Diagnose AD(H)S - Umgang mit dem Kinderwunsch

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Bleu-de-Q
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Re: Diagnose AD(H)S - Umgang mit dem Kinderwunsch

Beitrag von Bleu-de-Q » 25. August 2008 23:16

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Für mich wieder so ein Punkt der Verdrängung.
Der Gedanke an Kinder macht mich traurig. Ich hätte gerne einen kleinen Sohn gehabt.
Ich habe mich dagegen entschieden, weil ich keine Kraft habe. Das macht mir Angst...
Ich will keinem Kind eine überforderte Mutter zumuten. Eine, die genervt ist, weil sie zuwenig Schlaf hatte.
Eine Mutter, die zu nichts zu gebrauchen ist. Die zuviel Zeit für sich beansprucht, zuviel Ruhe braucht.
Ich kann nicht mal Verantwortung für mich selbst tragen - wie soll ein zweiter Mensch in meinem Leben Platz haben, der auf mich angewiesen ist?
Guten Tag! Mein Name ist Fingerspitze und ich bin auf der Suche nach dem passenden Gefühl...
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Antofe
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Re: Diagnose AD(H)S - Umgang mit dem Kinderwunsch

Beitrag von Antofe » 26. August 2008 07:19

ich hätte NIE meinen Kinderwunsch daran festgemacht, wie ich selbst als Person bin. O.k. ich bin keine ADS-lerin, aber auch manchmal genervt durch zu wenig Schlaf oder durch meinen Mann. Meine Kinder werden auch mal angeschnauzt, obwohl es nicht berechtigt ist. Aber wir sind doch alle Menschen und diese Bilderbuch-Eltern aus der Werbung oder aus sog. Erziehungsforen (ich les da manchmal um mich aufzuregen ;-)) gibt's einfach nicht. Ich bin froh, dass mein Mann AD(H)S-ler ist, denn die Kreativität kommt den Kindern auf jeden Fall zugute.

Meiner Meinung nach kann sowas mit einem Partner an der Seite auf jeden Fall funktionieren - allein vielleicht schwerer, aber auch da gibt es Hilfe.

Einfach meine Meinung

LG Christine
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Re: Diagnose AD(H)S - Umgang mit dem Kinderwunsch

Beitrag von Bleu-de-Q » 26. August 2008 16:27

[quote="Antofe"]
Einfach meine Meinung
[/quote]

Die auch völlig okay ist!

[quote="Antofe"]
ich hätte NIE meinen Kinderwunsch daran festgemacht, wie ich selbst als Person bin. O.k. ich bin keine ADS-lerin, aber auch manchmal genervt durch zu wenig Schlaf oder durch meinen Mann.
[/quote]

Mir bleibt keine andere Wahl. Ich muß mir im Klaren darüber sein, ob ich die Verantwortung tragen kann oder nicht. Ob ich so für mein Kind da sein kann, wie es als Mutter meine Aufgabe ist. Ob ich dem gewachsen bin.
Und ob ich damit leben kann, keine Auszeit haben zu können, wenn mir danach ist. Und so weiter.

Partnerschaften können auseinandergehen.
Dann ich muß damit leben, in diesem Falle das Kind beim Vater zu belassen, dann kann es sein, daß ich als schlechte Mutter dastehe. Besser, als daß das Jugendamt mich im Auge hat, denn nichts ist mir mehr zuwider und unheimlicher als Behördenwillkür, ich hab meine Erfahrungen.

Es geht nicht darum, eine Bilderbuch-Mutter zu sein.
Ich will aber auch nicht, über jeden Zweifel erhaben, einfach drauflos ein Kind machen und hachja, das wird schon werden.
Auch wenn der Vergleich hinkt (und sich jetzt einige Augebrauen hochziehen) - ich habe einen Hund weggegeben, weil ich damit überfordert war. Das kann man mit einem Kind nicht machen.
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Re: Diagnose AD(H)S - Umgang mit dem Kinderwunsch

Beitrag von Antofe » 26. August 2008 16:42

ich kann dich verstehen - gerade das Thema Jugendamt (da haben wir mit der ganz Großen (also Tochter meines Mannes) ganz wüste Erfahrungen gemacht.

ich finde es toll, dass Du so verantwortungsbewußt bist - HUT AB

LG Christine
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Re: Diagnose AD(H)S - Umgang mit dem Kinderwunsch

Beitrag von polarlicht » 26. August 2008 17:05

Liebe Leute,

zur Debatte möchte ich zwei Dinge anmerken.

