Nebenberufliche Selbständigkeit

Jamila
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Nebenberufliche Selbständigkeit

Beitragvon Jamila » 21. Juni 2008 09:15

Hallo an alle, :winken:

ich möchte euch fragen, wer von euch Erfahrungen mit der nebenberuflichen Selbständigkeit gemacht hat und ob ihr mir Tips und Ratschläge geben könnt bezüglich Finanzamt, Rechte und Pflichten etc.

Internetseiten zur hauptberufl. Selbständigkeit habe ich genügend gefunden, aber Informationen zur nebenberuflichen Selbständigkeit kaum.

Freue mich auf eure Antworten. :SOS:

LG
Jamila
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Re: Nebenberufliche Selbständigkeit

Beitragvon MacHippo » 21. Juni 2008 21:53

Hallo, da mußt Du erstmal ein bißchen mehr Info rübergeben.
Z.B. welche Umsatz/Gewinnerwartungen hast.
Davon hängt sehr viel ab wie z.B. das FA und die Krankenkasse reagiert.
Dann ist z.B. auch wichtig, was ist der Hauptjob und was ist der Nebenjob
      MacHippo

Man sollte immer eine kleine Flasche Whisky dabei haben - wegen der Schlangenbisse.
Und man sollte immer eine kleine Schlange dabei haben
katastrophenlilly

Re: Nebenberufliche Selbständigkeit

Beitragvon katastrophenlilly » 21. Juni 2008 22:36

ich arbeite nebenberuflich freiberuflich und habe immer das finanzamt im rücken, das ständig damit droht, meinen nebenjob als liebhaberei einzustufen. damit müsste ich dann jede menge gelder zurückzahlen.


es kostet mühe, die mitarbeiter davon zu überzeugen, dass ich wirklich eine "gewinnerzielungsabsicht" habe und nicht mein hobby von der steuer absetzen will. das ist nämlich mit "liebhaberei" gemeint.

man sollte mit dem 2. job in absehbarer zeit keine verluste einfahren. wenn du nebenberuflich etwas ohne viel finanziellen aufwand machen kannst, hast du gute karten.
du musst dich dafür beim fa anmelden, bekommst ne neue steuernummer.

was willst du denn machen?

lilly
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Re: Nebenberufliche Selbständigkeit

Beitragvon ich » 21. Juni 2008 23:13

familienversicherung geht bei selbständigkeit (egal, ob haupt- oder nebenberuflich und wieviel einkommen (auch unter 400€-grenze)) nicht ...

liebhaberei kommt aber eigentlich erst nach so 3-5 jahren ins spiel ... jedenfalls kenn ich das so ...
:willi: 19
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Re: Nebenberufliche Selbständigkeit

Beitragvon Jamila » 21. Juni 2008 23:28

@MacHippo
Hallo, da mußt Du erstmal ein bißchen mehr Info rübergeben.
Z.B. welche Umsatz/Gewinnerwartungen hast.
Davon hängt sehr viel ab wie z.B. das FA und die Krankenkasse reagiert.
Dann ist z.B. auch wichtig, was ist der Hauptjob und was ist der Nebenjob


Hallöchen MacHippo,

danke für deine Antwort.

Hauptberuflich arbeite ich im öffentl. Dienst als Verwaltungsang.

Nebenberuflich arbeite ich bereits (seit einigen Monaten) als Beraterin und lege Karten auf einem Portal.

Den nebenberuflichen Umsatz kann ich selbst bestimmen und ist auch davon abhängig, wieviel Stunden ich online geschaltet bin, wie es mir selbst geht, wieviel Lust und Zeit ich habe. Ich könnte also monatlich zwischen 50 und 500 Euro netto verdienen derzeit.

Könntest du mir hier noch sagen, ob ich noch evtl. auf etwas achten muss?

@katastrophenlilly
es kostet mühe, die mitarbeiter davon zu überzeugen, dass ich wirklich eine "gewinnerzielungsabsicht" habe und nicht mein hobby von der steuer absetzen will. das ist nämlich mit "liebhaberei" gemeint.
man sollte mit dem 2. job in absehbarer zeit keine verluste einfahren. wenn du nebenberuflich etwas ohne viel finanziellen aufwand machen kannst, hast du gute karten.
du musst dich dafür beim fa anmelden, bekommst ne neue steuernummer.


