Probleme mit dem Rechnen als Erwachsene

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Arual
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Probleme mit dem Rechnen als Erwachsene

Beitragvon Arual » 21. Januar 2011 10:35

Liebe Andersweltler,

ich habe Probleme mit dem Rechnen, die nicht mit einer  Dyskalkulie erklärt werden können. So hatte ich keinerlei Probleme mit dem Rechnen in der Grundschulzeit und habe keine Abstraktionsdefizite im elementaren Zahlen- und Operationsverständnis, wie bei Dyskalkulien beschrieben wird. Ich habe Rechnen immer verstanden und nichts auswendig gelernt.

Dennoch habe ich massive Rechenprobleme, die sich sowohl im Alltag, als auch in der psychologischen Testung des rechnerischen Denkens zeigen. Ich habe nun gelesen, psychologische Tests zum rechnerischen Denken vor allem dazu dienen, die Aufmerksamkeit und das Arbeitsgedächtnis zu testen. Ich habe auch stark im Verdacht, dass meine Rechenprobleme eine direkte Folge von AD(H)S sind und mit den Problemen mit dem Arbeitsgedächtnis zu erklären sind.
Was mich in dem Zusammenhang schon wundert ist, dass ich noch nicht gelesen habe, dass Menschen mit AD(H)S allgemein im Rechnerischen Denken Defizite hätten. Warum ist das wohl so? Auch mein Arzt hat soetwas nicht erwähnt.

Jetzt will ich einfach mal fragen. Wie ist es bei Euch? Kommt ihr mit AD(H)S ohne Medikamente, vorausgesetzt ihr habt KEINE Dyskalkulie, im Bereich der Grundrechenarten klar? Oder kennt ihr das auch, dass ihr z.B. Schwierigkeiten mit einfachen Additionen oder Subtraktionen habt?
Bei mir liegt es daran, dass ich mir weder die Zwichenergebnisse beim Rechnen, noch die Zahlen, mit denen ich rechnen will merken kann.
Wenige Probleme habe ich, wenn ich mir wirklich JEDES Zwischenergebnis aufschreiben kann. Dann Rechne ich zwar immernoch sehr langsam und es schleichen sich schnell sogenannte Flüchtigkeitsfehler ein, aber so kann ich es immerhin überhaupt.
Aber frag mich mal was 36 + 14 ist... Wenn ich dann denke, dass 4+6=10, dann habe ich schon wieder die beiden Zahlen vergessen, die ich addieren sollte, oder zumindest bin ich mir dann nicht mehr so wirklich sicher, welche Zahlen das nochmal waren. Spätestens wenn ich aber 3 Zahlen addieren soll geht kaum mehr etwas.

Habt ihr mit AD(H)S auch diese Schwierigkeiten? Geht das mit Medikamenten weg?

Viele Grüße,

Laura
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Donovan
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Re: Probleme mit dem Rechnen als Erwachsene

Beitragvon Donovan » 21. Januar 2011 13:49

Hahahaha, Du redest mir aus der Seele. Ich hatte eine 10 für Mathe (in Holland rechnet man Schulnoten von 0-10, wo bei 6 aus gerade noch genügend gesehen wird) im Gymnasium, aber was Du da beschreibst, das erkenne ich wieder!

So habe ich bis heute Probleme mit 7 x 8 oder 8 x 8 oder 7 x 9.

Oder Addieren wenn es mehr als 10 Unterschied gibt (15 + 28) oder noch schlimmer, wenn es mehr als 100 und mehr als 10 Unterschied gibt: 96 + 38. Oder Subtrahieren wenn es mehr als 10 Unterschied gibt: 112 - 33.

Nach ein Bisschen "flackern", geht mir da zuerst mal das Licht aus. Danach muss ich sehr mühsam und oft visuell die Rechnung machen, alsob ich Papier verwenden würde!

