LRS, mal eine Frage dazu :-)

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clowny1
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LRS, mal eine Frage dazu :-)

Beitrag von clowny1 » 9. November 2008 13:22

Hallo, wie ich in meiner Vorstellung schon geschrieben habe, hat mein Sohn, 9 Jahre alt ADS/LRS.

Nun hat mir der Psychologe eine Bescheinigung für die Schule ausgestellt, wo drinne steht welchen IQ (110) er hat und dass er eine Lese-Rechtschreibstörung hat.
Ich habe diese Bescheinigung ende letzter Woche meinem Sohn für seinen Klassenlehrer mit in die Schule gegeben.
Was verändert sich nun dadurch?

Für Aufklärung wäre ich sehr dankbar, da ich mir so gar nicht vorstellen kann, was nun dadurch anders wird :icon_redface:

LG
Bille  :winken:
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Re: LRS, mal eine Frage dazu :-)

Beitrag von maerenthaler » 9. November 2008 13:48

Hallo clowny1,

ich kenne mich damit zwar nicht aus,
behaupte aber mal, daß diese Bescheinigung Dir Möglichkeiten an die Hand gibt,
von der Schule einzufordern, daß sie mit Dir absprechen,
was sie tun werden, um Deinem Sohn nun doch etwas beibringen zu können.

Dein Sohn ist nämlich nicht nur schulpflichtig,
sondern er hat einen grundgesetzlich abgesicherten Anspruch auf Ausbildung,
dem die Schule nachkommen muß.

Ich nehme an, andere können und werden da noch mehr dazu sagen können.

LG
Christian
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Re: LRS, mal eine Frage dazu :-)

Beitrag von clowny1 » 9. November 2008 13:55

Hallo Christian,

danke Dir für die schnelle antwort. Naja ich mache mir natürlich schon sorgen, da er das 2te Halbjahr von der 2ten Klasse schon wiederholt hat und nun in der 3ten auch nur mit 5en nach Hause kommt  :baw: Da hilft kein lernen und kein gar nichts. Zu Hause klappt es einigermassen, doch in der Schule ist dann alles wieder weg. Ich hoffe, wenn er nun demnächst auf Medis eingestellt wird ( die Tests haben wir gerade erst hinter uns gebracht), dass er sich dann zumindest etwas besser konzentrieren kann und somit auch lesen und schreiben ein bisschen besser klappt *seufz*


LG Bille
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Re: LRS, mal eine Frage dazu :-)

Beitrag von CLAUDIA » 9. November 2008 14:02

Maerenthaler, das liest sich, als müsste mal wieder die Schule alles rausreißen. Dass aber seit Jahren am Personal gespart wird und die Lehrer immer mehr Aufgaben aufgehalst bekommen - egal, die Schule muss es richten. Bei sowas geht mir grundsätzlich der Hut hoch. Falls es so nicht gemeint war - schön; es liest sich aber leider so.

@clowny1
Es kommt auch darauf an, in welchem Bundesland Ihr wohnt. Von Bayern weiß ich z.B., dass da ohne eine Bescheinigung, dass eine Legasthenie vorliegt, gar keine Konsequenzen erfolgen. Blöd, wenn dann zwar eine LRS attestiert wird, das Kind aber angeblich "zu gut" lesen kann o.ä., um eine Legasthenie bescheinigt zu bekommen.

Mit einer Bescheinigung erreicht man theoretisch, dass es für das Kind Erleichterungen gibt - z.B. mehr Zeit bei Aufsätzen, dass die Rechtschreibung nicht benotet wird usw. Das kommt aber wohl auch darauf an, was genau vorliegt und was das Kind wirklich an Erleichterungen braucht. Und diese Erleichterungen hören soweit ich weiß in der weiterführenden Schule wieder auf. Macht ja nichts, es wird ja eher nur schwieriger, weil eine Legasthenie auch in der Fremdsprache hinderlich sein kann *ironieoff*.

Grundsätzlich bräuchte die Schule mehr Personal, das auch noch besser geschult sein müsste, damit Kindern mit Schwierigkeiten wirklich geholfen werden kann. Ansonsten wird es wohl weiter so sein, dass nur die Kinder, deren Eltern sich eine adäquate Förderung leisten können, weiterkommen. Nachhilfe im üblichen Sinne hilft jedenfalls eher nicht bei Legasthenie und Co ("mehr üben" übrigens auch nicht).

