phasenweise dyskalkulie???

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gel.ice
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phasenweise dyskalkulie???

Beitrag von gel.ice » 13. Februar 2012 20:33

hallo ihr!

hier kann mir sicher jemand weiterhelfen.
die mathelehrerin meiner tochter hat mir letzte woche beim elterngespräch gesagt, dass meine tochter eine rechenschwäche hätte und ich sie testen lassen soll.
sie testen lassen ist ja kein ding, aber ich glaube trotzdem nicht dass sie dyskalkulie hat, denn sie hatte bis sie in die 5. klasse zu eben dieser lehrerin kam nie irgendein problem in mathe. sie schrieb nur noten zwischen 1 und 2, mathe war ihr lieblingsfach und man konnte ihr nie irgendwas anmerken von wegen rechenschwäche. das einmaleins beherrschte sie in nullkommanix im schlaf und hausi erledigte sie immer selbständig, in kurzer zeit und richtig.
seit sie diese lehrerin hat findet sie mathe ätzend, schreibt nur noch  4er und 5er und kann nichtmal mehr die leichtesten aufgaben.
ich habe den eindruck sie hat eine regelrechte blockade entwickelt.

besagte lehrerin sagte meiner tochter ihre hirnhälften wären nicht richtig miteinander verknüpft etc... - daraufhin meinte mein kind sie wäre zu doof fürs gymnasium und müsste wohl lieber auf die realschule wechseln...
die lehrerin hat das wohl alles nicht böse gemeint, sondern wollte dass meine tochter sich nicht schuldig oder dumm fühlt weil sie schlecht in mathe ist... sie meint das kind wäre hochintelligent, aber eben auf andere weise und nicht in mathe.

das meine tochter hochintelligent ist, weiß ich - hab ich schwarz auf weiß vom kjp. bei der ADHS-testung war nie die rede von irgendeiner teilleistungsschwäche, ihr profil war relativ ausgeglichen in allen bereichen.

nun wollte mir die lehrerin weiß machen, dass man dyskalkulie ohnehin erst richtig diagnostizieren könne, wenn ein kind in die 5. klasse geht und außerdem auch phasenweise auftreten kann - also dass sie seither keine dyskalkulie hatte und jetzt eine hat und die in 2 oder 3 jahren vielleicht wieder weg ist. :confused:
das ist mir völlig neu, hab ich noch nie was davon gehört. ich dachte man hat das oder man hat das nicht.

was meint ihr dazu? stimmt das was die lehrerin sagt? und kann es sein dass man echt erst in der 5. klasse merkt das ein kind ne rechenschwäche hat und man davon vorher nie was gemerkt hat, es keinerlei anzeichen dafür gab, im gegenteil, das kind sogar super in mathe war?

lg gel.ice
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Händchen
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Re: phasenweise dyskalkulie???

Beitrag von Händchen » 13. Februar 2012 20:45

Hallo gel.ice,

dass Teilleistungsschwächen phasenweise auftreten wäre mir auch absolut neu. Ich selbst hatte von eins bis sechs alle Noten in Mathe, und das hatte bei mir nichts mit dem Lehrer zu tun, sondern mit dem Thema. Speziell im Rechnen war ich immer schlecht, auch Prozentrechnung habe ich nie begriffen. Geometrie, Mengenlehre, Bionomische Formeln, Dreisatz - da war ich immer die beste in der Klasse.

Auch bei meiner Tochter merke ich, dass ihr ganz bestimmte Dinge schwerfallen, Muster nachzeichnen, Zahlenstrahl, Teilen.

Also wenn man die Teilleistungsschwäche erst jetzt feststellt, dann liegt es vielleicht daran, dass deine Tochter mit "diesem Teil" noch nicht konfrontiert wurde, oder so gering, dass es nicht weiter aufgefallen ist.
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gel.ice
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Re: phasenweise dyskalkulie???