1) Eine Grundsatzdiskussion würde tatsächlich direkt die Ethikfrage anrühren. Und zwar in Form der Frage: Ist "krankes", "behindertes", "gestörtes" Leben weniger Wert als "normales". Und schon hat man die Euthanasiedebatte auf dem Tisch und die Frage "An welchen Menschenbild orientieren wir uns eigentlich?". Mein Standpunkt: Jedwedes Menschenleben ist gleich viel wert.

2) Mit dieser Grundsatzdiskussion ist nun aber Bleu-de-Q gar nicht geholfen. Die Frage, ob man sich gewachsen fühlt ein Kind so groß zu ziehen, wie man denkt, es wäre förderlich, ist eine Frage, die man sich m.E. ruhig ernsthaft stellen sollte und nur individuell nie grundsätzlich beantworten kann. Was bei starker Überforderung der Eltern herauskommen kann präsentieren uns die Medien tagtäglich.

Mein Standpunkt hierzu - tatsächlich ein Selbsttest: "Fühle ich mich in der Lage ein Kind förderlich groß zu ziehen, auch wenn dieses Kind krank, behindert oder gestört ist?" Wenn man bei dieser Frage zweifelt, halte ich es für durchaus selbstverantwortlich keine Kinder zu bekommen. Mutter Natur ist kein Bauchladen und jeder gesunde Mensch kann zu jederzeit zum Pflegefall werden. Sich zu fragen, ob man der Elternschaft gewachsen ist, halte ich für verantwortungsvoll.

Mir fällt im Bezug auf die Ehe - nicht auf die ELternschaft - übrigens dazu Woddy Allen ein, der gesagt hat, die Frage vor dem Altar müsste eigentlich lauten:

"Und wirst du mich auch schieben, wenn ich inkontinent im Rollstuhl sitze."

Verantwortungsvolle Fragen sollte also nicht leichtfertig entschieden werden.

Liebe Grüße
polarlicht
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Re: Diagnose AD(H)S - Umgang mit dem Kinderwunsch

Beitrag von polarlicht » 26. August 2008 17:07

Nachtrag:

Ich glaube "Lumina" war die Autorin, nicht "Bleu". Also bitte "Lumina" anstelle von "Bleu" lesen
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Re: Diagnose AD(H)S - Umgang mit dem Kinderwunsch

Beitrag von maed-doc » 30. August 2008 06:43

Wenn man bei dieser Frage zweifelt, halte ich es für durchaus selbstverantwortlich keine Kinder zu bekommen.

ich kenne niemanden der an dieser frage keine zweifel hat, selbst jene zweifeln erneut, die bereits mehrere kinder haben.
eher sollten die die keine zweifel haben ihr ziel überdenken, denn das würde nach kndlicher naivität riechen.

meine meinung: allein der wille zählt oder vielmehr, ob meine zweifel ausreichen, ihn zu brechen ;)

mit besten grüßen
martin
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Re: Diagnose AD(H)S - Umgang mit dem Kinderwunsch

Beitrag von Bleu-de-Q » 30. August 2008 07:31

Hmm.
Um nochmal auf mein Posting zurückzukommen, auch wenn die nachfolgenden Beiträge nicht an mich gingen:

