Ist die Welt Suchtkrank?

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snake84
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Ist die Welt Suchtkrank?

Beitragvon snake84 » 7. Juni 2009 03:50

Wenn ich mir das Gesellschaftliche Zusammenleben weltweit
mit dem Gehirn und verhalten eines Suchtkranken Menschen vergleiche,
dann fallen mir erstaunlich viele gemeinsamkeiten auf.

Die Tolleranzentwicklung eines Heroin abhängigen Menschen geschieht u.a. durch die proportionale Maximierung der Opioidrezeptoren,
die dann mit Opioiden gefüttert werden,
was wiederum heisst, das nach dem Andocken der Opioide nur noch mehr Rezeptoren entstehen,
die dann mit noch mehr opioiden bedient werden müssen.

Das ist im Prinzip das Selbe wie die Profit Maximierung unseres Kapitalistischen Systems des Freien Marktes,
was uns u.a. dazu zwingt immer mehr Rohstoffe zu Verbrauchen wie z.B. Erdöl, wobei es egal ist wofür es verschwendet wird.

In unserem System wird dieses Kranke Verhalten Wachstum genannt und auch noch belohnt.

Das ist im Grunde das Selbe wie ein Drogenabhängiger, der sich durch seinen Konsum einbildet das Er sich selber belohnt.

Einen Drogenabhängigen interessiert es nicht wo er nächste Woche seinen Stoff her kriegt, denn alles was zählt für Ihn ist Heute.

Da es zwar immens viel Geld gibt, was leider nur wenige Menschen Besitzen,
sind Arme Menschen z.B. in der 3. Weltauch dazu gezwungen Heute zu Überleben ohne zu Wissen was Nächste Woche ist.

Die Banken und Konzerne so wie alle anderen geschäfte sind auch nur daran interessiert, so schnell wie möglich ihren Profit zu Maximieren.

Die meisten Leute stellen dieses Geldsystem nicht in Frage,
so wie viele  Drogenabhängige garnicht bzw. spät merken, das sie Suchtkrank sind.

Die Menschen ganzheitlich betrachtet erinnern tatsächlich an ein Suchtkrankes Gehirn, was permanent unter Druck steht.

Nur was hat das jetzt mit ADS/ADHS zu tun, na ja viele haben ein Suchtproblem und ADS/ADHS.

Und schlecht informierte Leute behaupten, das ADS/ADHS wäre die Ursache der Suchterkrankung.

Das ist einfach nur Falsch.

Denn es ist die Profit Maximierung die das Drogengeschäft überhaupt erst lukrativ macht.

Und wenn man als ADS/ADHSler merkt,
das die Belange der menschen sekundär sind gegen den Wohlstand und Reichtum der finanziell wohlhabenden,
dann wird auch schnell klar, welche Funktion Der Drogenkonsum bei einem ADS/ADHSler übernimmt.

Die meisten (nicht alle) Funktionen lassen sich tatsächlich auf das Geldsystem zurückführen
wie z.B. der Druck auf dem Arbeitsmakt wegen des knappen Geldangebots,
der egoismus der Gesllschaft da jeder für sich selber sorgen muss,
die Abhängigkeit vom Arbeitgeber ist sehr Ungesund für das bilden von Sichtweisen,
der Raubbau an der Natur so wie das Ausnutzen der 3.Welt, wovon wir ALLE in Deutschland Profitieren
und zusammen mit den anderen Reichen Staaten die verursacher sind, das es der 3.Welt so schlecht geht.

Es gibt genug Gründe für einen ADS/ADHSler Drogen zu nehmen, die er nicht hätte wenn Jeder ADS/ADHS hätte.

ADS/ADHS ist vielmehr eine Gabe die uns alle noch Retten wird vor einer süchtigen Welt, leider dauert es noch etwas bis alle so sind wie wir.

Bis dahin Wünsche ich euch viel Kraft

edit:
Damit man es besser lesen kann, (damit ich es besser lesen kann),
habe ich die Buchstabenwand ein wenig aufgebröselt.
maerenthaler
Zuletzt geändert von snake84 am 7. Juni 2009 07:04, insgesamt 1-mal geändert.
maerenthaler
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Re: Ist die Welt Suchtkrank?

