Hat jemand ADHS und ist Hochsensibel?

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Hat jemand ADHS und ist Hochsensibel, soll ja auch eine Hochbegabung sein.??

Ja
82
94%
Nein
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6%
 
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Oetti
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Re: Hat jemand ADHS und ist Hochsensibel?

Beitragvon Oetti » 11. November 2008 11:48

Ich bin auch sehr sensibel und intuitiv. Kann sehr praktisch sein aber auch mehr als nervig.  :icon_rolleyes:
Oetti = Simon: ADHSler  körperlichen Handicaps wie Transsexualität, chronische obstruktive Bronchitis, Tetraspastik, Reflux,chronische Sinusitis, chr. Schmerzen.
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Bleu-de-Q
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Re: Hat jemand ADHS und ist Hochsensibel?

Beitragvon Bleu-de-Q » 11. November 2008 13:32

[quote="michael"]
Der Begriff Hochsensibilität ist hingeben bislang nicht fest definiert und zudem umstritten.
Es gibt auch keinerlei Diagnosekriterien oder ähnliches zu diesem Begriff.
[/quote]

Es gibt hochsensible Menschen ohne ADS mit ähnlich gesteigerter Wahrnehmung, die auf einer Reizfilterschwäche beruht. Nur werden sie mit zuviel "brauchbaren" Reizen überschwemmt im Gegensatz zu uns. Und die "Schwerpunkte" sind wie bei uns unterschiedlich ausgeprägt.
Sie weisen je nach Ausprägung eine ADS-ähnliche Verhaltensstörung auf, die mir nicht selten einen Spiegel vorhält.
Ich habe nämlich 3 Hochsensible im Freundeskreis, die das ganz genauso sehen wie ich und wir sind uns durch diese Ähnlichkeit aufgefallen und nähergekommen.
Guten Tag! Mein Name ist Fingerspitze und ich bin auf der Suche nach dem passenden Gefühl...
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zottelchen27
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Re: Hat jemand ADHS und ist Hochsensibel?

Beitragvon zottelchen27 » 17. November 2008 08:42

Hallo  :winken:

ich habe ebenfalls den Verdacht auf ADHS und werde im Janurar getestet.

Was bedeutet hochsensibel? Ich bin sehr sehr sehr sensibel. Bei mir ist das manchmal echt suuuper super schlimm. Ich fange für jeden Mist an zu heulen. Jetzt auch wieder beim Supertalent mit dem mit der Mundharmonika  :icon_mrgreen: Ich habe geweint und geweint weil der mir so unheimlich leid tut und ich am liebsten sofort helfen will. Sofort!!
Ich heule bei alles Sachen, wenn sich einer richtig freut, wenn einer traurig ist, bei Filmen oder sonst irgendwie.
Mir tun Menschensooo schnell sooo uheimlich leid. Ich habe immer so ein krasses Mitgefühl das ich schon bald das Gefühl habe als wenn ich momentan genau die gleiche Situation erlebe, obwohl ich den Menschen nicht kenne. Ich weiß nicht wie ich das beschreiben soll, versteht ihr was ich meine?

Manchmal ist das echt schlimm, und es nervt mich innerlich irgendwie  :108:
Was du nicht willst was man dir tu, das füge keinem anderen zu!!
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Bleu-de-Q
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Re: Hat jemand ADHS und ist Hochsensibel?

Beitragvon Bleu-de-Q » 17. November 2008 10:59

Hochsensibel heißt nicht nur, nahe am Wasser gebaut zu sein  :icon_wink:

Je nach Ausprägung kann man auch eine erhöhte akustische, haptische oder olfaktorische Sinneswahrnehmung besitzen.
Guten Tag! Mein Name ist Fingerspitze und ich bin auf der Suche nach dem passenden Gefühl...
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Re: Hat jemand ADHS und ist Hochsensibel?

Beitragvon Frosch » 17. November 2008 12:07

[quote="Bleu-de-Q"]
Hochsensibel heißt nicht nur, nahe am Wasser gebaut zu sein  :icon_wink:

e naJch Ausprägung kann man auch eine erhöhte akustische, haptische oder olfaktorische Sinneswahrnehmung besitzen.
[/quote]

Was bitte ist haptische und olfaktorische Sinneswahrnehmung?
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Bleu-de-Q
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Re: Hat jemand ADHS und ist Hochsensibel?

