Der Beruf des Schriftstellers

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daSchäf
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Re: Der Beruf des Schriftstellers

Beitrag von daSchäf » 3. Dezember 2008 01:55

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Wenn du schreiben willst: Halt es mit Bukowskis "Don' t try". Tu es. Es gibt kein Versuchen. Tu es, oder tu es nicht. Lass fließen Alter! :icon_wink:
Nein ehrlich, wenn es ein Hobby ist, und dir das reicht, dann reicht das auch.

Ein Autor, der nur schreibt damit er was zu beißen hat, ist ein Schreiber, kein Künstler. Ein Autor, der schreibt um Ruhm zu erlangen, ist ein Scharlatan, kein erdiger, ehrlicher Verfasser.

Es dürfte auf jeden Fall ratsam sein sich in der "Geschäftswelt" zumindest rudimentär zurechtfinden zu können. Oder jemanden der uneingeschränktes Vertrauen genießt (das natürlich hart erarbeitet wurde) hinter sich zu haben, der das kann.

An die Pro' s: Hab ich Recht?

@ freies
Nettes Angebot. Für Geschenke und zum Freude machen - aber m. E. nach völlig ungeeignet um "etwas zu veröffentlichen". Entweder selfmade-Man-Style oder einen fähigen Verlag mit gefestigter Reputation heranziehen.
So treibt das Bedürfnis der Gesellschaft, aus der Leere und Monotonie des eigenen Innern entsprungen, die Menschen zueinander; aber ihre vielen widerwärtigen Eigenschaften und unerträglichen Fehler stoßen sie wieder voneinander ab.
- Schopenhauer
spunki
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Re: Der Beruf des Schriftstellers

Beitrag von spunki » 5. April 2009 13:17

[quote="chriss"]
Praktisch ist es schwer, überhaupt irgendwo mal eine Rezension zu bekommen..
[/quote]
Das stimmt nicht. Ich habe früher in einem kleinen Verlag gearbeitet. Eine von meinen Aufgaben war es bei Neuerscheinungen Waschzettel zu schreiben und die dann zusammen mit Probeexemplaren an die Presse zu schicken. Wenn der Waschzettel einigermaßen vernünftig geschrieben ist und die Presseauswahl passend ist, dann es eine Leichtigkeit Rezensionen zu bekommen. Die meisten Journalisten machen sich noch nicht mal die Mühe, einen eigenen Text zu schreiben, sondern übernehmen den vorgefertigten. Tolle Verkaufszahlen ergibt das trotzdem nicht so schnell. Ich denke, wenn man Bücher schreiben will, dann behält man am besten erstmal einen Job, von dem man leben kann und schreibt in der Freizeit. Wenn man zu den wenigen Bestsellerautoren wird, kann man den "normalen" Job immernoch hinschmeissen.
Ich habe auch schon einige Male angefangen ein Buch zu schreiben, leider bin ich nie weit gekommen. Mangelndes Durchhaltevermögen eben, mein größtes Problem überhaupt  :baw:
Madmartin
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Re: Der Beruf des Schriftstellers

Beitrag von Madmartin » 28. Mai 2009 22:29

Moin liebe Schreiberlinge,

heute habe ich leider eine Hiobsbotschaft zu verkünden.
Und zwar geht es um eine Änderung des Urheberrechts.
Google möchte alle Bücher aus den Bibliotheken einlesen und online zugänglich machen. Wenn das durch ist, kann man das Geldverdienen mit dem Schreiben vergessen.

Hoffentlich irre ich mich.

Gruß Madmartin
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Daria Munch
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Re: Der Beruf des Schriftstellers

Beitrag von Daria Munch » 28. Mai 2009 23:54

[quote="Madmartin"]
Moin liebe Schreiberlinge,

heute habe ich leider eine Hiobsbotschaft zu verkünden.
Und zwar geht es um eine Änderung des Urheberrechts.
Google möchte alle Bücher aus den Bibliotheken einlesen und online zugänglich machen. Wenn das durch ist, kann man das Geldverdienen mit dem Schreiben vergessen.

Hoffentlich irre ich mich.

