auditive Wahrnehmungsstörung

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FeMama
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auditive Wahrnehmungsstörung

Beitragvon FeMama » 12. April 2009 21:56

Hallo,

mein Sohn (8,5 Jahre alt) hat ADHS und ist hb. Seit Kleinkindalter ist er sehr sehr lärmempfindlich. Beim Kinderturnen hielt er sich ständig die Ohren zu. Bei Feiern mit Livemusik hält er sich die Ohren zu. Beim Kickern ist ihm schon das drillern zu laut. Beim Fernsehen bei normaler Lautstärke sagt er es ist zu laut. Oder auch beim Nintendospielen. Wenn er es selber einstellt, dann spielt er mit fast keinem Ton, weil es ihm zu laut ist.

Was könnte das sein, bzw. wie kann ich ihm da helfen?

LG
FeMama
qc
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Re: auditive Wahrnehmungsstörung

Beitragvon qc » 12. April 2009 22:51

Geräuschempfindlichkeit kann viele Ursachen haben und jede hat sicher eigene Lösungen.

ADS beeinflusst die Informationsweiterleitung - also die Funktion der Nervenbahnen als Leiter von Informationen des Körpers.

Es kann also durchaus sein, dass das einfach eine Auswirkung von ADS als neurologischem Defekt in seiner Reinform ist.

Es könnte aber auch etwas organisches oder eine "psychische" Befindlichkeitssache. Sprecht es mit einem Experten durch.
Ich habe keine besondere Begabung, sondern bin nur leidenschaftlich neugierig. (Einstein)

:narr:
BettinaLev
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Re: auditive Wahrnehmungsstörung

Beitragvon BettinaLev » 12. April 2009 23:34

stelle deinen Sohn einem Pädaudiologen vor, die machen Testungen die kein normaler Ohrenarzt machen kann. Mein Sohn hat eine auditive wahrnehmungsstörung die in meinen Augen shlimmer ist als seine ads. Mit dieser zentralen Hörstörung steht dir auch ein Behindertenausweis zu.

Ich selber habe auch eine ADHS, visuelle Verarbeitungsstörungen und nächste Woche auch einen Termin beim Pädaudiologen zur Abklärung der auditiven Wahrnehmung. Wie mein Sohn bin ich extrem Lärmempfindlich, kann Gesprächen oft nicht folgen, höre ganz leise Geräusche die andere gar nicht wahr nehmen ect

diese Untersuchung schadet auf keinen Fall, ich sage immer was nicht weh tut kann mn bedenkenlos überprüfen lassen ;-)
:biene3:  2
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Lilly44
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Re: auditive Wahrnehmungsstörung

Beitragvon Lilly44 » 22. April 2009 11:38

mein Sohn 11jahre hat auch auditive Wahrnehmungsstörung im Merkfähigen Bereich, habe auch eine Tochter 13jahre, beide reagieren sehr empfindlich auf laute Geräusche .Mit meinem Sohn war ich auch beim Pädaudiologen der das festgestellt hat. Damals im Kindergarten hatte er beim Bielefelder Skrining als einzigster Schlecht abgeschnitten und musste dann ein Programm mitmachen. Er konnte zum Beispiel nicht reimen.
Mein Sohn hat außerdem ADS mit einer Hyperaktivität und ist Legasteniker.

Gruß Lilly
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helga2000
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Re: auditive Wahrnehmungsstörung

Beitragvon helga2000 » 22. April 2009 13:30

Hallo FeMama :winken:

Wenn ich mich richtig erinnere hat der Sohn einer Freundin auch diese Wahrnehmungsstörung.Da er auch sehr undeutlich sprach bekam sie eine Verordnung zur Logopädie.

Und die Dame sagte direkt...lassen sie mich raten.Der Zwerg mag sich auch nicht eincremen lassen und ißt nur bestimmte Speisen.

Andere Sachen lädt er ab ohne sie je probiert zu haben.

