Vielleicht doch SCT...Amphetamine besser zur Behandlung?

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laetitia
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Vielleicht doch SCT...Amphetamine besser zur Behandlung?

Beitragvon laetitia » 12. Juli 2016 23:02

Hallo allerseits

Hm...also durch den Umzug und alles war ja etwas viel los gerade und so kam dann auch das gefürchtete "Loch"...also eigentlich bin ich schon am Ende des Semesters unten gelandet, aber mit dem Umzug musste ich halt einfach noch eine Weile weiter funktionieren. Mittlerweile aber hatte ich genug Zeit, mich zu erholen und so...deshalb drängen sind gerade einige Fragen auf bei mir. Einfach, weil ich mich lebendig fühlen möchte und nicht so wie gelähmt...irgendwie sind das zu viele Tage meines Lebens, die so dainplätschern und ich glaube, ich habe Therapiemässig ziemlich viel gemacht.

Und zwar folgendes: Ich bin zur Zeit wieder so elend nervig lethargisch und fühle mich richtig schnell gestresst. Es stresst mich, Essen zu organisieren, es stresst mich überhaupt aus dem Haus zu gehen, und so weiter. Ich bin gerade an einem Punkt, wo ich echt nicht weiss, ist das jetzt eine leichte Depression? Denn eigentlich geht es mir sonst gar nicht so schlecht. Nur dass ich manchmal Löcher in die Luft starre und etwas abwesend bin und halt eben diese Lethargie. Daher dachte ich heute, dass ich diese Lethargie nicht wirklich als Depression wahr nehme und das vielleicht doch zwei Paar Schuhe sind. So habe ich mal Lethargie gegoogelt und bin dabei wieder bei dem Thema Sluggish Cognitive Tempo gelandet. Lese ich die Beschreibung dazu, kann ich mich eigentlich sehr gut darin erkennen.

Meine Erfahrungen mit Ritalin im letzten Semester waren etwas zwiespältig. Es hat zwar geholfen zum Beispiel einen Text flüssig zu lesen, doch ich fühlte mich schnell überdosiert und konnte auch nicht so genau das Wirkende ausmachen und es hat auch nicht unbedingt optimal gewirkt. Nur den Wirkanfang, den spürte ich eigentlich gut. Ich habe nun gelesen, dass Menschen mit SCT besser auf Amphetamine oder Atomotexin (zB. Strattera) ansprechen. Aus irgendeinem Grund schwirrt mir das sowieso schon länger im Hinterkopf rum, dass ich es lieber mit Amphetaminen oder Atomotexin versuchen würde, als nochmals mit Methylphenidat...aber weil Methylphenidat halt das Übliche ist und ich keine Lust hatte, mit dem Psychiater zu diskutieren, habe ich das dann nicht Thematisiert (ich musste ja schon diskutieren, als ich unretardiertes Ritalin haben wollte, anstatt dieses Concerta-Generika...wo ich jetzt noch gehört habe, dass die Generika von Concerta ganz übel seien und in keiner Weise dem Original nahe kommen...). Und im Moment habe ich eh keinen Psychiater...muss da neu aufgleisen. Aber egal. Ist nicht das Thema.

Gibt es hier im Forum Leute die ev. auch SCT haben, mit oder ohne ADS? Wenn ja, was nehmt ihr und welche Erfahrungen habt ihr gemacht damit?

Ich wäre froh um einen Austausch und Erfahrungen.

Liebe Grüsse
laetitia
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Psychotic_Black_Rabbit
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Re: Vielleicht doch STC...Amphetamine besser zur Behandlung?

Beitragvon Psychotic_Black_Rabbit » 13. Juli 2016 04:06

Bin SCT ADS/ADHS Mischtyp.
Im großen und ganzen scheinen meine Erfahrungen ähnlich den deinen, bis darauf dass ich mich nicht wirklich über dosiert fühle.
Auch bezüglich den Symptomen und bezüglich der Schwierigkeit die Wirkung auszumachen, nur dass ich nicht von Concerta auf Ritalin sondern Medikinet auf Ritalin gewechselt bin.