Beitrag von gel.ice » 13. Februar 2012 22:08

ja, aber wenn sie eine teilleistungsschwäche in mathe hätte, dann müsste sie doch auch in der grundschule ab und an mal schlecht gewesen sein, oder? und jetzt evtl. auch ab und an mal gut, oder nicht?
sie hat in den letzten 4 klassenarbeiten und 4 tests durchgehend noten zwischen 4- und 5- geschrieben - egal welches thema. und dabei waren zum teil auch wiederholungen aus der grundschule von themen die sie bisher gut beherrschte.
in der grundschule hat sie auch mal ne arbeit verhauen, aber das war halt einmal und nicht alle. da waren ihre leistungen in allen bereichen eben zwischen 1 und 2.

hast du oder deine tochter eine dyskalkulie?

wenn sie eine rechenschwäche hat, dann ist das für mich auch kein problem. sie bekommt auch keinen druck wegen ihren noten in mathe. sie ist ja überall anders super gut. aber sie macht sich selbst druck und entwickelt regelrecht prüfungsangst.

mir kommen halt die aussagen der lehrerin recht seltsam vor. man könne das erst in der 5. klasse richtig diagnostizieren und das könne phasenweise auftreten... und dann noch so sprüche wie "deine hirnhälften sind nicht richtig miteinander verknüpft" - sowas sagt man doch nicht zum kind!
überhaupt - die frau ist irgendwie merkwürdig...
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Händchen
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Re: phasenweise dyskalkulie???

Beitrag von Händchen » 13. Februar 2012 22:22

Bei mir ist es nie getestet worden. Bei meiner Tochter war der Test negativ. Das Gespräch mit dem "Tester" fand niemals statt, denn genau der Tag, an dem es stattfinden sollte, war sein erster Tag an einer anderen Schule. Daher weiß ich nichts näheres.

Mit den Aussagen der Lehrerin kann ich so gar nichts anfangen. Ich weiß auch nicht, ob Teilleistungsschwächen mit der Verknüpfung der Gehirnhälften zu tun haben.
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eire
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Re: phasenweise dyskalkulie???

Beitrag von eire » 13. Februar 2012 22:43

Hallo gel.ice,

als ich die Überschrift deines Threads gelesen habe bin ich echt bald aus dem Stuhl gefallen.

Phasenweise Dyskalkulie?

Nie gehört, aber auch wen ich kein Facharzt, Pädagoge etc. bin, denke ich behaupten zu können dass es so etwas nicht gibt.

Und du weißt es selbst, wahrscheinlich weißt du selbst das die Meinung der Lehrerin deiner Tochter absoluter Humbug( brav ausgedrückt, eigentlich sollte ich Schw... schreiben)  ist.
Sonst hättest du unterbewußt auch nicht diesen Titel gewählt.

Mich würde mal interessieren wie die Noten ihrer Mitschüler sind. Ich könnte mir vorstellen dass deren Noten auch anders sind als früher.

Ich kann mir eher vorstellen dass deine Tochter Schwierigkeiten mit der Art hat wie die Lehrerin den Stoff vermittelt. Vielleicht auch mit der ganzen Art ihrer Lehrerin.
Ich vermute dass die Lehrerin ihr eigene Unsicherheit hinter pseudo Fachausdrücken versteckt.

LG

eire
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Re: phasenweise dyskalkulie???

Beitrag von gel.ice » 13. Februar 2012 22:59

eire, du hast recht!

der durchschnitt der klasse liegt zwischen 3,5 und 4,0 und von 20 schülern der klasse sind bis auf zwei oder drei alle schlechter geworden - die meisten wie meine tochter wesentlich schlechter.
nur bei meiner tochter war sie sich absolut sicher dass sie eine rechenschwäche hat, weil sie ja immer alles macht, ihre hausis hat und gut mitarbeitet. die anderen hätten halt nicht immer alles gemacht und wären faul, lernen nicht oder haben keine lust... sagt die lehrerin.
naja... sie ist ja ganz lieb und nett, aber sie bringt es irgendwie nicht rüber... :icon_rolleyes:

ich wollt ja nur mal wissen ob man wirklich phasenweise dyskalkulie haben kann und ob man das echt erst ab der 5. klasse feststellen kann.
auf jeden fall hab ich nen termin beim kjp zur testung gemacht, dann weiß ich es bald sicher.

lg
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Re: phasenweise dyskalkulie???

