ADS-Diagnose: Wie läuft das ab?

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ludwigludwig
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ADS-Diagnose: Wie läuft das ab?

Beitrag von ludwigludwig » 30. Juni 2014 17:46

Hallo erstmal an alle!

Ich habe schon länger die Vermutung, ADS zu haben. Ich weise fast alle Symptome auf, was mich im Alltag (besonders Schule) sehr belastet. Ich habe schon viel ausprobiert, darunter diverse Vitaminpräparate, Meditation, Yoga etc. , allerdings ziemlich erfolglos.

Jedenfalls werde ich morgen mal bei meinem Hausarzt vorbeischauen und ihm von meinen Symptomen berichten.
Was erwartet mich dann dort? Welche weiteren Stellen muss ich dann noch besuchen?

Vielen Dank schonmal und liebe Grüße!!
Falschparker
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Re: ADS-Diagnose: Wie läuft das ab?

Beitrag von Falschparker » 30. Juni 2014 19:59

Da solltest du nicht viel erwarten. Entweder er sagt, du sollst zu einem Facharzt gehen, oder er versucht es dir auszureden. Das hat dann aber nichts mit deinen Symptomen zu tun sondern nur damit welche subjektive Meinung der Arzt hat.

Ich schlage dir vor, dich zuerst nach einem ADHS-Spezialisten zu erkundigen (bei einer Selbsthilfegruppe zum Beispiel), dort einen Termin zu verabreden und dann beim Hausarzt eine Überweisung abzuholen.

Okay, es gibt auch ein paar Hausärzte in Deutschland, die einen ADHS-Schwerpunkt haben, wenn du zufällig so einen hast bist du dort richtig. Ist aber geschätzt höchstens einer von tausend.

Meine Hausärztin steht ADHS nicht ablehnend gegenüber, sie hatte darüber eigentlich überhaupt keine Meinung. Sie verschreibt mir mein Methylphenidat (so wie es der Psychiater im Bericht festgelegt hat), musste aber selbst nachsehen was das eigentlich ist. Das war 2004, da war ADHS noch nicht Thema jeder zweiten Talkshow.

Und:  :wif:
Zuletzt geändert von Falschparker am 30. Juni 2014 20:00, insgesamt 1-mal geändert.
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ludwigludwig
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Re: ADS-Diagnose: Wie läuft das ab?

Beitrag von ludwigludwig » 30. Juni 2014 20:18

@Falschparker

Vielen Dank für die schnelle Antwort.
Mein Hausarzt soll eine Art persönlichen Schwerpunkt auf Psychologie haben, ich mache mir momentan noch Sorgen dass er meine Defizite für eine Depression oder so hält. Ich erhoffe mir von dem Besuch morgen aber ein paar Adressen von Neurologen oder Spezialisten für ADS, falls mein Hausarzt damit nichts am Hut haben sollte. Hier in der Eifel gibt es nämlich leider keine direkte Anlaufstelle. Wahrscheinlich macht er auch eine Blutabnahme für ein Blutbild, was sicher auch mal interessant wäre (obwohl ich panische Angst vor Spritzen habe :D).
Kann mir mein HA dann auch ggf. direkt eine Überweisung zum Facharzt geben?

Liebe Grüße!
Falschparker
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Re: ADS-Diagnose: Wie läuft das ab?

Beitrag von Falschparker » 30. Juni 2014 20:41

Hallo Ludwig,

in der Eifel gibt es keine Anlaufstelle und an vielen anderen Orten leider auch nicht- stell dich darauf ein, nach Köln, Bonn oder Saarbrücken fahren und ein paar Monate warten zu müssen, das Angebot ist leider viel kleiner als die Nachfrage.  :upsi:

Sicher kann er deine Defizite für eine Depression halten (und es könnte vielleicht auch eine sein  :zwink: ), aber falls es so ist lass dich jedenfalls nicht entmutigen, sondern fahr trotzdem zum Spezialisten (weibliche Form mitgemeint).

Die Blutabnahme ist sowieso wichtig, bestimmte körperliche Werte müssen abgeprüft werden, damit andere (wenn auch seltenere) Störungen ausgeschlossen werden.
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