adhs und cannabis/drogen konsum

Dieses Board ist auch für Gäste sichtbar!
Antworten
Berga
Andersweltler
Beiträge: 19
Registriert: 26. Februar 2009 17:42

adhs und cannabis/drogen konsum

Beitrag von Berga » 29. Dezember 2010 13:15

hallo lieber leser,

ich habe seit meiner jugend versucht, mich mit cannabis selbst zu therapieren

mit der zeit habe ich auch alle möglichen anderen drogen probiert

jetzt (39) möchte ich endlich richtig frei werden doch ich drehe mich im kreis


wie hast du es geschafft, deine schlechten gewohnheiten gegen gute zu tauschen?


die beratungsstellen verlangen, daß ich eine drogentherapie mache und dann eine adhs therapie

ich bin jedoch ziemlich sicher, daß mein andauernder drogenkonsum durch das adhs hervorgerufen wurde

ich sehe meine konzentrationsschwäche als ursache des dilemmas an und meine wenn ich gelernt habe mit meiner andersartigkeit umzugehen brauche ich keine drogen mehr

im übrigen sind die pillen vom doc ja auch drogen, nur halt besser dosiert und reiner, aber nebenwirkungen haben diese auch


am liebsten wäre ich ganz frei

hast du das selbe problem wie ich gehabt und es gelöst oder kennst du jemanden? vllt sogar ganz ohne substanzen?


dann würde ich mich über informationen bez des weges sehr freuen (auch als pm)



antworten bitte ausschließlich von menschen, die ebenfalls ein drogenproblem hatten oder als angehöriger oder therapeut involviert waren/sind

tausend dank an dieses tolle forum und seine mitglieder!
Berga
Andersweltler
Beiträge: 19
Registriert: 26. Februar 2009 17:42

Re: adhs und cannabis/drogen konsum

Beitrag von Berga » 30. Dezember 2010 15:04

Hallo,

für knapp 40 Leute war der Fred bisher interessant, aber kein einziger hat weiterführende Infos?

Sobald ich es geschafft habe werde ich Euch berichten wie.

Jetzt bin ich seit knapp einer Woche clean und glücklich.

Mit rechtzeitg eingenommenem MPT und niedrig dosiertem A-saft tagsüber, Opipra. und Baldrian dragees abends schaffe ich es momentan sogar
in Streßsituationen fast immer ruhig zu bleiben und schlafe gut ein und fast durch.

Lg
Benutzeravatar
Felidae
Spezial User
Beiträge: 342
Registriert: 23. Oktober 2010 20:43
Wohnort: Ostfriesland
Alter: 42
Kontaktdaten:

Re: adhs und cannabis/drogen konsum

Beitrag von Felidae » 30. Dezember 2010 18:40

Ich habe mir den  Beitrag auch aus Interesse angeschaut, kann da aber nichts zu sagen, weil ich niemals Drogen genommen habe und dieses Problem somit nicht kenne...

Und, ich fühle mich auch ein bißchen angegriffen...
im übrigen sind die pillen vom doc ja auch drogen, nur halt besser dosiert und reiner, aber nebenwirkungen haben diese auch
Was für ein Schwachsinn...
Das sehe ich komplett anders und finde es gemein und fies sowas von sich zu geben...
Jeder, der auf diese Präparate angewiesen ist, nimmt dieses garantiert NICHT freiwillig
Achja, JEDES Medikament hat Nebenwirkungen, sogar eine Aspirin...
Ich denke mal, das wegen dem zitierten Satz keiner schreibt....

Mehr sage ich dazu nicht
Zuletzt geändert von Felidae am 30. Dezember 2010 18:44, insgesamt 1-mal geändert.
:wippi:
Soul
Pagemaster
Beiträge: 139
Registriert: 23. Oktober 2010 17:25

Re: adhs und cannabis/drogen konsum

Beitrag von Soul » 30. Dezember 2010 18:54

Ich wusste, dass sowas kommt....
Benutzeravatar
Sandiris
Foruminventar
Beiträge: 1662
Registriert: 29. April 2008 12:58
Wohnort: NRW

Re: adhs und cannabis/drogen konsum

Beitrag von Sandiris » 30. Dezember 2010 21:09

Hallo Soul,

es ist tatsächlich heikel, hier im Forum mph als "Droge" zu deklarieren, wobei Amphetaminsaft, den du verschreiben bekommst, für dich wahrscheinlich tatsächlich auch eine Droge ist, falls du auch Speed/Pep konsumiert hast.

