Tavor (Benzodiazepin) Abhängigkeit ..

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lillifee
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Re: Tavor (Benzodiazepin) Abhängigkeit ..

Beitrag von lillifee » 21. Mai 2008 03:20

Letzter Beitrag der vorhergehenden Seite:

Mensch, @ninchennrw, da hast Du Dich auf ein "böses Spiel" eingelassen.

Du bist noch sehr jung (oder täusche ich mich?), daher gehe sofort in eine Klinik, die die richtig gut rund um die Uhr betreut, auf dass Du ohne Substiute von den bisherigen Medies runterkommst.

Und lass Dich ernsthaft diagnostizieren und suche sehr kritisch nach den für Dich hilfreichen Therapien (und evtl. Medies).
Zuletzt geändert von lillifee am 21. Mai 2008 03:21, insgesamt 1-mal geändert.
ninchennrw

Re: Tavor (Benzodiazepin) Abhängigkeit ..

Beitrag von ninchennrw » 16. Juni 2008 16:18

Ich wollte mal wieder den aktuellen Stand hierzu schreiben...
Ich habe es tatsächlich geschafft meine Tavor Dosis recht radikal zu verringern,die ersten mg gingen super schnell und ohne Probleme runter,jetzt hänge ich allerdings an den 5mg fest,und habe Probleme die zu halten ,deshalb bleib ich momentan erstmal dabei und dosiere erst weiter runter wenn ich mit den 5mg auch dauerhaft klarkomme!
Mein aktueller Medikamentenplan,sieht schon viel besser aus !  \:D/

Tavor 2,5mg 0 - 0 - 2
Elontril 150mg 2 - 0 -0
Beloc 147,5mg(Blutdruck/Herz) 1 - 0 -0 konnte ich komplett absetzen !
Cerazette(Pille) 1 - 0 - 0
Hammy
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Re: Tavor (Benzodiazepin) Abhängigkeit ..

Beitrag von Hammy » 17. Juni 2008 14:34

Hallo NinchenNRW und alle Anderen,
ich habe wegen Benzodiazepinen in folgendem Thread eine Frage gestellt:
> http://www.adhs-anderswelt.de/http://localhost/adhs_phpbb/viewtopic.php?t=0

Ich habe mich nun doch einfach mal etwas höher gewagt mit der Dosis, so etwa 15mg Diazepam entspannen mich dann (manchmal*). Beim Zahnarzt sind 60mg nötig um mich ruig zu stellen. Ist eigentlich ein tolles Mittel, mein Opa hat es Jahrelang... wesentlich länger als Barschel eingenommen. Allerdings auch nicht regelmäßig, aber auch wegen den gleichen Ursachen wie bei mir... Unruhe, Beklommenheit, Angst- und Panikatacken usw., kennt man sicher hier auch alles.

Wie ist es denn bei Dir gewesen, hast Du AD(H)S und deswegen das Tavor bekommen, oder wußte der Arzt nichts vom evtl. AD(H)S??? Ich habe mal nachgeschlagen, die Äquivalenzdosis von 2,5mg Lorazepam (Tavor) ist 12,5-15mg Diazepam, ich habe wie gesagt 10mg Diazepam Tabletten, man kann die vierteln.

Mein Weibchen leidet an starken Angst- und Panikatackten und bei ihr reicht eigentlich ne viertel (2,5mg), bei stärkeren Beschwerden ne halbe (5mg). Nach den 5mg ist sie allerdings auch eher plüschig und wird etwas müde, bedeutet also aktiver Tag erstmal vorbei.

Ich selber merke eigentlich normal nichts unter 10mg richtig. Kommt immer drauf an, ich weiß einfach nicht wieso das bei mir so unterschiedlich wirkt. Ich vermute aber mal wegen der ADHS... (*) Einmal hatten 10mg einwenig gebracht, da dachte ich mir dann; "Nimmste eben noch ne halbe!", tja danach war alles wieder normal, als hätten die 5mg die 10mg annuliert und insgesamt alles aufgehoben.

Neulich hatte ich Abends wieder Herzklopfen beim Einschlafen und Gedankenrasen etc., da hab ich es einfach mal mit 5mg versucht, hat funktioniert. Irgendwie bin ich schon froh das es das Zeug gibt, vorallem weil ich auf Doxepin, Mirtazapin etc. absolut paradox reagiert haben und solange ich es nicht ganz regelmäßig nehme und die Dosis mal ganz niedrig mal etwas höher ist muß ich mich doch nicht vor einer körperlichen Abhängigkeit fürchten oder?


Hier noch ein DOWNLOAD File (PDF) über Benzodiazepinsucht, ist sehr informativ, da stehen auch die Vergleichsdosen (Äquivalenz) fast aller Benzodiazepine drin!
> home.teleos-web.de/ccreativa/benzodiazepine.pdf


Liebe Grüße
"Die Stille ist der beste Ratgeber!"
ninchennrw

Re: Tavor (Benzodiazepin) Abhängigkeit ..

Beitrag von ninchennrw » 17. Juni 2008 16:24

Hallo Hammy!

Ob ich ADHS habe oder nicht weiß ich (noch) nicht,Testung ist bald erst. Ist aber höchstwarscheinlich.
Ja..wofür habe ich Tavor bekommen,...Panikattacken waren der erste Grund,und der Grund warum ich es irgendwann dauerhaft genommen habe war,weil ich einfach gemerkt habe das meine Unruhe etwas besser wurde davon.
Meinem Arzt ist's egal wofür ich nehme,der ist aber wie gesagt ziemlich inkompetent!


Mein Weibchen leidet an starken Angst- und Panikatackten und bei ihr reicht eigentlich ne viertel (2,5mg), bei stärkeren Beschwerden ne halbe (5mg). Nach den 5mg ist sie allerdings auch eher plüschig und wird etwas müde, bedeutet also aktiver Tag erstmal vorbei.

