Medikamentenmissbrauch mit MPH

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Philipp73
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Medikamentenmissbrauch mit MPH

Beitrag von Philipp73 » 24. Februar 2015 13:55

Ich hab auch mal Medikinet Adult genommen.
Es ist mir nicht so vorgekommen, als wenn die 2. Zündung  :breitgrinse1: erst nach 4 Stunden kommt, sondern eher nach 2 Stunden.
Ich war eigentlich nach 5 Stunden voellig unten von dem Zeugs, irgendwann kam ich dann auf die glorreiche Idee die Teile zu zerbeissen und lange im Mund zu behalten, damit es endlich wirkt und nicht zu knapp (an dieser Stelle sei erwaehnt, dass dies keine Empfehlung sein soll, typisches Suchtverhalten meinerseits).
Inwzischen nehm ich die Drogen unretardiert und soll eine Pause machen, fieser Abturn bekommend, wenn die Wirkung ab 13.00 Uhr weg ist.

Deine Dosis kommt mir sehr niedrig vor, ich würde gar nichts merken davon.
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kleiner Hypie
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Medikamentenmissbrauch mit MPH

Beitrag von kleiner Hypie » 24. Februar 2015 17:19

Hallo Philipp,

beim Lesen deiner Worte habe ich eher den Eindruck, dass du die Medikamente missbrauchst, statt sie ordnungsgemäß einzunehmen. Das ist nicht gut und statt hier davon zu berichten (wohlgemerkt ohne eine Lösung für das "Problem" zu suchen) und am Ende noch zu inspirieren, es dir gleich zu tun, solltest du das schnellstmöglich mit dem verschreibenden Arzt besprechen. Ich kann dir nur sagen, dass ich meinen Patienten, wenn sie deinen Umgang mit MPH an den Tag legen würden, kein MPH verschreiben würde.

Ich kann nur jede/n User/in hier davor warnen, dir dies gleich zu tun.
Deine Dosis kommt mir sehr niedrig vor, ich würde gar nichts merken davon.
Auch hier ist Vorsicht geboten. Jede/r AD(H)Sler/in reagiert anders auf die Medikamente. Es ist dir daher nicht möglich, von deiner eigenen Dosierung auf die eines/einer anderen zu schließen. Also halte dich mit solchen Aussagen in Zukunft bitte zurück.

Danke!

lg, kH
Ohne michael ist Forum doof.
Philipp73
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Medikamentenmissbrauch mit MPH

Beitrag von Philipp73 » 25. Februar 2015 13:44

Natürlich ist das falsch und warum soll mir jemand was nachmachen, ich muss jetzt ne Pause machen und fühl mich ziemlich elend, hoffentlich wirds besser.
Ich würde ja am liebsten kein MP nehmen, aber mir hats am anfang so gut geholfen.
Ich probier mal nach der Pause den Konsum wieder auf Standard zu fahren oder wenns nach der Woche halbwegs geht, vielleicht nehm ich Elontril, das hat nicht so einen krassen On Off Effekt und ich bekomms bezahlt.

Ich mach manchmal jokes, weil ohne Humor ist das Leben ja noch schlimmer, eigentlich bin ich für nen Druffi sogar ziemlich vernünftig und gebe mir Mühe.
Zuletzt geändert von Philipp73 am 25. Februar 2015 13:45, insgesamt 1-mal geändert.
Falschparker
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Medikamentenmissbrauch mit MPH

Beitrag von Falschparker » 25. Februar 2015 18:43

Lieber Philipp,

das merkt man aber hier nicht, ob du einen "Joke" machst oder nicht. Zumal man einen Joke auch daran erkennen würde, dass er witzig wäre, aber das ist mir wohl entgangen.

Also bitte verwende Wörter wie Drogen oder Konsum im Zusammenhang mit Methylphenidat nicht.

5 Stunden für Medikinet Retard ist nicht ungewöhnlich, sondern bei mir auch so. Dann kommt die "zweite Zündung" natürlich früher. Und wenn das so ist muss man eben nachnehmen und nicht solche Tricks wie Zerbeißen oder Sonstwas. Die Kapseln sind dafür gemacht, dass man sie als Ganze nimmt- fertig. Kapsel öffnen und den Inhalt in Speisen einrühren ist ausdrücklich erlaubt, aber nur wenn z. B. Kinder die nicht schlucken können und nicht um irgendwie die Wirkung zu manipulieren.
<><
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Re: Medikamentenmissbrauch mit MPH

Beitrag von EmmaGSLehrerin » 25. Februar 2015 21:19

Lieber Philip,

ich habe deine Beiträge und die Antworten darauf abgeteilt, damit der Ursprungstread nicht mit deinem Thema geshreddert wird.
Nun hast du deinen eigenen Thread zu deinem Thema.

