Akzeptanz der Diagnose - Adé Berufung

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jorin
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Akzeptanz der Diagnose - Adé Berufung

Beitrag von jorin » 18. Juni 2009 13:40

Hallo!

Wie geht es euch damit eure Diagnose zu akzeptieren und eure Einschränkungen anzuerkennen?
Und eure Umwelt?

Hofft Ihr immer noch darauf,
irgendwann ganz "normal" fähig zu werden?

Eine Anfrage grade
auch  an diejenigen,
die schon länger nicht regelmässig einen Beruf ausüben können.

Ist es auch schwer für euch zu akzeptieren,
dass die Krankheit wohl nie irgendwann vorbei ist
oder ihr eigentlich doch nicht zu krank seid, um regelmässig, in einem Beruf ,
der euch Erfüllung bringt,
zu arbeiten?

(also um das abzugrenzen gegenüber irgendwelchen jobs,
die man immer wieder mal  machen kann, die aber nicht wirklich berufung sind)
Hofft ihr tief innen,
auch noch darauf,  alles was schief gelaufen ist beruflich, noch kompensieren zu können?

Ich beschäftige mich die letzten -Monate intensiv
man könnte sagen20 Jahre zu spät,
mit meiner Berufsplanung,
also  damit was ich  beruflich wirklich gerne für den Rest meines Lebens machen würde!

Ich stelle immer mehr fest,
wie gerne ich
mich beruflich historischen Forschungsarbeiten widmen würde.

Das war immer schon Hobby und nun betreibe ich das seit letztem Sommer sehr ernsthaft.

Ich hatte in einer Therapiesitzung  mal wieder festgestellt, dass es mir schwer fällt,
wirklich zu verstehen und klar zu bekommen, dass ich krank bin und es wegen ADS nicht hinbekommen habe,
mich beruflich zu verwirklichen...

und dass es damit
jetzt noch eine  akademische Laufbahn anzufangen,
wohl vorbei ist. :auu:

Es gibt neben den Problemen mit  ADS auch kein Bafög für Leute über 30.

Es ist sher traurig für mich.

Ich 39 habe  selber meine Diagnose schon 2 Jahre  und wirklich zu akzeptieren,
dass ich wohl zu krank und ausserdem zu ? alt ? bin,
um Karriere zu machen, fällt mir extrem schwer.

Kennt ihr das?
  :schäm:
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Re: Akzeptanz der Diagnose - Adé Berufung

Beitrag von jorin » 18. Juni 2009 13:44

Ich hatte mich nach beruflicher Reha und Erstausbildung für ADS´ler
in der Klinik erkundigt,
es hiess bestimmte Träger würden kaufmännische Berufe anbieten,
Akademische Berufsausbildung, sprich Studien Finanzierung völlig ausgeschlossen.

Obwohl das sogar teilweise vieeeeel billiger wäre.
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Re: Akzeptanz der Diagnose - Adé Berufung

Beitrag von uvo » 18. Juni 2009 22:13

ALSO, ich kann aus meinem Werdegang plaudern. Mit 36 J. war mein Berufsleben beendet, mehrere Gerichtsverfahren endeten mit meiner Frühpensionierung. Trotz der vom Amtsarzt festgestellten Dienstfähigkeit. Jetzt mit 46 J. Bin ich bald geschieden, habe kaum Kontakte zu Kinder.
ich habe Haus, Hund, soziales Umfeld und Kontakt zur Verwandschaft verloren, Das hört sich alles dramatisch übersteigert und unwahr an, aber lügen und jammern brauch wirklich nicht mehr.
Deswegen mein Rat -  versuche alles zur Verbesserung deiner Situation zu unternehmen, wenn du im Strudel nach unten gezogen wirst , wird alles weitaus schwieriger. LG uvo :winken:
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Re: Akzeptanz der Diagnose - Adé Berufung

Beitrag von jorin » 19. Juni 2009 12:53

was unternehmen
:horsie:
klingt immer  gut.....

mein thema hier ist alerdings ein anderes:

denn die grosse frage ist was, soll ich unternehmen

wenn mein ewig unruhiger und indoktrinierter  geist sagt
"alles geht , alles steht offen "
und ich denken gelernt habe

MEINE ZUSTÄNDE
also das ADS das is nur so eine phase,
das gibt sich wieder, wo ein wille ist ist ein weg


und die therapeutische und berufliche  umwelt
spricht aber anders

sagt du bist krank , behindert , zu alt,  :hang:
um noch irgendwas auf die beine zustellen beruflich..... :kampf:

WAS TUN?
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Re: Akzeptanz der Diagnose - Adé Berufung

Beitrag von Wölfin » 19. Juni 2009 13:02

Also, ich würde mir ja gar nix sagen lassen. :108:

Du willst dich gerne historischen Forschungsarbeiten widmen, muss man denn dazu studiert haben?
Da gibt es doch sicher auch Helfer die das ganz normal gelernt haben.

