Tavor (Benzodiazepin) Abhängigkeit ..

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Tavor (Benzodiazepin) Abhängigkeit ..

Beitragvon ninchennrw » 21. April 2008 21:12

Hallo,

Ich wollte mal fragen ob es hier noch jemanden gibt der Benzodiazepin Abhängig ist ? Also Tavor,Valium,usw..

Ich für meinen Teil muss es mir langsam eingestehen,und sehen das ich schnellstmöglichst davon wegkomme... :umpf:  Die Hilfe seitens Therapeuten ist nicht gerade groß,es heißt immer nur "Klinik,stationärer Entzug". Aber ganz ehrlich  -Niemals ! Ich habe so schlechte Erfahrungen mit Kliniken gemacht,das ich mich da freiwillig nicht mehr hintraue.
Deshalb hab ich mir nun genaue Absetzpläne ausm Internet geholt und werde bald versuchen den ersten Schritt zu machen indem ich auf Valium(Diazepam) umstelle,das kann man besser runterdosieren.Ich hoffe nur das ich das auch durchhalte und konsequent bleibe ...
Und ich hoffe danach jemanden zu finden der Psychotherapie anbietet,denn das Grundproblem is damit ja nicht behoben,wenns nicht Tavor ist gerate ich in ne andere Sucht  :icon_rolleyes:
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Re: Tavor (Benzodiazepin) Abhängigkeit ..

Beitragvon Sandor » 22. April 2008 00:39

Hallo

Autsch, ich für meinen Teil bin es gottseidank nicht, konsumiere aber Benzos gelegentlich (in Bedarfsfällen)
Mich interessiert es immer welcher Arzt solche ungeheuren Mengen an Benzos verschreibt  :fr:

Stationärer Entzug wäre sicher ganz sinnvoll, ich denke aber es gibt Alternativen.
Keine Ahnung was von Entzugsplänen zu halten ist, ich würd den eher von einem Arzt erstellen lassen. Wichtig ist ausschleichen. Wieviel nimmst du denn täglich und wie lange schon?

Lorazepam ist leider ein recht potentes Präparat. Grundsätzlich ist (würde ich aber mit Arzt besprechen) vielleicht nicht die Umstellung auf Diazepam sondern auf Oxazepam (Praxiten) sinnvoller. Das ist noch das "Harmloseste"...(möglicherweise auch Alprazolam - Xanax - würd ich aber mit Arzt besprechen)
Zum Durchhalten alleine wird dir guter Wille nicht helfen. Du brauchst etwas das die körperlichen Symptome lindert. Klär alles mit deinem Arzt ab (bitte aber nicht mit dem der dir das Zeug verschrieben hat) und lass dir ein Medikament verschreiben. Bewährt hat sich Doxepin (Aponal) das lindert die aufkommende Erregung.
Rauskommen solltest du, Benzoabhänigkeit auf lange Sicht, ist schwieriger und problematischer als Heroin. Ich wünsch dir jedenfalls alles Gute, vielleicht kann ich dir noch ein bischen was sagen.

Danach ist - wie bei so ziemlich allen Drogen - der Grundsatz nie wieder. Die Wahrscheinlichkeit danach von einer Tablette wieder rückfällig zu werden ist hoch.
Zuletzt geändert von Sandor am 22. April 2008 00:44, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Tavor (Benzodiazepin) Abhängigkeit ..

Beitragvon ninchennrw » 22. April 2008 22:32

Ja..welcher Arzt verschreibt solche Mengen..  :icon_rolleyes: Ich kann nicht dem Arzt die Schuld in die Schuhe schieben,ich war ja leztlich diejenige die immer regelmäßiger ein Rezept angefordert hat,und die größeren Packungsgrößen "wollte" usw..
Den Arzt um Hilfe beten was das absetzen betrifft wird ihn nicht gerade interessieren,er wird villeicht sagen ich kann ja in eine Klinik gehen oder so,mehr aber auch nicht. Der Arzt ist nicht hilfreich,nur wechseln kann ich auch nicht weil ich selten einen guten Arzt finde,und wenn dann wird mir nur geraten "Psychotherapie",kann ich aber nicht da mich kein Psychotherapeut behandeln will aufgrund der Abhängigkeit!
Also werd ich das ganze versuchen selbst in den Griff zu kriegen..