Das Gleiche passiert mir bei Physik und Mathe mit Formeln. Meistens merke ich mir ein Paar Basisformeln, aber alle abgeleitete Formeln verliere ich im Kopf. Wenn ich die lernen würde, würde ich sie anfangen zu mischen.

Bei den Prüfungen war ich also oft damit beschäftigt, die benötigte Formel zuerst abzuleiten! Ich verlor damit viel Zeit, aber der Vorteil war, dass man die Thematik wirklich gemeistert hat und das schaffte wieder Geschwindigkeit.
Gruss, Donovan.

Ironie & rhetorische Fragen verstehe ich oft buchstäblich. Bitte um Verständnis, Verzeihung und falls möglich Vermeidung.

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BlackLady
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Re: Probleme mit dem Rechnen als Erwachsene

Beitragvon BlackLady » 21. Januar 2011 16:02

Hmmm obs bei mir genauso ist wie bei dir weiß ich nicht. Außerdem bin ich ja noch nicht diagnostiziert.

Aber ich kann über mich sagen, das Rechnen eigentlich gut läuft, ich das meist auch alles verstehe und eigentlich KANN.
Jedoch bin ich unheimlich langsam und unsicher im Kopfrechnen.
Außerdem verzettel ich mich oft, und mach unnötige Flüchtigkeitsfehler. Immer und immer wieder.
Aber verstanden hab ich das alles


Tjaaaa es ist halt wie es ist.
Ich habe ein Motivationsproblem - solange bis ich ein Zeitproblem hab....


Wer mich für KOMPLIZIERT hält,
hat nur keine Lust
sich mit meiner EINZIGARTIGKEIT
auseinander zu setzen
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Re: Probleme mit dem Rechnen als Erwachsene

Beitragvon graffiti » 21. Januar 2011 18:34

noch eine  :ichboss:

- ich kann genauso wenig sicher zählen wie ich das alphabet sicher kann (brauche bei den einfachsten zählereien oder bei alphabetischer reihenfolge immer mehrere durchgänge - & mache immer noch fehler).
natürlich kann ich zählen, natürlich kann ich das alphabet.
nur wenn ich das wissen anwenden soll, komme ich 8 von 10x durcheinander - & das auch 5x hintereinander, wenns denn sein muß.

- kopfrechnen ist eine katastrophe - ich mache keine wichtige kopfrechnung, ohne sie zumindest am taschenrechner zu kontrollieren.
sogar einfache beträge im laden ausrechnen - bevor ich mich blamiere, indem ich zu viel geld verlange, blamier ich mich lieber, indem ich den taschenrechner benutze.

- seltsamerweise habe ich aber ein gutes mathematisches verständnis (so weit, wie mathe etwas mit praxis zu tun hat - abstrakte mathematik ist jenseits meiner vorstellungskraft).
formeln merke ich mir nicht, ich konstruiere sie jedesmal neu - schneller, als andere nachschauen.

- ich habe eine zeit lang mathe bei schulversagern unterrichtet - & mein ganzer stolz war immer, daß ich die meisten so weit bringen konnte, daß sie spaß an mathe hatten ... & ganz vieles endlich verstanden haben, was sie vorher nie kapiert hatten - & irgendwann dann auch verweigert hatten.
die waren immer völlig verblüfft darüber, wie ihnen jemand endlich mathe verständlich machen konnte, aber für 15 + 7 den taschenrechner brauchte.

zahlen & mathe haben offensichtlich ebenso wenig miteinander zu tun wie buchstaben & die fähigkeit, zu lesen & zu schreiben.
bin ich froh, daß ich mir diese nachdenk-zigarette nicht angezündet habe, als ich die gasleitung abgemäht habe :icon_mrgreen:<br />oder: alles wird gut.
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Donovan
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Re: Probleme mit dem Rechnen als Erwachsene

Beitragvon Donovan » 21. Januar 2011 21:25

@Grafitti: Hahahaha. Genau.

