wenn Ihr die Diagnose vor 20-30 Jahren bekommen hättet

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jorin
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wenn Ihr die Diagnose vor 20-30 Jahren bekommen hättet

Beitrag von jorin » 9. September 2012 00:11

Was denkt ihr, wie wäre euer Leben anders verlaufen? :zwink:
Gibt es vieles das gut war :breitgrinse1:
daran,
undiagnostiziert dieWelt zu erkunden, das Leben zu leben :ichboss:
oder ist das Gefühl stärker, wenn man damals schon, dann wäre alles leichter
besser...?

Du Matheprofessorin oder Filmregiseurin oder Journalistin oder
Tänzerin oder was auch immer :breitgrinse1:
oder nicht Mutter geworden
oder doppelt soviel Kinder.
oder wärst ausgewandert oder nie nach Berlin gezogen oder grade.... :zwink:

oder du hättest alles ganz genaus so gemacht...
Herlady Mrs. Dr.Dr. rer. soc. Generalverstreckungsverzugsvollbemächtigte A.D.   hs
;-)
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Angie
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Re: wenn Ihr die Diagnose vor 20-30 Jahren bekommen hättet

Beitrag von Angie » 9. September 2012 00:14

Wenn der Hund nicht geschissen hätte, hätte er den Hasen fangen können.

Mit Dingen die ich nicht ändern kann, mache ich mir keinen Kopf darüber.

Vielleicht so bestimmte einzelne Situation. So in der Art:"Hätte ich doch damals eher so gesagt."
Aber die Besten Einfälle kommen ja erst dann, wenn die Situation schon längst nicht mehr revedierbar ist.
Zuletzt geändert von Angie am 9. September 2012 00:26, insgesamt 1-mal geändert.
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Hanghuhn
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Re: wenn Ihr die Diagnose vor 20-30 Jahren bekommen hättet

Beitrag von Hanghuhn » 9. September 2012 01:48

Hallio, zusammen,

vllt. wäre einiges anders verlaufen. Ich haätte mich aber als Kiga-Kind auch nicht anders gefühlt, weil meine Diagnose vllt.sqwieso erst viel später gestellt worden wäre. Vllt. hätte es mir später in der Schulzeit erspart, mir den Kopf zu zermartern, warum ich sogar in meinem besten Fach immer wieder Schusseligkeitsfehler machte.

Ich bin mir aber nicht so sicher, ob das Wissen um ADS mir immer zum Vorteil gereicht hätte. Obwohl mir ein Riesenstein von meinem Herzen geplumpst ist, bin ich in manchen Dingen unsicherer geworden. Was ich früher für kleine Verpeiltheiten hielt, hat jetzt System.Und ich weiß, dass andere von Haus aus weniger Probleme damit haben. Was mich immer wieder auch in meinen eigenen Augen rettet, sind immer mal wieder meine gute Ideen.

Wahrscheinlich hätte ich früher Medikamente genommen.Vllt. hätte ich während des Studiums nicht nur am letzten Tag und in der Nacht vor der Prüfung. Etwas mehr Sicherheit  bei der Beherrschung des Stoffes hätte mir sehr geholfen.

Es bringt wirklich nichts, sich sein Leben anders vorzustellen. So viele Faktoren hätten sich gendert. Man kan kaum sagen, was geworden wäre, hätte man die Weichen früher anders gestellt. Das Leben schert dann in eine so andere Richtung aus, dass alle späteren Entscheidungen gar nicht hätten stattfinden können.
LG Hanghuhn
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Salvia
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Re: wenn Ihr die Diagnose vor 20-30 Jahren bekommen hättet

Beitrag von Salvia » 20. September 2012 13:47

hm, ich hätte in der Schule vielleicht nicht so versagt, und vielleicht hätte ich auch auf dem Gymnasium bleiben können. Meine schulische Laufbahn wäre sicher besser geworden, das macht mich schon ziemlich traurig.
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Angie
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Re: wenn Ihr die Diagnose vor 20-30 Jahren bekommen hättet

Beitrag von Angie » 20. September 2012 13:50

......... wenn ich die vor 30 Jahren bekommen hätte, hätte ich bestimmt meinen Mann nicht kennengelernt und hätte bestimmt auch nicht zwei wundervolle ADHS-Jungs.  :811:
Ist ja voll der Nachteil, die will ich nicht missen.  :up_to_something:
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Re: wenn Ihr die Diagnose vor 20-30 Jahren bekommen hättet

Beitrag von jatney » 21. September 2012 10:59

Dieser Gedanke macht mich heute noch sehr traurig.  :baw: ( Diagnose vor 1 1/2 Jahr bin jetzt bald 40) ich wollte zu diesem Zeitpunkt keine Diagnose. Als ich vor paar Jahren eine Fam. gründete und im Job alles gut lief ich dachte ich hätte es Geschäft, gehöre dazu, sah meine Besonderheit nur im Positiven. ( ich weis so solle es ja auch sen ). Es fing am als mein Sohn massive Schwierigkeiten in der Schule bekam und die Diagnose. Das mein Sohn, der ich mich immer wieder an mich selber erinnert, Ritaline bekommt machte mich wahnsinnig = Symptome hoch 10. Ich dachte er bekomme Medikamente das er nicht so wird wie ich. Ich braucht Hilfe und hätte damals nie gedacht das dieser Prozess mit den annehmen der Diagnose so intensiv und lange dauert. Meine Wut und Trauer war zu beginn grenzenlos :aufsmaul_2:, doch ich kann ja auf niemanden Wütend sein ausser einige Lehrer von damals. 
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Re: wenn Ihr die Diagnose vor 20-30 Jahren bekommen hättet

Beitrag von fachaela » 24. Oktober 2012 15:42

wenn ich die diagnose nicht erst mit 30 jahren sondern schon in der schule bekommen hätte wäre ich mit zappelin oder andren natur/alternativsubstanzen vollgestopft, zum indigokind erklärt und von seminar zu seminar geschleppt worden und meine mutter wäre extrem stolz auf darauf gewesen, dass ihre tochter ein lichtbringerkind ist......ernstgenommen hätte sie mich trotzdem nicht und deshalb bin ich froh, dass ich erst als erwachsene selber meine diagnose "erarbeitet" hab und meine mutter mir bei der ritalineinnahme weniger steine in den weg legen konnte :icon_rolleyes:
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Re: wenn Ihr die Diagnose vor 20-30 Jahren bekommen hättet

Beitrag von Eva » 4. November 2012 11:25

Wenn ich meine Diagnose vor 20 oder 30 Jahren bekommen hätte, dann gäbe es das Andersweltforum vermutlich schon länger als 10 Jahre .... wenn es denn damals bereits das Internet gegeben hätte.  :breitgrinse1:

Bei mir wäre sicherlich auch einiges ganz anders gelaufen, aber mir jetzt darüber Gedanken zu machen, empfinde ich als völlig sinnlos. Es ist nunmal wie es ist!

LG Eva
Zuletzt geändert von Eva am 4. November 2012 11:27, insgesamt 1-mal geändert.
Alles über Deichhöhe ist überflüssig! :winy:
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