Ich bin von mir als (sry, ich sags mal so) "Psycho" ausgegangen, nicht von einem Kind mit einer angeborenen/erworbenen Störung/Krankheit.
Auch wenn es hochwahrscheinlich ist, daß ich es weitervererben würde, ich könnte auch ein Kind bekommen, das völlig "gewöhnlich" ist, was nicht bedeutet, daß es nicht auch anstregend ist.
Kinder, ob außergewöhnlich oder ohne gravierende Auffälligkeiten, sind immer ein 24h-Job. Und ich kann nicht für andere sprechen, nur für mich. Und ich traue es mir einfach nicht zu. Auch wenn mir schon viele gesagt haben: In die Mutterrolle wächst man rein! hab ich nur den Kopf geschüttelt. Eine Frau ist Mutter, sobald das Baby da ist. Und es ist nicht zu Beginn nur mal stundenweise da, damit Zeit zum "Reinwachsen" gegeben ist.
Deswegen schrieb ich ja, ein Kind ist kein Hund.
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Re: Diagnose AD(H)S - Umgang mit dem Kinderwunsch

Beitrag von papillonindigo » 30. August 2008 21:03

Ich bin der gleiche meinung als Bleu: wenn man sich klar in vorhaus überfordert fühlt mit der vorstellung ein kind zu erziehen, sollte man es auch ernst nehmen... Bauchgefühlen sind nicht immer falsch. Dazu wenn ein mensch schon ohne kindern sein leben nicht in griff hat, kann ich mich schwer vorstellen wie es mit ein kind besser wird...

Dazu, kenne ich sehr gut solche sprüche wie "wenn man will, kann man es"... Wenn es stimmen würde, gäbe es auch keine ADS...  :icon_mrgreen:

lg
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Re: Diagnose AD(H)S - Umgang mit dem Kinderwunsch

Beitrag von polarlicht » 30. August 2008 21:15

Ich möchte die "guten" Sprüche um einen ergänzen, der mir wirklich gefällt:

"Wer ein Kind haben möchte, sollte bereit sein, die nächsten 18 Jahre einen wildfremden in seiner Wohnung zu beherbergen und zu lieben!" (James Keys, nach meiner Erinnerung)
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Re: Diagnose AD(H)S - Umgang mit dem Kinderwunsch

Beitrag von Antofe » 31. August 2008 21:49

[quote="polarlicht"]
Ich möchte die "guten" Sprüche um einen ergänzen, der mir wirklich gefällt:

"Wer ein Kind haben möchte, sollte bereit sein, die nächsten 18 Jahre einen wildfremden in seiner Wohnung zu beherbergen und zu lieben!" (James Keys, nach meiner Erinnerung)
[/quote]

wieso wildfremd ?

Kapier ich nicht ß

LG CHristine
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Re: Diagnose AD(H)S - Umgang mit dem Kinderwunsch

Beitrag von polarlicht » 31. August 2008 22:36

Liebe Christine,

mit "wildfremd" drückt Keys einen Akt der besonderen Achtung aus - Liebe, ohne Vereinnahmung, welche sich der Eigenständigkeit des Anderen immer rückversichert. Diese Achtung bringt er an verschiedenen Stellen als "Most beloved Stranger" zum Ausdruck.

Ich finde es passt, weil es zum Ausdruck bringt, welche "Mühen" man liebevoll in Kauf zu nehmen bereit sein sollte.

Liebe Grüße
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Re: Diagnose AD(H)S - Umgang mit dem Kinderwunsch

Beitrag von Bleu-de-Q » 31. August 2008 22:47

Ich habe vor langer Zeit mal mit meiner Mutter darüber geredet.

Nunja, wenn ich versuche, das nachzufühlen, ist es schon so, daß du einem Menschen das Leben schenkst, den du erst mal komplett kennenlernen mußt.
Du weißt nicht, was für Eigenschaften und Vorlieben er hat. Das mußt du erst herausfinden, denn ein Baby/Kleinkind kanns dir noch nicht sagen!
Und, wenn ich an mich zurückdenke oder andere, die ich so kannte, fällt mir schon auf, was für Phasen der Veränderung ein Mensch von der Kindheit, durch die Pubertät hindurch bis zum Erwachsensein durchlebt.

