Parallelen zwischen Autismus und HSP?

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Banana5
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Parallelen zwischen Autismus und HSP?

Beitragvon Banana5 » 28. Januar 2012 08:28

Hey, ich hab grad den Selbsttest gemacht bezüglich der Hypersensibilität und der Wert war echt hoch, könnte das eventuell die Lösung für die Dinge über die ich schon so lange nachdenke, die bei mir "anders" sind sein?

-Stimmungen des Gegenübers zwar sehr stark wahrnehmen, aber nicht so gut deuten können
-Zurückziehen, obwohl das Gehirn offensichtlich nach "Beschäftigung" schreit
-Scheinbare Naivität und Schwierigkeiten Ironie etc zu verstehen
-Nicht so richtig glücklich mit der Wirkung von Ritalin zu sein, trotz diagnostizierter ADHS und richtiger Dosierung
-In Tränen ausbrechen bei Erschrecken
-Unverständnis von Lehrer und Kommilitonen bei Einschüchterung durch scheinbaren Misserfolg
-Wohlbefinden bei Gewohnheit und Struktur

und und und, mir fällt immer mehr ein....

Ich dachte in letzter Zeit, einige Dinge sehen aus wie "Autistische Züge" (obwohl es sowas ja nicht wirklich gibt), aber andere wiederum gar nicht....
Dabei scheint es mir jetzt so, als würde eigentlich alles aus Überforderung und Reizüberflutung resultieren?

Kann das wohl sein?? ;)

Viele Grüße und danke für Erfahrungen schonmal :)
Banana
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Angie
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Re: Parallelen zwischen Autismus und HSP?

Beitragvon Angie » 28. Januar 2012 12:20

Erst Cajo dann du, noch so ein Typ der immer noch nicht genug hat und noch was sucht.
Sorry ist so.

Deine Aufzählung kann ich fast alles bejahen bis auf bei mir wirkt das MPH und ich verstehe Ironie, obwohl ich manchmal die Letzte bin, die einen Witz rafft.

Meine Diagnose F90 G ADHS .  :8:
Ich habe nix Schlimmes, ich habe....eij gugg mal nen Eichhörnchen.
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Re: Parallelen zwischen Autismus und HSP?

Beitragvon Banana5 » 28. Januar 2012 14:02

Naja, ich hab ja eigentich längst genug, wär ja cool, wenn alles laufen würde, und es mit nem "stell dich nicht so an" gut wäre  :ichboss: aber es bleiben Dinge ungeklärt mit denen ich nicht umzugehen weiß, was vielleicht leichter wäre, wenn die Ursache klar ist.

Ist ja zum Beispiel ein großer Unterschied ob man sich gelähmt fühlt, weil man zu viele oder zu wenige Reize empfängt!

Ich bin übrigens kein Typ hahaha  :breitgrinse1:
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Re: Parallelen zwischen Autismus und HSP?

Beitragvon Menolly » 28. Januar 2012 14:45

hm, ich verstehe Angies Unmut...

Vielleicht nimmst du dich einfach mal so an wie du bist, und verfällst nicht ständig ins Grübeln was an dir so anders ist.
Versuchs doch mal mit einer Therapie um dein Selbstbewusstsein zu steigern ( denn das scheint ja das Hauptproblem zu sein )  :icon_rolleyes:
Du sollst Deine Freunde nicht trocknen und rauchen.
Wer in die Fußstapfen anderer tritt, hinterlässt keine eigene Spur.
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Re: Parallelen zwischen Autismus und HSP?

Beitragvon paradox » 28. Januar 2012 23:33

Hallo Banana5 !  :winken:

Ich gehöre auch zu den Hypersensiblen und kann mich in vielen der von dir genannten Punkten wieder finden.
Meine Psychologin hat mich sogar mal auf Autistische Züge testen lassen der Test ist aber negativ ausgefallen.

Inn einigen Punkten gibt es sicher Übereinstimmungen zwischen ADS mit Hypersensibilität und autistischen Zügen z.B  die Gesten der anderen zwar genau zu registrieren aber nicht einordnen zu können.Aber ich denke bei Autistischen Zügen ist das ganze noch extremer und es kommen noch andere Symptome hinzu.