In gewissem Maße hilft mir die Kombination aus Ritalin und Venlafaxin.
Es ist zwar besser, aber ebenfalls kann bestätigen, optimal fühlt es sich keineswegs an.
Aus ähnlichen Gründen, der Verunsicherung durch die enttäuschende Wirkung als ich nur Medikinet bekommen habe.
Der Erleichterung der Feststellung dass Ritalin und Venlafaxin gemeinsam immerhin einige der Probleme gelindert haben.
Und der Schwierigkeit endlich von Medikinet auf Ritalin wechseln zu dürfen, war ich nicht gewillt weitere Diskussionen auf mich zu nehmen.

Auch mich interessiert weiterhin ob Strattera besser wirken würde.
Leider kann ich dir dazu keine Erfahrung berichten.

Wo hast du denn von der Anwendung von Strattera bei SCT Symptomen gelesen?
laetitia
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Re: Vielleicht doch STC...Amphetamine besser zur Behandlung?

Beitragvon laetitia » 13. Juli 2016 22:55

Hm...also wenn du gut Englisch verstehst, ist das ein sehr interessantes Video zum Thema.

https://www.youtube.com/watch?v=ME4UoIWCs4s

Bin gerade etwas emotional, weil so vieles von SCT auf mich zutrifft...irgendwie schon crazy. Die Frage nun...wie bekannt ist diese Störung bei den Fachleuten. Also du sagst, du hast SCT als Diagnose bekommen? Von wem?

Also das mit dem Atomoxetin (Strattera) habe ich in verschiedenen Artikeln gelesen, unter anderem in Wikipedia. Aber in dem Video sagt er auch, dass sehr wahrscheinlich Strattera hilfreich ist, weil bei SCT ein Hang zu Ängstlichkeit besteht und Strattera in dem Bereich wirksam ist. Er meint ausserdem, dass Methylphenidat wenig bis keine hilfreiche Wirkung habe. Aber er meint hinzu noch, dass zuwenig Forschungsarbeit vorhanden ist, um gesicherte Aussagen über Medikamentenwirkungen zu machen.

Mir scheint, diese Zweifel die ich immer wieder habe, hatten nicht nur den Hintergrund, dass ADHS gesellschaftlich kontrovers diskutiert wird, sondern weil ich die Antwort noch nicht ganz gefunden hatte.

Jetzt muss ich dann wirklich einen guten Psychiater finden, mit dem ich die Sache besprechen kann. Macht mir Angst, aber ich möchte endlich aus dieser Lethargie und allem raus.

Danke für deinen Beitrag, das finde ich spannend, dass du betroffen bist und es auch weisst. Nur das schon finde ich gerade hilfreich.
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Psychotic_Black_Rabbit
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Re: Vielleicht doch STC...Amphetamine besser zur Behandlung?

Beitragvon Psychotic_Black_Rabbit » 14. Juli 2016 00:04

Thx für den Link.
Englisch ist kein Problem, bin fast nur Englisch im Indernetz unterwegs.

Eh... und das mit "Ich bin SCT ADS/ADHS Mischtyp" war etwas faul ausgedrückt von mir.
Weil das eine SCT Diagnose impliziert, während ich nur die AD(H)S Diagnose hab.
Wozu ich eigentlich an der Stelle zu faul war weiter einzugehen, ist dass ich ADS Hypoaktiv mit SCT gleichsetze.
Für mich ist das so ziemlich das selbe und nicht mehr als eine Frage mit welchem Begriff man es betiteln will.
Nach allem was ich zum Thema in Erfahrung gebracht habe ist die einzige Frage hierbei ob es überhaupt Leute mit reinem SCT gibt, weil sich die Forscher da selber nicht einig sind.
Persönlich schließe ich jedenfall, dass bei AD(H)S allgemein immer eine SCT Variable vorhanden ist.
Welche sich einfach so äußert dass wenn die SCT Variable stark ausgeprägt ist und die ADHS Variable schwach, man von ADS Hypoaktiv spricht.
Ich gehe davon aus, dass alle AD(H)S Typen sich zu einem hauptsächlichen Teil durch die Stärke der Ausprägung der Variablen SCT und ADHS definieren.

Das ganze ist aber natürlich nur der Sinn den ich dem ganzen gebe, in Form meiner persönlichen Schlussfolgerung.
Das hätte ich natürlich klarer ausdrücken sollen.

edit:
Oh, grad den Link angeklickt. Haha, witzig, Ist ja Barkley. Hab mir bereits alle Lesungen von Russel Barkley gegeben.
Auf SCT war ich schon mal früher gestoßen aber erst seit dem ich seine Audio Kurse durchgeackert habe, hat mir das die Gewissheit gegeben dass es wohl doch kein Zufall war, dass ich mich damit merkwürdig identifiziert habe.
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Re: Vielleicht doch STC...Amphetamine besser zur Behandlung?