Ich persönlich finde deinen Beitrag hier sehr gut und sehr interessant, denn ich denke, dass dies ein Thema ist, welches viele hier betrifft.

Dass du frei von allem sein möchtest und dir dies auch zum Ziel gemacht hast, verdient Hochachtung und ich drücke dir die Daumen, dass du das schaffst. Solltest du es nicht schaffen, so sit es kein Drama, vielleicht schraubst du evtl. deine Ziele etwas herunter, um herbe Enttäuschungen zu vermeiden.

Ich vermute, dass sich niemand über seinen Drogenkonsum outen wird, weder hier im Thread, noch via PN, weil es illegal und ein schwieriges Thema ist.

Grundsätzlich ist es tatsächlich so, dass sich insbesondere unter den THC-, Amphetamin und Kokain-Missbrauchern (da illegal Missbrauch) zahlreiche AD(H)Sler befinden. Diese schätzen in der Regel die Klarheit im Kopf, die Amphetamine und Kokaine auslösen und die Möglichkeit des Abschaltens durch THC. Dazu gesellt sich die Impulsivität und die Risikobereitschaft, die einen Erstkonsum ermöglichen (erst handeln, dann denken) und die Suche nach dem Kick.

Bist du in einer Selbshilfegruppe in deinem Ort? Ich denke, dass du da gute Chancen hast, dieses Thema mit anderen persönlich zu besprechen.

Ich wünsche dir ganz viel Erfolg!!!  :ja:
ADHS-Deutschland e.V. Mitglied

Ich mache Flüchtsigkeitfehler und verdehre Buchtsaben.
Benutzeravatar
Püppilotta
Foruminventar
Beiträge: 2482
Registriert: 9. April 2008 23:04
Alter: 35

Re: adhs und cannabis/drogen konsum

Beitrag von Püppilotta » 30. Dezember 2010 22:05

[quote="Felidae"]
Jeder, der auf diese Präparate angewiesen ist, nimmt dieses garantiert NICHT freiwillig
[/quote]

ich will dir keines falls in den rücken fallen, aber ich sehen das komplett anders.
es IST definitiv freiwillig- es zwingt einen NIEMAND dazu medikamente zu nehmen.
trotzdem nehmen wir sie, weil alles (etwas) einfacher wird.
wo ist also der unterschied zu drogen?

nimm das bitte nicht als provokation..  :wu:
"Gesundheit ist die Fähigkeit, 'lieben und arbeiten' zu können." Sigmund Freud

"AD(H)S bedeutet, mit angezogener Handbremse zu fahren" Zitat
[hr][/hr]
:froi1:
Benutzeravatar
Sandiris
Foruminventar
Beiträge: 1662
Registriert: 29. April 2008 12:58
Wohnort: NRW

Re: adhs und cannabis/drogen konsum

Beitrag von Sandiris » 30. Dezember 2010 22:22

Püppilotta,

ich denke, sie meinte mit
NICHT freiwillig
die Tatsache, dass sich keiner AD(H)S ausgesucht hat und die Symptome dazu "zwingen", Medis zu nehmen.  :ja:
ADHS-Deutschland e.V. Mitglied

Ich mache Flüchtsigkeitfehler und verdehre Buchtsaben.
Benutzeravatar
Püppilotta
Foruminventar
Beiträge: 2482
Registriert: 9. April 2008 23:04
Alter: 35

Re: adhs und cannabis/drogen konsum

Beitrag von Püppilotta » 30. Dezember 2010 22:27

Sandiris hat geschrieben: Püppilotta,

ich denke, sie meinte mit
NICHT freiwillig
die Tatsache, dass sich keiner AD(H)S ausgesucht hat und die Symptome dazu "zwingen", Medis zu nehmen.  :ja:
ich weiß, was sie meint. trotzdem ist es eine wahl  :ja:
selbst bei medikamenten, die einem das überleben sichern, hat man eine wahl..

