Methylphenidatpause, ganz unten und richtig abgeturned

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Philipp73
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Methylphenidatpause, ganz unten und richtig abgeturned

Beitrag von Philipp73 » 24. Februar 2015 13:46

Hallo
Ich benutze bewusst ein Wort "abgeturned", welches etwas jugendlich salopp klingt, aber den Zustand ganz gut beschreibt.
Nachdem mein Arzt mir schon laenger sagte, dass er auf einer Fortbildung gehoert hat, dass eine Methylphendiatpause von Fachleuten empfohlen wird, konfrontierte er mich beim letzten Gespraech mit der Tatsache, dass er von mir erwartet, entweder das MPD oder das Rivotril (ein Benzodiazepin) zu reduzieren, da beides nicht zusammenpasst.
Leider habe ich auch eine ziemlich fiese Angststoerung und Depressionen.
So weit so gut, wir einigten uns darauf, dass ich eine MP Pause mache, um danach wieder einen besseren staerkeren Effekt zu haben (Selbiger ist nach etwa 2 Jahren Einnahme doch schwaecher geworden, die anfaengliche superdubbig Ausgeglichenheit wurde immer schwaecher und jeden Abend kam ich runter).
Der Winter war allgmein richtig schlimm, um Weihnachten rum gings mir richtig miess, auch eine Vitamin D Kur (nicht zu knapp aus dem Internet) brachte nichts.
Grad versuche ich es mit Zink mal wieder. Ich bin also von 60 mg in Woche 1 auf 40 mg in Woche 2 auf jetzt 20 mg und am WE hatte ich ab etwa 14.00 so derbe Unlust und eine Antriebslosigkeit, ein richtiger Abturn eben (so wie wenn man eine Weile gefeiert hat auf Stimulanzien und dann runterkommt).
Das Absetzen fiel ausgerechnet noch auf eine starke Erkaeltung und heute habe ich es einfach nicht geschafft zu meinem 1-Euro Job zu gehen, habe aber immerhin angerufen.
Mein Leben ist ansich ziemlich trostlos, ich hab ne heftige midlifecrisis und kann mir nicht vorstellen 2 Wochen ganz ohne MP zu sein und gleichzeitig zu funktionieren.
Deshalb will ich morgen mit dem Arzt reden und etwas in der Art sagen, wie das jetzt nicht der richtige Zeitpunkt ist, ich vor der Pause wieder mit Sport anfangen will, um irgendwie meinen Neurotransmitterhaushalt zu pushen, derzeit ist der irgendwie aus den Fugen geraten.

Aber auch mit MP war es nicht mehr das Gelbe vom Ei, ich richtete mein Leben nur noch nach dem MP aus nach dem Motto "MP = Power und Lebensfreude, kein MP = Trauer und Antriebslosigkeit".
Was ist eure Empfehlung.
Sollte ich in den sauren Apfel beissen und 2 Wochen kein MP nehmen ab Donnerstag oder es lieber verschieben mit der Pause ?
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kleiner Hypie
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Re: Methylphenidatpause, ganz unten und richtig abgeturned

Beitrag von kleiner Hypie » 24. Februar 2015 17:38

Ich bin bei dem Verhalten, was MPH angeht, ehrlich gesagt skeptisch. Du schreibst, du richtest dein Leben nach MPH aus. Das ist nicht gut. Das grenzt an Suchtverhalten und dazu soll die Einnahme nicht führen.

Die AD(H)Sler, die ich kenne, vergessen öfters die Medikamenteneinnahme, an ein Leben-danach-richten ist gar nicht zu denken.

Ich würde sagen, versuch die Pause durch zu ziehen und wenn du es nicht schaffen solltest, stelle dir ganz klar die Frage, woran es liegt. Hinterfrage dein Verhalten bezüglich MPH. Und sprich offen darüber mit dem behandelnden Arzt.
Ohne michael ist Forum doof.
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Re: Methylphenidatpause, ganz unten und richtig abgeturned

Beitrag von Philipp73 » 25. Februar 2015 08:10

Habs lieber wieder geloescht, war dann doch etwas zu ehrlich und verniedlichend, was hier stand.
Vielleicht komm ich von dem Zeug weg, das Runterkommen ist halt richtig eklig, nopower nomore (nohomo).

Vielleicht sollte ich ne ladung oldscool aus meiner youth taken, um dann flyer am been zu sein , dont do this at home (skurr burr).
https://www.youtube.com/watch?v=_yEV-ZiqcFY#t=631
Zuletzt geändert von Philipp73 am 25. Februar 2015 08:40, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Methylphenidatpause, ganz unten und richtig abgeturned

Beitrag von Philipp73 » 25. Februar 2015 08:47

Mein Verhalten ist natürlich nicht so toll, aber als ich damit anfing war ich wie ausgewechselt und kam jeden Abend schlecht drauf beim Runterkommen, da ist es doch normal, dass man es nicht vergisst zu nehmen, wenn es so genial antidepressiv wirkt, leider mit yo yo Effekt.