Hast Du mal einen IQ Test gemacht? Auffälligkeiten?
Gruss, Donovan.

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Re: Probleme mit dem Rechnen als Erwachsene

Beitragvon graffiti » 22. Januar 2011 08:44

donovan schrieb:
Hast Du mal einen IQ Test gemacht? Auffälligkeiten?

keine auffälligkeiten außer sprach- & logik-lastigkeit - bei iq-tests bin ich super-konzentriert gewesen  :ichboss: da konnte ich auch reihenfolgen halten.

was wieder mal belegt, daß es unsinn ist, von einem iq-test aufs richtige leben zu schließen.
bin ich froh, daß ich mir diese nachdenk-zigarette nicht angezündet habe, als ich die gasleitung abgemäht habe :icon_mrgreen:<br />oder: alles wird gut.
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Donovan
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Re: Probleme mit dem Rechnen als Erwachsene

Beitragvon Donovan » 22. Januar 2011 15:46

Ich frage, weil eben bei mir auch öfters gerade im Logikbereich eine HB diagnostiziert wurde.
Gruss, Donovan.

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Re: Probleme mit dem Rechnen als Erwachsene

Beitragvon agathe » 22. Januar 2011 18:00

ich kann kein mathe, ich kann keine chemie, ich kann keine physik..
ich kann keine formeln...
ich kann nix, was abstrakt ist..
was ich gut konnte, war geometrie und diese sinus-cosinus geschichte.. da hat man wenigsten GESEHEN, um was es ging, das war bildlich..

aber ich kann wunderbar praxisnah rechnen, ich bin gut im geld einteilen und zusammenhalten..

und da ich im wirklichen leben so gut wie nie eine wurzel ziehen oder wertigkeiten berechnen muss, stört mich das auch nicht so sehr..
was sehr lästig ist, sind allerdings meine ewigen zahlendreher- da hab ich mir schon manche rechnung mit versaut...
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Seven_OfNine
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Re: Probleme mit dem Rechnen als Erwachsene

Beitragvon Seven_OfNine » 22. Januar 2011 20:34

Oh ja Zahlendreher... Da bin ich auch Weltmeister drin.
Ich bin auch recht langsam im Kopfrechnen, weil ich Probleme habe
mir die Zwischenergebnisse zu merken. Irgendwie merke ich mir zwar die
Ziffern einer mehrstelligen Zahl, aber ich bringe dann schon mal gerne
die Reihenfolge durcheinander. Bei mir liegt es auch nicht an dem
Verständnis. Schließlich habe ich ein Studium mit viel Mathematik gepackt.

LG
Seven
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Re: Probleme mit dem Rechnen als Erwachsene

Beitragvon knuddl28 » 19. März 2011 17:52

:froi1: :froi1: ich bin sooooooooooooo froh das ich damit nicht alleine bin! Ich habe mit den ganzen Kopfrechenarten etc. derartige Probleme,trotz 6 Jahre intenisver Mathenachhilfe,welche speziell auf Dyskalkulie abgestimmt war!
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Re: Probleme mit dem Rechnen als Erwachsene

Beitragvon MrsKleeblatt » 19. März 2011 19:35

Also als direkt "Probleme mit dem Rechnen" würde ich das bei mir nicht bezeichnen. Allerdings: Natürlich habe ich Probleme, mir Zwischenergebnisse zu merken. Ich habe überhaupt probleme, mir irgendeine Zahl zu merken.
Ich weiss nicht mal bei den meisten Grundnahrungsmitteln, wieviel sie ungefähr kosten. Im Supermarkt stehen mir einfach zuviele Zahlen und andere Sachen (wahrscheinlich, klar, wenn ich ganz akut enorm viel mit dem Geld rechnen müsste, dann müsste ich auch tricks finden, mir Preise zu merken.
Aber normal verwechsel ich Zahlen ständig miteinander. Es gibt ja nur 10 Ziffern, und die sind sich alle so ähnlich...

