ADS und Rauchen / Koffein / Alkohol

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stef1235
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ADS und Rauchen / Koffein / Alkohol

Beitragvon stef1235 » 25. April 2012 15:57

Hallo ihr lieben,

ich bin 35, männlich und habe vermutlich ADS. "Vermutlich" deswegen, weil eine Diagnose bei mir aussteht, aber bei meinen Geschwistern und teilweise bei deren Kindern tatsächlich ADS diagnostiziert wurde und die Symptome meinerseits dafür sprechen. Eine gewisse "familiäre Disposition" scheint also gegeben zu sein. ich bin selbst schon erfolglos wegen Depris, Angststörungen etc in Behandlung gewesen; geholfen hat es eigentich bis jetzt nicht wirklich.

Meine Hauptfrage ist der Bezug zum Rauchen und gewisse andere Suchtmittel. Ich rauche seit gut 20 Jahren und weiß, das mir das Rauchen anfänglich geholfen hat, meinem "wirren Kopp" etwas mehr Struktur einzubläuen und ruhiger zu werden. In den vergangenen Jahren merke ich aber, wie mir das Rauchen, Koffein, Alkohol etc eher Schwierigkeiten bereitet, als das es mir hilft. Ich könnte mittlerweile nach ein,zwei Zigaretten und einem Kaffee die Wände hochrennen und mein Körper braucht extrem lange, um von diesem Level wieder herunterzukommen, also hoher Ruhepuls, Unruhe im Körper, kaum Körpergefühl, ständiges Zähneknirschen etc.  Mittlerweile bin ich nicht mehr so abgedreht wie früher; bei mir hat die Kreativität und die Freude, irgendwas zu tun, komplett ins Gegenteil umgeschlagen. Es ist sehr schwer, mich überhaupt noch anzutreiben. Wenn ich auf diesem Level bin, das ich vor lauter Nikotin im Körper explodieren könnte, bin ich so unruhig, das ich mich -wenn überhaupt- kaum auf eine Aufgabe konzentrieren kann. Rauche ich nicht, was problemlos über Wochen/Monate durchziehbar ist, bin ich total antriebslos und könnte den ganzen Tag im Bett verbringen. Ich bin zwar ruhig, aber irgendwie "zu ruhig". Wie gesagt, ich hatte Depris und mittlerweile auch Angststörungen, wobei ich glaube, das diese Angststörungen eben wegen, oder "auf" diesem permanenten Erregungslevel entstanden sind. Das diese dann nicht behandelbar sind, weil die Hirnchemie nicht stimmt, ist "irgendwo logisch".

Prinzipiell meine ich, das es mir ohne jegliche Suchtmittel wie Nikotin, Koffein, Alkohol paradoxerweise subjektiv -besser- geht; andererseits bin ich dann ,wie gesagt, "zu ruhig" und komme nicht in die Puschen, also "noch weniger als gar nichts". Was wäre denn sinnvoll - zu sagen, man lässt sich sein ADS diagnostizieren (wobei ich schon von manchen Psychologen gehört habe, es 'gäbe kein Erwachsenen-ADS') oder man geht eher in die Richtung Verhaltenstherapie? Wie gesagt, was mich in den Ruhephasen davon abhält, irgendwas zu tun, weiß ich nicht. Ich weiß, das ich über Jahre hinweg in der Vergangenheit; beruflich wie privat, oftmals trotz Maximaleinsatz -aus Willkür anderer- gescheitert bin. Es wird also ein gewisser "Schutzmechanismus" dahinter stehen, wenn ich nichts tue. Aber es fühlt sich so an, als wäre es nicht "das einzigste", das mich davon abhält, etwas zu tun.


Wenn jemand von euch irgendwie ähnliche Erfahrungen mit gegenteiligen Wirkungen von Suchtmitteln gemacht hat, würde es mich freuen, von demjenigen die eigenen Erfahrungen zu hören....