Gruß Madmartin
[/quote]

oO darüber würd ich ja jetz auch ma gern mehr erfahren. Kann ich mir irgendwie nicht so ganz "apokalyptisch" vorstellen, also dass Schriftsteller & Autoren dann garnix mehr verdienen und so was. "Online zugänglich machen" könnte ja auch bedeuten, das diverse Bücher dann als E-Book und nicht unbedingt für Umme angeboten werden können. Naja, und neben dem Urheberrecht gibt´s ja auch noch Nutzungsrechte - die müsst sich Google ja dann auch erstmal "erkaufen", denn die liegen (zumindest bei Exklusivvertrag) beim Verlag, der das Buch rausbringt.

Naja, und dann wage ich auch noch ganz schön kräftig zu bezweifeln, dass Google es denn jemals schaffen würde, sämtliche Bücher einzulesen 8) Auf der anderen Seite gäb´s in diesem Fall echt saumäßig viele Arbeitsstellen und wenigstens dieses Problem wär dann mal gelöst für die nächsten 100 Jahre oder so *hüstel*  :up_to_something:

Aber zurück zum Thema: Das mit dieser Urheberrechtsänderung würd ich ja dann doch jetzt gern mal etwas gennauer wissen. Wo hasten das her? Kann man das irgendwo nachschauen (außer bei Google^^)?

LG - Daria
polarlicht
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Re: Der Beruf des Schriftstellers

Beitrag von polarlicht » 29. Mai 2009 00:48

[quote="Madmartin"]
Moin liebe Schreiberlinge,

heute habe ich leider eine Hiobsbotschaft zu verkünden.
Und zwar geht es um eine Änderung des Urheberrechts.
Google möchte alle Bücher aus den Bibliotheken einlesen und online zugänglich machen. Wenn das durch ist, kann man das Geldverdienen mit dem Schreiben vergessen.

Hoffentlich irre ich mich.

Gruß Madmartin
[/quote]

Es mag ja noch so viele Romane als E-Book geben, aber gelesen habe ich die bisher nie. Es würde mir völlig auf die Nerven gehen einen Roman als PDF am PC zu lesen. Da gebe ich lieber das Geld für ein Buch aus. Hat denn von euch schon jemand mal ein langes E-Book am PC gelesen, oder macht das öfter?

Liebe Grüße

Polar
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Grashalm
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Re: Der Beruf des Schriftstellers

Beitrag von Grashalm » 29. Mai 2009 02:16

Reingelesen schon öfters um es dann zu kaufen oder es eben zu lassen aber komplett lesen geht mal gar nicht an nem herkömlichen pc. Schau mal nach paul cohello, der hats in vielen ländern erst zu erfolg gebracht als er unter einer webseite bei der nicht klar war das daß seine ist, seine bücher zum freien download angeboten hat...
Und was google da gemacht hat ist schon ganz ok, weil einen großteil der bücher die gescannt wurden schon seit uhrzeiten nicht mehr verlegt werden. Die bücher wären ansonsten nur noch übern antiquariat oder ebay zu beziehen, teils überhaupt nicht und es würde sich auch für keinen verlag rechnen von den meisten Büchern noch mal ne auflage zu drucken. So aber machts sinn und sie werden für jedermann verfügbar....
Kein Mensch schreibt eine Geschichte um wirklich reich zu werden, mal ab von Sachliteratur, genausowenig wie ein musiker, musik des geldes wegen macht... Die die so gestrickst sind können mir mal getrost den buckel runter rutschen und die auswahl bleibt weiterhin so groß das ich mehrer leben bräuchte um dennoch alles zu lesen, hören...

http://www.bookcrossers.de/bcd/home/kurz
Zuletzt geändert von Grashalm am 29. Mai 2009 02:24, insgesamt 1-mal geändert.
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jorin
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Re: Der Beruf des Schriftstellers

Beitrag von jorin » 4. Juni 2009 21:08

:breitgrinse1:
es soll auch literarische agenten, sprich headhunters geben, die foren wie diese
oder myspaceseiten
nach neuen talenten durchforsten!!! :8:
Herlady Mrs. Dr.Dr. rer. soc. Generalverstreckungsverzugsvollbemächtigte A.D.   hs
;-)
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Re: Der Beruf des Schriftstellers

Beitrag von claire24 » 4. Juni 2009 21:31

^^Theoretisch. Nur kriegen die Verleger meines Vertrauens mehr Post, als ihnen lieb ist..