Das ist wohl auch der normalfall  :icon_wink: Ich kenne das auch das sehr viele Medikamente bei mir ne Hohe Dosis benötigen,gar nicht wirken,oder paradox(diverse Antidepressiva,Neuroleptika,..) . Ob das mit dem ADHS zusammenhängt weiß ich nicht,denke aber schon das es da irgendne Erklärung für gibt.


solange ich es nicht ganz regelmäßig nehme und die Dosis mal ganz niedrig mal etwas höher ist muß ich mich doch nicht vor einer körperlichen Abhängigkeit fürchten oder?

Mh.. naja.. die Frage beantworte ich ungern,bzw kann sie eigentlich nicht beantworten.. es gibt Menschen die nehmen Benzos unregelmäßig über Jahre hinweg und werden nicht abhängig,oder Niedrigdosisabhängigkeiten und setzen es dann ohne Probleme ab , aber das ist nicht der Regelfall , es ist wirklich häufig und man hört/liest es immer wieder das der "Einstieg" in die Sucht mit unregelmäßigen,"Bei Bedarf" Konsum beginnt..
War bei mir auch so ,ich hab es erst ganz selten genommen,nur bei Panikattacken.
Dann als Bedarfsmittel zum schlafen , und irgendwann war der übergang zum regelmäßigen und schließlich täglichem nehmen fließend.
Ich wäre da SEHR vorsichtig,gerade mit ADHS neigt man ja zu Abhängigkeiten weil man eben ständig auf der Suche nach "Selbstmedikation" ist ..


Übrigens,seit ich Elontril nehme habe ich so gut wie keine Einschlafprobleme(durch das Gedankenchaos abends,Unruhe,Herzrasen) mehr und meine Unruhe ist deutlich gemindert !  Herzrasen&Bluthochdruck hatte ich jahrelang , seit dem Medikament spurlos verschwunden..
wäre also ne Überlegung wert , besser ist sicherlich MPH,aber ohne Diagnose kein MPH  :icon_wink:

Danke für den Link! schau ich mir gleich mal an!


LG
:winken:
Hammy
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Re: Tavor (Benzodiazepin) Abhängigkeit ..

Beitrag von Hammy » 17. Juni 2008 18:35

Joho Ninchen...

Wo wirst Du denn das Diagnoseverfahren durchlaufen? In einem Klinikum, ambulant in mehreren Sitzungen oder bei einem spezialisiertem Psychiater, Psychotherapeuten oder Neurologen? Falls Du aus dem nördlichem NRW kommst, könnte ich Dir einige Adressen geben, falls Du noch Niemanden hast.

Hat denn schon ein Arzt bei Dir mal den Verdacht auf ADHS ausgesprochen? Ich weiß, man muss sich da ständig selber in den Hintern treten, damit man mal was macht. Bei mir hats Jahre gedauert bis ich eine kompetente Neurologin und nun einen spezialisierten Psychotherapeuten gefunden habe.

Elontril ist nen Beta-Blocker soweit ich weiß, lasse ich lieber die Finger von. Ich nehme wegen eines BSV noch Tramadol, wobei ich auch immer wieder Pausen einlege. Was das MPH angeht, werde ich bald weiter wissen. Habe bald den Termin an dem mich mein Psychotherapeut und die dort zuständige Psychiaterin zusammen auf die Therapie einstellen. Was sich ergibt werden wir sehen, da bei mir, wie bei den meisten, ausserdem noch eine Komorbidität besteht. Einstellung auf Therapie, Psychotherapie, Medikation und das wie, wann und wo werden wir dann klären. Jedenfalls bin ich überaus froh endlich auf dem richtigen Weg zu sein, in meiner Neuvorstellung habe ich da auch was zu geschrieben.

Ich hoffe Du kommst auch bald auf einen Diagnoseweg, der Dich einen Schritt weiter bringt, auch wenn es erstmal ein Kleiner ist. Wenn es am Ende nicht ADHS ist, brauchst Du ja auch keine Angst zu haben, denn dann werden die Dir sicherlich sagen können was mit Dir los ist, so eine ADHS Diagnostik ist nämlich recht umfangreich...

Apropos Medikation, hast Du schonmal was von "Melperon" gehört? Du sagtest ja, Du wärst mit milden Neuroleptika behandelt worden, war das auch dabei?

Zitat "Gelbe-Liste":

Anwendung
Schlafstör., Verwirrtheitszustände, Dämpfung v. psychomotor. Unruhe u. Erregungszuständen, insbes. b. Pat. d. Geriatrie u. Psychiatrie; b. Psychosen, Oligophrenie, organ. bedingt. Demenz, Psychoneurosen (wenn Tranquilizer wg. Unverträglichk. od. Abhängigkeitsgefahr nicht angew. werden können) u. Alkohol-Krankheit.

Dosierung
Für eine milde beruhigende, angstlösende, stimmungsaufhell. Wirk: 25-75mg/Tag. B. unruhigen u. verwirrten Pat. zu Beginn 50-100mg, ggf. Steig. auf 200mg. B. schw. Unruhe- u. Verwirrtheitszust. m. Aggressivität sowie wahnhaften u. halluzinator. Zuständen Steig. d. TD auf 400mg. TD auf mehrere Einzelg. verteilen. Dabei kann zur Erzielung eines stärker beruhig. Effektes eine höh. Dos. am Abend gewählt werden. Weitere Einzelh. siehe Fachinformation.

Link zu Wikipedia: http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Melperon&stable=0#Pharmakodynamik


Liebe Grüße
Hammy
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Re: Tavor (Benzodiazepin) Abhängigkeit ..

Beitrag von ninchennrw » 17. Juni 2008 19:20

Hi!