Beitragvon Bleu-de-Q » 18. November 2008 01:21

Guten Tag! Mein Name ist Fingerspitze und ich bin auf der Suche nach dem passenden Gefühl...
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Angie
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Re: Hat jemand ADHS und ist Hochsensibel?

Beitragvon Angie » 27. November 2008 14:05

Ich habe ADS und war Hochsensibel. Vor der Medikamenteneinnahme konnte ich bei jeden bisschen gleich losheulen und mit jeden Menschen war ich Einfühlsam nahm seine Probleme ernst, half gerne, und ich selbst kam dann zu kurz.
Jetzt nehm ich ein AD Citalopram, seitdem denk ich auch mal hin und wieder an mich.
Ich habe nix Schlimmes, ich habe....eij gugg mal nen Eichhörnchen.
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Re: Hat jemand ADHS und ist Hochsensibel?

Beitragvon alexone1 » 25. Dezember 2008 14:10

ICh bin sehr sensibel und merke sofort wie es anderen geht! Und bei mir wurde auch ein ADHS diagnostiziert. Allerdings bin ich nicht hochbegabt. Ich kann mich schlecht konzentrieren in der Schule und bin zu faul um zu lernen. Ausserdem habe ich teilweise leichte Prüfungsangst. Daher habe ich ab und zu eher schlechte Noten. Das heisst ich bin nicht hochbegabt. Sonst wäre ich ja der beste oder einer der besten meiner Klasse.
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Re: Hat jemand ADHS und ist Hochsensibel?

Beitragvon Talker74 » 15. Januar 2009 11:50

Ich hatte vor einigerzeit mal bei einer Selbsthilfegruppe für ADHS angerufen. Die Frau die die Gruppe ins leben gerufen hat, fragte dann gleich nach, was bei mir denn das Problem wäre. Ich habe ihr dann gesagt das ich schon vor Jahren auf AD(Hyperaktiv)S + HB + Hochsensibelität diagnostiziert wurde. Da hörte ich nur ein Oh ha, dann haben sie ja gleich das volle Paket abbekommen. Da mußten wir beide lachen.

Zum Thema ADHS und Hochsensibel: Ich denke nicht, das das eine, etwas mit dem anderen zu tun hat. Das sind 2 verschiedene Dinge. Wobei ADHS diese sensibilität wohl begünstigen kann. Da man nicht in der Lage ist, seine Gedanken auf das wesentliche zu fokusieren, oder gar ganz auf was anderes zu konzentrieren.
Worauf ich näher eingehen wollte, ist diese besch.....eidene Sensibilität. Sie nervt, sie ermöglicht mir Dinge und sie verbaut mir Dinge, sie blockiert mich. Alles in allem ist sie aber eher ein Hinderniss.

Wenn ich zum Beispiel ein Meeting mit dem Chef habe, bin ich ziemlich aufgeregt. Und zwar so aufgeregt, das ich kaum was sagen kann. Dabei geht es zum Teil nur um banale Dinge, aber trotzdem sitze ich wie angewurzelt da. Warum? Keine Ahnung. Er ist nicht mal so eine große Authoritäts Person. Manchmal finde ich ihn sogar ziemlich kurzsichtig und unüberlegt. Trotzdem hängt mein Gehalt auch von ihm mit ab.

Wenn ich mich mit jemanden nahestehendem Streite bin ich Tagelang schlecht drauf. Ich muß so ziemlich jede Minute an diesen blöden Streit denken. Es gelingt mir auch nicht, an was anderes zu denken. Ich will nur, das alles wieder gut ist, damit ich wieder normal meinem Alltag nachgehen kann. Ich schlafe schlecht ein, weil ich darüber nachdenke. Ich wache auf und der erste Gedanke des Tages ist an diesen blöden Streit.
Wenn ich mich mit meiner LAP streite, bin ich noch Stunden später verwirrt, traurig, wütend.... Dabei mußte sie sich nur mal kurz Luft machen. Während sie schon wieder gut drauf ist, denke ich immernoch darüber nach. Ich kann dann einfach nicht so tun, als wenn nichts gewesen wäre. Dabei ist eigentlich nichts gewesen... Solche Kappeleien sind eigentlich völlig normal und gehen so schnell, wie sie gekommen sind. Bei anderen jedenfalls. Und Mädels mal Hand aufs Herz. Die meisten von euch kappeln sich mal ganz gerne um danach wieder zusammen zu lachen. Mir fällt das lachen danach nur so schwer.

