AD(H)S und Leghastenie

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Jam

AD(H)S und Leghastenie

Beitragvon Jam » 24. Mai 2007 11:08

Hallo,

überall in der Literatur und auch hier im Forum hört man, dass AD(H)Sler häufig leghastenisch sein sollen.

Mich beschäftigt nun seit Jahren die Frage, ob es sich bei den schwachen Lese- und Rechtschreibleistungen von AD(H)Slern tatsächlich um "Leghastenie" handelt.

Meiner "Theorie" (und häuslichen Erfahrung) nach könnte es sich genauso gut um "nix mitkriegen" handeln.

Soll heißen, dass jemand, der unkonzentriert liest, sich beim Lesen nicht automatisch die Schreibweise merken kann.

Und jemand, der unkonzentriert liest, wird sicherlich auch Mühe haben mit der "Vorausschau" auf die kommenden Worte (also kann nicht flüssig gelesen werden) und dem Achten auf das genaue Wort (also wird oft ein ähnliches Wort gelesen, als da tatsächlich steht).

Beim Schreiben ist es meiner Erfahrung nach so, dass das Problem nicht hauptsächlich darin besteht, wie das Wort geschrieben wird, sondern eher darin, dass nicht gleichzeitig geschrieben und auf Rechtschreibung geachtet werden kann. Beim Durchlesen nach dem Schreiben werden die Fehler dann meist selber erkannt.

Habt ihr ähnliche Erahrungen?

Vielleicht ist die Frage ja auch deshalb interessant, weil man sich, sollte meine "Theorie" stimmen,  fragen muss, ob eine spezielle Förderung mit erheblichem Zeit- und Geldaufwand Sinn macht.

Jam
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Re: AD(H)S und Leghastenie

Beitragvon Jam » 30. Mai 2007 10:55

Schade,

dass scheinbar keiner was dazu sagen kann/will, denn die Frage beschäftigt mich nun seit einigen Jahren und mich hätten eure Erfahrungen interessiert.

Vielleicht wäre das Thema auch woanders besser aufgehoben? Dann wäre ich fürs Verschieben dankbar.

Jam
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Zappeline
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Re: AD(H)S und Leghastenie

Beitragvon Zappeline » 30. Mai 2007 12:13

Hallo Jam,

ich kann nur aus dem berichten, was ich an unserem Sohn sehe, und das ist folgendes:
Diktiere ich ihm einige bekannte Sätze, werden sie richtig geschrieben, weil ich sie ja auch dementsprechend betone.

Muß er etwas "abschreiben" in Eigenregie, passieren ihm bei bekannten Wörtern Fehler, weil er nicht mit Verständnis liest sondern "nur" abschreibt, desinteressiert und unkonzentriert, weil es ihm egal ist, Hauptsache schnell fertig.

Also gehe ich völlig darin einig, wenn du sagst: Beim Schreiben ist das Problem nicht hauptsächlich das, wie das Wort geschrieben wird, sondern liegt eher darin, dass nicht gleichzeitig geschrieben, gelesen und auf Rechtschreibung geachtet werden kann.

Weil: Beim Durchlesen nach dem Schreiben werden die Fehler dann meist selber erkannt.
-so auch bei unserem Sohn, liest er es durch, sieht er die Fehler und korrigiert sie auch.

Ich denke nicht, daß mein Sohn Legastheniker ist, ich denke eher, daß er einfach nicht 3 Sachen auf einmal machen kann, und jedes perfekt.
Entweder liest er, dann liest er sehr gut.
Früher las er ähnliche Wörter rein, weil er schnell weitermachen wollte....und zeigen wollte, wie gut er lesen kann, das hat sich aber gelegt.
Oder er schreibt nach Gehör (sprich Diktate), dann hat er zwischen 0 und 2 Fehler.
Oder aber er schreibt ab, dann liest er nicht mit um die Bedeutung zu erfassen und dann kann es sein, daß so viele Fehler gemacht werden, daß der Sinn verfälscht wurde.

Ob dir meine Antwort nun hilft? Ich weiß es nicht, aber das Thema finde ich sehr interessant, mal sehen was die anderen noch dazu schreiben...

Liebe Grüße
Zappeline
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Re: AD(H)S und Leghastenie

Beitragvon Julian19_93 » 3. Juni 2007 21:25

Hallo Jam,

ich glaube, dass man das nicht pauschal sagen kann.