Also kommt es durchaus ein paarmal vor, daß Eltern sich sagen: Ich kenne mein eigenes Kind nicht mehr! :icon_wink:
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Re: Diagnose AD(H)S - Umgang mit dem Kinderwunsch

Beitrag von maed-doc » 2. September 2008 06:58

Du weißt nicht, was für Eigenschaften und Vorlieben er hat. Das mußt du erst herausfinden, denn ein Baby/Kleinkind kanns dir noch nicht sagen!


man hat nicht unwesentlich einfluss auf kinder, aber es ist schon richtig, das dieser sich lediglich auf ein vermitteln von werten begrenzt und das hauptsächlich durch das vorleben.
ich für meinen teil, hab meine vaterrolle ausreichend erfüllt, wenn mein sohn, meine tochter, das herz eines löwen, einer löwin und die dazu gehörigen werte, als die ihren ansehen.

...mehr kann ich nicht tun, denn alles andere ist, was ihre individualität ausmacht und das muss nicht ich formen, sonder die beiden selbst.


mit besten grüßen
martin
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Re: Diagnose AD(H)S - Umgang mit dem Kinderwunsch

Beitrag von Bleu-de-Q » 2. September 2008 09:57

[quote="maed-doc"]
...mehr kann ich nicht tun, denn alles andere ist, was ihre individualität ausmacht und das muss nicht ich formen, sonder die beiden selbst.
[/quote]

So sehe ich das auch.
Wenn Babys ihren Brei ausspucken, weil die Sorte nicht schmeckt, ist das noch süüüß!! und sie müssen ihn nicht mehr essen, sondern bekommen was anderes.
Wenn sie als Kleinkinder NEIN sagen gelernt haben findet man das auch noch herzig und sie dürfen nein sagen.
Und später, wenn sie größer sind, heißt es: Solange du deine Füße unter meinen Tisch streckst, hast du zu tun, was ich sage!
Wie paradox ist das denn?
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Re: Diagnose AD(H)S - Umgang mit dem Kinderwunsch

Beitrag von violett » 2. September 2008 15:53

also ich bin kein beispiel für die "ads ist vererbbar" theorie.

meine tochter (21) ist so normal wie man nur sein kann. für meinen geschmack oftmals schon ZU normal  :icon_mrgreen:

sie war ein völlig unauffälliges/unkompliziertes kind und bis heute gibt es keinerlei auffälligkeiten bzw irgendwas, was auf eine mißglückte erziehung ihrer verschrobenen ads mama schließen könnte  :icon_wink:
Das Leben ist eine Komödie für die, die denken und eine Tragödie für die, die fühlen.
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Re: Diagnose AD(H)S - Umgang mit dem Kinderwunsch

Beitrag von Macolonia » 16. September 2008 01:24

@mesme Allerdings hab ich schon ein bisschen Bammel, dass Vaterlosigkeit bei ihr eine Störung hervorrufen könnte. In bestimmten Psychologiezweigen wird Vaterlosigkeit als Mitursache für ADS angesehen!!
das hattest du gepostet. Davon habe ich noch nie gehört. Das finde ich auch wieder
ziemlich erpressend ( nicht von dir) gegenüber einer Frau,die ihren Mann verlassen will. Was ist denn mit all den Frauen wo der Mann stirbt? Mein Sohn hatte die
Anzeichen von ADS schon vor der Trennung. Ich würde sogar soweit gehen und sagen, dass mein Ex, der wohlmöglich auch ADS hat, mit der Situation selber nicht klar kam + er hat kein Verantwortungsgefühl. Heute meldet er sich zweimal im Jahr.
Ich für meinen Teil habe schon öfters gedacht,dass es besser wäre er,wenn mein Ex nicht mehr Leben würde. Denn es ist schlimmer,wenn ein Kind immer wartet und enttäuscht wird anstatt sich mit etwas entgültigem klarzukommen. Das ist hart, ich weiss, aber ehrlich. Also das ADS durch Trennung vom Vater ausgelöst wird halte ich für absurd.
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Re: Diagnose AD(H)S - Umgang mit dem Kinderwunsch

Beitrag von papillonindigo » 16. September 2008 12:57

Ich ahlte solche theorien auch für absurd... Ich stamme aus eine intakte familie (meine eltern haben eine harmonische eheleben) und habe doch ADS...