Letztens an der Supermarkt Kasse bezahle ich meine Sachen und die Kundin vor mir packt noch ihre Sachen ein. Da fällt mir auf, das sie den Kaffee von mir eingepackt hat. Ich gleich hinterher und will mein Kaffee wieder haben. Da macht sie mich an, das das alles ihre Sachen wären. Nach einigen heftigen Wortwechseln gibt sie mir endlich meinen Kaffee wieder und meinte noch ich wäre ein Idiot und müßte besser aufpassen. Ich war innerlich so aufgeregt das ich gar nicht wußte, was ich darauf erwiedern sollte. Ich bin eigentlich nicht auf den Mund gefallen und weiß mich auch auszudrücken, aber wenn ich innerlich sooo aufgeregt bin, kriege ich kaum noch einen Satz zustande. Leider bin ich aber auch kein Typ der sich dann anders Luft macht, indem er handgreiflich wird, oder so. Auf diese Weise gibt es für mich kein Ventil das los zu werden. Ich habe gute 2-3 Stunden gebraucht, bis ich mich wieder beruhigt habe. Selbst jetzt merke ich wie ich mich schon wieder aufrege, wenn ich daran denke. Dabei ist das jetzt gute 3 Wochen her. Ich war im Recht und habe trotzdem bei dieser Auseinandersetzung den kürzeren gezogen (auch wenn ich meinen Kaffee letztlich wieder hatte).
Oft gehe ich bei solchen Situationen völlig frustriert nach hause, weil ich mir keine Luft machen konnte.

Es läuft irgendein Film den ich gucke und wenn da ne traurige Stelle kommt, merke ich wie mir die Tränen kommen. Ich heule eigentlich nie, aber wenn ich entspannt und allein bin, werden meine Augen nass. Es ist ja völlig ok auch als Mann mal Tränen zu verlieren, aber bei sowas denke ich echt, ich bin eine Heulsuse. Zum Glück sieht mich in so einer Situation keiner.

Eigentlich bin ich ein robuster Typ, der sich auch durchzusetzen weiß. So einige Frauen finden bei mir eine starke Schulter an die sie sich anlehnen können.  Oder die mich darum bitten, mal ein Machtwort zu sprechen, wenn sie ein Problem haben. Aber wenn es um mich geht, merke ich wie ich innerhalb von Sekunden Adrinalin ausstoße und wie gelähmt bin. Körperlich und geistig. Keiner meiner Freunde würde mich als ein Weichei bezeichnen, aber jeder weiß, das ich Konfrontationen aus dem Weg gehe.

Das klingt alles sehr nach einem jungen Typen, dabei bin ich schon 34 und trotzdem bin ich bei sowas hilflos wie ein Teenager.

Natürlich hat so eine sensibilität auch  positive Aspekte, aber die bringen mir in meinem beruflichen Alltag überhaupt nichts. Sind sogar eher ein Hinderniss. Und auch sonst wäre es mir lieber, wenn mir viele Dinge nicht so nahe gehen würden.

Als ich noch in Therapie war, habe ich zu meinem Ritalin auch Anti Deppressivas bekommen, aber das war noch schlimmer. Die haben mich eher zu einem Zombie gemacht. Ich konnte mich nicht mehr ärgern, aber auch nicht mehr freuen. Ich war nicht demotiviert, aber auch nicht motiviert. Nach 6 Monaten und etliche Dosierungsveränderungen später, habe ich die Antis wieder abgesetzt. Ich dachte mir "Dann lieber eine Heulsuse!"

Ok, ist wieder etwas länger geworden, aber ich wollte mal einen Einblick in den Alltag eines "zu sehr" seniblen Menschen geben.
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Re: Hat jemand ADHS und ist Hochsensibel?