Das Oxazepam noch "harmloser" ist wusste ich jetzt nicht,aber auch eine gute Idee,Danke! Ich hab halt nur in Büchern und Absetzplänen/Behandlung der Benzo Abhängigkeit im Internet immer wieder gelesen das alle Benzos die man einnimt erstmal auf Diazepam umgestellt werden sollten.

Zu der Frage wieviel ich nehme ,hab ich das vergessen (ich hab jetzt vergessen ob ich's vergessen hab  :irre: ) zu schreiben oder wurde das irgendwie editiert ?
Ich nehme derzeit wie gesagt Lorazepam morgens 2,5mg , und abends 7,5mg,insgesamt also 10mg/Tag,bei der Dosis ists auch geblieben seit längerem,ich bin froh darum das ich wenigstens nicht mehr steigern musste!
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Re: Tavor (Benzodiazepin) Abhängigkeit ..

Beitragvon Sandor » 23. April 2008 16:28

Hi, also 10 mg Lorazepam ist natürlich schon etwas viel. Hast du das Zeug genommen zum Einschlafen? Also ich meine gezielt um einschalfen zu können oder mehr zum entspannen?
Ich würde mir auf alle Fälle für den Abend was anderes verschreiben lassen. Wo man sofort schläft (auch bei sehr geringen Mengen) ist Mirtazapin (Mirtabene) o.ä

Das ist das Problem, Lorazepam sediert zwar, wirkt aber nicht unbedingt schlafanstoßend oder gar erzwingend. Das machen generell nur wenige Benzos (Dormicum z.B).
Ich würde mir trotzdem Doxepin verordnen lassen und es gibt noch einen anderen Tranquallizer - Wirkstoff Hydroxyzin. Wirkt auch sehr effektiv macht aber nicht abhängig.
Weg musst du, gerade von Lorazepam...
Wenn mir noch was einfällt trag ichs nach, halt uns am laufenden.
Zuletzt geändert von Sandor am 23. April 2008 16:30, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Tavor (Benzodiazepin) Abhängigkeit ..

Beitragvon ninchennrw » 23. April 2008 17:00

zum einschlafen habe ich das nicht bekommen,eher zum entspannen,weil ich das ohne absolut nicht kann  :icon_rolleyes: ,Ich hatte und habe zwar auch Schlafstörungen,da brauche ich aber keine Sedativa für,vor allem weil die bei mir eh nie wirken  :icon_wink: . Mirtazipin würde ich niemals anrühren...wegen der Nebenwirkung Gewichtszunahme,davor hätt ich viel zu viel Angst.Dann lieber ein trizyklisches Antidepressivum,die gehen vorrübergehend auch mal. niederpotente Neuroleptika(Truxal,Atosil) kann ich vergessen - die wirken bei mir nicht ..
Hydroxyzin wird wohl ähnlich wie Doxylamin und Diphenhydramin wirken ,kann ich ebenfalls knicken,das macht mich nich müde...  Ich bin da ziemlich schwierig  :icon_redface:

Naja..wie gesagt,im Prinzip brauche ich kein Mittel was ich nach dem ich es irgendwann mal schaffe vom Lorazepam wegzukommen nehme,ich muss es nur überhaupt schaffen davon wegzukommen.
Morgen hol ich mir erstmal Diazepam,mir ist grad auch wieder eingefallen wieso Diazepam doch "besser" ist als Oxazepam,die Dias gibts auch als Tropfen,das macht das runterdosieren für mich leichter,da kann ich das ganz langsam machen und vor allem die letzten mg irgendwann in geringster Dosis ausschleichen.
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Re: Tavor (Benzodiazepin) Abhängigkeit ..

