Fragen zum Diagnoseverlauf

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Bloodredswan
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Fragen zum Diagnoseverlauf

Beitrag von Bloodredswan » 11. Januar 2016 05:43

Hallo liebe Community :)

Ich hab mich hier angemeldet, weil ich gerade mitten im Diagnoseprozess stecke. Inzwischen sind bei mir einige Fragen aufgekommen und ich gerne von erfahreneren Leuten eine Meinung hören würde, sofern mir jemand die Ehre erweisen möchte ^_^

(Wer die Vorgeschichte überspringen mag, kann ab dem zweiten // weiterlesen)

//
Zu meiner Vorgeschichte:
Ich bin jetzt seit 11 Jahren in Therapie (bin 23) und der Diagnosenkatalog reicht von Depressionen über  Sozialphobie, Waschzwang, Essstörung bis hin zu einer Borderline-Persönlichkeitsstörung (bei der ich mir oft unsicher gewesen bin) mit 18.

Ich bin schon seit meiner Geburt als 'Schreikind' auffällig geworden, dass schwer zum schlafen zu bekommen ist. Schwer schlafen kann ich bis heute, weil mein Gehirn partout nicht still sein möchte.
Der Kindergarten verlief ganz okay, ich war halt ein totales Basteleckenkind. Ansonsten war mir nur immer langweilg, ohne Bespaßung.
In der Schule war ich ab Tag eins Außenseiterin ohne richtige 'Beziehungen' zu anderen. Auffällig wurde ich nur, als ich es bereits damals nicht anständig hinbekommen hab, überhaupt oder zufriedenstellende Hausaufgaben abzuliefern.

Aber ich wurde für intelligent gehalten und kam aufs Gym. Geändert hat sich dort nichts, im Gegenteil, ich zog mich umso extremer zurück.
Ich fiel dann einmal durch, wegrn dem Druck meines Vaters und war mit 14 für ein paar Monate stationär in der Therapie.
Danach kam ich besser mit meinem Umfeld zurecht, aber tatsächlich Dinge getan hab ich immernoch nicht, kein lernen, keine Projekte, höchstens sporadisches werkeln.

Bis vor ca. 6 Jahren hatte ich nie ein Problem durchzukommen, aber seitdem stehen in meiner Bilanz 4 abgebrochene Schuljahre und 3 meiner insgesamt 4 Klinikaufenthalte.

Dazu kann man sagen, dass bei mir in all der Zeit einiges an Mist vorgefallen ist, angefangen vom dauerhaft problematischen Elternhaus, aber unterm Strich hatte ich nie das Gefühl, dass die medikamentöse und jegliche  andere Behandlung irgendeinen umwerfenden Effekt hatte. Ich sitze (leider wieder) bei meinen Eltern, bin Arbeitsunfähig geschrieben und seh mir zu, wie irgendwie nichts fruchtet.

Nachdem ich den Ansatz schon irgendwann mal versucht habe zu verfolgen, kam mein Therapeut dann diesen Winter wieder auf die ADS-Idee, und jetzt bin ich bei einem Kinder und Jugendpsychater, der das Ganze evaluieren soll.
//

Ich habe den Test vor Weihnachten gemacht, allerdings habe ich gelesen, dass es üblicherweise weit mehr Testverfahren gibt, als diese Ausfüllblättchen. Könnt ihr mir sagen, wie der Ablauf nach eurer Erfahrung ist?

Ich hatte auch ein Gespräch zusammen mit meiner Mum. Ist es da üblich, keine spezifischen Fragen zu stellen? Mir wurden ja auch spezifische Fragen gestellt, wo ist da dann der Nutzen?

Meine Mutter und ich meinen auch, nach Durchsicht diverser Pamphlets und Infomaterialien zu dem Thema, dass ich einen beträchtlichen Teil der geschilderten Symptome und Verhaltensweisen von ADS gezeigt habe/zeige. Auch die Testergebnisse spiegeln das bisher so wieder.
Allerdings empfindet der Arzt meine Konzentration im Gespräch als zu normal, genauso wie er es in seinen Unterlagen schon bei meinem Besuch bei ihm mit 12 Jahren vermerkt hätte.
Heißt das, dass eine ADS Diagnose komplett vom Tisch ist, oder kann es möglich sein, dass ADS besteht, auch wenn oberflächlich betrachtet die Konzentration normal ist? (Mir fällt es eher schwer bei Altagsaufgaben bei der Sache zu bleiben, bzw. Überhaupt daran zu denken)

Mein Fazit ist, dass ich mich in soo vielen Berichten auch hier im Forum wiedererkenne. Aber ich bin jetzt sehr verunsichert und ich hab Angst, dass es wieder nicht vorangeht und ich hier sitzen bleibe...hachja ;)

Tut mir Leid für diesen Roman, aber ich hab im Internet bisher keine befriedigende Antwort dazu bekommen.
Herzlichen Dank schon mal!

Lg, Zofiya
Zuletzt geändert von Bloodredswan am 11. Januar 2016 06:13, insgesamt 1-mal geändert.
Bloodredswan
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Re: Fragen zum Diagnoseverlauf

Beitrag von Bloodredswan » 11. Januar 2016 06:36

Hab leider zu spät gemerkt, dass ich falsch gepostet hab, tut mir Leid wegen der Umstände ._.
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Sheherazade
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Re: Fragen zum Diagnoseverlauf

Beitrag von Sheherazade » 11. Januar 2016 10:59

Ich weiß jetzt nicht ob du hier wirklich so falsch bist, aber darum dürfen sich andere kümmern.  :ja1:

[quote="Bloodredswan"]
Nachdem ich den Ansatz schon irgendwann mal versucht habe zu verfolgen, kam mein Therapeut dann diesen Winter wieder auf die ADS-Idee, und jetzt bin ich bei einem Kinder und Jugendpsychater, der das Ganze evaluieren soll.
[/quote]

Du bist mit 23 Jahren bei einem KJP zur Diagnostik und dann noch bei dem selben wie vor 11 Jahren? Grundsätzlich würde ich an deiner Stelle die Erwachsenendiagnostik vorziehen und dann auch auf jeden Fall bei einem anderen (weniger voreingenommenen) Arzt. Hier im Forum kannst du bestimmt die Frage nach einem geeigneten Facharzt für Erwachsenendiagnostik in deiner Gegend stellen.
Zuletzt geändert von Sheherazade am 11. Januar 2016 11:00, insgesamt 1-mal geändert.
Sohn *2003 - Autist mit komorbider ADHS
Sohn *2001 - ADS
2 Töchter *1998 und * 1989
Schmerz vergeht, aufgeben ist für immer.
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Re: Fragen zum Diagnoseverlauf

Beitrag von Bloodredswan » 11. Januar 2016 11:40

Vielen Dank für die Antwort ^_^

Puh, kompliziert. Das ich nochmal bei dem gelandet bin, war mehr oder weniger Zufall. Das war eine Empfehlung von meinem aktuellen Therapeuten...Aber ich seh schon, es führt wohl nichts dran vorbei, das ganze Prozedere nocheinmal zu unternehmen...;)
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