Und genau so war es.Ausserdem hat er jede Chance genutzt Kleidung wieder auszuziehen.Nackig war am besten.

Seit er die Logopädie erfolgreich macht kommen auch andere kleine Verbesserungen.Z.B.probiert es schon mal von alleine neue Lebensmittel.

Irgendwie gibt es in dem Bereich viele Sachen die zusammen spielen.

LG Helga
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helga2000
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Re: auditive Wahrnehmungsstörung

Beitragvon helga2000 » 26. April 2009 08:01

Hallo alle zusammen  :winken:

Ich bin gestern von der lieben Verwandschaft auf auditive Wahrnehmungsstörung angesprochen worden. :aufsmaul_2:

Besser gesagt bekam ich die Infos...Ich gib dir mal einen Zettel.Eine Bekannte war bei einem speziellen Ohrenarzt.Der kann Tests machen,die kann ein normaler Ohrenarzt nicht machen.Vielleicht hat Nina gar nicht diese Krankheit,sondern nur was an den Ohren.Versuch es doch auch mal.Kann ja nicht schaden.

Man hört ewig nix von der lieben Family,aber sobald einer gegen Adhs oder Ritalin wettert,kriegen wir es aufs Brot geschmiert.!!!

Jede Erkrankung scheint willkommener zu sein als Adhs  :eusa_doh: Ich versteh das nicht!!!

Ich musste nur mal Dampf ablassen!

LG Helga
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Sandiris
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Re: auditive Wahrnehmungsstörung

Beitragvon Sandiris » 26. April 2009 11:12

[quote="helga2000"]
...

Jede Erkrankung scheint willkommener zu sein als Adhs  :eusa_doh: Ich versteh das nicht!!!

....
[/quote]

Ooooooooh jaaaaa!!! Wie gut ich das kenne!! Es DARF einfach kein ADHS sein. Meine Familie schaut mich mitleidig-genervt an, wenn ich das böse Wort ADHS in den Mund nehme und wechselt spontan das Thema. Man will es nicht hören, das darf nicht sein. Ich bin eine Spinnerin und das bekomme ich permanent immer wieder vermittelt. Dabei täte es unglaublich gut, wenn meine Mutter und mein Bruder mir mal eine halbe Stunde zuhören würden. Meine Kinder, mein Partner und ich sind alle von ADHS betroffen und es verletzt mich unsagbar, dass das einfach nicht akzeptiert wird.

Sorry für OffTopic!  :icon_redface:
ADHS-Deutschland e.V. Mitglied

Ich mache Flüchtsigkeitfehler und verdehre Buchtsaben.
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helga2000
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Re: auditive Wahrnehmungsstörung

Beitragvon helga2000 » 26. April 2009 13:18

Hallo Sandiris  :knuddel:

Ja,genau das meine ich! Zum Glück haben wir nicht nur solche Exemplare in der Familie!

Schon interessant das es meist die Leute sind, die es nicht wahrnehmen wollen,die evtl.selbst betroffen sind.Bei uns ist es die Schwester meines

Mannes.Der habe ich auch mal auf den Kopf zu gesagt das ihr jüngster Sohn(mittlerweile 21 Jahre alt) es auch haben könnte.Da war vielleicht was

los!  :aufsmaul_2: Vielleicht sollten die mal zum Arzt gehen...von wegen Wahrnehmungsstörung.Ha Ha Ha

LG Helga
polarlicht
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Re: auditive Wahrnehmungsstörung

Beitragvon polarlicht » 26. April 2009 14:06

[quote="FeMama"]
Beim Kickern ist ihm schon das drillern zu laut. [/quote]

Beim Kickern wird nicht gedrillert! Nein, nein! Gegen die Regeln! :icon_mrgreen:

[quote="FeMama"]Was könnte das sein, bzw. wie kann ich ihm da helfen?[/quote]

qc hat schon gesagt, dass es viele Ursachen haben könnte. Eine umfassende auch psychiatrische Diagnostik hast du schon vornehmen lassen?

