Hochsensibel / ADHS - Symptome / Medikamente

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Frosch
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Re: Hochsensibel / ADHS - Symptome / Medikamente

Beitragvon Frosch » 3. Juni 2011 17:55

@Löwenmutter,

Zitat: Löwenmutter
Also im Moment ist es so, dass mein Mann 1 x wöchentlich den Großeinkauf macht, den Müll rausträgt, er meistens Staub putzt und saugt, ab und zu mal Wäsche in den Trockner schmeißt oder Wäsche aufhängt, oder den Geschirrspüler mal ein- bzw. ausräumt. Wenn ich ihn im Garten brauche hilft er mir auch. Außerdem führt er die Haushaltskasse, damit meine ich jetzt die Belege sammeln und notieren etc. In Notfällen bügelt er auch mal.


Das ist doch schon eine Menge Arbeit die er Dir abnimmt. Er wird Dir auch sicherlich wenn es nötig ist, helfen, wenn Du ihn fragen würdest. Denn bei der Gartenarbeit macht er es ja auch.

Zitat: Löwenmutter
Gern lasse ich ihn allerdings nicht die Wäsche aufhängen, weil er es jedesmal vergisst die Wäsche auszuschlagen und sie dann krauser ist als wenn ich sie aufhänge, außerdem hängt er sie so eng auf, dass sie nicht so schnell trocknen kann. Die Wäsche lässt er im Trockner liegen, wenn die Wäsche aber noch warm ist und gleich rausgenommen und zusammengelegt oder gebügelt wird, ist sie auch nicht so kraus. Bei der gebügelten Wäsche sieht man auch sofort wer die wohl gebügelt hat. In den Geschirrspüler bekomme ich wesentlich mehr Geschirr rein als er und wenn der Geschirrspüler gerade ausgelaufen ist, ist das Besteck oft noch feucht, aber mein Mann trocknet es nicht ab sondern schmeißt es gleich in den Besteckkasten. Beim Saugen oder Staub putzen achtet er nicht darauf, ob in irgendeiner Ecke vielleicht Spinnweben hängen (wir wohnen auf dem Land). Gartenarbeit hasst er, wenn ich ihn kochen lasse gibt es nur Fertiggerichte oder FLEISCH. Die Blumen ertränkt er oder lässt sie vertrocknen. Wenn ich ihm sage, dass das Obst oder Gemüse, dass er eingekauft hat, aber nicht so toll aussieht meckert er, dass ich dann selber einkaufen müsste. Wenn er 1 x die Woche den Großeinkauf übernimmt, klingelt mindestens 3 x das Telefon, weil er die Lebensmittel im Supermarkt nicht findet etc.


Wenn er die Wäsche dann bügelt und sie Zeitig wieder im Schrank ist? Ist es doch eigentlich kein Problem, sie sollte doch nur sauber und "tragbar" sein.
Und alles andere ist doch letztlich ein "Lerneffekt", wenn Du ihm das liebevoll erklärst, wird er sicherlich zugänglich sein, sollte man auf jeden Fall meinen.  :ja:

Bei meinem Ex, war es allerdings auch so, aber da waren Erklärungen sinnlos, aber bei ihm wusste ich auch, das alles darauf zielt, eben nicht helfen zu müssen.

Wie war das noch: "Man muss sich nur "dumm" genug anstellen, dann muss man es nicht machen".  :up_to_something:

Zitat: Löwenmutter
Jetzt hast du einen Einblick, wie das bei uns zu Hause ist. Ich bin viel zu pingelig, überlasse ihm aber trotzdem Aufgaben, wo ich der Meinung bin ich würde es gründlicher oder beser machen, aber wenn ich alles machen würde, wäre ich bald am Ende. Abgesehen davon habe ich auch ein schlechtes Gewissen, wenn er zu Hause noch so stark eingebunden wird, da es für meinen Mann schnell zu stressig wird und er mit Stress nicht gut umgehen kann.


Vielleicht, reicht es ja, wenn Du nicht ganz so pingelig bist, und ein paar Abstriche machst, und er sich etwas mehr Mühe gibt.

Das mit dem Stress beim daheim eingebunden sein, kenne ich auch, hoffentlich versprüht der Deine,  seine Energie wenigstens nicht in anderen Haushalten, wenn er schon keine daheim hat. Und brüllt Euch nicht an.

Zitat: Löwenmutter
Meinen Sohn habe ich übrigens gefragt, ob er es zu Hause stressig findet und lieber mehr Ruhe hätte. Mein Sohn meinte daraufhin, dass er gerne träumt und sich Geschichten ausdenkt, sich aber auch schnell langweilt und Bewegung braucht. Er würde sich gern noch mehr verabreden, aber ich denke 3 Verabredungen pro Woche, vielleicht auch mal 4 sind vollkommen ausreichend. Er ist richtig unglücklich, wenn er einen Tag mal nicht nach draußen kann. Er fühlt sich manchmal gehetzt, wenn er nur 30 Min. fürs Essen hat, nur 15 Min. hat um sich die Zähne zu putzen und auf die Toilette zu gehen, 20 Min. Zeit zum An- oder Ausziehen sind ihm auch zu wenig. Er fühlt sich bei seinen Hausarbeiten und Klassenarbeiten gehetzt. Also eigentlich möchte er für alles mehr Zeit, aber der Tag hat nun mal nur 24 Stunden und wenn er mehr Zeit fürs Essen etc. braucht, hat er weniger Zeit zum Spielen.