Wegen vaterschaft durch ADS ausgelöst, kommt die frage: was ist denn mit die 5-jährigen zappelphilip die schon in kindergarten terror machen?

lg
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Re: Diagnose AD(H)S - Umgang mit dem Kinderwunsch

Beitrag von Birgit-B. » 5. November 2008 14:57

Hallo,

ich halte solche Theorien auch für absurd. Mein Mann ist mit Vater auf gewachsen und hat sein ADHS an unseren Großen vererbt, ich bin ohne Vater aufgewachsen (verstorben) und habe wohl kein ADS...

Als wir Kinder wollten, habe ich diese ADS-Sache noch nicht durchschaut. Ich wollte auf jeden Fall ein Kind. Als unser Großer dann da war, war er sehr schwierig. Schon als Säugling. Aber er war ein herziges Kerlchen  :inlove:

Für uns war trotz ADS schnell klar, dass wir noch ein weiteres Kind wollten. Unser Großer war da bereits in Behandlung und ich dachte einfach: Es kann nur besser werden (wie naiv!)... Aber wir hatten Glück. Unser Kleiner scheint nicht oder zumindest nicht so stark betroffen zu sein und wenn wir ihn nicht hätten, hätte ich längst nicht so viel zu lachen. Er ist einfach ein Sonnenscheinchen und völlig unproblematisch.

Für uns, bzw. für mich stellt sich die Frage nach weiteren Kindern (im Moment) nicht mehr. Jetzt bin ich doch vorsichtig geworden. Noch ein Kind mit ADHS... ich weiß nicht, ob ich das schaffen würde... Irgendwie bin ich bedient, obwohl ich 2 super liebe Jungs habe...

Unser Papa ist übrigens ein sehr guter Vater und würde lieber rund um die Uhr arbeiten gehen, als dass seine Kids nichts zum beißen hätten. Also Verantwortungsgefühl und auch Fähigkeit sind da sehr wohl vorhanden! Ich glaube man kann ihnen nicht grundsätzlich vorwerfen, sie könnten keine guten Eltern sein!

Die Liebe zu einem Kind ist etwas ganz besonderes. Ich bin froh, dass ich das erleben durfte und darf. Ich hätte was verpaßt, wenn wir uns (aus welchen Gründen auch immer) gegen Kinder entschieden hätte!

Liebe Grüße,
Birgit
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Re: Diagnose AD(H)S - Umgang mit dem Kinderwunsch

Beitrag von papillonindigo » 9. November 2008 16:55

Es ist noch ein beweis!

Ist noch etwas in meine familie: ich hatte dauernd konflikten mit mein vater, wir sind uns immer wieder auf nerven gegangen... Aber sonst war ehe friedlich (naja konflikten waren offen und manchmal lautstark erlebt).

Jetzt ist mich klar: mein vater hat wahrscheinlich auch ADS, ich bin ihm sehr ähnlich. 2 ADSler können sich hervorragen gegenseitig nerven und auf palmen bringen...

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Re: Diagnose AD(H)S - Umgang mit dem Kinderwunsch

Beitrag von Bella44 » 3. März 2009 07:58

hallo,

Ich sage es mal ganz einfach Kinder sind Gottes Geschenke, und man liebt sie immer da ich eine Mama bin.
Es ist ein langer weg denn wenn du weißt das du oder dein Partner ADS hat ist es schon schwer drüber nach zudenken ein Kind auf die Welt zu setzten und zu wissen den Gen weiter zu geben.
Ich habe es in Unwissen getan da ich selbst erst sehr spät bemerkt habe und es mir gesagt wurde das ich ADS habe.
Habe da auch meine Probleme, aber wenn man sich Ziele setzt und sich damit auseinander setzt ist das schon ok.

PS Wir haben beide ADS.....
LG Bella
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