So dauert rechnen natürlich deutlich länger. Aber ich kann rechnen. Ich kann mir nur Zahlen nicht merken, wie ich mir so viele andere Details auch nicht merken kann.

Formeln habe ich mir auch immer selbst hergeleitet (oder aus dem Tafelwerk abgeschrieben) - auch nach dem 1.000 Mal noch.

In Mathe bin ich nie ausgestiegen, weil irgendwas logisch zu schwierig wurde, sondern weil ich i.d.R. die einzelnen Zwischenschritte um etwas zu verstehen nicht alle auf einmal zur richtigen Zeit alle im Kopf haben konnte. und dann noch was damit machen...

Es ist kein Zahlen- oder Rechenspezifisches Problem bei mir. Man könnte das auch mit Namen, dem Alphabet oder Gegenständen bei mir machen.
:willi: 6 (08)
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Re: Probleme mit dem Rechnen als Erwachsene

Beitragvon agathe » 19. März 2011 22:26

>>Es gibt ja nur 10 Ziffern, und die sind sich alle so ähnlich..<<

ich schmeiß mich weg  :froi1:-- das hätte original von mir sein können...
ich gehe soweit, zu sagen: ne null hat keine aussagekraft, das ist ja nur ne null...
öhem, ja.................
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Re: Probleme mit dem Rechnen als Erwachsene

Beitragvon LacrimaMea » 29. Juni 2011 16:05

Das mit dem Matheproblem kenn ich leider nur zu gut. Ich kann zB kein Kopfrechnen, da verhabbel ich mich immer und weiß nimmer wo der Anfang war. Wenn ich das Alphabet aufsagen soll, is bei mir auch Schicht im Schacht. Dabei hatte ich in der Schule meist gute Zensuren in Mathe (hab die formeln einfach auswendig gelernt). Damals gabs mal nen IQ-Test, da kam raus, das ich extrem kreativ sei und sehr gut im sprachlich kognitiven Bereich bin. Mathe oder logisches denken oder merkfähigkeit durchschnitt bis stark unterdurchschnittlich. Auch mit der Konzentration haperte es oft. Leider hat mich niemand zu Spezialisten geschickt, sodass daran nie gearbeitet werden konnte...

heute isses so, das ich Kopfrechnen kaum kann. So kleine Zahlen kein thema. Aber sobald ein unterschied von über 10 ist is der Ofen aus bei mir. + und - sind bei kleineren Zahlabständen kein Thema (solangs unter 100 ist) bzw bei kleineren zahlen aber wenn zb gefordert wird 23+39 is Schicht im Schacht. Genauso isses mit Multiplizieren und Dividieren oder Bruchrechnen, Prozentrechnen usw is auch ein riesiges Problem.

Besser klar kam ich mit Geometrie, wo ich nur zeichnen konnte. Das ging oooohne Probleme. Aber sobald die Aufgabe war, das ich ein 3,12cm sowiso seite zeichnen sollte und das im quadrat usw war vorbei.

Auf Dyskalkulie wurde damals nicht geprüft. Das will ich jetzt nachholen wenn machbar :)
:biene: 82
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Erna
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Re: Probleme mit dem Rechnen als Erwachsene

Beitragvon Erna » 29. Juni 2011 17:36

Ich brauch nix mehr schreiben...trifft alles auf mich zu  :upsi:
Lieben Gruss

Erna
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In_a_maze
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Re: Probleme mit dem Rechnen als Erwachsene

