Schweregrad von Dyskalkulie - welche Therapie machen eure Kids?

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Nofeta
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Schweregrad von Dyskalkulie - welche Therapie machen eure Kids?

Beitrag von Nofeta » 12. Dezember 2012 10:50

Hallo zusammen,

wir stehen mit unserer Tochter immer noch vor der Entscheidung: Therapie für ihre Dyskalkulie (mit aufwändigem Antrag!) oder Alternativen???
:kk: :icon_rolleyes: :kk: :baw: :kk:

Und das Tolle: sie macht seit diesem Schuljahr (3.Klasse) Fortschritte, rechnet mir plötzlich 23+26 im Kopf aus!

Wie stark sind eure Kids betroffen?
Welche Therapie habt ihr gemacht/macht ihr mit welchem Erfolg?
Was haltet ihr von Anbietern im Internet, die Rechenspiele + Unterstützung zuschicken bzw, telefonisch anbieten?
Hat damit jemand Erfahrung?

Einfach genial, daß es dieses Forum gibt!
Ich freue mich auf eure Antworten                  :froi1:
LG Nofeta
getestet seit 11/13, drei Kinder mit AD(H)S, Mann & Hund
aida

Re: Schweregrad von Dyskalkulie - welche Therapie machen eure Kids?

Beitrag von aida » 12. Dezember 2012 15:24

Hallo Nofeta,
wir haben einen Sohn mit einer "Rechenschwäche" und einer LRS also keine Legasthenie.
Bei dem Test wurde mir gesagt, dass aufgrund der Förderung, die er zu Hause bis zu dem Zeitpunkt bekam, er nicht die volle Punktzahl erreicht. Er hatte also vieles bis dahin automatisiert.
Also es gibt Dyskalkulie und eine Rechenschwäche. Diese Unterscheidung gibt es auch mit Lesen und Schreiben.
Mein Sohn macht seit 3 Jahren eine Therapie für das Rechnen. Wir haben uns so entschieden, weil wir beides nicht zahlen können und er auch keine Zeit und wenig Kraft hat für beides.
Mit der Mathmatik-Therapie haben wir sehr gute Erfahrungen gemacht. Wie immer hängt es auch mit dem Erwachsenen zusammen. Ich muss sagen, wir hatten viel Glück Er macht das sehr gut-der Therapeut.

Mit dieser Therapie hält sich unser Sohn tapfer auf einer 3 seit der 2. Klasse bis heute, in der 5. Klasse Realschule.

Eine Therapie ist keine Nachhilfe. Das finde ich noch wichtig zu erwähnen. Ein Therapeut arbeitet anders als ein Nachhilfelehrer. Das muss er auch, den Kinder mit Dyskalkulie müssen ja andere Wege finden um Aufgaben zu lösen.  Wir hätten ihm das zu Hause nicht so näher bringen können- im wahrsten Sinne de Wortes-
In dieser Form, wie ein Therapeut das macht könnten wir es zu Hause nicht machen. Da fehlt uns das Know How.
Zudem kommt die Beziehung von Eltern/Kind /lernen. Thema für sich.

Mit dem Internet und die Angebote haben wir noch keine Erfahrungen gemacht.

Mathmatiktherapie:
Ah! auch wichtig... somit haben wir ein Thema weniger zu Hause. Auch sehr entlastend.Wir sind sicher er ist dort gut aufgehoben und können dieses Thema abgeben.
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Nofeta
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Re: Schweregrad von Dyskalkulie - welche Therapie machen eure Kids?

Beitrag von Nofeta » 12. Dezember 2012 21:06

@aida:

Danke Dir für´s Antworten!
Was mich noch interessieren würde: habt ihr einen Antrag auf Eingliederungshilfe beim JA gestellt für die Übernahme der Kosten?
Wir haben uns erkundigt, es muß ja schon alles Mögliche beim Kind ausgeschöpft sein bzw. nachweislich das Kind stark darunter leiden, ehe man sowas genehmigt bekommt. Ich frage mich, ob es das bei uns ist??!! Wie war das bei euch? Ansonsten frage ich mich, welche Familie die Stunden sonst bezahlen kann  :Frag:

Das mit der Entlastung sehe ich auch so, es macht die Sache nicht leichter sich als Eltern auch noch diesen Schuh anziehen zu müssen  :108:

LG Nofeta
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aida

Re: Schweregrad von Dyskalkulie - welche Therapie machen eure Kids?

Beitrag von aida » 13. Dezember 2012 11:00

Hallo Nofta,

ja der Antrag hat´s in sich.
Wir sind an der ersten Hürde stecken geblieben.... mit Test eines wirklich anerkannten Instituts als Grundlage sind wir in die Ambulanz der Kinder und Jugendpsychiatrie gewesen (hört sich schlimm an, ist aber nicht).