Wenn man an Depressionen und Aengsten leidet und das Zeugs so krass unangenehme Gefühle beseitigt, dann ist es schon fast wieder kontraindiziert, da man dann auch mal mehr nimmt etc pp und schon ist man im Missbrauch drin und die Wirkung sollte ja nur die Unruhe beseitigen und einen nicht gleich fast schon high machen, leider wars bei mir aber so, ich war richtig fit, ein wow Effekt anfangs bei kleinen Dosen, spaeter mehr und irgendwann war die Wirkung auch nicht mehr so toll, nunja, mein Gehirn stellt sich auf alle Medis ein und  iwann wirken sie nicht mehr so wie zu Beginn, leider, bei ADs das Gleiche.
Zuletzt geändert von Philipp73 am 25. Februar 2015 08:54, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Methylphenidatpause, ganz unten und richtig abgeturned

Beitrag von Menolly » 25. Februar 2015 09:36

Philipp73,
wenn ich so deine Beiträge lese, komme ich zu dem Schluss das du am besten mal eine Suchttherapie machen solltest.
Das was du hier schreibst grenzt schon ganz stark an Missbrauch, wenns nicht schon welcher ist.

Mir ist schleierhaft das dein Arzt da nicht richtig drauf reagiert, aber ich denke du sagst ihm wohl eher nicht wie es wirklich bei dir aussieht.
Vielleicht mal da die Wahrheit sagen?

Das soll kein Angriff sein, aber ich kann es nicht einfach so stehen lassen.

Liebe Grüße
Menolly
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Re: Methylphenidatpause, ganz unten und richtig abgeturned

Beitrag von Philipp73 » 25. Februar 2015 13:37

Geht nicht, ich hab mal probiert Buprenorphin ganz langsam zu reduzieren, ab einem gewissen Punkt habe ich Panikatacken bekommen, gleiches passiert mit Rivotril.
Ich habe jetzt mit dem Arzt geredet, ich muss die Pause machen, bin aber krankgeschrieben, oh schreck.
Für ne Suchttherapie habe ich keine Kraft mehr, ich bin ambulant in Therapie, ich leid eher unter meinen Angstzustaenden und meinen Depris als unter meiner Sucht.
Ich trink abends vielleicht ein bischen zu viel, aber sonst habe ich gross keinen Konsum.
Ich komm mit meinen Gefühlen nicht zurecht, ich war mal in einer recht strengen Therapie und mir hats gar nicht gefallen, war da aber auch erst 29-30 Jahre alt und die setzten mir alle Medis ab, die in der Entgiftung ausdrücklich empfholen wurden und ich bin die ganzen 10 Monate mit Beklemmungsgefühlen durch die Therapie gerannt, selbst 2 Stunden Sport am Tag haben nicht wirklich geholfen, danach hab ich endlich in der Nachsorge ein AD nehmen dürfen und eine Umschulung gemacht, leider zu nem arbeitsmarkttechnisch schlechten Zeitpunkt, als kaum Firmen Leute einstellten.
Meine Arbeitslosigkeit und die Perspektivlosigkeit macht mich fertig, ich komm gar nicht klar drauf.
Aber jetzt heisst es erstmal mind 1 Woche kein MP, nadann, mal schauen wies wird.

Natürlich weiss mein Arzt was mit mir los ist, er ist Suchtspezialist und ich muss regelmaessig UKs machen, seit einiger Zeit kann er da auch den Alkoholkonsum sehen, wie hoch er etwa ist, er ist einigermassen zufrieden, ist weniger geworden.
Zuletzt geändert von Philipp73 am 25. Februar 2015 13:38, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Methylphenidatpause, ganz unten und richtig abgeturned

Beitrag von Philipp73 » 25. Februar 2015 13:56

Ist eigentlich 1 Woche Pause genug, wenn man vorher 1 Woche lang nur 1 mal taeglich unretardiert genommen hat.
Reicht das meinem Belohnungszentrum, um sich wieder zu erholen ?

Hab grad nach Modafinil geschaut, der Witz, kostet in Deutschland 200 mg 5 Euro pro Tablette (trotz Generika) und im Ausland kann man es für 80 cent bestellen bei 500 Stück).
Das ist Abzockerei, kann ich mir nicht leisten.Ich hab aber auch keine Lust auf illegales Handeln jeglicher Art, MP ist schon teuer genug und mein Arzt will es mir einfach nicht auf Kassenrezept geben.
Er hat angst, dass die Kasse irgendwann kommt und das Geld von Ihm will.
Ein Kollege hat mir den Tipp gegeben mir bei einem anderen Arzt die Diagnose zu holen, notfalls in der Psychiatrie.
Wobei die 20 mg 50 Stück meines jetzigen Anbieters kosten 31 Euro, das geht noch halbwegs im Gegensatz zu Medikinet.