Beitragvon Frosch » 16. Januar 2009 11:58

Hallo Talker 74,

ich habe auch ADHS es und bin Hochsensibel HB nicht, wenn dann höchstens im Emotionalen Bereich.
Ich könnte jetzt, fast (bis auf Kleinigkeiten - hab keine Depressionen) den ganzen Text zitieren.
Wenn mich Dinge belasten, die mein Umfeld (Familie) betreffen. Denke ich auch Stunden, ja Tage lang darüber nach, wie ich das irgendwie wieder richten kann, damit ja alles wieder in Ordnung ist, schon alleine weil ich diesen Emotionalen Schmerz nicht ertragen möchte, meinen nicht und den der  "anderen" auch nicht.
Zumal wenn es um Dinge geht die Vermeidbar wären, nur leider bin ich die einzige, die das immer so sieht. Zum Gück kann man ja manche Dinge "lenken" das ist so der einzige Vorteil, den ich so an der HS sehe - weningstens etwas. Weil es sonst eigentlich nur Probleme bereitet. Jedenfalls in der momentanen Situation.
Dummerweise, ist es auch bei mir so, daß wenn ich mich mitteilen möchte in solchen Situationen, ich wie innerlich Gefangen bin :glas: in etwa so, grins, ich kann einfach nicht damit raus, obwohl ich mir sicher bin, das etwas Mitteilung helfen würde, das ist in dem Moment ein richtiger innerlicher Kampf, und beschäftigt mich so sehr, das ich Mühe habe irgendwas anderem zu folgen - mich zu konzentrieren, würde mich wahrscheinlich auch nur verhaspeln, weil ein gewisses Maß an Unsicherheit mitspielt, bin mir für mich 100% sicher, aber dann wieder der Gedanke, das mich eh keiner versteht, und es totaler Schwachsinn ist, überhaupt darüber zu reden, weil die Antwort für aussenstehende auf dem Tisch liegt, und die denken würden, was ne blöde Frage, würd ich so oder so machen Ende. Der Vernunft halber, wäre das vielleicht auch richtig, aber die Vernunft ist bei manchen Dingen ja nicht immer nur gefragt, sondern auch die menschliche, Emotionale Seite, und das was in Folge in allen Bereichen, für jeden einzelnen weiterhin passieren würde (Würde, kann man in muß nicht umwandeln, habe aber bewußt würde gesagt, da ich leider fast immer recht habe) Und das dann im ganzen zu Betrachten, ist ein anderer Blickwinkel dem leider nicht jeder folgen kann. Das ist dann immer im Denken schon soweit, das ich Jahre voraus bin mit den folgen eines jeden Schrittes, den ich tue oder nicht. Und manches Entscheide ich lieber meiner Intution folgend (habe das lange nicht getan, weil ich nicht begründen, kann warum und weshalb, was so ist oder nicht (nicht immer) und dadurch für andere nicht glaubwürdig bin. Da wußte ich noch nichts von meiner ADHS & HS und war natürlich auch entsprechend unsicher, und das hat mich in eine nicht so tolle Lage gebracht, na ja letztendlich weiß ich jetzt Warum, bekomme MPH und mir geht es besser damit.
Das mit den Filmen und der Traurigkeit bei manchen Filmen hab ich auch, schaue sowas lieber alleine, wenn das nicht möglich ist gehe ich eher zum knatschen auf die Toilette, bloß keine Schwäche zeigen, dann bin ich ja angreifbar. Ist schon schlimm genug, wenn ich mich bei jedem Mist erschrecke, und jedesmal kommt: Hast Du ein schlechtes Gewissen? Ne, bin nur Schreckhaft, kann aber ausgenutzt werden.
Fällt mir gerade in dem Zusammenhang ein, heute morgen berichtete mir mein Mann, von dem Flugzeugabsturz in New York, hatte das nicht mitbekommen, bin nicht so der "Fernseher" oder Nachrichten hörer. In dem Zusammenhang, schießen mir dann schon wieder 1000 Gedanken in den Kopf (die Armen Leute, wie schön das nicht viel passiert ist u.s.w.) dazu dann eine mächtige Gänsehaut, weil einfach schrecklich.
Dieses immer sofort in etwas (einer Person) oder Situation drin zu sein, ist nicht immer angenehm.
Schön wäre es natürlich bezüglich meiner Intuition, daß man mir  mehr Glauben schenken würde, da ich ja zu (99% will ja nicht auf die Putz hauen, aber bei Nahestehenden Personen ist das so) richtig liege. Das würde so manches schon erleichtern, weil ich nicht immer wieder Wege suchen müßte die Dinge für andere unbewußt zu lenken, das ist anstrengend auf Dauer, weil ich nicht gerne erfolglos dem Schicksal seinen Lauf lasse, wenn`s anders machbar wäre, da besser. nur geht das wahrscheinlich über ein "normales Denken" heraus, dann spinn ich erst recht für alle anderen.
Alles in allem ist es nicht gerade eine tolle Eigenschaft, wenn man sie nicht benötigt, da sie mich mehr verletzt als sie mir zu gute kommt.
Was mich am meisten stört ist, das ich so in mir gefangen bin in manchen Situationen, obwohl ich ansich nicht Feige bin, aber da verläßt mich aus oben genannten Gründen einfach immer der Mut.
Es tat aber mal gut zuhören, das ich nicht der einzige "Gefangene" bin, sondern das Du mir regelrecht aus der Seele schreibst.
Ich hoffe Du konntest dem ganzen hier irgendwie folgen, und es ist nicht zu "wirr".