In anderen Threads hast du ebenfalls über deinen Medikamentenissbrauch geschrieben. Ich möchte dich bitten, deine Thematik auf diesen Thread zu beschränken, aus Rücksicht auf die Eröffner der anderen Threads.  :ja1:

LG Emma
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Re: Medikamentenmissbrauch mit MPH

Beitrag von Spexx » 25. Februar 2015 23:29

@Philipp

Dass Du ein "Druffi" bist, weißt Du wohl selbst am Besten...
Als "Ex-Druffi" erkennt man das allein an Deinem Schreibstil.
Meine Erfahrung: Druffis behaupten oft, alles unter Kontrolle zu haben, wissen aber desmeist ganz genau, dass das nicht so ist.
Sie leben in ihrer Scheinwelt (mich damals nicht ausgenommen), reden sich ein alles wird schon wieder, wenn ich das nicht habe, nehme ich eben was anderes...

Auch ich kann dir nur raten, MPH NICHT außerhalb der zu dir und deinem Körper passenden Dosen zu nehmen.
Ich hab auch mal "rumexperimentiert" und war ganz schnell wieder in dem "Strudel" drin. Ich muss bei MPH extrem aufpassen, dass ich nicht überdosiere, das kann ganz schnell ganz schräg werden (und das nicht im positiven Sinne).

Mach nen harten Cut, überleg Dir, warum Du Dich "zuballern" willst, arbeite an Dir und dem, was Dich unglücklich macht.
Zuletzt geändert von Spexx am 25. Februar 2015 23:30, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Medikamentenmissbrauch mit MPH

Beitrag von Philipp73 » 2. März 2015 15:04

Du hast natürlich vollkommen recht, wobei ich nicht behaupte, ich haette irgendwas im Griff, ich bin ein psychisches Frack,leider war ich das auch clean, mir gaben sie 1 Jahr lange in der Therapiekein Antidepressivum, obwohl ich übelste Panickzustaende hatten.
Meine Drogenberaterin meint immer, das waere inzwischen ganz anders, ich würde auf jeden Fall Psychopharmaka bekommen, weil ich psychisch krank bin.
Wo behaupte ich denn, dass ich mein Leben im Griff haette.
Du hattest also auch eine Phase, wo du MP überdosiert hast und kommst inzwischen klar damit.
Das bedeutet gleichzeitig, dass du als Süchtiger in der Lage bist ein Suchtmittel nicht zu missbrauchen, das ist eine starke Leistung.
Es gibt auch Alkoholiker, die sich das kontrollierte Trinken angewoehnt haben, das Einmal süchtig, nie mehr Kontrolle ist veraltet imho.
Würdest du mir empfehlen die MP-Pause noch zu verlaengern ?
Bei mir wars leider so, dass ich als ich clean war so viele psychische Probleme hatte und so viel Wiederstand bei der Eingliederung in die Gesellschaft, dass ich es nicht geschafft habe.
Und das obwohl ich von meinem Aeusseren her mit 30 dermassen gut bei den Frauen ankam, das war fast schon unheimlich, als ich clean war und Sport machte war ich der Frauentyp schlechthin, im Schwimmbad alle Blicke auf mir, manche haben es nicht verstanden, jetzt bin ich alt und grau, baeh !
Da haben mich bildhübsche Maedels angeflirtet und ich habs nicht gebacken bekommen die anzusprchen, weil ich dann sagen müsste, ich bin grad in Drogentherapie, habe kein Geld und so weite und sofort, meine Schüchternheit wurde sogar als Arroganz ausgelegt, weil ich natürlich versuchte mir meine Unsicherheit nicht anmerken zu lassen und einfach nur versuchte cool zu wirken, das war frustrierend, so gute Chancen bei den Frauen und es nicht ausnutzen, ich war so bloed !!!!!!!
Auf Buprenorphin bin ich erst mit weit über 30 gekommen, mein Vater hat ne andere Frau gevoegelt und meine Mutter war voellig am Ende, sie hat jetzt noch einen psychischen Schaden davon, sie ist inzwischen geschieden, in der Zeit habe ich mich mit Buprenorphin weggeschossen und bin irgendwann einfach ins Programm und habe mich hochdosiert, inwzischen bin ich ja ziemlich weit unten, nur so nebenbei, wie es bei mir mit 30 nicht klappte mich wiedereinzugliedern, ich habe ne Umschulung gemacht in einer Zeit, wo fast keiner einen job gefunden hat als Fachinformatiker, das 1. Jahr war noch gut, das Praktikum im 2. Jahr wahr schon mies, jeden Abend nach der Arbeit habe ich 3-5 Liter Bier gesoffen bis zur Pruefung war ich wieder voll drauf, leider !

