.

1200 mg am Tag ist der Hammer...
Und Du hast auch sicher keine Überdosierung ? Zuviel Dopamin macht recht ähnliche Symptome wie zu wenig...
Gemeinhin wird von 60 bis 80 mg / Tag oder 1 mg/Tag / kg Körpergewicht als Obergrenze gesprochen.
Bei so hohen Dosen wirkt MPH meines Wissens auch als dopaminausschüttendes Medikament, also nicht mehr nur als Dopamin- und Nordrenalinwiederaufnahmehemmer. Bei solchen Dosen dann von jetzt auf nachher abzusetzen könnte dann schon Entzugserscheinungen geben...

Autismusspektrumstörungen (ASS) und AD(H)S kommen durchaus gemeinsam vor.
Sie haben (zumindest) die Reizoffenheit / Hochsensibilität gemeinsam, die bei ASS wohl noch ausgeprägter ist als bei AD(H)S.

Nach ICD 10 ist eine gleichzeitige Diagnose ausgeschlossen, nach DSM V ist eine gleichzeitige Dagnose zulässig.
Ob sich im zu erwartenden ICD 11 was ändert weiss ich nicht.
ICD 10 ist der europäische Statstikkatalog, nachdem Ärzte kodieren müssen. Ich kann mir vorstellen, dass ICD 10 den (Standard-)Blick der Ärzte da ein wenig einengt. Aber Du wirst ohnehin einen Spezialisten finden müssen, der AS(H)S UND ASS intensiv bearbeitet...

Viele Grüsse

UlBre



Hallo ulbre.
Vielen Dank für deine Nachricht.
Ich nehme retardiertes Ritalin (LA 40mg).
Das selbe Phänomen habe ich nun auch mit Elvanse erlebt, welches ebenfalls nur im Zeitraum von ca 3 Stunden wirksam war und auch nur in Kombination mit Ritalin.

Ich habe keine Überdosis. Es ist quasi als wäre Ritalin auf Null im Körper, obwohl sehr wohl noch Wirkstoff im Körper ist welcher jedoch kaum nennenswerte Besserung mit sich bringt.

Es gibt keinen einzigen Spezialisten mehr zu dem ich gehen könnte, da allesamt ratlos sind.
Lg MadDad
ULBRE
Spezial User
Beiträge: 295
Registriert: 8. Februar 2018 22:08

Re: Bemerkbare Unterschiede ADS und Autismus

Beitragvon ULBRE » 2. März 2018 16:00

Hallo MadDad,

verstehe ich Dich richtig, dass Du kein Nonresonder bist, dass MPH und Amphetaminmedikamente bei Dir schon wirken, dass Du aber extrem hohe Dosen brauchst und die Wirkung extrem schnell wieder verschwindet ?
Und dass Du von diesen Extremdosen nicht die eigentlich zu erwartenden Nebenwirkungen fängst ?

Dann hätte ich da noch ne ganz schräge Idee...

Du bist ganz offenkundig ein wirklich sehr besonderer Fall. Als solcher wärst Du für die Hyper-Super-Extraspezialisten ganz besonders interessant, also für diejenigen, richtig tief wissenschaftlich über Stimulanien und ihre Wirkung forschen, denn anhand Deiner Anomalie können sie etwas über die Wirkungsmechanismen kennenlernen, was bei anderen nicht erkennbar ist.
Ich meine das so, dass Du über diesen Weg Zugang zu den Gottheiten der Forschung bekommen könntest...

Mein Vorschlag wäre - vielleicht ungewöhnlich, aber ernsthaft - eine Mail an die Forscher in diesem Bereich aufzusetzen und diesen Deine Besonderheiten zu schildern, und ihnen anzubieten, ihnen für einer Anamnese Deines ganz offenkundig wirklich sehr besonderen Falles zur Verfügung zu stehen. Denn Du hast etwas, was sie brauchen....
Wenn keiner antwortet wars auch nur eine Mail. Ich meine - für Lotto zahlen andere auch noch Geld, hier könntest Du was gewinnen allene für ein bisschen Text und einige Mühe, die Adressen der richtigen Leute rauszukriegen.
Falls Du magst, könnte ich Dir dabei helfen, das für die Empfänger verständlich zu formulieren und Dir auch die Namen einiger Spezialisten zusammensuchen. Ich bin aber selbst kein Therapeut, ich forsche nur selbst. Schick mir einfach eine PN, wenn Du willst.