LG Frosch
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Re: Hat jemand ADHS und ist Hochsensibel?

Beitragvon Talker74 » 18. Januar 2009 03:17

Ich bin froh, das mir jemand darauf noch geantwortet hat. Ich dachte wirklich schon, das alle denken  "Wie peinlich, wie konnte jemand sowas schreiben!?".

Für mich ist die Anonymität wirklich was gutes. Ich kann schreiben, was ich denke. Ich habe schon oft hier was geschrieben, aber bei 50% meiner Beiträge kam keine Antwort mehr. Da wußte ich "das entspricht nicht mehr der gesellschaftlichen Norm". Auf diese Weise habe ich bei "für mcih wichtige Fragen" ein Feedback. Es ist nicht die Entscheidung, aber es hilft mir eine zu treffen.
"Ok, darauf antwortet keiner, also sehe ich das zu Ernst, oder ich liege einfach nur falsch".

Früher lag ich für mich immer richtig. Wenn jemanden meine Ausführungen zu schnell waren, oder zu unschlüßig '" Na und?"
Ich war Schüler und die meisten in meinem Alter oder zum großen Teil auch die Lehrer, konnten mir keine Parole bieten. Selbst wenn ich es nicht bewußt so gesehen habe, fühlte ich mich trotzdem überlegen. Warum? Ich wünschte wirklich, das mir dass hätte jemand erklären können.  Und da ich nunmal sehr emotional bin, spielten meine Gemüts Zustände auch eine große Rolle. Wenn ich schlecht drauf war, waren grundsätzlich andere Schuld, aber wenn ich gut drauf war, gehörte mir die Welt und das nicht nur Gefühlsmäßig. Ich konnte ("wenn ich es wollte"), schon immer Menschen für MICH gewinnen. Mittlerweile weiß ich, das dass falsch war und ist. Es ist egoistisch und führt zu 99% zu keinem brauchbaren Ergebniss. Ich war ein Rebell (vor allem weil ich dachte, das ich "unschlagbar" bin). Seit diesem Forum weiß ich, das ich unglaulich oft falsch liege und das hilft mir, mich anzupassen.
Ich bin schon lange kein Rebell mehr.
Ganz im Gegenteil ich bin immer mehr ein funktionierendes Mitglied dieser Gesellschaft. Auf diese Weise geniesse ich gewisse Vorteile. Letztlich merke ich manchmal wie mein Rebell in mir hoch kommt. Mein Chef will mir was erzählen und ich merke einfach das er selbst keine Ahnung hat. Ich kann es mir nicht verkneifen, ihm das auch klar zu machen. Leider habe ich bis heute nur Nachteile dadurch gehabt. Aber ich gebe die Hoffnung nicht auf, das ich mal an einen gerate, der auch zu gibt das er keine Ahnung hat. Denn den könnte ich auch respektieren. 

Ok, trotz allem werde ich mich auch weiterhin (und wenns geht noch mehr) an die Normen halten. Ich wollte nur sagen, da ich bei jeder "emotionalen" Begebenheit zu viele Hormone produziere. Ohne diese "sensibilität" hätte ich so manche verbale Auseinandersezungen souveräner meistern können. Eigentlich die meisten. Im vegangenen und auch in Zukunft.

Danke Frosch für deine Antwort. Das hat mir wirklich was bedeutet.

Ich bin durch meine Erfahrungen (die schon viele die ich hier gelesen habe, genauso hatten) geprägt, aber dennoch gebe ich die Hoffnung nicht auf, das es "KLICK" macht und dann alles so geht, wie es gehen könnte. ...
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Re: Hat jemand ADHS und ist Hochsensibel?