Beitrag von ripley » 14. Februar 2012 08:08

Von einer phasenweisen Dyskalkulie habe ich auch noch nichts gehört.

Was ich mir aber vorstellen kann: In der Grundschule ist der Mathematikunterricht weitgehend auf Rechnen beschränkt: "Du hast 8 Äpfel, 3 Freundinnen sind zu Besuch bei Dir. Wie verteilst Du die Äpfel gerecht?" So etwa.
Im Gymnasium wird Rechnen zunehmend durch Mathematik ersetzt, also immer abstrakter, losgelöster von Äpfel und Birnen. Wenn man da keinen hat, der einem das nahebringt, der einem hilft, die "höhere" :breitgrinse1: Mathematik einzusortieren ins eigene Denken, in vorhandene Strukturen, ist man schnell verloren. Und ich denke, genau das passiert in dieser Klasse - eben nicht nur Deiner Tochter. Und ich denke NICHT, dass es an Deiner Tochter liegt. Es gibt leider auch in Mathematik Lehrer, die zwar Aufgaben an die Tafel schreiben können, aber nicht das zugehörige Denken, die Strategie vermitteln.

Wenn Du Zeit und ein Gespür für mathematisches Denken hast, setz Dich mit ihr zusammen. Wenn Dir eins von beidem fehlt ... dann such jemanden, der darin gut ist, und lass DEN der Tochter helfen. An der Schule wirst Du weder einen anderen Lehrer durchsetzen können, noch einen andere Unterricht DIESER Lehrerin.
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Re: phasenweise dyskalkulie???

Beitrag von gel.ice » 14. Februar 2012 16:02

danke ripley für deine antwort.
wahrscheinlich liegst du mit deinen ausführungen da richtig.
ich denke auch, dass die lehrerin es einfach nicht vermitteln kann.

allerdings geht meine tochter auf eine privatschule - ich bezahle also dafür und auch wenn das nicht im verhältnis zu den tatsächlichen kosten steht, finde ich dass der schulleiter (der übrigens sehr engagiert ist) sich seine lehrer gut anschauen sollte. ich denke der schulleiter macht das auch - nur muss er wissen was im argen ist um handeln zu können.
einige eltern wollen zum schulleiter gehen. sie sind der meinung dass diese frau mathelehrerin gehen muss.
ich halte mich da noch raus, denn ich möchte mir erst sicher sein dass meine tochter tatsächlich keine rechenschwäche hat. auch wenn es mit der hintergrundgeschichte unwahrscheinlich ist dass es an meiner tochter liegt.
außerdem bin ich dafür, dass man probleme immer erstmal versuchen sollte direkt zu klären bevor man zum schulleiter rennt. deswegen hatte ich ja auch ein gespräch mit ihr. einige eltern hatten wohl schon mehrere gespräche und sind weiterhin unzufrieden

ich war früher in mathe extrem schlecht. meine eltern hörten mal was von dyskalkulie und dichteten mir das an, weil es so ne einfache erklärung war - schließlich ist mein bruder ja auch legastheniker. getestet wurde ich nie. später, als ich schon aus der schule raus war, stellte sich bei einem test des arbeitsamtes und bei irgendeinem anderen neigungstest, den ich machen musste weil ich nicht wusste welchen beruf ich ergreifen soll heraus, dass ich doch was mathemaisches/wissenschaftliches lernen sollte - folglich hatte ich wohl nie eine dyskalkulie. mir wurde aber schon von der lehrerin in der ersten klasse ziemlich deutlich vermittelt dass ich dumm bin, weil ich mit den fingern rechnen würde. ich rechnete nicht mit den fingern, aber ich spielte vor nervosität mit meinen händen weil diese person mir angst machte. so zog sich meine matheblockade durch mein ganzes schulleben, wobei niemand merkte, dass ich in tests, die nicht bewertet wurden immer gut war und dass ich die schwierigen aufgaben in den arbeiten meist richtig hatte und die einfachen nicht, wurde immer belächelt oder der kopf drüber geschüttelt.
ich mache ja nun schon seit jahren mathehausaufgaben mit meinen kindern und es ist mir nie schwer gefallen. mein großer ist in der 7. klasse realschule und noch kann ich da locker mithalten. jedoch lass ich mich halt immer sehr schnell verunsichern weil ich mir selbst nicht traue - mir wurde ja immer gesagt dass ich mathe halt nicht kann. deswegen verunsichert es mich wohl auch so, dass meine tochter eine rechenschwäche haben soll - ich frage mich ob ich also doch eine hatte, ob das wirklich nicht nur eine blockade war und ob sowas evtl. doch auch phasenweise auftreten kann? mein erster impuls ist "quatsch, das ist doch humbug!!! das gibts doch nicht phasenweise und sowieso hat die kleine keine rechenschwäche..." aber dann schleicht sich die unsicherheit aus meinem unterbewusstsein und drückt mir aufs gemüt.