Einen Termin zur Diagnostik habe ich schon,am 2.Juli bei einer Psychiaterin(ambulant) die auf ADHS und ADHS Diagnostik spezialisiert ist.
Ein Arzt hat bei mir noch keinen ADHS Verdacht ausgesprochen,'nur' meine damalige Psychotherapeutin. Bei einem wirklich kompetenten Arzt war ich trotz mehrmaligen Psychiatrieaufenthalten und diversen Psychiatern/Neurologen im Laufe der Jahre aber nie. Diagnosen habe ich viele bekommen,und zahlreiche "falsche" Therapien... da hab ich schon einiges durch  :icon_wink:

Elontril ist nen Beta-Blocker

Nee,Elontril ist ein  Noradrenalin-und Dopamin-Wiederaufnahmehemmer (NDRI) ,google mal nach Bupropion. Das Medikament ist noch nicht so bekannt da die Zulassung erst letztes Jahr kam,bzw die Zulassung bei Depression,vorher war es zur Unterstützung bei Nikotinentzug zugelassen(Handelsname Zyban).
Die Indikation ADHS steht nicht dabei,würde also unter Off-label Verordnung laufen,aber da der Arzt es ja auch wegen Depression verschreiben kann geht das schon ..


Melperon habe ich noch nicht genommen,nein
Hammy
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Re: Tavor (Benzodiazepin) Abhängigkeit ..

Beitrag von Hammy » 17. Juni 2008 20:04

Hey,

joar... ups, stimmt, da hast Du recht. Ich wußte nur ich hatte irgendwe nen Betablocker in Deinen Angaben gesehen, aber das war ja Beloc. Das mit dem Zyban ist mir bekannt, allerdings das es als AD verschrieben werden kann ist mir neu. Wie ist es denn so? Hatte da auch mal drüber nachgedacht, Bupropion einzunehmen. Hauptsache ich kann mich besser Konzentrieren und es hilft beim Blick fürs Wesentliche. Wirkt das denn sofort? Weil viele SSRI usw., sowie auch Strattera erst Wochen brauchen um zu wirken.

Ja und das mit den vielen Ärzten und Fehldiagnosen kann schonmal entmutigen...
...habe mich manchmal auch wie in einem tiefen schwarzem Loch gefühlt, aus dem ich nicht mehr raus komme und jeder Arztbesuch bedeutete nur noch mehr dort hinein gesaugt zu werden.

Ich drücke Dir die Daumen das im Juli dann alles klappt, die Chemie zwischen Dir und der Psychiaterin stimmt und Du auf einen guten Weg kommst!

LG
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Re: Tavor (Benzodiazepin) Abhängigkeit ..

Beitrag von ninchennrw » 17. Juni 2008 20:34

Wie ist es denn so?

Also ich hab wirklich schon viele Antidepressiva durch.. SSRI,trizyklische ADs,usw..
keins hat mir wirklich geholfen. Fluoxetin(Fluctin) hat eine geringe Wirkung bei mir gehabt,allerdings wie du schon sagst braucht das einige Wochen um den Ansatz einer Wirkung zu merken.
Joa..2 Jahre dauerhaft depressiv,teilweise recht stark mit Suizidgedanken/Versuchen u.a .
Dann schon am ERSTEN Tag mit Elontril hab ich ne Wirkung gemerkt,was ich nicht so ganz glauben konnte weil ich von dem Medikament nichts erwartet hab,wie bei allen anderen auch.
Aber es geht wirklich besser..! Meine Stimmung scheint nicht mehr so ganz extrem zu schwanken,Konzentration ist etwas besser(aber leider nicht großartig),und was mir am meißten hilft ist das ich wie du schon sagst den Blick fürs wesentliche etwas besser habe,das hilft mir z.B beim Auto fahren , gegen späten Abend wenn die Wirkung nachlässt merk ich das schon,aber es wirkt trotzdem recht lang(ist retardiert).
Achso,und mein Appetit ist ziemlich vermindert damit. Bei meiner Figur ist das allerdings meeehr als vorteilhaft  :icon_wink:
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Re: Tavor (Benzodiazepin) Abhängigkeit ..

Beitrag von starchild » 25. Juni 2008 01:12

hallo ninchenrw,

ich habe vor ca 6 wochen einen ambulanten benzoentzug begonnen.
mit leichten sachen wurde angefangen, sprich zopiclon, was ja nur benzoähnlich ist...bin die gesamten 15mg losgeworden ohne beschwerden
erst 7,5 absetzen 3 wochen und dann die nächsten 7,5. jetzt beginne ich mit der absetzung von noctamid ( auch ein benzo)ich gehe ab morgen von 4mg auf 3 mg. den nächsten termin habe ich im augsut, also frühestens dann wird eine weitere reduzierung stattfinden.
wenn ich das noctamid los bin stehen mir noch 6 einhalb mg tavor  im weg
ich weiß nicht, ob ich alles schaffen werde..aber ich versuche es... meine psychiaterin meinte, da ich noch recht viel benzos bekomme ist derzeit keine gefahr da, dass  es mir richtig schlecht gehen könnte und wir eben zur zeit auch größere schritte in der reduktion machen können.Sie meinte, ich habe noch genug puffer, grummel--habe halt schonmal wesentlic mehr genommen..  :icon_redface:

ich habe mal selber versucht zu reduzieren..bin dann auf 2-4 mg tavor gekommen, aber mehr war nicht drin...da wäre dann wohl klinik angesagt gewesen...aber wenn es mir weiterhin so gut geht, dann ziehe ich das ambulant soweit es geht , ambulant durch

dir alles gute
Zuletzt geändert von starchild am 25. Juni 2008 01:14, insgesamt 1-mal geändert.
Liebe Grüße starchild

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Re: Tavor (Benzodiazepin) Abhängigkeit ..

Beitrag von Hammy » 25. Juni 2008 14:29

Halloooo, Dein Termin rückt ja auch immer näher Ninchen, was? Hoffe wirklich für Dich das Du nen guten Doc hast, bzw. Frau Doc. Ist die zufällig aus BI *neugierigis* ???

Ich wollte dann die Tage mal wieder das PDF über Bezo-Abhängigkeit löschen, wenn es also noch Jemand speicher möchte, bis Sonntag lasse ich es noch online stehen.

Habe wegen meinem Bandscheibenvorfall jetzt noch Tetrazepam bekommen, steht aber auch in der Liste der Suchtmittelchen, nur nicht so beliebt glaube ich. So im Vergleich zu Diazepam ist es was völlig anderes, nunja, es soll ja auch meine Schmerzen bekämpfen.