Beitragvon 7YearsAnd50Days » 9. Mai 2008 21:27

omg bei 10mg tavor wirst du ja 100mg diaz am tag brauchen  :icon_eek:
kannst du net versuchen in nen ambulantes klinik-programm zu komm? Je nachdem,wie lange du es schon nimmst,wird das ausschleichen wahrscheinlich eh nen jahr dauern und danach wirds auch nomma 3-6 monate brauchen,bis du wieder ganz normal bist.
haste die tabelle hier von dr ashton?
http://www.benzo.org.uk/manual/bzsched.htm
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Re: Tavor (Benzodiazepin) Abhängigkeit ..

Beitragvon Sandor » 12. Mai 2008 18:17

@7Years

100 vielleicht nicht aber 70 mg Diazepam werden wohl schon notwendig sein. Hängt aber auch ab wie lange / schnell sich die Sucht entwickelt hat.
Uwe Barschel (mir fällt jetzt kein anderer ein) hat mit 2 MG angefangen und innerhalb von 7 Jahren (oder 10) Jahren eine Toleranz entwickelt auf 10 mg.

Bei so langjährigem Konsum ist es nochmal eine Spur schwieriger wegzukommen. Ist der Konsum jetzt auf ein halbes Jahr begrenzt und man hat einfach so viel genommen
um sich so richtig zuzudröhnen, dann ist es denke ich leichter.
Was ambulante Klinik betrifft joa die Idee ist ganz gut, ich weiß nicht die reduzieren halt genauso und verschreiben irgendwelche (meist Neuroleptika) um die Entzugssymtpome zu lindern.
Wichtig ist ein Benzo mit sehr langer Halbwertszeit (die hat Tavor leider gar nicht, deshalb wird man so schnell abhängig). Daher ist auch Oxazepam nicht so toll. Diazepam ist ideal eben auch weil wegen Tropfen.
Wirst es schon schaffen  :icon_wink:
Zuletzt geändert von Sandor am 12. Mai 2008 18:23, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Tavor (Benzodiazepin) Abhängigkeit ..

Beitragvon Ananas » 12. Mai 2008 19:32

@ ninchennrw


Gott sei dank, kann man nicknamen kopieren, das abzuschreiben, würd ich NIE hinkriegen(grins).


--

ich möchte mich zu den BENZO süchtigen bekennen. Wobei ich sage, ich bin nicht mehr süchtig, brauche es nur noch bei Gelegenheit und sehr oft, sehr lange Tage und etwa mal Wochen nicht.

--

staun, du, wenn ich so tief wär, auf deiner Dosierung... ich würd freudehüpfen.
--

also rein Klinikmässig.. und ich war schon unzählige mal.. hab ich noch NIE mitbekommen, dass wer wegen
10 mg stationäre Entziehungskur machen musste..

dazu braucht es eigentlich zimlich grössere Mengen .. der Sucht.. um das beanpruchen zu müssen.
--

das sollest du eigentlich hinbekommen, dein Plan würd mich interessieren..
falls du magst, würd mich eine PN freuen, weil ich auch gerne lerne.
--
über Sucht tausch ich ansonsten NICHT aus. Aus Prinzip.
--
Meine Benzos, will ich auch absetzen, ging bisher nie, weil ich ein Gehirntechnisches Problem hatte..
und bei weniger.. oder 3 Monate keinem hatte ich dann im Kopf ein Problem, aber das ist andere Sache.
--
JA, welche Aerzte verschreiben so QUATSCH.. mir wurde in eine Psych. Klinik, 1996, wo ich die 3 . Magersucht hatte
einfach morgens,,.. 10 mg rektal.. eingepumpt..Mittags,, wiederum, abends grad nochmal 10
--
die haben ja nen Knall, von nichts.. ohne Grund auf 30 mg... ( in Rektiolen verpasst)
--
ich wusste NICHT, was die mir gaben, ich bin vom Pflegeberuf und Valium hätte ich vom Namen und Wirkung her gekannt, in Theorie und hätt mich SICHER gewehrt..

aber dies, hatte ich noch nie gehört.. ich kam nicht mal mehr aus dem Bett. . und so entstand ne IMMENSE Sucht.
--

ich möchte dir Mut machen, behalt deine Plan auch ruhig für dich... wie du vorgehst,. um das hinzukriegen..
abzusetzen..

mir ist aber eins klar, ich habe seit Kindheit ein Suchtproblem, deswegen dräng ich mich derzeit auch niht, dies abzusetzten, weil ich genau weiss,.. nachher kommt das nächste..