Beitragvon maerenthaler » 7. Juni 2009 07:19

Hallo snake84,

wenn Du damit sagen willst,
daß die Gesellschaft und das soziale Gefüge mit all seinen Einwirkungen und Auswirkungen
Einfluß nimmt auf die Ausprägung einer AD(H)S, dann stimme ich Dir sicherlich zu.

[quote="snake84"]
Es gibt genug Gründe für einen ADS/ADHSler Drogen zu nehmen, die er nicht hätte wenn Jeder ADS/ADHS hätte.  [/quote]

Wenn Du daraus aber eine Berechtigung konstruieren willst,
aus der heraus man, egal ob ADS-ler oder nicht, Drogen nimmt,
dann halte ich das für schlicht falsch.

Und warum die Welt besser sein soll, wenn alle ADS-ler wären,
das leuchtet mir schon gar nicht ein.

LG
Christian
smp88

Re: Ist die Welt Suchtkrank?

Beitragvon smp88 » 7. Juni 2009 07:32

was mich jetzt noch wunder nimmt, ist, wie du zu den legalen drogen stehst (ritalin und so)...

hier geht es ja auch um leistungssteigerung / defizitminderung (man kann es nennen wie man will...
maerenthaler
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Re: Ist die Welt Suchtkrank?

Beitragvon maerenthaler » 7. Juni 2009 08:08

Hallo smp88,

[quote="smp88"]
was mich jetzt noch wunder nimmt, ist, wie du zu den legalen drogen stehst (ritalin und so)...  [/quote]

wie kommst Du darauf, daß "Ritalin und so"
zum einen Drogen, zum anderen legale Drogen sind?

Zunächst einmal ist Methylphenidat, der Wirkstoff in "Ritalin und so", ein Medikament,
welches nach einer eindeutig diagnostizierten Indikation durch einen Facharzt verschrieben wird,
um eine ADS zu therapieren.

Aus der Tatsache,
daß es tatsächlich Menschen gibt, die dieses Medikament als Rauschmittel nutzen könnten,
und aus der Tatsache,
daß man daher die Nutzung dieses Medikamentes im Betäubungsmittel Gesetz regelt,
zu schließen,
daß es sich um eine "legale Droge" handelt, ist wohl genauso falsch,
wie aus der Tatsache heraus,
daß man mit einem Fleischermesser einen Menschen töten kann, dieses als "legale Mordwaffe" zu bezeichnen.

Weder UHU noch Pattex sind, obwohl frei käuflich, legale Drogen, sondern Klebstoffe.

[quote="smp88"]
hier geht es ja auch um leistungssteigerung / defizitminderung (man kann es nennen wie man will...  [/quote]

Und auch das ist kein Hinweis auf eine Droge,
selbst das Wasser, welches ich trinke, dient der Leistungssteigerung,
und durch mein Leberwurstbrot mindere ich ein Defizit.

LG
maerenthaler
snake84
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Re: Ist die Welt Suchtkrank?

Beitragvon snake84 » 7. Juni 2009 17:02

Es gibt genug Gründe für einen ADS/ADHSler Drogen zu nehmen, die er nicht hätte wenn Jeder ADS/ADHS hätte.

Wenn Du daraus aber eine Berechtigung konstruieren willst,
aus der heraus man, egal ob ADS-ler oder nicht, Drogen nimmt,
dann halte ich das für schlicht falsch.


Nein ich habe hier keine berechtigung zum Konsum gegeben. Nur ob wir
wollen oder nicht, es gibt diese berechtigung bereits. Das liegt meiner
Meinung nach daran das wir mit Substanzen nachhelfen um an eine kranke
Gesellschaft gut angepasst zu werden. Es schafft so gut wie keiner mehr
mit den Anforderungen mit zu halten die uns abverlangt werden. Und die
Anforderungen steigen stetig an. Da wir gezwungen sind mitzuhalten richtet sich unsere innere Uhr nach der industrie, und das ist zweiffellos
ungesund. Es ist kein Wunder das wir mit Substanzen nachhelfen um Schritt halten zu können, und genau deshalb gibt es auch diesen Riesen
Absatzmarkt für Tabletten die in Wirklichkeit nicht uns Helfen sondern der
Industrie.