Hallo Lilly,

deine Antwort finde ich auch sehr interessant, danke dafür.

Eine neue Steuernummer habe ich bereits erhalten. Kann ich denn bis zu einem gewissen Betrag nebenberuflich auch etwas absetzen? Wie zum Beispiel Telefongebühren etc.?

Nein, Verluste werde ich bestimmt nicht einfahren, ich hab ja dann im wahrsten Sinne des Wortes gute Karten :00000285:

Eine Gewinnerzielungsabsicht habe ich, denn als alleinerziehende Mutter habe ich hohe fixe Kosten und bin darauf angewiesen, noch etwas nebenberuflich zu arbeiten, damit ich auch meine Rechnungen alle bezahlen kann.

Vlt. weisst du noch Näheres?

@ich
familienversicherung geht bei selbständigkeit (egal, ob haupt- oder nebenberuflich und wieviel einkommen (auch unter 400€-grenze)) nicht ...


Hallöchen Ich,

oha, was meinst du denn damit? Nur mein Sohn ist ja bei meiner Krankenkasse mit familienversichert. Ansonsten bin ich Alleinverdiener.

Muss ich da bezgülich der Krankenkasse was ändern durch meine nebenberufliche Selbständigkeit oder richtet sich das nach dem Gesamteinkommen der im Haushalt lebenden Familienangehörigen?

LG Jamila
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Re: Nebenberufliche Selbständigkeit

Beitragvon ich » 22. Juni 2008 00:02

okay, wenn du nicht (selbst) familienversichert bist, dann betrifft es dich nicht.

eigentlich musst du nebeneinkünfte der krankenkasse mitteilen. ich habe aber gehört, dass mitarbeiter (beim start in die selbständigkeit über nebenberuflichen einstieg) der krankenkasse selbst gesagt haben: naja, besser, sie melden das, wenn sie die krankenkasse dann auch bezahlen können und nicht vorher ... ich weise jedoch darauf hin, dass es so nicht rechtens ist.

selbstverständlich kannst du die kosten, die dir für die selbständigkeit entstehen steuerlich geltend machen. quittungen sammeln. telefonkosten (ich habe immer einen teil der grundgebühr und einen teil der flatrate - jeweils prozentual angegeben, da ich den anschluss ja auch privat nutze), porto (ggf. musst du dich ja bei der firma anmelden und schriftlich den vertrag, abrechnungen und andere unterlagen schicken), briefumschläge und -papier, druckerkosten, ggf. anteilig stromkosten, autofahrten oder fahrten mit den öffentlichen verkehrsmitteln (zb. zum gewerbeamt, post, einkäufe für büromittel usw.), ausgaben wie gewerbeanmeldung, ggf. anschaffungen eines telefons, kartenspiels usw. usf. kannst du alles mit angeben. das macht sich dann bemerkbar, weil du ja über den hauptberuf steuern zahlst. die last wird dann entsprechend geringer bzw. wird ange- und verrechnet ...

generell gilt, dass du alles, was du gewerblich nutzt zumindest anteilig absetzen kannst.
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Re: Nebenberufliche Selbständigkeit

Beitragvon MacHippo » 22. Juni 2008 00:04

[quote="Jamila"]

Hauptberuflich arbeite ich im öffentl. Dienst als Verwaltungsang.

Nebenberuflich arbeite ich bereits (seit einigen Monaten) als Beraterin und lege Karten auf einem Portal.
[/quote]

Dann muß Deine erste Amtshandlung sein, Dir bei Deinem Arbeitgeber eine Genehmigung für die Nebentätigkeit zu holen, bei Teilzeit bin ich mir nicht sicher, bei Vollzeit ein MUSS
Ich würde einfach mal ganz vorsichtig nachfragen wie es denn mit den Regularien bei der Aufnahme einer Nebentätigkeit aussieht ohne erstmal auf die genaue Tätigkeit einzugehen

[quote="Jamila"]
Den nebenberuflichen Umsatz kann ich selbst bestimmen und ist auch davon abhängig, wieviel Stunden ich online geschaltet bin, wie es mir selbst geht, wieviel Lust und Zeit ich habe. Ich könnte also monatlich zwischen 50 und 500 Euro netto verdienen derzeit.
[/quote]

Da dürftest Du ja außer I-net-Gebühren ja nix an Kosten haben, beim PC selber wird fast nix gehen, weil der steht in der Wohnung "und nach allgemeiner Lebenserfahrung" (schöner Satz, gell) auch privat genutzt. Was den Punkt angeht, würde ich mich nicht mit dem FA anlegen, da kommt zuwenig rum für den Ärgervtl. auf etwas achten muss?