EGAL BEI WAS FÜR EINEM ENTZUG.. MASSGEBEND IST DIE WICHTIGKEIT NICHT IN EINE  WIEDERUM ANDERE SUCHT ZU VERFALLEN..... DAS IST.. AUCH NICHT ZU VERGESSEN, ZU BERÜCKSICHTIGEN.

wenn du merkst, irgendwas anderes tritt an die Stelle vom Benzo... dann lass dir einiges Viel MEHR ZEIT
als, dass du ursprünglich eingeplant hatteest.

EVTL. merkst du dir mal, in welche Richtung du evtl.. Suchtgefährdet sein könntest..

-Rauchen
-Essen
-abnehmen
-onlinesucht
.alkohol
-kaffe
etc... undenlich..

dir das bewusst, machen, wo du gefährdet sein könntest, dies bewusst dann zu meiden..

wäre ein SEHR wichtiger Schritt auf dem WEg.. zum Aufhören...

ich wünsche dir viel Erfolg, Ananas
------------------------------------------------------------------------------------
ich würd es schaffen, mit meiner Dosierung, auf 100% von heut auf MORGEN aufzuhören, aber sicher.
ohne Entzugserscheinungen, bin wohl geeicht..

ABER... 100% würde ich dies durch eine andere SUCHT automatisch kompensieren.

--

ich war mit 8 jährig schon süchtig.. ess brechsüchtig.. ohne finger in Hals, erkannte es aber erst mit 15 jährig, dass das nciht normal ist.EBEn.. ich bin suchtgefährdet, extrem
"Musik drückt das aus,was nicht gesagt werden kann
und worüber schweigen, unmöglich ist."
VICTOR HUGO
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Re: Tavor (Benzodiazepin) Abhängigkeit ..

Beitragvon Sandor » 12. Mai 2008 22:25

@Ananas

Du musst hier eines bedenken:

10 mg Lorazepam (also Tavor) ist nicht gleich 10 mg Diazepam.

Eher mehr so:

1 (oder 2 mg) Lorazepam entsprechen ca (genau weiß ich es auch nicht) 10 mg Diazepam (Valium z.B) oder 15 mg Oxazepam.
Das heißt, 10 mg Lorazepam entsprechen 50/100 mg Diazepam.

Und so gesehen, sind 10 mg Tavor schon sehr viel. Es hängt aber was die Suchtentwicklung betrifft - sicherlich auch vom Zeitraum ab. Je länger desto schwieriger.
Lorazepam ist (ich glaube nach Flunitrazepam) das potenteste Benzodiazepin mit schnellem Wirkungsabklang und macht daher so dermaßen schnell abhängig.
Aber 10 mg sind soviel, dass sie z.B bei einem schweren Grand-Mal Anfall gegeben werden... und das ist schon einiges...

Du meinstest du bist mal süchtig gewesen nimmst sie aber dennoch manchmal. Geht das denn ohne gleich wieder rückfällig zu werden?
Ich kenne das nur von Alkohol und für einen Alkoholiker gilt da wohl lebenslange Abstinenz da die Suchtrezeptoren nicht vergessen. Ist das bei Benzos anders,
dass man trotz Abhängigkeit später dennoch bei Bedarf konsumieren kann?
Zuletzt geändert von Sandor am 12. Mai 2008 22:30, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Tavor (Benzodiazepin) Abhängigkeit ..