Die Frage "Was tun?" ist bei starker Ausprägung wirklich ein Problem. Zuweilen lindern die ADHStypischen Medikamente gut. Klar ist, dass dein Sohn Rückzugsmöglichgkeiten braucht.

Wie du wahrscheinlich weißt, ist es generell hilfreich kompensatorisch zu denken (d.h. konkrete Überlebensstrategien für Krisensituationen zu entwickeln) , anstelle darauf zu hoffen, durch Übung würde sich die Reizempfindlichkeit reduzieren ("Abhärtungsversuche"). Lezteres traumatisiert eher.

Liebe Grüße
nataliethesaint
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Re: auditive Wahrnehmungsstörung

Beitragvon nataliethesaint » 26. April 2009 15:50

Hallo,

meine Tochter hatte lange Zeit eine auditive Wahrnehmungsstörung im Hörbereich. Das hat mit schlecht hören gar nix zu tun, sondern mit der Geräuschfilterung, Tonlänge, Hoch-Tieftönen, Richtungshören usw. Sie hat hierfür einen Brain Boy der die 7 LOW-Level-Funktionen trainiert und war ca. ein Jahr bei der Logopädin zum Lateraltraining. Problematisch in der Schule ist hierbei, dass man mit dieser Störung z.B. nur schlecht in der Lage ist normale Klassengeräusche von der Lehrerstimme zu trennen. Ein normal entwickeltes Gehör ohne diese Störung kann das, da eine Lehrerstimme mit anderen Tontiefe spricht und lauter ist. Das Gehirn gleicht dieses Problematik mit erhöhter Konzentration aus. Klar ist natürlich, dass dies nicht den ganzen Tag funktioniert und mit zusätzlichem ADS die Konzentrationsfähigkeit sowieso schlechter ist, als bei "normalen" Menschen.

Würde halt mal zu einem speziellen HNO gehen, der gemäß Warnecke-Verfahren eine auditive Wahrnehmungsstörung diagnostizieren kann. Da bekommt man ein Gutachten, in dem sämtliche LOW-Level-Funktionen aufgelistet sind und Vergleichswerte von Altergenossen dagegen gestellt werden. Meine Tochter schnitt bis auf 1 Punkt in allen Bereichen um fast 100 % schlechter ab als vergleichbare Altersgenossen.

Problematisch wurde das bei uns ab Klasse 3, da in Deutsch ein größerer Sprung ist. Sie war stark in der Schule und hat im Diktat nur die
Note 1 geschrieben. Mit Klasse 3 sank das schlagartig auf Note 3-4.

Ich kann das Training gemäß Warnecke Verfahren sehr empfehlen. Wir waren nach einem Jahr so weit, dass die Werte inzwischen deutlich besser sind als vergleichbare Altersgenossen. Das macht sich schulisch auch bemerkbar. Neben deutlich besseren Noten in Deutsch und Englisch, ist auch die Konzentrationsfähigkeit deutlich besser. Sie muss sich nämlich einfach nicht mehr so aufs Hören konzentrieren und darauf, dass sie was mitbekommt. Daher kann sie auch einfach viel mehr aufnehmen und das merkt man dann auch in anderen Fächern.

Grüße Natalie
Tochter (Absencenepilepsie, ADS, auditive Wahrnehmungsstörung)

Sohn (ADS)
polarlicht
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Re: auditive Wahrnehmungsstörung