Ich werd auch sauer, wenn ich überlege, wie oft ich als Jugendlicher und junger Erwachsener bloed angemacht wurde, weil ich so vergesslich war und dermassen unausgeglichen.
Das ich ADS habe, auf die Idee kam nie jemand, obwohl ich gerade wieder die Symptome gegoogelt habe und ich wirklich der Volltreffer bin, aber wirklich der Volltreffer.
Die ganze Suchtscheisse haette ich mir ersparen koennen, wenn ich mal mit Anfang 20 gescheit behandelt worden waere oder früher, jetzt ist es fast zu spaet, mein Gehirn ist mir selbsrt ein Mysterium und hat anscheinend keinen Bock ausgeglichen und halbwegs funktionierend zu arbeiten, lieber stellt es auf Depression, Angst, ADS oder alles zusammen. :aufsmaul_2:
Zuletzt geändert von Philipp73 am 25. Februar 2015 14:22, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Methylphenidatpause, ganz unten und richtig abgeturned

Beitrag von Philipp73 » 25. Februar 2015 14:33

Das Gefühl, keine Leistung zu vollbringen und/oder sein Ziel nicht zu erreichen (unabhängig von bereits erbrachten Leistungen)
Schwierigkeiten, sich selbst zu organisieren)


Häufiges Hinauszögern von Aufgaben, bis dann der Druck Probleme bereitet.

Ich oeffne Briefe nicht, raeum nicht auf, geh oft nichtmal einkaufen und zahl dann den WE-Aufschlag.
Mahnungsgebühren ohne Ende.

Probleme, eine Arbeit erfolgreich zu beenden, da oft an mehreren Projekten simultan gearbeitet wird

(Nunja, eher die voellige Hingabe auf eine Taetigkeit bis zum Exzess nach dem Motto, entweder 150% oder 0% (alles dazwischen ist langweilig).
Eine Tendenz, zu sagen, was einem in den Sinn kommt, ohne den notwendigerweise passenden Zeitpunkt gewählt zu haben oder eine angemessene Formulierung zu suchen.
(Hab ich mich schon unbeliebt gemacht, weil ich anderen ins Wort gefallen bin oder alles besser wusste)
Eine ständige Suche nach immer stärkeren Reizen und Stimulation (physischer und psychischer Art)
Unfähigkeit, Langeweile zu ertragen
(Immer auf der Suche nach dem Kick, 0 Gelassenheit, GEdankenkarusell und der Wunsch nach Ruhe)

Leichte Ablenkbarkeit, vor allem beim Lesen und anderen konzentrationsfordernden Tätigkeiten, die nicht im unmittelbaren Interessenbereich des Patienten liegen.
(In der Schule in langweiligen Faechern spaetestens nach 1 min absolut nichts mehr mitbekommen, wenn mich was interessierte erbrachte ich teilweise sehr gute Leistungen, auch unter Druck in Prüfungen)
Aufmerksamkeitsprobleme bei längerem Zuhören (Ich hoere anderen doch gar nicht zu ;) )
Oft kreativ, intuitiv, intelligent
(Intelligent auf jeden, intuitiv eigentlich auch, kreativ eher nicht)
Probleme, bekannte Wege zu gehen oder Anweisungen zu folgen
Ungeduldig – niedrige Frustrationstoleranz
(wegen niedriger Frustrationstolleranz wurde ich spaeter eingeschult, obwohl ich mit 5 schon das kleine 1x1 konnte und nur weil ich meine Bilder zerrissen habe, ich war intelligent genug  um zu sehen, dass meine Zeichnungen einfach nicht schoen waren)

Impulsives Handlungsprofil. Begeisterungsfähig, aber auch zu spontanen und unüberlegten Handlungen tendierend
Ständige Neuplanung der eigenen Zukunft (sehr impulsiv, oft bis hin zur Selbstzerstoerung)
Über triviale Gegebenheiten wird oft endlos nachgedacht; tatsächliche Gefahren werden jedoch übersehen
Gefühl der Verunsicherung (Ja, da mache ich mir Gedanken, was eine Frau mit einem Satz vor 20 Jahren genau meinte, lauf aber über die Strasse ohne mich umzuschauen)
Ausgeprägte Stimmungsschwankungen, bis hin zu manischen Depressionen. Oft von der präsenten sozialen Umwelt abhängig
(Ohne drugs habe ich keine manie)
Reizbarkeit und Neigung zum Zynismus, vor allem im höheren Alter (Mein Zynismus ist legendaer, vorallem mein Humor ist voll damit (nohomo) ;)
Körperliche oder geistige Ruhelosigkeit (Das Zimmer abwandern und die Suche nach Ruhe, morgens vorm Aufstehen oft richtig shclimm mit der Unruhe)
Eine Tendenz zu Suchtverhalten (Nein, süchtig habe ich mich nie verhalten, hab nur aus Spass alle Drogen von Amphetamin - Crack durch ;) )
Mangelnde Introspektion (muss ich googlen).
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Re: Methylphenidatpause, ganz unten und richtig abgeturned