Viele Grüsse
Stef
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Angie
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Re: ADS und Rauchen / Koffein / Alkohol

Beitragvon Angie » 25. April 2012 18:45

Gegenteilig von dir ja.
Rauchen beruhigt mich, besonders bei Stresssituationen brauche ich sofort danach eine Ziggi.
Versuche ich mit dem Rauchen aufzuhören, werde ich noch unruhiger und nervöser.
Kaffee und sonstige coffeinhaltige Nahrungsmittel, die erste Tasse treibt mich ein bisschen an, weitere werde ich wieder ruhig davon und kann mich besser konzentrieren.
Alkohol, ich bekomme eine Laberitis.
Eigentlich habe ich bei mir festgestellt, was bei anderen aufputschend wirkt,  scheint mich zu beruhigen.
Ich habe nix Schlimmes, ich habe....eij gugg mal nen Eichhörnchen.
stef1235
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Re: ADS und Rauchen / Koffein / Alkohol

Beitragvon stef1235 » 25. April 2012 19:15

Also, so wie Du es schilderst ,war es bei mir eine zeitlang. Kaffee alleine kann ich noch so halbwegs vertragen; in hohen Dosen macht er mich auch müde. Nur Nikotin und Alkohol, oder die Kombination aus irgendeinem von den dreien, macht mich wahnsinnig. Irgendwie, seit es von der "Hyperaktivität" vornehmlich in die "Hypoaktivität" umgeschlagen hat, ist vor allem Nikotin bei mir problematisch. Was ich auch merke, was mir PRobleme gemahct hatte ,war, wie lange ich wann geschlafen habe. 10 bis 12 Stunden Schlaf, wen ndenn mal möglich, waren im Bezug auf meine Angstszustände das Todesurteil, d.h. je länger ich geschlafen hatte, desto schlimmer wurden sie. Je weniger ich schlief, d.h. je mehr Dopamin das Hirn freisetzen musste; desto besser ging es mir subjektiv.


Irrsinnig in dem Kontext finde ich diesn Text hier:

"Überschuss an Dopamin: Angstzustände und Schizophrenie

Dopamin ist zuständig für die Übertragung von Empfindungen und Gefühlen. Bei gesunden Menschen sorgt dies für eine stabile emotionale Wahrnehmung, denn sie nehmen nur etwa zehn Prozent aller Eindrücke und Gefühle wahr, die sie andauernd umgeben. Menschen mit einer hohen Dopamin-Konzentration können jedoch erheblich mehr wahrnehmen und verlieren mehr und mehr die Fähigkeit, zwischen wichtigen und unwichtigen Empfindungen zu unterscheiden. Nimmt eine Person 20 Prozent aller Empfindungen wahr, kann es zu einem Nervenzusammenbruch kommen. Eine noch höhere Dopamin-Konzentration führt zu Psychosen oder Schizophrenie. Zur Behandlung eignen sich hier Dopaminantagonisten wie Neuroleptika, die helfen, den Dopaminspiegel zu reduzieren. Auch die Aufmerksamkeits-Defizit-Syndrome ADS und ADHS sind auf eine Stoffwechselstörung bei Dopamin zurückzuführen. Hier wird das Dopamin zu schnell abgebaut, was dazu führt, dass die Nerven ankommende Reize nicht mehr filtern können. Anders als gesunde Menschen können Betroffene unnütze Empfindungen oder Geräusche nicht aussortieren und nehmen sie genauso intensiv wahr, wie wichtige Dinge. Dadurch kommt es bei ADS sowie ADHS zu Konzentrationsstörungen und Aufmerksamkeitsproblemen. In anderen Fällen nutzt der Körper das Dopamin aber auch, um sich selbst zu helfen. So ist der Körper beispielsweise nach einer langen Nacht mit wenig Schlaf in der Lage, verstärkt Dopamin auszuschütten und es wie ein Aufputschmittel als körpereigenen Muntermacher zu nutzen. So kommt es, dass wir uns trotz Schlafentzugs oft noch konzentriert, wach sowie erstaunlich fit fühlen.
"

(Quelle: http://www.gesundheit.de/krankheiten/ps ... ht/dopamin)


Irgendwas stimmt bei mir gar nicht. Bei ADS sagt man, das Dopamin zu schnell abgebaut würde, andererseits scheine ich, wenn man das so liest, gerade beim Rauchen einen DopaminÜBERschuss zu haben, der sich nur langsam wieder abbaut.



Gruß
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Angie
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Re: ADS und Rauchen / Koffein / Alkohol

Beitragvon Angie » 25. April 2012 20:08

Naja, wie jetzt die Synapsen funzen, wird langwierige Erklärung, obwohl ........ mom such mal.
Habs mal jemanden versucht es zu erklären.  :breitgrinse1:

Dichte an Dopamintransportern ist erhöht(präsynaptische Zelle), zuviel Dopamin wird im Synaptischen Spalt  zurück transportiert, bevor sie den Rezeptor erreichen , sprich Weiterleitung.
Der Mangel liegt jetzt an den weiterleitenden Rezeptor.
MPH hemmt jetzt die zuviele Dopaminauschüttung, so dass im Synaptischen Spalt nicht mehr zuviel Dopamin ist und regt den Rezeptor an, diese Neurotransmitter weiter zu leiten.
Wegen der Wiederaufnahmehemmung  ist die Konzentration dieser Neurotransmitter erhöht und länger andauernd.

