Zu spät?

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Willeswissen
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Re: Zu spät?

Beitragvon Willeswissen » 21. Oktober 2011 09:34

Hallo,

ich habe mich mit Mitte 40 diagnostizieren lassen. Ein paar Jahre vorher ist meine Ehe gescheitert. Da mein 11 Jahre alter Sohn ach betroffen ist, auch diagnostiziert wurde, habe ich mich viel mit der Thematik auseinandergesetzt. Ich denke, dass auch Geschwister von mir betroffen sind, allerdings haben sie immer alles verdrängt und verdrängen es noch. ADS hat mich schon viel Kraft in meinem Leben gekostet, ich habe zig Techniken der Kompensation entwickelt, bin so, Gott sei Dank, verhältnismäßig gut in meinem Leben zurechtgekommen. Ich lese hier, dass dies wirklich ein großes Glück ist, den vielen geht es anders.
Die späte Diagnose war und ist gut für mich. Ich weiß was los ist, gehe seitdem "liebevoller" mit mir um. ich bin kein Esoteriker, aber ich glaube, dass ich durch Fügung und durch meine Gaben in meiner Familie den "Auftrag" bekommen habe, dieses Rätsel zu lösen. Und ich weiß und erlebe, dass es sehr gut für meinen Sohn ist, denn ein bewusster Vater, der selbst noch sehr gut erinnert, wie es in der Schule und Studium war, wie es im Job ist und was so für emotionale Besonderheiten in uns ablaufen, der kann ihm ein guter Helfer sein. Natürlich muss er sein Leben auch leben und das auch mit Schmerz und allem was dazugehört, aber er bekommt nicht das Gefühl vermittelt falsch zu sein. Weiß sich immer geliebt.
Die Diagnose hat mir Selbstbewusstsein geschenkt.
Ein Psychologe hat mir mal gesagt, dass 85 % der Menschen, mindestens, sterben, ohne sich selbst verstanden zu haben.
Wenn es so ist, dann ist es gerade für Andersweltler besonders wertvoll, sich selbst zu verstehen, denn der Rest der Welt wird uns nur selten Verständnis entgegenbringen, da sich die meisten selbst nicht verstehen und kennen. Und dann kommen die "Sonderlinge" gerade recht, um sich daran abzureagieren.
Seit meiner Diagnose habe ich mich besser im Auge, beoabachte mein Inneres besser und genauer und habe weniger Konflikte. Das kommt nicht nur durch die Diagnose auch die Jahre, in denen ich mich, durch meinen Sohn ausgelöst, mit dieser Thematik und auch mit Asperger auseinandergesetzt habe. bei uns beiden liegt eine Mischform vor.
Fazit: Es ist tatsächlich nie zu spät, und das Leben geht sehr schräge Wege, tatsächlich wissen wir alle nicht, was uns das Leben morgen und in den nächsten Jahren bringt.

Das aller Wichtigste ist wirklich, dass ich es abgelegt habe, mich irgendwie "schuldig" oder "falsch" zu fühlen. Ich denke, ihr wisst was ich damit meine.

Schönes WE  WeW
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anja1967
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Re: Zu spät?

Beitragvon anja1967 » 24. Oktober 2011 12:07

also.....bei meiner Tochter wurde gerade ADHS diagnostiziert......sie ist 16.....für mich ist das schon ziemlich spät....nach jahrelangem Kampf....ich wusste das schon lange.....aber die Ärzte......keiner wollte mich ernst
nehmen......man wird so schnell abgestempelt.....es läge an der Erziehung...ja ne is klar....
jetzt steh ich da....hab endlich eine Klinik gefunden die mir weiterhelfen kann.....aber meine Tochter stellt sich total quer.....16.....Pubertät.....auch noch......na ja....im Augenblick ist es für alle einfach nicht mehr erträglich...ich bin an einem Punkt wo ich einfach nicht mehr weiter weiss..... :fr: :zwei:
Falschparker
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Re: Zu spät?

Beitragvon Falschparker » 24. Oktober 2011 22:17

Hallo Anja,

herzlich Willkommen in diesem Forum!!  :froi1: :willkommen: :Musik2: :Musik1: :knuddel:

Ja, mit 16 ist wirklich spät. Und wenn ich deine anderen Beiträge lese, sehe ich wie schlimm das für euch ist, dass nicht früher effektiv geholfen wurde.