Beitragvon ninchennrw » 13. Mai 2008 00:30

Oh,so viele Antworten,so viel zu lesen - anstrengend,aber ich hab's geschafft  :icon_mrgreen:

@ 7YearsAnd50Days
Naja...irgendwie scheint es in meiner näheren Umgebung keine kompetenten Kliniken zu geben..von daher ist's schwierig ..
Wieviel Diazepam ich letztendlich brauchen werde weiß ich nicht genau...ich versuche es natürlich mit so wenig wie möglich,mal schauen..

@Sandor
Naja,die Dosissteigerung ging bei mir recht flott! Von daher krieg ich das eventuell noch etwas schneller hin als die Absetzpläne es angeben..


@Ananas
Sandor hat ja schon was zu der Dosierung geschrieben,du verwechselst Diazepam mit Lorazepam(Tavor),da wären 30mg schon in wenig krass  :icon_wink: (kann passieren ,ich verwechsel auch grundsätzlich alles *g*)

Die Suchtverlagerung die du ansprichst(also das man in eine andere Sucht rutscht) kenne ich SEHR gut ! Dazu habe ich schon immer geneigt..

Erst war es in "jungen Jahren"(  :icon_wink: ) mit 11/12 Medikamente...ganz harmlose wie Paracetamol,Ibuprofen und sowas.. keine ahnung was ich davon hatte,hauptsache Pillen nehmen.. Teilweise in nicht gerade Organfreundlichen Dosen...


dann war es Alkohol ,regelmäßig hochprozentiges bis zum Vollrausch getrunken.
Eine Abhängigkeit bestand nie , zum Glück ! aber es war eben Alkoholmissbrauch ..das hätte in die Hose gehen können....

Dann -harmloser- Kaffee,aber dafür in rauen Mengen...Das ging über Jahre. Bis ich auf Cola Light umgestiegen bin,hält bis heute an..ich trinke mindestens meine 2,5l am Tag,ohne geht gar nichts..

Dann kamen Schmerzmittel an die Reihe... Tramal,Codein,Diyhdrocodein,und Tilidin ... jeden Tag ..über Monate hinweg .. Mit dem Tramal war ich am Schluss bei 1000mg Einzeldosis ! Einmal hab ich's übertrieben mit 1400mg und bekam nen Krampfanfall.. dann wollte ich damit aufhören.. hat auch irgendwie geklappt,das verlangen ist bis heute aber noch vorhanden,würde ich irgendwie daran kommen wäre es schwer nein zu sagen ..

Dann folgte eine Esstörung. Ebenfalls bis heute anhaltend.

Selbstverletztendes Verhalten,ebenfalls anhaltend (kann man als Sucht sehen oder auch nicht ,je nachdem)

Dann die Benzos ...

und und und.... also wie du siehst,ich kenn das Problem,und ich weiß das ich sehr stark aufpassen muss das ich nicht irgendwas "neues" entwickle wenn ich es schaffe das Tavor abzusetzen..




ich wünsche dir viel Erfolg, Ananas

Danke!! ich wünsch dir auch viel Kraft die Suchtproblematik in den Griff zu kriegen,das wird schon !  :smt023:
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Re: Tavor (Benzodiazepin) Abhängigkeit ..

Beitragvon Sandor » 13. Mai 2008 23:12

Also eine Toleranzsteigerung in dem Zeitraum ist nicht so schlimm wie wenn du das schon Jahre nimmst, da sich der Körper einfach noch nicht so lange daran gewöhnt hat.
Zu deiner Suchtverlagerung, du scheinst ja da wirklich ein gebranntes Kind zu sein. Lass auch mal deine Leber / Nierenwerte überprüfen und schau ob da alles in Ordnung ist.
Da Alkohol ja auch unter anderem an den selben Stellen wirkt wie die Benzos auch hier absolute Vorsicht.

