Probleme mit dem Rechnen als Erwachsene

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Lovrel
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Re: Probleme mit dem Rechnen als Erwachsene

Beitrag von Lovrel » 29. Juli 2011 12:17

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Als Mathematiker beschäftigt man sich in der Regel nicht mit so banalen Dingen wie Kopfrechnen.  :breitgrinse1:
Computer können sowas wesentlich schneller und zuverlässiger.  :smt023:

Da geht es nur um logisches Denken, darum abstrakte Strukturen zu erkennen und auf dieser Basis Sätze aufzustellen und die Beweise dieser Sätze zu erarbeiten.
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Erna
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Re: Probleme mit dem Rechnen als Erwachsene

Beitrag von Erna » 29. Juli 2011 13:08

[quote="Lovrel"]

Als Mathematiker beschäftigt man sich in der Regel nicht mit so banalen Dingen wie Kopfrechnen.  :breitgrinse1:
Computer können sowas wesentlich schneller und zuverlässiger.  :smt023:

Da geht es nur um logisches Denken, darum abstrakte Strukturen zu erkennen und auf dieser Basis Sätze aufzustellen und die Beweise dieser Sätze zu erarbeiten.


[/quote]

Hm, spannend .... sorry
Lieben Gruss

Erna
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Lovrel
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Re: Probleme mit dem Rechnen als Erwachsene

Beitrag von Lovrel » 31. Juli 2011 16:32

Hm, spannend .... sorry


Was willst du mir damit nun mitteilen  :fr:
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Das.Ich
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Re: Probleme mit dem Rechnen als Erwachsene

Beitrag von Das.Ich » 31. Juli 2011 18:15

Ich liebe Mathe!!....aber wehe es fragt mich jemand was oO

Mathe ist wirklich fast immer mein Lieblingsfach gewesen. Aber wehe, jemand nimmt mir meinen Taschenrechner.
Ich kann absolut kein Kopfrechnen. selbst beim kleinen 1x1 komm ich ins straucheln.
Und wehe ich soll im Kopf Minusrechnen. Oder große Zahlen addieren. Das kann jeder Grundschüler besser als ich.

Wenn mir jemand Telefonnummern geben will..dann bitte Ziffer für Ziffer!!! Wieso macht das keiner? Warum nicht 5, 7, 9, 4? Warum siebenundfünfzig, vierundneunzig?? Da muss ich drei mal überlegen und trotzdem korrigieren, weil ich einen Zahlendreher drin hab.

Und das Alphabet kann ich - wenn ich es von Anfang bis Ende aufzählen soll!
Aber fragt bitte nicht, ob K vor R kommt. Oder P vor T - Da muss ich erst das ganze Alphabet durchgehen...

Aber dennoch. ich liebe Zahlen, ich liebe Rechnungswesen, Mathematik, etc. Und solange ich einen Taschenrechner auf der Arbeit hab, kann ich meinen Beruf auch ausüben. Ansonsten würde man mich wohl kündigen...
Jeder ist ein Superheld, wenn er sich nur für super hält!
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Re: Probleme mit dem Rechnen als Erwachsene

Beitrag von Stancy » 13. August 2011 22:45

Mir ist es oft sooo dermaßen peinlich und da sage ich sogar NEIN zu Kniffel  :baw: :eusa_doh:

Ich brauche einfach zu lange, dumme und blöde Augen von Würfeln abzuzählen und bevor ich es dann nach Minuten selber mir stark errechnet habe, sagen mir meine Mitspieler die Ergebnisse vor.
Oder selbst beim einkaufen...vorher wird alles aufgerundet was z.B 1,50 € kostet wird auf 2,00 € gerechnet, damit ich nicht ins schwanken komme, hört sich blöde an, aber so kann ich mit einem guten Gewissen einkaufen gehen.
Ich wusste nie ob ich heulen sollte, wo ich die Dyskalkulie bekannt bekommen habe...ich habe mich gefreut, endlich wusste ich, ich bin nicht dumm, doof oder sonstwas.


ABER ab September soll ALLES besser werden, fange nämlich in einem Berufsbildungswerk meine Ausbildung zur Mediengestalterin an und ich hoffe ganz fest und stark daran, dass ich es schaffen kann.
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Lumi
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Re: Probleme mit dem Rechnen als Erwachsene

Beitrag von Lumi » 14. August 2011 14:25

Huhu,

ohne Medis sieht es bei mir mit dem Rechnen auch ziemlich verboten aus.

[quote="MrsKleeblatt"]
Aber normal verwechsel ich Zahlen ständig miteinander. Es gibt ja nur 10 Ziffern, und die sind sich alle so ähnlich...[/quote]

Daran muss ich jetzt denken, wenn ich ohne Medis versuche zu rechnen/etwas gefragt werde. Ich taufe Zahlen gerne mal spontan um oder schreibe die falsche Zahl auf, wenn ich die richtige sage.