Ich möchte dich ermutigen, mal ein eigenes Thema zu eröffnen. Ich weiß, da gehört etwas mehr Überwindung dazu, als woanders zu antworten.

Aber ich denke es lohnt sich, dann bekommst du sicher viele mitfühlende und hoffentlich auch hilfreiche Antworten. 

Dieser Thread allerdings, bzw. dieses ganze Unterforum, bezieht sich auf Erwachsene, die mit Mitte 40 oder noch später ihre Diagnose bekamen. Lies mal den Eröffnungsbeitrag von Eva
http://www.adhs-anderswelt.de/http://lo ... 0#msg65050

Ich verrate dir was: Das ist schon Mehreren passiert.  :ja:

Liebe Eva,

magst du den Titel dieses Unterforums etwas genauer definieren? Z. B. "ADHS und eine späte Diagnose (45 plus)" oder so? Dann passiert das nicht mehr so leicht.

Viele Grüße  :winken:
Falschparker
Zuletzt geändert von Falschparker am 24. Oktober 2011 22:19, insgesamt 1-mal geändert.
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jorin
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Re: Zu spät?

Beitragvon jorin » 5. Dezember 2011 21:04

viellicht geht es auch drum auszusortiern,
für was es zu spät ist...
und was noch viel zeit bleibt..
für neue hobbies , neue liebe, die welt kennenlernen isses nie zu spät....
Herlady Mrs. Dr.Dr. rer. soc. Generalverstreckungsverzugsvollbemächtigte A.D.   hs
;-)
Bluegrass
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Re: Zu spät?

Beitragvon Bluegrass » 13. Februar 2012 15:04

ich fühlte mich als Kind und Jugendliche immer "schuldig", weil alles so anders war und ich meinen Eltern echte Probleme bereitet habe. Ich wollte immer und konnte irgendwie nicht - und das glaubte mir keiner. Ich wurde als faul, vergesslich, chaotisch und sonst noch was abgestempelt. ...Sie könnte, wenn sie nur wollte... Ich war lange Jahre nur unglücklich. Nichts verlief bei mir wie bei den "anderen". Ich dachte irgendwann, irgendeiner Art von Geisteskrankheit verfallen zu sein. Mir passierten immer Dinge, die keinem anderen passieren würden. Ich hatte das Gefühl, ich ziehe solche Sachen magisch an.

Ich hielt mich für doof und leistungsschwach, sollte sogar auf die Sonderschule geschickt werden, was meine Eltern zum Glück verhindert haben. Als ich dann zufällig ein Buch über ADHS bei Kindern in der Hand hielt und die Fallbeispiele las, dachte ich, die sprechen von mir. Ich habe mich nach einem halben Jahr Überwindungszeit testen lassen. Das war letztes Jahr. Ich habe ausgeprägtes ADHS mit "H", hyperaktiv - und meine Empfindungen dazu waren widersprüchlich.

Einerseits war ich so froh, endlich eine Erklärung für mein komisches Verhalten gefunden zu haben, auch das ich merkte, anderen geht es auch so, ich bin nicht die Einzige in Deutschland, die so ist. Mir wurde irgendwie klar, daß ich völlig unschuldig bin an allem. Das nahm mir eine Riesenlast von den Schultern. Gleichwohl war ich todunglücklich, nicht unbedingt darüber, ADHS zu haben, sondern darüber, daß ich im Leben nie eine echte Chance hatte aus Unwissenheit, daß ich vielleicht auch Chancen nicht wahrgenommen habe bzw. sie nicht umsetzen konnte.

Mittlerweile grübel ich darüber nach, wieso ADHS eigentlich als Störung begriffen wird? Vielleicht sind wir mit unserem sozialen Gewissen viel gesünder als die so genannten Normalen? Es wird ja in Gesellschaften immer alles abgelehnt, was anders ist, was aus dem Rahmen des Durchschnittlichen fällt. Ich bin sehr extrem, also schwarz-weiß, aber mein ADHS gibt mir auch viel Potenzial. Wenn eine Gesellschaft das Potenzial der ADHSler erkennen und anerkennen könnte, könnten wir so viel geben.

Wenn ich einen Raum betrete, spüre ich die Stimmung. Wenn mir ein Paar gegenübersitzt, das mir die glückliche Ehe vorgaukelt, spüre ich intuitiv, daß es nicht stimmt, wenn es nicht stimmt. Solche Fähigkeiten können doch nicht als Störung gesehen werden? Meine Kreativität, mein Ideenreichtum, alles Geschenke für mich. Trotzdem gibt es in meinem Leben nur wenige Menschen, die wirklich etwas von mir halten. Viele mögen meine direkte Art nicht. Ich nehme es aber gar nicht wahr, wenn ich mal wieder zu direkt war - oder auf Dinge sofort reagiere, ohne darüber nachzudenken. Ihr wißt, was ich meine.