ich bin selber auch auf meine mph angewiesen und trotzdem hab ich die wahl  :zwink:
"Gesundheit ist die Fähigkeit, 'lieben und arbeiten' zu können." Sigmund Freud

"AD(H)S bedeutet, mit angezogener Handbremse zu fahren" Zitat
[hr][/hr]
:froi1:
Benutzeravatar
Sandiris
Foruminventar
Beiträge: 1662
Registriert: 29. April 2008 12:58
Wohnort: NRW

Re: adhs und cannabis/drogen konsum

Beitrag von Sandiris » 30. Dezember 2010 22:41

Das ist nun aber sehr philosophisch.  :ichboss:

Ich behaupte von mir, dass ich nicht die Wahl habe. Denn ich habe zwei Kinder, für die ich verantwortlich bin. Mit einer Mutter, die eine ausgeprägte ADHS-Symptomatik aufweist, ist es kein Zuckerschlecken. Da zwingt mich schon allein die Veratwortung, die ich für meine Kinder habe, alles zu tun, um meinen Mutteraufgaben optimal gerecht zu werden. Ohne mph schaffe ich das nicht. Mit mph schon. Ich glaube, aus meinem Lebenskontext, nicht an die absolute Entscheidungsfreiheit. Als Mutter habe ich die nicht, denn das Wohl meiner Kinder muss zwingend bestmöglich gesichert sein.  :ja: Als Mutter muss ich auch Medis nehmen, die mein Überleben sichern, denn ich habe einst entschieden, dass ich Kinder habe. Und für diese habe ich zu sorgen, da ich mich dafür entschieden habe.  :ja: :vorlesen:

Aber wie gesagt, das geht sehr in den philosophischen Bereich und ist nichht das Thema.  :zwink:
ADHS-Deutschland e.V. Mitglied

Ich mache Flüchtsigkeitfehler und verdehre Buchtsaben.
Benutzeravatar
Püppilotta
Foruminventar
Beiträge: 2482
Registriert: 9. April 2008 23:04
Alter: 35

Re: adhs und cannabis/drogen konsum

Beitrag von Püppilotta » 30. Dezember 2010 22:56

[quote="Sandiris"]
Aber wie gesagt, das geht sehr in den philosophischen Bereich und ist nichht das Thema.  :zwink:
[/quote]

eben.. ich wollte auch eigentlich nur den "neuling" etwas in schutz nehmen, da er nun gleich so beschossen wurde  :zwink:
und du weißt ja, wie ich das meine  :ja:
"Gesundheit ist die Fähigkeit, 'lieben und arbeiten' zu können." Sigmund Freud

"AD(H)S bedeutet, mit angezogener Handbremse zu fahren" Zitat
[hr][/hr]
:froi1:
Benutzeravatar
Sandiris
Foruminventar
Beiträge: 1662
Registriert: 29. April 2008 12:58
Wohnort: NRW

Re: adhs und cannabis/drogen konsum

Beitrag von Sandiris » 30. Dezember 2010 22:57

Aber klar!  :wu:
ADHS-Deutschland e.V. Mitglied

Ich mache Flüchtsigkeitfehler und verdehre Buchtsaben.
Benutzeravatar
Felidae
Spezial User
Beiträge: 342
Registriert: 23. Oktober 2010 20:43
Wohnort: Ostfriesland
Alter: 42
Kontaktdaten:

Re: adhs und cannabis/drogen konsum

Beitrag von Felidae » 30. Dezember 2010 23:38

nimm das bitte nicht als provokation..  :wu:
Nein, ich weiß wie du es meintest
Sandiris hat geschrieben: Püppilotta,

ich denke, sie meinte mit
NICHT freiwillig
die Tatsache, dass sich keiner AD(H)S ausgesucht hat und die Symptome dazu "zwingen", Medis zu nehmen.  :ja:
ja, genau das meinte ich...

Leider bin ich gezwungen Medis zu nehmen, weil es anders leider nicht mehr geht...
Zuletzt geändert von Felidae am 30. Dezember 2010 23:39, insgesamt 1-mal geändert.
:wippi:
Berga
Andersweltler
Beiträge: 19
Registriert: 26. Februar 2009 17:42

Re: adhs und cannabis/drogen konsum

Beitrag von Berga » 10. Januar 2011 10:33

Hallo und danke für Eure Antworten,

natürlich war der Vergleich von MPH mit "anderen Drogen" von mir nicht als Angriff, sondern als rein faktische Feststellung gemeint.