Kann ich verstehen, ist nicht so einfach für ihn. Aber ich denke, er wird schon für sich ein gutes System finden.

Zitat: Löwenmutter
Tut mir leid, bei diesem Thema bin ich etwas empfindlich, da mir häufiger vorgeworfen wurde, dass mein Sohn so "auffällig" ist, weil ich arbeiten würde und daher selber Schuld daran bin. Mittlerweile haben einige akzeptiert, dass er ADHS hat, aber manche wollen es immer noch nicht wahr haben und meinen er hat nichts, das liegt daran, dass sich die Frauen heute alle selbst verwirklichen wollen, nur an ihre Karriere denken und die Kinder dabei auf der Strecke bleiben. Ich sehe da einfach rot. Ich bin garantiert nicht so. Zugegeben, ich mag meinen Beruf und ich arbeite gern, aber ich arbeite nicht nur deshalb, ich arbeite auch, weil ein Einkommen in der heutigen Zeit oft nur noch für das nötigste ausreicht, man sich nichts mehr erlauben kann wenn die Frau nicht mitarbeitet und wenn ich warte, bis mein Sohn volljährig ist, ich in meinen Beruf keine Chance mehr hätte.


Kein Problem, deshalb habe ich es ja versucht "vorsichtig" anzusprechen und mich zu entschuldigen.
Ich kenne dieses Bedürfnis und auch die damit verbundenen Vorwürfe.
Und weiß auch zu gut, das nicht alles geht. Auch wenn es gut wäre und erforderlich ist.
Es ist mit ziemlichem Druck verbunden, das alles auf die Reihe zu bekommen.
Also nehms mir  Bitte nicht übel. :zwink:

LG
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Löwenmutter
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Re: Hochsensibel / ADHS - Symptome / Medikamente

Beitragvon Löwenmutter » 6. Juni 2011 12:17

Hallo Frosch,

ich nehme dir nichts übel, ich bin ja froh, dass ich Antworten bekomme. So bekommt man noch mal andere Sichtweisen und kann seine eigene noch einmal überdenken oder bekommt vielleicht Bestätigung es richtig zu machen, denn ich bin schnell verunsichert und dann helfen mir die Meinungen anderer, nicht um mich in meiner Meinung beeinflussen zu lassen, aber um klarer zu sehen. Ich hoffe du verstehst was ich damit meine.

Das ist doch schon eine Menge Arbeit die er Dir abnimmt. Er wird Dir auch sicherlich wenn es nötig ist, helfen, wenn Du ihn fragen würdest.


Ja das würde er, auf ihn kann ich mich verlassen. Er bietet sich zwar nicht von alleine an, aber wenn ich ihn frage hilft er auch. Er muss die Hausarbeit ja auch nicht gerne tun, ich kann mir auch etwas schöneres als Hausarbeit vorstellen.
Allerdings geht es mir oft nicht schnell genug, weil ich zu ungeduldig bin und meine Pingeligkeit steht mir auch oft im Weg.

Das mit dem Stress beim daheim eingebunden sein, kenne ich auch, hoffentlich versprüht der Deine,  seine Energie wenigstens nicht in anderen Haushalten, wenn er schon keine daheim hat. Und brüllt Euch nicht an.


Wie meinst du das denn jetzt mit anderen Haushalten? Fremdgehen oder Hausmeistertätigkeiten? Sprichst du jetzt von deinem Ex? Mein Mann hat jedenfalls mit Hausarbeit beruflich nichts zu tun und zum Thema Fremdgehen hat er mein vollstes Vertrauen. Wir sind schon seit 22 Jahren zusammen, was natürlich keine Garantie ist, aber ich denke es würde mir auffallen, wenn er häufig unterwegs ist.
Wenn man sich gestresst fühlt, ist man schnell genervt und mein Mann ist auch impulsiv, aber richtig rumbrüllen, dass passiert bei uns so gut wie nie.

Was ich dich noch fragen wollte, denn du scheinst dich gut auszukennen, ich habe gelesen, dass bei ADS zu wenig Dopamin im Gehirn ist und daher Methylphenidat eingesetzt wird, weil das Gehirn mit Dopamin unterversorgt sei. Nun sagte mir eine Freundin, ihre Tochter hätte zuviel Dopamin, leidet daher an eine Reizüberflutung und kann sich auch nur schlecht konzentrieren, sie hat aber kein ADHS und bekommt auch nicht Methylphenidat sondern ein anderes Medikament, mit dem sie sich besser konzentrieren kann. Jetzt bin ich am rätseln, ob das eine das andere ausschließt? Ich hoffe ich habe mich nicht all zu unklar ausgedrückt.

Viele Grüße

Löwenmutter
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Re: Hochsensibel / ADHS - Symptome / Medikamente

Beitragvon Selenia » 6. Juni 2011 12:29

@Löwenmutter
Wer von euch Eltern hat eigentlich das ADS weitervererbt? Bist du das oder dein Mann?
sollte es das Edison-Gen sein?
Frosch
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Re: Hochsensibel / ADHS - Symptome / Medikamente

Beitragvon Frosch » 6. Juni 2011 14:58

@ Löwenmutter,

Zitat: Löwenmutter
ich nehme dir nichts übel, ich bin ja froh, dass ich Antworten bekomme. So bekommt man noch mal andere Sichtweisen und kann seine eigene noch einmal überdenken oder bekommt vielleicht Bestätigung es richtig zu machen, denn ich bin schnell verunsichert und dann helfen mir die Meinungen anderer, nicht um mich in meiner Meinung beeinflussen zu lassen, aber um klarer zu sehen. Ich hoffe du verstehst was ich damit meine.