Und zum Alter kann ich nur sagen: Hör auf zu Warten und fang an, sonst haben "die" doch noch Recht.

LG
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Re: Akzeptanz der Diagnose - Adé Berufung

Beitrag von Perdita » 19. Juni 2009 13:11

Gibt's kleine konkrete Schritte, um dich deinem Wunschziel anzunähern?
Oft muss man sich auf den Weg machen, um zu schauen, wohin er einen führt.

Ein kleines Projekt, was dir Spass macht und realisierbar ist?
Z.B. über die VHS?

Herzlich

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Re: Akzeptanz der Diagnose - Adé Berufung

Beitrag von Unwirklich » 19. Juni 2009 13:16

Lass dir nicht von deiner Diagnose dein Leben diktieren!

ADs bringt Probleme mit sich, aber nicht immer ist es die Krankheit, sondern einfach oft genug auch der innere Schweinehund, der einen zurückwirft.
Behalte immer im Auge, dass du jetzt, da du deine Diagnose kennst, dich genauer beobachten und lernen kannst, besser zu kompensieren, da dur dirdeiner Probleme mehr bewusst wirst. Und damit hast du auch mehr Chancen, dich endlich durchzusetzen!

Was das Geld betrifft, das ist natürlich ein Hindernis, da solltest du schauen, welche Möglichkeiten es gibt, vielleicht auch auf Umwegen?!
Ich bin eine Chaosmami
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Re: Akzeptanz der Diagnose - Adé Berufung

Beitrag von jorin » 19. Juni 2009 13:24

danke wölfin,

das tut wohl
:breitgrinse1:

man kann hobbymässig alles machen, aber aufträge
und anerkennung,
berufliche
kann eine da nicht erwarten.

berufliche anerkennung das hätte ich gerne ma in meinem leben,
dazu bräuchte ich aber einen anerkannten beruf.... :rud:

finanzielle sicherheit bekommt man allerdings nicht als freie forscherin.

ich bin lange selbständig, kann aber nur sowenig arbeiten
und  verdiene aber sowenig, dass ich immer geld vond der arge dazubekomme.
im moment ist es ganz miserabel, wirtschaftskrise haut vollrein und
in  meinem zustand würde mich niemand einstellen.
ich hab es früher immer wieder geschafft,
das ADSíge zu vertuschen

:sockenstrick:

und ab und zu nen honorarjob zu bekommen,
aber niemals einen selben 2 mal bei der gleichen firma...

bei meinem einzigen festanstellungs  job hat die betriebsärztin davon abgeraten,
mich einzustellen und damals hatte ich vie energie und war positiver ding und gut drauf für meine verhältnisse
n
ich bin mit dem antrag ans versorgungsamt unterwegs und hoffe
in die grundsicherung zu kommen.
Das wäre vielleicht eine basis, um neu anzufangen

 
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Re: Akzeptanz der Diagnose - Adé Berufung

Beitrag von jorin » 19. Juni 2009 13:30

danke, danke,

aber meine diagnose diktiert nicht mein leben, die is eher gut um all dem
professionell
surrealen und unverständlichen einen bezugsrahmen zu geben.

nun ja  die ökonomie ist neben ADS
das problem, beruflich mich zu verwirklichen.

apropo weiss jemand, ob man in der grundsicherung
überhaupt ein teilzeitstudium aufnehmen dürfte... :naschen:

oder würde man dann wieder daraus fallen?

alles läuft scheinbar auf die frage raus,
wie frei kann man sich zu verwirklichen sein,
wenn man krank und  ökonomisch arm ist.

[quote="Unwirklich"]
Lass dir nicht von deiner Diagnose dein Leben diktieren!

ADs bringt Probleme mit sich, aber nicht immer ist es die Krankheit, sondern einfach oft genug auch der innere Schweinehund, der einen zurückwirft.
Behalte immer im Auge, dass du jetzt, da du deine Diagnose kennst, dich genauer beobachten und lernen kannst, besser zu kompensieren, da dur dirdeiner Probleme mehr bewusst wirst. Und damit hast du auch mehr Chancen, dich endlich durchzusetzen!

