mein Rat als Ads ler Frau

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rosah
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mein Rat als Ads ler Frau

Beitrag von rosah » 3. August 2008 11:08

also wahrscheindlich hätte ich ja auf dieser Seite nichts verloren, da ich eine ADSler Frau bin.
Aber ich habe hier schon einige Sachen gelesen und jetzt muss ich trotzdem einmal etwas schreiben.

Na hier wird aber Dampf abgelassen, über die Ads ler und nicht Ads ler und einiges finde ich sehr traurig.
Nach meiner Meinung ist etwas vom wichtigsten in einer Beziehung das offen reden. Über alles und vorallem
auch über Sachen die einem belasten oder stören am Partner, denn meistens wirken wir Menschen vielfach anders
gegen aussen, als dass wir es eigentlich meinen und dadurch entstehen grosse Missverständnisse.

Viele nicht Ads ler Frauen sind am Ende mit Ihren nicht Ads ler Männer, weil sie viel zu viel Verantwortung übernehmen müssen
und die Ads ler Männer zu wenig tun (was sicher nicht alles auf Ads zurückzuführen ist). Na, wieso sollten diese Männer etwas verändern, wenn ihr Frauen alles für sie tut?
Dann hörf auf damit, zwingt die Männer selbstständig zu werden, Verantwortung zu übernehmen. Sprecht darüber, sucht Lösungen. Es ist doch ein wichtiger Prozess sich als Ads ler mit sich selber auseinanderzusetzten, zu merken, wo liegen meine Stärken und Schwächen, das Selbstwertgefühl aufzubauen und anders damit umzugehen, zu verstehen, zu verändern, Strategien entwickeln, Hilfe zu suchen, zu merken was geht nicht, um auch seine Stärken zu leben und nicht die ganze Energie für die Schwächen zu bekämpfen zu verpuffern.

Ich bin froh hat mein Partner mir nicht meine Schwächen abgenommen, sondern mich ermutigt es selber zu lernen und das geht! wenn es auch anders ist. und es etliche Geduld braucht. und es baut einem auf.

Mein Partner hat meinen Psychiater einmal gefragt, er sei verunsichert, auf was er Rücksicht nehmen soll und was er akzeptieren muss. Die Antwort meines Psychiaters war, auf gar nichts. Und das ist auch mein Rat an euch.
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justme13
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Re: mein Rat als Ads ler Frau

Beitrag von justme13 » 3. August 2008 12:06

Hi,

auf gar nichts stimmt nicht so ganz meiner Meinung nach...

Mein Partner sollte:

- akzeptieren, dass ich die Dinge anders angehe
- mir nicht vorschreiben wie ich was zu machen habe
- mich in meinem Tempo arbeiten lassen
- mich vermehrt loben, wenn ich dann etwas geschafft habe, was ich vielleicht seit Monaten vor mir hergeschoben habe

Also ein bisschen Rücksichtnahme und Akzeptanz sollte schon da sein.

Aber natürlich sollte er mir nicht alles abnehmen - aber er sollte auch in der Lage sein zu erkennen, dass für mich vieles mit einer größeren Kraftanstrengung zu meistern ist und mir positives Feedback geben.
Ich versuche ja permanent an mir zu arbeiten, es gelingt nur nicht immer so...
LG
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rosah
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Re: mein Rat als Ads ler Frau

Beitrag von rosah » 3. August 2008 12:47

Hallo,

Da hast Du vollkommen recht. So habe ich das auch nicht gemeint. Natürlich ist es wichtig, anders damit umzugehen, sich zu verstehen, viel darüber zu reden, Lösungen zu suchen, Unterstützung, Anerkennung, Respekt, Verständnis und noch vieles mehr. Von beiden Seiten.

Doch man sollte nicht einfach Rücksicht nehmen, herunterschlucken was einem stört, Sachen einfach hinnehmen. Ich finde es ist wichtig auch zu konfrontieren, sagen was schwierig ist, nicht einfach hinzunehmen, damit auch eine Veränderung geschehen kann. Damit man Lösungen suchen kann. Oder an sich arbeiten.