Dort wurde erneut getestet auf ADHS UND Dyskalkulie . Da unser Sohn aber bei ADHS an der Grenze kratzt und genau so  beim Rechnen, eine Rechnschwäche hat und die Punktzahl nicht für eine Dyskalkulie-Diagnose reicht und dazu kommt noch, dass er wirklich NICHT aufgrund der Schwächen leidet (was ja eigentlich klasse ist, er definiert sich über seine Stärken) haben wir nicht das nötige Papier nicht bekommen.

Erschwert wurde dies auch durch die Klassenlehrerin, und die Mathematiklehrerin , die bis zum Ende der Grundschulzeit TROTZ der Tests immer gesagt haben, unser Sohn hätte diese Probleme nicht (ADHS und LRS u.DYskalkuie), sondern könnte sich bloß nicht konzentrieren und hätte vielleicht Angst vor Klassenarbeiten.Er sei hoch interessiert am Unterricht ist er auch)und würde auch nicht die Buchstaben verdrehen!!!!   :aufsmaul_2:
Wenn ich mich jetzt daran erinnere.... als würden Legasteniker und LRS Kinder nur Buchstaben verdrehen!!!Würg!
Das bedeutete, die Lehrerin sah keine Notwendigkeit eine Therapie zu machen, das hat sie auf dem Bogen dann auch so geschrieben.

Man wird von Menschen, die nicht selbst betroffen sind und nicht viel darüber wissen als eine nervöse Mutter abgestempelt die auch noch ehrgeizig ist. Wir leben mit ihm wir wissen was er mit Abstraktion und Zahlen und Buchstaben macht und wir arbeiten sehr hart zu Hause.
Er ist optimal durch uns gefördert, weil wir Zeit haben und auch die finanzielle Mitteln. Das hat natürlich nicht jeder. Auf der anderen Seite ist das unter anderem der Grund, dass wir auch an vielen Stelle auf Unverständnis stoßen.

Lange Rede: Wir bezahlen die Therapie. Es kostet uns 220,00. Das ist nicht wenig, auch für uns nicht. Wir schränken uns woanders ein, weil es für uns wirklich eine enorme Entlastung bedeutet.

Ich würde sagen.... aber es ist nur so ein Gedanke.
Vielleicht lohnt sich auf dieser Seite der Waage bei Euch, den Antrag zu stellen und sich die Arbeit zu machen und die nötige Wege zu gehen, denn wenn alles vorbei ist und die Arbeit getan ist, dann hast du auf der anderen Seite der Waage eine Entlastung für das KIND UND für die Eltern. 2)Dazu hast du noch eine fachliche Begleitung durch den Therapeuten. Diese führen Gespräche mit den Lehrern, diese Gespräche haben eine andere Qualität und Autorität als wenn du alleine vor einem Lehrer stehst. 3)Dazu noch: Das Kind hat ein Ansprechpartner für die Schwierigkeiten auf dem er vertraut und verlässlich ist, das ist sehr wichtig. Das Kind ist nicht abhängig davon, ob die Eltern Zeit haben, ist nicht abhängig ob er jetzt Lust hat oder nicht, ob man gerade keine Lust hat auf die Eltern und, und, und. Ich finde dafür lohnt es sich den Weg des Antrags zu stellen.

Solltet ihr jemand für diese Thrape suchen, nimmt euch Zeit genau zu gucken wr das macht, denn auch dieses Feld ist behaftet mit Experten, halbexperte, keine Experten.
Grüße!
Zuletzt geändert von aida am 13. Dezember 2012 11:02, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Schweregrad von Dyskalkulie - welche Therapie machen eure Kids?

Beitrag von Nofeta » 30. Januar 2013 08:47

Hallo Aida & alle anderen im Forum,

heute Nachmittag haben wir nun das Gespräch beim Jugendamt.
Bisher ist alles GUT gelaufen mit dem Antrag, auch die Lehrerin hat sich auf unsere Seite gestellt und an der einen oder anderen Stelle etwas drastischer formuliert. Nun muß nur noch das Gespräch stattfinden, das hoffentlich mit einem Ja am Ende ausgeht. Einen Platz bei einer guten, anerkannten Dyskalkulietherapeutin haben wir in Aussicht.
Vielen Dank nochmals ganz besonders Dir, aida, für´s recherchieren und die vielen Tips!!!      :00009414:

Ich melde mich bald wieder!
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Re: Schweregrad von Dyskalkulie - welche Therapie machen eure Kids?

Beitrag von Nofeta » 31. Januar 2013 19:40

ES HAT GEKLAPPT

:froi1: :froi1: :froi1: :froi1:

In 4 Wochen kann meine Tochter mit der Therapie starten!
Und der Sachbearbeiter vom JA war nett und verständnisvoll.

:ja1: :breitgrinse1: :ichboss:
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aida

Re: Schweregrad von Dyskalkulie - welche Therapie machen eure Kids?

Beitrag von aida » 31. Januar 2013 20:07

  :hüpfi: Juhu!!!!!!!!!!!!!
das freut mich!!!!!!!!
G r a t u l i e r e!!!!! :froi1:

:a125:  der Kampf hat sich gelohnt  !
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