LG

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Re: Parallelen zwischen Autismus und HSP?

Beitragvon Banana5 » 31. Januar 2012 10:02

Ich verstehe Angies Unmut auch. Aber ich bin nunmal schon lange in "Behandlung" und habe immer wieder versucht Strategien zu entwickeln, und verlorenes Selbstbewusstsein wieder herzustellen, ohne wirklich das mir von so vielen bestätigte Potential auszuschöpfen und wirklich den mir prophezeiten Erfolg zu erlangen.....

Im Gespräch mit Psychologen oder Therapeuten bin ich nicht hilfsbedürftig. Die sagen, ich würde alles richtig machen, sei reif oder so...

Aber vorallem im Umgang mit "Normalen" muss ich mich immer wieder zurückhalten, weil ich missverstanden werde, oder sonst vielleicht arrogant rüberkomme, was ich absolut nicht will..........

Deshalb möchte ich so gerne wissen, was es ist, was vom Umfeld (Kommilitonen, Verwandte, Professoren....) nicht verstanden wird, damit ich mich anpassen kann, oder gnädiger mit Missverständnissen umgehen.

Und dass es jetzt schon einige gibt, die sich in meinen Beschreibungen wiederfinden, bedeutet ja wenigstens, dass ich nicht verrückt bin :D
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Johannes Drischel
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Re: Parallelen zwischen Autismus und HSP?

Beitragvon Johannes Drischel » 1. März 2012 22:27

Hallo,

ich denke, es ist schon sinnvoll darüber nachzudenken, weil die verschiedenen Diagnosen im richtigen Zusammenhang halt auch mehr erklären. Ich denke, es gibt da eine Hierarchie. Möglicher Weise fängt alles bei HSP an. Denn, wer ein dickes Fell und normale Reizfilter hat, kommt halt besser klar.
Bei Autisten z.B. sind die Biographien immer gestaffelt. d.h. oft ändert sich nach Änderungen bei den Lebensbedingungen auch das Selbsterleben. Und, besonders bei den Aspergern, gab es bei vielen Betroffenen am Anfang auch eine Zeit fast ohne Auffälligkeiten.
Wenn man einfach mal nur die mehr körperlichen Alltagssymptome von Borderlinern, Autisten, ADHSlern, Tourettlern, ... miteinander vergleicht, ähneln sie sich sehr.
Es gibt noch einige mehr Hinweise (zu müde, das jetzt alles zu tippen) dazu, dass evtl. alle o.g. Leute mit einer hochsensiblen Grunddisposition begonnen haben. Wenn das Nervensystem dann unter Druck gerät, setzt ein Prozess ein, indem sich sozusagen das Betriebssystem verformt und eine neue stabile Lage sucht. Diese "neue stabile Lage", diese Kompensationsmuster orientiert sich dann natürlich an den Stärken desjenigen. d.h. wer zielstrebig und diszipliniert ist, kann sich mit Anorexie stabilisieren, wer strukturell denken kann und hochdissoziativ ist, kann Autist werden, wer ein sehr ausgeglichenes Eigenschaftenprofil hat (Allrounder) bekommt keine "anständige" Störung im Sinne einer Kompensation hin, sondern erlebt eine globale Instabilität, eine fehlende Festigkeit als Hauptproblem.
Anders gesagt: Wer bei zu hoher Sensitivität zu ausgeglichen begabt ist kann keine Extremverformung ausbilden und muß instabil flackerig bleiben. (ADHS) Ohne Inselbegabung keine "große Störung). Ohne Zielstrebigkeit und Disziplin kann man es mit einer Magersucht vergessen. Ohne Supergedächtnis für Abläufe wirds nichts mit einer Zwangsstörung. Wer hochsensibel ist und dazu aber zu gesund im Sinne von einem ausgeglichenen Eigenschaftenprofil, kann nur ADHSler werden. Ich denke daher, dass es sich auf jeden Fall lohnt, sich mal mit der Hochsensibilität zu befassen, da das die "Gegend" sein könnte, aus der wir alle herstammen.