Im mathematischen Denken bin ich gut und die Zusammenhänge machten mir in der Schule stets viel Spaß, doch die Unkonzentriertheit führte ab der 5. Klasse in Klausuren zu selten etwas besserem als “ausreichend”, in der Oberstufe dann hinab zum “ungenügend”.

Nachhilfe hatte ich kurz probiert und wieder sein gelassen, nachdem es keinen Effekt hatte. Es hieß da von allen: “Du weißt doch, wie das geht, außer du quatscht im Unterricht! Du müsstest eine gute Note schreiben, du darfst nur nicht ständig vergessen, was du tun musst oder gerade gerechnet hast und besser aufpassen!”

Da wusste ich noch nicht/wollte nicht wissen, dass es am ADHS liegt.

Bei meiner ersten IQ-Testung vor der ADHS-Testung stand dann schnell der Verdacht auf eine Rechenschwäche fest, weil das Kopfrechnen bei mir nicht gerade besonders ging.

Mit Medis sieht das echt anders aus. Bei mir ist die deutliche Schwäche im Rechnen ausschließlich auf dem ADHS begründet und verbessert sich mit MPH. Wechselgeld, Preise, Rechnungen, Geburtstage, Datumsangaben kann ich endlich zeitnah und korrekt durchrechnen ohne großartig darüber nachzudenken, das geht einfach so. Rechnen macht also doch Spaß – ich hasse es aber weiterhin überzeugt ohne Medis, denn da lasse ich lieber für den Moment wen anders rechnen.

LG
Lumi
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caithlin
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Re: Probleme mit dem Rechnen als Erwachsene

Beitrag von caithlin » 14. August 2011 15:45

Lustig diesen Tread zu lesen. Ich fülle mich nicht mehr so allein mit meiner Rechenschwäche.
Auch ich habe das Verständnis schon aber kann trotzdem kaum kopfrechnen. Es geht so langsam!  Auf Papier gehts gerade so, ich verheimliche das meine Kinder (Grundschulalter) schon ein bisschen... :eusa_doh:
Ich habe es bisher noch nicht mit ADS in Verbindung gebracht (habe mich auch noch nicht testen lassen), aber wenn ich das so lese könnte es schon bei manchen damit zu tun haben. Mmmm...
caithlin
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Re: Probleme mit dem Rechnen als Erwachsene

Beitrag von Stancy » 14. August 2011 20:18

Als ich das Ergebnis von dem Zareki-R Test bekommen habe, wurde ich gefragt, ob ich mal einen Sturz erlitten habe...nein habe ich nie und zu beantwortung reichte es wohl, als ich sagte, ich hätte schon seit der 1. Klasse massive Probleme mit der Mathematik.

Das reine mathematische Verständnis ist bei mir auch da - aber alles wo es dann um das Kopfrechnen geht, ist nicht vorhanden.
Wenn mich jemand fragt, beschreibe ich das immer so, als ob in meinem Kopf eine Mauer wäre und ich auch keine Lösungen bei Kettenaufgaben im Kopf erreichen kann...ich komme da absolut nicht rüber!

Ich weiß wie lang 1 Meter ist und ich kann auch gut abschätzen, wie viele Murmeln sich in einem Glas befinden.
Aber wenn es um Kopfrechnen geht oder allgemeines Rechnen OHNE Taschenrechner werde ich regelrecht aggressiv...es muss immer alles schnell gehen, bloß keine Fehler und dann habe ich den Salat.
Damals hatten sie auch so Flüchtigkeitsfehler bei Diktaten in Deutsch bei mir versammelt, obwohl ich in Deutsch hervorragend bin...hauptsache ich bin mit schreiben fertig, aber andere brüten immer noch vorm Heft.
Genauso geht es in Mathe...aber aggressiv eben...ich komme selten auf die richtigen Lösungen, nein eher wird ein Bleistift zerkaut oder durchgebrochen  :schäm:

Aber eines ist gut, seitdem ich die Teilleistungsschwäche mitgeteilt bekommen habe, habe ich wieder ein Meilenstein mehr erreicht.

@caithlin
Ehrlich gesagt glaube ich schon länger daran, dass das ADS sich auch bei mir verlaufen hat und dadurch weil es unbehandelt war/ist, sich zu einer Persönlichkeitsstörung ausgewachsen hat.
Ich versuche noch mal das abklären zu lassen...vielleicht wieder ein Meilenstein, aber vielleicht auch wieder ein Rückschritt.