Beitragvon laetitia » 14. Juli 2016 00:28

Ah, ok, easy.

Also der Arzt im Video meint, es seien zwei unterschiedliche Störungen. Er listet auch Gründe auf, weshalb, die ich einleuchtend finde und die genau meine Fragen aufwarfen. Zum Beispiel das mit der Impulskontrolle. OK, ich habe als Kind mal einem Mädchen eine Schaufel über den Kopf gezogen, so dass der Schaufelstil brach...aber auch erst nachdem das Mädchen etwa zehn mal den Kieshaufen den ich damit anhäufte, zerstörte. Oder ich warf dasselbe Mädchen in eine Pfütze, so dass es schmutzig und nass nach Hause lief. Aber auch erst nachdem es mich etwa fünfmal in eine Pfütze schubste, so dass ich nasse Füsse hatte. Ansonsten raste ich eigentlich selten wirklich aus. Auch wenn ich gereizt bin.

Dennoch gibt es Symptome, die wohl typisch ADHS sind oder beiden angehören. Im Moment bin ich gerade innerlich ziemlich unruhig, schnell gestresst und meine Gedanken springen von da nach dort. Aber eben auch diese Lethargie, die ich nicht wirklich als Depression einordnen kann. Dann komme ich oft erst Abends in Fahrt, oder so halb, kann dann nur schlecht schlafen, weil ich am Tag wohl auf Sparflamme lief, fast nicht aus dem Bett komme und dann wenig Energie habe, etwas zu tun. Oder heute habe ich einiges gemacht, war dann plötzlich so völlig neben mir, wäre am liebsten hingelegen und jetzt wieder ganz gut drauf. Ausser halt die Unruhe.

Aber ja, die Frage ergibt sich dann: Ist ADS eigentlich SCT oder gibt es ADS und SCT und Leute mit beiden Merkmalen.
Dann wieder ist mir das eigentlich egal...solange ich die Hilfe finde, die ich brauche. Das ist eigentlich das zentrale, an meinen Fragen. Ich möchte aus dieser Lethargie raus. Ich möchte mein Leben nicht mehr wie im Halbschlaf verbringen...so halb träumend und doch nicht. Das nervt mich im Moment einfach.
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Re: Vielleicht doch STC...Amphetamine besser zur Behandlung?

Beitragvon Psychotic_Black_Rabbit » 14. Juli 2016 01:29

Ja verständlich, weiß wohl selber dass ein Leben mit SCT nicht gerade bockt.

Aber was die ganze Separation betrifft.
Also ich für meinen Teil bin mir anhand meiner Erfahrung als Betroffener doch recht sicher, dass ich besonders bis zum Alter von etwa 15 eindeutige ADHS Charakteristiken aufgewiesen habe.
Bis 10 würde ich mich sogar als ADHSler wie aus dem Lehrbuch bezeichnen inklusive der Impulsivität, welche ja laut Barkley ausgeschlossen wird.
Das SCT war immer schon ebenfalls vorhanden aber stark vom ADHS überschattet.
Ab besagtem Alter von 10 hat ins besondere die Hyperaktivität immer weiter abgenommen, ebenso die Impulsivität welche sich ins absolute Gegenteil von Impulsivität umgekehrt hat.
Die SCT Symptome sind naturgemäß weniger auffällig und immerhin werden sie ja sogar mit ADHS durcheinander gebracht.
Die SCT Symptome haben ungleich den ADHS Symptomen in meinem Fall hingegen nie abgenommen und sind damit für mich Heute die Basis der dormanten Probleme.
Diesbezüglich sehe ich meinen eigenen Fall, als ausreichend qualifiziertes Versuchsobjekt meiner Gedankenexperimente.

Nun ich sagte schon mal, ich besitze die Natur eines kritischen Zweiflers.
Gerade durch die Natur meiner SCT Erfahrung, weil genau das mein Leben lang mein Bewusstsein für Irrtum geschärft hat.
Ich versuche so weit es mein Bewusstsein erlaubt nicht nur jede meiner eigenen Ansichten und Überzeugungen in Frage zu stellen. Sondern eben auch jede Aussage Anderer Individuen und das separat Aussage für Aussage, Schlussfolgerung für Schlussfolgerung.
Es gibt vieles in dem ich mit Barkley übereinstimme und wieder anderes dass ich offen in Frage stehen lasse und auch anderes das ich für falsch halte.
Ich lasse da viele Faktoren mit einfließen und versuche Verallgemeinerung zu vermeiden.
So gut es eben mein Bewusstsein erlaubt bedenkt man alle unumgehbaren natürlich Bias die ein Individuum hat.