Was mich dann etwas schockiert hat war das mit Codein / Tramadol ... also wenn du da von 1000 mg weggekommen bist, dann schaffste die 10 mg Tavor auch locker.
Mich wunderts doch, Benzos werden schnell verschrieben, das macht jeder Arzt. Aber Opioide .. da braucht man doch allein ein Suchtgiftrezept. Wie biste denn davon losgekommen?

Kaffee und Cola Light sind ja unbedenklich. Ich weiß nicht hast du ADHS? Viele suchen im Sinne einer Eigenmedikation nach irgendwas und finden leider alles nur nicht Ritalin.

Von mir auch alles gute, halt uns am Laufenden
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Re: Tavor (Benzodiazepin) Abhängigkeit ..

Beitragvon ninchennrw » 14. Mai 2008 00:13

Meine Leber-/Nierenwerte sind top  :smt023:

Hm,ne,also Tramal und den anderen Kram gibt es auf normalem Kassenrezept,sind alle nicht BTM Opioide ! Lediglich Tilidin ab ner bestimmten Dosis,aber das Präparat "Valoron N" enthält ja lediglich 50mg Tilidin,und hat noch Naloxon zugesetzt,was nem Missbrauch vorbeugen soll.
Von daher kriegt man alle nicht BMT Opioide ganz leicht vom Arzt... Bei mir fing es an mit gelgentlichem im normalen Dosis bereich liegendem Konsum von Tramal bei Rückenschmerzen , dann folgte eine Operation wo ich noch 2 Wochen postoperativ Tramal in rauen Mengen verschrieben bekam,irgendwann fing ich an das Zeug zu "sammeln" um höher Dosen nehmen zu können...  :icon_rolleyes:  Und irgendwie hab ich's geschafft das Zeug immer wieder zu bekommen von Ärzten(Fachärzte + Hausarzt),wenn nicht,dann halt Codein,das kriegt man immer,man "muss " einfach nur Husten haben,dann liegt das Rezept schon aufm Tisch.
Naja so ging das halt lange gut.
Irgendwann bekam ich Schmerzen am Arm ausgehend von nem Nerv,Arzt schlug vor: Tramal! über ein paar weitere Monate hinweg Dauer rezept.... :icon_rolleyes: naja so gings halt irgendwie,bis der Doc mir dann irgendwann nen Strich durch die Rechnugn gemacht hat und meinte ich sei abhängig.Dann musste ich das Zeug von heut auf morgen absetzen .

Das war ziemlich fies, Bauchkrämpfe,extreme Unruhe,Schwitzen bei gleichzeitigem Frieren,Schlaflosigkeit,....

Ob ich ADHS habe weiß ich noch nicht,Ich werd im Juli getestet!




Neuigkeiten:

Ich war heute bei meinem Psychodoc um nach einem anderen Benzo zu fragen,was sich leichter ausschleichen lässt,seine Worte:
"Nee,Diazepam macht viel abhängiger als Tavor"  :108:
auf meine Frage ob ich dann was "leichteres" wie Tavor haben kann,z.B Oxazepam,Alpralozam oder so meinte er nur "nee,Tavor ist schon ok,dosieren sie das einfach langsam runter " :aufsmaul_2:

Super..also muss ich jetzt versuchen das Tavor runterzudosieren,ist nix mit Umstellung !

Im übrigen hab ich direkt mal nen Rezept für Elontril mitgenommen,damit fang ich morgen an !  :smt023:
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Re: Tavor (Benzodiazepin) Abhängigkeit ..

Beitragvon Sandor » 14. Mai 2008 01:40

Oh mein Gott diese sagenhafte Inkompetenz:

Die Wahrscheinlichkeit des Missbrauchs, der Abhängigkeit und der Entzugserscheinungen ist bei Lorazepam wesentlich höher als bei anderen Benzodiazepinen wegen seiner kurzen Halbwertszeit, höheren Potenz und stärkeren Bindung an den GABA-Rezeptor-Komplex. In diesem Zusammenhang verhält es sich wie Alprazolam (kurze Halbwertzeit und hohe Potenz) und Clonazepam (lange Halbwertzeit und hohe Potenz). Alprazolam besitzt jedoch im Gegensatz zu Lorazepam zumindest einen wirksamen Metaboliten, wodurch der Benutzer die Beendigung der Wirkdauer des Wirkstoffes als weniger unangenehm empfindet und damit die Koppelung zwischen Medikament und Patient weniger stark ausgeprägt ist. Dies führt zu einer geringeren Wahrscheinlichkeit von psychischer Abhängigkeit.