Ich lerne jetzt, mir das ADHS zunutze zu machen. Aufräumen kann ich aber immer noch nicht...
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Angie
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Re: Zu spät?

Beitragvon Angie » 13. Februar 2012 15:18

Ja und ich vor 5 Jahren die Diagnose erhalten, also mit 38 Jahren.
Aber auch nur, weil der damalige KJP mir einen Wink mit den Zaunpfahl gab:"Sie wissen, dass ADHS auch vererbar sein kann?"
Der Typ hatte mich wohl durchschaut.
Irgendwann lief ich wegen emotionaler Überbelastung zum Psychiater und als ich den so erzählte, dass meine Kinder ADHS haben, der dann, ja ich glaube das haben sie auch.
Also wurde ich zum Kollegen überwiesen, der macht Therapiesitzungen, bei den bin ich seit August 2007, naja, nach zig Fragebögen, ich habe ADHS.
Nun redeten die Zwei auf mich ein und das zwei Jahre lang, ich soll zum Test in die Uni-Klinik. Nach zwei Jahren habe ich mich mal bequemt zur Uni-Klinik zu gehen und was kam heraus: ADHS. Plus die Kombi mit Deprie auch noch.
Dann war ich 2010 zur psychosmatischen Reha und was kam raus: ADHS.
Ok, nun habe ich von 4 Ärzten die Bestätigung.  :icon_rolleyes:

Eine Bekannte fragte mich, in welcher Reha ich war.
Und ich: Psychosmatisch wegen ADHS. (Die Deprie verschweige ich lieber)
Naja, die Bekannte:"Ja, das habe ich mir fast gedacht."
Auch eine andere Bekannte sagt:"Dachte ich mir."
Da frage ich mich, menno, bin ich so auffällig?

Da meine Schwester noch mehr hyperakiver als ich bin, war ich eher bei meiner Mutter das "brave" Kind. Ich war nicht so rebellisch, wie meine Schwester.
Also kam von ihr:"Du ADHS? Obwohl der Papa ist hyperaktiv, deine Schwester auch, aber du?"
Und ich zu ihr:"Aha, und warum bist du wegen mir, andauernd zur Schule angerannt?"
Ich war ja nicht ganz so schlimm wie Schwesterlein.  :breitgrinse1:
Und da sass so meine Mutter eines Tages im Vorgarten und beobachtete Nachbars Kleinkinder von 2 Jahren, die sassen da ganz still und lieb unter einen Sonnenschirm und aus meiner Mutter kam:"So stille Kinder kenn ich nicht!"
Na also, Bestätigung.
Und wenn sie dann so erzählt, von meiner schulpsychologischen Test:"Du bist mit mir vom Stuhl herunter gefallen, da du so gehampelst hast."
Und später 1. Klasse:"Du liefst durch das Klassenzimmer, ich habe dich dann in die Vorschule geschickt!"
Aha, also wenn ich auch nicht so schlimm war wie Schwesterchen, aber nach der Erzählungen ist es wohl ADHS.
Ich habe nix Schlimmes, ich habe....eij gugg mal nen Eichhörnchen.
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Lilea
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Re: Zu spät?

Beitragvon Lilea » 13. Februar 2012 15:29

Ich bin durch meine Kleine auf die Gedanken gekommen..
Bringt es denn etwas sich so spät noch testen zu lassen?
Ist ja doch ne mega Prozedur..
Liebe Grüße Lilea

Wirf jeden Tag ...
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und du wirst jeden Tag ...
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Re: Zu spät?

Beitragvon Angie » 13. Februar 2012 15:40

Wegen der Kombi mit Deprie wurde ich darauf ja noch getestet. Also lief nebenbei. Eine Prozedur war es ja.
Also durch die Diagnose liess sich danach der Therapieplan aufbauen.
Was nutzt es die Depression zu therapien, wenn ADHS die Grundkrankheit ist, also Depression die Begleitkrankheit.
Da muss halt die Wurzel auch dran.
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sanna
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Re: Zu spät?