Und warum die Welt besser sein soll, wenn alle ADS-ler wären,
das leuchtet mir schon gar nicht ein.


Denk mal drüber nach wenn jeder auf der Welt sich Hyperfokussieren
könnte auf welchen stand der Technik wir kommen würden. adsler inter-
ressieren sich auch häufiger für ihre mitmenschen da wir uns sehr gut
in sie hineinversetzen können, während der grösstteil der Bevöllkerung
in erster Linie interessiert was sie auf dem Konto haben (was ich ihnen nicht einmal Übel nehmen kann). Ja ich bin der Meinung ADS hat was mit Evolution zu tuhen. 
Zuletzt geändert von snake84 am 7. Juni 2009 17:04, insgesamt 1-mal geändert.
polarlicht
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Re: Ist die Welt Suchtkrank?

Beitragvon polarlicht » 7. Juni 2009 17:53

[quote="snake84"]
adsler interressieren sich auch häufiger für ihre mitmenschen
da wir uns sehr gut in sie hineinversetzen können,
während der grösstteil der Bevöllkerung in erster Linie interessiert
was sie auf dem Konto haben (was ich ihnen nicht einmal Übel nehmen kann).
[/quote]

Ich denke, dass eine Aussage wie die, dass der größte Teil der Bevölkerung nur niedere Interessen habe, sich weniger in einer sehr guten Empathiefähigkeit gründet als vielmehr in einem in einem rigoiros undifferenzierten Vorurteil, das die Vielzahl individueller Lebenslinien zu einer "Masse" degradiert. Das finde ich alles andere als empathisch.
maerenthaler
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Re: Ist die Welt Suchtkrank?

Beitragvon maerenthaler » 7. Juni 2009 21:23

Hi snake84,

[quote="snake84"]
Nein ich habe hier keine berechtigung zum Konsum gegeben.

Nur ob wir wollen oder nicht, es gibt diese berechtigung bereits.
.....

Es ist kein Wunder das wir mit Substanzen nachhelfen um Schritt halten zu können, und genau deshalb gibt es auch diesen Riesen
Absatzmarkt für Tabletten die in Wirklichkeit nicht uns Helfen sondern der Industrie. [/quote]

verstehe ich Dich richtig?

Du bezeichnest in einem Rundumschlag sämtliche Medikamente als Drogen und als nur deshalb notwendig,
weil Du als der gesunde ADS-ler von der kranken Gesellschaft der Nicht-ADS-ler zur Anpassung an diese gezwungen werden sollst,
und begründest damit eine Berechtigung, Drogen zu konsumieren?

[quote="snake84"]
Es gibt genug Gründe für einen ADS/ADHSler Drogen zu nehmen, die er nicht hätte wenn Jeder ADS/ADHS hätte.  [/quote]
[quote="maerenthaler"]
Und warum die Welt besser sein soll, wenn alle ADS-ler wären,
das leuchtet mir schon gar nicht ein.  [/quote]

[quote="snake84"]
Denk mal drüber nach wenn jeder auf der Welt sich Hyperfokussieren könnte, auf welchen stand der Technik wir kommen würden.[/quote]

Nun, dann denke ich mal drüber nach:

Symptom einer ADS ist (u.a.) eine Aufmerksamkeitsstörung und mangelnde Struktur.

Während ich einerseits im Hyperfocus die Probleme der Welt löse,
-  natürlich nur theoretisch, praktisch komme ich ja wegen der mangelnden Struktur nicht in die Pötte  -
brennt es in meiner Küche, weil ich vergessen habe,
daß ich gleichzeitig eine Pfanne mit Öl auf der Herdplatte auf höchster Heizstufe stehen habe.