Quelle Wikipedia. Und wenn das nicht seriös genug ist, jeder andere Psychiater jede andere Quelle bestätigt das. Also manchmal muss man sich echt nur noch an den Kopf fassen. Vermutlich fährt er mit irgend einem Pharmareferenten von Hexal in Urlaub....

Naja dosier mal Tavor langsam runter und steig dann auf Diazepam irgendwann um (oder such dir gleich nen intelligenteren Arzt). Diazepam macht noch abhängiger... ja aber sicher doch  :icon_wink: und am schlimmsten sind Baldrian und Bachblüten.
Buspiron ist ne gute Idee, das dauert aber ne Weile bis es wirkt ;)

Ahja und einfach mal einen kalten Entzug bei Codein... also manchmal bin ich einfach nur fassungslos welche Ärzte hier so auf die Menschheit losgelassen werden.

Das mit der ADHS Testung ist ja schon mal gut. Wenn du MHP kriegst und darauf anspringst, dann wird dir vielleicht vieles erspart bleiben...
Zuletzt geändert von Sandor am 14. Mai 2008 01:46, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Tavor (Benzodiazepin) Abhängigkeit ..

Beitragvon ninchennrw » 14. Mai 2008 13:19

Ja..zum dem Doc fehlen mir auch die Worte  :eusa_doh:
Mit BUSPIRON hattest du dich verlesen,ich meinte Bupropion(=Elontril),ab heute sieht mein Medikamenten"plan" wie folgt aus:

Tavor 2,5mg 1 - 0 - 3
Elontril 150mg 1 - 0 -0
Beloc 147,5mg(Blutdruck/Herz) 1 - 0 -0
Cerazette(Pille) 1 - 0 - 0

Bedarfsmedikamente :

Berotec (Asthma)
Opipramol (zur Beruhigung)
Nitrolingual Spray (Blutdruck/Herz)


man man man,wie bei ner 80 jährigen aus ner Patientenakte sieht das aus  :108:
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Re: Tavor (Benzodiazepin) Abhängigkeit ..

Beitragvon Cowboy » 15. Mai 2008 12:33

Ein Freund von mir hat täglich 10Mg Alprazolam (Tafil usw) genommen, bei schwerer Panik bis zu 20 MG, die Ärzte raten ihm zu Klinik, leider hat er schon 4 Klinikaufenhalte deswegen und alle sind fehlgeschlagen und durch den Entzug noch eine Persöhnlichkeitsstörung dazubekommen + Generalasierte Angststörung. Ich Muss dazu sagen das dieser Freund das Alprazolam nicht missbräuchlich verwendet hat (d.h.) um sich zuzudrönen, sondern gegen seine massiven Ängste um im Alltag klarzukommen. Dazu kommt noch eine Abhängigkeit von dem Schmerzmittel Tramadol ca. 1000Mg täglich, gegen starke Depressionen. Mit dem Tramadol würde er selber Klarkommen. Aber bei den benzos hat er bisher keinen Arzt gefunden der ihn langsam runterdosieren will. Sein Letzter Arzt hat ihm 20Mg Tropfen verschrieben und dann innerhalb von 20 tagen auf null reduziert. Das ergebniss ein gebrochener Zeh viele Beulen am Kopf, dank generalisiertem Krampfanfall. Jetzt ist mein Freund völlig verzweifelt und kämpft gegen die Suizidgedanken an.

Z.z. hat er sich auf Dizepam umgestellt 200MG am Tag, ein schei*zeug wegen den Nebenwirkungen.

Habt ihr nen Vorschlag wie ich diesem Freund noch helfen (retten) kann?