als ich heute mit meiner tochter mal die aufgaben in mathe anschaute - früher machte sie ja alles selbständig und ich musste da nie schauen und seit der 5. klasse geht sie auf eine ganztagesschule mit hausaufgabenbetreuung und bücher und hefte bleiben in der schule, da bekam ich nichts mit bisher - da sah ich, dass sie auch total unkoordiniert die rechenschritte kreuz und quer ins heft schreibt. wie soll man denn da noch wissen welcher schritt an welche stelle gehört und welches ergebnis mit welchem anderen ergebnis berechnet werden muss?
es hat ihr nie jemand gezeigt wie man therme der reihe nach richtig auflöst und untereinander schreibt, wie man aufgaben reihenfolgenmäßig sinnvoll angeht und nebenrechnungen macht. da waren klammern und zeichen, die meine tochter gar nicht kennt, geschweigedenn was damit anfangen kann und sie sagt, dass ihre lehrerin nie was erklärt und immer alles als grundwissen voraussetzt. sie muss wissen was das assiotiativgesetz und distributivgesetz etc... ist und wie man es anwendet, sie hat wohl regeln dazu die im buch stehen, aber die lehrerin hat es nie erklärt, nie eine beispielrechnung dazu gemacht oder das fremdwort übersetzt. meine tochter muss themen bearbeiten die ihr zwei jahre älterer bruder gerade in der 7. klasse erst angefangen hat.

ich habe ihr nur gezeigt wie sie übersichtlicher in ihr heft schreibt und wie sie koordinierter an die aufgaben rangehen muss, dass sie nicht durcheinander kommt und sich die aufgaben schritt für schritt ganz einfach lösen lassen und plötzlich hatte sie ein leuchten in den augen, weil ihr endlich etwas völlig undurchsichtiges klar wurde. hätt ich gewusst, dass es wohl zum teil auch nur an so einfachen dingen liegt wie übersicht im heft und koordination der rechenschritte, dann hätt ich sie mir schon lange mal an den tisch geholt mit ihren  ganzen schulsachen und das alles durchgesehen.
seither hatte ich da überhaupt keinen einblick weil die in der schule ja alles dort machen und nichts mit heim nehmen müssen. in der grundschule hab ich halt gelegentlich mal drüber geschaut, aber da war ja immer alles in ordnung.
mir scheint mein kind ist völlig orientierungslos bei dieser lehrerin und so beschreibt sie auch ihr gefühl in mathe. sie versucht verzweifelt am ball zu bleiben und meldet sich ständig, will mitarbeiten, aber die lehrerin nimmt sie nicht dran und sie hat angst davor was zu verpassen, nicht mitzukommen und nicht zu wissen was sie wann, wo und wie machen muss.

wenn ich nicht wüsste, dass die anderen lehrer total zufrieden mit ihr sind und sie sich in allen anderen fächern sehr motiviert, konzentriert und ausdauernd zeigt und da auch nie den überblick verliert, dann würd ich mich echt fragen ob sie auf der falschen schule ist, aber alle anderen lehrer sind von meinem kind überzeugt und loben sie in den höchsten tönen...

natürlich bin ich auch von meiner tochter überzeugt! - aber ein klitzekleines bisschen sitzt da die angst im nacken, dass sie ja doch eine schwäche haben könnte bzw. dass ich was übersehe. kann ja fast nicht wahr sein, dass ein kind in allen bereichen so gut ist und ich fände eine schwäche auch nicht schlimm.  :schäm: bin verwirrt. aber in zwei wochen weiß ich mehr, wenn sie erstmal getestet wurde.

lg
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Re: phasenweise dyskalkulie???

