"Gebrauchsanleitung" für Partner/in mit ADS ?!

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pluto
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Re: "Gebrauchsanleitung" für Partner/in mit ADS ?!

Beitrag von pluto » 15. März 2015 18:34

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hallo bin seid 20 jahren verheiratet habe 3 jungs von 25 zwillinge 17 haben kein adhs hohen oq aber seid dem ich die diagnose habe hat sich die patnerschaft geänderd meine erfahrung wenn ich adhs habe und meine patnerin nicht gibt es konflikte wo mann sich überlegen muss ob mann sich trennt oder nicht sie möchte mich umbiegen nur kritisieren mann kann einen adhs nich mit haerte umdrehen bin am überlegen will ich noch ein paar jahre leben oder in ruhe leben ich bin zu der erkenntnis gekommen das es schwer ist eine ehe aufrect zu erhalten
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Scully83
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Re: "Gebrauchsanleitung" für Partner/in mit ADS ?!

Beitrag von Scully83 » 21. März 2015 12:49

Hi Pluto,

wieso hat sich denn deine Partnerschaft erst seit der Diagnose ADHS geändert? Kamt ihr früher gut aus, so wie du bist?
Benutzt du jetzt dein ADHS als "Entschuldigung" - oder wirft deine Frau dir das vor?
Jeder sieht, was du scheinst. Nur wenige fühlen, wie du bist.
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leila 1983
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Re: "Gebrauchsanleitung" für Partner/in mit ADS ?!

Beitrag von leila 1983 » 25. Juni 2015 10:29

Hallo bin neu hier.
Ich denke ich leide schon von Kind an an ADHS . wurde aber noch nicht ärztlich diagnostiziert . nur ich habe mal eine Selbsttest im Internet gemacht vieles spricht dafür und es ist schon soweit das mein Selbstwertgefühl so weit unten ist das wenn ich mit mein Partner heftig Streit oder überhaupt über fordert mit Situationen bin kommt es auch sehr oft vor das ich mich selber schlage.

Wer sich darüber mit mir austauschen möchte kann mir ruhig eine privat Mail schreiben
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Menolly
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Re: "Gebrauchsanleitung" für Partner/in mit ADS ?!

Beitrag von Menolly » 25. Juni 2015 10:58

Hallo leila1983,
:w2:
Diese Test können vielleicht hilfreich sein, um einen Anhaltspunkt zu bekommen, aber diese ersetzen keine richtige Diagnose.
Um ganz sicher zu sein, und dadurch auch die passende Hilfe zu bekommen, solltest du dich an einen Psychologen/Psychiater wenden.

Liebe Grüße
Menolly
Du sollst Deine Freunde nicht trocknen und rauchen.
Wer in die Fußstapfen anderer tritt, hinterlässt keine eigene Spur.
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Falschparker
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Re: "Gebrauchsanleitung" für Partner/in mit ADS ?!

Beitrag von Falschparker » 25. Juni 2015 15:52

Hallo Leila,

herzlich willkommen in diesem Forum!  :winken:

Es ist konstruktiver, das innerhalb des Forums zu besprechen als durch Privatmails, da können sich dann mehr Leute einbringen.

Vielleicht ist das Team so nett und trennt deinen Beitrag ab und macht einen eigenen Thread daraus.  :wu:

Eine Diagnose und Behandlung der ADHS könnte die Situation in deiner Partnerschaft sehr entschärfen und dazu führen, dass ihr beide glücklicher werdet. Ich streite dadurch auch viel weniger mit meiner Frau als früher.

Viele Grüße und alles Gute
Falschparker
<><
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Abendhimmel
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Re: "Gebrauchsanleitung" für Partner/in mit ADS ?!

Beitrag von Abendhimmel » 6. August 2015 09:34

Ich möchte mich sehr für die Liste am Anfang des Themas bedanken!  :wu:
Darf ich mir die raus kopieren? (Ich würde sie gerne ausdrucken und mir zu Hause vor die Nase hängen)

Und ich finde auch die Idee allgemein gut. Meint ihr, es könnte gut sein, wenn ich meinem Mann vorschlage so eine Liste von sich zu erstellen? (Was er in welchen Situationen braucht, was ihm im Umgang mit ihm wichtig ist, usw.)
Freundliche Grüße, Abendhimmel.
(Angehörige eines AHDS Erwachsenen)
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Chris37
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Re: "Gebrauchsanleitung" für Partner/in mit ADS ?!