Mittlerweile bin ich mal wieder seit mehreren Wochen clean (was THC und co angeht) und fühle mich eigentlich gut dabei.

Nicht nur ich, sondern auch meine (Ex?-)Lebensgefährtin bemerken an meinem Verhalten bzw. unserer Umgangsweise sofort, wenn ich mal vergesse, MPH oder auch Elontril zu nehmen, da ich dann schnell unausgeglichen, leicht angreifbar und "trotzig" reagiere.

Die Schwierigkeit war, die richtige Dosierung der einzelnen Medis zu steuern, doch auch hier habe ich ein, für mich gutes, Maß gefunden.

Problematisch wird es, wenn ich meine Medis zu spät oder nicht in der richtigen Dosierung einnehme, da ich dann erst träge und unlocker, später, nach der Einnahme jedoch konzentriert aber dafür schlaflos bin.

Gerade heute habe ich mal wieder eine Nacht mit 5 verschiedenen Hörspielen verbracht, und trotzdem kein Auge zubekommen, da ich gestern keine MPH für nachmittags mehr hatte und so auf den Saft zurückgreifen mußte.

Jetzt stehe ich vor der nächsten Herausforderung: neues Elontril kaufen ohne das nötige Geld dafür zu haben (da man mein Hartz bereits auf 1/2 gekürzt hat).

Ich bin und bleibe frei von illegalen Substanzen, weil ich innerhalb von 2 Wochen zu einem Screening muß, um zu beweisen, daß ich KEIN DROGENPROBLEM habe, welches behandelt werden muß, sondern an echter ADHS-Symptomatik zu knabbern habe, welche ich ohne Hilfe wohl nie richtig in den Griff bekommen werde. Hoffentlich stimmt der Versicherungsträger dann endlich meiner Therapie zu, welche ich vor ca 1,5 Jahren beantragt habe. Begutachtet wurde ich mittlerweile 3 Mal und zwei der Ärzte sehen die Sachlage genau wie ich.

Es stört mich auch nicht im geringsten, daß andere Menschen zu welchen ich Kontakt habe immernoch rauchen oder ähnliches, nur mit den (auch bei "normalen" auftretenden Stimmungsschwankungen komme ich jetzt weniger gut klar.

Ich wünsche jedenfalls Euch allen hier, daß auch ihr den richtigen Weg und die passenden Helferlein findet, um ein schönes Leben zu führen. Man sollte immer bedenken, daß unser Zustand zwar gewaltige Nachteile, bei optimaler Therapie aber auch ungeahnte Möglichkeiten eröffnet.
Elvira
Pagemaster
Beiträge: 59
Registriert: 9. November 2010 04:22

Re: adhs und cannabis/drogen konsum

Beitrag von Elvira » 10. Januar 2011 12:31

Hallo

ich drück dir die Daumen

alles Liebe Elvira
Berga
Andersweltler
Beiträge: 19
Registriert: 26. Februar 2009 17:42

Re: adhs und cannabis/drogen konsum

Beitrag von Berga » 12. Januar 2011 21:30

dankeschön!
Benutzeravatar
Sandiris
Foruminventar
Beiträge: 1662
Registriert: 29. April 2008 12:58
Wohnort: NRW

Re: adhs und cannabis/drogen konsum

Beitrag von Sandiris » 13. Januar 2011 08:13

Hallo,

ich drücke dir auch die Daumen, dass du das weiter gut hinbekommst.
Wie du sehe auch ich die, zumindest empfinde ich das so, besonderen Fähigkeiten, die ADHS mit sich bringt.

Sehe ich es richtig, dass du aktuell Beziehungsprobleme hast? Weil du (Ex?) geschrieben hast...

Hat deine Ex oder nicht Ex etwas damit zu tun, dass du über deinen Drogenkonsum nachgedacht und ihn verändert hast?