Der ADS-ler, der als Feuerwehrmann herbeieilt, um meinen Brand zu löschen,
hat zum einen vergessen, den Löschschlauch nach der letzten Wartung wieder im Löschzug zu verstauen,
wird zum anderen aber auch noch von seinem Nachbarn per Handy darauf aufmerksam gemacht,
daß aus seiner eigenen Küche auch dichte Qualmwolken dringen. So'n Mist, er war auch gerade am Kochen.

Weitere Symptome einer ADS sind mangelnde Impuls- und mangelnde Gefühlskontrolle.

Vor lauter Wut wirft er sein Handy mit voller Wucht an eine Hausmauer und ist somit nicht mehr erreichbar,
beschließt aber spontan, erst mal zur Feuerwache zurückzufahren, um den fehlenden Schlauch zu holen.

Leider ist er aber so aufgewühlt, daß er erst angesichts des nächsten Ausfahrtschildes feststellt,
daß er versehentlich in der falschen Richtung auf die Kraftfahrstraße aufgefahren ist.

Wir sind jetzt dummerweise beide obdachlos,
aber, flexibel, wie wir ADS-ler so sind, werden wir baldmöglichst in eine WG ziehen,
falls wir es denn endlich auf die Reihe kriegen,
nicht nur in der Zeitung regelmäßig die Wohnungsannoncen zu lesen und sämtliche Angebote auf das kritischste zu diskutieren,
sondern auch mal rauszufahren, um uns eine Wohnung anzuschauen und zu mieten.

Klar, ich gebe gerne zu, daß ich das in meiner Darstellung ein wenig hyperfocussiere,
aber das sollte doch im Grunde Deiner Vorgabe entsprechen.

[quote="snake84"]
Ja ich bin der Meinung ADS hat was mit Evolution zu tuhen.  [/quote]

Ich bin sogar der Meinung, daß die ganze Menschheit und die ganze Welt was mit Evolution zu tun hat.

Nur was das damit zu tun hat, daß von Dir
[quote="snake84"]
Nein ich habe hier keine berechtigung zum Konsum gegeben.
Nur ob wir wollen oder nicht, es gibt diese berechtigung bereits  [/quote]
propagiert wird, das will sich mir nicht so recht erschließen.

LG
maerenthaler
qc
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Re: Ist die Welt Suchtkrank?

Beitragvon qc » 7. Juni 2009 21:43

Falls Du Dich fragst, ob der Grundgedanke wahnsinnig ist:

Nein, der Vergleich einer Konsumgesellschaft in der (noch) gegenwärtigen globalen Form mit einer Suchterkrankung ist als Metapher durchaus rational und intelligent.

Einige Deiner Schlussfolgerungen hinsichtlich der Konsequenzen in der Realität sind widersprüchlich, lückenhaft oder unschlüssig, aber das Grundgerüst Deines Vergleichs ist tragfähig.
Ich habe keine besondere Begabung, sondern bin nur leidenschaftlich neugierig. (Einstein)

:narr:
snake84
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Re: Ist die Welt Suchtkrank?

Beitragvon snake84 » 7. Juni 2009 22:06

Ich denke, dass eine Aussage wie die, dass der größte Teil der Bevölkerung nur niedere Interessen habe, sich weniger in einer sehr guten Empathiefähigkeit gründet als vielmehr in einem in einem rigoiros undifferenzierten Vorurteil, das die Vielzahl individueller Lebenslinien zu einer "Masse" degradiert. Das finde ich alles andere als empathisch.


Ich denke das eine Gute Emphatiefähigkeit gekoppelt mit einem Gerechtigskeitsempfinden das nicht auf introvertiertheit basiert mit
Sicherheit ein besseres miteinander schaffen wird.