Was seine Überzeugung angeht, dass es sich bei SCT um eine komplett ADHS unabhängige Beeinträchtigung handelt, kann ich wohl die Möglichkeit dazu einräumen, dass dies der Fall sein kann und Leute tatsächlich ADHS ohne jede Spur SCT und andere Leute SCT ohne jede Spur ADHS haben können.
Der Beweis anhand meiner eigenen Situation hingegen beweist mir hingegen dass die Existenz einer Kombination von beidem ein Fakt ist.
Während die Existenz beider Defizite als Singuläre Beeinträchtigung bis dato auf Grund noch immer ungenügender Forschungen nicht mehr als eine These ist.
Aus diesem Betrachtungswinkel ergibt sich für mich dass die Separation eine Wahrscheinlichkeit ist, für eine Verknüpfung hingegen ein echter Beweis vorliegt.
Demnach bin ich gegenüber der Auffassung von Barkley hierbei noch skeptisch.

Verdammt hab ich das unnötig kompliziert ausgedrückt... aber ja, das ist wohl das SCT in mir.
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Re: Vielleicht doch STC...Amphetamine besser zur Behandlung?

Beitragvon laetitia » 14. Juli 2016 10:47

Also so wie ich ihn verstanden habe, schliesst er nicht aus, dass es ADHS in Kombination mit SCT gibt. Aber vielleicht habe ich das auch falsch aufgefasst.

Wenn es der Fall sein kann, dass es das Ganze im Doppelpack gibt...kannst du nicht dich als Beweis hinstellen.
Von sich auf die Allgemeinheit zu schliessen ist eh kritisch ;) .

Und...ich war halt nie wirklich hyperaktiv, eher das Gegenteil. Mein Bruder war da anders (hat keine Diagnose, hatte auch nie Mühe in der Schule, war einfach eher ein wildes Kind) und meine Mutter sagte oft, man müsste uns beide mischen. Finde ich heute ein absolutes No-Go, Kindern so etwas zu sagen. Aber ja, war halt so. Also ich war einfach verträumt, die Ruhe in Person, brauchte ewig für meine Hausaufgaben, sass da und starrte Löcher in die Luft. Ausser dass ich es nur fertig brachte, mein Zimmer aufzuräumen, wenn ich entweder unter Zeitdruck stand (du gehst heute erst aus dem Haus, wenn dein Zimmer in Ordnung ist!) oder wenn ich mir vor nahm, alles umzustellen und alles in die Mitte warf, um es dann neu einzuräumen, fiel ich nur wegen der schlechten schulischen Leistungen auf. Sonst war ich einfach etwas scheu und langsam, aber am alten Wohnort hatte ich viele Spielgspänli. Am neuen Wohnort fand ich den Anschluss nicht, schreibe das aber mehr dem Scheusein zu. OK, in der Schule wollte ich auffallen, irgendwie halt auch wahr genommen werden. Das sah dann in etwa so aus: Die Lehrerin will eine Einführungslektion in Geometrie halten. Wir sitzen im Kreis vor der Tafel und jeder Schüler soll eine Linie auf die Tafel zeichnen. Ich kann natürlich nicht wie alle anderen einfach eine Linie aufmalen. Ich muss etwas spezielles machen. Wäre sonst ja langweilig. Also male ich die Linie ganz oben parallel an den Rand der Tafel, so dass dann gleich die Tafel endet...
Naja, so ein paar ADHS-Symptome gab es schon, aber die fielen halt nicht auf. Ich brauchte stunden, um einzuschlafen (fühlte sich jedenfalls so an), kam fast Täglich zu spät zur Schule...alles auf den letzten Drücker machen etc.

Ja, weiss halt auch nicht...
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Re: Vielleicht doch STC...Amphetamine besser zur Behandlung?

Beitragvon laetitia » 14. Juli 2016 14:18

OK, hab noch was vergessen...im grossen und ganzen habe ich eine gute Auffassungsgabe. Man muss mir Dinge nicht tausendmal erklären, damit ich sie kapiere. Manchmal space ich aber trotzdem weg...finde aber den Faden meistens wieder oder finde Wege, ihn wieder aufzunehmen.