Hier nochmals im Filmchen:

http://www.youtube.com/watch?v=KLLsImKPw5I

Bei Schizophrenie wird zuviel weitergeleitet.
Bei ADHS wird zu wenig weitergeleitet.

Ich nehme mal eher an, dass mit deiner Angst mit der Depression zu tun hat, das betrifft Noradrenalin und Serotonin. Und die Transmitter, Noradrenalin, Serotonin und Dopamin ergänzen sich gegenseitig.
Besonders Noradrenalin ist für den Antrieb zuständig, wahrscheinlich dann auch für den Schlaf.
Ich nehme es mal einfach so an.
Vielleicht weiss es jemand ganz genau oder hat eine erklärende Internetseite dafür.
(Die Internetseiten hatte ich mal, mein Lesezeichen ist nur verloren gegangen- habs ja mal hier reingestellt und schwurbel gerade in der Suchfunktion herum)

Na bitte:

http://www.adhs-anderswelt.de/http://lo ... 92#p504892
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Re: ADS und Rauchen / Koffein / Alkohol

Beitragvon Falschparker » 26. April 2012 00:07

Ja, viele ADHS-ler nutzen Nikotin oder Koffein als Selbstmedikation, und nutzen Kiffen oder Alkohol zum Runterkommen. Nur sind diese Stoffe gesundheitsschädlich (bis auf Koffein in Maßen) und machen abhängig.

Nicht jeder ADHS-ler braucht Medikamente, aber im Vergleich (!) sind diese in der individuell richtigen Dosierung wirkungsvoller und viel (!) ungefährlicher.

[quote="stef1235"]Was wäre denn sinnvoll - zu sagen, man lässt sich sein ADS diagnostizieren (wobei ich schon von manchen Psychologen gehört habe, es 'gäbe kein Erwachsenen-ADS') oder man geht eher in die Richtung Verhaltenstherapie?[/quote]

Nein, das ist doch kein Gegensatz. Eine Therapie ohne Diagnose taugt ja auch nichts. Nach einer Diagnose kannst du Medis nehmen oder eine Verhaltenstherapie machen oder Beides. Das Eine ersetzt nicht das Andere.

Und die Psychologen, die sagen... Gut, es gab ja auch mal Menschen, die meinten, die Erde sei eine Scheibe. Dann weißt du jedenfalls jetzt schon, wo du nicht hingehen wirst. Auch nicht zur Therapie. Denn Psychologen, die ADHS abstreiten, werden dir auch keine wirklich hilfreiche Therapie anbieten können. Jedenfalls wenn du ADHS hast.

:wif:
Zuletzt geändert von Falschparker am 26. April 2012 00:10, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: ADS und Rauchen / Koffein / Alkohol

Beitragvon stef1235 » 26. April 2012 22:40

Ja, bei mir ist es etwas seltsam.

Zu Anfang hat mir Rauchen und Kaffee gut geholfen, d.h. ich war zwar immer noch unruhig, aber zielgerichteter in dem, was ich tat; und vor allem auch fröhlicher. Mit der Zeit habe ich dann gemerkt, wie die Fröhlichkeit zurückging und die Unruhe ebenfalls; weil ich langsam trotz "Selbstmedikamentation" Probleme bekam, überhaupt noch etwas zu tun.

Wie gesgat, wenn ich heute eine Zigarette rauche, hauts mit die Pumpe aus der Brust und mein Körper braucht mindestens einen halben Tag, die Zigarette zu "verdauen". Rauche ich normal, könnte ich vor Herzrasen und Unruhe schier platzen. Sport zu treiben, um der Unruhe Herr zu werden, wie man immer so schön sagt,ist dann das schlimmste, was ich tun kann, denn dann wird es -noch schlimmer-. Ich bin auch schon zwei Stunden lang mit knappen 200 Puls durch die Nacht getorkelt, dem vorangegangen war eine Unruhesituation und der Versuch, kompensatorisch 100 Meter zu joggen, was ich an manchen Tagen problemlos 5 Kilometer am Stück hinbekomme.