Und wir haben alle
ein gemeinsames interesse und das ist das wir Geld verdienen müssen.
Und Geld verdirbt den Charakter zwangsläufig und ich kann bei unserem
Geldsystem nur wenig individualität entdecken weil es immer auf ein ziel hinaus läuft und zwar das wir mehr davon brauchen. Die ganze Menschheit
ist von Geld abhängig und aus dem Nährboden  resoltieren die niederen interessen der ganzen Weltbevölkerung.
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Re: Ist die Welt Suchtkrank?

Beitragvon snake84 » 7. Juni 2009 22:58

Während ich einerseits im Hyperfocus die Probleme der Welt löse,
-  natürlich nur theoretisch, praktisch komme ich ja wegen der mangelnden Struktur nicht in die Pötte  -
brennt es in meiner Küche, weil ich vergessen habe,
daß ich gleichzeitig eine Pfanne mit Öl auf der Herdplatte auf höchster Heizstufe stehen habe.

das kann auch Leuten Passieren die kein ads haben und du kannst so einen brannt auch nicht auf das ads schieben. Anstatt zu deinem Arzt zu gehen
und ihm zu erzählen das du medikamente brauchst damit du und dein komplettes Haus nicht in Flammen stehen, könnte man Herdplatten auch so konstruieren das man sich keine sorgen mehr braucht das etwas passiert.


Du bezeichnest in einem Rundumschlag sämtliche Medikamente als Drogen und als nur deshalb notwendig,
weil Du als der gesunde ADS-ler von der kranken Gesellschaft der Nicht-ADS-ler zur Anpassung an diese gezwungen werden sollst,
und begründest damit eine Berechtigung, Drogen zu konsumieren?


Nein ich bezeichne Benzodiazepine, Barbiturate, Opioide und Amphetamine
selbstverständlich nicht als Drogen. Du versteifst dich total darauf das ich hier versuche Drogenkonsum zu Rechtfertigen oder gut zu Heissen. Ich glaub du hast da irgendwas nicht verstanden oder suchst Gründe mich zu kritisieren weil dir meine Ansichten nicht Passen. Ich halte Sucht für eine der schwersten Krankheiten

Im übrigen Löst Technologie Probleme und wir könnten Technologie so nutzen das wir uns keine Sorgen mehr machen bräuchten wenn wir was wegen unserem ads irgendwas vergessen.

Weitere Symptome einer ADS sind mangelnde Impuls- und mangelnde Gefühlskontrolle.

Vor lauter Wut wirft er sein Handy mit voller Wucht an eine Hausmauer und ist somit nicht mehr erreichbar,
beschließt aber spontan, erst mal zur Feuerwache zurückzufahren, um den fehlenden Schlauch zu holen.


Hier schiebst du schon wieder was auf ads was "normale" Leute auch haben. Unsere Welt ist so dermassen Gewaltätig das fehlende Impulskontrolle im gegensatz zu Krieg, Hunger und Sklaverei echt ein witz ist. Fehlende Impulskontrolle zettelt keine Kriege an. ADSler haben das zwar aber sie sind trotzdem zum grössten Teil die gerechteren Menschen. 
Einige Deiner Schlussfolgerungen hinsichtlich der Konsequenzen in der Realität sind widersprüchlich, lückenhaft oder unschlüssig


Was meinst du denn?
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Re: Ist die Welt Suchtkrank?

Beitragvon boralmar » 15. Juni 2009 18:38

auf den menschen bezogen stimm ich dir zu, aus meiner sicht ist es jedoch nicht das kapitalistische system, dass uns zur profit maximierung zwingt. es ist der mensch - wir selbst sind es, die uns dazu veranlassen. ich sehs viel mehr aus der perspektive, dass die freie marktwirtschaft ein dem menschen entsprechendes, vielleicht sogar massgeschneidertes system ist. dass es dabei immer gewinner und verlierer geben wird, ist nicht mehr als naturgemäss.

grade die wachstums-probleme der dritten welt, um eins deiner beispiele aufzugreifen, wären meines erachtens nicht so gravierend, würden wir den markt wirklich frei spielen lassen.