LG
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Re: Tavor (Benzodiazepin) Abhängigkeit ..

Beitragvon Sandor » 15. Mai 2008 14:19

Also 20 MG Alprazolam sind saumäßig viel ... Übliche Dosis sind 0,25 - 0,5 MG (!) leider genauso ein starkes, hochpotentes Benzo wie Lorazepam.

Die Persönlichkeitsstörung hat er nicht durch den Entzug bekommen sondern die war wahrscheinlich vorher schon da und gegen die Ängste hat er dann Medikamente genommen.
Und doch, 20 MG das ist Missbrauch, wegen der enormen Toleranzentwicklung die hier schon eingetreten ist. Gerade bei generalisierter Angststörung gäbe es viele andere Antidepressiva die nicht abhängig machen und trotzdem helfen.
Ich weiß jetzt gar nicht was schlimmer ist, die 1000 mg Tramadol (was nicht nur ein Schmerzmittel sondern ein Opioid ist) oder das Alprazolam. Beides ist in dieser Dosierung nahezu unmöglich auszuschleichen - alleine. Codein, Tramadol und alle Arten von Benzos sind die am schwierigsten zu entgiftenden Stoffe. 200 MG Diazepam ... ich glaub ich spinn. Nein helfen kannst du hier nicht mehr. Das kann auch ambulant nicht mehr gemacht werden.
Dein Freund gehört schnellstens in eine Entzugsklinik und zwar eine professionelle. Notfalls auch mit Zwangseinweisung wegen Suizidgedanken.
Nicht auszudenken wenn man mal die 200 MG Diazepam mit dem Tramadol kombiniert.

Diazepam hat übrigens weniger Nebenwirkugen als andere, ich denke das sind Entzugserscheinungen...

Und nochwas, wenn er sagt er nimmt Tramadol gegen Depressionen dann lügt er sich selber was vor. Tramadol, Codein, Substitol wird NIE gegen Depressionen verschrieben, ist aber ein starkes Opioid das nur bei extremen Schmerzen angewandt wird.
Das ist extremer Missbrauch der auf alle Fälle stationär theraphiert gehört.
Zuletzt geändert von Sandor am 15. Mai 2008 14:28, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Tavor (Benzodiazepin) Abhängigkeit ..

Beitragvon Cowboy » 16. Mai 2008 22:28

Moin Sandor,

mein Freund hat sich heute einweisen lassen. (zum Glück)

LG
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Re: Tavor (Benzodiazepin) Abhängigkeit ..

Beitragvon pharm-assist » 19. Mai 2008 10:52

Dein Arzt gibt dir keinen Krampfschutz mit beim Benzos abdosieren?
Weisst du wie einfach es zu epileptischen Anfällen kommen kann?

Das ist echt fahrlässig.

Alles Gute
ninchennrw

Re: Tavor (Benzodiazepin) Abhängigkeit ..

Beitragvon ninchennrw » 19. Mai 2008 12:20

Ja,weiß ich leider auch. Zudem weiß er das ich Elontril nehme,was die Krampfschwelle auch nochmal ordentlich herabsetzt,d.h die Gefahr ist noch größer.

Ich gehe aber behutsam mit dem runterdosieren vor,ohne Zeitdruck.
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Re: Tavor (Benzodiazepin) Abhängigkeit ..

Beitragvon lillifee » 21. Mai 2008 03:20

Mensch, @ninchennrw, da hast Du Dich auf ein "böses Spiel" eingelassen.

Du bist noch sehr jung (oder täusche ich mich?), daher gehe sofort in eine Klinik, die die richtig gut rund um die Uhr betreut, auf dass Du ohne Substiute von den bisherigen Medies runterkommst.

Und lass Dich ernsthaft diagnostizieren und suche sehr kritisch nach den für Dich hilfreichen Therapien (und evtl. Medies).
Zuletzt geändert von lillifee am 21. Mai 2008 03:21, insgesamt 1-mal geändert.

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