Beitrag von Chris37 » 29. August 2015 09:54

Ich finde das von nixe super. Das von dieser "sogenannten" Spezialistin finde ich weniger gut besser gesagt echt übel. Meiner Meinung nach werden wir ADHS´ler (bin ein Betroffener) als Menschen die ihre Impulse nie unter Kontrolle haben beschrieben. Wie z.b. "wenn man sie in die Ecke treibt, dann werden sie rabiat" oder so ähnlich, naja ich z.b. würde eine Frau NIEMALS schlagen, ich würde in so einer Situation eher nicht mehr wissen wie ich reagieren soll und Panik bekommen und eher in einem Impuls die Sache (Beziehung) unüberlegt beenden.

LG Christian
JCSpooner
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Re: "Gebrauchsanleitung" für Partner/in mit ADS ?!

Beitrag von JCSpooner » 18. Dezember 2015 16:58

Hallo Alle  :winken:
Habe mich gerade angemeldet und muss mich erstmal zurechtfinden hier :D
Ich führe seit zwei Jahren eine Fernbeziehung und vor einem halben Jahr wurde bei meinem Partner ADHS festgestellt.
Man kann sagen, dass er mit der Diagnose und der damit verbundenen Behandlung recht gut zurecht kommt und unser Alltag etwas entspannter geworden ist. Allerdings habe ich in manchen Situationen noch immer das Gefühl, dass ich "falsch" reagiere, oder auf die falschen Dinge achte.  :kk:

Zum Thema SpezialistenTipps: Ich glaube mein Freund wäre nicht begeistert wenn ich ihm einen "Vertrag" aufsetze :D
Aber sicherlich muss man wohl strukturierter an den Alltag rangehen.

Ich würde mich sehr freuen, wenn ich einfach ein paar Kontakte knüpfen könnte, um sich auszutauschen. Würde mir und unserer Beziehung sicherlich helfen :) DANKE
Squirell
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Re: "Gebrauchsanleitung" für Partner/in mit ADS ?!

Beitrag von Squirell » 15. Juli 2018 11:37

Hallo zusammen,
meine Partnerin hat seit wir uns kennen ADHS. Wir wohnen nicht zusammen sondern sehen uns nur am Wochenende, was gut ist, denn bei uns trifft Ordnung auf das totale Chaos bei Ihr :(

Was mich nur stört, immer lese ich, das man behutsam mit ADHS´lern behutsam umgehen soll. Was ist mit den Partner/innen? Ich denke dieser Aspekt sollte auch nicht vergessen werden. Auch das Zusammenleben mit diesen Partnern ist nicht ganz einfach. Konkret geht es darum das ich Austausch mit den Partner/innen von ADHS´lern suche. Ich habe mich belesen in den Dingen um diesen Zustand zu verbessern, aber in meinem Fall ist es so, das ich immer mehr zurückstecken muss inbezug auf Wünsche das sie Ordnung in ihr Leben und ihre Wohnung bringen muss, während sie ( meine Partnerin) immerzu ihre Pseudo-Begründung gibt "Ich habe halt ADHS, ich bin halt krank" zu hören bekomme. Man merkt also, das mich das Ganze sehr beschäftigt, und ich habe mich schon sehr mit der Materie befasst, nur ich finde einfach keinen Lösungsweg um mit diesem Thema klarzukommen.

Gruß

Squirell
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Daydreamer
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Re: "Gebrauchsanleitung" für Partner/in mit ADS ?!