Was das Geld betrifft, das ist natürlich ein Hindernis, da solltest du schauen, welche Möglichkeiten es gibt, vielleicht auch auf Umwegen?!



[/quote]
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Re: Akzeptanz der Diagnose - Adé Berufung

Beitrag von LoOsEr » 19. Juni 2009 13:35

[quote="jorin"]
Hallo!

Wie geht es euch damit eure Diagnose zu akzeptieren und eure Einschränkungen anzuerkennen?
Und eure Umwelt?

Hofft Ihr immer noch darauf,
irgendwann ganz "normal" fähig zu werden?

Eine Anfrage grade
auch  an diejenigen,
die schon länger nicht regelmässig einen Beruf ausüben können.

Ist es auch schwer für euch zu akzeptieren,
dass die Krankheit wohl nie irgendwann vorbei ist
oder ihr eigentlich doch nicht zu krank seid, um regelmässig, in einem Beruf ,
der euch Erfüllung bringt,
zu arbeiten?

(also um das abzugrenzen gegenüber irgendwelchen jobs,
die man immer wieder mal  machen kann, die aber nicht wirklich berufung sind)
Hofft ihr tief innen,
auch noch darauf,  alles was schief gelaufen ist beruflich, noch kompensieren zu können?

Ich beschäftige mich die letzten -Monate intensiv
man könnte sagen20 Jahre zu spät,
mit meiner Berufsplanung,
also  damit was ich  beruflich wirklich gerne für den Rest meines Lebens machen würde!

Ich stelle immer mehr fest,
wie gerne ich
mich beruflich historischen Forschungsarbeiten widmen würde.

Das war immer schon Hobby und nun betreibe ich das seit letztem Sommer sehr ernsthaft.

Ich hatte in einer Therapiesitzung  mal wieder festgestellt, dass es mir schwer fällt,
wirklich zu verstehen und klar zu bekommen, dass ich krank bin und es wegen ADS nicht hinbekommen habe,
mich beruflich zu verwirklichen...

und dass es damit
jetzt noch eine  akademische Laufbahn anzufangen,
wohl vorbei ist. :auu:

Es gibt neben den Problemen mit  ADS auch kein Bafög für Leute über 30.

Es ist sher traurig für mich.

Ich 39 habe  selber meine Diagnose schon 2 Jahre  und wirklich zu akzeptieren,
dass ich wohl zu krank und ausserdem zu ? alt ? bin,
um Karriere zu machen, fällt mir extrem schwer.

Kennt ihr das?
  :schäm:
[/quote]
Red doch nit sone scheiße natürlich bekommen auch leute über 30 noch bafög,
viel bekommste mit 40 keins mehr das weiß ich nicht aber kenn jemanden der auch schon mitte 30 ist und bafög bekommt.
und für uns ist es genauso wie für alle andern auf der welt(jedenfalls die 99% die keine reichen eltern haben kontakte etc.)
wenn du was willst musst du deinen arsch in bewegung setzen und nicth heulen wien kleines kind.
ich habe seit meiner kindheit adhs habe meine schule verhauen obwohl ich sie hätte locker schaffen können.
SCheiß drauf ist nun mal so gelaufen du kannst entweder weiter rumheulen oder endlich mal (auch wenns erst mit 39 ist) deinen arsch in bewegung setzen und alles dafür
tun das du das bekommst was du willst.
punkt komma fertig aus :D
UNd ganz wichtig versuche medikamente zu bekommen damit kriegst du alles besser auf die reihe
Zuletzt geändert von LoOsEr am 19. Juni 2009 13:38, insgesamt 1-mal geändert.
Dass, diese Welt uns alle Krank macht können wir nicht ändern.
Aber dafür kämpfen,dass wir Medikamente bekommen, damit wir diese Welt aushalten können, schon.
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Re: Akzeptanz der Diagnose - Adé Berufung

Beitrag von Perdita » 19. Juni 2009 14:39

@ Looser:

sicher radikal formuliert, aber im Kern stimm ich dir zu: das Wichtigste ist, aus der Opfer-Rolle rauszukommen und kleine gangbare Schritte zu suchen.
Wobei ich denke, je länger das undiagnostizierte Leben gedauert hat, um so mehr Trauerarbeit wird erst mal nötig sein, um das unter die Füße zu kriegen.
Schließlich werden die Energien im Laufe des Lebens ja auch ohne ADHS nicht automatisch mehr... :icon_eek:

@ Jorin: Ich bin auch Spät Diagnostizierte (vor ca 3 Jahren, mittlerweile 52)

Ich habe zwar einen akademischen Abschluss, hab aber aus Gründen, die ich jetzt erst verstehe, mich nie getraut, meinen Beruf auszuüben, weil ich mit Stress ganz schlecht umgehen konnte (ADHS-bedingt...damals kannte das noch keiner...)