Mal was von anderer Seite:
Ich habe schon einige Jobs im Ghostwriterbereich (Fachbücher, techn. Bereich) angenommen.
Mit Fachbüchern kann man sehr schlecht Geld machen (Realgewinn: 5% des VK-Preises, Auflagen niedrig), als Ghosty kann man zumindest ein Studium finanzieren (den Leuten, für die man schreibt, geht es nicht ums Gewinn machen, sondern um Reputation, Publikation, etc.; meistens wird dann ein Fixpreis verhandelt)
Diese Art von Schreiben ist allerdings nicht nur Schreiben, sondern
* ein Thema beherrschen lernen
* hochbrilliante Menschen dazu zu bringen, etwas klar zu erklären, bzw. ihre Lieblingsthemen im Zaum zu halten
* Gutachter (für den Verlagsvorschlag) finden, die ein Interesse am Buch haben, und deswegen eine Top-Bewertung geben, und gratis Werbung machen
* Grafiker besorgen, die NICHT kreativ sind (nicht falsch verstehen, liebe Grafiker, aber manche Sachen sind einfach Standard, und wenn sie noch so hässlich aussehen..)
* sich um den Satz kümmern, und Stunden mit dem lieben LaTex-Programm verbringen
...

Ist ein steiniger Weg. Meine Strategie ist es, langfristig in den Sachbuchbereich/Ratgeberbereich einzusteigen, oder mit einer Welle mitzuschwimmen (so etwas wie das Darwin-Jahr ist nämlich immer abzusehen...), und mal ordentlich abzucashen ;-)

Naja, just my 2cents. Für alle, die Fiktion schreiben (und nicht nur für die) - On Writing von Stephen King. Der Mann muss es wissen.
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Re: Der Beruf des Schriftstellers

Beitrag von Madmartin » 15. Juni 2011 13:45

Hallo liebe Andersweltler und Schreiberlinge,

hier ist ein neuer Link, der sich mit dem elektronischen Buch befasst.
Bitte schön:
http://markstein.posterous.com/buchtage ... r-cora-ste
Besser hypoaktiv als gar nicht aktiv.
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Re: Der Beruf des Schriftstellers

Beitrag von Lunalunera » 27. Februar 2012 16:29

mit dem Schreiben Geld zu verdienen ist echt nicht leicht. Vom Schreiben zu leben schaffen nur wenige Bestseller. Trotzdem finde ich, dass schreiben ein super schönes Hobby ist. Man sollte es nicht aufgeben, nur weil man damit kein Geld verdienen kann. Mich persönlich macht es glücklich wenn andere Menschen meine Texte lesen und wenn diese sie berühren. Dann hab ich alles erreicht.
Einen Verlag zu finden ist natürlich auch nicht gerade leicht. Ich stelle meine Geschichten gerne auf triboox ein. Ich freu mich über jede Rezension, die ich dort bekomme, weil sie mir immer helfen besser zu werden. Man kann seine Bücher dort auch veröffentlichen und momentan sucht triboox auch nach Romanen, um diese selbst zu verlegen. Also vielleicht ist das für manche eine Chance.
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jorin
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Re: Der Beruf des Schriftstellers

Beitrag von jorin » 7. Juni 2012 16:11

Schreiben nur als hobby nur weil keine kohle rumkommt?

, :icon_rolleyes:
ich würde mal sagen, schreiben als profession
hängt nicht davon  ab, ob man damit geld verdient oder nicht,
sondern
wie man zu seinem schreiben steht.
:zwink:
wenn man als wissenschaftler oder künstler  schreibt,
kann das der beruf sein,
und der hausmeisterjob oder taxifahren einfach der job, mit dem man sich finanziert
:811:
Herlady Mrs. Dr.Dr. rer. soc. Generalverstreckungsverzugsvollbemächtigte A.D.   hs
;-)
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