Gut, das Du es mir nicht übel nimmst. Ich sehe es auch so wie Du - es hilft schon sehr, wenn man eine andere Meinung hört und noch mal "sortieren" kann - was oder wie es für einen selber ist, oder sein könnte - wie auch immer.
Denn wenn es klar wird, oder ist, nach allen gesammelten Informationen dann kann man auch besser damit umgehen, bzw. Wege finden.

Zitat: Löwenmutter
Ja das würde er, auf ihn kann ich mich verlassen. Er bietet sich zwar nicht von alleine an, aber wenn ich ihn frage hilft er auch. Er muss die Hausarbeit ja auch nicht gerne tun, ich kann mir auch etwas schöneres als Hausarbeit vorstellen.
Allerdings geht es mir oft nicht schnell genug, weil ich zu ungeduldig bin und meine Pingeligkeit steht mir auch oft im Weg.


:breitgrinse1: Wer bietet sich schon gerne freiwillig an, für etwas das man nicht gerne macht? Aber es ist schön, das er hilft, wenn Du ihn fragst.

Vielleicht, hilft es Dir etwas gedulidiger und weniger pingelig zu sein, wenn Du die Vorzüge seiner Hilfe erkennen kannst - und auch - aber das weißt Du ja :zwink: - berücksichtigst, das er es nicht gerne tut - aber dennoch "tut".

Zitat: Löwenmutter
Wie meinst du das denn jetzt mit anderen Haushalten? Fremdgehen oder Hausmeistertätigkeiten? Sprichst du jetzt von deinem Ex? Mein Mann hat jedenfalls mit Hausarbeit beruflich nichts zu tun und zum Thema Fremdgehen hat er mein vollstes Vertrauen. Wir sind schon seit 22 Jahren zusammen, was natürlich keine Garantie ist, aber ich denke es würde mir auffallen, wenn er häufig unterwegs ist.


Ja, das sind meine "leidvollen" Erinnerungen die ich mit einbezogen habe. Erfahrungswerte halt. Manchmal hilft es ja, um zu sehen, das es "noch schlimmer" geht, oder auch um zu erkennen (sollte es genauso sein) nicht alleine damit zu sein und drüber reden zu können - was nicht immer einfach ist.

Ich habe damals oft nach Hilfe gefragt - oder auch einfach kannst Du das machen? Es wurde so oft (später nur noch) mit jaja geantwortet - und wenn irgendwer kam, der Hilfe brauchte - schwups war er weg und hat mich mit all dem Kram, wo ich Hilfe gebraucht hätte alleine gelassen - auch wenn es Dinge waren, die "eigentlich" ihn betrafen.
Und - Nein, es handelte sich nicht um einen Nebenjob, oder eine Hausmeistertätigkeit, sondern um sein Privatvergnügen, das dann vorang hatte.

Was dann sehr "getroffen" hat, war das es überwiegend andere Damen waren die Hilfe brauchten und er sofort springen konnte, ohne einen Moment zu zögern. Während ich zusehen konnte wie ich klar komme.

Zitat: Löwenmutter
Wenn man sich gestresst fühlt, ist man schnell genervt und mein Mann ist auch impulsiv, aber richtig rumbrüllen, dass passiert bei uns so gut wie nie.


Welch ein Glück. schnell gevervt zu sein, wenn man getresst ist, ist auch kein "verbrechen" - sondern eine Auswirkung des Stresses, die zu "ertragen" ist, wenn es so gut wie nie vorkommt.

Schön, das es bei euch so ist.  :ja:

Ich kenne es halt nur, das sehr viel richtig gebrüllt worden ist - für Stress? den er sich selber gemacht hat, aber für die Beziehung zwischen uns, nicht förderlich war.
Es hätte sicherlich damals weniger Stress bereitet zu zu sehen, das wir klar kommen, als sich zusätzlichen Stress, wegen anderer Leute zu machen. Und damit die eigene Familie zurückzustellen und zu strafen, mit diesem Gebrüll und der verweigerten Hilfeleistung daheim.

Da ich es nicht anders kenne, kann ich auch keine anderen Erfahrungen mitteilen, ich hoffe Du siehst es mir nach - es sollte keine Unterstellung an Deinen Mann sein.  :zwink:

Ich finde es schön, das es bei Euch schon so lange und so vertrauensvoll gut läuft, und hoffe, das es auch so bleibt. Garantieen gibt es dafür sicher keine, aber die lange Zeit des zusammen seins, und die gute "zusammenarbeit" von Euch beiden, lässt doch darauf hoffen.  :ja:

Zitat: Löwenmutter
. Nun sagte mir eine Freundin, ihre Tochter hätte zuviel Dopamin, leidet daher an eine Reizüberflutung und kann sich auch nur schlecht konzentrieren, sie hat aber kein ADHS und bekommt auch nicht Methylphenidat sondern ein anderes Medikament, mit dem sie sich besser konzentrieren kann. Jetzt bin ich am rätseln, ob das eine das andere ausschließt? Ich hoffe ich habe mich nicht all zu unklar ausgedrückt.