Jetzt nach meiner Familienzeit versuch ich aber schon, obwohl ich eigentlich auch zu alt bin, meine gesammelten Lebenserfahrungen (als Mutter mehrerer ADHS-Kinder mit massivsten Problemen), meine Menschenkenntnis, meine Stärken (Ermutigung, viel Kreatives) und meine ursprünglich als Hobby begonnene Erfahrung im musikalischen Bereich zu bündeln und vielleicht doch noch mal in meinen ursprünglichen Beruf zurück zu kehren.

Die Sorge, mich zu übernehmen, kenn ich gut.
Hab daher beschlossen, erst mal einen Probe-Ballon zu starten: in einem therapeutischen Team hospitieren und meine musikalische Expertise einzubringen oder so ähnlich.

Wichtig : niederschwellig bleiben und schauen, wohin es mich führt.
Damit hab ich schon echt gute Erfahrungen gemacht!

Wir sind ein Leben lang lernfähig!
Wenn du medikamentös gut eingestellt bist und eine gute therapeutische oder coaching-mäßige Begleitung hast (z.B. auch durch einen nahe stehenden, dir wohl gesonnenen Menschen), kannst du dich langsam aus deinem Schneckenhaus rauswagen.

Und zum beruflichen Erfolg/ Anerkennung:
Die fällt einem auch in "geregelten Verhältnissen" leider auch nicht automatisch zu.

Viele Menschen, die von Außenstehenden wegen ihres beruflichen Erfolgs beneidet werden, müssen dafür auch einen teuren Preis zahlen...
Wenn man genau hinschaut, sieht es längst nicht so rosig aus; der Burnout lauert hinter so mancher Ecke... 

Weißt du denn schon, welches Fachgebiet im Rahmen "historischer Forschungen" dich interessieren würde?
Hast du eine Uni in der Nähe oder zumindest eine gute Bibliothek, ein Archiv, Museen, was auch immer du bräuchtest?
Glücklicherweise ist da das www ja eine tolle Hilfe!
Wie viele interessante Infos ich auf diese Weise schon gesammelt habe - auch über Kurse, die mich weiter brachten.

Thema "Bildungsgutscheine" schon ausgereizt?
Was sagt der Sachbearbeiter bei der Arbeitsagentur, falls du dort schon warst wegen Wiedereingliederung ins Erwerbsleben?

LG, Perdita
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Re: Akzeptanz der Diagnose - Adé Berufung

Beitrag von jorin » 19. Juni 2009 15:20

looser
nomen ist omen, oder
und dein untertitel spricht auch für sich  :michael:

diesen tonfall kannste an deinem stammtisch oder in der gosse verwenden,
aber nicht hier...
wo ist das kotzsmilie... :aufsmaul_2:
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Re: Akzeptanz der Diagnose - Adé Berufung

Beitrag von jorin » 19. Juni 2009 15:29

danke perdita,

aber deine einschätzungen kann ich nicht alle teilen.
dass du dich deinen musikalischen fähigkeiten widmen willst und die therapeutisch für andere unterstützend einsetzen willst
:Musik3:finde ich klasse!
musik tut so wohl...

und zu alt bist du mal gar nicht
musiker und tänzer wirken oft bis isn hohe alter lehrend oder
aktiv
schön dass du die zeit und den raum dafür gefunden hast ...


zu mir!
ich habe die diagnose schon länger und
habe vorher und bis vor ein paar wochen meine handlungsmöglichkeiten
immer als "alles steht mir noch offen eingeschätzt
bin keinesfalls dauerhaft im schneckenhaus oder opferrolle
sondern nur grade erschüttert,
wie stark die beruflichen möglichkeiten
passé sind....
vor allem wenn sie an einem studium hängen
wir befinden uns grad eim bildungsstreik, massenweise leute
deminstrieren ja gegen die ungleichheit im bildungssystem gegen die geringe förderung etc


