ADSler nutzt Tochter als emotionale Stütze

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mesme
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ADSler nutzt Tochter als emotionale Stütze

Beitrag von mesme » 12. Juni 2008 19:47

HI ihr,

wir haben eine 9 Monate alte Tochter, und sie ist echt lieb und knuffig. Soweit also prima. Was mich total stört, ist, dass mein Mann (ADSler) sie irgendwie als emotionale Stütze braucht - was ich nicht so prickelnd finde - wahrscheinlich vor allem, weil ich dazu nicht (mehr?) tauge.

Andererseits schafft er es meiner Meinung nach nicht, ihr kontinuierlich das zu geben, was sie braucht - so ein Baby ist eben auch mit vielen Routinearbeiten verbunden.

Hm. Wollte das einfach mal so los werden.

mesme
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Findus
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Re: ADSler nutzt Tochter als emotionale Stütze

Beitrag von Findus » 12. Juni 2008 20:02

Hallo mesme,

irgendwie macht mich Dein Posting stutzig - kann sein, dass es an Deiner Ausdrucksweise liegt. Mich interessiert das Thema, könntest Du Dein Problem daher bitte nochmal anders oder auch detaillierter schildern?

Inwiefern benutzt er Eure Tochter als emotionale Stütze?
Wodurch vermittelt er Dir das Gefühl nicht mehr ausreichend (minderwertig?) zu sein?
In welchen Bereichen ist er überfordert?

LG Findus
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Re: ADSler nutzt Tochter als emotionale Stütze

Beitrag von mesme » 13. Juni 2008 14:42

Hi Findus,

aalso, ist wahrscheinlihc nicht so einfach, das ganze von normaler Zugewandtheit zu trennen, ich beschreibs jetzt einfach mal.

Momentan sind wir ca. 2 Wochen voneinander getrennt (ich bin weggefahren - natürlich mit Baby),  das hat ihn in ein totales Loch gestürzt, er war/ist  total schlecht drauf, und zwar nicht so sehr, weil er mich vermisst, sondern weil er die Kleine so vermisst. Andererseits ist er selber schonmal weggefahren, da fand er das nicht so sonderlich schlimm, von ihr getrennt zu sein.

Als ich das bemerkte, meinte er, das wär ja wohl was anderes gewesen. TJa, da hatte er eben was vor, worauf er sich gefreut hat, und momentan bleibt halt allein nur der Alltag...

Und wenn er sie grad nicht brauchen kann, hat er auch überhaupt kein Problem, sie links liegen zu lassen.
Die Kontinuität beim Füttern, Waschen, Zähneputzen.... muss ich bringen, das würde er vielleicht halbwegs hinkriegen, wenn ich nicht da wäre - kurz, da ist es wie mit anderen Routinearbeiten auch, die ein ADSler machen soll - eben schwierig.

Und für mich macht das alles so zusammen betrachtet ein schlechtes Bild - mehr so, dass sie für ihn da sein soll und nicht umgekehrt. Verstehst Du? Es muss doch umgekehrt sein, er ist schliesslich der Erwachsene und sie das Kind. Er muss die Kontinuität liefern, und sie darf nach Belieben entscheiden, ob sie was von ihm will oder nicht - und eben nicht andersrum...
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gel.ice
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Re: ADSler nutzt Tochter als emotionale Stütze

Beitrag von gel.ice » 14. Juni 2008 00:06

hallo!
im grunde genommen geb ich dir recht,dass der erwachsene fürs kind da sein muss und nicht ansers rum.-aber eure tochter ist doch noch ein baby.-ich verstehe nicht ganz wie man das ausnutzen soll :fr:
kann es sein dass du evtl etwas eifersüchtig bist, weil er mit ihr vielleicht etwas netter umgeht oder sowas? oder überfordert, weil so ein baby anstrengend ist, viel zeit benötigt und die beziehung sich verändert?  :eusa_doh: das ist doch normal und kommt in allen familien vor.
und sind nicht auch männer ohne ads meistens so, dass sie sich in puncto babypflege nicht gerade aufdrängen?
sei doch froh dass er seine tochter liebt und interesse zeigt. :icon_wink:
ich kenne viele männer (ohne ads) die mit ihren kindern erst wirklich was anfangen konnten als diese nen ball kicken konnten oder fahrrad fahren lernten... :icon_rolleyes:
sorry, für meine direkten äußerungen, will dich nicht angreifen oder vorwürfe machen. ich hab ja nicht so den vollen einblick in deine beziehung aber ich glaub du siehst das ein bißchen eng.
wenn du dich von deinem partner zurückgesetzt fühlst solltest du vielleicht mal in ruhe mit ihm darüber reden.

nichts für ungut- es hilft immer nur reden,reden,reden (miteinander!)

liebe grüße
Zuletzt geändert von gel.ice am 16. Juni 2008 10:49, insgesamt 1-mal geändert.
nur wer erwachsen wird und ein kind bleibt, ist ein mensch.
(erich kästner)
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Re: ADSler nutzt Tochter als emotionale Stütze

Beitrag von Findus » 14. Juni 2008 12:39

Hallo mesme,

also ich kann Dich ganz gut verstehen - aber ich kann nicht erkennen inwiefern Dein Mann das Kind als emotionale Stütze benützt.