Liebe Grüße,
Dia
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Re: LRS, mal eine Frage dazu :-)

Beitrag von clowny1 » 9. November 2008 14:16

Hi Dia,

also ich erwarte sicherlich nicht, dass die Schule alles richtet. Zusammen mit der Ergotherapeutin versuche ich auch mein Möglichstes, ihm zu helfen.
Wir wohnen in Hessen. Vom Klassenlehrer ist mir auch schon ein Zettel mitgegeben worden, damit eine Förderlehrerein (sie kommt aus einer anderen Schule) sich Dorian mal anschauen darf. Das habe ich natürlich sofort unterschrieben.
Ich lerne auch nicht mehr als andere Menschen mit ihren Kindern mit ihm, denn da ich weiss wie es ist Legastenie zu haben (wurde mir in der Schule auch bescheinigt)werde ich ihn sicher nicht quälen. Aber es ist schon schlimm für mich zu sehen, wie viel Mühe er sich eigentlich gibt und es kommt so nichts rechtes dabei heraus.  :baw:

Wenn er die Rechtsschreibfehler so nicht mehr bewertet bekommt, hätte er evtl mal ein Erfolgserlebnis und dies könnte ihn wieder motivieren. Im Moment blockt er alles ab was mit lesen und schreiben zu tun hat, was ich auch verstehen kann.

LG Bille


PS: vielen lieben Dank auch für Deine Antwort...  :inlove: ... ganz vergessen habe :icon_redface:
Zuletzt geändert von clowny1 am 9. November 2008 14:37, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: LRS, mal eine Frage dazu :-)

Beitrag von clowny1 » 12. November 2008 15:44

*seufz* Mein Sohn ist totunglücklich.

Hat im Übungsdiktat 20 Fehler.
Und dann sagt die Lehrerin zu ihm: Tja, wenn du zu Hause nicht übst, wird das wohl jetzt immer so aussehen!
Supi... nu kam er heim und weinte wie sonst was.
Da kamen von ihm dann so Sätze wie: Ich mache immer alles falsch. Nichts kann ich. Immer bin ich der Schlechteste...usw.

Supi ... das ist doch genau der richtige Ansatz, den Zwerg zu motivieren

Ich bin im Moment echt gefrustet und er tut mir einfach nur leid!

So, musste ddas nun mal loswerden!
Gruss Bille
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Re: LRS, mal eine Frage dazu :-)

Beitrag von Kuechenschabe » 12. November 2008 17:01

Also,
bei uns ist und war es so, dass mein Sohn komplett aus der Benotung der Rechtschreibung genommen wurde!
Selbst auf der Realschule wird die Rechtschreibung in Deutsch, Englisch und Französisch nicht bewertet!
Das geht in NRW bis zum Ende der 6. Klasse!
...ist aber viel vom Wohlwollen der Lehrer abhängig - wir haben einfach Glück!!
Liebe Grüße
Barbara
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Re: LRS, mal eine Frage dazu :-)

Beitrag von clowny1 » 12. November 2008 17:20

Hallo Barbara,

ich habe gerade mit der Ergotherapeutin gesprochen, denn sie wollte sich sowiso mal mit der Deutschlehrerin unterhalten (dies macht sie heute Abend noch).
Sie hat mir gesagt, dass es teilweise überhaupt nicht mehr anerkannt wird. Früher wurde die Benotung der Rechtschreibfehler immer ausgesetzt, doch dies ist jetzt wohl nicht mehr so. Na sie fühlt der Deutschlehrerin heute mal auf den Zahn und fragt da auch noch mal genauer nach!

Bin mal gespannt, was dabei heraus kommt!