Ich habe auch ADHS und mir geht es auch so - MPH ist ein Dopamin Wiederaufnahmehemmer, und bei mir hilft z.B. kein anderes Medikament - ich habe aber auch eine eindeutige Diagnose.

Vielleicht, ist das bei der Tochter Deiner Freundin nicht so klar, ob es sich definitiv um ADHS handelt.
Deshalb auch ein anderes Medikament.
Um MPH zu bekommen, muss eine eindeutige Diagnose vorliegen. Wenn sie mit dem Medi klar kommt, das sie bekommt, ist es doch ok.
Kommt sie denn mit dem Medi zurecht, oder gibt es Schwierigkeiten? Welches bekommt sie?

LG
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Re: Hochsensibel / ADHS - Symptome / Medikamente

Beitragvon Löwenmutter » 7. Juni 2011 12:32

Hallo Selenia,

Wer von euch Eltern hat eigentlich das ADS weitervererbt? Bist du das oder dein Mann?


ich kann dir nicht sagen, von wem unser Sohn das ADHS vererbt bekommen hat. Kann das auch mal eine Generation überspringen, oder liegt es am Geburtsverlauf? Zumindest wird man immer nach dem Geburtsverlauf gefragt und der war leider nicht so einfach, weil mein Sohn sehr lange im Geburtskanal feststeckte und evtl. dadurch nicht genug Sauerstoff bekam? Ich sehe einige Parallelen zu meinem Mann bzw. zu dessen Familie, einiges kommt mir jedoch aus meiner Familie bekannt vor.

Ich weiß das der Opa meines Mannes sehr impulsiv war und als Kind viel Schläge einstecken musste, weil er nicht so funktionierte, wie er sollte und seine Tochter, die Mutter meines Mannes, muss immer etwas zu tun haben, hatte als Kind Lernschwierigkeiten und konnte ihren Eltern auch nichts recht machen. Sie ist auch sehr empfindlich. Mein Mann ist auch impulsiv und hatte in der Grundschule Konzentrationsschwierigkeiten, er hat es aber aufs Gymnasium geschafft und dort auch sein Abitur gemacht.

Aus meiner Familie käme dann wohl eher das verträumte, sehe aber mich nicht so, sonder eher meinen Bruder. Man glaubt gar nicht, was ihm schon alles passiert ist, weil er unaufmerksam war. In der Grundschulzeit hat er beim Schwimmen oder Sport ständig was vergessen, die Turnschuhe, die Brille, die Jacke. Noch heute sucht er ständig nach seinem Schlüssel, nach dem Portemonaie, nach seinem Pass (als wir auf Kreta waren), Führerschein, alles schon verloren. Er sperrt sich ständig aus, vergisst Wasser abzudrehen, ist immer zu spät, ihm passieren die blödesten Sachen, z. B. will er in den Zug einsteigen, liest dabei, verfehlt die Stufe und landet auf die Gleise etc., total chaotisch und man fragt sich immer wieder, was als nächstes passiert. Vieles erzählt er auch gar nicht mehr, weil ihm das zu peinlich ist.
Meine Mutter war nicht sonderlich gut in der Schule, aber das liegt wohl eher daran, weil die Familie meiner Mutter zuerst aus Ostpreußen und später aus Ostdeutschland geflüchtet sind und meine Mutter daher ständig umgezogen ist und immer wieder neue Schulen besucht hat. Sie muss auch immer etwas zu tun haben, aber vielleicht ist das bei Müttern aus der Generation einfach so. Meine Mutter ist auch sehr empfindlich und äußerst sensibel.
Mein Vater hat eine leichte Form der Schizophrenie. Er ist in mancher Hinsicht ängstlich, kann keiner Fliege was zu leide tun, kann nie Streit haben und ist sehr ruhig. Ich denke das ruhige kommt jedoch durch die Medikamente, die er bekommt, denn eigentlich ist er innerlich unruhig, hat z. B. Einschlafprobleme.

Ich bin zwar pingelig und in mancher Hinsicht ungeduldig, dann aber auch wieder äußerst geduldig, unternehme gern etwas, mir wird auch schnell langweilig, aber ich kann z. B. auch mal einen ganzen Tag lang von morgens bis abends lesen, vorausgesetzt das Buch ist gut und ich habe die Zeit.

Wie du siehst, ist es schwierig zu sagen von wem er wohl das ADHS hat und im Endeffekt ist es eigentlich auch egal, denn es ändert nichts an der Diagnose.

Viele Grüße

Löwenmutter
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Re: Hochsensibel / ADHS - Symptome / Medikamente

Beitragvon Frosch » 7. Juni 2011 13:06

@ Löwenmutter und Selenia,

mag mich eigentlich nicht in Euer Gespräch "drängeln".  :breitgrinse1:

ZItat: Löwenmutter
Ich weiß das der Opa meines Mannes sehr impulsiv war und als Kind viel Schläge einstecken musste, weil er nicht so funktionierte, wie er sollte und seine Tochter, die Mutter meines Mannes, muss immer etwas zu tun haben, hatte als Kind Lernschwierigkeiten und konnte ihren Eltern auch nichts recht machen. Sie ist auch sehr empfindlich. Mein Mann ist auch impulsiv und hatte in der Grundschule Konzentrationsschwierigkeiten, er hat es aber aufs Gymnasium geschafft und dort auch sein Abitur gemacht.