grade die eu die sich an anderer stelle gern als helfer aufspielt, verhindert mit protektionistischen massnahmen wie massiver subventionierung den offenen zugang zum europäischen markt in vielen bereichen. was drittweltländern erlauben würde, ein stück des kuchens abzuschneiden. nur bleibt diese möglichkeit verwehrt, solange zb. europäische kühe mit mitteln subventioniert werden, die das täglich brot von über 1 milliarde menschen bei weitem übersteigt.

so einiges, was als gutgemeinte soziale aktion (zb. landeseigene bauern retten) abseits freier marktwirtschaft verkauft wird - wird auf fremden schultern ausgetragen, und ist im globalen kontext betrachtet auf einmal gar nicht mehr sozial -sondern nichts als eigennützig.

mich befremdet es ein wenig, dass alle gesellschaftlichen missstände gerne auf die freie marktwirtschaft geschoben werden. es sind nicht selten die finger, die regulierend auf das system einwirken, denen ein bedeutender anteil schuld zugemessen werden kann.

und als so ultimativ positiv würd ich ADS nun auch nicht stehenlassen. ich mag es nicht, wenn man uns für bessere menschen verkaufen will. man könnte den ADSler auch als inbegriff der konsumgesellschaft sehen in seiner ewig währenden hatz nach reizen.
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Re: Ist die Welt Suchtkrank?

Beitragvon snake84 » 28. Juni 2009 20:43

auf den menschen bezogen stimm ich dir zu, aus meiner sicht ist es jedoch nicht das kapitalistische system, dass uns zur profit maximierung zwingt. es ist der mensch - wir selbst sind es, die uns dazu veranlassen.


Unser Gehirn ist so konstruiert das wir angst kriegen wenn die dinge knapp werden. Es ist auch leicht zu verstehen wieso da unsere Vorfahren es sich nicht erlauben konnten lebensmittel knapp werden zu lassen. Durch erfindungen wie z.b. den Kühlschrank haben wir dieses problem heutzutage nicht mehr.
Es muss sogar eigentlich niemand mehr auf der welt hungern denn wir haben die technologie und resourcen um jeden mit genug nahrung zu versorgen dennoch können wir es uns nicht leisten weil nicht genug Geld zur verfügung steht um jeden gerecht zu behandeln.
dass die freie marktwirtschaft ein dem menschen entsprechendes, vielleicht sogar massgeschneidertes system ist. dass es dabei immer gewinner und verlierer geben wird, ist nicht mehr als naturgemäss.


wir leben in einem monetären (Geldsystem) system und sind alle dazu gezwungen Geld zu verdienen bzw zu kontrolieren. Wir sind alle über ecken mit von dem selben Geld abhängig. Mit dem  selben Geld womit man einen Krieg finanziert,
kann man auch ein Weisenhaus bauen. 3 millarden menschen gehen für 2 Dollar am Tag Für uns Europäer arbeiten.
Während wir Europäer auch nur für dieses 1% der Weltbevölkerung arbeiten was 40% des
Reichtums besitzt.

kapitalistische system, dass uns zur profit maximierung zwingt.


Hör Bitte auf den Leuten Weiss zu machen das wir von Natur aus schlechte Menschen sind,
das Stimmt einfach nicht. Es ist der Geist des Geldes der uns Abhängig gemacht hat.
Ja man könnte sogar das Dopamin in unserem Kopf auf das Geld system
übertragen.
Ein Mensch würde jetzt denken das es ein Himmel weiter unterschied ist und man
könnte ja auch eine Gehirnzelle nicht mit einem Menschen vergleichen.
Das ist aber auch nur so weil wir Menschen das so bemessen im Grunde
genommen,
ist da gar kein so grosser unterschied. Unsere Gehirnzellen komuniziren miteinander
während wir Menschen auch nur über 6 Sinne miteinander  komuniziren und
das über Informationsübertragung wie Licht, Schall oder Wärme.
Ich bin deshalb der Ansicht es zu vergleichen weil Geld und Dopamin beide
in etwa auf eine Änliche Art Weise für das Bilden eines Suchtverständnisses
verantwortlich sind.
Die Welt kann man tatsächlich mit einem Grossen Gehirnvergleichen, in dem einfach nur kein Mensch dazu in der Lage ist zu begreifen das er eigentlich Teil des Ganzen ist,
wir fühlen uns so getrennt von unserer Welt um uns herum dabei sind wir eins mit ihr.
Menschen sind auch nicht von Natur aus Gewaltätig, ja sogar unser Verstand ver-
bietet uns von instinktiever Seite aus Andere Menschen zu Töten.
Wir haben das von unseren Vorfahren in die Wiege gelegt gekricht das wir alle auf
einander angewiesen sind um zu überleben. Und wenn zwischen uns allen dieses
Geld steht,
was nur durch unser bemessen einen Wert hat und wir es brauchen um zu überleben
dann wird auch klar das es kein Wunder ist das die Welt Suchtkrank ist.