Ich merke auch, das ich mich dann in der Unruhesituation kaum noch "spüre", habe in dem Fall dann ein sehr schlechtes Körperempfinden, hier und da vielleicht ein paar Mißempfindungen etc. Manchmal sehe ich dann dubiose Flecken im Gesichtsfeld, die folgenlos verschwinden. Seltsam ist auch, das ich z,.B., wenn ich Wasser aus einer Flasche trinke, das ich dann noch ein paar Sekunden lang vor meinen Augen das Wasser in der Flasche wabern sehe, obwohl ich die Flasche schon längst beiseite gestellt habe; oder z.B. nach dem Rasieren ,wenn ich den Rasierer zu lange am Ohr hatte, das ich dann alles in dem Takt des Rasierermotors "unterbrochen" höre, also wie ein "akustisches Stroboskop", oder wenn Wasser im Waschbeken läuft, das ich dann teilweise schwache, wellenartige Schatten sehe. Manchmal spüre ich auch ein Nervenzwicken auf der Haut etcpp. Wenn ich z.B. kurz schlafe und ich dann die Augen nach dem aufwachen bewege, spüre ich teilweise mit jeder Augenbewegung ein Zucken im Körper. Ich habe diese Symptome, schon seit ich denken kann. Meine Angstszustände, die ich teilweise habe, werden mit Sicherheit auf diesem Dopaminkick aufbauen; oder sidn wahrscheinlich erst dadurch entstanden.

Nicht zu rauchen macht mich antrieblos. Um Meiner Gesundheit willen sollte ich es so oder so nicht tun. Rauche ich nicht, verbessern sich viele Symptome, andererseits fühle ich mich dann so "kreativlos", irgendwie komplett "neben der Kapp". Irgendwas fehlt dann ,aber ich weiß nicht, was. Irgendwas essentielles. Kaffee alleine macht mich in höheren Dosen müde und lässt mich nicht wirklich "besser fühlen"; ich kann, wie jeder von euch wahrscheinlich, vor dem Schlafengehen zwei Kannen feinste Schwarzbrühe trinken und danach gut schlafen. Nur Nikotin ist echt problematisch.

Gruß
Zuletzt geändert von stef1235 am 26. April 2012 22:48, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: ADS und Rauchen / Koffein / Alkohol

Beitragvon stef1235 » 29. April 2012 16:42

Kann das eigentlich auch von der Kaffesorte/Zubereitung abhängig sein, in wiefern Kaffee wirkt? Wenn ich bei meiner Mutter bin und dort den normalen Filterkaffe trinke, nehme ich so drei Tassen zu mir, merke aber, das mich ihr Kaffee besser beruhigt, d.h. ich fühle mich müde, habe aber so ein "wohlig-warmes" Gefühl im Bauch und bin entspannter udn konzentrierter. Trinke ich meinen Kaffee aus meiner Espressomaschine oder den einfachen Pulvercappuchino aus der Dose, lässt mich dieser eher "durchdrehen"; also die Wirkung ist eine andere.

Gruß
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Re: ADS und Rauchen / Koffein / Alkohol

Beitragvon Angie » 29. April 2012 16:53

:breitgrinse1:

Das kann schon sein. Also in den Sinne, beruhigt dich Coffein. Also in normalen Filterkaffe ist der Coffeingehalt mehr ausgeprägt, als der Automatenkaffee oder Löslichen.

Mal eine Seite gesucht, wo das erklärt ist und gefunden:

http://www.kaffeegenie.de/11,2,kaffee-und-espresso.html

Und siehe an, ich lag richtig, doch etwas behalten.  :breitgrinse1:

Auch der Koffeingehalt ist wesentlich geringer als bei normalem Kaffee


Also ist es so ungefähr wie bei mir, die erste 'Tasse ist noch anregend, weiter Tassen Kaffe beruhigen mich und machen mich konzentrierter.
Ja, dann steig mal auf Filterkaffee um.
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Re: ADS und Rauchen / Koffein / Alkohol

Beitragvon stef1235 » 29. April 2012 19:20

Das deckt sich auch irgendwie mit meinen Erfahrungen aus der Vergangenheit. Ich hab mir vor Jahren ernsthaft mal Gedanken darüber gemacht, das ich doch schon einiges an Kaffee über den Tag verteilt wegziehe und das das der Nährstoffverwertung vielleicht nicht unbedingt förderlich ist. und habs dann reduziert; wahrscheinlich war das der "Fehler". Also zu Spitzenzeiten habe ich am Tag schon mal bis zu zwei Liter Kaffee am Tag weggezogen.