Derzeit muss ich mich allgemein mal zusammenreissen, finde ich habe die letzen Tage doch etwas oft Tetra und Dia genommen. Zwar nie mehr als 75mg Tetra, was wie ich festgestellt habe bei mir zu einer paradoxen Wirkungsumkehr führt. Steht übrigens sogar im Beipackzettel... Dachte dann wirkst es länger, aber nöööö, dann macht es mich wach... habe dann neulich versucht vier Stunden lang einzuschlafen, bis ich dann erst 5mg Dia genommen habe und dann nochmal 5mg ...der Tag, besser gesagt Mittag danach ...von dem will ich lieber nicht erzählen *fg*... dicker Kopf und niedergeschlagen. Naja, man soll ja aus Fehlern lernen!

Leider ist das in den letzten Tagen nicht so einfach, meine Mutter trinkt... Macht sie seit mindestens 1985 und ich musste damit aufwachsen, damals angefangen wegen Ihrer Scheidung... wie auch immer, jedenfalls färbt immer etwas von ihrem temporärem Missmut auf mich ab, durch meine extreme Empathie, die mir auch oft denn Alltag echt schwer macht und den meier Freundin noch dazu. Abends abschalten fällt mir dann öfter schwer wenn ich alleine bin, wenn meine Freundin da ist geht es eher schonmal.  Nur brauche ich diese Abende alleine um zu mir zu finden und Ruhe zu haben... sonst werde ich innerhalb weniger Tage immer gereizter usw...

Ich glaube ich habe jetzt in rund sechs Wochen pro Woche, in einer Woche z.B. beinahe jeden Tag und mal nur dreimal das Zeug geschluckt. Wenn ich das hier aber so lese und mir überlege was das für Konsquenzen mit so nem Entzug hat, lasse ich es besser erstmal sein und beschränke mich auf mein Tetra bei nächtlichen Schmerzatacken die ja zum Glück selten sind. Die Dia´s lege ich mir schön zur Seite  :icon_wink: ...

Habe nen paar mal nen Entzug von Tramadol gemacht, freiwillig... habe das wegen der Schmerzen jeden Tag genommen, nunja ausserdem hat es mich ruiger gemacht und ich konnte mich auf etwas konzentrieren, das ist ne Nebenwirkung die auch ihre guten Seiten hat. Leider macht das Zeug vorallem körperlich abhängig auf Dauer, der Entzug dauert aber hauptsächlich 3 Tage, der dritte ist der Schlimmste und danach geht es immer besser, nach runf 7 Tagen ist es überstanden. Bei psychischer Abhängigkeit von dem Kram wird das mit dem Absetzen sicher schwieriger... aber nunja. Nehme es jetzt nach Bedarf ein und überbrücke mit Novalgin Tagsüber und des Nachts mit Tetrazepam wenn es sein muss. Das tolle an Tramadol ist die Schmerzen gehen weg, das schlimme daran ist, wenn man einen Tag hat an dem man keine hat muss man es irgendwann trotzdem nehmen, darauf hatte ich keine Lust mehr. Obwohl es zum "Arbeiten" also "Konzentrieren" immer gut ist... LÖL ...aber ich hoffe man stellt mich bald wegen dem ADHS auf irgendein gutes Medikament ein, was auch wirklich was bringt.

So... das war es erstmal  :winken:
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Re: Tavor (Benzodiazepin) Abhängigkeit ..

Beitrag von lille-tim » 25. Juni 2008 16:21

hallo hammy,
ich finde es nicht gut,daß du hier schreibst,daß dir dieses und jenes medi hilft dich besser zu konzentrieren. finde ich deshalb nicht gut weil das alles suchtmittel sind.
nach dem was du alles nimmst bist du eh süchtig. ich schreib das nicht einfach so denn ich hab die ganze prozedur auch hinter mir und auch noch ne menge vor mir.
und falsch ist auch,daß der entzug von tramal 3 tage dauert.
bitte verheerliche diese medis hier nicht. mich haben diesen pillen fast ins grab gebracht.
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Re: Tavor (Benzodiazepin) Abhängigkeit ..

Beitrag von starchild » 25. Juni 2008 17:53

hallo hammy,
ich weiß nicht wie lange und in welcher dosis du tramal genommen hast und ob retard oder das normale..ich weiß nur, dass es in 3 tagen nicht ausgestanden ist.
ich war in der psychiatrie auf einer krisenstation ( borderline mit sucht kombiniert) und es waren 2 die nen tramalentzug gemacht haben..
entweder waren die dann sehr "wehleidig" oder sie waren auch psychsich sehr abhängig...
zumindest hat es bei denen länger als 3 tage gedauert und sie durften auch erst nach 3 wochen mit dem nächsten "entzug" beginnen, da der körper sich erst wieder etwas regenerieren muss.
finde die verhamrlosung, "dauert ja nur 3 tage" völlig unangebracht..
ich habe übrigens keine konzentrationssteigerung davon...

ich selber nehme ähnliche  kombination die du wohl hattest...novalmin und tramal..
mittlerweile abhängig vom tramal ( dosissteigerung und entzugserscheinung wenn ich mal 2 dosen nicht nehme, was aber nach knapp 6 jahren wohl auch normal ist), aber kein entzug in sicht ist, da ich mein lebenlang schmerzmittel werde müssen.

aber ich bin froh, wenn der ganze andere kram draussen ist

und pass auf mit dem tetrazepam.selbst wen du es nur einmal am tag bei ner schmerzattacke nimmst..hast du den mist über kurz oder lang an den hacken..aber das wirst du ja wissen...
übrigen ist eine trinkenede mutter keine "entschuldigung", dass du auch in süchte reinrutschst bzw toxst...dafür kannst du thera machen, um dich davon abgrenzen lernen und vom foto her, siehst du aus, als ob du auch ne eigene wohnung haben könntest und so  die sucht deiner mutter nicht unbedingt mitbekommen musst..zumal tabletten und alk 2 völlig verschiedene sachen sind...oder hast du schon mal nen mediabhängigen  "gerochen"?
da spielen einfach nochmal anderen komponenten mit

gute besserung für deinen bandscheibenvorfall
Liebe Grüße starchild

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Re: Tavor (Benzodiazepin) Abhängigkeit ..