Beitragvon polarlicht » 26. April 2009 18:06

[quote="nataliethesaint"]
Hallo,

meine Tochter hatte lange Zeit eine auditive Wahrnehmungsstörung im Hörbereich. Das hat mit schlecht hören gar nix zu tun, sondern mit der Geräuschfilterung, Tonlänge, Hoch-Tieftönen, Richtungshören usw. Sie hat hierfür einen Brain Boy der die 7 LOW-Level-Funktionen trainiert und war ca. ein Jahr bei der Logopädin zum Lateraltraining. Problematisch in der Schule ist hierbei, dass man mit dieser Störung z.B. nur schlecht in der Lage ist normale Klassengeräusche von der Lehrerstimme zu trennen. Ein normal entwickeltes Gehör ohne diese Störung kann das, da eine Lehrerstimme mit anderen Tontiefe spricht und lauter ist. Das Gehirn gleicht dieses Problematik mit erhöhter Konzentration aus. Klar ist natürlich, dass dies nicht den ganzen Tag funktioniert und mit zusätzlichem ADS die Konzentrationsfähigkeit sowieso schlechter ist, als bei "normalen" Menschen.

Würde halt mal zu einem speziellen HNO gehen, der gemäß Warnecke-Verfahren eine auditive Wahrnehmungsstörung diagnostizieren kann. Da bekommt man ein Gutachten, in dem sämtliche LOW-Level-Funktionen aufgelistet sind und Vergleichswerte von Altergenossen dagegen gestellt werden. Meine Tochter schnitt bis auf 1 Punkt in allen Bereichen um fast 100 % schlechter ab als vergleichbare Altersgenossen.

Problematisch wurde das bei uns ab Klasse 3, da in Deutsch ein größerer Sprung ist. Sie war stark in der Schule und hat im Diktat nur die
Note 1 geschrieben. Mit Klasse 3 sank das schlagartig auf Note 3-4.

Ich kann das Training gemäß Warnecke Verfahren sehr empfehlen. Wir waren nach einem Jahr so weit, dass die Werte inzwischen deutlich besser sind als vergleichbare Altersgenossen. Das macht sich schulisch auch bemerkbar. Neben deutlich besseren Noten in Deutsch und Englisch, ist auch die Konzentrationsfähigkeit deutlich besser. Sie muss sich nämlich einfach nicht mehr so aufs Hören konzentrieren und darauf, dass sie was mitbekommt. Daher kann sie auch einfach viel mehr aufnehmen und das merkt man dann auch in anderen Fächern.

Grüße Natalie
[/quote]

Hier die Info dazu:

http://www.fred-warnke.de/source/start.html

JEDOCH:

">>Brain Boy<< vom Psycho-Akustiker

Auch der >>Psycho-Akustiker<< (EIgendefinition) Fred Warnke preist simple Legasthenie-Therapeutik unter Verleugnung wissenschaftlicher Standards an. (...)
Obwohl Warnke eingesteht, dass seine Thesen keineswegs wissenschaftlich abgesichert sind, verkauft er Geräte. die er >>zunächst eher intuitiv entwickelt hat<<. Nach einer Kurzdiagnose des Kindes können gutgläubige Eltern ein Geräteset zum stolzen Preis von DM 1400.- erwerben: ein simples Elektriker-Montagerohr, das auf der Hand balanciert wird, um die Auge-Hand-Koordination zu verbessern, und den >>Brain Boy<<, ein elektronisches Gerät, das optische und akustische Reize verknüpft. Damit soll das Kind lernen, seine >>zentrale Fehlhörigkeit<< zu behandeln. (...)

Warnke kann attestiert werden, ein Meister der Vermarktung seiner Materialien zu sein. In Massenmedien erweckt er hohe Erwartungen seiner Materialien bei betroffenen Eltern. Er scheut nicht davor zurück, Legastheniker per Ferndiagnose seine Geräte anzubieten. (...)

Die Beharrungstendez einmal verbreiteter Nachrichten über >>neue<< und >>Erfolg versprechende<< Therapien ist bemerkenswert. Obwohl sich Hoffnungen in deren Wirksamkeit längst als Seifenblasen entpuppt habe, halten sich Therapie-Mythen über Jahrzehnte."