[quote="Perdita"]
@ Looser:

sicher radikal formuliert, aber im Kern stimm ich dir zu: das Wichtigste ist, aus der Opfer-Rolle rauszukommen und kleine gangbare Schritte zu suchen.
Wobei ich denke, je länger das undiagnostizierte Leben gedauert hat, um so mehr Trauerarbeit wird erst mal nötig sein, um das unter die Füße zu kriegen.
Schließlich werden die Energien im Laufe des Lebens ja auch ohne ADHS nicht automatisch mehr... :icon_eek:

@ Jorin: Ich bin auch Spät Diagnostizierte (vor ca 3 Jahren, mittlerweile 52)

Ich habe zwar einen akademischen Abschluss, hab aber aus Gründen, die ich jetzt erst verstehe, mich nie getraut, meinen Beruf auszuüben, weil ich mit Stress ganz schlecht umgehen konnte (ADHS-bedingt...damals kannte das noch keiner...)

Jetzt nach meiner Familienzeit versuch ich aber schon, obwohl ich eigentlich auch zu alt bin, meine gesammelten Lebenserfahrungen (als Mutter mehrerer ADHS-Kinder mit massivsten Problemen), meine Menschenkenntnis, meine Stärken (Ermutigung, viel Kreatives) und meine ursprünglich als Hobby begonnene Erfahrung im musikalischen Bereich zu bündeln und vielleicht doch noch mal in meinen ursprünglichen Beruf zurück zu kehren.

Die Sorge, mich zu übernehmen, kenn ich gut.
Hab daher beschlossen, erst mal einen Probe-Ballon zu starten: in einem therapeutischen Team hospitieren und meine musikalische Expertise einzubringen oder so ähnlich.

Wichtig : niederschwellig bleiben und schauen, wohin es mich führt.
Damit hab ich schon echt gute Erfahrungen gemacht!

Wir sind ein Leben lang lernfähig!
Wenn du medikamentös gut eingestellt bist und eine gute therapeutische oder coaching-mäßige Begleitung hast (z.B. auch durch einen nahe stehenden, dir wohl gesonnenen Menschen), kannst du dich langsam aus deinem Schneckenhaus rauswagen.

Und zum beruflichen Erfolg/ Anerkennung:
Die fällt einem auch in "geregelten Verhältnissen" leider auch nicht automatisch zu.

Viele Menschen, die von Außenstehenden wegen ihres beruflichen Erfolgs beneidet werden, müssen dafür auch einen teuren Preis zahlen...
Wenn man genau hinschaut, sieht es längst nicht so rosig aus; der Burnout lauert hinter so mancher Ecke... 

Weißt du denn schon, welches Fachgebiet im Rahmen "historischer Forschungen" dich interessieren würde?
Hast du eine Uni in der Nähe oder zumindest eine gute Bibliothek, ein Archiv, Museen, was auch immer du bräuchtest?
Glücklicherweise ist da das www ja eine tolle Hilfe!
Wie viele interessante Infos ich auf diese Weise schon gesammelt habe - auch über Kurse, die mich weiter brachten.

Thema "Bildungsgutscheine" schon ausgereizt?
Was sagt der Sachbearbeiter bei der Arbeitsagentur, falls du dort schon warst wegen Wiedereingliederung ins Erwerbsleben?

LG, Perdita

[/quote]
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Re: Akzeptanz der Diagnose - Adé Berufung

Beitrag von jorin » 19. Juni 2009 15:40

aber die ökonomische umsetzung ist das problem !!!
die kohle für die medis, z.b

davon erzählen hier ja massenweise menshen ein lied!!!

meine kasse zahlt mir die medikamente nicht!

und der spezialist, in einer  fachklinik,
der sie mir vielleicht im rahmen des
"ich weiss nicht was programms" verschreibt?

nun als kassenpatientin warte ich shon 5 monate und noch einen dazu auf den termin
die alte leier. :old:


Apropo Weiterildung auf kosten der Sozialkassen:

Argen zahlen keine ausbildungen,
nach wunsch talentierung und begabung,
sondern danach mit welchem ausbildungsprovider sie verfilzt sind.

hier werden
logistikfacharbeiterbildungsgutschien (also lagerarrbeiter stapelfahre)
und erzieher und floristin angeboten
ach und gärtnerin...
und alles regulär bis zum 35 lebensjahr....