Beitragvon In_a_maze » 25. Juli 2011 03:00

ne dyskalkulie wurde bei mir auch nie festgestellt .. aber probleme in mathe und chemie und physik hatte ich ab dem gymnasium.
in chemie waren die stoffgleichungen das problem - immer wenns ums berechnen von anzahlen ging.
physik .. selbes spielchen .. wobei physik mir noch sympathisch war,das ich die meisten dinge beobachten und sehen konnte .. sie also anschaulich waren

in meiner Mathe abiturprüfung hatte ich in der schriftlichen prüfung sogar 0 punkte weswegen ich in die nachprüfung musste (nach der ichs doch noch geschafft hab)

kopfrechnen is schon anstrengend wenn ich zwischenergebnisse brauche aber es geht .. generell hat mir meine abi nachhilfe damals ans herz gelegt IMMER nen taschenrechner zu benutzen weil ich massig flüchtigkeitsfehler mache.

wenn es um mathe geht versteh ich meist erst garnicht wie etwas funktioniert oder zu berechnen ist .. oder ich sehe nicht wann ich es anwenden kann/sollte.
in der regel vergesse ich aber vorher wie etwas ging ..
war ziemlich frustrierend .. das viele lernen .. dann können .. dann vergessen .  "ich konntes doch schon,verdammt ?!"  :eusa_doh: also wieder lernen .. dann wieder gekonnt .. aber nen tag später .. wieeder weg ..   

wenn etwas anschaulich war hatte ich noch gute chancen .. aber mit formeln und nur zahlen konnte ich einfach 0 anfangen :fr: ..

manchmal hat es was gebracht mir die dinge in WORTEN zu erklären ..  aber n großes mathe genie bin ich bis heute nicht .

bleibe ich einmal bei ner rechnung hängen (ich rede von abi mathe)  is es AUS .. alleine mathe lernen war also auch nie drin .. brauchte immer jemanden der mir ne hilfe geben konnte im notfall .. gegen ende saßen die sachen einigermaßen.. aber trotzdem ..

am meisten hab ich ja textaufgaben gelieeeeeebt  :aufsmaul_2:  ich hab meist angefangen was zu rechen .. und hatte am ende ein ergebnis von dem ich weder wusste was es jetzt war noch wozu ich es jetzt ausgerechnet hatte ..
ging meist die ganze rechnung so ,dass ich vergessen habe was ich eigentlich ausrechen will und was ich um da hin zu kommen gerade überhaupt ausgerechnet hab.

dazu kommt - was mir jeder lehrer bestätigte  und daher auch beim abi zum problem wurde : ich brauche für alles extreeeeeeeeeeeeem lang ..
für die banalsten rechenvorgänge die ich eigentlich verstanden hab brauch ich schonmal mindestens doppelt so lang wie andere.

worans meistens scheitert ist allerdings wenn ich was dann endlich kann , bringe ich die dinge durcheinander und in meinem kopf entsteht ein riesiges wollknäul .. aus an sich stimmenden infos die ich nur untereinander den falschen rechenvorgängen zuordnen. 


ich hasse mathe nicht ..im grunde ist es ja super intressant und nützlich .. nur führt die auseinandersetzung damit leider meist nur zu großer frustration =(
bin halt einfach im sprachlichen besser . nichts anderes sagte die iq tests .. alles weit überm durchschnitt. . nur mathe war bei mir offensichtlich durchschnitt.
in allen anderen fächern hatte ich in der schule so nie probleme .. ich war nicht sehr gut darin aber habs ohne je gelernt zu haben auf ein gut bis mittelfeld gebracht ..  nicht so mit mathe .. da hatt ich wie eben beschrieben arge probleme.
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Re: Probleme mit dem Rechnen als Erwachsene

Beitragvon agathe » 25. Juli 2011 10:28

[quote=&quot;In_a_maze&quot;]

wenn es um mathe geht versteh ich meist erst garnicht wie etwas funktioniert oder zu berechnen ist .. oder ich sehe nicht wann ich es anwenden kann/sollte.

am meisten hab ich ja textaufgaben gelieeeeeebt   :aufsmaul_2:  ich hab meist angefangen was zu rechen .. und hatte am ende ein ergebnis von dem ich weder wusste was es jetzt war noch wozu ich es jetzt ausgerechnet hatte ..
ging meist die ganze rechnung so ,dass ich vergessen habe was ich eigentlich ausrechen will und was ich um da hin zu kommen gerade überhaupt ausgerechnet hab.


ich hasse mathe nicht ..im grunde ist es ja super intressant und nützlich .. nur führt die auseinandersetzung damit leider meist nur zu großer frustration =(
bin halt einfach im sprachlichen besser .