Beitrag von Philipp73 » 27. Februar 2015 13:52

Seit gestern gabs nichts mehr.
Gestern nachmittag war ich down und lag ab 15:00 vorwiegend im Bet, Antriebslosigkeit und Depressionen.
Wahrscheinlich hat MP tagsüber meine Depris kaschiert bis hin zu milder Euphorie.
Heute bin ich wieder ziemlich lasch drauf, aber ich habe das Gefühl, das es besser wird langsam.
Vielleicht wirken die ADs ja ohne MP anders und ich rutsch in eine neue Gemütslage, die undepressiver ist als vorher (zumindest wenn MP nicht voll wirkte).
Alles in allem merkt man aber, dass MP ne harte Droge ist, ein Drogenentzug fühlt sich was Unlust etc angeht aehnlich an, nur halt noch je nach Droge mit wesentlich heftigeren Entzugserscheinungen.
Aber ein MP-Entzug ist auch nicht wirklich soft, kokainabhaengige Leute haben aehnliche Symptome, bei denen geht es oft ein ganzes Jahr, bis sie wieder das Leben geniessen koennen, aber MP ist schon ein wesentlich leichter abzusetzen denke ich mal, bin mal gespannt, wie es in ner Woche aussieht, werde wieder berichten.
Zuletzt geändert von Philipp73 am 27. Februar 2015 13:54, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Methylphenidatpause, ganz unten und richtig abgeturned

Beitrag von Menolly » 27. Februar 2015 14:42

Philipp73 ich möchte dich bitten MPH nicht mit irgendwelchen Drogen gleich zu setzten!

Echt jetzt, so langsam bekomm ich ne Wut.

DU hast ganz offensichtlich das MPH Missbraucht!
Noch schlimmer, du redest es dir auch noch schön.

Und noch mal. NEIN MPH IST KEINE HARTE DROGE!
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Re: Methylphenidatpause, ganz unten und richtig abgeturned

Beitrag von EmmaGSLehrerin » 27. Februar 2015 16:58

Hallo Philip,

ich habe dein Thema hierher verschoben, da es bei deinem Problem nicht um die übliche, vom Arzt verordnete Medikamenteneinnahme geht.

Sondern um deinen Medikamentenmissbrauch. Wie wir ja inzwischen erfahren haben, missbrauchst du nicht nur MPH und womöglich ist nicht einmal alles, was du einnimmst, vom Arzt verschrieben.

Oder bist du bei verschiedenen Ärzten, und wissen diese nichts voneinander?

Entschuldige wenn ich so direkt frage, aber was du hier schreibst, legt diesen Verdacht einfach nahe.

Du bekommst für dein Problem hier weiterhin Raum, aber es sollte ehrlich und richtig benannt werden.  :ja1:

LG
Zuletzt geändert von EmmaGSLehrerin am 27. Februar 2015 21:55, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Methylphenidatpause, ganz unten und richtig abgeturned

Beitrag von Philipp73 » 28. Februar 2015 15:45

Huch, jetzt habe ich erst den vorletzten post gelesen.
Leute, nicht gleich aufregen.
Ich sag zu allem drug, bin da wie die Amis, kommt natürlich auf die Dosis an.
Bei mir wars halt so, dass durch das Moclobemid die Wirkung verstaerkt wurde und schon war ich wohl leicht überdosiert und sehr  :froi1:, was sich aber gelegt hat.
Ich hatte jetzt 2 ziemlich downe Tage, aber wenn ich so die Absetzerscheinungen von andere lese, die teilweise Kraempfe, Narkolepsie und vieles mehr bekommen, bin ich ja glimpflich davongekommen.
Ich habe MP gegen ADS bekommen und auch meistens normal verkonsumiert, Aussnahmen bestaetigen die Regel.
Ich habe MP von dem Arzt verschrieben bekommen, der mir auch meine andere Sachen verschreibt.
Ich habe gerade in einem anderen Forum gelesen, dass manche Leute viel schlimmere Zustaende nach Absetzen von MP bekommen haben, ich kann ja noch ganz froh sein.
Und was heisst da Missbrauch, ich habe 60 mg pro Tag bekommen und die genommen, klar hab ich es auch mal missbraucht,aber eigentlich habe ich halt 3 mal am Tag 20 mg genommen, eimal so um 9, dann um 13 und eine um 16:00 Uhr, aber nach Durchlesen einiger posts im Suchtforum haben die anderen oft wochenlange, ja teilweise jahrelange totale Unlust und Matsch im Kopf nach Absetzen.
Es haelt sich also im Rahmen, dass ich unmotiviert bin nach Absetzen und etwas depressiv ist normal.
Wo liegt denn der Unterschied in der Absetzsymptomatik, ob ich ein Medikament gebrauch oder missbrauch ?
Wenn ich Benzodiazepine gegen Angst bsp gebrauch bekomme ich trotzdem einen heftigen Entzug (ja oft sogar wesentlich schlimmer als jemand, der es missbraucht ohne Indikation), die machen den Entzug oft vergleichsweise easy.
Ich les auch immer wieder von krassen Absetzerscheinungen bei Ads, werden die auch missbraucht ?   :winken:

Wenn ein gesunder Mensch sich absichtlich mal von Drogen abhaengig machen würde koerperlich, haette der auch kaum Probleme, waehrend ein eh depressiver oder angstgestoerter Mensch, dessen Neurotransmitterhaushalt genetisch bedingt nicht der Bestei ist übelst zu kaempfen hat.
Ich behaupte einfach mal, dass die ADSler hier, die MP nehmen auch Probleme beim Absetzen haetten, die einen waeren wohl total augedreht (hyperaktiver Typ), die anderen schlapp wie sau, unkonzentriert waren sie wohl alle.
Mein ADS ist sicher nicht das staerkste, ich habe MP auch ein bischen als Augmentation gegen meine Depressionen genommen und oefters mal bin ich auch ein bischen übers Ziel hinausgeschossen, aber für mich ist das normal, ich entstamm halt einer experimentierfreudigen Generation Golf .