und arbeitsgelegenheiten, sprich
1 euro jos werden den anbietern, den trägern dieser
pro job mit 500 euro vergütet.
man hat schon von trägervereinen, die  von kommunlapolitikern aufgemacht wurden gehört..
alles ein gutes geschäft...
Herlady Mrs. Dr.Dr. rer. soc. Generalverstreckungsverzugsvollbemächtigte A.D.   hs
;-)
pictureofme

Re: Akzeptanz der Diagnose - Adé Berufung

Beitrag von pictureofme » 21. Juni 2009 22:08

Hm... wenn du von Akzeptanz der Diagnose redest dann bin ich wohl mitten drin.
Ich habe meine Diagnose noch nicht lange...eigentlich ganz frisch und ich kann nicht sagen das ich sie akzeptiert habe aber sehr froh darüber bin mich jetzt besser verstehen zu können. Ich bin kein Looser so wie ich es immer dachte. Ich kann jetzt erklären warum einiges nicht so lief wie es bei anderen war.
Das hilft mir bei der Akzeptanz ungemein. Ich bin 36

Ade Berufung habe ich aber auch schon lange gesagt... ich wäre gerne Ärztin geworden. Tja, aber wie es das ADS so wollte hat das natürlich nicht funktioniert.
Ich habe so manches wieder "gelassen" weil es nicht funktionierte. Weil ich nicht so funktionierte wie ich sollte. Ich dacht einfach ich bin ein Looser und schaffe das alles einfach nicht.

Inzwischen bin ich einer anderen... vielleicht der für mich idealsten "Berufung"  gefolgt und bin selbstständig und das auch noch erfolgreich.
Ich habe mein Hobby zum Beruf gemacht und viele mögen meine Werke. Ich bekomme Annerkennung und das tut sehr gut!

Man darf sich nicht hinter der Diagnose verstecken und schmollen das man vielleicht zu alt für irgendwas ist. Es ist nie zu spät irgendwas zu beginnen.
Wenn etwas nicht geht weil es nicht machbar ist...sei es finanziell oder eben andere Gründe dann muß man einfach nach Alternativen suchen und sich nicht auf die sogenannte " Berufung" versteifen.

Wir können vielleicht nichts für das ADS aber wir dürfen es auch nicht so mächtig werden lassen das es alles zerstört was wir wollen.
Manchmal braucht man einfach einen Tritt in den Hintern oder einfach jemaden der einem einen anderen Weg zum ähnlichen Zeil aufzeigt aber man muß was tun.

Verstecken "gildet" hier nicht!!!  :breitgrinse1:
Hexer69

Re: Akzeptanz der Diagnose - Adé Berufung

Beitrag von Hexer69 » 22. Juni 2009 00:01

Aehaem ... sorry...

mal ne Frage am Rande:
AD(H)S ist ne Krankheit und/oder Behinderung?

Mal ne Antwort:
NEIN - AD(H)S ist ne Chance!

Mal ehrlich ... auf diese Thread wartete ich ja nur...
Es mag sein, dass ich hier nun einigen Menschen ganz ganz heftig auf die Fuesse trete aber ich kann nicht anders!

Ich war der Zappelphillipp bzw Klassenclown in der Schule ... Konzentrationsschwierigkeiten nannte man das zu meiner Zeit.
Keine 5 Minuten Ruhe geben koennen ... alles anfangen - nichts beenden ....
Irgendwann (in meiner Ausbildung zum Gross- und Aussenhandels Kfm) konnte ich dann aber feststellen, dass es genau das war, was mich weiter brachte ... was mich schneller und besser arbeiten liess als andere und vor allen Dingen mehr arbeiten liess. Ich fand fuer mich heraus, dass das ein VORTEIL ist sich nicht konzentrieren zu koennen bzw. sehr viele Empfangskanaele offen zu haben und mehr mitbekommen zu koennen als andere ...
Da ich nicht lange ueber iregenwechen Texten brueten konnte, lernte ich immer schneller zu lesen (Speed Reading) und habe mir dadurch den naechsten Vorteil verschafft ...
Ich fing an meine Schwaechen zu ignorieren und meine Staerken weiter aus zu bauen. Je mehr ich meine Staerken auf- und ausbaute, um so mehr wurde mein AD(H)S in den Hintergrund gedraengt ... ich konnte es kompensieren, da ich Strategien fand, die ich nutzen konnte um meine Schwaechen noch schwaecher zu machen ...