Mehr gibt es von Deinem Mann nicht zu berichten? Wie ist er denn so?

ZItat: Löwenmutter
Ich bin zwar pingelig und in mancher Hinsicht ungeduldig, dann aber auch wieder äußerst geduldig, unternehme gern etwas, mir wird auch schnell langweilig, aber ich kann z. B. auch mal einen ganzen Tag lang von morgens bis abends lesen, vorausgesetzt das Buch ist gut und ich habe die Zeit.


Was Deine Familienangehörigen betrifft - kann es zutreffen (kann ja jetzt nicht Behaupten das es so ist, gehe aber stark davon aus)

Ebenso würde es in leichter Ausprägung auch bei Dir treffen können ! Nicht jeder hat die gleiche Ausprägung.  :zwink:
Außerdem kann es auch in der Tat eine Generation überspringen, so das bei Dir nur sehr schwache "Ausläufer" vom ADHS zu merken sind - wenn überhaupt.

Dafür hat Dein Bruder wie es scheint "die volle Ladung" abbekommen.

Aber das ganze kann man sowieso nur mit einem Test richtig feststellen.

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Re: Hochsensibel / ADHS - Symptome / Medikamente

Beitragvon Löwenmutter » 7. Juni 2011 14:22

Hallo Frosch,

mag mich eigentlich nicht in Euer Gespräch "drängeln".  :breitgrinse1:


Ich sehe das auch nicht so. Ich habe halt nur Selenia geantwortet, weil sie die Frage gestellt hat.

Mehr gibt es von Deinem Mann nicht zu berichten? Wie ist er denn so?


Es gibt nicht mehr zu berichten, was auf ADHS hinweisen würde.Ich kann ziemlich viel über meinen Mann berichten, aber wollt ihr das wissen?

Die Eltern meines Mannes haben sich scheiden lassen, als er 1 Jahr alt war. Der Kontakt mit seinem Vater ist komplett abgebrochen. Der Vater ist damals nach England ausgewandert, hat wieder geheiratet und 2 Töchter, mit denen mein Mann wie gesagt keinen Kontakt hat. Aufgewachsen ist mein Mann bei seinen Großeltern mütterlicherseits, da seine Mutter wieder arbeiten musste (ganztags). Sein Opa war wie bereits erwähnt sehr impulsiv und seine Generation hat zugeschlagen, wenn das Kind nicht gehorcht hat. Also hat mein Mann ganz schnell gelernt zu gehorchen. Ansonsten hatte er ein gutes Verhältnis zu seinen Großeltern, sie haben viel mit ihm unternommen, mein Mann war sehr wissbegierig und sein Opa hat ihm viel erklärt und beigebracht. Er war für ihn der Vaterersatz.
Als mein Mann 9 Jahre alt war, hat seine Mutter wieder geheiratet und obwohl die Ehe überhaupt nicht funktionierte - ihr Mann war Alkoholiker - hielt sie daran fest. Es gab Geheimzeichen zwischen Mutter und Sohn, ob Gefahr in Verzug ist oder nicht, denn mein Mann musste sehr viel Schläge einstecken und hat sich immer mehr zurückgezogen. Er hat auch keinen großen Freundeskreis, ist misstrauisch, lässt an sich keinen so schnell ran und ist oft lieber für sich, also nicht gerade der gesellige Typ. Sein Mutter wurde schwanger, trennte sich dann endlich von ihrem Mann und mein Mann hat dann mehr oder weniger die Vaterrolle für seine Schwester übernommen, weil die Mutter überfordert war. Seine Mutter hatte immer wieder ein Talent Männer zu finden, die Alkoholiker waren. Mein Mann wurde häufig in die Beschützerrolle gedrängt. Er ist zwar impulsiv, aber für Leute die er liebt, würde er alles machen. Er hat früh gelernt sich zu wehren. Er ist direkt (was viele nicht vertragen), er sagt was er denkt, egal ob Lehrer oder Vorgesetzter, ist intelligent und äußerst redegewandt, dass bewundere ich immer wieder an ihm. Mein Mann könnte ohne Probleme das ganze Wochenende rumgammeln, Fernseh schauen oder am PC spielen, ist aber uns zuliebe immer bereit etwas zu unternehmen. Was andere von ihm denken geht ihm knapp am A.... vorbei.

Ebenso würde es in leichter Ausprägung auch bei Dir treffen können ! Nicht jeder hat die gleiche Ausprägung. 


Mag sein, selber sehe ich das zwar nicht so, aber Außenstehende können das oft besser beurteilen. Eigentlich bin ich eher ruhig (keine Plaudertasche), als Kind extrem schüchtern. Mir ist es unangenehm aufzufallen, ich hatte nie Schwierigkeiten in Gruppen und ich behaupte, dass ich keine Konzentrationsprobleme habe. Natürlich habe ich mich mal in der Schule gelangweilt, aber wer nicht. Ich bin auch nicht impulsiv oder dominant und habe immer brav das getan, was meine Eltern von mir wollten. Pingelig, empfindlich und unternehmungslustig sind alle bei uns in der Familie und wer ist in Stress-Situationen nicht ungeduldig? Ich habe viel Geduld im Umgang mit verängstigten Tieren, ich bin eine sehr geduldige Zuhörerin, ich habe früher viel genäht, gestickt, mit Kindern gespielt und gebastelt, aufwendige Torten gebacken etc. Ich denke sooo ungeduldig bin ich also nicht. Langeweile habe ich allerdings wirklich schnell und ich lade mir oft vieles auf, manchmal auch zuviel. Ich bin sehr engagiert und setze mich für andere ein, bin Sprecherin eines Arbeitskreises und in der Gleichstellung tätig und habe eigentlich immer ein klares Ziel vor Augen. Manchmal habe ich das Gefühl, ich leide am Helfersyndrom. Ich bin in einigen Situationen ängstlich, in anderen wieder sehr stark, ich bin sensibel und sehr einfühlsam. Oft überschlagen sich meine Gedanken und ich ärgere mich, dass ich nicht so schnell reden kann wie ich denke. Ich bin super im organisieren.