Beitrag von Daydreamer » 15. Juli 2018 12:14

Hallo Squirrel,

zuerst einmal herzlich Willkommen bei uns :)
Ich finde es super, dass du dich informierst und nach einem Weg suchst, damit umzugehen.
Wir wohnen nicht zusammen sondern sehen uns nur am Wochenende, was gut ist, denn bei uns trifft Ordnung auf das totale Chaos bei Ihr :(
Oh das kommt mir so bekannt vor :|
Ich habe AD(H)S, mein Freund hat keines. Er ist sehr, sehr ordentlich. Und ich bin das lebendig gewordene Chaos ;)
Was mich nur stört, immer lese ich, das man behutsam mit ADHS´lern behutsam umgehen soll. Was ist mit den Partner/innen? Ich denke dieser Aspekt sollte auch nicht vergessen werden. Auch das Zusammenleben mit diesen Partnern ist nicht ganz einfach.
Da gebe ich dir vollkommen und 100% Recht. Ich habe selber erlebt, wie anstrengend ich sein kann.
Klar, in gewissen Dingen soll man mit ADHS`lern behutsam umgehen. Aber man sollte auch klare Grenzen stecken. Gerade in einer Beziehung gehören immer zwei dazu. Und wenn einer sich keine Mühe gibt weil er ja "krank ist und dies oder jenes nicht kann" dann ist das keine gesunde Beziehung. Denn auch der Partner ohne ADHS ist ein Mensch mit Bedürfnissen und Gefühlen.

Was uns sehr geholfen hat ist reden, reden, reden.
Wichtig dabei ist, einen Moment zu wählen, in dem beide Seiten ruhig und entspannt sein können. Eine AD(H)S - Freundin von mir führt regelmäßig solche Gespräche. Bei ihr ist neutraler Boden wichtig. Also weder bei ihr noch bei ihm zu hause. Die beiden gehen dann einfach essen oder spazieren und unterhalten sich darüber.
Es ist ganz wichtig, dass man klar definiert, was man braucht, was man tolerieren kann und wo die individuelle Grenze ist. Und zwar bei beiden!
Ja, mit AD(H)S ist es schwieriger, Ordnung zu halten. Aber es ist definitiv nicht unmöglich!

Wie sieht sie das denn?
Du schreibst, sie hat ADHS seit ihr euch kennt. Hat sie denn schon eine Therapie gemacht? Nimmt sie Medikamente?

Ich habe erkannt, was ich brauche, um die Ordnung halten zu können. Aber da braucht jeder seine ganz eigene Strategie.
Konkret geht es darum das ich Austausch mit den Partner/innen von ADHS´lern suche.
Kennst du schon diese Seite:

http://www.adhs-deutschland.de/Home.aspx

Da gibt es verschiedene Infos zu AD(H)S und Selbsthilfegruppen. Vielleicht ist da etwas dabei? Und ich meine mich zu erinnern, dass hier im Forum auch der ein oder andere Angehörige unterwegs ist, bin mir aber nicht sicher.

Wenn sie bereit ist, Seminare zu besuchen, kann ich auch sehr Frau C. Neuhaus empfehlen. Ihre Seminare zum "Kommunikations- und Selbstwerttraining" sind sehr hilfreich um gewisse Strategien zu entwickeln.
Und sie bietet auch Seminare für Paare an. Ich denke, das könnte euch auch helfen. Voraussetzung dafür ist natürlich, dass ihr beide bereit dazu seit, daran zu arbeiten.
Man merkt also, das mich das Ganze sehr beschäftigt, und ich habe mich schon sehr mit der Materie befasst, nur ich finde einfach keinen Lösungsweg um mit diesem Thema klarzukommen.
Ich kann es nur noch einmal sagen: ich finde es klasse, dass du dir Mühe gibst und dich informierst. Das zeigt, wie wichtig sie dir ist und dass du einen Weg finden willst, dass ihr beide eine Lösung findet. Super!

Wenn du Fragen hast, immer raus damit :)

Lg, Daydreamer
Das Leben ist ein Spiel. Wir spielen es nur mit höherer Schwierigkeitsstufe ;)
Squirell
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Re: "Gebrauchsanleitung" für Partner/in mit ADS ?!

Beitrag von Squirell » 15. Juli 2018 12:39

Hallo Daydreamer, erst einmal Danke für die Nette Begrüssung un so ;)