Dabei könnte man auch die Pharmafirmen ansprechen, die das Zeug herstellen. Die müssten derartige Sonderfälle ja kennen und sammeln. Die werden Dir zwar nicht selbst weiterhelfen, aber die könnten Dir vielleicht Spezialisten nenne, die sich mit diesen Anomalien wirklich auskennen.

Viele Grüsse

UlBre
„Wenn ein unordentlicher Schreibtisch einen unordentlichen Geist repräsentiert, was bedeutet dann ein leerer Schreibtisch ?“ Albert Einstein
ADHDgoesto11
Foruminventar
Beiträge: 1336
Registriert: 12. Januar 2011 20:31

Re: Bemerkbare Unterschiede ADS und Autismus

Beitragvon ADHDgoesto11 » 2. März 2018 21:11

ULBRE hat geschrieben:Du bist ganz offenkundig ein wirklich sehr besonderer Fall.


Eigentlich nicht. Wegen solcher Patienten gibt es in anderen Ländern - z.B. in den USA, nicht aber in Deutschland - die Möglichkeit, Methamphetamin zu verschreiben (das Präparat heißt in den USA "Desoxyn").

Erst wer darauf auch nonresponder ist, darf sich als sehr besonderen Fall fühlen.

Tochter *2007 ... ADHS
Sohn *2005 ADHS+Autismus
Benutzeravatar
MadDad
Andersweltler
Beiträge: 14
Registriert: 12. Januar 2018 00:35
Wohnort: Österreich
Alter: 30

Re: Bemerkbare Unterschiede ADS und Autismus

Beitragvon MadDad » 2. März 2018 22:50

ADHDgoesto11 hat geschrieben:
ULBRE hat geschrieben:Du bist ganz offenkundig ein wirklich sehr besonderer Fall.


Eigentlich nicht. Wegen solcher Patienten gibt es in anderen Ländern - z.B. in den USA, nicht aber in Deutschland - die Möglichkeit, Methamphetamin zu verschreiben (das Präparat heißt in den USA "Desoxyn").

Erst wer darauf auch nonresponder ist, darf sich als sehr besonderen Fall fühlen.


Mir wurde seitens des AKH Wien bestätigt, daß nach deren Nachfrage bei internationalen Spezialisten ob ein ähnlicher Fall bekannt ist, es KEINEN dokumentieren Fall weltweit gibt, wo ein Patient DURCHGEHEND (ohne Schlaf!) und ohne Komplikationen oder Beschwerden, 3 Packungen Ritalin LA 40mg (90 Stück!) im Zeitraum von 2 Tagen konsumiert und trotzdem normale Blutwerte hat.

Keine Datenbank einer ADHS spezial Ambulanz hat auch nur ansatzweise einen Fall wiedergeben können, der ähnliches bzw. vergleichbares, diese Dosis betreffend, zeigt!

Die höchste dokumentierte Dosis lag angeblich bei ca. 690mg, konsumiert von einem Jahrzehnte Kokain abhängigen, welcher jedoch eine Überdosis davon hatte und das hab ich bereits am Vormittag intus!

Das Phänomen ist bei allen Amphetamin ähnlichen Präparaten das selbe.

Amphetamin in Reinform, Methylphenidat, Lisdexamfetamin, Methamphetamin, Kokain ähnliche Stoffe, sowie komischer Weise auch Opiate haben bei mir nur in 20 fach höherer Dosierung, leichte, bis gar keine Wirkung und wenn dann niemals länger als ca 3 Stunden.

Die meisten zugelassenen ADs sind zudem komplett wirkungslos!

Wir sind leider nicht in den USA und die Leute die was das dort bekommen sind hauptsächlich jahrelang Meth abhängig, deswegen die Toleranz.