Alles Liebe!
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Chaosprinzessin85
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Re: Probleme mit dem Rechnen als Erwachsene

Beitrag von Chaosprinzessin85 » 18. Oktober 2012 00:04

Ohohoh...die liebe Mathematik...wir haben uns noch nie so wirklich verstanden wir zwei   :ja1: Hab schon in der ersten Klasse bei meiner Banknachbarin abgeschrieben  :schäm: Meine erste 6 in einer Klassenarbeit hatte ich in der vierten Klasse..hin und wieder gabs aber schon mal Themen, die ich halbwegs oder sogar ganz verstanden habe  :froi1:

Beim Kopfrechnen ists bei mir auch so, wenn es einfache und kleine Zahlen sind, gehts relativ problemlos, bei größeren gehts auch noch einigermaßen...etwas langsamer halt (und mit kleineren "Tricks"). Aber wenns dann kompliziertere und wirklich große Zahlen sind, wirds happig  :icon_eek: Einmaleins ist auch nimmer so wirklich drin, grade, wenns um größere Zahlenbereiche geht...

Nach der 6. Klasse (Hauptschule) hatte ich die Wahl zwischen Realschule und Wirtschaftsschule...hab mich für Letzteres entschieden, weil man da nur noch in der 7. Mathematik hatte, wenn man ab der 8. dann den kaufmännischen Zweig gewählt hat (hab ich getan)...da gabs dann "nur" noch Wirtschaftsrechnen, was noch ganz ok und relativ verständlich für mich war...in der 9. und 10. Klasse gabs dann gar kein Mathe mehr!
Ich bereue es schon irgendwie...ist zwar mittlere Reife, aber dann noch schulisch weitermachen fiel für mich flach, da man es halt doch überall braucht  :108:

Auf Dyskalkulie bin ich nie getestet worden...ich geh aber mal schwer davon aus, dass ich das habe  :Frag:
Chaosprinzessin

"Was du mir sagst, das vergesse ich. Was du mir zeigst, daran erinnere ich mich. Was du mich tun lässt, das verstehe ich."

:schaukel:
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Hanghuhn
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Re: Probleme mit dem Rechnen als Erwachsene

Beitrag von Hanghuhn » 18. Oktober 2012 06:28

[quote="agathe"]
????????????????? wie kommt man dann dazu, diplommathematiker zu werden?? respekt...   [/quote]
Je höher die Mathematik ist, umso weniger hat sie tatsächlich mit Zahlen zu tun.

Nach meiner Information sollen einige Menschen mit Dyskalkulie weniger Probleme mit der höheren Mathematik als mit dem Rechnen haben. Bloß welcher Pädagoge kommt bei einem Kind, das sich bei einfachsten Rechenaufgaben schwer tut, auf die Idee, dass dieses Kind einen Faible für höhere Mathematik haben könnte?

[quote="caithlin"]
Lustig diesen Tread zu lesen. Ich fühle mich nicht mehr so allein mit meiner Rechenschwäche.   [/quote]
Hier geht es nicht um Rechenschwäche, sondern darum, wie oder ob sich AD(H)S auch auf die Fähigkeiten beim Rechnen auswirkt. Hast Du wirklich eine Rechenschwäche, oder hast du ähnliche Probleme und propagierst sie einfach als Rechenschwäche?

Kopfrechnen geht bei mir so lala. Womit ich Probleme habe, das sind Kettenaufgaben, die man im Kopf lösen soll. Beliebtes Spiel in der Grundschule: Die Lehrerin stellt eine leichte Rechenaufgabe, das Ergebnis soll mit der nächsten leichten Aufgabe verknüpft werden usw. Man darf nichts aufschreiben und nach ein paar Sekunden geht es gleich weiter.
(Bspl.: 5+4? Ergebnis*8? Ergebnis-7? ...)
Irgend wann geht mir der Faden verloren, und ich weiß das Ergebnis der letzten Rechnung nicht mehr, dann geht's in meinem Kopf drunter und drüber. Ich gebe dann auf und rechne nicht mehr weiter.
Zuletzt geändert von Hanghuhn am 18. Oktober 2012 06:31, insgesamt 1-mal geändert.
LG Hanghuhn
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caithlin
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Re: Probleme mit dem Rechnen als Erwachsene

Beitrag von caithlin » 18. Oktober 2012 21:32

@hanghuhn
Ich nehme an daß es genau genommen keine Rechenschwäche bei mir ist, da das Verständnis schon da ist. Mit höhere Mathematik kann ich tatsächlich mehr anfangen. Aber du hast es ziemlich genau beschrieben: bei diesen Rechenketten (oder auch Kniffel  :icon_rolleyes:) rechne ich zu langsam...
Haber wohl bemerkt daß es mit etwas Übung (was ich in der Grundschule irgendwie vermieden habe) um einiges schneller wird.
caithlin
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