Ich finde es zum Beispiel sehr wichtig, von meinem Partner Grenzen zu spüren und konfrontiert zu werden. Als Beispiel. Wenn ich  rot sehe und austicke, ist es doch wichtig, dass mein Partner seine Grenzen zeigt und mir zu verstehen gibt, dass es nicht ok ist und sich das nicht einfach gefallen lässt.
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Re: mein Rat als Ads ler Frau

Beitrag von justme13 » 3. August 2008 13:31

Hi,

das ist richtig. Aber oft artet es in Meckerei und Bevormundung aus - ideal wäre es natürlich anders.
Es wird halt oft versucht einem das "Normalo"-Schema überzustülpen - wie, wann und wo man was zu erledigen hat.

Das Dumme an der Sache mit dem "Austicken" ist nur... ich weiß durchaus, dass ich jetzt dabei bin eine Grenze zu überschreiten, ich merke selber, dass ich die Palme hochklettere... und weiß aber auch, dass ich - egal wie sehr ich mich bemühe - es nicht schaffe, die Bremse zu ziehen. Zum Glück passiert das mit Medis nicht mehr oft.

Mir würde es sehr oft einfach auch helfen, wenn mein Partner zugeben würde, dass ich manche Sachen durchaus besser kann als er, dass ich in einigen Dingen Recht habe. Ich mache das ja im umgekehrten Fall auch.
LG
Tina
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papillonindigo
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Re: mein Rat als Ads ler Frau

Beitrag von papillonindigo » 4. August 2008 14:27

Hallo alle,

Noch eine gedanken über diese thema: ich nehme an, wenn wir eine partnerschaft eingehen, dass wir der andere auch lieben... Also, wenn abgrenzung und konstruktive kritik sowie hilfe immer ihre platz haben, hat der wunsch der andere zu ändern keine platz! Man kann eigentlich, mit etwa kreativität auch wege finden mit der schwächen und eigenart der andere zu umgehen.

Und wenn jemand der andere weder akkzeptieren, noch damit umgehen kann, hat der beziehung wenig sinn, ausser eben zu lernen ein andere mensch zu annehmen.

Ich habe auch ADS, ich bin auch bereit an mich zu arbeiten (und mache es auch), ich weiss auch dass ich anstregend bin, ich bin froh wenn man mit mich offen redet, aber ich möchte auch geliebt und angenommen werden. Ich möchte auch dass mein partner ein weg sucht mit meine art zu umgehen, und mich nicht verändert versucht.

Es klappt nicht immer, aber ich errinne ihm oft dass es keine sinn macht mich zu verändern, dass es sich mehr lohnt wege zu finden dass es mit uns geht... Dabei ist es auch wichtig dass ich mich akkzeptiere und annehme, weil sonst lasse ich zu dass andere menschen versuchen mich zu ändern.

lg
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Bleu-de-Q
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Re: mein Rat als Ads ler Frau

Beitrag von Bleu-de-Q » 5. August 2008 00:42

[quote="rosah"]
Mein Partner hat meinen Psychiater einmal gefragt, er sei verunsichert, auf was er Rücksicht nehmen soll und was er akzeptieren muss. Die Antwort meines Psychiaters war, auf gar nichts. [/quote]

Öhm...
Schön, daß sich dein Partner Gedanken macht und Fragen stellt.
Aber diese Frage sollte vielmehr an dich gestellt werden und andere Infos über AD(H)Sler kann man sich aus dem I-Net oder aus Büchern aneignen.
Ich persönlich bin der Meinung, wenn sich jemand wirklich für mich interessiert und mir helfen, mich besser verstehen will, tut er das auch von sich aus.