Ich gehe dann mal wieder ins Detail mit meinem "Problem". Sie hat Medikamente, dieses Medikinet, was ihr auch hilft, denn dann ist sie "normal", das heißt, sie bekommt ihren Alltag besser geregelt. Zu ihrer beruflichen Situation, sie ist seit 2014 verrentet, sprich Frührente und seitdem hängt sie nur zu hause rum, macht wenig, also wenig in dem Sinne, schlafen, Fernsehen und Geld ausgeben. Den Rest der Wohnung vernachlässigt sie. Wie gesagt ich sehe da einen enormen Schub wenn sie Medikinet nehmen würde und das regelmäßig. Aber sie nimmt dieses nur sporadisch, denn sie bekommt davon Kopfschmerzen und ihr wird übel, daher keine Langzeitwirkung möglich. Was das reden betrifft, ich habe schon ellenlange Diskussionen mit Ihr geführt, wo ich sehr lange ruhig bleibe und sie ausreden lasse, aber sie fällt mir laufend ins Wort und verspricht viel, hält aber nichts von dem was vereinbart wurde. Vom Charakter bin ich halt sehr geduldig, sie ist das Gegenteil von dem, also flippig, aber schusselig, chaotisch, unpünktlich, wie die meisten ADHS`ler so sind, ich möchte nicht alle verteufeln, aber ich kenne halt nur das Extreme, also meine Partnerin. :twisted: :twisted: :twisted:

Wie gesagt, wenn man sich alles schönredet und Ausreden sucht, ohne sich helfen zu lassen? Wie soll Medikinet helfen, wenn man dieses nicht einnimmt?

Gruß

Squirell
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Daydreamer
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Re: "Gebrauchsanleitung" für Partner/in mit ADS ?!

Beitrag von Daydreamer » 15. Juli 2018 13:35

Wie gesagt ich sehe da einen enormen Schub wenn sie Medikinet nehmen würde und das regelmäßig. Aber sie nimmt dieses nur sporadisch, denn sie bekommt davon Kopfschmerzen und ihr wird übel, daher keine Langzeitwirkung möglich.
Hat sie darüber schon einmal mit ihrem behandelnden Arzt gesprochen? Es gibt ja nicht nur Medikinet, sondern auch noch andere Medikamente. Vielleicht verträgt sie Medikinet einfach nicht? Bei mir war es ähnlich. Ritalin adult ist bei mir wirklich gut. Aber Medikinet - mit dem selben Wirkstoff - hat bei mir ebenfalls starke Nebenwirkungen verursacht. Unter anderem Kopfschmerzen. Vielleicht sollte sie noch ein anderes Medikament ausprobieren? Das sollte sie unbedingt bei ihrem Arzt ansprechen.
Was das reden betrifft, ich habe schon ellenlange Diskussionen mit Ihr geführt, wo ich sehr lange ruhig bleibe und sie ausreden lasse, aber sie fällt mir laufend ins Wort und verspricht viel, hält aber nichts von dem was vereinbart wurde. Vom Charakter bin ich halt sehr geduldig, sie ist das Gegenteil von dem, also flippig, aber schusselig, chaotisch, unpünktlich, wie die meisten ADHS`ler so sind, ich möchte nicht alle verteufeln, aber ich kenne halt nur das Extreme, also meine Partnerin.
Hm, das ist schwierig. Ich überlege gerade: wie führt ihr die Diskussionen? Ich kenne das von mir. Es ist manchmal schon wichtig, wie man etwas sagt.
Ich glaube, der erste Schritt wäre, dass sie ein Gespräch mit ihrem Arzt führt bezüglich der Medikamente. Ich selbst bin ohne Medikamente fürchterlich zerstreut und schusselig. (Hab meine Diagnose erst seit einem knappen Jahr und davor dachte mein Freund deshalb ernsthaft an Demenz oder sowas :? ).
Damit will ich jetzt nicht sagen, dass sie "nichts dafür kann". So ist es nicht. Aber ich denke, mit der richtigen Medikation würde es deutlich einfacher, eine Lösung zu finden.
Wie gesagt, wenn man sich alles schönredet und Ausreden sucht, ohne sich helfen zu lassen?
Wie meinst du das, sie lässt sich nicht helfen?
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Re: "Gebrauchsanleitung" für Partner/in mit ADS ?!

