Verhaltenstherapie

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Michael72
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Verhaltenstherapie

Beitrag von Michael72 » 16. September 2006 11:10

Hallo Leute,

ich stehe ja auf einer Warteliste zwecks einer Verhaltenstherapie.

Wieviel Sitzungen hat solch eine Therapie?

Wer hat Erfahrung mit solch einer Therapie und möchte sich hier kurz mitteilen.

Mich interessiert auch,auf man sich da einstellen muß.

Gruß Michael
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asachara
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Re: Verhaltenstherapie

Beitrag von asachara » 16. September 2006 12:40

hallo michael,

ich mache seit jahren eine verhaltenstherapie immer wieder mit unterbrechung.

der therapeut entscheidet, wieviele sitzungen du erst einmal brauchst. zuerst werden, glaube ich, 5-erst-sitzungen veranschlagt. danach sind es, so weit ich das aus dem kopf weiß 25 bzw. 45 sitzungen. diese können aber jederzeit verlängert werden nach bedarf.
hat man jedoch einmal sich dazu entschlossen, nach den sitzungen eine pause einzulegen, mußt du 2 jahre warten, um eine neue therapie zu beantragen.

verhaltenstherapien können ganz unterschiedliche ansätze haben. deshalb solltest du dich im vorfeld informieren, wie dein therapeut arbeitet.
meine therapeutin arbeitet u.a. mit körperarbeit, die mir persönlich sehr gut tut und mich sehr viel weiter bringt als gespräche.

liebe grüße,
angelika

ps... ein guter therapeut bietet dir, wenn du auf der warteliste stehst auch eine probestunde an, damit du weißt, worauf du wartest  :icon_wink:
Zuletzt geändert von asachara am 16. September 2006 12:41, insgesamt 1-mal geändert.
Wenn dir das Wasser bis zum Hals steht, dann laß den Kopf nicht hängen.
Stefan SRO
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Re: Verhaltenstherapie

Beitrag von Stefan SRO » 22. November 2018 11:57

Hallo in die Runde,

ich würde hier gern aktiv werden, da die Medikamente allein ja keine bleibende Wirkung haben.

Mein Doc ist da etwas überfordert und hat keine Tipps bei wem ich mich da melden könnte.

Welche Therapeutengruppe kann ich ansprechen?
Was wird da im allg. gemacht, wenn es eben nicht um ein Kind, sondern einen "alten Herr´n" handelt.

VG
Stefan
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ULBRE
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Re: Verhaltenstherapie

Beitrag von ULBRE » 22. November 2018 21:46

Hallo Stefan,

such doch mal nach achtsamkeitsbasierter Verhaltenstherapie.
Kognitive VT betrifft vor allem das lernen, was ist AD(H)S, wo äussert es sich, wie kann man damit umgehen, pipapo. Das kriegst Du selbst (durch lesen) und mit Selbsthilfegruppen auch ohne Therapeut ganz gut in den Griff.
Achtsamkeitsbasierte VT ist nach den mir bekannten Untersuchungen die effektivste VT, wenns denn schon VT sein soll.

Viele Grüsse

UlBre
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Stefan SRO
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Re: Verhaltenstherapie

Beitrag von Stefan SRO » 23. November 2018 07:58

Hallo in die Runde,

die theoretischen Ansätze der Achtsamkeit sind mir bekannt und ich schleppe seit ü 1 Monat die Achtsamkeits-App auf dem Mobi mit mir rum. Benutzt habe ich sie weniger als 2x pro Woche. Ich bin immer viel zu beschäftigt, um zeit für mich selbst zu haben.

Gestern haben wie bei einer Ergotherapeutin (macht eigentlich AD(H)S-Kinder) in einer 2h Sitzung Möglichkeiten erarbeitet, bei mir mit einer Therapie zu beginnen.
Schlussendlich haben wir als "Hauptbaustelle" meine fehlende Selbststeuerung ausgemacht und ich habe nun einen Verordnungsvorschlag für den Doc, um in Wöchentlichen Sitzungen daran zu arbeiten. ENDLICH!