Beitrag von ripley » 14. Februar 2012 16:25

ich habe ihr nur gezeigt wie sie übersichtlicher in ihr heft schreibt und wie sie koordinierter an die aufgaben rangehen muss, dass sie nicht durcheinander kommt und sich die aufgaben schritt für schritt ganz einfach lösen lassen und plötzlich hatte sie ein leuchten in den augen, weil ihr endlich etwas völlig undurchsichtiges klar wurde.
Sieht SO Dyskalkulie aus?  :ichboss:
hätt ich gewusst, dass es wohl zum teil auch nur an so einfachen dingen liegt wie übersicht im heft und koordination der rechenschritte, dann hätt ich sie mir schon lange mal an den tisch geholt mit ihren  ganzen schulsachen und das alles durchgesehen.
Na, JETZT aber weißt Du, was Du in Zukunft tun kannst. Wenn die beiden (Bruder & Schwester) sich halbwegs verstehen, dann setz sie doch ZUSAMMEN an ihre Matheaufgaben. Durch nichts kann man das eigene Denken besser schulen, prüfen und festigen, wie durch den Austausch mit einem ähnlich "Gebildeten". Und wenn die beiden da zusammensitzen, musst Du auch nicht ständig direkt nebendran hocken, es reicht, wenn Du greifbar bist, wenn die beiden nicht weiterkommen.

Hmpf, und was "die Finger zum Rechnen beutzen" angeht - Du solltest mal unseren Junior im 12er-System rechnen sehen (macht er auch mit den Fingern). Da fiele Dir nicht mehr allzuviel dazu ein, und schon gar nicht "Rechenschwäche" (er ist sogar ziemlich gut in Mathe).

Ach so: In der Therme tankt man Wärme. Die geistigen Beißerchen aber nagt man sich an Termen ohne h scharf.
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Re: phasenweise dyskalkulie???

Beitrag von Menolly » 14. Februar 2012 16:29

meine tochter muss themen bearbeiten die ihr zwei jahre älterer bruder gerade in der 7. klasse erst angefangen hat.
Ähm.. eine überehrgeizige Lehrerin?  :icon_rolleyes:

Ich lese mir deinen Bericht hier durch und muss die ganze Zeit an eine Mathelehrerin von meinem Großen danken.
Jaa, die Kinder sind zu dumm, ihr Unterricht ist super.  :aufsmaul_2:
einige eltern wollen zum schulleiter gehen. sie sind der meinung dass diese frau mathelehrerin gehen muss.
Ich denke mal das diese Eltern auch vorher mit ihr geredet haben aber nicht weiter kamen ( und wahrscheinlich sind ihre Kinder in der Grundschule auch nicht so schlecht gewesen wie deine)
Und die Aussage dieser Frau das dein Kind die Schule doch besser wechseln soll ist frech.

Diese Lehrerin will einfach nur ihren Schnitt halten, also nur die Kinder die mit ihrer "Lehrmethode" klar kommen dürfen bleiben.

Man, sowas regt mich nun mal auf.  :schäm:
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Re: phasenweise dyskalkulie???

Beitrag von gel.ice » 14. Februar 2012 21:25

[quote="Menolly"]
Und die Aussage dieser Frau das dein Kind die Schule doch besser wechseln soll ist frech.

Diese Lehrerin will einfach nur ihren Schnitt halten, also nur die Kinder die mit ihrer "Lehrmethode" klar kommen dürfen bleiben.