Drei Tassen halten bei mir ungefähr so dreieinhalb Stunden. Daran gemessen müsste ich aber ganz schön viel Kaffee trinken, um den Tag über "normal" zu bleiben. Klar "wenn es denn hilft". Meine einzigste Sorge ist, das ich wohl irgendwann immer mehr Kaffee trinken muß. Wieviel Kaffee "musst" -Du- trinken, wenn keine Medis einwirken?
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Re: ADS und Rauchen / Koffein / Alkohol

Beitragvon Angie » 29. April 2012 19:57

Ohne Medikament kann ich 1-2 Kannen Kaffee am Tag trinken.
Mit Medikament, lässt das Bedürfniss nach. Bis zu 3 Tassen am Tag, komme ich schon damit zurecht.
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Re: ADS und Rauchen / Koffein / Alkohol

Beitragvon stef1235 » 29. April 2012 20:57

Na, dann bin ich ja doch nicht ganz so "ungesund", was die Trinkmenge angeht.

Das Problem bei mir ist, das der wohl "unüberlegte" Koffeinentzug bei mir schwerwiegende Folgen hatte, welche, wie ich denke, schlußendlich auf das ADS zurückzuführen sind, namentlich generalisierte Angststörungen, Depressionen, Empfindungsstörungen, Sehstörungen, Schlaflähmungen, massiver Kreativitätsverlust, Antriebslosigkeit, schwere Panikattacken etcpp; das schleppe ich nun seit einigen Jahren mit mir herum. Das ganze hat mein Leben nahezu zerstört und gehört eigentlich dringlichstens behandelt. Nicht, das ich zumindest verhhaltenstherapeutische Ansätze hatte, die mir aber nicht geholfen haben, weil man wohl die "Wurzel allen Übels" übersehen hatte.

Wenn ich noch eins fragen darf - was passiert bei dir, wenn Du weder das eine, d.h. Medikamente nimmst, oder Kaffee trinkst, also d.h. auf Stimulanzen komplett verzichtest? Hast du dann auch körperliche Symptome? Ich persönlich neige irgendwie ohne Kaffee zum verkrampfen und mein Ruhepuls dauerhaft ist relativ hoch.
Zuletzt geändert von stef1235 am 29. April 2012 21:03, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: ADS und Rauchen / Koffein / Alkohol

Beitragvon gutefrage » 25. Juni 2012 07:55

Also Alkohol vertrage ich einfach nicht, ich habe einen schnellen Stoffwechsel und bin schnell dicht. Deshalb trinke ich keinen.
Kiffen probierte ich mal bin davon aber über Tisch und Bänke war nicht so doll.

Rauchen ich war seid meinem 13 Lebensjahr Raucher seid dem 15. Starke Raucherin.
Letztes Jahr hörte ich spontan auf. Im nachhinein betrachtet nervte mich der Geruch von meinen Sachen und der Dreck, dazu war meine Tochter so scharf auf die Kippen das es mich nur nervte. Hätte nie gedacht das ich aufhören könne. Schmacht hatte ich keinen mehr, allerdings sind die Symptome schlimmer geworden. Und diese Zwangspausen furchtbar ständig Bedürfnis kurze Pausen einzulegen.
Aber ich geniesse es nicht Raucher zu sein.

Kaffee, selbes war ewig süchtig doch imo nicht mehr so extrem heute erster Kaffee seid 2 Wochen. Ich muss dazu sagen bin im dauerstress und hatte eh nie Zeit Kaffee wurde immer kalt.

Ich nehme Medis nur sporadisch vergesse die immer.
Nehme seid kurzem Vitamin D3 seid dem geht es mir deutlich besser. (bin lichtempfindlich und meide die Sonne) die vergesse ich auch und das macht sich schnell bemerkbar. Ohne Medikinet kann ich übrigens kein Auto fahren :$
Seid ich aufhörte habe ich schon deutliche Verschlechterung der ADHS das ist für mich aber kein Grund wieder anzufangen.

LG.
Ich: ADHS
1. Sohn ADHS 10J, motorische Wahrnehmungsstörung
2. Sohn 7J schwer ausgebildete ADHS
3. Sohn 4 J. verdacht auf ADHS, Neurodermitis,Verdacht auf ASS, muskuläre Hypertonie, Wahrnehmungsstörung, Sprachverzögert
4. Tochter 2j. Epilepsie, Sprach

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