(Zangerle, Heinz: Angebote des Psycho-Marktes. Kritische Sichtung und Wertung, in: Naegele, I.; Valtin, R. (HG.): LRS - Legasthenie in den Klassen 1-10. Handbuch der Lese-Rechtschreibschwierigkeiten, Bd.2: Schulische Förderung und außerschulische Therapien, Weinheim 2001, S. 201-201)


Liebe Grüße

Polar
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Re: auditive Wahrnehmungsstörung

Beitragvon nataliethesaint » 26. April 2009 18:57

Hallo Polarlicht,

wenn man nicht weiß, was so ein Gerät kostet, sollte man solche Aussagen nicht treffen. Außerdem auch nicht, wenn man wohl nicht wirklich einen Plan hat.

Ich spreche hier davon, dass meine Tochter in der Uniklinik Heidelberg (ist eine ziemlich gute Klinik für solche Sachen) diagnostiziert wurde. Kann mir kaum vorstellen, dass die mich mit irgendwelchen Mythen konfrontieren, aber du weißt sicherlich besser Bescheid.

Danach haben wir das Gerät angeschafft und es kostet 180,00 Euro, wird teilweise von Krankenkassen bezahlt, ebenso das Lateraltraining.

Tatsache ist, dass wir die Untersuchung inzwischen wiederholt haben und die Werte inzwischen besser sind, als bei gleichaltrigen Vergleichspartnern. Auch die Noten sind deutlich gestiegen und das war eine Entwicklung. Mir ist deine Meinung eigentlich ziemlich egal. Bei uns hat es funktioniert und unsere Noten sind inzwischen gut - sehr gut. Kann mir kaum vorstellen, dass dies eine Folge von 10 mg Strattera ab Januar 2009 war, zumal die Noten schon vorher angezogen sind. Sie hat bei der Logopädin auch andere Wahrnehmungsdinge trainiert, die jetzt einfach weg sind. Das sind Fakten und keine Mythen; auch die Noten bilde ich mir nicht ein. Vielleicht leide ich ja aber neuerdings unter Halluzination, vielen Dank für deine Ferndiagnose.

Grüße Natalie
Tochter (Absencenepilepsie, ADS, auditive Wahrnehmungsstörung)

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Re: auditive Wahrnehmungsstörung

Beitragvon nataliethesaint » 26. April 2009 18:59

Ach ja, noch was.

Meine Tochter hat kein LRS, habe ich auch nicht geschrieben. Sie hat eine auditive Wahrnehmungsstörung und die KOMBI Logoädie und Brain Boy hat bei UNS geholfen.

Ciao
Tochter (Absencenepilepsie, ADS, auditive Wahrnehmungsstörung)

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Re: auditive Wahrnehmungsstörung

Beitragvon polarlicht » 26. April 2009 20:47

[quote=&quot;nataliethesaint&quot;]
Hallo Polarlicht,

wenn man nicht weiß, was so ein Gerät kostet, sollte man solche Aussagen nicht treffen. Außerdem auch nicht, wenn man wohl nicht wirklich einen Plan hat.

Ich spreche hier davon, dass meine Tochter in der Uniklinik Heidelberg (ist eine ziemlich gute Klinik für solche Sachen) diagnostiziert wurde. Kann mir kaum vorstellen, dass die mich mit irgendwelchen Mythen konfrontieren, aber du weißt sicherlich besser Bescheid.

Danach haben wir das Gerät angeschafft und es kostet 180,00 Euro, wird teilweise von Krankenkassen bezahlt, ebenso das Lateraltraining.

Tatsache ist, dass wir die Untersuchung inzwischen wiederholt haben und die Werte inzwischen besser sind, als bei gleichaltrigen Vergleichspartnern. Auch die Noten sind deutlich gestiegen und das war eine Entwicklung. Mir ist deine Meinung eigentlich ziemlich egal. Bei uns hat es funktioniert und unsere Noten sind inzwischen gut - sehr gut. Kann mir kaum vorstellen, dass dies eine Folge von 10 mg Strattera ab Januar 2009 war, zumal die Noten schon vorher angezogen sind. Sie hat bei der Logopädin auch andere Wahrnehmungsdinge trainiert, die jetzt einfach weg sind. Das sind Fakten und keine Mythen; auch die Noten bilde ich mir nicht ein. Vielleicht leide ich ja aber neuerdings unter Halluzination, vielen Dank für deine Ferndiagnose.