Übrigens bringt mir die o.g. "Redetherapie" bringt mir FAST nichts. Meine Defizite kenne ich selbst sehr genau. Ein "Du muss aber..." bei einem Gespräch ist sicher toll gemeint, hilft mir aber nicht, mich regelmäßig und selbst zu motivieren bzw. zu mobilisieren. Einzig das "drüber reden" hat den Effekt eigene Vermutungen und Ableitungen bestätigt zu bekommen, wobei ich selbst sehr manipulativ veranlagt bin (Karriererezept;) und so die Psychologin ungewollt in die falsche Richtung "schiebe".

Ich könnte mir vorstellen, dass das bei einer Verhaltenstherapie für Straftäten in manchen Fällen genauso ist.


VG
Stefan
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Raupi
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Re: Verhaltenstherapie

Beitrag von Raupi » 23. November 2018 16:48

Ah, Stefan, das ist ja interessant, was du über Redetherapie sagst... ich habe auch das Gefühl, das meine Therapie mich nicht weiter bringt... aber sie ist ja nicht ADS spezifisch... ich weiß es ja irgendwie nach drei Mutter Kind Kuren, einer ersten Redetherapie und der Lektüre schon ziemlich gut... und diese Vereinbarungen führen bei mir zu Hass und Widerstand... sie verleiden mir sogar meine Hobbies... deshalb habe ich die Therapie mal etwas ruhen lassen, weil ich das Gefühl hatte, dass es mich eher nervt als mir was zu bringen... wenn ich sage ich habe ein Problem mit xxx, irgendwie kriege ich es einfach nicht hin, mich dazu zu überwinden, dann kann dich die Lösung nicht sein, mir eine bestimmte Zeit zu nennen, zu der ich es an dem bestimmten Tag mache und mich hinterher zu fragen, ob ich es gemacht habe... was ist das denn für eine Therapie...?

Naja, ich weiß ja nicht mal, ob ich überhaupt ADS habe... und meine Therapeutin hat davon glaub ich auch überhaupt keine Ahnung was das bedeutet und man da machen kann... am Montag erfahre ich ja zumindest mal, was die Psychiaterin meint, ob ich ADS habe... bzw einen diagnostizierbaren Grad...
LG, Raupi

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Re: Verhaltenstherapie

Beitrag von Stefan SRO » 24. November 2018 20:47

Ich möchte nicht jegliche Form der Verhaltenstherapie schlecht machen, kann nur aus den bisherigen Erlebnissen mit zwei Psychologinnen urteilen.

Vlt. wäre es guten Meistern ihres Faches möglich, mich im Laufe einer Kur oder ähnlichem "umzubiegen". Da aber mein Hirn in den Situationen automatisch die "Wächterfunktion" aktiviert, bin ich da zu wach und hinterfrage jeden Satz in Sekundenbruchteilen. Ein sich vertrauensvoll "hin geben" ist bei mir nicht möglich.

Ich hoffe es findet sich irgendwann jemand, der mir das runter fahren beibringen kann. Ich brauche das im Grunde dringend, kann es aber autodidaktisch nicht leisten. (einem Onkel ging es ähnlich. Er hat dann Frontal an einem Laster seine "Ruhe" gefunden, leider kein Scherz)

Hier hoffe ich auf die Ergotherapeutin. Mal sehen wie sie mir Ruhe beibringen will. Sie hat einen Plan aus ihren ADHS-Kindertherapien, der in abgewandelter Form bei mir zum Einsatz kommen soll. Ich lasse mich überraschen.

VG
Stefan
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AlphaCentauri
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Re: Verhaltenstherapie