(Ich will damit nicht sagen, dass das Verhalten lobenswert ist, sondern das es für mich normal ist, dass man von Sachen, die sich gut anfühlen mehr will und gerne euphorisch ist (wer ist denn nicht gerne gut drauf ? )  und alle Leute die ich kenne, sind noch wesentlich schlimmer als ich in der Suchtpraxis)

Bin am überlegen, ob ich mir die heavy drug nicht verkeinfe in Zukunft, hatte vor etwa 1 Jahr schonmal ne Pause und mit sehr viel Sport war ich eigentlich genauso speedy smoothy unterwegs wie auf Rita, Sport ist auch ziemlich fly am wirken.

Versteht ihr eigentlich keinen Spass ;)

Humor hilft mir persoenlich sehr gut gegen die Depressionen,ich hab Sachen viel zu Ernst genommen früher und ich denk auch viele Leute koennten durch gesunde ERnaehrung, Sport, Meditation etc auf MP verzichten, je nach Bedarf noch ADs.
Das Problem beim MP ist halt, es kann nicht immer wirken, sonst wirkts nicht mehr und dadurch kommt man immer wieder runter und das fühlt sich einfach nicht gut an imho.
Zuletzt geändert von Philipp73 am 28. Februar 2015 16:18, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Methylphenidatpause, ganz unten und richtig abgeturned

Beitrag von Philipp73 » 28. Februar 2015 16:22

Healthy lifestyle am haven.  :top:
Zuletzt geändert von Philipp73 am 28. Februar 2015 16:28, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Methylphenidatpause, ganz unten und richtig abgeturned

Beitrag von Philipp73 » 28. Februar 2015 17:17

Offizielle Quelle, wobei ich als ehemals alles testender dude sagen muss, MP ist nicht so hart wie Crack, never, wollte ich nur anmerken, weil hier behauptet wird MP sei keine harte Droge, für mich ist auch Alkohol ne harte Droge nur so nebenbei.

Die amerikanische Drogenbehörde DEA stuft Ritalin als ebenso gefährliche Droge ein wie Heroin und Kokain. Ritalin macht ebenso stark abhängig und kann sich mit seinen Nebenwirkungen locker mit Crack messen. Mittlerweile sind weltweit Millionen von Menschen – meist Kinder und Jugendliche – Ritalin süchtig. Für den Hersteller Novartis ist das ein Milliardengeschäft.
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Re: Methylphenidatpause, ganz unten und richtig abgeturned

Beitrag von Menolly » 28. Februar 2015 17:39

Mittlerweile sind weltweit Millionen von Menschen – meist Kinder und Jugendliche – Ritalin süchtig.
Quellenangabe Bitte. Oder ist das nur eine Behauptung?
Zumal dabei ja auch interessant wäre ob diese Leute Ritalin vom Arzt verschrieben bekommen haben, oder es sich anderweitig beschafft ( was in den USA nicht so schwer ist wie hier in Deutschland )

Ansonsten finde ich das du echt ziemlich wirr schreibst.
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Re: Methylphenidatpause, ganz unten und richtig abgeturned

Beitrag von Hanghuhn » 28. Februar 2015 19:22

[quote="Philipp73"]
Versteht ihr eigentlich keinen Spass ;)
[/quote]
Nö, nicht solchen! Wobei mir überhaupt die Spaß-Textstelle fehlt.  :icon_eek:  Kannst mich ja bei Gelegenheit auf Vordermann bringen.

[quote="Philipp73"]
Humor hilft mir persoenlich sehr gut gegen die Depressionen,ich hab Sachen viel zu Ernst genommen früher und ich denk auch viele Leute koennten durch gesunde ERnaehrung, Sport, Meditation etc auf MP verzichten, je nach Bedarf noch ADs.
Das Problem beim MP ist halt, es kann nicht immer wirken, sonst wirkts nicht mehr und dadurch kommt man immer wieder runter und das fühlt sich einfach nicht gut an imho.
[/quote]
Humor kann helfen, wenn 's einem richtig schlecht geht. Zu viel des Guten hat aber was vom weinenden Clown. Wie bei den meisten Dingen im Leben kommt 's auf die Dosis an, wobei auch ganz gewiss der Schweregrad der Depression bzw. des miesen Verstimmtseins eine nicht unerhebliche Rolle spielt. Da gibt es unter Garantie weitere Parameter.