Ich bin ein Fass ohne Boden, laut den führenden Spezialisten in Österreich, da es sehr wohl einzigartig ist das ich kontinuierlich Ritalin zu mir nehmen kann, ohne Überdosis, Abhängigkeit, oder Nebenwirkungen und das, wenn ich nicht schlafen müsste, über unbestimmten Zeitraum ohne zu sterben oder Schäden zu bekommen.

Jeder hat irgendwann seine Grenzen erreicht, ich habe nachweislich keine und das ist schon was besonderes!

Mit freundlichen Grüßen
MadDad
Gutemiene
Pagemaster
Beiträge: 151
Registriert: 21. Dezember 2016 11:50

Re: Bemerkbare Unterschiede ADS und Autismus

Beitragvon Gutemiene » 4. März 2018 13:22

Habe ich vielleicht überlesen - aber nun frage ich doch: Hast du schon Auslassversuche gemacht? Egal ob reduzierter oder kalter Entzug....?
Oder: was passiert bei dir dann?
"Mach' GUTEMIENE zum Besenspiel" :lol:
Benutzeravatar
MadDad
Andersweltler
Beiträge: 14
Registriert: 12. Januar 2018 00:35
Wohnort: Österreich
Alter: 30

Re: Bemerkbare Unterschiede ADS und Autismus

Beitragvon MadDad » 4. März 2018 14:06

Gutemiene hat geschrieben:Habe ich vielleicht überlesen - aber nun frage ich doch: Hast du schon Auslassversuche gemacht? Egal ob reduzierter oder kalter Entzug....?
Oder: was passiert bei dir dann?


Wenn ich's einmal am Tag eingenommen hab, dann muss ich's auch den restlichen Tag über nehmen.
Wenn ich nämlich, sagen wir, mitten am Tag aufhören würde dann merke ich das die Wirkung nachlässt in dem das der Rebound sich langsam bemerkbar macht.
Dem folgt, zusätzlich zu dem extrem grausamen Ritalin Rebound, dann ein verstärktes Wiederkommen der typischen ADHS Symptome, beginnend mit ständig steigendem Konzentrationsverlust und darauf folgender innerer Unruhe, dem Verlust das Ich mit Menschen sprechen kann und dem Wunsch am liebsten zu flüchten (wie eine Art Panikattake vorstellbar), da die Situation, obwohl Menschen um einen sind die man kennt, so unerträglich unangenehm ist das es schon vorkam das ich fluchtartig meinen Arbeitsplatz verlassen habe und nach hause gefahren bin ohne ein Wort zu sagen.
Abschließend gehe ich dann kaum mehr raus, breche alle sozialen Kontakte ab, da ich nicht mehr in der Lage bin jene aufrecht zu halten und auch kein Interesse daran habe, kann kleinste Aufgaben nicht mehr erfüllen wie zur Post gehen, vernachlässige wichtige Aufgaben obwohl ich mir dessen bewusst bin dadurch Schwierigkeiten zu bekommen, kann nicht mehr zur Arbeit, kann mich nicht mehr um meine väterlichen Pflichten kümmern und kann kaum schlafen da mein Kopf nicht aufhören kann zu denken und ich beginne mir über solch komplexe Dinge den Kopf zu zerbrechen das ich wahnsinnig werde und auch mit niemandem darüber reden kann, weil alle irgendwann aussteigen und nicht mehr mit kommen.

Ich bin dann quasi wie ein Hochleistungsrechner, der eine Störung des. Sozalverhaltens hat, Depression bekommt weil er mit kaum, mit den 1-2 verbliebenen Personen die "erträglich" sind, reden kann, an Sonnentagen weinend am Balkon sitzt da die Depressionen überhand nehmen und dann mit dem Gedanken spielt sich egal was es kostet von diesem Zustand zu befreien (rede nicht von Suizid, sondern Medikamenten).

Ich hoffe das ich es einigermaßen verständlich erklären konnte, da dies zu erklären sehr schwer ist wenn man es nicht selbst fühlt.

Wenn ich jedoch Ritalin gleich morgens nicht nehmen würde, dann fällt der Rebound mal weg.
Alles andere kommt aber wie oben beschrieben, nur nicht so prompt, sondern eher einschleichend.