[quote="Jamila"]
Eine Gewinnerzielungsabsicht habe ich, denn als alleinerziehende Mutter habe ich hohe fixe Kosten und bin darauf angewiesen, noch etwas nebenberuflich zu arbeiten, damit ich auch meine Rechnungen alle bezahlen kann.
[/quote]

Der Zweifel an einer Gewinnerzielungsabsicht kommt immer dann ins Spiel, wenn Du über einen längeren Zeitraum mit dem Geschäft nur Verluste einfährst.

[quote="Jamila"]
@ich
familienversicherung geht bei selbständigkeit (egal, ob haupt- oder nebenberuflich und wieviel einkommen (auch unter 400€-grenze)) nicht ...


Hallöchen Ich,

oha, was meinst du denn damit? Nur mein Sohn ist ja bei meiner Krankenkasse mit familienversichert. Ansonsten bin ich Alleinverdiener.

Muss ich da bezgülich der Krankenkasse was ändern durch meine nebenberufliche Selbständigkeit oder richtet sich das nach dem Gesamteinkommen der im Haushalt lebenden Familienangehörigen?
[/quote]

Wenn Du selbst pflichtversichert bist, kannst Du definitiv in der gesetzlichen KV bleiben.
Genauso kann Dein Sohn bei Dir familienversichert bleiben, wenn er die Voraussetzungen erfüllt.
Du solltest aber Deine Nebentätigkeit melden, damit Du nicht wegen Anzeigepflichtverletzung in Schwierigkeiten kommst. Ev. wird dann ein Zusatzbeitrag zu Deinem Pflichtversicherungsbeitrag gem. Deinem Zusatzeinkommen erhoben.
Ein Risiko es nicht anzugeben würde ich nicht eingehen ...


@ ich - es ginge auch wenn sie familienversichert wäre, aber nur in sehr engen Grenzen


edit: "ich" hat recht mit den Dingen die sie zur Absetzbarkeit schreibt. Allerdings solltest Du dann auch immer sehen, welche Nachweisprobleme das teilweise mit sich bringt (z.B. das auseinanderfieseln welchen Anteil der Stromrechnung Du auf die Nebentätigkeit umlegst. Oft ist es da dann so, daß "die Brüh mehr  kost´ wie die Fisch´", d.h. Du mehr Zeit und Nerven reinhängst als Du an Ersparnis tatsächlich bekommst
Zuletzt geändert von MacHippo am 22. Juni 2008 00:09, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Nebenberufliche Selbständigkeit

Beitragvon ich » 22. Juni 2008 01:23

familienversichert und selbständig geht nicht ... weiss ich aus eigener leidvoller erfahrung. selbst, wenn man nicht mehr als 400€ gewinn erzielt ... aber berate mich doch mal, wo deiner erfahrung nach die grenzen liegen ... büdde!

ansonsten hab ich immer alles angegeben ... das meiste wurde anstandslos anerkannt. selbst die anschaffung eines neuen pc's ... (allerdings war bei mir ein "alt"-gerät zur privatnutzung vorhanden)

ganz wichtig: alle quittungen sammeln und auch entsprechend aufheben!!!
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Re: Nebenberufliche Selbständigkeit

Beitragvon Jamila » 22. Juni 2008 10:17

@mchippo
Dann muß Deine erste Amtshandlung sein, Dir bei Deinem Arbeitgeber eine Genehmigung für die Nebentätigkeit zu holen, bei Teilzeit bin ich mir nicht sicher, bei Vollzeit ein MUSS
Ich würde einfach mal ganz vorsichtig nachfragen wie es denn mit den Regularien bei der Aufnahme einer Nebentätigkeit aussieht ohne erstmal auf die genaue Tätigkeit einzugehen

:smt023:


Hallihallo mchippo,

Ja, das habe ich schon ziemlich zügig gemacht. Da war mir das Risiko zu gross, wenn ich es nicht angebe, wegen arbeitsrechtlichen Konsequenzen. Ja, im öffentl. Dienst gibt es so ein Formular das man ausfüllen muss "Anzeige einer Nebentätigkeit".

