Partner mit Erwachsenen-Diagnose

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Re: Partner mit Erwachsenen-Diagnose

Beitragvon Signiert » 7. Februar 2018 10:51

Meine Thesen sind alles Versuche mir das irgendwie zu erklären. Das alle als Wiederaufnahmehemmer funktionierenden probierten Medikamente keine Wirkung zeigten muss sich auch irgendwie begründen lassen. Beim Einnehmen war ich außer der mittaglichen MPH Dosis anwesend, auch bei den anderen Medikamenten.

Eine Aufnahmestörung wird es nicht sein, auch andere Mittel wie Ginko oder Johanniskraut (erst in zeitlich langem Abstand nach Absetzen eines Medikaments und unter ärztlicher Rücksprache) haben gewirkt. Deutlich besser als die Wiederaufnahmehemmer. Johanniskruat hatte aber z.B. nur seine Ausgeglichenheit erhöht aber den Aufmerksamkeits-Defizit nichts gebracht. Daher war das auch keine dauerhafte alleinige Lösung.

Ich habe mir schon in Eigenrecherche alles in Frage kommende rausgeschrieben. Mit Zulassungen für Deutschland für die Behandlung für Erwachsene und mit jeweiliger Wirkung.
Da wir vom letzen Psychiater mit der Antwort abgespeist wurden, es gäbe zu Medikinet Adult keine alternativen Medikamente, und ich es jetzt besser weiß, werde ich mich von den nächsten Psychiatern sicher nicht mehr so veräppeln lassen.

Strattera wirkt auch als Wiederaufnahmehemmer, wie auch Bupropion, Strattera zwar als NARI und Bupropion als BDRI, aber wenn ich richtig recherchiert habe wäre Bupropion vergleichbar mit der Wirkung von Medikinet Adult (Noradrenallin und Dopamin). Elvanse oder etwas anderes aus der Amphetamin-Gruppe wäre aufgrund der Wirk-Art sinnvoll, Buspiron (eigentlich ein Angstlöser) soll ebenfalls sehr wirksam bei AD(H)S (zu 70-90%) sein.

Möglichkeiten zur weiteren/genaueren Diagnostik und auch alternative Ursachen/Komorbiditäten (wie z.B. SCT, KIDD und ähnliches was er ggf. auch zusätzlich haben könnte und symptomatisch passt) habe ich auch alles ausführlich notiert.
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Re: Partner mit Erwachsenen-Diagnose

Beitragvon laetitia » 7. Februar 2018 12:49

Also zu den Wiederaufnahmehemmern...ich meine, da gibt es soooo viele, die alle an unterschiedlichen Rezeptoren andocken und als Agonisten, Antagonisten oder beides wirken. Gerade bei Antidepressiva gibt es unzählige Wirkstoffe, die als SSRI an ganz unterschiedlichen Orten wirken. Manche sind anregend, andere sedierend...Und bei jedem Mensch ist es unterschiedlich, ob und wie das eine oder das andere wirkt. Das AD das ich nehme hat bei mir ausser Mundtrockenheit keine Nebenwirkungen. Eine Kollegin hat damit zugenommen, obwohl dieses AD dafür bekannt ist, dass man eben nicht zunimmt. Bei meinem Ex hat eine Dosis von 50mg unretardiert bereits gereicht, damit er durchschlafen konnte. Ich brauche 150mg retardiert. Ein anderer Kollege gar 200mg. Bei SSRI‘s, die im Hirn wirken sollten, ist zudem umstritten, ob diese die Hirnblutschranke überwinden können. Meins wirkt hauptsächlich im Darm.
Und für die Antidepressive Wirkung braucht es ein Paar Wochen, damit diese spürbar wird.

Daher wäre ich vorsichtig, solche Thesen aufzustellen. Er hat ja sicher nicht alles durch, was auf dem Markt ist.

Johanniskraut ist bekannt dafür, dass es mit anderen Medikamenten kontraindiziert. Sprich, es kann die Wirkung mindern oder gar unwirksam machen. Sollte er in der gleichen Zeit Johanniskraut genommen haben, in der er den Versuch mit Medikinet machte, könnte auch das ein Grund für den Fehlversuch sein.
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Re: Partner mit Erwachsenen-Diagnose

Beitragvon Maya18Max » 7. Februar 2018 13:35

Zum Thema Johanneskraut etc. Möchte ich auf diesen Beitrag aufmerksam machen: viewtopic.php?f=39&t=51769&p=627322&hilit=paradoxe+wirkung#p627322

Was die Antidepressiva angeht wäre ich auch sehr vorsichtig. Namhafte Experten raten auch davon ab.

Ich sehe es ähnlich wie Falschparker mit den Medikamenten und der Fachperson für ADHS. Schaut nach dem richtigen Medikament evtl auch nach Elvanse. Das soll (habe ich gehört, aber noch nix offizielles gefunden ) im Laufe des Jahres auch für Erwachsene "offiziell" freigegeben werden.
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Re: Partner mit Erwachsenen-Diagnose

Beitragvon Signiert » 13. Februar 2018 15:24

Beim Informieren über das Thema Helfersyndrom ist mir ein wichtiger Satz begegnet.

"Der Betroffene ist auf das Helfen angewiesen, um sein intrapsychisches Gleichgewicht aufrechtzuerhalten und gerät dabei in eine abhängige Position oder schafft wechselseitige Abhängigkeiten, indem er die Hilfeempfänger unselbständig erhält und Schuldgefühle erzeugt."

Seine Mutter hat mit ihrem Helfersyndrom meinen Mann unselbstständig gehalten. Das ist aber nichts, was durch ADS Medikamente geändert wird. Ich bezweifle auch dass das im Rahmen von normalem "selbstständig werden" (wie es normal ist wenn man auszieht) zu lernen ist. Er kennt es von klein auf nicht anders, das ist sein Weltbild was für ihn normal ist und ich denke es ist extrem schwer, das komplett umzulernen.

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