Entzugserscheinungen habe ich keine, da keine Abhängigkeit besteht, das wurde bereits von Spezialisten untersucht, da die GKK mir eine Sucht vorwarf als deren erste Behauptung das ich es verkaufen würde, sich als falsch bestätigte und sie es eben auf diese Art versucht haben nicht für meine Medikamente aufkommen zu müssen.

Meine Symptome ohne Ritalin sind nachweislich typische ADHS Symptome, gepaart mit der sozialen Störung, was zu einem unaushaltbaren Zustand führt den ich niemandem wünsche.

Mfg MadDad
Benutzeravatar
MadDad
Andersweltler
Beiträge: 14
Registriert: 12. Januar 2018 00:35
Wohnort: Österreich
Alter: 30

Re: Bemerkbare Unterschiede ADS und Autismus

Beitragvon MadDad » 4. März 2018 14:10

Reduzieren bringt auch nichts, da sich dadurch kaum die Dosis ändern würde, da ich 160mg mindestens brauche und alles darunter keinerlei therapeutischen Effekt für mich hat.

Einzig der Tageszeitpunkt ab wann ich dann keine Ritalin mehr hätte und die Dosis für den nächsten Tag anbrechen müsste, würde sich auf früher verschieben.
laetitia
Foruminventar
Beiträge: 1030
Registriert: 18. Februar 2015 20:35

Re: Bemerkbare Unterschiede ADS und Autismus

Beitragvon laetitia » 4. März 2018 18:25

Hast du es auch schon mal mit L-Dopa versucht?
Daraus stellt der Körper Dopamin her. Es wird hauptsächlich für die Behandlung von Parkinson verwendet, weil bei Parkinson die dopaminproduzierenden Neuronen mehr und mehr absterben. Es gibt aber auch andere Befunde, die mit L-Dopa behandelt werden.
Benutzeravatar
MadDad
Andersweltler
Beiträge: 14
Registriert: 12. Januar 2018 00:35
Wohnort: Österreich
Alter: 30

Re: Bemerkbare Unterschiede ADS und Autismus

Beitragvon MadDad » 4. März 2018 19:20

laetitia hat geschrieben:Hast du es auch schon mal mit L-Dopa versucht?
Daraus stellt der Körper Dopamin her. Es wird hauptsächlich für die Behandlung von Parkinson verwendet, weil bei Parkinson die dopaminproduzierenden Neuronen mehr und mehr absterben. Es gibt aber auch andere Befunde, die mit L-Dopa behandelt werden.


Ja, aber davon bekomme ich unerträgliche Kopfschmerzen und bin den ganzen Tag kaum zu gebrauchen weil mein Körper sich anfühlt als wäre ich 80 Jahre alt.

Lg
MadDad
Gutemiene
Pagemaster
Beiträge: 151
Registriert: 21. Dezember 2016 11:50

Re: Bemerkbare Unterschiede ADS und Autismus

Beitragvon Gutemiene » 5. März 2018 18:35

Unter diesen Umständen müsste doch die wissenschaftliche Welt wirklich an dir und deinen Erfahrungen interessiert sein.
Und - ist sie's ?

Verschreibt dein "Hauspsychiater" das Ritalin oder wie läuft so was in Ö ?
"Mach' GUTEMIENE zum Besenspiel" :lol:
Benutzeravatar
MadDad
Andersweltler
Beiträge: 14
Registriert: 12. Januar 2018 00:35
Wohnort: Österreich
Alter: 30

Re: Bemerkbare Unterschiede ADS und Autismus

Beitragvon MadDad » 5. März 2018 19:31

Najaf, bis dato habe ich noch keinen gefunden der etwas anderes zeigte als Unsicherheit und Angst was mich betrifft.

Ich werde eigentlich nur immer abgelehnt und wo anders hin verwiesen darf es immer an den fachlichen Kompetenzen scheitert und die Ärzte sich einfach nicht trauen zu handeln.

Leider habe ich keine konkrete Idee wohin ich mich wenden kann, oder habe Kontaktdaten von Wissenschaftlern.

Nicht einmal der Hersteller von Ritalin hat eine Antwort parat, sie kontaktieren jetzt den Partner in den USA und suchen dort eine Lösung.

Lg,
MadDad

Zurück zu „ADHS & Asperger / Autismus*“

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 27 Gäste