Beitragvon Frosch » 18. Januar 2009 09:41

Hallo Talker 74,

wollte den 1. & 2. Absatz von Dir noch zitieren, habs aber nicht hinbekommen, hab nicht soviel Zeit im Moment hier rum zu "basteln".

Bin auf jeden Fall froh das Du dich noch mal gemeldet hast, hatte nämlich auch schon die Befürchtung, das ich vielleicht Mist geschrieben habe.

Mir ist das anonyme Schreiben, auch lieber wie ein Persönliches Gespräch, bei manchen Fragen die icj hier stelle, weil es mir einfach peinlich ist, und ich immer denke, das ich das nur so sehe. Auf diesem Weg merke ich ja, ob es vielleicht Einbildung (keine Resonanz) oder berechtigt ist (wenn eine antwort kommt) das macht mich doch in mancher hinsicht mutiger, auf meinem Standpunkt zu beharren, jedenfalls innerlich für mich, oder Gewisse Dinge als nicht unbedingt gegeben zu betrachten, und versuchen Sie abzulegen.

Immer richtig habe ich eigentlich noch nie gelegen, außer für m ich selber, weil meine Meinung von außen so ziemlich immer revidiert worden ist, so daß ich mit vielen dingen, sei es in der Schule, im Beruf, im Privaten Bereich letztenlich lieber zurückgesteckt habe, oder einfach "heimlich für mich" alleine Dinge die erledigt werden müßen, was auch immer, erledigt und entschieden habe, weil ich keine Lust auf ellenlange Diskussionen oder Auseinanersetzungen hatte/habe, und letzteendlich habe ich auch so gut wie immer richtig gelegen.
Dieses ständige in Frage stellen meiner Fähigkeiten, oder Vermutungen (Intuition) oder Menschenkenntniss und den daraus logischen Schlußfolgerungen, KOTZ mich einfach nur an. Zumal die meiste Arbeit (so wie es die letzten Jahre,  in meiner Familie aussieht) außer beruflich (weil das schaff ich einfach nicht auch noch, auch wenn ichs noch so will, es würde zu weit in die Überforderung gehen) an mir hängt, das reicht mir schon aus an Kraftaufwand, ohne mich noch auseinander zusetzen, ich habe mich irgendwann einfach nicht mehr aueinandergesetzt (aufgegeben)
Ich hab mein Leben einfach nur noch jeden Tag "hinter mich" gebracht, funktioniere und gut. Das hatte leider fatale Folgen.
Jetzt bin ich froh eine Therapie machen zu können, die mir die Erkenntniss gebracht hat das ich ADHS habe, und mein Leben dadurch ja schon einen anderen Blickwinkel erlangt, und ich an manchen Dingen sehr viel Hilfe bekomme. Ich kann mich jetzt als Mensch (Persönlichkeit) anders sehen und annehmen. Und mit dem Austausch hier im Forum und der Hintergedanke im Kopf das ich nicht alleine so bin, hilft ungemein.
Es ist alles in allem ein "Anderes" Leben, das  unter anderen Voraussetzungen gelebt werden muß. Trotz allem ist es aber momentan auch noch ein ziemlicher Kampf, in der Familie alles zu ordnen. Ich hoffe nur das es mir gut gelingt, das ordnen langsam ein Ende hat, und durchgestartet werden kann.
An die Normen halten? Das versuche ich auch, aber ich habe teilweise schon durch die gewesenen Umstände soviele Unkonventionelle Strategién entwickelt, das Normen nicht immer so einfach sind.
Auf den Klick warte ich ja insofern auch.
Es war schön das Du Dich nochmal gemeldet hat, weil Dein Beitrag mich doch sehr ermutigt und in gewisser weise auch beruhigt hat.

LG Fosch
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Re: Hat jemand ADHS und ist Hochsensibel?

Beitragvon englishrose » 15. Mai 2009 11:54

Hallo ihr Lieben

Also, hochsensibel und hochbegabt bin ich, laut Test bin ich auch AD(H)S, dies ist jedoch noch nicht ärztlich abgeklärt. Gefühlt bin ich aber 100 %ig dabei.

Wenn ich es ärztlich abgeklärt habe, werde ich mich auch an der Umfrage beteiligen. Jetzt würde es wohl das Ergebnis verfälschen, deshalb lass ich es noch sein.