Beitrag von Squirell » 15. Juli 2018 14:14

Hallo Daydreamer,

Sie hat etliche Medikamente durch, von manchen sagt sie das sie keine Wirkung haben, weil man sie ja nur einmal genommen hat, da hatte ich extra nachgefragt wieviel sie davon genommen hätte, da kam halt als Antwort: Nur eine. Soviel dazu. :twisted: :twisted:

Und wie gesagt, sie scheut ja den Gang zu Ärzten, egal was ist, denn diese könnten sie bei Untersuchungen was Schlimmes an Krankheiten finden, also in meinen Augen auch nur eine Ausrede. Sie müsste dringend zu deinem Fußchirurgen, damit ihr eingewachsener Zehennagel behandelt wird. Entweder kommt dann: "Hab ich vergessen" , oder " Ich habe Angst dahin zu gehen, nachher findet der noch mehr." Lieber sich in eine Traumwelt flüchten und dann humpeln. :mrgreen: :mrgreen:

Sie hat sich zwischenzeitlich Hilfe genommen, bei der Wohnungschaosbewältigung, das hat auch eine Zeitlang geklappt, es hat sich etwas gelichtet, aber immer noch hat sie zuviel Kram für die kleine Wohnung, in meinen Augen einen Messie Wohnung, aber sie sagt ja von sich , da sie ein Messie Light ist, was für mich keinen Unterschied macht, Chaos ist Chaos, da kann und will ich mich nicht drin aufhalten, und da frage ich mich, wie ein Mensch so leben kann?

Zum Schluss komme ich, wenn man sich helfen lassen will, muss man den ersten Schritt machen, daran scheitert es bei Ihr. Weil sie ja Angst hat, das man merkt in welcher Welt sie lebt, nämlich im Totalen Chaos, daher redet man sich das alles schön.

Gegen diesen ADHS Dämon kämpfe ich als Angehöriger seit nahezu 7 Jahren und irgendwann ist auch meine Geduld mal am Ende, und ich habe wirklich alles versucht, ihr das spielerisch beizubringen, etwas Ordnung zu schaffen, das hat nicht Funktioniert, und ich bin wahrlich kein Freund von verhätscheln und immer Mut machen, der nichts bringt, weil wie gesagt, sie vergisst relativ schnell :? :? Daher ändert sich nichts an der Gesamtsituation.
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Daydreamer
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Re: "Gebrauchsanleitung" für Partner/in mit ADS ?!