Ich finde es sowieso recht traurig, dass ich hier immer wieder davon lesen muss, wie sich Einzelne hier selbst runtermachen bzw. in einer Opferrolle einer Krankheit sehen.
Ich kenne Interviews aus US, in welchen eine ganz ganz andere Richtung gedacht wird.
AD(H)S wird darin als NORMALES DENKSCHEMA betrachtet und die Art wie wir heute in Denkschemata gepresst werden um zu funktionieren eine kuenstliche ist und nicht das, was die Evolution uns vorgegeben haette.
Ich weiss selbst, dass das weit hergeholt ist, denke aber nicht dass es soooo abwegig ist.
Wenn wir versuchen die fruehere Lebensweise von sagen wir mal Indianern oder Aborigines (80 - 90% kommen bei diesen mit AD(H)S zur Welt - ergo ist NORMAL) zu betrachten, so konnten und DURFTEN sich diese nicht auf eine einzige Sache konzentrieren. Sonst wuerden sie schneller gestorben sein als sie das jugendliche Alter erreichen konnten.

Ich sehe heute AD(H)S als eine Chance in einer hoch technisierten Welt an.
Immer mehr Dinge prasseln gleichzeitig auf uns ein und wir sollten darauf zeitgleich reagieren koennen ... Hey macht das mal, wenn ihr euch nur auf eines Konzentrieren koennt - da haben wir es doch leichter ... ODER?????
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Re: Akzeptanz der Diagnose - Adé Berufung

Beitrag von agathe » 22. Juni 2009 00:32

[quote="Hexer69"]

AD(H)S wird darin als NORMALES DENKSCHEMA betrachtet und die Art wie wir heute in Denkschemata gepresst werden um zu funktionieren eine kuenstliche ist und nicht das, was die Evolution uns vorgegeben haette.[/quote]

an meine brust!! 
:knuddelall:
damit hast du ziemlich genau das ausgedrückt, was ich immer wieder empfinde, wenn ich die explosionsartig steigenden adhs diagnosen bei kindern sehe: sie sollen funktionieren in einer welt, die überhaupt nicht mehr auf kindliche bedürfnisse und schemata ausgelegt ist.. und es sind weniger sie, die nicht in diese welt passen, sondern diese welt passt nicht zu ihnen..
I generally avoid temptation ----------- unless I can`t resist it..... (Mae West)
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Re: Akzeptanz der Diagnose - Adé Berufung

Beitrag von polarlicht » 22. Juni 2009 01:07

[quote="Hexer69"]
Aehaem ... sorry...
mal ne Frage am Rande:
AD(H)S ist ne Krankheit und/oder Behinderung?

Mal ne Antwort:
NEIN - AD(H)S ist ne Chance!
Mal ehrlich ... auf diese Thread wartete ich ja nur...
Es mag sein, dass ich hier nun einigen Menschen ganz ganz heftig auf die Fuesse trete aber ich kann nicht anders!
[/quote]

Du brauchst Dich für Deine Meinung nicht entschuldigen, es sei denn du legst Wert darauf, dass Deine Meinung nicht nur als Meinung, sondern als "Wahrheit" betrachtet wird. Auf letzteres deutet die generalisierende Formulierung die du wählst.

[quote="Hexer69"]
Ich finde es sowieso recht traurig, dass ich hier immer wieder davon lesen muss, wie sich Einzelne hier selbst runtermachen bzw. in einer Opferrolle einer Krankheit sehen. (...) Ich sehe heute AD(H)S als eine Chance in einer hoch technisierten Welt an.[/quote]

Ich glaube hier verkennst du die Missstände derjenigen, denen es so geht. Aufgrund einer Diagnose allein macht sich noch keiner runter, wohl aber aufgrund von konkreten Lebensumständen. Die "Opferrolle" steht ja erst an zweiter Stelle, nämlich an der, bei der die Frage beantwortet wird, inwiefern "ADHS" als Hemmnis bei der Erreichung gelingender Lebensumstände bei Einzelnen wahrgenommen wird. Das du Menschen mit Erfahrungen des Scheiterns vorwirfst, sie würden sich runtermachen finde ich anstößig und wenig ermutigend. Ich glaube, darauf läßt sich verzichten.