Auch wenn man keinen AD(H)Sler zum Partner hat, gibt es Dinge, die akzeptiert und berücksichtigt werden müssen, sonst funktioniert keine Partnerschaft. Auch "Normalos" ticken nicht alle gleich.
Wer mit einem AD(H)Sler zusammen ist, kann meiner Meinung nach eine Menge lernen, wenn er klug und einfühlsam ist.
Was ist dagegen schon ein bissl Papierkram machen, was ist dagegen schon ein wenig Organisation und Struktur?
Ich denke, es fällt leichter, die eigenen Defizite auf den Partner abzuwälzen, als sich einzugestehen, daß man selbst Schwierigkeiten hat, das eigene Leben in Ordnung zu halten. Da kommt ein AD(H)Sler als Sündenbock wohl gerade recht^^
Die Menschen sind mir einfach zu egoman, zu abgestumpft und kleingeistig, um voneinander zu lernen, miteinander zu wachsen. Stattdessen liefern sie sich Machtspielchen und *PIIIEP* sich gegenseitig in den *PIIIEP* . Widerlich!
Wo ist sie, die Leichtigkeit des Seins? :fr:
Guten Tag! Mein Name ist Fingerspitze und ich bin auf der Suche nach dem passenden Gefühl...
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Re: mein Rat als Ads ler Frau

Beitrag von rosah » 5. August 2008 10:35

also am liebsten würde ich meinen Beitrag wieder löschen, da er scheinbar von niemandem verstanden wird, oder liegt es wohl an meiner schreibweise.... mein Partner spricht sehr viel mit mir über das ADSs, versucht zu verstehen, liest Bücher darüber. Er ist sehr einfühlsam, akzeptiert mich wie ich bin, schätzt enorm meine Stärken und mich als Person, unterstützt mich bei allem und  baut mich auf, wenn es mir nicht gut geht. Doch es gibt Sachen, die für Ihn auch schwierig sind, wie umgekehrt auch. Und das finde ich auch normal.

Was ich damit gemeint habe ist, dass mann diese Schwierigkeiten nicht in sich hineinfressen soll, sondern aktiv Lösungen suchen und daran arbeiten, wie auch immer diese Lösungswege aussehen.
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Re: mein Rat als Ads ler Frau

Beitrag von mesme » 9. August 2008 22:05

Ach Mensch, rosah,

wär ja echt schön, wenn der Partner dann auch drauf einsteigen würde, wie Du es ja scheinbar versuchst und tust! Aber manche sind eben nicht zu ändern??? Oder nicht bereit, vom Partner zu lernen???? Wahrscheinlich deswegen, weil sie einfach ihr leben lang eienn auf den Deckel gekriegt haben und dicht machen, sobald jemand sich kritisch äußert?

Es sagt sich so schön - ja, man darf sich das halt nicht gefallen lassen, die sollen mal Verantwortung übernehmen - bei mir endet es jetzt mit Trennung, weil ich mir nichts mehr gefallen lassen will. Jetzt frag Dich mal, ob mein Partner da auch nur ansatzweise versucht, Verantwortung zu übernehmen - natürlich nicht, ich bin jetzt das Obera....

Und die Frauen, die sich hier beschweren, sind für diesen letzten Schritt noch nicht bereit.

Wie kannst Du nur so von Dir auf andere schliessen...?

mesme
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Re: mein Rat als Ads ler Frau

Beitrag von rosah » 10. August 2008 08:14

hallo mesme

ja, da hast Du recht, ich kann nicht einfach so von mir auf andere schliessen. ich fand es halt einfach traurig, dass einfach nur aufeinander herumgehackt wird, und der partner macht das und dies und ist der böse etc..... man kann ja nicht den anderen verändern, sondern nur sich selber und das wunderschöne daran ist ja, wenn man sich selber verändert, verändert sich ja auch die beziehung zu den Leuten um sich herum. es bringt mir ja selber nichts, wenn ich zum beispiel in therapie gehe und dort nur anschaue, was mein partner macht, was er falsch macht, wo seine probleme sind, darum versuche ich mein verhalten zu verstehen, warum reagiere ich so, oder warum übernehme ich zuviel verantwortung etc. etc. und an einer beziehung kann man ja (fast) immer arbeiten, es müssen einfach beide bereit sein dazu.