[/quote]

da hast du meine probleme sehr genau beschrieben.. :winken:
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Re: Probleme mit dem Rechnen als Erwachsene

Beitragvon Evie2807 » 25. Juli 2011 11:34

OH ja Mathe :108: auch bei mir ein leidiges Thema :icon_rolleyes:

Die gesamte Schulzeit hindurch hat mich dieses Fach verfolgt :108: und ich muss gestehen, ich kann bis heute noch nicht das große 1x1 :schäm: das kleine geht so grade :zwink:

Hingegen habe ich mit den Grundrechenarten keinerlei Probleme, auch beim Kopfrechnen klappt es eigentlich wunderbar (wenn auch etwas langsamer) und Prozentrechnung habe ich immer gern gemacht (und muss ich auch heute noch oft beruflich machen).

In der Schule war ich im Fach Mathe immer im Mittelfeld vertreten, im sprachlichen Bereich dagegen immer in der Oberklasse :ja: Aber ich habe auch einen Sprachknubbel (sagen unsere Holländer immer :breitgrinse1: )

Ich spreche drei Sprachen fließend (auch in Wort und Schrift) und lerne Sprachen sehr schnell. Niederländisch konnte ich innerhalb weniger Monate fast perfekt und die niederländische Korrespondenz im Hotel wurde auch von mir verfasst. Aber wenn man fast 60% niederländische Gäste hat, dann ist es unheimlich praktisch, diese Sprache zu verstehen und sie auch sprechen zu können :ja:

Mein Großer hat auch einen Sprachknubbel und in Mathe dieselben Probleme wie ich :breitgrinse1: Der Kleine hingegen rechnet schon seit einem Jahr Aufgaben im Zehnerbereich im Kopf, obwohl er erst jetzt nach den Ferien in die Schule kommt :icon_eek: - der kommt wohl mehr auf den Papa - der hatte es auch mehr mit Mathe :zwink:
:biene: 2
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Re: Probleme mit dem Rechnen als Erwachsene

Beitragvon Lovrel » 25. Juli 2011 14:37

Ich bin Diplommathematiker, aber Kopfrechnen konnte ich auch noch nie.

Ich kann mir die Zahlen einfach nicht merken und die Zwischenergebnisse schon gar nicht.
Oder ich überlege die ganze Zeit wie man die Zahlen am geschicktesten zusammenrechnet und brauche dann daher ewig lang.
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Re: Probleme mit dem Rechnen als Erwachsene

Beitragvon agathe » 25. Juli 2011 14:50

[quote=&quot;Lovrel&quot;]

Ich bin Diplommathematiker, aber Kopfrechnen konnte ich auch noch nie.

Ich kann mir die Zahlen einfach nicht merken und die Zwischenergebnisse schon gar nicht.
Oder ich überlege die ganze Zeit wie man die Zahlen am geschicktesten zusammenrechnet und brauche dann daher ewig lang.
[/quote]

????????????????? wie kommt man dann dazu, diplommathematiker zu werden?? respekt...
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Re: Probleme mit dem Rechnen als Erwachsene

Beitragvon Lovrel » 29. Juli 2011 12:17

Als Mathematiker beschäftigt man sich in der Regel nicht mit so banalen Dingen wie Kopfrechnen.  :breitgrinse1:
Computer können sowas wesentlich schneller und zuverlässiger.  :smt023:

Da geht es nur um logisches Denken, darum abstrakte Strukturen zu erkennen und auf dieser Basis Sätze aufzustellen und die Beweise dieser Sätze zu erarbeiten.

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