LG Bille
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Re: LRS, mal eine Frage dazu :-)

Beitrag von martese22 » 19. November 2008 12:09

Hallo alle zusammen, mein Sohn hat auch ADS/LRS. Wir wohnen in Hessen. An unserer Schule ist es so, dass ich zu jedem neuen Schuljahr ein formlosen Antrag auf Notenschutz stellen muss. Mein Sohn ist mittlerweile in der 8. Klasse und ich bekomme es immer wieder, nach der Lehrerkonferenz bewilligt. Es gibt ein Gesetz dazu. Habe es aber leider gerade nicht zur Hand. Werde noch mal genau schauen und Mitteilung machen. LG martese22
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Re: LRS, mal eine Frage dazu :-)

Beitrag von Kess » 1. Dezember 2008 20:37

Hallo,
meine 8 jährige hat LRS & kommt ab 3. Schuljahr in die LRS-Schule für 2 Jahre.
An deiner Stelle hätte ich dem Kind nicht den Zettel einfach mitgegeben, sondern wäre selber damit zum Klassenleiter & hätte mir vor Ort alles erklären lassen, da es mit Sicherheit nicht überall solche Schulen gibt.

LG Kess
“Wenn ein Mensch nicht mit seinen Begleitern Schritt hält, dann vielleicht, weil er einem anderen Rhythmus folgt. Lasst ihm der Musik folgen, die er hört, egal, in welchem Taktmaß oder egal wie weit entfernt sie ist.”

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Re: LRS, mal eine Frage dazu :-)

Beitrag von Daggi » 2. Dezember 2008 15:40

Hallo Bille,

es gibt das Notenschutzrecht noch immer. Hier zu den Link:

http://www.bvl-legasthenie.de/index.php5?p=/recht

intressant zu lesen ist Rechtsgutachten.

Liebe Grüße
Daggi
Zuletzt geändert von Daggi am 2. Dezember 2008 15:43, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: LRS, mal eine Frage dazu :-)

Beitrag von clowny1 » 3. Dezember 2008 14:33

Hallo ihr Lieben...

kurzer Zwischenbericht:

Die Bescheinigung wird NICHT anerkannt :108:
Sie machen noch mal einen eigenen Test mit ihm. Sollte dieser positiv sein, wird das ganze vor ein extra Gremium gehen und erst dort wird dann entschieden, ob die LRS anerkannt wird, oder nicht!  :marionette:  Ganz toll... wer weiss, wie lange sich das ganze hinzieht und wie dann die entscheidung ausfällt


Seit heute nimmt mein Sohn Methylphenidat Hexal 5 mg morgens. Dies ist das erste mal dass er Tabletten gegen sein ADS bekommt und ich bin mal Gespannt, was nun so passiert! verträgt er es? Tauchen Nebenwirkungen auf? Wirkt es?... mal abwarten

So viel zu den Neuigkeiten!

LG an euch und einen schönen Tag :winken:
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Re: LRS, mal eine Frage dazu :-)

Beitrag von frutta » 15. Januar 2009 15:10

Soviel wie man mir gesagt hat mußt du mit dem Gutachten welches dir dein Kipsy (?) ausgestellt hat zum Schulpsychologen (jeder Landkreis hat seinen eigenen) , der tut deinen Sohn nochmals Testen und wenn der zum gleichen Ergebniss kommt wie dein Kipsy, bekommst du ein Attest von ihm für die Schule, welches sie dann anerkennen müssen. Und Die auch bei der Benotung berücksichtigen müssen . Das Gutachten vom Kipsy wird bei uns auch nicht berücksichtigt.

So ist es jedenfalls bei uns in Bayern.

Würde dir aber trotzdem raten den schulpsychologen mal aufzusuchen und deinen süßen dort noch mal testen lassen.

LG frutta
Nichts kann den Menschen mehr stärken als das Vertrauen, das man ihm entgegenbringt.
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Re: LRS, mal eine Frage dazu :-)

Beitrag von Kess » 19. Januar 2009 20:20

Bei meiner Tochter wurde kurz vor dem Schuljahreswechsel die LRS festgestellt. Jetzt im März wird sie nochmal getestet & dann entscheidet sich der weitere Weg.
Es gibt unterschiedlich schwere LRS-Typen, die leichten können sich mit der Bescheinigung Hilfe beim JA holen(z.b. Legastenielehrer & finanz.Hilfe).
Die schweren Fälle kommen in die Klasse 3/1 , da wird die 1. Klasse wiederholt extra einfach, in der Klasse 3/2 wird der normale Untericht der 3. Klasse durchgeführt.
Ab 4. Klasse sitzen sie wieder in der alten Schule, aber 1 Jahr unter der alten Klasse. Ein Teil der Kids lernt in den 2 Jahren lesen & schreiben, der andere teil bleibt ein Sonderfall & kann Notenbefreit werden.
So läuft das hier in Sachsen ab.
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Re: LRS, mal eine Frage dazu :-)