Für mich klingt es so, als ob Dein Mann sich gern mit eurem Kind beschäftigt, wenn er frei dafür ist. Also prinzipiell willig und mir erscheint es so, als ob er sich auch Zeit für Euch nimmt. Ich will auf keinen Fall sagen: Hey, was soll das andere kümmern sich weniger, also sei gefälligst glücklich! Das ist Mist, weil Du unglücklich bist.

Ich würde gern mit Dir herausfinden wo wirklich Dein Problem ist, denn ich glaub Dir nicht, das DEIN MANN Dein Problem ist.

Bitte überleg mal wie Du mit dem Kind umgehst, wie Du mit ihm umgehst und dann versuch Dich in seine Lage zu versetzen!

- Du FORDERST Kontinuität - Du weißt aber, dass er Kontinuität gar nicht leisten kann - Du quälst Dich mit unerfüllbaren Wünschen!
- Du LEIDEST daran, dass der Alltag an Dir hängen bleibt - aber ist das wirklich so? Vielleicht hältst Du ihn insgeheim für unfähig und reißt alles an Dich?
- Du glaubst, dass Dein Mann Dich nicht braucht - zweifelst Du an seiner Liebe? An Deinem Wert? Bitte such Dir einen Babysitter und verbring mal einen Abend mit Deinem Mann allein!!!

Möglicherweise trifft nix davon zu, aber wenn Du da gar nicht erst drüber nachdenkst, dann verrennst Du Dich in die typische Falle: "Er ist schuld!" und damit steht dann eure kleine Familie vor dem Aus.

Soweit zu Deinem Verhalten und Deiner Einstellung - hier kannst Du etwas ändern und Euch damit eine Chance geben.

Vielleicht könntest Du ihm euer Kind auch zeitweise zwischen den Routinen übergeben und die Zeit für Dich nutzen? Forder ein, dass er sich kümmert, aber tu es liebevoll!

Ansonsten kann ich nur sagen: Routine hin oder her, wenn sein Kind die windeln voll hat und es gewickelt werden muss, dann würde er es sicher auch tun, wenn er muss und Du ihm nicht alles abnimmst.

Wie zeigst Du ihm denn noch Deine Liebe? Machst Du Deine Liebe und Zuwendung davon abhängig, ob er sich um euer Kind kümmert???

Zum Thema Kontinuität: Ich bespiel mein Kind auch nicht ständig - ich kann für mein Kind nicht permanent auf Abruf stehen und ich finde das auch nicht schlimm. Natürlich ist das vom Alter abhängig - aber auch ein Baby muss nicht ständig an Mama und Papas Bein hängen.

Meine Babyklette war überall mit, aber außer bei Essen, Trinken und Windelwechsel war ich nicht permanent in Bereitschaft. Wenn mein Kind rumkrabbelte oder ich etwas anderes machen wollte, dann musste es auch anders gehen.

Ich hoffe, dass ich alles richtig verstanden habe und dass Du etwas mit meiner Antwort anfangen kannst.

LG Findus
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Re: ADSler nutzt Tochter als emotionale Stütze

Beitrag von gel.ice » 14. Juni 2008 20:49

hallo mesme!

ich muss mich glaub ich entschuldigen.  :icon_rolleyes: findus hat natürlich damit recht dass es mist ist zu sagen sei einfach glücklich usw... es tut mir leid wenn mein beitrag so verstanden wurde. so hab ich das nicht gemeint! :eusa_doh:
wenn du mit eurer situation unglücklich bist muss man natürlich rausfinden woher das wirklich kommt. deswegen meinte ich auch, da hilft nur miteinander reden.
findus hat das viel besser ausgedrückt als ich- ich kann dem was er schreibt nur voll zustimmen.
also nehmt mir den beitrag so bitte nicht übel.
liebe grüße gel.ice :icon_wink:
Zuletzt geändert von gel.ice am 16. Juni 2008 10:50, insgesamt 1-mal geändert.
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(erich kästner)
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