Bei meinem Sohn (14) ist es eine LRS, die auch diagnostiziert wurde. Er geht seit zwei Jahren zur Legasthenie-Therapie, Die Kosten 169 € im Monat müssen wir allerdings selber tragen. :aufsmaul_2:

Bei Ihm ist es aber auch sehr ausgeprägt. Sowohl lesen als auch schreiben. Er verwechselt heute noch viele Buchstaben z. B.: d+g, b+d. Er buchstabiert selbst schwierige Wörter richtig und schreibt sie dann im Anschluß falsch.  :eusa_doh:

Sicherlich ist es Tatsache, dass er sich aufgrund seines ADS sowieso schon schlecht konzentrieren kann.

Ich für meinen Teil hab schon so manches mit ihm versucht. Bisher können wir aber noch kein Erfolg verzeichnen.
Und die Lehrer (Realschule) haben keinen Ahnung von beiden Problemen. :icon_twisted:

:Chiao: Julians Mama
Im Leben lernt der Mensch zuerst gehen und sprechen. Später lernt er dann, still zu sitzen und den Mund zu halten. (Marcel Pognol)
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Re: AD(H)S und Leghastenie

Beitragvon Kleinkili » 4. Juni 2007 11:46

Hallo Jam,

hm, also mein Sohn 10J. Ads´ler (ohne h). ist Legasthenieker und ich kämpfe gerade dafür, dass er eine Therapie bezahlt bekommt. Da, ich mir diese im keinen Fall leisten kann.
Ich hoffe, ich bekomme das durch und er bekommt endlich Hilfe damit er nicht auf der Sonderschule landet wie sein Vater (nun 40J.) der bis heute noch nicht richtig schreiben kann. :aufsmaul_2:

Mein Sohn hat überhaupt keine Lesestörrung in seiner (Vor.-)Geschichte, er ließt super sehr schön und betont. Aber, schreiben kann er nicht und hatte vom Anfang an Probleme damit. Jedes Diktat ist 5 oder sogar 6 bei einenem Test mußte Er 40zig Worte schreiben und es waren gerade mal 5 richtig geschrieben.
Auch beim Abschreiben macht er Fehler weniger zwar, aber trotzdem so einige.
Und diktiere ich Ihm etwas und Er liesst es hinterher nochmal durch findet er seine Fehler auch nicht wirklich nur sehr bedingt. :icon_rolleyes:

:inlove: Mein Sohn hat wahnsinnig viele Bücher und liesst am aller liebsten L.A. Stine.
:icon_twisted: Komme ich an manchen Tagen nur mit dem Füller um die Ecke fängt er an zu jammern. Er könnte manchmal weinen und ist bei Jeder schlechten Note frustiert.

Vielleicht ist die Frage ja auch deshalb interessant, weil man sich, sollte meine "Theorie" stimmen,  fragen muss, ob eine spezielle Förderung mit erheblichem Zeit- und Geldaufwand Sinn macht


Ich halte es für sehr sinnvoll das mein Sohn eine spezielle Förderung bekommt.
Und denke das sich der Geldaufwand lohnen wird, ich wünsche mir, dass das die betreffende Stelle genauso sehen wird. Denn, Jemand der vkeine gute Schulische-Laufbahn vorzuweisen hat wird es später sehr schwer haben eine Lehrstelle an Land zuziehen.
Und , noch später eventuell schwer haben seinen Lebenunterhalt zu bestreiten ohne entsprechenden Job. Denn , als ungelernt Kraft ist das fast unmöglich.

Kili
Zuletzt geändert von Kleinkili am 4. Juni 2007 11:53, insgesamt 1-mal geändert.
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Daggi
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Re: AD(H)S und Leghastenie

Beitragvon Daggi » 4. Juni 2007 14:06

Hallo,

ich bin Leghasteniker und lese wahnsinnig viel. Aber schreiben fällt mir heute noch sehr schwer.
Bin 46 Jahre und habe in meinen Deutschlehrer fast wahrsinnig gemacht, denn ich war im Mathe sehr gut.
Habe daher auch Buchhaltung gelernt. Klar bei Bewerbungen brauche ich jemannd der kontroliert.
Denke aber man kann nicht überall gut sein, jeder hat so seine Defizite.
Fördern ja, aber nicht zu viel dem Kind zu muten. Es gibt auch tolle Hefte zu kaufen, wo das Kind lernen kann.
Meine Tochter hat diese Hefte gerne gemacht.
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Antonino
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Re: AD(H)S und Leghastenie

Beitragvon Antonino » 1. Juli 2007 22:21

Hallo Jam!
Meine ADS Jungs schreiben auch katastrophal, sobald es ein laufender Text und Zeitdruck, bzw. Konzentration auf den Inhalt erforderlich ist. Einzelworte schreiben sie richtig, weil sie die Rechtschreibregeln beherrschen (jahrelange Übung...).