Bei meinem Bruder habe ich auch schon oft gedacht, dass er ADS haben könnte. Aber spricht es nicht dagegen, dass er studiert hat und zwar ohne Medikamente, sich also offensichtlich schon ausreichend konzentrieren kann? Also wenn ich so an meinen Sohn denke, bezweifel ich, dass er ohne Medikamente die Schule schafft, obwohl der auch nicht dumm ist und einen IQ von 116 hat, obwohl die Medikamente sich nicht auf seine Konzentration auswirken.


Ich habe auch ADHS und mir geht es auch so - MPH ist ein Dopamin Wiederaufnahmehemmer, und bei mir hilft z.B. kein anderes Medikament - ich habe aber auch eine eindeutige Diagnose.


MPH ist ein Wiederaufnahmehemmer, also wird bei einem Dopaminüberschuss eingesetzt? Ich dachte immer es wäre genau anders herum.

Vielleicht, ist das bei der Tochter Deiner Freundin nicht so klar, ob es sich definitiv um ADHS handelt.
Deshalb auch ein anderes Medikament.
Um MPH zu bekommen, muss eine eindeutige Diagnose vorliegen. Wenn sie mit dem Medi klar kommt, das sie bekommt, ist es doch ok.
Kommt sie denn mit dem Medi zurecht, oder gibt es Schwierigkeiten? Welches bekommt sie?


Die Tochter meiner Freundin hat kein ADHS. Sie ist hochbegabt und hochsensibel. Sie nimmt einfach zu viele Reize wahr. Sie stellt an sich so hohe Anforderungen, dass sie daraus eine "Persönlichkeitsstörung" (ich komme gerade nicht auf den genauen Namen) entwickelt hat. Sie ritzt sich, wirkt sich also aus wie das Borderline Syndrom.
Sie kommt mit dem jetzigen Medikament gut zurecht, ich weiß aber nicht wie es heißt, jedenfalls musste sie einiges ausprobieren, weil sie viele Medikamente nicht vertragen hat.

Ich hatte jetzt eigentlich nur gefragt, weil ich hörte, dass man bei ADS zu wenig Dopamin hätte und mit MPH Dopamin zuführt. Ich dachte bei zuviel Dopamin würde vielleicht daher MPH nicht wirken, denn MPH scheint bei meinem Sohn nicht zu wirken. Aber dann ist es genau andersherum?

Sorry, manchmal sind meine Gedankengänge etwas verwirrend.

Viele Grüße

Löwenmutter
Zuletzt geändert von Löwenmutter am 7. Juni 2011 14:27, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Hochsensibel / ADHS - Symptome / Medikamente

Beitragvon Frosch » 8. Juni 2011 14:18

Hallo Löwenmutter,

Ich sehe das auch nicht so. Ich habe halt nur Selenia geantwortet, weil sie die Frage gestellt hat.


Wie gut - es ist halt immer etwas "blöd" wenn man sich in so ein Gespräch einklinkt. Aber naja, wenn ich meine dazu "senfen" zu müssen... :breitgrinse1:

So wie es sich liest, würde ich bei Deinem Mann auch nicht auf ADHS "tippen". Er hat für seinen Teil einfach einen miserabelen Lebensverlauf gehabt.

Bei Dir dennoch schon, vieles kann man mit guter Kompensation hinkriegen, wenn es sich dann "so ergibt", das man in Situationen kommt, in denen Kompensation sehr wichtig ist.
Hat ja nicht jeder das Glück, das immer jemand da ist und hilft - dann muss man ja irgendwie zurecht kommen.  :zwink:

Zitat Löwenmutter
Bei meinem Bruder habe ich auch schon oft gedacht, dass er ADS haben könnte. Aber spricht es nicht dagegen, dass er studiert hat und zwar ohne Medikamente, sich also offensichtlich schon ausreichend konzentrieren kann? Also wenn ich so an meinen Sohn denke, bezweifel ich, dass er ohne Medikamente die Schule schafft, obwohl der auch nicht dumm ist und einen IQ von 116 hat, obwohl die Medikamente sich nicht auf seine Konzentration auswirken.


Nein, warum sollte das dagegen sprechen? ADHS ist bei jedem anders, von daher, können seine Schwierigkeiten in einem ganz anderem Bereich wie der Konzentration liegen.

So das er es mühelos geschafft hat ohne Medis zu studieren.

Bei Deinem Sohn, kann es ganz andere Bereiche betreffen, u.a. die Konzentration

MPH ist ein Wiederaufnahmehemmer, also wird bei einem Dopaminüberschuss eingesetzt? Ich dachte immer es wäre genau anders herum.