Beitrag von AlphaCentauri » 26. März 2019 19:23

H@llo zusammen,

möglicherweise lässt dieses Thema sich nochmal etwas aktivieren?
Ich mache seit knapp drei Jahren eine ambulante Verhaltenstherapie, die sich Schematherapie nennt, ... eine "Mischung" aus Verhaltenstherapie und tiefenpsychologisch fundierter Therapie, oder anders ausgedrückt: eine Verhaltenstherapie mit Rückblenden in die Vergangenheit und dem Ziel, hinderliche Verhaltensmuster, die ihren Ursprung in Kindheit und Jugend haben, zu bearbeiten. In wenigen Sitzungen ist diese Therapie erstmal zu Ende, ... doch ich ertappe mich immer wieder bei der Frage, was mir das Ganze nun wirklich gebracht haben soll. Bei Therapiebeginn stand die AD(H)S Frage noch gar nicht im Raum und der Verdacht wurde von meinem Therapeuten überhaupt erst geäußert ... und schließlich ja auch bestätigt.
In gerade mal einem einzigen Punkt jedoch konnte ich wirklich nennenswert von der Bildgebung durch die Schematherapie profitieren. Immer wieder ertappe ich mich, in Abwesenheit, auch bei abschätzigen Gedanken meinem Therapeuten gegenüber und manchmal denke ich, dass er mit leichteren Fällen sicher prima klarkommt, aber nicht mit "Härtefällen" wie mir.
Schemata bzw. ihre Ursprünge wühlen konsequenter Weise alles Mögliche, nicht selten schmerzlich, nach oben. Aber was mache ich nun - mit 51 - mit all diesem, teilweise unfassbaren und ansonsten nicht wieder gutzumachenden, Mist! Natürlich ist es irgendwo nützlich, wenn man reflektieren kann und endlich Erklärungen für so einiges hat, aber beim Trauern um die unwiederbringlich verlorene Zeit hilft es nicht. Im Gegenteil. Ich stehe bereits bei einem Tiefenpsychologen auf der Liste, da die vielen offenen Fragen nicht mehr in den Bereich der Verhaltenstherapie gehören. Ich frage mich jedoch, ob diese mir bspw. dabei helfen kann, mir meine eigenen Versäumnisse zu verzeihen. Vor meiner nächsten 0 steht eine 6 und die nächste 6 bedeutet dann 6 ft. under. So sehe ich das seit geraumer Zeit....... :cry:
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Raupi
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Re: Verhaltenstherapie

Beitrag von Raupi » 26. März 2019 19:46

Hm, Alpha, Deine letzte Frage stimmt mich traurig... wirklich hart, diese Erkenntnise...

Leider kann ich nicht gut raten innerhalb der hier üblichen Methoden...

Meine spontane Assoziation wäre der Rat, etwas in Richtung Meditation oder so etwas wie Taijiquan, Qigong, Yoga zugehen... mit einem guten Lehrer... der sich am besten irgendwie schon bewährt hat oder anerkannt ist...

Oder Üben mir dem Insight Timer oder der App Die Achtsamkeit.

Die Therapien im reinen Gesundheitswesen lassen Aspekte der Persönlichkeitsentwicklung und auf emotionaler Ebene beiseite, die dennoch ihre Berechtigung haben...

Man kann durchaus nonverbal mit solchen Übungen zu Einsichten, Entwicklung und Heilung gelangen. Jetzt nicht komplette Heilung, aber in diese Richtung, emotional...

Ich habe grade einen MBSR Kurs gemacht. Das System ist richtig klasse. Nur war der spezielle Lehrer noch nicht sehr erfahren... so hat es mich viel Kraft gekostet. Aber wenn ich MBSR Meditationen und Body Scan aus dem Insight Timer oder der App Die Achtsamkeit übe, erfahre ich viel mehr als nur Entspannung... es tut nicht nur gut, es gibt mir sehr viel.

Ich wünsche dir, dass du in dieser Richtung gute Erfahrungen machen kannst!
LG, Raupi

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Re: Verhaltenstherapie

Beitrag von ULBRE » 26. März 2019 20:43

Hi Alpha,

hast Du mal über Traumatherapie nachgedacht ? EMDR oder so was ?
Ist bei AD(H)S (jedenfalls im Schnitt) deutlich wirksamer als Psychoanalyse...
Tiefenpsychologie verstehe ich als so was ähnliches wie Traumatherapie, nur ohne die heilenden Elemente von EMDR.

LG

UlBre
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Re: Verhaltenstherapie

Beitrag von AlphaCentauri » 26. März 2019 22:24

Hallo Ulbre,

ja, die Traumatherapie stand schon mal im Raum.
Findet sowas nicht stationär statt?

Gruß, Alpha

Hallo Raupi,

vielen Dank auch für deine Tipps. So richtig viel habe ich von den aufgezählten Dingen noch nicht gehört, aber was nicht ist, kann ja noch werden, gelle?

Gruß, Alpha
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Re: Verhaltenstherapie

Beitrag von ULBRE » 26. März 2019 23:49

EMDR gibt es definitiv ambulant (ganz normaler Therapeut, der das kann) und Traumatherapie sollte es auch ambulant geben.