Ich bin völlig überzeugt davon, dass meine Kinder  keine Leserechtschreibschwäche im eigentlichen  Sinne haben, sondern aufgrund des Aufmerksamkeitsdefizits so grußlich schreiben, deshalb nutzten die Rechtschreibtrainings, die wir seit der 1. Klasse sehr konsequent gemacht haben nichts.

Simon ist in der 3. Klasse und hatte kein Diktat unter 20 Fehlern, alles Üben hat überhaupt nichts genutzt. Seit 3 Monaten nimmt er MPH, sein Schriftbild hat sich unglaublich verbessert, was dazu führt, dass er seine Texte nun besser lesen und beim nochmaligen Durchlesen verbessern kann. Mit MPH hatte er nun 2 mal unter 5 Fehlern. Am Nachmittag, wenn das Medikament nicht mehr wirkt, schreibt er schlecht wie eh und je. - Wie an- und ausgeknippst.

Ich vermute wie du, dass bei ADS Kindern häufig gar keine LRS vorliegt, sondern die Aufmerksamkeitsstörung der Grund für die Probleme ist. Deshalb würde ich Eltern, die keine Verbesserung trotz ständigem Üben erzielen, eher raten zu versuchen, über Konzentrations- und Strategietraining  die Aufmerksamkeit zu verbessern und zu hoffen, dass dann auch die Rechtschreibung besser wird.

Viele Grüße
Antonino
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Re: AD(H)S und Legasthenie

Beitragvon Chris » 5. Juli 2007 01:04

Hallo Jam,

ich habe 3 Kinder, alle 3 Dyslexie oder LRS, 2 davon mit ADHS.

Alle 3 haben sehr von der Dyslexie- oder LRS-Therapie profitiert, (bei uns wurde es allerdings bezahlt)

Die Kinder bekommen dort auch Lese- und Lernstrategien vermittelt, die auch bei ADHS sehr hilfreich sind.

Du hast darin Recht, dass man mit den derzeitigen Tests manchmal nicht wirklich feststellen kann, ob tatsächlich eine LRS besteht oder dies eine Ausdrucksform der ADHS ist.
Wie auch immer, ein zusätzliches Training hilft auf jeden Fall, ungeachtet der tatsächlichen Ursache.

Es kommt aber sehr darauf an, wie solche Therapien aufgebaut sind, in D grassiert momentan sehr das Therapeutenfieber..., Nachhilfeinstitute und ähnliche Einrichtungen nehmen für sich mehr und in Anspruch, auch Dyslexie und LRS "therapieren" zu können, unterm Strich und genau hingeschaut, wird aber meist nur stur geübt und in keinster Weise "therapiert"..., also auch keine Lernstrategien  vermittelt....

Also prüfe gut, wofür du dein Geld ausgibst....!  :icon_wink: Seriöse Anbieter unterscheiden sich auch hier von den Scharlatanen, dass sie ihre Karten offen legen....

Viele Grüsse, Chris G
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nordische Prinzessin
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Re: AD(H)S und Leghastenie