Beitrag von Daydreamer » 15. Juli 2018 14:41

Sie hat etliche Medikamente durch, von manchen sagt sie das sie keine Wirkung haben, weil man sie ja nur einmal genommen hat, da hatte ich extra nachgefragt wieviel sie davon genommen hätte, da kam halt als Antwort: Nur eine. Soviel dazu. :twisted: :twisted:
Kannst du das bitte noch genauer erklären? Das verstehe ich gerade irgendwie nicht. Du sagst, sie hat verschiedenes ausprobiert, aber manche nur 1x genommen?
Und wie gesagt, sie scheut ja den Gang zu Ärzten, egal was ist, denn diese könnten sie bei Untersuchungen was Schlimmes an Krankheiten finden, also in meinen Augen auch nur eine Ausrede
Verstehe ich das richtig, dass sie weder zum Hausarzt noch zum Neurologen/Psychiater oder zu anderen Ärzten geht? War das schon immer so? Wie bekommt sie dann ihre Rezepte?
in meinen Augen einen Messie Wohnung, aber sie sagt ja von sich , da sie ein Messie Light ist, was für mich keinen Unterschied macht, Chaos ist Chaos, da kann und will ich mich nicht drin aufhalten, und da frage ich mich, wie ein Mensch so leben kann?
Wie definierst du Messie-Wohnung?
Wie ein Mensch so leben kann? Das ist die Frage. Ganz am Anfang unserer Beziehung hat mein Freund auch mal etwas ähnliches gesagt. Damals hat es mich sehr verletzt, im Nachhinein denke ich er hatte Recht. Aber das lag nicht daran, dass ich keine Ordnung haben wollte, ich konnte es einfach nicht. Habe es nicht geschafft, regelmäßig aufzuräumen, keine Plätze gehabt zum "Zurückräumen" (für mich ist das ein deutlicher Unterschied ob ich aufräume oder zurückräume). Mittlerweile habe ich für diverse Dinge einen angestammten Platz (wir leben zu zweit auf 38 Quadratmetern) und diese auch so beschriftet. Zwar ist die Wohnung immer noch ab und an ein wenig chaotisch, aber mein Freund hat gelernt damit umzugehen, dass nicht immer alles wie geleckt aussieht und im Gegenzug gebe ich mir Mühe, regelmäßig zurückzuräumen und den Müll direkt wegzuwerfen etc. So hat sich das im Vergleich zu früher deutlich verbessert.
Zum Schluss komme ich, wenn man sich helfen lassen will, muss man den ersten Schritt machen, daran scheitert es bei Ihr. Weil sie ja Angst hat, das man merkt in welcher Welt sie lebt, nämlich im Totalen Chaos, daher redet man sich das alles schön
Das ist ein schwieriger Punkt. Natürlich müsste ihr klar werden, dass sie es allein nicht schafft und Hilfe braucht. Aber meinst du nicht, dass es schwer ist für eine erwachsene Frau, sich einzugestehen, gewisse Dinge allein nicht hinzubekommen? Hilfe in Anspruch zu nehmen?
Ein ganz, ganz wichtiger Punkt ist auch: Selbstbestimmtes Handeln!
Nur wenn sie selbst sagt, sie möchte dies und jenes tun, dann kann sie es auch tun. Wenn jemand anderes sagt, dies oder jenes muss sie jetzt tun, dann wird es nicht funktionieren.
Ich sage nicht, dass es so wie du es schilderst gut ist. Ich sage nur, dass sie selbst darauf kommen muss. Du kannst ihr deine Hilfe anbieten. Du kannst ihr sagen, was dich stört. Aber wichtig: in einem ruhigen Tonfall, sie dabei auch ernst nehmen. Und deine Wünsche in "Ich-Botschaften" verpacken. Mach ihr keine Vorwürfe a la "du hast schon wieder nicht aufgeräumt das geht so nicht" sondern eher "für mein Empfinden ist es hier schon recht unordentlich und damit fühle ich mich nicht wohl. Wollen wir nicht zusammen etwas daran ändern?"
Weißt du was ich damit sagen will?
Mir selbst fällt es zum Beispiel auch deutlich leichter, die Wohnung zu putzen, wenn mein Freund es mit mir zusammen macht. Weil manchmal komme ich allein vom 100sten ins 1000ste und weiß nicht wo ich anfangen und aufhören soll und am Ende habe ich dann mehrere Stunden rumgeräumt und viele Dinge gefunden und sortiert und ordentlich gemacht und ... aber die Wohnung ist immer noch nicht ordentlich. Weil ich mich habe von anderen Dingen ablenken lassen.
Gegen diesen ADHS Dämon kämpfe ich als Angehöriger seit nahezu 7 Jahren und irgendwann ist auch meine Geduld mal am Ende, und ich habe wirklich alles versucht, ihr das spielerisch beizubringen, etwas Ordnung zu schaffen, das hat nicht Funktioniert, und ich bin wahrlich kein Freund von verhätscheln und immer Mut machen, der nichts bringt, weil wie gesagt, sie vergisst relativ schnell :? :? Daher ändert sich nichts an der Gesamtsituation.
Spielerisch? Wie alt ist sie denn? Das hat mein Freund nämlich auch mal versucht. In Form von "ein Spiel spielen" mir klar zu machen, was ich aufräumen sollte weil ich es wieder vergessen habe. Und was soll ich sagen: ich bin total ausgetickt und es ist eskaliert und wir haben 2 Tage gestritten. Weil ich mich wie ein Kind behandelt gefühlt habe. Aber ich bin 28 Jahre alt! Ich möchte respektiert werden und auf Augenhöhe kommunizieren. Wenn mir jemand das Gefühl gibt, nicht fähig zu sein wie eine erwachsene Frau zu handeln, dann ist das einfach Mist und dann bin ich blockiert. Da geht dann überhaupt nichts mehr.
Du meinst, sie vergisst? Was genau vergisst sie denn?

Und noch was ganz anderes: was für positive Seiten hat sie denn?
Und ist die Unordnung wirklich der einzige Grund warum ihr nicht zusammen wohnt?

Aber ich bin ja selbst Betroffene, daher kenne ich nur "diese" Seite und eben das, was ich gelesen und erlebt habe und was mein Freund mir gesagt hat. Ich weiß daher nicht, wie hilfreich meine Erfahrungen für dich/euch sind. Hoffe, es äußert sich noch ein Angehöriger hier.
Das Leben ist ein Spiel. Wir spielen es nur mit höherer Schwierigkeitsstufe ;)
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