Und es tut mir leid, für Deine Trennung. Aber übernimm nicht die ganze Verantwortung für diese Trennung, es gehören immer zwei dazu. für Deinen partner ist das sicher genau so schlimm und dann fühlt man und sagt man sicher sachen aus verletztheit und verzweiflung.
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Re: mein Rat als Ads ler Frau

Beitrag von mesme » 10. August 2008 23:20

Ja, Rosah,

da hast Du auch recht. Auch ich bin in die Falle gerutscht, nachdme die Diagnose ADS für mich klarstand, ihn als Problemfall und krank zu sehen und nicht zu verstehen, wie ich reagieren kann. Motto: er kann nicht anders, er hat ADS. Andererseits hat er das manchmal selber hervorgekramt.

Was fehlt, ist professionelle Hilfe. Niemand ändert sich einfach so von heute auf morgen, auch der nicht-ADSler nicht, auch ich nicht. Vielleicht hätte mir jemand beibringen müssen, wie ich ihn richtig ansprechen kann - scheinbar kann ichs bis heute nicht. Ihm passt mein Ton nicht, dem er sofort anhört, wenn ich mich im Recht fühle, ihn um Aufgabenerfüllung anzugehen. Nein, er will gebeten werden in einem Ton, bei dem ich schon finde - wieso sollte ich in einem solchen Ton um Selbstverständlichkeiten bitten? Warum kann ich nicht einfach sagen - bring bitte den Müll raus - basta???

Warum übernehme ich aber z. B zu viel Verantwortung? Ein Grund ist z. B. , dass ich nicht will, dass unsere Katze, unser Kind oder irgendwelche Freunde unter seinem Verhalten leiden, denn die können da mal gar nix für. Ein anderer ist sicherlich: Ich seh mich als verantwortungsvollen Menschen, habe hohe Moralische Ansprüche an mich, bin so erzogen worden - auch wenn es mir nicht immer gut tut. Dumm gelaufen.

JEhmineh, die Karre steckt total im Dreck, aber jetzt sollte es für mich darum gehen, das beste draus zu machen.

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Re: mein Rat als Ads ler Frau

Beitrag von Bleu-de-Q » 11. August 2008 00:06

[quote="mesme"]
Ihm passt mein Ton nicht, dem er sofort anhört, wenn ich mich im Recht fühle, ihn um Aufgabenerfüllung anzugehen. Nein, er will gebeten werden in einem Ton, bei dem ich schon finde - wieso sollte ich in einem solchen Ton um Selbstverständlichkeiten bitten? Warum kann ich nicht einfach sagen - bring bitte den Müll raus - basta???
[/quote]

Öhm... durftest du es ihm vor der Diagnose noch normal sagen, daß der Müll runter muß oder andere Dinge erledigt werden müssen oder mußt du ihm erst seitdem den Popo pudern?

[quote="mesme"]
Warum übernehme ich aber z. B zu viel Verantwortung? Ein Grund ist z. B. , dass ich nicht will, dass unsere Katze, unser Kind oder irgendwelche Freunde unter seinem Verhalten leiden, denn die können da mal gar nix für. Ein anderer ist sicherlich: Ich seh mich als verantwortungsvollen Menschen, habe hohe Moralische Ansprüche an mich, bin so erzogen worden - auch wenn es mir nicht immer gut tut. Dumm gelaufen.
[/quote]

Ich habe Verantwortung für 2 getragen, als ich noch mit meinem Mann zusammen war. Ein zweischneidiges Schwert - es geht ihm als Opiatabhängigem schlechter als mir, ließ sich damals aber auch umso mehr gehen.
Ich war nicht in der Lage, ihm Verantwortung zu übertragen bzw. beizubringen, aber irgendwer mußte sie ja auch tragen.
Was kam dabei heraus? Trennung nach viereinhalb Jahren.
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Re: mein Rat als Ads ler Frau