Es ist doch offensichtlich was mich unglücklich macht, ander in meinem Alter haben Familie, Autos, Freude, Anerkennung ich habe genau gar nichts, nicht eimal mehr Freunde und keine Perspektiven mit 41 mehr und ich versuch immer psychisch irgendwie einigermassen gut drauf zu sein, aber ich schaffs irgendwie nicht, nachts wenn die Traeume kommen, merk ich doch, wie mir alles fehlt, was  ein Mensch braucht, das sind auch ganz intime Dinge, die mier leider fehlen, isso.

Ich finds dermassen frustrierend schon über 40 zu sein, ich hab die übelste midifecrises.

In so mancher Phase hatte ich das Gefühl dass ich einen heftigen Schaden aus meiner frühen Kindheit habe, aber ich weiss es nicht, aber das Gefühl ist halt da.

Ich feier übrigens Kollegah und das mit 41.

Die Eloquenz schlechthin, hoert euch diese Kunst an.
https://www.youtube.com/watch?v=7dPF1FB2ohk
Zuletzt geändert von Philipp73 am 2. März 2015 15:30, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Medikamentenmissbrauch mit MPH

Beitrag von Philipp73 » 2. März 2015 17:02

Ich bin grad echt durch den Wind, ich spiel ja online Poker und es ist der Wahnsinn.
Ich habe Januar, Februar etwa 250 Dollar gewonnnen auf 10 cent und seit ich das MP fast abgesetzt hatte bzg ganz heute spiele ich den letzten Stuss zusammen.
Ich habe fast alles wieder verloren, was ich auf MP gewonnen habe, meine Leistungsfaehigkeit ist im Keller.
Echt der Wahnsinn, habe gerade eine PM bekommen, in der behauptet wurde ich waere eine Schlagzeile wert und ich würde meine Pillen hier verchecken.
Da sagt jemand, ich haette ne Suizidmischung und ich würde teens dazu verleiten hier zu dopen, manche haben echt noch schlimmeres Kopfkino als ich.
Dann wird unterstellt, ich koennte nie diese Mischung von einem Arzt bekommen und muesste gemeldet sein, natürlich bin ich gemeldet, aber wie willst du das rausfinden.
Es gibt einige Substituierte, die MP bekommen.
Meine Mischung mit Moclobemid ist schon krass, dass MP wirkt etwa 2-3 mal so stark und dementstrechend habe ichjetzt auch nen guten Upperkater, prost.
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Re: Medikamentenmissbrauch mit MPH

Beitrag von Spexx » 2. März 2015 18:42

Hi Philipp,

Du musst in solchen Foren aufpassen, was und vor allem wie Du's schreibst.
Dinge die für Menschen mit unserer Vergangenheit normal sind, weil wir krasse Sachen erlebt haben, wirken auf unsere Umgebung manchmal ziemlich "krank".
Sie kennen diese Erfahrungen nicht, können nicht nachvollziehen wie wir uns fühlen...

Zu Deiner Frage:

Ich glaube, ich kann mich zu wenig in Dich reinversetzen um Dir Tipps für die jetzige Situation zu geben.
Ich weiß nicht, ob Du schon Mal stationär warst (ich selbst war 2 Monate). Du musst natürlich eine vernünftige Klinik finden, mach Dich schlau, such Dir nen Psychotherapeuten, der was von seinem Handwerk versteht. Evtl. ist ein "Drug-Forum" die bessere Anlaufstelle (zumindest was die Empfehlungen für Therapiemöglichkeiten angeht).
In meinen Augen macht es Sinn, mit HIlfe clean zu werden und alles aufzurollen, den Grund für Deine Probleme rauszufinden.
Ich weiß, es ist hart (das war es auch bei mir und ich bin immer noch am Hochkrabbeln). Es wird immer wieder Rückschläge geben, aber es gibt so viel schönes im Leben. Das Leben rauscht auf Droge einfach nur so an Dir vorbei, bis Du schauen kannst ist es rum ums Eck und dann?

Hol Dir Hilfe, das ist aktuell wohl das Einzige was ich Dir raten kann...

Viel Glück
Spexx
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