Man, sowas regt mich nun mal auf.  :schäm:
[/quote]
nein nein, da muss was falsch rübergekommen sein. das hat die lehrerin nicht gesagt! sie sagte meine tochter wäre hochintelligent, nur nicht in der in mathe gefragten denkweise. dass die kleine die schule wechseln soll, hat sich meine tochter selbst ausgedacht weil sie sich zu dumm fand nach den mathemisserfolgen. und ich hab mich auch gefragt ob das gym evtl. doch zu viel für sie ist, aber laut der anderen lehrer ist es das nicht.

von wegen schnitt halten: der ist eh versaut. oder was will man von einem schnitt von 3,5 oder 4,0 anderes sagen?!

naja, überehrgeizig, dass ist sie allerdings schon! da hast du recht.
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Re: phasenweise dyskalkulie???

Beitrag von gel.ice » 15. März 2012 15:30

hallo ihr!

nun sind wir mit der dyskalkulie-testung durch.
das fatale daran ist, dass ich jetzt auch nicht schlauer bin als vorher...
der kjp stellte fest, dass sich die mathematische intelligenz meiner tochter um über 40 punkte verschlechtert hat. das heißt also ihre rechenleistung ist, wenn man es auf IQ umrechnet von 120 auf 75 abgefallen - innerhalb von 2 jahren!
der kjp sagt selbst, dass er sowas in 20jahren, in denen er praktisch tätig ist noch nie erlebt hat und es dafür keine plausible erklärung gibt.

er hat sie über mehrere termine getestet, also hat das nichts mit tagesform oder lust zu tun. sie machte die fehler in den tests auf die selbe art und weise wie in ihren klassenarbeiten oder den hausaufgaben.
nach diagnosekriterien hat meine tochter also laut ihrer aktuellen rechenleistung eine dyskalkulie. sie ist auf dem stand einer mittelmäßigen 3.klässlerin - unbegreiflich ist aber, dass sie vorher keine rechenschwäche hatte und dass sie dinge nicht mehr kann, die sie in der 4. klasse bereits gut konnte.
tests, bei denen es darum ging heraus zu finden ob sie angst vor der lehrerin, klassenarbeiten etc... hat, vielen völlig unauffällig aus.

der kjp schließt eine blockade nicht aus, aber er meinte dass auch das allein keine solch enorme verschlechterung ihrer leistungen bringen kann. eine weitere möglichkeit wäre,dass sie in der grundschule nur sehr geringe anforderungen gestellt bekam und jetzt eben sehr hohe anforderungen an sie gestellt werden - aber dann hätte sie doch dinge nicht wieder verlernt die sie schon konnte bzw. hätte diese dinge gar nicht erst gelernt.
es ist ein rätsel!

mein mann und ich haben drüber nachgedacht ob uns unsere tochter insgeheim - vielleicht auch unterbewusst - nur "verarscht" und in wirklichkeit sich nur in eine rechenschwäche reinsteigert, indem sie sich sperrt und sich quasi selbst im weg steht.
sie konnte sich schon immer extrem in irgendetwas hineinsteigern. mir fallen da einige beispiele ein...
als sie 3 war, bekam sie mit, dass die erwachsene tochter einer erzieherin starb. daraufhin steigerte sie sich so in das thema tod, dass ich ihr jeden abend versprechen musste nicht zu sterben. sie redete dauernd davon und veischerte sich ständig dass niemand in ihrer familie oder sie selbst stirbt. das ging ein halbes jahr so - jeden tag!
als ihr bruder eine brille bekam (sie war in der 1. klasse), fing sie an nicht mehr lesen zu können bzw. die lesenlernentwicklung stagnierte. wir gingen mit ihr zum optiker - sie bekam keine brille, aber ein sehtraining wegen winkelfehlsichtigkeit. neulich erst gab sie in einem ungezwungenen gespräch einfach so zu, dass sie damals extra so getan hätte als würde sie schlecht sehen um eine brille zu kriegen...
sie wollte immer ergotherapie, weilihr bruder ja auch ergo kriegte...
als sie in der 3. klasse war, fing sie ständig an sich nicht konzentrieren zu können, machte viele schusselfehler, verschlampte dinge etc... wir gingen mit ihr zum kjp weil sie auch schon immer sehr lebhaft bis zappelig war um AD(H)S ausschließen zu lassen. allerdings gab es in der schule keinerlei probleme, lehrer beklagten sich nie, sondern lobten sie nur. AD(H)S wurde nicht eindeutig bestätigt aufgrund der fehlenden problematik in der schule, wurde aber auch nicht ausgeschlossen. ich ging davon aus, dass sie ADHS hat. wir schickten sie zum marburger konzentrationstraining.
bei den aktuellen tests kam raus, dass sie keine probleme mit konzentration und aufmerksamkeit hat - so lebhaft ist sie auch nicht mehr... also kein ADHS.