Beitrag von lukelaura » 24. März 2009 13:38

bei uns ist es so  , das Kinder die eine Bescheinigung vom Psychologen wegen LRS haben und
auch in die LRS Stunden in der Schule gehen, anders in Deutsch benotet werden.
Allerdings gibt es mittlerweile soviele LRS Kinder das nicht alle Kids die Möglichkeit haben in
die LRS Schulstunden zu kommen. Es wurde ein Fehlerlimit im Diktat gesetzt, alle die über 20 Fehler haben
dürfen in LRS und mein Sohn der 16hatte was auch ne glatte 6 war, kommt nicht mit rein, obwohl
er nachweislich LRS hat und auch noch deshalb in Therapie war, was uns im Monat fast 200 Euro
gekostet hat . ....  Tzja das motiviert natürlich total wenn man jedes Mal in Deutsch kämpfen muß
wenigstens ne 4 zu kriegen, leider setzt sich das Ganze auch in Englisch fort.

Gruß Sandy
Menschen sind wie Musikinstrumente, ihre Resonanz  hängt davon ab wer sie berührt!!
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Re: LRS, mal eine Frage dazu :-)

Beitrag von Lizzy » 24. März 2009 15:47

[quote="clowny1"]
Hallo ihr Lieben...

kurzer Zwischenbericht:

Die Bescheinigung wird NICHT anerkannt :108:
Sie machen noch mal einen eigenen Test mit ihm. Sollte dieser positiv sein, wird das ganze vor ein extra Gremium gehen und erst dort wird dann entschieden, ob die LRS anerkannt wird, oder nicht!  :marionette:   Ganz toll... wer weiss, wie lange sich das ganze hinzieht und wie dann die entscheidung ausfällt


Seit heute nimmt mein Sohn Methylphenidat Hexal 5 mg morgens. Dies ist das erste mal dass er Tabletten gegen sein ADS bekommt und ich bin mal Gespannt, was nun so passiert! verträgt er es? Tauchen Nebenwirkungen auf? Wirkt es?... mal abwarten

So viel zu den Neuigkeiten!

LG an euch und einen schönen Tag :winken:
Bille
[/quote]

:winken:
Hallo Bille,

was ist denn nun draus geworden?
Wird der Nachteilsausgleich angewand?

LG, Silvia
Der Spaß im Leben ist gratis ...
... den Rest lässt man sich zum
GEBURTSTAG schenken!
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Re: LRS, mal eine Frage dazu :-)

Beitrag von clowny1 » 16. Juni 2009 15:44

:winken: hallo...sorry, hab mich lange nicht blicken lassen.

ja, was ist daraus sgeworden? Also nachdem die Schulpsychologin auf das selbe Ergebnis kam wie der Kinderpsychologe, ist er nun in einem Förderprogramm. Dort durchläuft er nun einige stationen, die ihm helfen sollen, sein LRS in den Griff zu bekommen (z.b. schreibt er im Moment seine Diktate gesondert alleine mit einer Lehrerin, die auf sein Tempo eingeht)
Er wird speziell auf LRS gefördert  und es hat sich dadurch schulisch auch einiges getan.

Ich bin stolz berichten zu können, dass er letzte Woche eine Deutscharbeit geschrieben hat und in dieser hatte er die zweitbeste Arbeit in der Klasse  :smt023: :jubel:


zum ADS und den Medis: diese werden wir nächste Woche noch mal umstellen, da er nun mit allergie und kopfschmerzen auf Methylphenidat reagiert. Somit testen wir ab nächste Woche medikinet. Mal sehen, wies damit aussieht.

LG Bille
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Re: LRS, mal eine Frage dazu :-)

Beitrag von nataliethesaint » 16. Juni 2009 15:58

Hallo Billie,

das sind doch mal tolle Neuigkeiten. Da hat sich der Sohnemann doch sicherlich mal sehr gefreut, dass er so einen guten Aufsatz geschrieben hat. Da kann er endlich mal sagen "Siehst du, ich kann es doch und sogar noch viel besser, als die meisten in meiner Klasse".

