Kennt sich zufällig jemand mit dem Nachteilsausgleich in BW aus ?

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steffi76
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Kennt sich zufällig jemand mit dem Nachteilsausgleich in BW aus ?

Beitrag von steffi76 » 27. Oktober 2010 14:35

Hallo Ihr alle !

Bei unserem Sohn ( 10 ) wurde erst im letzten Frühsommer eine LRS diagnostiziert. Nun geht er inzwischen auf die Realschule, auf die er es aber nur Dank dem Nachteilsausgleich geschafft hat.  Zwar hat er inzwischen eine LRS- Therapie genehmigt bekommen, die aber ja so schnell auch keine Verminderung des Problems schafft. Mittlerweilen werden nun seine Rechtschreibfehler im Aufsatz und auch in Englisch zu einem Problem. Unser Sohn hat riesige Angst dieses Schuljahr nicht zu schaffen, weil er durch seine schlechte Rechtschreibleistung nur schlechte Noten kassiert. Dabei hat er in den Vokabeltests immer nur Schreibfehler ( z. B. oft das h an die falsche Stelle gesetzt ). In der Schule heißt es, das es in der Hand der Klassenkonferenz liegt, ob sie ihm einen Nachteilsausgleich gewähren oder nicht. Gibt es denn nicht irgend welche Richtlinien an die sich die Lehrer halten müssen, oder können die so machen wie sie lustig sind  und ihn eventuell nur wegen seiner LRS ( den Folgen davon ) sitzen bleiben lassen ?


LG steffi76
h.matata
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Re: Kennt sich zufällig jemand mit dem Nachteilsausgleich in BW aus ?

Beitrag von h.matata » 27. Oktober 2010 15:31

also.

es ist richtig das die klassenkonferenz über den nachteilausgleich entscheidet.

aber für die klassen 1-6 ist es verpflichtend den nachteilsausgleich zu gewähren wenn:
1. eine diagnose vorliegt
2. die leistungen dadurch länger als 6 monate schlechter als note 4 sind.

also bei rechtscheibschwäche in deutsch
dyskalkulie in mathe
u.s.w
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steffi76
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Re: Kennt sich zufällig jemand mit dem Nachteilsausgleich in BW aus ?

Beitrag von steffi76 » 27. Oktober 2010 18:35

Danke für deine Antwort !
( Du hast mir bei einer anderen Frage schon so nett geholfen, die aber jetzt leider nicht mehr da ist )

Gilt das dann auch für Englisch oder nur für Deutsch ?
Es depremiert  mich so das er sich so viel Mühe gibt, es eigentlich auch sehr gut kann, aber dann halt wieder die typischen LRS- Fehler macht. Und dann von der Lehrerin auch noch einen blöden Kommentar anhören muss.

LG steffi76
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Re: Kennt sich zufällig jemand mit dem Nachteilsausgleich in BW aus ?

Beitrag von h.matata » 28. Oktober 2010 07:27

bin nicht 100% sicher..aber da es im englischen ja auch ums schreiben geht müsste es auch da gelten.
wenn er auch eine leseschwäche hat,wie z.b das er texte inhaltlich nicht versteht gild das meines wissens sogar für texaufgaben.

ich hab in meiner hausigruppe einen bub mit nachteilsausgleich, der bekommt z.b bei mathearbeiten die doppelte zeit,damit er alles in ruhe machen kann und die texte auch versteht.
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Re: Kennt sich zufällig jemand mit dem Nachteilsausgleich in BW aus ?

Beitrag von steffi76 » 28. Oktober 2010 15:09

Main Sohn hat zum Glück nur eine Rechtschreibstörung. Also er kann inhaltlich alles sehr gut verstehen.
Sein Problem ist halt auch, das er einen recht hohen IQ hat, er eigentlich ein Gymnasial- Kandidat wäre, es aber wegen der schlechten Noten dorthin nicht gereicht hat. Nun hat er- wie schon erwähnt- große Angst auf die Hauptschule runter zu müssen.

Aber nochmals Danke !

LG steffi76
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Re: Kennt sich zufällig jemand mit dem Nachteilsausgleich in BW aus ?

Beitrag von Klärchen » 28. Oktober 2010 15:26

Hallo H. Matata,

bist du dir sicher, dass der Nachteilsausgleich auch für Baden Württemberg gilt? Meine Infos lauten da anders. Und zwar, dass es nur für Legasthenie einen Nachteilsausgleich gibt. Zwar ist LRS nicht weniger schlimm aber leider gibt es hier in BW angeblich nichts.

So mein Informationsstand. Wenn du irgendwelche Links/Gesetze hast - her damit.

LG
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Re: Kennt sich zufällig jemand mit dem Nachteilsausgleich in BW aus ?

Beitrag von h.matata » 29. Oktober 2010 08:31

bitteschöööön

http://www.legakv.de/images/Verwaltungs ... rzinfo.pdf

obendrüber steht ausdrücklich das die für lese-rechtschreib-schwäche und störung gild.
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Re: Kennt sich zufällig jemand mit dem Nachteilsausgleich in BW aus ?

Beitrag von Klärchen » 29. Oktober 2010 08:37

Danke Dir  :smt023:

Leider sehe ich da den Wald vor lauter Bäumen nicht. Eine Bekannte von mir, deren Kind hat LRS und ADS. Die kämpft gerade an allen Fronten für einen Nachteilsausgleich.

LG
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Re: Kennt sich zufällig jemand mit dem Nachteilsausgleich in BW aus ?