Auf eine einfach Formel gebracht: Diagnose=Hochsensibilität+Teilleistungsstärke+Dissoziation=Kompensationsstrategie

In diese Formel muß man im Einzelfall halt auch noch ein paar andere Details wie Trauma oder Synästhesie oder ... einsetzen, Aber ich finde, dass die Psychopathologie auf die Art um einiges schlüssiger wird.

Johannes
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Re: Parallelen zwischen Autismus und HSP?

Beitragvon Banana5 » 7. März 2012 21:53

Super Antwort! Vielen Dank, habe wieder was zum Denken :)
Sonja11

Re: Parallelen zwischen Autismus und HSP?

Beitragvon Sonja11 » 2. Juni 2012 12:00

Hallo zusammen!

Ich bin neu hier. Ich bin gerade dabei, mich in div. Foren mit Menschen mit Autismus, sogen. "Hochsensiblen", ADHSlern u. was es da sonst noch so gibt, auszutauschen.

Ich finde das Thema sehr spannend, da ich auch "anders" bin. Ich bin ein Kristallkind u. ich hab herausgefunden, dass ich autistenähnliche Verhaltensweisen bzw. Wahrnehmungen habe u. auch natürlich bedingt durch meinen kristallinen Energiekörper extrem sensibel bin.

Für mich sind alle Menschen, die solche Diagnosen von Ärzten erhalten, einfach Menschen der neuen Zeit. Wir befinden uns mitten im Bewusstseinswandel u. viele höherschwingende Seelen kommen jetzt auf den Planeten.

Das ist meine persönliche Erklärung für den derzeit geläufigen "Diagnosenwahn", wie ich es gerne nenne.

Wichtig ist am Ende eh nur, dass jeder seinen eigenen Weg findet, sei es mit od. ohne Medikamente. Ich habe mich bewusst dagegen entschieden!! Weil ich will nicht betäubt sein, sondern ich will Ich selbst sein - 24 Std. am Tag!!  :froi1:

Alles Liebe!

edit graffiti: ich habe die schriftfarbe geändert, weil der beitrag kaum zu lesen war.
Zuletzt geändert von Sonja11 am 2. Juni 2012 14:56, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Parallelen zwischen Autismus und HSP?

Beitragvon No User » 2. Juni 2012 13:30

Sonja11, ich frage mich, wie du dich da bewusst dagegen entscheiden konntest, wo es doch gar nichts zu entscheiden gab.

Es gibt kein Medikament gegen kristalline Energiekörper, es gibt noch nicht mal eines gegen Autismus, aber das betrifft dich sowieso nicht.

Es gibt höchstens gegen Begleitstörungen Medikamente auch für Autisten und für heftig betroffene AD(H)S'ler gibt es welche, die ganz gewiss nicht betäuben.

Ohne entsprechende Diagnose gibt es schonmal gar keine.

Du hast dir die Ähnlichkeit zu entsprechend diagnostizierten Mitmenschen nur selbst zugeschrieben und weil dazu passend gemacht werden muss, was nicht passt, versuchst du nun, Autismus und ADHS umzudefinieren.

Mit den Erfahrungen von AD(H)S'lern und Autisten hat das nullkommanix zu tun, wie deine Vorurteile beweisen.

"Diagnosenwahn"??? Hast du eine Ahnung, wie weit die Wege bis zu einer Autismus-Diagnose regelmäßig sind?

Vielleicht kannst du mal einem Nichtesoteriker erklären, was du unter "kristallinen Energiekörpern" und "höherschwingenden Seelen" verstehst, ich bekomme die Begriffe Energie, Körper und Kristall sonst in keinen hier sinnvollen Zusammenhang. Das ist für mich so verständlich wie "flüssiges Lichtvolumen". Und meine Psyche/Seele schwingt oder schwankt auch genug, aber wozu soll sie noch höher schwingen?

LG
Steffchen

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