Und nach ungefähr einem Monat Ritalin-Pause habe ich heute doch mal welches genommen. zweimal 5mg im Zeitabstand von 20 Minuten. Es geht mir damit doch besser, bin etwas lebendiger. Aber nach wie vor etwas lethargisch. Mal sehen. Ich muss mir halt einen neuen Psych suchen. Die Angst dabei ist eben die, dass ich nicht ernst genommen werde und dass ich über die Wirkung mit Ritalin nicht so wirklich aussagekräftige Daten liefern kann oder sagen wir es so, dass ich eben zum Beispiel das Wirkende nicht so klar spüre...also nicht bewusst einen Rebound erlebe. Da fragt sich dann, ob ein Placeboeffekt mitspielt...was halt meine ehemalige Therapeutin immer wieder antönte. Naja, hab dem Fachverband mal eine E-Mail geschrieben, damit die mir ev. eine gute Adresse geben können oder mich für ein Beratungsgespräch einladen. Dann schaue ich weiter.
Und ja, bin jetzt vom Thema SCT zu Medikamenten gelangt, ist auch gut so. Es beschäftigt mich halt und ich bin etwas müde, mich immer so anzustrengen um meinen Tagesantrieb zu finden. Vor allem weil es manchmal hilft und dann wieder nicht. Jeder hat mal einen schlechten Tag, ja, aber wenn es eben so viele solche Tage sind...und die so unberechenbar sind...macht das einfach müde. Irgendwie. Aber ja, ich glaube, das kennen hier wohl fast alle. Darum bin ich ja auch hier gelandet.

Gestern half ich einer Freundin bei Umzug. Ihr Partner hat ADHS...und es ist immer so befreiend, wenn ich zum Beispiel sage, wie zerstreut ich das Haus verlassen hatte am Morgen und jemand sagt: Hey, das geht mir immer so! Da fühlt man sich einfach verstanden, ohne gross etwas erklären zu müssen...
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Re: Vielleicht doch STC...Amphetamine besser zur Behandlung?

Beitragvon Menolly » 14. Juli 2016 14:39

Was ist STC?
Wenn ich danach suche bekomme ich ne Rennstrecke, Sportverein und Saudische Telefongesellschaft.
Ich bezweifle mal das ihr das meint. :huch:
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Re: Vielleicht doch STC...Amphetamine besser zur Behandlung?

Beitragvon Kaina » 14. Juli 2016 14:49

Menolly hat geschrieben:Was ist STC?

Würde mich auch interessieren. Habe auch so einige Seiten (Psychologie, Psychiatrie, Medizin) durchsucht und finde - nix.
(Halt, doch - aber passt nicht:
Slow-Transit Constipation (STC)
simulated treatment comparison (STC))
Wenn ihr noch urls habt, wo man genauer nachlesen kann: her damit,
Bitte :verlegen:
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Re: Vielleicht doch STC...Amphetamine besser zur Behandlung?

Beitragvon laetitia » 14. Juli 2016 14:59

Umm...sorry...sollte SCT heissen. Sluggish Cognitive Tempo. :mrgreen: :mrgreen: :mrgreen:

Falls das im Titel editiert werden kann...wär das super toll...
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Re: Vielleicht doch STC...Amphetamine besser zur Behandlung?

Beitragvon Menolly » 14. Juli 2016 15:08

Jo, kann ich ändern.

Und hier mal ein Link dazu
https://de.wikipedia.org/wiki/Sluggish_cognitive_tempo
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Re: Vielleicht doch STC...Amphetamine besser zur Behandlung?

Beitragvon Kaina » 14. Juli 2016 15:24

laetitia hat geschrieben:...sollte SCT heissen. Sluggish Cognitive Tempo.

:lol: Tjoooh, da kann man ja nicht draufkommen.
(Obwohl ich jetzt gesehen habe, dass du im Text sogar SCT geschrieben hast, un dat Karniggel auch, aber STC blieb hängen...)

OK. Bin wohl nicht der typische SCT-Vertreter, auch wenn ich ab und an solche Phasen habe.
Aber mein Kurzer.
Allerdings glaube ich nicht, dass es wegen SCT sinnvoller ist, Dex-Amph. oder Atomoxetin zu nehmen,
sondern einfach mal ausprobieren, ob du speziell vielleicht besser darauf reagierst.