Oh, dass deine ALGII um 50% gekürzt wurden, ist hart.
ADHS-Deutschland e.V. Mitglied

Ich mache Flüchtsigkeitfehler und verdehre Buchtsaben.
TimeTraveler
Pagemaster
Beiträge: 33
Registriert: 13. Januar 2011 20:33

Re: adhs und cannabis/drogen konsum

Beitrag von TimeTraveler » 13. Januar 2011 21:29

Hey da

Auch ich  war abhaenig  von recht harten  Zeug ... Mir  ging  es um  den Kick  und die   Ruhe im Inneren  da bei ... Es  fing   leicht an    irgend wann verflog  die ruhe und der kick also wurde es  im laufe  Der Zeit immer mehr mehr mehr und mehr ...  Irgend wann    war ich  so hoch eingestellt    das   es mich  beinah  getoetet  haette .
Das war mein  "Wendepunkt" ..Buessen   tue  ich dafuer bis heute mein  Koeper  ist   recht abgestumpft  gegen Medikamente und Wirkstoffe so das ich  von   vorn   herein immer  ne hohe  Dosis   brauche um  ne  mässigen erfolg zu haben  ..
Medikamente sind immer  " Drogen"  egal  wie man  dreht und es  wendet..Es ist jeden selbst  ueberlassen nehm ich was oder nicht .....Ich bin dankbar um mein Ritalin  auch wenn  ich damit in den  " Kinderschuhen stecke"
Zuletzt geändert von TimeTraveler am 13. Januar 2011 21:32, insgesamt 1-mal geändert.
Benutzeravatar
PTer
Andersweltler
Beiträge: 12
Registriert: 3. Dezember 2011 00:31
Alter: 37

Re: adhs und cannabis/drogen konsum

Beitrag von PTer » 4. Dezember 2011 12:40

Auch ich kenne das Problem. Habe über Jahre exzessiv THC konsumiert. Ich wachte kaum auf und habe noch im Bett meinen ersten Kopf geraucht. Aufgrund meiner ausgeprägten Ängste im sozialen Bereich, hab ich dann nach und nach aufgehört. Ich hatte halt immer Angst, man sehe es mir an und das war für mich im Berufsleben dann undenkbar. Konsumierte dann eine Zeit nur nach Feierabend und irgendwann gar nicht mehr. ---> seit 7 Jahren THC-fei (stolzbin)

Hatte dann aber eine Phase in der ich opioide Schmerzmittel missbraucht habe...auch das habe ich aus gleichen Gründen gottseidank seit 2 Jahren überwunden.

Die Medikamente gleichzusetzen mit Drogen ist meiner Meinung nach sehr fragwürdig. Medikamente werden schließlich nach langen Studien und bewiesener Wirksamkeit zugelassen. Und diesbezüglich werden durchaus auch die Wirkstoffe der Drogen getestet. Diese sind dann aber eben meist nicht wirksam. Schließlich gibt es ja den Wirkstoff Amphetamin als medikamentöse Therapie, da dieser sich als wirksam erwies. Und THC gibt es auch als Medikament, aber halt nicht zur AD(H)S-Behandlung, da hierfür nicht geeignet.

Was schließt für dich eigentlich eine Entwöhnungstherapie aus? Diese konzentriert sich doch auch auf die Ursachen und geht über mehrere Wochen in denen mit dir zusammen geschaut wird, wie man dein AD(H)S behandelt, um Rückfällen vorzubeugen. Außerdem gibt es auch gute suchtdruckmindernde Medikamente mit Stimmungsstabilisierung.

Generell nochmal der Hinweis: Das Jobcenter/Arbeitsamt darf psychisch erkrankten Menschen nur beschränkt Sanktionen auferlegen. Eine 50 %ige Kürzung ist nicht immer rechtens und man kann diese mit Hilfe des zuständigen sozial-psychiatrischen Dienstes (meist im Gesundheitsamt) in der Regel bis auf Weiteres außer Kraft setzen. Die Beratung dort ist kostenfrei und unterliegt der Schweigepflicht.

Ist ja schon älter das Thema...aber mich würde interessieren, wie es im Moment bei dir aussieht.....

LG, der PTer
Wenn Du etwas haben willst, das Du noch nie hattest - musst Du etwas tun, was Du noch nie getan hast (Prof. Dr. Nossrat Peseschkian)
Antworten

Zurück zu „ADHS und Abhängigkeiten*“