Beitrag von Hammy » 27. Juni 2008 02:20

[quote="lille-tim"]
...dieses und jenes medi hilft dich besser zu konzentrieren. finde ich deshalb nicht gut weil das alles suchtmittel sind.
nach dem was du alles nimmst bist du eh süchtig. ...
[/quote]

Sorry... nimm Dich mit Deinen Diagnosen mal nen bissl in acht "lille-tim"!!!

1. Wo habe ich geschrieben das "dieses" oder "jenes" Medi mir besser beim konzentrieren hilft? Das habe ich EINMAL geschrieben, bezogen auf Tramadol und ich habe es nicht verherrlicht. Die Aussage diente lediglich als Erfahrungswert und zum Austausch!

2. Nach dem was ich ALLES nehme bin ich eh süchtig? Finde ich echt sehr sehr frech! Du beurteilst mich daran was ich einnehme um meine Schmerzen zu kontrollieren und daran was ich über die Nebenwirkungen sage... Eines kann ich Dir sagen, ich weiß was Sucht ist und ich weiß auch was ich bin und das ist es nicht. Habe schon genug in meinem Leben erlebt und wie ich sagte habe ich alles reduziert und von Benzodiazepinen habe ich eh keine weitere Ahnung, bzw. Erfahrung und möchte es auch nicht. Mit der Sache will ich garnicht erst anfangen!

3. Ich habe nichts verherrlicht was den Entzug angeht, wie gesagt sprach ich vom "körperlichen", nochmal nachlesen? Ich sagte auch das es beim psychischen bestimmt viel schwerer wird! Ich sprach von den körperlichen Entzugserscheinungen. Ausserdem habe ich das scheinbar nicht solange regelmäßig eingenommen wir Du/Ihr... daher sorry. Diese Erfahrungswerte habe ich nicht und kann es daher nicht beurteilen.

4. Bitte nicht immer von einem selber ohne andere Möglichkeiten in Erwägung zu ziehen auf andere Menschen schließen.



Jetzt an "starchild", sowohl als auch nochmal an Dich...

Ich weiß nicht warum Du diese Medis bekommen hast, aber wenn Du sie zum einen eh brauchst um die Schmerzen zu bekämpfen, dann musst Du Dich auf der anderen Seite nicht für eine Sucht rechtfertigen! Es gibt da große Unterschiede und da ist die Frage, ist man "Abhängig" von dem Medikament weil man sonst Schmerzen hat, oder weil man sonst Entzugserscheinungen bekommt, oder eben ohne die psychische Komponente nicht mehr klar kommt! Später kommen dann die ersten zwei Dinge zusammen, wie Du auch sagst, nach rund 6 Jahren wird man auf jedenfall körperlich abhängig und die Toleranzbildung steigt und steigt! Darf ich fragen was genau Du hast, ich meine wogegen genau Du die Schmerzmittel nimmst?

Ich habe hier nichts beschönigt, das ist wohl alles etwas in den falschen Hals gelangt. Entschuldigung, scheine mich öfter mal falsch auszudrücken. Ich habe wie gesagt mit dem Tramadol aufgehört weil ich bemerkt habe das es körperliche Entzugserscheinungen gibt wenn ich es mal nicht nehme und darum wollte ich von der täglichen Einnahme weg. Hatte ich gesagt wie lange ich es genommen habe? Naja, es war knapp nen Jahr fast ohne Unterbrechung. Habe irgendwann eben gedacht das kanns nicht sein, ich wollte nicht an ein Medi gebunden sein. Darum habe ich aufgehört und wie gesagt, das körperliche dauert rund 5 bis 7 Tage, wobei der Peak beim 3. Tag lag. Wichtig ist dabei viel viel viel Trinken, spazieren gehen, bewegen und ablenken, Freude haben. Wie ich aber auch erwähnt habe denke ich mir das es bei einer psychischen Abhängigkeit da sicherlich wesentlich schlimmer abgeht und das ist wohl der Grund warum sich hier nun einige etwas auf den Schlips getreten fühlen, das tut mir Leid.

Tetrazepam hat eine Halbwertszeit von 25 Stunden soweit ich weiß, der Apotheker hat mich bereits beim Verkauf vorgewarnt es kann nach 7 Tagen schon süchtig machen. Wie bereits oben beschrieben, "lille-tim" auch nochmal genau lesen, habe ich keine Lust Suchterfahrung mit Benzodiazepinen zu sammeln und darum lasse ich es nun.

Auch absolut falsch angekommen ist die Information über meine Mutter, hätte am besten garnicht erst was drüber sagen sollen, ich entschlüssele mal... Zum einen kenne ich so einige wirklich Süchtige, die sich für ihre Sucht immer neue Wege und Ausreden ausdenken und sie selber glauben, ihr könnt mir glauben das ich ganz sicher meine Mutter nicht als Grund benutze um mich zu berauschen, wäre ich dann besser als sie? Ich brachte das eigentlich ein weil ich damit ausdrücken wollte das es schwer ist abzuschalten weil solche Dinge immer nervlich bei mir einschlagen, ich bin sehr sensibel. Um es mal so zusagen komme ich mit Frauen besser aus, da die mich eher für voll nehmen als Kerle, denn die denken gleich ich spiele irgend eine Tour vor. Es ging nicht darum das ich meine Mutter als Grund nenne um mir irgendwelche "LaLa Pillen" einzuwerfen! Ich hoffte eigentlich auf ähnliche Erfahrungswerte und Wege die nichts mit "Drogen" zu tun haben. Hypersensibilität ist nämlich nicht nur Gabe, sondern auch oft echt schwer und hinderlich. Eine eigene Wohnung schirmt mich vor dieser Flut von Gefühlen nicht ab, es ist nur ein Beispiel von vielen gewesen. Im aktuellen Anlass hatte ich darüber geredet um zu verdeutlichen das diverse zur Beruhigung bestimmte Mittelchen vom gelegentlichen Konsum bei Bedarf, schnell mal durch weitere äussere Einflüsse von negativer Art, zu häufigem Konsum führen können! Ich schrieb aber auch das ich selber erkannt habe das es nicht richtig ist, eigentlich hatte ich gehofft damit den Einen oder Anderen damit zu zeigen das der Gedanke kommen könnte das man den Kram nicht braucht! Ich hoffe jetzt kommt die Info an... ich weiß das es nicht einfach ist. Ich habe einen Freund, naja inzwischen sehe ich ihn kaum noch, er ist Kokainabhängig und ich habe soviele Male versucht ihm da rein zu reden, aber Jeder muss eben selber drauf kommen, von innen her. Ich versuche eben immer mal wieder derartige Anstösse zu geben, dieser hier schlug genau in die falsche Richtung! Dafür also Entschuldigung, denn ich kann nicht beurteilen wie hart diese Süchte sein können, gerade weil z.b. "lille-tim" schreibt "es habe ihn fast ins Grab gebracht". So habe ich wohl unachtsam ein Thema angeschnitten von dem ich selber meinte es wäre nicht so tiefgreifend, bzw. nicht ahnte das es solche großen Kreise im Leben ziehen kann.