so nun ist sie in der  5. klasse und ihr bruder bekommt englisch-nachhilfe, weil er da massive probleme hat seit er eine neue und sehr strenge lehrerin hat. tochter meint ihre mathelehrerin ist ja auch blöd und sie braucht auch nachhilfe. wir sagen "nein, nur weil du jetzt ein paar arbeiten versemmelt hast, brauchst du doch noch keine nachhilfe, das wird schon wieder" - schließlich kommt das gespräch mit der mathelehrerin, die dyskalkulie-testung und das unglaubliche ergebnis...

kann es denn sein, dass uns unsere tochter derart hinters licht führt nur um aufmerksamkeit zu bekommen? kann eine 10jährige wirklich so ausgefuchst sein, dass sie sogar einen renommierten kinderpsychologen verarschen kann?
ich trau ihr das zu, aber ich möchte das gar nicht glauben.
sie war schon immer sehr eifersüchtig und konnte noch nie genug kriegen -egal von was. sie steht gern im mttelpunkt und meint immer sie kommt zu kurz. obwohl wir uns die größte mühe geben, dass sie eben nicht zu kurz kommt und dass sie trotzdem dass ihr bruder in sachen schule und therapien sehr viel aufmerksamkeit und zeit braucht, auch immer zumzug kommt. sie kommt definitiv nicht zu kurz! aber sie ist egal was man mit ihr macht unersättlich und fordernd. auf der anderen seite ist sie aber auch hilfsbereit, zuvorkommend, großzügig, gutmütig und megalieb - vorallem außerhalb der familie. alle lieben sie.
ich kann grad gar nicht mehr klar denken und weiß überhaupt nicht was ich mit dem ergebnis jetzt anfangen soll...  :schäm:

lg
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ratlos! hilfe!

Beitrag von gel.ice » 15. März 2012 19:43

weiß denn keiner was dazu?  :confused:
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Re: phasenweise dyskalkulie???

Beitrag von Hannah Olga » 16. März 2012 12:02

Was für ein IQ-Test war das vor 2 Jahren und was ist das für ein Test, von dem man auf den IQ umrechnen kann?
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Re: phasenweise dyskalkulie???

Beitrag von gel.ice » 16. März 2012 15:06

es war ein K-ABC - aber es gibt keinen speziellen test den man auf IQ umrechnen kann, sondern es gibt bei den speziellen rechenleistungstests eben eine formel/bzw tabelle anhand der, der kjp umrechnen oder ersehen kann was für einem (mathematischen) IQ-wert das ergebnis entspricht.
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Re: phasenweise dyskalkulie???

Beitrag von Hannah Olga » 17. März 2012 17:00

Sorry,
von mathematischen IQ-Wert hab`ich noch nie was gehört.

Es erscheint mir allerdings unwahrscheinlich, daß ein IQ-Wert sich innerhalb von 2 Jahren um 3 Standardabweichungen nach unten verändern können soll. Darauf würde ich an Deiner Stelle nicht so viel geben, oder, wenn es Dir wichtig ist, tatsächlich noch einmal nachfragen, was genau miteinander verglichen worden ist.

Ansonsten: Du hast Zweifel am Ergebnis der Testung. Ok. Aber was vergibst Du Dir, wenn Deine Tochter an einem Dyskalkulietraining oder ähnlichem teilnimmt? Du hattest doch selbst geschrieben, daß sie unter den schlechten Zensuren in Mathematik leidet. - Sogesehen kann es doch nicht schaden, oder?

Lg
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Re: phasenweise dyskalkulie???

