ständig Migräne usw..

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foudamour
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ständig Migräne usw..

Beitragvon foudamour » 27. Juli 2014 19:46

Ihr Lieben,

geht gar nicht um mich, sondern um meinen "Ersatzpapa". Ich bin sicher, er hat ADS, aber mit 70 lässt man sich dann auch nicht mehr testen.
Er hatte in den 80ern Magenkrebs, das Ding wurde entfernt und in der Folge gab es jahrelang Stress mit den Innereien.
Sobald er schlief kam es ihm "hoch", oft in die Lunge und er hatte ständig Lungenentzündungen und keinen Lebensmut mehr.
Letztlich habe ich ihn überredet sich nochmal operieren zu lassen und seitdem ist Frieden im Bauch.
Interessant ist aber, dass er seitdem beinahe täglich Migräne hat.
Als hätte sich das "zum Kotzen finden" in "ich mache mir jetzt einen Kopf" gewandelt.

Nun suche ich Hilfe..mein Argument, dass er mal einen Therapeuten besuchen sollte, tut er ab, er ließe sich nicht einreden, dass er Psycho sei.
Fakt ist- er wurde als Kind geschlagen, hat ein schweres Verhältnis zu seiner Mutter ( und deswegen auch gerne mal leichten Stress mit mir, weil ich nicht zusehen kann, wie die 2 miteinander umgehen ), er stottert, er hat garantiert ADS- und die Folgen, wenn es nicht behandelt wird. Er ist sensibel ohne Ende und es wirft ihn generell schnell aus der Bahn.

Er sagt nun, da er seit der OP 10 Kilo zugenommen hat, liegt das nun am Gewicht ( er sei zu fett- er ist endlich mal gesund!!!) und hätte Bluthochdruck ( 130 /70 ) - vor der OP lag der bei 90/50 und massiven Untergewicht.

Sobald seine Mutter was falsches sagt, bekommt er Migräne.
Er hat das FB-Profil seiner Kinder, zu denen er keinen Kontakt hat, gesehen- und bekam Migräne.
Er nimmt ständig Schmerzmittel ( Trigger??)
Er macht sich um alles Gedanken und Sorgen, schaltet eigentlich nie mal ab
Er hat Angst mich ( und die Kinder ) zu verlieren, weil er "nur noch uns hat" wie er sagt. Sobald ich also mal meine Meinung sage und die gefällt ihm nicht, hat er Angst, macht sich kleiner als er ist- meist bekommt er dann Migräne, wenn er sie nicht schon hat.

Ich weiß auch nicht, ob ich hier richtig bin? Denke schon, weil er ja so sensibel ist. So sehr, dass er drunter leidet. ( sonst verschiebt es bitte, Mods :) )

Wie bekomme ich ihn abgehärtet? Oder wie könnte man helfen?
Wie zum Therapeuten mit 70?
Erst ist er beinahe an den Lungenentzündungen krepiert und jetzt verlässt ihn der Mut wieder, weil er ständig Kopfschmerzen hat :(
Ich traue mich kaum noch was zu sagen..aber ich möchte auch nicht sehen, wie er leidet. Weil wir ihn alle sehr gern haben.
Habt ihr Strategien, um nicht so sensibel auf die Welt zu reagieren? Abzuschalten/ Auszuschalten/Auszublenden..??

Danke und lg :)
letal
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Re: ständig Migräne usw..

Beitragvon letal » 24. September 2014 08:40

Ich kann und möchte nicht darüber Spekulieren was es sein oder wie man es behandeln könnte.
Möchte aber mal einen Ansatzpunkt geben den man mit einem Arzt abklären kann.
Ich leide selbst sehr oft unter Kopfschmerzen, ist aber schon besser geworden.
Bei mir wird es durch Stress hervorgerufen, worauf die Nackenmuskelatur anschwillt und einen Nerv abklemmt.
Kann durchaus ohne Medikamente mehrere Tage andauern. Tabletten helfen nicht, ich bekomme dann Spritzen
die die Nackenmuskelatur entspannen.

Übrigens war ich wo es das erste mal auftrat im Krankenhaus, die haben mir eine normale Kopfschmerztablette gegeben
und mich wieder weggeschickt mit dem Spruch das sind aber teure Kopfschmerztabletten.

Mein Arzt der eben auch meine Krankengeschichte kennt hat sich der Sache dann angenommen.
Selbst mit den Spritzen ist es keine Schnellbehandlung, es dauert immer noch Stunden bis ich wieder aus den
Augen schauen kann und hat mit Migräne rein gar nichts zu tun.
No User
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Re: ständig Migräne usw..

Beitragvon No User » 24. September 2014 11:44

Migräne kann so vielfältige Ursachen haben und wenn man erst einmal dafür anfällig ist auch noch mehr potentielle Auslöser, dass auch ich hier nicht spekulieren will. Wobei sich der hohe Blutdruck hier schon als mögliche Ursache aufdrängt. Zusammen mit allem, was an Reizen, Gefühlen, Ärger, Kummer, Sorgen und Ängsten ihn noch höher treibt.

Und wo kommt nun der hohe Blutdruck seit der OP her? Eine Frage für jemanden, der sich damit (und mit deinem "Ersatzpapa") auskennt.

Ehrlich gesagt würde ich bei einem 70jährigen eher an eine Art Palliativmedizin denken als an in diesem Alter m.E. schwer vorstellbare Verhaltenstherapien. Ihn, seine Ansichten, seinen Umgang mit seiner Gesundheit jetzt noch zu ändern, ihm allzu viel Umdenken und Lernen abzuverlangen, halte ich für wenig aussichtsreich.

Wobei: Wenn er sich mit 70 noch darüber ärgert, was seine Mutter zu ihm sagt, könnte die Genetik ihm noch Gelegenheit zu vielen weiteren Lebensjahren geben.

Ich würde aber Schmerzmittel nicht aus der Migräne-Therapie verbannen wollen. Was es da braucht, ist "nur" eine Änderung, die sie wieder zu einer wirklich wirksamen Therapieoption werden lässt. Wenn man nämlich lernt, frühe Anzeichen eines Migräneanfalls zu erkennen und dann - aber auch NUR dann - zu einem geeigneten Migränemittel greift, kann die Migräne ihren Schrecken verlieren und man dem Teufelskreis aus Stress, Schmerz und Angst entkommen.

Ein "Abhärten" kann ich mir dagegen nicht wirklich vorstellen.

LG
Steffchen

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