Lieben Gruss
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Re: Hat jemand ADHS und ist Hochsensibel?

Beitragvon Zimtstern » 7. November 2010 22:38

[quote="Frosch"]
Wenn mich Dinge belasten, die mein Umfeld (Familie) betreffen. Denke ich auch Stunden, ja Tage lang darüber nach, wie ich das irgendwie wieder richten kann, damit ja alles wieder in Ordnung ist, schon alleine weil ich diesen Emotionalen Schmerz nicht ertragen möchte, meinen nicht und den der  "anderen" auch nicht.
Zumal wenn es um Dinge geht die Vermeidbar wären, nur leider bin ich die einzige, die das immer so sieht.
[/quote]

läuft bei mir genauso....und ich hätte zu gern einen Aus-Knopf dafür manchmal.

Ich hab auch ADHS und bin hochsensibel (hochbegabt glaub ich nicht).  Beides seh ich gleichzeitig als eine Gabe und einen Fluch an, aber versuche, das Beste daraus zu machen.

Bis vor ein paar Tagen wusste ich jedoch nicht, dass es für all die "speziellen" Fähigkeiten, wie z.B.:

- Kleinigkeiten sehen, an denen andere einfach achtlos vorbeilaufen
- Geräusche wahrnehmen, die andere einfach nicht hören  (ich hör die künstliche Herzklappe von meinem Vater über mehrere Meter Entfernung im Flugzeug)
- Gerüche riechen, die andere nicht wahrnehmen
- Dinge anfassen, um sie zu fühlen und sie besser wahrzunehmen
- Menschen sehr schnell einzuschätzen    (und ich liege so gut wie nie daneben)
- fühlen, wie es jemandem geht...auch wenn derjenige nicht mal in der Nähe ist  (und meistens fühle ich dann auch mit)
- Gefühle wie Traurigkeit, Freude oder Verliebtheit intensiver empfinden
- Vorahnungen haben (auch wenn eher selten)
- ...

überhaupt den Namen "hochsensibel" gibt, denn für mich war das alles normal und mein Leben. Woher soll man auch wissen, dass andere das nicht können?
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Re: Hat jemand ADHS und ist Hochsensibel?

Beitragvon papillonindigo » 11. November 2010 16:52

Hallo alle,

Ich habe fast alles gelesen so spannend...

Ich denke auch ich bin hochsensibel. Auf HS test habe ich sehr hihen punktzahl. Leute die mich mögen sagen ich sei sehr intuitiv und einfühlsam und solche die mich nicht mögen sehen der heulsuse und der überempfindliche kuh bei mich.

Als kind hatte ich mehr mühe gehabt mit meine sensibilität als mit meine vergesslichkeit... heute auch, bei ADS-fragenbogen ist der emotionale anteil (impulsivität) etwa höher als die unaufmerksamkeit.

Tatsächlich habe ich dort auch mehr zu knabbern als mit meine schlechte konzentration.

Ich hatte auch an eine studie um erwachsene ADS mitgemacht und nach meine daten gefragt. Sie sagen dass ich wie 10% die ADSler auf reizen stärker reagiere als "ottonormalos" und es heisst dass ich eben sehr sensibel bin und wenig belastbar bin. Laur die frau die mich es gesagt hat, führt es zu lgeiche symptomen wie bei andere ADSler. Also, es könnte (so habe ich verstanden) eine subtypus sein. Es scheint dass mein hirn heftig auf alle reizen reagiert und damit komme ich auch schneller an meine grenzen. Reizoffenheit ist bei mich wirklich ein thema... Ich mag keine laute ort, keine grelle licht oder sonstige heftigen reizen. Natürlich reagiere ich auch stark auf tonfall wenn jemand redet und auf köpersprache, was nicht immer eine vorteil ist. Mit kleider auch bin ich heikel...

Wenn mein hirn es macht, kann ich nichts dafür und muss damit leben.

Ich habe lange versucht mich zu verändern, aber je mehr ich mich so annehme, je mehr kann ich meine sensibilität auch wertschätzen. Einiges wahrnehmen was andere nicht merken hat auch vorteilen. Früh spüren wenn etwas in mein körper nicht stimmt oder empfindlich auf essen sein kann auch eine vorteil sein. Ich nehme auch mehr rücksicht darauf in mein leben und es geht mich so besser.