Ich kenne mich mit Medis nicht so gut aus. Kannst Du es nicht ein paar Wochen so halten, dass Du regelmäßig Sport treibst und erst mal Deine Ängste behandeln lässt - ohne Methylphenidat. Eine einmal bestehende Abhängigkeit bleibt, so viel ich weiß. Ich glaube bei einem Wiedereinstieg in die Medikamentierung brauchst Du mehr als die normale Hilfe vom Arzt, Du musst ehrlich zu ihm sein und Dich an seine Dosieranleitung halten. Evtl. ist es angebracht, auf ein anderes Medikament auszuweichen - nicht parallel, sondern ersatzweise.

Ich wünsche Dir alles Gute.
Zuletzt geändert von Hanghuhn am 28. Februar 2015 19:24, insgesamt 1-mal geändert.
LG Hanghuhn
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Re: Methylphenidatpause, ganz unten und richtig abgeturned

Beitrag von Falschparker » 28. Februar 2015 19:55

Das ist nicht wirr, das ist Unsinn. In diesem Forum sprechen wir von Methylphenidat als Medikament, und das heißt in therapeutischer Dosis, ärztlich verschrieben und oral aufgenommen.
Philipp73 hat geschrieben: Leute, nicht gleich aufregen.
Ich sag zu allem drug, bin da wie die Amis, kommt natürlich auf die Dosis an.
Ich will mich aber aufregen. Wir sind keine Amis. Und du hast auch nicht drug geschrieben, sondern Droge. Und du hast auch weiterhin das Wort konsumieren benutzt.
Philipp73 hat geschrieben: Versteht ihr eigentlich keinen Spass ;)
Sicher, aber dann habe ich verpasst, wo ich lachen soll. Deine Abhängigkeiten und psychischen Probleme sind sicher nicht spaßig.
Philipp73 hat geschrieben:für mich ist auch Alkohol ne harte Droge nur so nebenbei.
Oh ja, für mich auch!! Der das auf die leichte Schulter nimmt scheinst aber du zu sein:
Philipp73 hat geschrieben: Ich trink abends vielleicht ein bischen zu viel, aber sonst habe ich gross keinen Konsum.
In demselben Beitrag schreibst du von Buprenorphin (musste ich auch erst nachschlagen- lt. Wikipedia "zur Behandlung ausgeprägter Schmerzen (...) Darüber hinaus wird Buprenorphin hochdosiert seit circa Mitte der 1990er Jahre als Substitutionsmittel in der Therapie einer Abhängigkeit von Opioiden verwendet") und Rivotril (Benzodiazepin mit sehr großem Abhängigkeitspotential).

Auf dieser "Speisekarte" scheint Methylphenidat tatsächlich das Harmloseste zu sein, aber die Erwartungen und Erfahrungen die du äußerst, sehen ganz anders aus als ADHS-Therapie. Nein, 60 mg/Tag sind nicht zuviel, aber 20 mg Einzeldosis unretardiert ist nicht wenig, und wenn die zweite und dritte Dosis auch so hoch ist, ist es doch nicht verwunderlich dass du abends "abstürzt".

Bei Alkoholabhängigkeit (ich weiß nicht wie viel "ein bisschen zu viel" ist, aber "abends" scheint jedenfalls täglichen Genuss (?) nahezulegen) verbieten sich eigentlich Methylphenidat und die anderen Pharmaka auch.
ich war mal in einer recht strengen Therapie und mir hats gar nicht gefallen
Das kann ich mir schon vorstellen. Aber ohne stationäre Therapie scheinst du Alkoholabstinenz wohl nicht zu schaffen?
Mittlerweile sind weltweit Millionen von Menschen – meist Kinder und Jugendliche – Ritalin süchtig.
Das ist es also, wären wir nicht drauf gekommen. Lieber Philipp, du verschiebst dein Problem und wirst so irgendwann in der Gosse enden. Ich vermute mal, dass bei stabiler Abstinenz von Alkohol und am Besten auch Benzodiazepinen du auch wieder MPH oder ein anderes Stimulans nehmen könntest- aber vielleicht nicht ohne dass das jemand beaufsichtigt. Aber das müssen dann die Ärzte entscheiden und auch die Frage, ob es überhaupt um ADHS-Therapie geht oder nicht.
<><
Philipp73
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Re: Methylphenidatpause, ganz unten und richtig abgeturned