Beitrag von violett » 19. August 2008 13:47

hallo zusammen,

ich les meist, dass nicht adsler oft und gern verantwortung für den "kranken" adsler übernehmen.

in meinen beziehungen war es stets andersrum. auch in meiner letzten.. ich übernehme stets verantwortung für alles und jeden.. suche immer die fehler bei mir und bin auch stets diejenige, die gespräche/veränderung sucht.

ads war in meinen beziehungen nie ein thema. erst in der letzten partnerschaft begann ich mich mit meinem verhalten zu beschäftigen und ließ mich testen.
es hat mich auch einiges an überwindung gekostet, das thema offen anzusprechen.. denn ich hatte angst, dass mein partner aus hilflossigkeit und unkenntnis evtl in eine therapeutenrolle verfällt.

was ich eigentlich sagen möchte ist folgendes:
In der beziehung ist der umgang miteinander irgendwie eine gratwanderung. ich (als betroffene) habe ständig das gefühl bzw die gedanken "ist er gerade partner oder therapeut?" dieses erkennen und anschließend offene "zugeben" eigener unfähigkeiten ist für mich teilweise unerträglich gewesen.. hab ich doch die zügel immer feste in der hand ;)

auf einmal stimmt "die welt" nicht mehr.. wisst ihr was ich meine?
auf einmal steht das wort "krankheit" und/oder "nicht normal" im raum und die hochgelobte offenheit fühlt sich auf einmal gar nicht mehr so gut an..

mein partner ging nach x vorwarnungen (in mehr als 3 jahren) den letzten schritt der trennung. er war nervlich so fertig - und ich dachte, dass ich das ruder immer wieder rumreißen kann OHNE MICH ZU ÄNDERN - dass dieser schritt aus heutiger sicht der einzig richtige war!

er hat mir (als chronisch misstrauischen menschen) bewiesen, dass ich zwar in vielen bereichen die frau seines lebens bin.. aber das wichtigste - nämlich ihn auch respektvoll zu behandeln - von grund auf lernen muss.

diese einsicht ist auf meiner seite nun da. aber es musste eben erst "knallen".. ich musste es erst selbst wollen/verstehen/verinnerlichen.

.. so lange auf beiden seiten keine einsicht (dass es so nicht weiter gehen kann) da ist.. dreht man sich ewig im kreis.. sprich: manchmal sind schmerzliche entscheidungen/trennungen für den moment - oder halt für immer - leider der einzige ausweg..

viele grüße
violett
Das Leben ist eine Komödie für die, die denken und eine Tragödie für die, die fühlen.
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Re: mein Rat als Ads ler Frau

Beitrag von papillonindigo » 19. August 2008 14:54

Hallo violett,

Es stimmt dass nicht immer der nicht ADS-partner die verantwortung übernimmt für der andere...

Manchmal kann sein dass eine die verantwortung in ein bereich für beide nimmt und dafür der andere in andere bereichen... Es ist schon mejr ausgeglichen als wenn es einseitig ist, aber nicht immer dass beste.

In meine partnerschaft hatte ich zuviel verantwortung genommen auf emotionale ebene (weil ich einfühlsam und flexibel bin) und mein partner hat es ausgenützt um sich nicht zu ändern. Aber es ist am ändern jetzt, ich nehme nicht mehr bei jede streit die schuld auf mich.

Auf der andere seite, hat mein partner vieles auf konkrete übernommen und versucht mich "errumzuerziehen" was ich auch nicht mehr möchte und brauche... Da nehme ich mein teil und lasse mich von ihm immer weniger bestimmen.
Mich herrumzuerziehen war auch eine art die verantwortung auf mich zu schieben für alles was zwischen uns falsch gelaufen ist. Aber er hatte das gefühl verantwortung für mich zu nehmen.

lg
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