Grüße Natalie
[/quote]

Natralie,

das du Dich in deinem persönlichen Vorgehen kritisiert fühlst, lag nicht in meiner Absicht. Ich habe das Zitat angeführt, um auf das Meinungsspektrum im Bezug auf diesen Ansatz hinzuweisen. Nicht mehr. Deshalb postete ich eben nicht nur das Zitat, sondern auch den Link zu Warnke selbst. Hätte ich MEINE Meinung kund tun wollen, hätte ich nicht auf ein Zitat zurückgegriffen. Vielleicht hätte ich das deutlicher machen sollen.

Das du gute Erfahrungen gemacht hast bezweifle ich nicht. Deine Aussagen wollte ich nicht lächerlich machen.
Hätte ich mitteilen wollen, dass du Unfug schreibst, hätte ich das getan. Der Ansicht bin ich aber nicht.

Nicht einverstanden bin ich deshalb mit deiner Reaktion, die gleich persönlich und ironisch beleidigend wird.

[quote=&quot;nataliethesaint&quot;]
...aber du weißt sicherlich besser Bescheid.
Mir ist deine Meinung eigentlich ziemlich egal.
...vielen Dank für deine Ferndiagnose.
[/quote]

Gruß

Polar
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Re: auditive Wahrnehmungsstörung

Beitragvon nataliethesaint » 27. April 2009 17:47

Hallo,

dann sollte man halt genau prüfen, was man da so von sich gibt. Wie gesagt, mich interessiert deine Meinung nicht wirklich. Ich gehe auch nicht davon aus, dass die Uniklinik Heidelberg, die uns zu dieser Vorgehensweise geraten hat auf "MYTHEN" hereinfällt.

Lasse es gut sein. Ich habe mich nicht persönlich angegriffen gefühlt. Bin nur der Meinung, dass die Sache vielleicht auch anderen helfen kann, die wie gesagt kein LRS haben. Mir ist bewußt, dass hierfür eine Logopädie nur untergeordnet hilft. Hierfür braucht man eine spezielle Therapie, die nicht billig ist. Die beste Freundin meiner Tochter hat LRS, daher ist mir die Vorgehensweise bekannt.

Meine Tochter hat EPI, ADS und eine auditive Wahrnehmungsstörung. Es kann durchaus auch sein, dass das Problem anders gelöst wurde. Wir haben eine Kombination von Erfolgserlebnissen im letzten halben Jahr verzeichnet. Therapie, Absetzen von EPI-Medis, Hinzuziehen von 10 mg Strattera, Logopädie, Brain Boy, Schulwechsel. Alles hat dazu beigetragen, dass wir heute da stehen, wo wir sind. Und ich schwöre dir das ist für die Diagnose verdammt gut. Sie kann sogar eine 2. Fremdsprache lernen, davon waren wir von einem Jahr doch noch sehr weit entfernt. Auch im ersten Halbjahr Englisch war noch richtig schwierig. Es war einfach die Kombination, das ist schon klar.

Will hier nur alle Menschen bestärken, dass sich die ganze Aktion echt gelohnt hat. Es war wirklich harte Arbeit und wir können erstmals nach über zwei Jahren ernten. Das macht uns schon sehr stolz. Ich wünsche hier jedem, dass er für sich selbst die richtige Vorgehensweise findet. Warum bist du eigentlich hier, wenn ich mal fragen darf?

Es war jedenfalls nicht meine Absicht, dich persönlich anzugreifen oder gar zu beleidigen, bin halt ein etwas ironischer Mensch. Wenn du das so aufgefaßt hast, tut mir das echt leid.

Grüße Natalie
Tochter (Absencenepilepsie, ADS, auditive Wahrnehmungsstörung)

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