------------------------------------------------------------------

Was die Fragen angeht:

Mit der Diagnose an sich komme ich problemlos klar. Ich teile sie in meinem beruflichen Umfeld aber nur wenigen Personen mit. Ich muss aber auch zugeben, dass ich zu "Diagnosen" wie zu den meisten anderen Dingen im Leben die Haltung habe, dass sie so seien mögen, wie sie sind, aber auch anders seien können und sie dem Wandel der Zeit im Bezug auf ihre Definition unterworfen sind.

Wichtig wird mir die Symptomkenntnis und die Ursachenbeschreibung aber bei der Frage, welche Kompensationsmöglichkeiten hilfreicher sind als andere.

Mit der Anerkennung meiner Einschränkungen (Zerstreutheit, Flüchtigkeit, mangelnde Zeitwahrnehmung,  Reizempfindlichkeit, Aktivierungsprobleme, Frustrationstoleranz) komme ich je nach Situation mal gut und mal schlecht klar.

Wenn ich ein gestecktes Ziel nicht erreiche und die Akte der "Selbstsabotage" identifiziere, dann empfinde ich meine Einschränkungen eben nicht nur als einschränkend, sondern auch als sehr belastend.

Im Allgemeinen sehe ich ADHS als Behinderung in dem Sinne an, wie die oben genannten Beispiel zum Problem werden - so z.B. als Beeinträchtigung bei der konzentrierten Aufgabenplanung- und bewältigung (Planungsvermögen), als Beeinträchtigung der zeitlichen Selbstorganisation (Zeitwahrnehmung-, management), als Beeinträchtigung der Belastungsfähigkeit in spezifischen Situationen, etc.

Meine Stärken oder Talente rechne ich nicht diesen Defiziten oder dem ADHS zu. Ich wüsste nicht, warum ich diese nicht auch ohne meine Schwierigkeiten haben sollte.

Mein privates Umfeld akzeptiert mein ADHS häufig besser als ich. Dort würde interessanterweise niemand von Behinderung sprechen.

Liebe Grüße

Polar
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Re: Akzeptanz der Diagnose - Adé Berufung

Beitrag von Wölfin » 22. Juni 2009 08:10

Klar ist ADS ne Chance. Man muss aber den Job dazu haben, zusammen mit der passenden Firma.

Ich habe "nur" die Firma gewechselt und es geht mir richtig schlecht. Der Job ist der Alte aber das Umfeld tut mir nicht gut.
Die Welt heute ist einfach zum Großteil nicht gut für die Menschen.
Offizielles ADS-Träumerchen mit HB-Faktor
nixe
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Re: Akzeptanz der Diagnose - Adé Berufung

Beitrag von nixe » 22. Juni 2009 09:51

Mmh,

ne, normal werde ich nie sein oder werden. Andererseits kenne ich niemanden, der normal wäre oder sich selbst so sähe. Lustigerweise möchte ja auf Anfrage niemand "normal" sein. Und da "normal" nur eine mathematisch denkbare Größe darstellt, die von niemandem individuell verkörpert wird, macht das auch überhaupt nichts.

Die Frage ist weniger, normal zu sein, sondern, seine eigenen Befähigungen sinnvoll zu nutzen. Ich war selbst auch eine Weile nicht arbeitsfähig, aber ich habe meinen Dickkopf durchgesetzt und arbeite mittlerweile in genau dem Bereich, in den ich auch wollte. Und da aber auch anders umgesetzt, als ich es mir geträumt hatte. Wichtig ist, nicht Mimikry machen zu wollen, sondern Wege zu finden, wie man die vorhandenen Ressourcen für sich nutzen kann.

Die Schwierigkeiten, eigene Ziele zu erreichen, hat meiner Ansicht nach jeder Mensch. Auch gewisse Einschränkungen. Nicht jedem gelingt es, sein absolutes Traumziel zu erreichen. Muss auch nicht. Interessant ist es, auf dem Weg Erfahrungen zu sammeln und dafür offen zu bleiben, was man ander(e)s machen könnte. Um einfach möglichst in die Richtung zu kommen, in die man will. Das Ergebnis wird sicherlich ein bißchen anders aussehen, als angepeilt. Das muss aber nicht besser und auch nicht schlechter sein.

Wenn Du zB gerne historische Forschung machen möchtest, könnte man auch an Arbeit in Stadtarchiven denken oder auch an (freiberufliche) Erbensuche. Und was bedeutet Karriere machen ? Meriten sammeln ?
Die Wahrheit ist dem Menschen zumutbar. (Ingeborg Bachmann)
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