Nein

Zitat: Löwenmutter
Die Tochter meiner Freundin hat kein ADHS. Sie ist hochbegabt und hochsensibel. Sie nimmt einfach zu viele Reize wahr. Sie stellt an sich so hohe Anforderungen, dass sie daraus eine "Persönlichkeitsstörung" (ich komme gerade nicht auf den genauen Namen) entwickelt hat. Sie ritzt sich, wirkt sich also aus wie das Borderline Syndrom.
Sie kommt mit dem jetzigen Medikament gut zurecht, ich weiß aber nicht wie es heißt, jedenfalls musste sie einiges ausprobieren, weil sie viele Medikamente nicht vertragen hat.


Ich denke, es wird Borderline sein.
Es kann gut sein, das sie einige Medikamente nicht vertragen hat, aber es dennoch wohl eines gibt, das für sie passend ist, aber dennoch kein MPH enthält - vielleicht, bekommt sie aber dennoch ein MPH Präparat, diese Präparate haben unterschiedliche Namen.

Ich hatte jetzt eigentlich nur gefragt, weil ich hörte, dass man bei ADS zu wenig Dopamin hätte und mit MPH Dopamin zuführt. Ich dachte bei zuviel Dopamin würde vielleicht daher MPH nicht wirken, denn MPH scheint bei meinem Sohn nicht zu wirken. Aber dann ist es genau andersherum?


Bei ADS ist es zuwenig Dopamin, bei ADHS ist es zu viel Dopamin. Es gibt aber auch noch andere Neutrotransmitter die im Zusammenhang stehen.

Ich habe Dir hier mal ein paar Links eingefügt.

http://www.netzeitung.de/wissenschaft/1207659.html

http://www.gluecksforschung.de/Botenstoffe.htm

Zitat: Löwenmutter
Sorry, manchmal sind meine Gedankengänge etwas verwirrend.


Kann ich verstehen. Ist es auch. Deshalb ja die Links vielleicht, ist es ja nicht  mehr so verwirrend, wenn Du Sie Dir durchgelesen hast.
Sie erklären sicherlich einiges.

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Re: Hochsensibel / ADHS - Symptome / Medikamente

Beitragvon Selenia » 8. Juni 2011 18:56

Danke euch beiden

Bei ADS bei den Eltern denke ich mehr an die Komorbitäten (Begleiterkrankungen).

Da gehört durchaus auch Alkoholismus dazu.. und noch viel mehr. Da ihr beide aus Familien kommt, die zu ADS tendieren, seid einfach aufmerksam, ob ihr irgendwo Schwierigkeiten entwickelt und lasst euch bei Bedarf testen und behandeln. Viele Erwachsene können sehr gut mit dem ADS umgehen, wenn sein einmal ihr Leben von diesem Gesichtspunkt aus ansehen und merken was sie von den lieben "Normalmenschen" unterscheidet, die ihnen das Leben schwer machen. Besonders das Selbstwertgefühl leidet am meisten. Und man weiss nicht so richtig, wie man sich verhalten soll. Aber wenn man sich etwas ins ADS eingelesen hat, dann versteht man auf einmal viel mehr und kann die anderen besser behandeln.

Ich habe gelesen, dass die hyperaktiven ADSler ihr fehlendes Dopamin durch Bewegung und Sport produzieren, die hypoaktiven dagegen schonen es.

Nun.. Löwenmutter.. ich hoffe, ihr alle habt es gut miteinander und fühlt euch nicht "minderwertig"  :breitgrinse1: :winken: - egal wie ihr seid, ihr seid tolle, liebenswerte Menschen und kümmert euch um euer Kind.

@Frosch - lies mal den Thread  Alle gelesen ganz durch.. das lohnt sich  :up_to_something: :aufsmaul_2:
Zuletzt geändert von Selenia am 8. Juni 2011 18:59, insgesamt 1-mal geändert.
sollte es das Edison-Gen sein?
Eugenie

Re: Hochsensibel / ADHS - Symptome / Medikamente

Beitragvon Eugenie » 9. Juni 2011 05:39

@Frosch - lies mal den Thread  Alle gelesen ganz durch.. das lohnt sich  up_to_something aufsmaul_2


Ui, dann will ich dort doch auch gleich mal gucken gehen. :mopp:

Sorry, das war jetzt off Topic, ich weiß....
Zuletzt geändert von Eugenie am 9. Juni 2011 05:41, insgesamt 1-mal geändert.
Frosch
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Re: Hochsensibel / ADHS - Symptome / Medikamente

Beitragvon Frosch » 9. Juni 2011 09:16

@ Selenia

Zitat: Selenia
Da gehört durchaus auch Alkoholismus dazu.. und noch viel mehr. Da ihr beide aus Familien kommt, die zu ADS tendieren, seid einfach aufmerksam, ob ihr irgendwo Schwierigkeiten entwickelt und lasst euch bei Bedarf testen und behandeln.


Alkoholismus ist sicherlich eine Komorbidität zu ADHS, aber nicht jeder Alkoholiker hat auch definitiv ADHS.
Alkoholismus kann z.B. auch aufgrund einer Depression entstanden sein.

Zitat: Selenia
Ich habe gelesen, dass die hyperaktiven ADSler ihr fehlendes Dopamin durch Bewegung und Sport produzieren, die hypoaktiven dagegen schonen es.