Beitrag von h.matata » 29. Oktober 2010 08:39

wenn ein lrs vorliegt und die schwäche die noten so beeinflusst wie ich oben beschrieben habe,hat das kind ein recht auf den ausgleich.

anwalt einschalten..der soll mal ein briefle an die schule schicken..das reicht meist
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Re: Kennt sich zufällig jemand mit dem Nachteilsausgleich in BW aus ?

Beitrag von Klärchen » 29. Oktober 2010 08:42

Ich gebe meiner Bekannten mal bescheid. Was sie tut, ist letzten Endes ihre sache. An und für sich halte ich sie auch für sehr gut informiert in dem Bereich.

Danke nochmals. Was mich nur wundert ist, dass eine gemeinsame Freundin von uns (Lehrerin Hauptschule) diese Behauptung aufgestellt hat, es gäbe da nichts mehr.

LG
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Re: Kennt sich zufällig jemand mit dem Nachteilsausgleich in BW aus ?

Beitrag von h.matata » 29. Oktober 2010 08:47

naja...die legstenieverordnung wurde vor ein paar jahren aufgehoben,das ist ja auch richtig.
die neue verordnung wurde dann eben an anderer stelle im schulgesetz verankert
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Re: Kennt sich zufällig jemand mit dem Nachteilsausgleich in BW aus ?

Beitrag von steffi76 » 4. November 2010 21:34

Hallo nochmal !

Danke für den Link !

Gestern waren wir bei unserer Psychologin. Sie riet uns das wir uns erst mal beim Schulamt informieren bzw. beraten lassen sollen, um dann mit der Lehrerin nochmal das Gespräch zu suchen. Wir sollen die Lehrerin aber nicht mit Beschuldigungen konfrontieren sondern nach gemeinsamen Wegen suchen damit unser Sohn Lernerfolge bekommt, das er gerne zur Schule geht und nicht immer nur mit schlechten Noten für sein vieles Lernen bestraft wird. Wir sollen ihr klarmachen das es doch auch für sie eine Bestätigung wäre wenn die Kinder gerne am Unterricht teilnehmen. Auch für ADHS alleine könne man auch schon einen Nachteilsausglich stellen. Und die Schule müsse sich an die Vorgaben des Schulamtes halten. Man könne unserem Sohn auch andere Aufgaben stellen um seinen Lernfortschritt zu dokumentieren.

Oh meno , ob wir das überhaupt gebacken bekommen ? Ich hoffe das die Lehrer kooperativ sind und uns verstehen. Wir sind momentan etwas ratlos, und zweifeln auch schon ein bisschen ob es überhaupt die richtige Schulform für ihn ist. Mal schaun.......

LG steffi76
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gel.ice
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Re: Kennt sich zufällig jemand mit dem Nachteilsausgleich in BW aus ?

Beitrag von gel.ice » 4. November 2010 22:05

ich hab mal irgendwo gelesen, dass der nachteilsausgleich theoretisch auch für kinder mit attestierten aufemerksamkeits- und konzentrationsstörungen gelten müsste, da die ja auch einen besonderen förderbedarf haben.

mein sohn z.b. braucht oft sehr lange bei matheaufgaben, weil er sich beim kopfrechnen oft "verrennt", weil er sich nicht lange genug auf eine aufgabe konzentrieren kann die er in gedanken lösen muss - also auch so läppische dinge wie 3+5-2 oder 2x3+4 ( er ist 11, 6. klasse rs). er wird nie fertig mit ner mathearbeit und daher sind seine noten in mathe eher mittelmäßig obwohl er das was er schafft meistens zum größten teil richtig hat.

für ihn wäre es ein segen, wenn ihm bei mathearbeiten mehr zeit gewährt werden würde!
ich frrage mich aber auch ob da nicht blöde kommentare von den mitschülern kommen würden...

eiß jemand was darüber? kann man sich bei sowas auch auf den nachteilsausgleich berufen?

lg
nur wer erwachsen wird und ein kind bleibt, ist ein mensch.
(erich kästner)
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Re: Kennt sich zufällig jemand mit dem Nachteilsausgleich in BW aus ?

Beitrag von Jelly » 19. November 2010 16:06

Hallo,

kleiner Tipp fürs Vokabeln lernen:

Lernt die Wörter so, wie man sie schreibt. Am Anfang einfach genau so aussprechen. Hört sich zwar dämlich an, wenn man manche Wörter laut spricht wie sie geschrieben werden, aber das schreiben fällt leichter. Und die richtige Aussprache kommt dann mit der Zeit. Wichtig sind ja eher die Vokabeln im Test... und die haben sich bei uns deutlich verbessert, seit uns ein Lehrer diesen Tipp gab.
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Re: Kennt sich zufällig jemand mit dem Nachteilsausgleich in BW aus ?

Beitrag von takeiteasy » 20. November 2010 00:05

Hallo,

der Tipp von Jelly ist gut. Genauso lerne ich mit unserem älteren Kind auch. Egal ob Englisch oder Französisch. Damit kann man auch das wirklich zeitraubende wiederholende Aufschreiben der Vokabeln reduzieren.

Außerdem ist es auch witzig die Vokabeln so auszusprechen wie sie geschrieben werden, dadurch prägen sie sich viel besser ein (sausages...).

Übrigens habe ich früher selber schon nach dieser Methode meine Vokabeln gelernt und gute Erfahrungen damit gemacht

LG
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