Beitragvon sanna » 13. Februar 2012 15:49

[quote=&quot;Lilea&quot;]
Ich bin durch meine Kleine auf die Gedanken gekommen..
Bringt es denn etwas sich so spät noch testen zu lassen?
Ist ja doch ne mega Prozedur..
[/quote]

Wenn der Leidensdruck hoch ist, bringt es natürlich was, sich auf ADHS testen zu lassen.
Ich wurde mit 34 diagnostiziert und seitdem hat sich in meinem Leben (nach Verhaltenstherapie + Medis) vieles zum Positiven verändert.
Endlich Klarheit! Endlich wissen, warum man so ist, wie man ist!
Zuletzt geändert von sanna am 13. Februar 2012 15:49, insgesamt 1-mal geändert.
Falschparker
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Re: Zu spät?

Beitragvon Falschparker » 13. Februar 2012 17:24

Na, es kommt darauf an. Nur so aus Interesse wäre es sicher sehr aufwändig. Wenn du durch die Beschäftigung mit dem Thema darauf kommst, dass es auffällige Parallelen zwischen dir und deiner Tochter gibt, du aber aktuell gut damit zurecht kommst (und deine Familie auch), dann kannst du dir sagen: "Ich kann mir gut denken woher sie es hat", ohne dass eine Diagnose nötig ist.

Wenn du aber der Meinung bist, es könnte eine Erklärung sein, warum bisher Vieles in deinem Leben schief läuft, und die Diagnose eine Chance wäre, dem eine positive Wendung zu geben, dann lohnt es sich. Mehr noch: Dann ist der Aufwand der Diagnose völlig vernachlässigbar gegenüber dem Gewinn, den du davon haben könntest.

Oh Mann, ich hab mich auch schon mal unkomplizierter ausgedrückt...  :eusa_doh:

Mein Sohn wird seit 2000 behandelt. Im Sommer 2003 sah ich auf einem christlichen Büchertisch ein Buch zum Thema ADS bei Erwachsenen. Ich kaufte mir das Buch, dachte vielleicht entdecke ich ein paar Parallelen zu mir, ein Schussel und Aufschieber bin ich ja.

Rückblickend ist mir völlig unverständlich, dass ich das drei Jahre ignorieren konnte.

Noch eine neue Erkenntnis kam später, als ich eine Weile Medikamente nahm. Chaos, Unkonzentriertheit, Schusseligkeit und Ungeschicklichkeit kannte ich von mir. Aber mit den Medis hatte ich plötzlich viel weniger Streit mit meiner Frau, und ich konnte geduldiger mit meinem Kind sein! Mein Riesenproblem mit Impulsivität hatte ich bis dann erfolgreich verdrängt, ich sah mich als stets geduldigen und empathischen Menschen.  :upsi:

Zum Thema "zu spät": Krause/Krause berichten in ihrem Buch von einem 71-jährigen, der sich erfolgreich diagnostizieren und behandeln ließ.
Zuletzt geändert von Falschparker am 13. Februar 2012 17:35, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Zu spät?

Beitragvon Lilea » 13. Februar 2012 17:38

Danke euch. Naja ich sehr schon parallelen. Nur die Sache mit Arbeitsplatzwechsel oder Partnerwechsel besteht bei mir nicht. Seit 10 Jahren ist beides gleich.. wenn es auch nicht so einfach ist. Mit beidem...

Ich bin auch sehr impulsiv.. rege mich schnell über Sachen auf. Werde auch mal lauter  :upsi: :baw: nicht der Kleinen gegenüber. Und vergesslich bin ich auch.. mhm wobei ich manchmal auch denke, dass ich manchmal nicht richtig zuhöre und auf Durchzug stelle  :upsi:

Ach weiss auch nicht.. hier in meiner Stadt gibt es keine Möglichkeiten Erwachsene testen zu lassen.. das hab ich schon rausgefunden.
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Re: Zu spät?

Beitragvon Falschparker » 13. Februar 2012 17:49

Ja, es gibt tatsächlich ADS-ler die ihren Partner nicht wechseln (oder gewechselt werden). Meine Frau hat mich 12 unserer bisher 20 Ehejahre auch ohne ADHS-Behandlung ausgehalten, da bin ich ihr sehr dankbar.  :wu:
Zuletzt geändert von Falschparker am 13. Februar 2012 17:50, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Zu spät?