Hyperaktive ADHS`ler haben zu viel Dopamin und Kompensieren den Bewegungsdrang mit Bewegung & Sport.

Der umgekehrte Fall Deiner Aussage wäre richtig.  :ja:

Zitat: Selenia
@Frosch - lies mal den Thread  Alle gelesen ganz durch.. das lohnt sich  up_to_something aufsmaul_2


Nein, danke! :zwink: Ich habe mein Statement dazu abgegeben und habe noch wichtigeres zu tun.  :abc:

:winken:
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Re: Hochsensibel / ADHS - Symptome / Medikamente

Beitragvon Löwenmutter » 9. Juni 2011 14:24

Hallo,

bin etwas verwirrt, denn Alkoholismus kommt bei uns nicht in der Familie vor. Der STIEFVATER meines Mannes war Alkoholiker und meine Schweigermutter neigt dazu sich Männer auszusuchen, die alle ein Alkoholproblem haben. Sie selber ist nicht Alkoholikerin und mein Mann trinkt keinen Tropfen Alkohol, noch nicht einmal zu Silvester, da er sein Stiefvater gehasst hat und nicht werden will wie er.

Ich weiß nicht, ob wir Eltern beide von ADS oder ADHS betroffen sind. Ich denke das wird man so auch nicht sagen können, es spricht vielleicht einiges dafür, ich denke jedoch, dass beispielsweise mein Mann dieses taffe aus seiner Kinderheit heraus entwickelt hat und finde es auch natürlich, wenn man bedenkt wie er aufgewachsen ist, dass er anderen Menschen gegenüber nicht so offen ist. Bei mir sehe ich auch nicht so viele Anzeichen die dafür sprechen, dann schon eher bei meinem Bruder, aber ich bin immer davon ausgegangen, dass alle AD(H)Sler Konzentrationsschwierigkeiten haben, oder warum heißt es sonst Aufmerksamkeitsdefizit? Selber sehen wir eigentlich keinen Anlass dazu uns testen zu lassen, wir kommen eigentlich gut mit unserem Leben zurecht. Sorgen mache ich mir nur um meinen Sohn.

Ob jetzt zuviel oder zuwenig Dopamin im Gehirn ist, beim Medikament wird doch kein Unterschied gemacht? MPH gibt es für ADHSler genauso wie für ADSler, oder sehe ich das falsch?

@Frosch: Danke für deine Links, wenn ich mehr Zeit habe werde ich sie mir mal durchlesen.

@Selenia:
@Frosch - lies mal den Thread  Alle gelesen ganz durch.. das lohnt sich  up_to_something aufsmaul_2
Welchen Thread meinst du?

Viele Grüße

Löwenmutter
Zuletzt geändert von Löwenmutter am 9. Juni 2011 14:26, insgesamt 1-mal geändert.
Frosch
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Re: Hochsensibel / ADHS - Symptome / Medikamente

Beitragvon Frosch » 9. Juni 2011 19:37

@ Löwenmutter,

Zitat: Löwenmutter
bin etwas verwirrt, denn Alkoholismus kommt bei uns nicht in der Familie vor. Der STIEFVATER meines Mannes war Alkoholiker und meine Schweigermutter neigt dazu sich Männer auszusuchen, die alle ein Alkoholproblem haben. Sie selber ist nicht Alkoholikerin und mein Mann trinkt keinen Tropfen Alkohol, noch nicht einmal zu Silvester, da er sein Stiefvater gehasst hat und nicht werden will wie er.


Das habe ich gelesen, und es war auch nicht auf Deine Antwort bezogen. Meine Antwort ging an Selenia.  :zwink:

Zitat: Löwenmutter
Ich weiß nicht, ob wir Eltern beide von ADS oder ADHS betroffen sind. Ich denke das wird man so auch nicht sagen können, es spricht vielleicht einiges dafür, ich denke jedoch, dass beispielsweise mein Mann dieses taffe aus seiner Kinderheit heraus entwickelt hat und finde es auch natürlich, wenn man bedenkt wie er aufgewachsen ist, dass er anderen Menschen gegenüber nicht so offen ist. Bei mir sehe ich auch nicht so viele Anzeichen die dafür sprechen, dann schon eher bei meinem Bruder, aber ich bin immer davon ausgegangen, dass alle AD(H)Sler Konzentrationsschwierigkeiten haben, oder warum heißt es sonst Aufmerksamkeitsdefizit? Selber sehen wir eigentlich keinen Anlass dazu uns testen zu lassen, wir kommen eigentlich gut mit unserem Leben zurecht. Sorgen mache ich mir nur um meinen Sohn.


Das weiß man ohne einen Test auch nicht - es gibt nur bestimmte Punkte die vielleicht, auf ein mögliches ADHS schließen lassen - mehr nicht.

Wenn Ihr keinen Anlass zu einem Test seht, ist das doch Eure Entscheidung - ihr müsst das doch keinen Test machen lassen.

Zitat: Löwenmutter
Ob jetzt zuviel oder zuwenig Dopamin im Gehirn ist, beim Medikament wird doch kein Unterschied gemacht? MPH gibt es für ADHSler genauso wie für ADSler, oder sehe ich das falsch?


Nein.

Zitat: Löwenmutter
@Frosch: Danke für deine Links, wenn ich mehr Zeit habe werde ich sie mir mal durchlesen.


Gerne.  :zwink:

LG

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