Zu dem Schmerzmittel Novalmin, alias Novaminsulfon, Novalgin oder auch direkt Metamizol (Wirkstoff) kann ich nur sagen das ich bisher nicht gehört habe das es körperlich Abhängig macht. Es ist das stärkste nicht-opioide Schmerzmittel das es in Deutschland gibt. In vielen anderen Ländern ist es übrigens verboten, da es ziemlich starke toxische Nebenwirkungen auf Organe wie den Magen habe kann und es im Zusammenhang auch einige Todesfälle gab/gibt.

Mein Weg soll eigentlich ein anderer sein, als der den ich hier anscheinend vermittelt habe... Ich möchte gerne möglichst ohne Schmerzmittel durch das Leben kommen und wenn möglich meine ADHS Probleme per Psychotherapie/Coaching, sowie evtl. medikamentöser Einstellung in den Griff bekommen. Also Sorry das ich hier leichtfertig nen heikles Thema angeschnitten habe... Vielleicht hätte ich mir den Kommentar "Tramadol zum Arbeiten und Konzentrieren" besser gespart, meinte das eher ironisch und hatte wirklich keine Ahnung das ich damit in alte und vernarbte Wunden steche.

@starchild, wieviel Tramadol nimmst Du denn am Tag? Mehr als die max. 400mg? Retardiert oder nicht, oder gar Tropfen? Wie äussern sich Deine Entzugserscheinungen? Hast Du auch ADHS? Ich hatte zuletzt pro Tag 50mg, dann 25mg genommen und dann einfach aufgehört. Bin auch froh das meine Schmerzen nicht mehr ständig da sind und das ich mich, so krass es klingt, daran gewöhnt habe. Sie sind halt da und solange ich sie ertrage und unterbewusst weg stecke muss ich ja nicht zu Medis greifen. Ich habe Anfang Mai aufgehört und seither liegen hier noch einige Tramadol retard Tabs rum, sowie ne kleine Flasche, die schon seit längerer Zeit eigentlich nur dem Zweck dient, falls wirklich akute Schmerzen auftreten, die ich nicht anders in den Griff bekomme, damit zu tilgen.

Hoffe Ihr kommt mit der Therapie voran und habt weiterhin die Kraft das durch zu halten! Von mir dazu alles Gute und die besten Wünsche auf den Weg in eine möglichst suchtfreie Zukunft!

Gute Nacht ...
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Re: Tavor (Benzodiazepin) Abhängigkeit ..

Beitrag von starchild » 4. Juli 2008 15:15

hallo hammy,

sorry, wenn ich da etwas in den falschen hals bekommen habe.


ich bekomme tramal long wegen einer genetische erkrankung die gelenke und organe betrifft.
es ist eine bindegewebsstörung, wodurch die gelenke sehr instabil werden und dadurch eben ständig luxationen oder eben "halbes rausspringend er gelenke aus den gelenkpfannen etc.
dadurch gehäuft risse von sehen bändern etc..therapie--gibt es nciht wirklich, da eben genetisch..man kann kg machen und versuchen den muskel etwas aufzubauen..was aber meist nicht in ausreichendem maße, auf grund der erkranung gelingt, und eben schmerztherapie.

hm, ich muss mich nciht rechtfertigen...theoretisch hast du wohl reht..aber wenn man zu einem neuen arzt kommt, der dieses syndrom nicht kennt, der schmeisst dir einfach nur an den kopf, sie sind sowieso schon süchtig, oder  vertretung von der schmerzthera..wir wissen ja gar nicht ob es dass überhaupt ist..hm,..habe es schwarz auf weiss, aus der uniklinik..die dafür eine spezialsprechstunde haben..

dass novalmin süchtig machen soll, wäre mir auch neu..nehme ich auch zum tramal.

ich nehme morgens und abends , derzeit je 200mg tramal long
und 4x 30 tr novalmin
ab und an, wenn noch ne entzündung dazukommt ibu 800 ret.

tramaltropfen habe ich nicht..habe von beginn an das retardpräparat

entzugserscheinungen-kopfschmerzen vorwiegend, aber auch zittern und , hört sich blöd an..unwohlgefühl und  vermehrt innere unruhe

ob ich ad(h)s habe wird derzeit getetstet, warte auf den temrin..was aber sicher ist, das sich borderline habe

deine vorstellungen, wie du leben möchtest hören sich gut an---was nicht ganz so klasse ist, dass du immer noch schmerzen hast...es kann sich relativ schnell ein schmerzgedächtnis entwickeln, wenn du entweder keine medis nimmst oder die ursache beseitigt werden kann
bist du bei einer/m schmerztherapeuten/in ??
wäre viell eine option

auch dir alles gute weiterhin
und danke für die aufklärung bzw erklärung
Liebe Grüße starchild

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Re: Tavor (Benzodiazepin) Abhängigkeit ..