Hochbegabt bin ich sonst nicht. Da habe ich zu wenige punkten.

lg
:vier: So geht es mir beim Rebound oder nach einem langen Stadtbummel
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Re: Hat jemand ADHS und ist Hochsensibel?

Beitragvon Julimai » 24. November 2010 02:31

Ich bin auch so. Habe momentan recht Mühe damit, weil ich so viel arbeiten muss und da soviel mit Menschen zu tun hab, dass es mir eigentlich viel zu viel ist. Etwas, was sehr wenige verstehen können, was bei mir aber echt ausgeprägt ist und mich momentan auch recht belastet, ist dass ich auf Helligkeit so reagiere, also mich stresst es, dass ich um 8 Uhr morgens anfangen muss zu arbeiten und somit gezwungen bin, den ganzen hellen Tag mitzukriegen. Für mich ist das sehr anstrengend (bin auch froh, dass es jetzt im Winter dunkler ist). Problem ist auch, dass man sowas ja nicht rüberbringen kann, aber idealerweise würde ich in die Nacht hinein leben. Mir sind es einfach generell zu viele Reize, habe das Gefühl dann, mein Gehirn platzt und ausserdem ist es soooo anstrengend.
I´m not suprised - but I´m never quite prepared....
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Re: Hat jemand ADHS und ist Hochsensibel?

Beitragvon Zimtstern » 26. November 2010 13:21

Momentan könnte ich meine Hochsensibilität echt auf den Mond schiessen..  :aufsmaul_2:

Es ist die Jahreszeit mit viel Nebel, kaltem, feuchtem Wetter und wenig Sonne. Viele Menschen reagieren darauf mit schlechter
Laune, Niedergeschlagenheit und Depression und von jedem einzelnen in meiner Umgebung spür ich es...
Ich saug alles in mich auf wie ein Schwamm und bis ich das wieder los bin dauert es gefühlt ewig.
Ich fühl mich dementsprechend dauernd "emotionsüberladen" und irgendwie traurig.

Paradoxerweise schätzen mich Leute komplett gegenteilig ein, nämlich als fröhlicher, spassliebender, ausgelassener
Mensch, denn so zeige ich mich nach aussen hin. Die Maske hab ich mir wohl schon seit langem zugelegt.
Ich bin sehr offen und sage meistens direkt, was ich denke...leider manchmal auch, ohne über die Konsequenzen nachzudenken.
Ich achte aber sehr darauf, nicht aus Versehen verletztend zu werden, denn ich selbst bin sehr schnell von etwas verletzt. Darüber
sprechen kann ich aber selten, denn ich kann meine (oft überempfindliche) Reaktion schlecht erklären.

Ich bin eben einfach so und ich muss selber damit fertig werden.
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Re: Hat jemand ADHS und ist Hochsensibel?

Beitragvon Turbojugend » 10. Februar 2011 16:33

[quote="Frosch"]
Hallo,
habe ADHS und bin Hochsensibel, soll ja auch eine Hochbegabung sein, bin mir aber nicht sicher. Da ich meine das ich auf anderen Gebieten keine Hochbegabung habe, weiß ich aber nicht.
Habe aber durch die hohe Sensibilität und die extreme Intuition immer große Probleme.
Geht es jemandem genauso?

LG Frosch
[/quote]

  Warum hast du wegen der Intuition Probleme?

    grüsse
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Lucky891
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Re: Hat jemand ADHS und ist Hochsensibel?

Beitragvon Lucky891 » 20. September 2011 18:19

hab adhs und bin hochsensibel...is echt nicht leicht mit um zu gehen... aber ich versuchs oft zu meinen vorteilen zu nützen..aber des macht mich sehr verletzlich des hoch sensible kombiniert mit hoher ehrlichkeit und offenheit...
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Re: Hat jemand ADHS und ist Hochsensibel?

Beitragvon Lucky891 » 29. September 2011 15:53

hi! :breitgrinse1:

Ich hab ADHS und bin hochsensibel! :ja:

Was ich dir sagen will, ist das du für dich selbst lernen musst mit umzugehen und es positiv zu nutzen!

Ich habe ADHS seit ich 6 Jahre bin und auch das Hochensible!

Ich lerne immer wieder besser damit umtzugehen und glaub mir wenn du es positive nutzen kannst haste echt einige Vorteile :breitgrinse1:

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