Mein Kurzer reagiert übrigens auf Amph genauso gut wie auf MPH - ich nicht.
D-Amph wirkt übrigens deutlich sanfter, ist also etwas schwieriger, die optimale Dosierung zu finden.
Atomoxetin hatten wir beide noch nicht.



edit: Danke für den Link, Menolly. Aber SCT war mir schon vertraut,
hab' nur überhaupt nicht daran gedacht :oops:
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Re: Vielleicht doch SCT...Amphetamine besser zur Behandlung?

Beitragvon laetitia » 14. Juli 2016 16:35

DANKE Menolly!


OK, spannend. Ich glaube, ich brauche einfach ein Doc der kompetent ist und dem ich vertraue. Ich bin ja mal für die ADHS-Gruppe angemeldet, welche die Klinik wo ich die Diagnose bekam anbietet. Voraussichtlich startet die irgendwann im September, hängt davon ab, ob genügend Interessierte zusammenkommen. Hoffen wir mal. Dann wäre ich mal da, wo ich vor etwas mehr als einem Jahr eigentlich hin wollte...die Ärztin, die diese Gruppe leitet, habe ich durch die Skillsgruppe kennen gelernt. Scheint ganz ok zu sein.

So ein Austausch wünsche ich mir eben halt...der nicht bloss über ein Forum statt findet, sondern wo ich die Leute auch sehen und ihnen die Hand schütteln kann.
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Re: Vielleicht doch SCT...Amphetamine besser zur Behandlung?

Beitragvon Menolly » 14. Juli 2016 17:05

Nicht dafür laetitia.

Kaina, den Link hab ich auch nur für alle Leute wie mich rein gestellt, die nur Bahnhof verstanden haben. ;)
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Re: Vielleicht doch STC...Amphetamine besser zur Behandlung?

Beitragvon Psychotic_Black_Rabbit » 14. Juli 2016 22:46

laetitia hat geschrieben:Ich muss mir halt einen neuen Psych suchen. Die Angst dabei ist eben die, dass ich nicht ernst genommen werde und dass ich über die Wirkung mit Ritalin nicht so wirklich aussagekräftige Daten liefern kann oder sagen wir es so, dass ich eben zum Beispiel das Wirkende nicht so klar spüre...also nicht bewusst einen Rebound erlebe. Da fragt sich dann, ob ein Placeboeffekt mitspielt...was halt meine ehemalige Therapeutin immer wieder antönte.

Kann ich absolut nachvollziehen...
Geht mir genauso mit der Wirkung und dem fehlen eines wirklichen Rebound. Verspüre zwar ne Wirkung aber die ist eben schwammig und nicht wirklich ausreichend, unabhängig von der Dosis.
Mir graut es ja auch davor deswegen nicht ernst genommen zu werden oder sonst was für Unterstellungen zu ernten.
Naja falls du es schaffst Strattera verschrieben zu bekommen dann lass mal von dir hören.
Wäre sehr Interessiert was du zur Wirkung zu sagen hättest.

Dein Topic gibt mir aber auch ein bisschen Mut selber noch mal einen Termin zu machen, um nach Strattera zu fragen...
Wobei ich auch nicht weiß ob das überhaupt für Erwachsene bezahlt wird...

laetitia hat geschrieben:Also so wie ich ihn verstanden habe, schliesst er nicht aus, dass es ADHS in Kombination mit SCT gibt. Aber vielleicht habe ich das auch falsch aufgefasst.

Wenn es der Fall sein kann, dass es das Ganze im Doppelpack gibt...kannst du nicht dich als Beweis hinstellen.
Von sich auf die Allgemeinheit zu schliessen ist eh kritisch ;) .

Ne so hab ich das ja auch nich gemeint, war eh ein Konfuses durcheinander was ich da zusammengeschustert habe.
Er schließt nicht aus dass es die Kombination gibt, das ist richtig und ich sehe mich selbst als eine Art Beweis um dafür die Bestätigung zu erteilen.
Aber er geht auch davon aus dass es beides komplett separat ohne jede Spur des anderen gibt
und das ist wo ich skeptisch bin.
Die vorgebrachten Argumente und Studien diesbezüglich sind mir zu ungenügend um die singuläre Existenz von SCT und ADHS jeweils für sich zu beweisen.

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