Beitrag von Hammy » 22. Juli 2008 18:31

Joho Zusammen!

@Starchild
Bin über meine Neurologin nun nochmal zu einem anderen Orthopäden gekommen, sieht nach einem sg. Reizwurzelsynjdrom aus meint sie. Ist irgendeine Art Nervenschädigung im unteren Wirbelsäulenbereich (L5 S1). Werde evtl. dann die Tage Physiotherapie verschrieben bekommen, vielleicht klappt das ja auch.

Das mit meinen Schmerzen richtet sich immer nach festen Dingen, entweder liegt es mit am Wetterumschwung (habe meinem Opa nie geglaubt  :icon_wink:), oder aber ich kann nicht lange in bestimmten Positionen verharren oder mich bewegen. Fast jeden Morgen wache ich auch mit Schmerzen auf, was durch Wetterumschwung noch zu nimmt. Derzeit versuche ich das zu überbrücken, Novalgin hilft nicht wirklich lange und Tramadol ...naja, hilft, aber wie gesagt... wir sind mal besser vorsichtig. Ausserdem weiss ich nicht ob sich das mit MPH verträgt.

Hatte hauptsächlich dieses innere Unruhegefühl von dem Entzug und Rstless-Legs in den frühen Morgenstunden im Bett, ähnlich wie bei Grippe. Auch Schnupfen und Halskratzen war dabei. Gegen die Unruhe bin ich einfach viel viel gewandert und spazieren gegangen, hat geholfen. Waren an einem Tag sogar 10 Km. Habe aber auch so an die 4 Ibuprofen 400 am Tag konsumiert und Abends 50mg Tetrazepam. Wie gesagt nach sieben Tagen war ich komplett durch... das Tetra habe ich dann abgesetzt und die Ibus plus Novalgin bei Schmerzen genommen. Derzeit ist es soweit okay... man gewöhnt sich eben irgendwie dran, solange das mit den Schmerzen einen nicht komplett einschränkt versuche ich das mit den Medis einzudämmen.

Hattest Du schon Deinen Termin wegen dem ADHS? Was ist dabei rumgekommen? Wirst Du wegen Borderline schon behandelt?



@Nadinchen NRW
Huhu Nadinchen, wie war denn Dein Termin? Hat sich was ergeben?


LG
Hammy
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Re: Tavor (Benzodiazepin) Abhängigkeit ..

Beitrag von starchild » 22. Juli 2008 23:10

hallo hammy,

na das hört sich ja nach "autsch" an,

Grins, den wetterumschwungsschmerz kenne ich auch, seit mein knie im a.. ist.
dass die gelenke auch so aufs wetter reagieren ist ja nicht spektakulär..wenns regnet und nass und alt ist, tuts mir halt mehr weh..aber da ist das wetter dann ja schon so...beim knie kann ich 2-3 tage vorher sagen, dass es schlechter wird...sozusagen ein frosch mit leiter im knie und bei dir braucht er keine leiter, weil die wirbelsäule, dafür gerade gut genug ist^^

ich soll jetzt zusätzlich lyrica bekommen...soll gegen neuropathische schmerzen helfen, kommt aber aus dem bereich der neurologie, sprich ist ein entiepileptikum , wirkt allerdings auch gegen angststörungen, soll die stimmung heben etc..aber auch nette nebenwirkungen..ich werds jetzt ausprobiern und mal schauen.


hm, nein, habe noch keinen termin wegend es adhs bekommen. meine neurologin hat zwar den letzten klinikbericht schon hingefaxt, aber irgendwie vergesse ich es immer wieder anzurufen oder ich erinnere mich, wenn die praxis dann schon zu hat  :icon_redface:

selbst ein antrag im kalender nützt mr da nicht viel-zumindest bisher, grummel..aber ich bekomm das schon noch hin  :icon_mrgreen:

wegen borderline bin ich schon ein paar jahre in behandlung  und auch mit den verschiedensten therapieansätzen.
hatte vor jahren den letzten langen klinikaufenthalt und bei der ärztin von dort, bin ich weiterhin in ambulanter behandlung (tiefenpsychologisch )
von all den behandlungen komme ich damit oder mit ihr  oder allem zusammen- am besten klar und habe bisher die meisten fortschritte erzielt
denke das spricht dann für sich---evtl steht dort nochmal ein  mind6-8 mon aufenthalt an, aber da bin ich im augenblick noch nicht stbail genug und es ist auch meine entscheidung...die ärztin/thera, würde aus bestimmten gründen die ambulante behandlung ohne stationären aufenthalt fortsetzen ( obwohl ich bei ihr in therapie bliebe, da sie auf der station auch arbeitet)

aber da ist noch nichts sicher und ich habe gerade mit ner kunsttherapie begonnen, die ich nun auch nicht gleich wieder aufgeben möchte...

sodele, wünsche dir- euch- ach überhaupt allen, erstmal eine gute nacht
Liebe Grüße starchild

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Re: Tavor (Benzodiazepin) Abhängigkeit ..

Beitrag von Andy1972 » 12. November 2008 01:07

Hallo ninchen,
falls du das hier hoffentlich liest, melde dich einfach per Privatgedöhns. ich bin selber scheinbar zu blöde dafür :fr:..oder zu müde oder weiß der Geier...

Meinereiner hat eine ganz dolle Benzodiazepinkarriere (Tafil) hinter sich mit wirklich Allem PiPaPo. Ca. 15 Jahre, Beschaffungskriminalität inklusive (wir drucken uns selber Privatrezepte....... :aufsmaul_2:) und eben allem, was dazugehört.

Dazu gehört aber auch, das ich seit einem 3/4 Jahr komplett weg bin von dem Zeugs und die Gedanken daran immer weniger werden.
Das funktioniert also doch :-) .

Im Moment bekomme ich Ritalin wegen dringendem Verdacht auf ADS, komme damit super zurecht (auch die Ängste lassen nach) und werde auch in Bälde auf AD(H)S getestet.

Liebe Grüße und nicht den Kopf hängenlassen :inlove:, Andy
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Re: Tavor (Benzodiazepin) Abhängigkeit ..