Ich war zwar in der GS auch wegen der Lehrer sehr frustriert (Tochter hat Epilepsie, ADS, auditive Wahrnehmungsstörung, aber keine Teilleistungsschwächen). Heute sehe ich das differenzierter. Lehrer in der heutigen Zeit müssen immer mehr vermitteln und auch sonstige Aufgaben übernehmen, ohne hierfür besser bezahlt zu werden, Aufstiegsmöglichkeiten zu haben oder gute Fortbildungsmöglichkeiten zu haben (Bsp. Englischunterricht an Grundschulen). Irgendwann wird der Druck halt mal zu groß und das müssen dann die Kinder aushalten. Unsere Kinder können halt mit so einem Zustand schlechter umgehen, als sog. "Normale".

Schade, aber nicht zu ändern. Jedenfalls freut es mich, dass ihr gute Fortschritte gemacht habt. Das baut sowohl dich auf, als auch den Sohne.
Weiter so und TOI - TOI - TOI für die Medi-Umstellung.

Grüße Natalie
Tochter (Absencenepilepsie, ADS, auditive Wahrnehmungsstörung)

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Re: LRS, mal eine Frage dazu :-)

Beitrag von clowny1 » 16. Juni 2009 18:20

Hallo Natalie  :winken:

Ja, im Moment läuft echt alles gut bei uns und ich kann mich nicht beschweren.
Sicher haben wir noch den einen, oder anderen Moment, wo mein Sohnemann noch mal einen Ausraster hat, aber das ist selten und ich habe viel Zeit zum Erholen dazwischen. Somit ist man selbst auch viel entspannter und kann besser mit der Situation umgehen als wenn jeden Tag Terror angesagt ist und bei allen die Nerven nur noch blank liegen.

Ich hoffe sehr, dass ihn die gute Note anspornt und nun auch in Deutsch öfters mal passable Noten drinne sind. Ich werde meinen Teil dazu beitragen und kann nur hoffen, dass die nächste schlechte Note ihn nicht wieder in ein Loch fallen lässt.

Abwarten ;-)
Danke auch für´s Daumen drücken !  :wu:
Ich werde immer mal wieder zwischendrin berichten, wie es bei uns so weiter geht.

LG Bille
Zuletzt geändert von clowny1 am 16. Juni 2009 18:21, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: LRS, mal eine Frage dazu :-)

Beitrag von nataliethesaint » 17. Juni 2009 19:24

Hi,

ja das kenne ich. Wenn erst mal ein Teil der Problematik sichtbar und spürbar besser wird, hat man selbst einfach mehr Kraft und kann die anderen Dinge mit viel mehr Elan angehen. Das war bei mir genauso. Man ist selbst nicht mehr so kaputt abends, hat auch mal Zeit für sich selbst und das steigert einfach die eigene Zufriedenheit. Wenn man selbst ausgeglichener ist und nicht so ein Nervenbündel, kann man auch ganz anders mit dem Thema umgehen. Man kämpft ja an durchaus vielen Fronten, zumindest war es bei uns so. Wenn es nur die Schule gewesen wäre, hätte ich damit leben können, aber das war halt nicht so.

Außerdem baut es einem selbst total auf, ich konnte viel Kraft aus solchen Dingen ziehen. Bei der Tochter haben sich halt die Probleme nach 2,5 sehr harten Jahren mit Absetzung der Medis gegen Epilepsie sehr schlagartig gelöst; sozusagen von 100 % auf vielleicht 20 %. Aber es ist ja durchaus normal in ihrem Alter (sie wird bald 11 Jahre alt), dass es da gewisse Diskussionen gibt. Damit kann ich locker umgehen, ist nichts im Vergleich zu vorher.

Schulische Erfolgserlebnisse transferieren sich auch nach Hause. Kind wird selbstbewußter, hält sich nicht für einen Versager und wem tut das nicht gut. Außerdem sind jetzt noch bald Sommerferien. Wünsche euch eine tolle Ferienzeit und bis bald mal.

Grüße Natalie
Tochter (Absencenepilepsie, ADS, auditive Wahrnehmungsstörung)

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