Beitrag von Philipp73 » 2. März 2015 14:15

Nunja, meine Spaesse waren für mich ein Versuch aus dem Dauergrau zu kommen, dass ich seit einigen Tagen habe.
Es wurde nicht besser, ich lag ab 15.00 Uhr nur noch im Bett, das Albernsein ist ein Versuch irgendwie wieder besser drauf zu kommen, vielleicht auch ne Art ADS-Symptomatik.
So weit so gut, ich bin also immer noch weg und ich behaupte immer noch, dass MP psychisch ziemlich stark abhaengig macht.
Bei mir war es so, dass duch das Moclobemid sich die Wirkung verstaerkt hat und durch den dann hohen Spiegel hatte ich halt Achterbahn, milde Euphorie mit Schaffenskraft gefolgt von nicht schoenem runterkommen abends, leider habe ich nur 60 mg und so ist die Wirkung ab etwa 18.00 uhr abends nicht mehr vorhanden.
Da habe ich oft Alkohol missbraucht, um das Ganze zu überspielen und ja irgendwann fing ich an die Dosis durch nasalen Konsum indirekt zu erhoehen, die Wirkung war dann einfach nicht mehr dieses schoene Ruhigsein, dass ich bei der ersten 20 mg retardiert hatte, sondern eher ne speedige Wirkung.
So weit so gut, ich würde es mir zutrauen beim wieder Einsetzen der Wirkung das Ganze oral zu konsumieren, aber ganz ehrlich, ich habe das 1 Jahr so gemacht und ich kam genauso schlecht abends runter und fühlte mich kraftlos.
Ich denke das MP einfach nicht das perfekte Mittel gegen ADS ist, weil die Halbwertszeit so kurz ist und ich weiss nicht, ob bei jeden, aber ne milde Euphorie haben doch viele, gerade am Anfang (wenn man es zum 1. Mal nimmt) ist es doch wunderschoen wie man einfach dasitzen kann in einer Kneipe oder so ohne sich staenig mit irgendwas ablenken zu müssen, ich kann mich noch gut erinnern, ich sass einfach in der kneipe und habe ganz ruhig 1 Bier getrunken, das sonst vorherrschende Gefühl staendiger Unruhe und der Wunsch diese loszuwerden war weg, ich sass einfach konzentriert da und fühlte mich gut (Da habe ich es ja auch nicht missbraucht).
Was ich sagen will,ist das MP einfach ein schoenes ruhiges Gefühl erzeugt, die Wirkung aber mit d3er  Zeit nachlaesst und man immer nen Rebound hat.
Wenn man dann aber anfaengt die Wirkung bis zum Schlafen zu strecken, passiert wieder diese Tolleranz, die Wirkung laesst staendig nach.
Ich will damit sagen, dass das Gehirn die Pausen braucht, weil es sonst anfaengt gegen die Wirkung zu arbeiten, das Belohnungszentrum wird unempfindlicher etc pp.
Nun gut, ich habe am Mittwoch das Gespraech mit dem Arzt und leider kann ich derzeit ohne MP nicht gescheit funktionieren, Freudlosigkeit und Antriebslosigkeit sind die vorherrschenden Gefühle.
Auch wenn mich einige sicher nicht ganz ernst nehmen, so habe ich doch ziemich Ahnung von der Materie und ich denke, dass viele auch auf MP verzichten koennten durch etwas,  was mir super geholfen hat und zwar intensives Sportreiben, ich meine damit wirklich 1 h joggen und Krafttraining, die Wirkung ist wirklich ziemlich stark, durch die starke Belastung faengt das Gehirn an Belohnungsreize auszustossen, gerade wenn man lange joggt und irgendwann wie von alleine laeuft.
Bei der letzten Sportphase habe ich nebenher noch MP genommen und ich habe  mich wieder gefühlt wie mit 20, dermassen fit und gut drauf.
Leider habe ich die Sportphase irgendwann abgebrochen, die Gründe sind etwas komplizierter, man macht Sport, wird fit und will irgendwie weiterkommen, aber die Gesellschaft gibt einem einfach kaum ne Chance,man ist ein abgestempelter Harzt4 Krüppel, ich merke das, wenn ich bsp im Fussballclubheim in dem Dorf bin, das viele Leute ne total schlechte Meinung von einem haben, obwohl man doch selbst gar kein schlechter Kerl ist, ich behaupte mal, dass ich eigentlich ein netter Typ bin und leider akzeptiert die Geschellschaft nur Menschen, die arbeiten gehen und Geld verdienen, man bekommt sonst keine Chance und das wird einem dann bewusst, wenn man eben besser drauf ist, koerperlich wieder fit und versucht Fuss zu fassen, weiter zu kommen und niemand ausser den anderen Harzt4lern was mit einem  zu tun  haben will.
Jetzt habe ich ziemlich viel geschrieben, ich hoffe dass Euch klar wird, dass ich kein uneinsichtiger Suchtkrüppel bin, sondern ein Mensch, der immer wieder versucht aus diesem Elendsdasein rauszukommen, aber die Zeit rennt gegen mich, ich bin jetzt 41 und ich kann mich nicht mit dem Leben in Armut abfinden, never.

Eine berlegung von mir ist in eine Teilentgiftung zu gehen, um mal ein paar Wochen kein Alkohol zu trinken und endlich mal ne Diagonse zu bekommen, ob ich ADS habe oder nicht, die andere Moeglichkeit ist einfach ein Neustart mit wieder besserer Wirkung von MP, der ARzt will das Benzo reduzieren, das ist auch so ein Ding, ich bin nicht sicher, ob MP die Angststoerung versaerkt und ich deshalb ne Kontraindikation habe.

Das wars erstmal, ich hoffe ihr merkt, dass ich ein vernünftiger Mensch bin, dem es einfach psychisch mies geht.