Beitrag von gel.ice » 18. März 2012 02:08

ich vergeb mir gar nix und ich hab auch nicht das problem damit. meine tochter hat das problem, aber was soll ihr denn ein dyskalkulietraining bringen wenn sie keine hat? sowas muss man selbst bezahlen und so locker sitzt bei mir das geld leider auch nicht...

du schreibst ja selbst, dass du es unwahrscheinlich findest dass sich ein IQ-wert um 3 standartabweichungen nach unten verändert -ich sehe das genauso.

ich brauch auch nicht nochmal nachfragen was da verglichen worden ist - ich weiß es, denn ich hab es genau erklärt bekommen und schwarz auf weiß gesehen. ich weiß wovon ich rede.
es gibt keinen speziellen mathe-IQ, aber ein IQ-test ist in verschieden bereiche geliedert - unter anderem eben die rechenleistung. für jeden bereich wird eine punktzahl ermittelt und der durchschnitt aller bereiche ergibt den durchschnittlichen IQ eines menschen.
man kann aber auch einen reinen rechenleistungstest machen und die punktzahl mit der punktzahl aus dem teilbereich "rechenleistung" eines IQ-tests vergleichen.

nur,weil du von etwas noch nie was gehört hast, heißt das ja nicht dass es das nicht gibt.

lg
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Re: phasenweise dyskalkulie???

Beitrag von Hannah Olga » 18. März 2012 14:09

Natürlich heißt es nicht, daß es etwas nicht gibt, nur weil ich nicht davon gehört habe. Das wäre ja auch noch schöner. Wie aussagekräftig so der Vergleich zwischen dem Untertestbereich des IQ-Testes und der Umrechnung des Rechentestes ist, vermag ich auch nicht zu beurteilen.
Du hast ja schon einige "Fehlerquellen" beim Rechentest ausgeschlossen. Tagesform, Angst vor der Mathelehrerin ect. Andererseits sagst Du die Fehler seien ähnlich gewesen wie im Matheunterricht aktuell und daß Deine Tochter jetzt Fehler macht, die sie in der 4. Klasse nicht gemacht hat.

Daß nun plötzlich eine Dyscalculie nach so vielen Jahren bestehen soll, erscheint mir auch unwahrscheinlich. Eine Blockade wäre denkbar, zumal sie ja ehrgeizig ist. Ich meine damit nicht Angst vor der Lehrerin, sondern vor den Aufgaben. - Könnte möglicherweise eine Erklärung für das Testergebnis sein, zumal Du sagst, daß Deine Tochter sich in Dinge hineinsteigern kann. - Deine Tochter ist aber auch überdurchschnittlich intelligent. Da kann es auch sein, daß eine Menge Fehler bei solchen Aufgaben entstehen, die als nicht herausfordernd und dementsprechend langweilig erlebt werden. Könnte es nach Deinen Beobachtungen in diese Richtung gehen? Gelingen ihr schwierige Aufgaben besser als leichte Routineaufgaben?

LG

H.O.
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Re: phasenweise dyskalkulie???

Beitrag von gel.ice » 18. März 2012 20:39

ja hans, es könnte schon in diese richtung gehen.  :ja: aber ich denke dass das doch ein kjp auch sehen müsste. vorallem der bei dem meine tochter ist, weil er sehr erfahren ist und kompetent. er hat einen weitverbreiteten sehr guten ruf. ich kapier das einfach nicht und ich bin schon etwas enttäuscht, dass ich da jetzt da stehe und keinerlei nutzbare hilfe habe.

lg
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Re: phasenweise dyskalkulie???

Beitrag von Menolly » 19. März 2012 13:06

hm, hast du sie mal mit deiner Vermutung Konfrontiert?
So wie du es nämlich schilderst, würde ich ihr jetzt die Pistole auf die Brust setzen.

Ernsthaft, für mich hört es sich wie eifersuchtsspielchen an, und da hört jetzt so langsam der Spaß auf.
Vielleicht musst du ihr jetzt klar machen, wenn sie das ganze nur vortäuscht, sie sich selber das Leben und die Zukunft verbaut.
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