Beitragvon nordische Prinzessin » 4. Dezember 2007 05:38


Hallo! Beim Durchstöbern der Beiträge, bin ich hier gleich auf was Interessantes gestossen....Mein Sohn (8,ADHS) hatte im Sommer einen Test bei der Schulpsychologin wegen Verdacht auf Leghastenie. Bis auf die Rechtschreibung, war das meiste sogar überdurchschnittlich gut. Er hat da nicht die "typischen" Rechtschreibfehler, wie bei Legastenie, gemacht. Sie hat uns das zwar erklärt, bin aber nicht so ganz schlau draus geworden. Sie glaubt, das ist alles reine Übungssache, und hat uns verschiedene Vorschläge (einfache Konzepte+PC-Spiele) erläutert. Allerdings glaubt sie auch, das es bei ihm auch an seiner Konzentration und an leichter Wahrnemungsstörung liegen könnte. Es hat sich derzeit trotz Üben und Deutschförderstunde kaum was verbessert, ausser das er im letzten Diktat statt 38 nur noch 24 Fehler gemacht hat. Ist trotzdem eine 6... hab ihn aber sowas von abgeknuddelt und gelobt...Beim letzten Elterngespräch kommt mir seine Musik-u.Sa.-Lehrerin mit dem Verdacht auf Legastenie. Sie ist auch D-Lehrerin (nicht seine) und hat selbst ein Kind mit ADHS+Legastenie. Bei ihrem Kind wurde das erst bei einem zweiten seperaten Test festgestellt. So hat sie mir dringend für ihn einen weiteren Test emfohlen! Die Kompetenz der Schulpsychologin will ich nicht anzweifeln (hat uns schon sehr bei einer meiner Töchter geholfen), werde trotzdem eine zweite Meinung einholen, denn wir wollen nur das bete für ihn. Habe schon 2 Nr. von dieser netten Lehrerin bekommen, wo ich mich hinwenden kann. Nun glaub ich auch, er braucht vieleicht eine höhere Dosis Medikinet (seit 2 Jahren 20 mg-Kapseln) ??? Ansonsten klappt bei ihm alles gut in der Schule... Liebe Grüsse!
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Re: AD(H)S und Leghastenie

Beitragvon Terno » 28. Dezember 2007 07:41

Auch mal meinen Senf dazu geb :)

Sicherlich ist das AD(H)S nicht gerade förderlich für einen LRSler, evtl ist es bei dem ein oder anderen kein LRS, aber ich bin der Meinung das man LRS recht gut feststellen kann (im gegensatz zu ADS :P) - und es dann auch glauben sollte.

Da ich selber AD(H)Sler + LRSler bin kann ich aus Erfahrung sagen das mir eine Therapie in jungen Jahren sehr geholfen hat (hatte das Glück das meine Patentante darauf spezialisiert ist).
Mit Lesen z.B. habe ich garkeine Probleme mehr, im Gegenteil ich bin zu einem Bücherwurm geworden. Mit dem Schreiben ... naja ich kann mich Außdrücken und zum Glück gibt es ja Rechtschreibprüfung beim Office :P
Und nochwas : nur weil eine Therapie nach 6 wochen nicht anschlägt heißt das nichts, bei mir hat es fast 2 Jahre gebraucht bis die Rechtschreibschwäche "im Griff" war. Solange hieß es Diktat setzten 6. nach diesen 2 Jahren war es dann Diktat 3,5 *freu*

Aber als kleiner Aufmunterer man kann auch mit AD(H)S + LRS n Abitur machen :P
Habe auf
Hauptschule angefangen mit Deutsch 5
Ende Hauptschule Deutsch 3
Realschule Deutsch 2
Abitur Deutsch 2 !!!! *g*
Wobei man nat auch sagen muss die Rechschreibung nimmt an Bedeutung ab mit steigender Klassenstufe.


@nordische Prinzessin einen 2. Test würde ich auf jeden Fall durchführen lassen, und ein hochsetzten der Medi Dosis nur dann vornehmen wenn es kein LRS ist - denn sonst hat dass dann nichts mit der konzentrationsschwäche zu tun.
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Re: AD(H)S und Leghastenie

Beitragvon nordische Prinzessin » 28. Dezember 2007 08:56

Hallo Terno!
Du machst ja richtig Mut!
Da haben wir denn noch Hoffnung, das es besser werden kann!
Unser Kleiner muss jetzt trotzdem Medikinet erhöhen (unser Arzt wollte das schon länger), denn seine allgemeine Konzentration lässt immer mehr trotz 20mg Medik.retart nach. Wir werden ihn jetzt in den Ferien noch steigern auf 30mg. Hoffe es geht ihm gut dabei!
Den 2. Test machen wir auf jeden Fall!
Lieben Gruss!
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Re: AD(H)S und Leghastenie

Beitragvon yuppi » 29. Januar 2008 14:53

Ich mache zur Zeit ähnliche Erfahrungen mit Josh.

Vor dem MPH hatte er in geübten Diktaten immer um die 20 Fehler.  Seit MPH hat er immer um die 4-5 Fehler, womit ich *eigentlich* voll und ganz zufrieden bin.

Beim LRS Test schnitt er grenzwertig ab. Kein eindeutiges ja er hat LRS, aber auch kein Nein er hats definitiv nicht.

Jetzt hat mich die Lehrerin angesprochen, daß wir mehr üben müssen, da Josh sonst, wenn es mal mit ungeübten Diktaten losgeht, total absacken wird.