Zu dem Buprenorphin will ich auch noch was schreiben, ich fing irgendwann mit über 30 damit an auf dem Schwarzmarkt.
Eigentlich war ich nie ein richtiger junky, aber das Buprenorphin habe ich stark reduziert, ich war fast auf 0 schon, aber leider kamen dann Panikatacken.
Sogesehen ist das Buprenorphin für mich etwas, dass die Psyche etwas ruhiger haelt, derzeit nehme ich 3 mg, was eine vergelichsweise niedrige Dosis ist, ich war schon bis auf 1.4 mg unten letzten Sommer.
Dann hatte ich nachts Panik und irgendwan merkte ich und der Arzt gab mir recht, dass das Buprenorphin (obwohl es vergelichsweise sehr wenig sediert) bei mir angstloesend wirkt und ich abstürze wenn ich es nicht mehr habe, ist leider so.
Auch das Benzodiazepin nehme ich nur, weil ich ne echt fiese Angststoerung habe, ich missbrauch nichts derzieit, habe keinen Beikonsum, nur der Alkohol ist totaler Müll, das muss ich zugeben, ich schaff es einfach nicht ohne Alkohol mich zu beruhigen abends, ich bin sonst nur am richtig hektisch drauf sein.

Der Arzt bemaengelt bei mir vorwiegend den Alkoholkonsum, Drogen sind kein Probelm derzeit, ich bekomme staendig welche angeboten, aber ich kann echt nein sagen.
Zuletzt geändert von Philipp73 am 2. März 2015 14:30, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Methylphenidatpause, ganz unten und richtig abgeturned

Beitrag von kleiner Hypie » 2. März 2015 14:30

Woran machst du die psychische Abhängigkeit von MPH fest? Bei ordnungsgemäßem Gebrauch dürfte es dazu nicht kommen. Die Anflutzeit ist viel zu langsam. Wie erklärst du dir dann, dass es AD(H)Sler gibt, die regelmäßig vergessen, ihre Medikamente einzunehmen?
Ohne michael ist Forum doof.
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Re: Methylphenidatpause, ganz unten und richtig abgeturned

Beitrag von Philipp73 » 2. März 2015 14:36

Keine Ahnung, warum manche ADsler keine Probleme haben, darauf zu verzichten, vielleicht wirkt es bei ihnen anders oder vielleicht bin ich überdosiert gewesen, die psychische Abhaengikeit mache ich daran fest, dass das Gehirn gegen den Dopamisturm zu arbeiten und das Belohnungszentrum unempfindlicher wird, warum es bei manchen nicht so ist, kann ich Dir nicht sagen, vielleicht ist das ein Dosisding, viellicht gehe ich immer in den leicht überdosierten leicht euphorischen Bereich, aber ich weiss auch nicht, wie ich das verhindern sollte.
Wenn bei mir MP halt milde Euphorie und Schaffenskraft ausloest und danach der vielleicht auch nur normale Zustand als unangenehm empfunden wird.
Nur mal so nebenbei, in Freiburg (ich bin nicht in Freiburg) ist MP inzwischen in der Drogenszene die Droge überhaupt, ich habe gehoert das es inzwischen viele MP-Süchtige gibt und ich habe selbst einen kennengelernt, der mich dermassen penentrant anbettelte ihm was abzugeben.
Da ich nichts hergebe, wie ich ja spassmaessig  :aufsmaul_2: gesagt habe, hat er mich auf übelste beleidigt und beschimpft, das war nicht schoen.
Die Leute drücken sich das in die Venen und ich habe vor Jahren in einem anderen Forum gelesen, dass Drogis gar nicht daruf abfahren, weil die Wirkung angeblich nicht euphorisierend ist, da habe ich den Gegenbeweis, das Zeug wird auf dem Schwarzmarkt gedealt, für 40 mg zahlt man 6 ! Euro.

In Offenburg gabs eine aehnliche Entwicklung mit Lyricy (Pregabilin), das ja anfangs angeblich nicht abhaenig machen sollte, inzwischen gibt es zahlreiche Pregabilinsüchtige, das Zeug wirkt auf Gaba, damit haben viele Süchtige auch Probleme, sie finden keine Ruhe und Pregabilin gibt ihnen das, ne milde Euphorie und Entspannung, es gibt aber auch einen hefitgen Turkey, morgen geht ein Bekannter von mir deshalb in Teilentgiftung nach Emmendingen.
So sind also einige angeblich nicht süchtig machende Pharmaka inzwischen auf der Drogenszene die Renner überhaupt, in Freiburg inzwichen auch MP, in offenburg gibts nicht so viel, manche nehmen halt dann Amphetamin, ein Bekannter von mir ist deshalb in der Psychatrie und leidet an heftigen Unruhezustaenden, ich würde sagen er hat drogeninduzierte ADS Symptome und ich denke Amphetamin ist nochmal ne Stufe haerter als MP.
Zuletzt geändert von Philipp73 am 2. März 2015 14:43, insgesamt 1-mal geändert.
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