Beitragvon Lilea » 13. Februar 2012 17:51

Das mich beruhigt mich aber  :wu: .. ich glaub mein Mann hat es manchmal.. (manchmal mehr) nicht so einfach mit mir. :schäm:
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Re: Zu spät?

Beitragvon Lilea » 17. Februar 2012 14:20

Gestern habe ich vom Elterntraining eine Broschüre Erwachsene mit AD(H)S mitgebracht.
Mein Mann zeigte mir vorhin den Teil wo es um Impulivität geht.. und meinte das bin ich *hust*..
Hab ihm gesagt wieviel die Testung kostet.. übernimmt er  :confused: :schäm: :Möhrchen: :Möhrchen:
Muss ich mir jetzt Gedanken machen?  :108:
Liebe Grüße Lilea

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Re: Zu spät?

Beitragvon Bluegrass » 17. Februar 2012 19:07

Lilea,

wieso kostet die Testung Geld? Das übernimmt doch die Krankenkasse! Ich habe mich in der Klinik, die diese Tests durchführt, angemeldet und mußte eine Überweisung meines Hausarztes mitbringen. Ich habe keinen Cent dazuzahlen müssen. Der Test dauerte mehrere Stunden und nach einigen Wochen bekam ich das Ergebnis in einem ausführlichen Gespräch mitgeteilt. Im Internet werden solche Tests gegen Bezahlung angeboten. Ich würde mich da lieber an eine Klinik die auf ADHS spezialisiert ist, wenden. Allerdings sind diese Kliniken nicht in jeder Stadt...
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Re: Zu spät?

Beitragvon Angie » 17. Februar 2012 19:24

Lilea,

eine Überweisung zur ADS-Ambulanz in einer Uni-Klinik holen. Das kostet nichts. Habe ich auch so gemacht.
Ich habe für sämtliche Testungen gar nichts bezahlt.
Ich habe nix Schlimmes, ich habe....eij gugg mal nen Eichhörnchen.
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Re: Zu spät?

Beitragvon Danjey » 17. Februar 2012 20:56

<Hallo,

mein Sohn hat ADS und ich wohl auch. Ich habe nächste Woche einen Termin zum Test. Aber auch nur, weil ich merke, daß cih mein Chaos nicht überwinden kann und ich es einfach nicht schaffe meinem Sohn die Strukturen, die er braucht, vorzuleben. Ich bin mindestens genauso schlimm, wenn nicht sogar noch schlimmer wenn es ums vergessen, aufräumen usw. geht. Überall gibt es bei mir volle Eckchen, es liegt überall etwas rum. Ich frage mich immer wie schaffen es die anderen Dinge wegzuräumen. Ich habe richtige Probleme damit. Jetzt lasse ich mich in der kommenden Woche testen und bin schon sehr gespannt auf das Ergebnis.

Wie habe Ihr denn Eurer Chaotentum in den Griff bekommen, ? da reicht doch Ritalin alleine nicht aus, oder ?

Ich komme mit mir einfach nicht mehr klar und möchte mich wirklich ändern.
Übrigens bin ich auch ziemlich spät dran. Ich bin 41. und schon immer eine liebenswerte Choatin, die sich nicht selbstmotivieren kann und 10 DInge auf einmal erledigt, wobei dann mind.9 auf der Strecke bleiben.

Grüße Danjey
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Re: Zu spät?

Beitragvon Angie » 17. Februar 2012 21:09

Nein, Ritalin selbst reicht nicht aus, wenn man noch lernen muss, seine alten Denkweisen umzustrukturieren.
Na was da halt so an Therapie geboten wird: Verhaltenstherapie, Ergotherapie, Coaching.
Ich habe nix Schlimmes, ich habe....eij gugg mal nen Eichhörnchen.
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Re: Zu spät?

Beitragvon Danjey » 17. Februar 2012 21:19

Hast Du Erfahrungen damit? Was würdest DU mir empfehlen?
Interessant hört sich ein Coaching an, aber gibt es das denn auch überall?
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Re: Zu spät?

Beitragvon Angie » 17. Februar 2012 22:00

Du kannst z.B. die Coaching-Mails von diesen Forum abonieren.  :breitgrinse1:

Ergo- und Verhaltentherapie verschreibt der Doc. So einige Psychiater/Psychologen bieten Verhaltenstherapie an.
Auch einige Ergotherapeuten machen Couching.

Ob es nun auf Rezept Coaching gibt, weiss ich auch nicht.
Ich habe nix Schlimmes, ich habe....eij gugg mal nen Eichhörnchen.

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