Dyspraxie-wer hat Erfahrung?

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Jeannette
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Dyspraxie-wer hat Erfahrung?

Beitragvon Jeannette » 4. März 2012 11:43

Hallo Ihr Lieben,

nach langem Aufenthalf vollstationär meines Kindes habe ich seit Donnerstag eine 99%-ige Diagnose: Dyspraxie
Eines steht fest, es wird nicht einfach sein Leben lang. Es wird wohl selten Diagnostiziert, da es viele Parallelen zu
anderen Erkrankungen gibt.

Wer hat ein betroffenes Kind oder ist selbst betroffen? Ich habe so viele Fragen... Kann jemand ein Buch oder Ähnliches
empfehlen... Wie läuft eure schulische Laufbahn? Was habt ihr für Erfahrungen gemacht...

Ich hoffe jemand meldet sich.. Lieben Gruß Jeannette
greentown
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Re: Dyspraxie-wer hat Erfahrung?

Beitragvon greentown » 4. März 2012 12:06

Hallo,

Tipps habe ich keine, aber ich setzte zwei Links rein damit die User wissen um was es geht.
denn ich denke bei Dyspraxie sind viele Sachen mit ADHS ähnlich.

http://de.wikipedia.org/wiki/Dyspraxie
http://de.wikipedia.org/wiki/Diskussion:Dyspraxie

greentown
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Hannah Olga
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Re: Dyspraxie-wer hat Erfahrung?

Beitragvon Hannah Olga » 11. März 2012 15:01

Liebe Jeanette,

magst Du Dich noch einmal melden? Bei meinem Sohn war die Rede von Dyspraxie. Wenn Du magst, können wir uns austauschen.

Liebe Grüße
H.O.
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Hanghuhn
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Re: Dyspraxie-wer hat Erfahrung?

Beitragvon Hanghuhn » 11. März 2012 22:30

Wenn das 8 - 10 % der Kinder betrifft, wie es bei Wiki beschrieben ist, dann habe ich das auch.

Ich bezeichne mich schon lange als "Bewegungsidiot", weil ich extrem lange brauchte, um z. B. Tanzschritte zu erlernen. Das ist mir selbst schon im Kindergarten aufgefallen. Andere Kinder freuten sich auf Tanzspiele, für mich waren die jedes Mal ein Graus. Ich konnte mir nie merken, wo ich meinen Fuß als nächstes hinsetzen sollte.

Im Jugendalter ist es auch richtig beschissen, weil man da ja tanzen gehen möchte, man möchte da ja schließlich einen guten Eindruck hinterlassen. Große Auswirkungen hat es auch im Sportunterricht. Ich war sehr sportlich (ein sehr guter Leichtathlet), war aber an den Geräten die reinste Katastrophe, die allergrößte Katastrophe war ich aber beim Bodenturnen, da hat man ja nicht einmal ein Gerät, an dem man sich festhalten kann. Die Blamage stand plump und ungelenk allein mitten auf der Matte.

Auch mit der Mundmotorik hatte und habe ich Probleme. Auch heute noch muss ich noch einmal von vorn anfangen, wenn ich unvermittelt zu reden beginnen will. Lautkombinationen wie z.B. bei "Fischers Fritze..." bereiten mir trotz Übung heute noch leichte Probleme. Das Bewusstsein um solche Schwächen beeinflussen einen tatsächlich enorm. Im Kiga hielt ich mich immer für zu doof. Erst als ich in die Schule kam, hatte ich eine Ahnung davon, dass ich doch nicht so ganz dumm sein konnte. So richtig begriff ich es aber erst mit dem ersten Zeugnis.

Irgendwann einmal dachte ich, ich bin eben ein Bewegungsidiot, basta!

Vielleicht hätte mir Ergotherapie geholfen, aber das gab 's damals bei uns nicht.
LG Hanghuhn

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