@mchippo
Da dürftest Du ja außer I-net-Gebühren ja nix an Kosten haben, beim PC selber wird fast nix gehen, weil der steht in der Wohnung [color=orange]"und nach allgemeiner Lebenserfahrung" (schöner Satz, gell)
  :00000285: auch privat genutzt. Was den Punkt angeht, würde ich mich nicht mit dem FA anlegen, da kommt zuwenig rum für den Ärgervtl. auf etwas achten muss?[/color]

Ja, Quittungen für neue Karten, Bücher zu dem Themenbereich meiner nebenberuflichen Selbständigkeit habe ich aufbewahrt.

@mchippo
Du solltest aber Deine Nebentätigkeit melden, damit Du nicht wegen Anzeigepflichtverletzung in Schwierigkeiten kommst. Ev. wird dann ein Zusatzbeitrag zu Deinem Pflichtversicherungsbeitrag gem. Deinem Zusatzeinkommen erhoben.
Ein Risiko es nicht anzugeben würde ich nicht eingehen ...


Ja, ich werde mich mal kommende Woche vorab tel. erkundigen, was meine Krankenkasse dazu sagt.

@ich
okay, wenn du nicht (selbst) familienversichert bist, dann betrifft es dich nicht. eigentlich musst du nebeneinkünfte der krankenkasse mitteilen. ich habe aber gehört, dass mitarbeiter (beim start in die selbständigkeit über nebenberuflichen einstieg) der krankenkasse selbst gesagt haben: naja, besser, sie melden das, wenn sie die krankenkasse dann auch bezahlen können und nicht vorher


Hallöchen ich,

vielen dank für deine informative Antwort. Ja, bin selbst familienversichert. Ich möchte jetzt auch nicht unbedingt schlafende Hunde wecken bei der Krankenkasse da, daher meine Frage, ob es irgendeinen Satz gibt, den ich als Nebenberuflicher nicht übersteigen darf.

... ich weise jedoch darauf hin, dass es so nicht rechtens ist.´

Dieser Satz hier von dir hört sich an, als wenn du Mitarbeiter bei der Krankenkasse wärst ich, einmalig :smt023:  :icon_mrgreen:

@ich
selbstverständlich kannst du die kosten, die dir für die selbständigkeit entstehen steuerlich geltend machen. quittungen sammeln. telefonkosten (ich habe immer einen teil der grundgebühr und einen teil der flatrate - jeweils prozentual angegeben, da ich den anschluss ja auch privat nutze), porto (ggf. musst du dich ja bei der firma anmelden und schriftlich den vertrag, abrechnungen und andere unterlagen schicken), briefumschläge und -papier, druckerkosten, ggf. anteilig stromkosten, autofahrten oder fahrten mit den öffentlichen verkehrsmitteln (zb. zum gewerbeamt, post, einkäufe für büromittel usw.), ausgaben wie gewerbeanmeldung, ggf. anschaffungen eines telefons, kartenspiels usw. usf. kannst du alles mit angeben. das macht sich dann bemerkbar, weil du ja über den hauptberuf steuern zahlst. die last wird dann entsprechend geringer bzw. wird ange- und verrechnet ...


Ja, sehr gut ich. Mit den Stromkosten als Beispiel habe ich garnicht gewusst, und auf diese Idee wäre ich garnicht gekommen :smt023: Andere Rechnungen habe ich schon ein wenig gesammelt.

@ich
generell gilt, dass du alles, was du gewerblich nutzt zumindest anteilig absetzen kannst.


Ja genau, das habe ich mir auch schon so in etwa gedacht :smt023:

:Juchuu: Vielen Dank für eure bisherigen Antworten.