grade die wachstums-probleme der dritten welt, um eins deiner beispiele aufzugreifen, wären meines erachtens nicht so gravierend, würden wir den markt wirklich frei spielen lassen.


DER MARKT SPIELT SCHON WIRKLICH FREI!!!

und als so ultimativ positiv würd ich ADS nun auch nicht stehenlassen. ich mag es nicht, wenn man uns für bessere menschen verkaufen will. man könnte den ADSler auch als inbegriff der konsumgesellschaft sehen in seiner ewig währenden hatz nach reizen.


Es handelt sich hierbei lediglich um eine verbesserung in unserem Gehirn und ich würde mich in erster Linie niemals über einen anderen Menschen stellen nur weil ich ADS habe. Ich erwarte deshalb aus respekt vor meiner Meinung das mich niemand als Krank bezeichnen soll.
Wenn Leute wie du BORALMAR es nicht Mögen für die besseren Menschen verkauft zu werden
dann liegt das meiner Meinung nach an Negativen Ursachen die nichts mit der Realität zu tun haben 
boralmar
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Re: Ist die Welt Suchtkrank?

Beitragvon boralmar » 30. Juni 2009 11:01

tut mir leid, aber der markt spielt nicht frei - das entspricht nicht den tatsachen, was ich auch beispielhaft erklärt hab. grade der europäische markt wird so stark geschützt wie kaum ein andrer.

ich will nicht sagen, dass der mensch nur schlecht ist, aber das gegenteil ist auch kaum der fall. schon komisch, dass wir menschen von natur aus nicht gewalttätig sind, aber die ganze menschheitsgeschichte gespickt mit gewalt ist, von anfang an.

geld steht letzten endes sowieso nur symbolisch für einen gegenwert. würden wir noch immer tauschhandeln - ganz egal wie wert ausgedrückt wird - es würde nichts am eigennutz der menschen ändern. und es würde nichts daran ändern, dass es immer nur einige wenige sind, die dominieren - ganz egal in welchem system, ob mit oder ohne geld.

wie du selbst bereits gesagt hast, der mensch ist das system.

wir leben in einem monetären (Geldsystem) system und sind alle dazu gezwungen Geld zu verdienen bzw zu kontrolieren.
und du meinst, dieser zwang wäre ohne geld nicht mehr vorhanden?

Es handelt sich hierbei lediglich um eine verbesserung in unserem Gehirn und ich würde mich in erster Linie niemals über einen anderen Menschen stellen nur weil ich ADS habe. Ich erwarte deshalb aus respekt vor meiner Meinung das mich niemand als Krank bezeichnen soll.
Wenn Leute wie du BORALMAR es nicht Mögen für die besseren Menschen verkauft zu werden
dann liegt das meiner Meinung nach an Negativen Ursachen die nichts mit der Realität zu tun haben 
wenn man in dieses forum schaut, sieht man leider durchaus, dass diese negativen ursachen etwas mit der realität zu tun haben. ich persönlich seh mich weder schlechter, noch besser. ich frag mich lediglich, wie du dazu kommst, ads als verbesserung des gehirns zu sehen. ich stell das nicht grundsätzlich in abrede, aber frag mich was dich darauf schliessen lässt.
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