Beitrag von starchild » 12. November 2008 11:17

Hallo Hammy,
nun sind schon ein paar monate vergangen. In der zwisachenzeit war ich beim Neurologen, der eigentlich die diagnostik machen sollte.
Er hat nun doch inzwischen zumindest einen klinikbericht bekommen und ist bereit eine testung durchzuführen... diese wüprde aber , weil sie eine externe psychologin, kommen lassen 90 euro kosten, die ich nicht eben mal so habe
er würde gern, dass ich nach bad bramstedt gehe und es dort testen lasse.
zum einen, weil es da nichts kostet, (bekomme nur eine kleine rente+ grundsicherung), das zweite wäre eine evtl medikamenteneinstellung, wo er ein bissl mit hadert, da er nicht weiß wie psychose gefährdet ich wäre.
zum dritten meinte er, würde ein stationärer aufenthalt eine besseres gesamtbild geben, da man da ja auch das alltägliche verhalten sehen kann und nciht nur aus tests rauslesen muss.
ich müsste allerdings min 6 wochen einplanen--6 wochen zuviel.
bin eigentlich froh, dass ich seit knapp 2 jahren nur noch sporadisch in der klinik bin, wenn ich dummheiten gemacht hab und dann zur überwachung dort bleiben muss.
naja, ich soll nun erstmal mit meinen zeugnissen kommen uind dann sehen wir weiter.

in der zeit ist aber auch in sachen medis einiges passiert..nicht megaviel-aber es ist in ordnung, wenn es so langsam geht-besser als wieder aufstocken müssen, weil es zu schnell ging

bekomme nach wievor noch das tramal ret auch selbe dosierung, novalmin, nehme ich nicht mehr soo regelmäßig,
statt ibuprofen, jetzt meloxicam..auch ein antirheumatikum..aber darf es wegen der Grunderkrankung nur max 3/ woche bsi zu 2 tab nehmen zwischendurch bekomme ich ab und an eine cortisonspritze

zopiclon konnte ich ganz absetzen, tavor ist in der dosis gebliebe..sprich 2einhalb am abend und 4 im bedarf..lediglich am wochenende insgesamt 8mg im bedarf, statt 12 (fr-so),
noctamid konnte ich auf 2,5 mg runterfahren--dafür im bedarf dominal - 2ml zur nacht--ist nicht die beste lösung, aber derzeit o.k.
ans lyrica traue ich mich immer noch nciht und stimmungsstabilisator ist erstmal auf grund der nebenwirkung, dass es auswirkungen aufs blut hat (verdünnt), darf ichs auch nicht nehmen.
u.a. wurde deswegen auch das ibu gegen melox. ausgetauscht und weil es magenfreundlicher sein soll.

sodele, soweit erstmal aus dem derzeit sonnigen aber "schweine"kaltem hamburg^^
Liebe Grüße starchild

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Re: Tavor (Benzodiazepin) Abhängigkeit ..

Beitrag von membrain » 19. Januar 2009 14:17

[quote="Sandor"]
Ich kenne das nur von Alkohol und für einen Alkoholiker gilt da wohl lebenslange Abstinenz da die Suchtrezeptoren nicht vergessen. Ist das bei Benzos anders,
dass man trotz Abhängigkeit später dennoch bei Bedarf konsumieren kann?[/quote]

Bei mir geht es. War mal 3 Jahre lang Benzoabhängig (Rohypnol, Diazepam), habe Ende 2007/Anfang 2008 einen stationären Entzug gemacht und bis Weinachten nix mehr davon genommen, wollte ich auch gar nicht.

An Weihnachten dann gings mir SEHR schlecht, hatte (gerade zu Weihnachten) Stress mit meinen Eltern, war total aus dem Häuschen. Hatte noch 40mg Diazepam von früher zu Hause zu liegen, für einen Notfall, und genau das war dann der Notfall. Habe das Diazepam dann die nächsten 4-5 Tage eingenommen (sehr Wenig nur, 2.5mg pro Tag), und es dann einfach abgesetzt, und alles kein Problem.  :smt023:
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Re: Tavor (Benzodiazepin) Abhängigkeit ..

Beitrag von pharm-assist » 20. Januar 2009 20:21

Hallo!

Also ich war auch auf Entgiftung wegen Benzos..

Die ham mich gefragt ob ich gern auf Lorazepam oder Valium umgestellt werden würde..

Hab dann 2 Tage 3mg bekommen, 2 Tage 2,5.. ging alles in allem 2 Wochen, war zwar ne scheiss Zeit, aber das runterdosieren hat nicht soviele Probleme bereitet wie immer erzählt wird. 

Trotzdem solltest du deinen Schritt natürlich mit nem Facharzt besprechen..

Alles gute!
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Re: Tavor (Benzodiazepin) Abhängigkeit ..

Beitrag von starchild » 20. Januar 2009 20:59

hi pharm- assist

[quote="pharm-assist"]

Hab dann 2 Tage 3mg bekommen, 2 Tage 2,5.. ging alles in allem 2 Wochen, war zwar ne scheiss Zeit, aber das runterdosieren hat nicht soviele Probleme bereitet wie immer erzählt wird. 

Trotzdem solltest du deinen Schritt natürlich mit nem Facharzt besprechen..

Alles gute!
[/quote]

hm, dann war das wohl nen blitzentzug... und viell auch ein wenig glück dabei

und entzug in der klinik ( und dann auch welche klinik, welcher doc etc)und ambulant sind auch nochmal 2 paar schuhe..
zu dem auch, wieviel du vorher genommen hast und wie lange
3mg sind theoretisch nicht (mehr???) die welt...

meine grenze liegt zwischen 2-4 mg, da fange ich an zu flattern

andere die ich in der klinik gesehen habe, sind teilweise gar nicht runtergekommen---es kommt ja auch immer auf die symptomatik an, die du ohne benzos zeigst...


denjenigen die  den entzug noch vor sich habenn oder mittendrin stecken, alles gute
Liebe Grüße starchild

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