Unser Psychologe hat mir jetzt angeboten, entweder LRS Gruppe in der Rehe 45€/MOnat die ich nicht wirklich habe.  Oder ich besorge mir ein Programm und übe selbst mit ihm zuhause.
Hierfür könnte mich geschultes Personal in der Reha einweisen (oder so ähnlich).

Kann mir von euch jemand ein Programm/Training empfehlen?  Marburger Rechtschreibtraining z.B.  kennt das jemand?  oder diese Fit trotz LRS Bücher (bei Amazon gesehen) ?
Annette mit JJ (7/99 - ADHS) und Tasha (6/92)
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Re: AD(H)S und Leghastenie

Beitragvon joojoo » 22. Februar 2009 00:03

Hallo zusammen

bei der suche nach infos über lege bin ich auf diese forum gestossen. und habe festgestellt das sich da mehrere personen auch gedanken über diese ,begabung, machen und ob lega mit adhs zusammen hängt. wenn ich es mir so überlege bin ich als kind auch hyperaktiv gewesen und hatte sehr mühe mich zu konzentrieren.
mein glück war das meine erstklasslehrerin sehr schnell festgestellt hat das ich eine lernschwäche im lesen hatte. und das vor 40 jahren (wow ist das schon so lange her  :eusa_doh:) ich hatte das  vergnügen ganze 3 jahre 3 mal eine halbe stunde,und dazumal hat das noch nichts gekostet,  in der woche in einen spezialunterricht zu gehen und lernte dort auch mit meiner hyperaktivität umzugehen.
das lesen machte mir spass aber mit der rechtsschreibung  happert es immer noch nach so vielen jahren.auffallend ist das ich bei hektischen situationen  heute noch probleme bekomme ob beim schrieben oder dann auch beim sprechen. da macht sich dann das POS ADHS zusätzlich noch bemerkbar.
meine kinder sind von beidem nicht betroffen oder  so schwach das es sich verwachsen hat.


mit lieben grüssen

joojoo
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Re: AD(H)S und Leghastenie

Beitragvon 1411erika » 21. März 2009 15:14

[quote="yuppi"]
Kann mir von euch jemand ein Programm/Training empfehlen?   Marburger Rechtschreibtraining z.B.  kennt das jemand?  oder diese Fit trotz LRS Bücher (bei Amazon gesehen) ?
[/quote]

Links zu Legasthenie-Infos auf http://adhs-nuernberg.info/wichtigeinfos.aspx  :smt023:
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Bille
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Re: AD(H)S und Leghastenie

Beitragvon Bille » 8. April 2009 15:48

Hallo,
auch mich beschäftigt diese Frage schon lange.
Mein Sohn ist ADSler und er braucht sehr lange zum lesen lernen. Ist jetzt in der 3. Klasse und es gibt Tage, da kann er immer noch nicht flüssig lesen. Die Rechtschreibung ist mal gut, mal schlecht.
In der ersten Klasse wurde er getestet mit dem Ergebnis ADS und durchschnittlicher REchtschreibbegabung.
Nun haben wir eine Nachtestung machen lassen. Er hat sich unter Medikamentengabe so sehr gebessert, dass wir einfach noch mal wissen wollten, wie der Test medikamentiert ausfällt.
Auswertungsgespräch haben wir noch nicht. Aber die REchnung kam schon mal. Darauf steht ADS und Lese-Rechtschreibstörung als Diagnose.  :icon_rolleyes: Bin mal gespannt auf das Gespräch!

Mein Mann ist unbehandelter ADSler. ER hat sich auch die ganze Schulzeit über mit Lesen und Schreiben sehr schwer getan. Heute ist er ein Büchernarr und schreibt auch fehlerfrei. ABer es hat lange gedauert. Ich denke auch, dass es bei ihm mehr mit der Konzentration zu tun hat.
Wenn man bedenkt, dass nur ca. 60 % der Wörter tatsächlich den Rechtschreiregeln gehorchen und er Rest Ausnahmen sind.... dann braucht es eben schon viel Konzentration beim Lesen, damit die richtige schreibweise im Langzeitgedächtnis landet. Und da haben meiner Meinung nach ADSler eben Probleme.
Von daher denke ich, dass Du mit Deiner These ganz richtig liegst.
Liebe Grüße
Sybille
Cpp
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Re: AD(H)S und Leghastenie

Beitragvon Cpp » 10. Dezember 2012 19:09

Was wir brauchen, sind ein paar verrückte Leute; seht euch an, wohin uns die Normalen gebracht haben.

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