LG Jamila
Zuletzt geändert von Jamila am 22. Juni 2008 10:20, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Nebenberufliche Selbständigkeit

Beitragvon ich » 22. Juni 2008 13:36

nee, bin ich nicht, war/bin aber selbst schon länger selbständig und habe kontakt zu einer menge anderen selbständigen ... man tauscht sich halt so aus, gelle? grins

ich würde es generell immer versuchen alles abzusetzen, was geht, wenn ich die zeit dafür habe ... zurücknehmen kann man immer noch ... im übrigen kann man auch die kosten für einen steuerberater absetzen ... zwinker
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Re: Nebenberufliche Selbständigkeit

Beitragvon MacHippo » 22. Juni 2008 15:26

[quote="Jamila"]

.....ja, bin selbst familienversichert. Ich möchte jetzt auch nicht unbedingt schlafende Hunde wecken bei der Krankenkasse da, daher meine Frage, ob es irgendeinen Satz gibt, den ich als Nebenberuflicher nicht übersteigen darf.

[/quote]

:fr: :fr: :fr: :fr: :fr: :fr: :fr: :fr:

Wieso DU ?
Bist Du jetzt doch nicht selbst pflichtversichert sondern über Deinen Mann ?
Das würde ja jetzt heißen daß Du als SB nur geringfügig beschäftigt wärest
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Re: Nebenberufliche Selbständigkeit

Beitragvon Jamila » 22. Juni 2008 20:33

@mchippo
Wieso DU ?
Bist Du jetzt doch nicht selbst pflichtversichert sondern über Deinen Mann ?
Das würde ja jetzt heißen daß Du als SB nur geringfügig beschäftigt wärest


hallöchen mchippo,

doch, bin selbst pflichtversichert, habe mich da vertan. :oopss1:

Ich bin ja alleinerziehend, ohne Mann :00000285:, mein Sohn ist bei mir familienversichert.

LG Jamila
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Re: Nebenberufliche Selbständigkeit

Beitragvon MacHippo » 22. Juni 2008 21:46

habsch mir doch gedenkt ...

Dann mußt Du im schlimmsten Fall etwas aufzahlen. Wenn die Dir da was per Bescheid aufdrücken wollen, funk mich an - ich prüfe das dann, bzw ich lasse es prüfen
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Re: Nebenberufliche Selbständigkeit

Beitragvon Jamila » 23. Juni 2008 18:51

@MacHippo
habsch mir doch gedenkt ...

Dann mußt Du im schlimmsten Fall etwas aufzahlen. Wenn die Dir da was per Bescheid aufdrücken wollen, funk mich an - ich prüfe das dann, bzw ich lasse es prüfen


Hallo MacHippo,

vielen Dank für dein Angebot, sicherlich werde ich darauf zurückkommen, falls ich so einen Bescheid von meiner Krankenkasse erhalte. :smt023:

Ich habe heute dort angerufen um nachzufragen wegen der nebenberuf. Selbständigkeit. Sie schicken mir nun ein Formular zu, welches ich ausfüllen soll. Telefonisch konnten sie mir keine Mitteilung machen.

Mal gucken, welche Rückmeldung ich dann von der Krankenkasse - bezüglich meiner gemachten Angaben - erhalte.

Lg Jamila
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Re: Nebenberufliche Selbständigkeit

Beitragvon tapir » 24. Juni 2008 06:14

Ich war letzte Woche beim JA und hab an einem Kurs teilgenommen, der von einer Steuerberaterin gehalten wurde. Sie sagte das es bei der KK darauf nakommt, 1. was man verdient und 2. wieviele stunden du da bringst. Wenn du unter der 400 Euro Grenze bleibst, also genau bis 400 fällst du nicht aus der ges. raus.
Ich wollte mich als Tagesmutter selbst. machen, werde ich aber nicht tun, das Risiko finaziell abzustürzen ist mir zu gross.
Anders zu sein- bedeutet nicht schlechter zu sein. Schubladisiere mich nicht, sondern geniesse meine Andersartigkeit und geniesse die daraus entstehende Kreativität.
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Re: Nebenberufliche Selbständigkeit

Beitragvon MacHippo » 24. Juni 2008 10:36

[quote="tapir"]
Ich war letzte Woche beim JA und hab an einem Kurs teilgenommen, der von einer Steuerberaterin gehalten wurde. Sie sagte das es bei der KK darauf nakommt, 1. was man verdient und 2. wieviele stunden du da bringst. Wenn du unter der 400 Euro Grenze bleibst, also genau bis 400 fällst du nicht aus der ges. raus.
Ich wollte mich als Tagesmutter selbst. machen, werde ich aber nicht tun, das Risiko finaziell abzustürzen ist mir zu gross.
[/quote]

Stimmt so alleine hingestellt nicht.
Wenn Du in einer GKV bist, kannst Du drinbleiben solange Du willst.
Es ändert sich wenn dann nur der Status von pflichtversichertem Mitglied zu freiwilligem Mitglied. Rauswerfen können sie Dich nicht. Das passiert aber erst wenn Du die obere Freigrenze in der Addition beider Einkommen überschreitest.
Auch die 400 € haben nur dann eine Bedeutung, wenn Du in beiden Jobs abhängig beschäftigt bist. Bis 400 € benötigst Du üblicherweise KEINE Lohnsteuerkarte und wirst pauschal bei der Sozialversicherung (KV/RV/AV) versichert.
Das war z.B. für mich wichtig, als ich als Selbständiger nebenbei auch mal Reisebusse gefahren habe. Ich durfte nicht über die Geringverdienergrenze kommen, weil ich sonst pflichtversichert worden wäre.

Deine Aussagen lassen darauf schließen, daß die Steuerberaterin von alleiniger Selbständigkeit, bzw. von Selbständigkeit als familienversicherte Angehörige gesprochen hat. Da paßt nämlich Deine Aussage genau drauf.
Hier gehts aber um eine abhängig Beschäftigte, die ein nebenberufliches Kleingewerbe betreiben will
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Re: Nebenberufliche Selbständigkeit

Beitragvon tapir » 24. Juni 2008 12:11

Da habe ich mich zu undeutlich ausgedrückt :smt023: danke dir ich meinte auch die Änderung zur freiwillig Versicherten.
Bei mir war das damals der Fall , als ich in der Schweiz gearbeitet und in Deutschland gewohnt habe.
Hm das mit der Lohnsteuerkarte hat sie anders gesagt, muss ich doch nochmal in den Unterlagen nachschauen, die sie uns ausgehändigt hat.
Anders zu sein- bedeutet nicht schlechter zu sein. Schubladisiere mich nicht, sondern geniesse meine Andersartigkeit und geniesse die daraus entstehende Kreativität.
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Re: Nebenberufliche Selbständigkeit

Beitragvon ich » 24. Juni 2008 12:28

hippo: woher beziehst du die kenntnis, dass man als familienversicherter selbständig tätig sein kann? das wäre für mich mal wichtig ... diesbezüglich habe ich nämlich eine menge stress mit der krankenkasse ... gibt es da ein gerichtsurteil, bestimmungen o.ä., was verbindlich die aussage bestätigt?
:willi: 19
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Re: Nebenberufliche Selbständigkeit

Beitragvon MacHippo » 24. Juni 2008 12:35

Hängt mit der Einkommenshöhe zusammen.
Schick mir mal den Kram Deiner KV per Mail
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huschwusch

Re: Nebenberufliche Selbständigkeit

Beitragvon huschwusch » 24. Juni 2008 12:40

[quote="ich"]
hippo: woher beziehst du die kenntnis, dass man als familienversicherter selbständig tätig sein kann? das wäre für mich mal wichtig ... diesbezüglich habe ich nämlich eine menge stress mit der krankenkasse ... gibt es da ein gerichtsurteil, bestimmungen o.ä., was verbindlich die aussage bestätigt?
[/quote]
Natürlich kann man als Familienversicherter selbständig sein. Und man bleibt das auch, solange man nicht über dem Grenzwert verdient. Und der ist gesetzlich festgelegt und liegt bei 350,00 Euro monatlich (Nettogewinn). Ich habe das sogar schriftlich von der Krankenkasse. Und wenn ich jetzt noch wüsste, wo das Schreiben ist, könnte ich dir sogar exakte Auskünfte geben  :icon_rolleyes:

Geht man über die gesagte Grenze hinaus, bekommt man das charmante Angebote der Krankenkasse, freiwilliges Mitglied zu werden. Und das schlägt dann gleich so ins Geld, dass bei einer echten nebenberuflichen Selbständigkeit leicht die Hälfte vom Nettogewinn futsch ist (oder mehr).

Grüße

Huschwusch

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