LG
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Re: Verhaltenstherapie

Beitrag von AlphaCentauri » 27. März 2019 15:15

Vielen Dank, Ulbre, ich werde mich erkundigen. So kann es nicht weitergehen... :|
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Raupi
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Re: Verhaltenstherapie

Beitrag von Raupi » 27. März 2019 18:00

Hallo Alpha,

aus dem von mir genannten Künsten /Wegen /Methoden ist MBSR entwickelt worden.

MBSR ist losgelöst von den jeweiligen religiösen Elementen, Meditation und leichte körperliche Bewegung.

Der wesentliche Vorteil bzw das wesentlich Andere der von mir genannten östlichen Methoden, der/das alle hier üblichen Therapieformen ergänzt, ist meiner Meinung nach der nonverbale Aspekt und die repetitive Bewegung.

Mir tut es enorm gut, auch grade bei der hellgrau Dysphorie.

Ach ja, Musizieren hilft mir bei Dysphorie auch sehr gut...
LG, Raupi

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Re: Verhaltenstherapie

Beitrag von AlphaCentauri » 27. März 2019 19:01

Hallo Raupi,

von MBSR hatte ich bisher auch noch nichts gehört. Ich muss mich bei Gelegenheit mal genauer mit Allem auseinandersetzen. Musizieren kann ich mir auch gut vorstellen, weil dabei ja auch die Kreativität angekurbelt wird. Und Kreativität "beflügelt" den Dopaminhaushalt. Leider fehlt mir zum aktiven Musizieren das passende Instrument. Da die Gitarre leider nicht das Richtige für mich war, dachte ich schon daran, mir wieder ein (kleines) Schlagzeug zuzulegen. Ein Klavier wäre auch noch denkbar, aber auf dem Schlagzeug kann man mehr "powern".

Ich war auch mal in der hiesigen Musikgruppe, die von der Kontaktstelle bzw. dem SPDi initiiert ist, aber da hielt ich es ehrlich gesagt nicht gut aus. Sie spielten bekannte Lieder/Songs nach und das Schlagzeug wurde auseinandergenommen und auf einige Teilnehmer verteilt. Der eine hatte das Hihat, ein anderer die Snare, wieder ein anderer die Base usw.. War mir ein bisschen zu blöd und keine Herausforderung und der "Bigband-Player" bin ich jetzt auch nicht wirklich. ;)
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Raupi
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Re: Verhaltenstherapie

Beitrag von Raupi » 27. März 2019 21:30

Also diese östlichen Sachen sind immer so eine Gratwanderung zwischen Esoterik und ehrlicher Offenheit für das, was man nicht so genau fassen kann und nicht so genau weiß...

Da muss man evtl. etwas suchen, bis man einen LehrerIn gefunden hat, dessen oder deren Sicht für einen selber passt und erträglich ist.

Da gibt es schon Leute, die einfach übers Ziel hinaus schießen und auch nicht viel Ahnung haben - diese Sachen sind ja nicht irgendwie geschützt. Aber dennoch gibt es Zertifizierungen, die eine gewisse Absicherung bieten. Zugleich kann jemand ohne Zertifikat trotzdem ein besserer Lehrer sein als ein unbegabter, dreister oder geschäftemacherischer mit Zertifikat.

An Volkshochschulen gibt es auch oft Kurse...

Ich habe den Einstieg erstmal über Taichi für mich bewusst auf der rein körperlichen, gymnastischen Ebene gesucht, aber dann allmählich trotzdem bestimmte wertvolle Erfahrungen gemacht. Von Taichi / Taijiquan zu Qigong ist es nicht weit und umgekehrt. Qigong ist von den Bewegungen her einfacher, aber zugleich auch tiefer. Taijiquan dauert länger zu lernen und man sollte möglichst keine Stunde verpassen und von Anfang an täglich selber üben, damit man die neu gelernte Bewegung nicht bis zur nächsten Stunde vergisst.

Yoga ist da viel einfacher als Taijiquan und wird auch viel öfter angeboten.

Bei Qigong und Kundalini Yoga sehe ich persönlich das meiste Potential zur Entwicklung...

Hier hatte ich auch schon mal was zum Thema geschrieben... :

viewtopic.php?f=148&t=57449&p=653158&hi ... ng#p653158
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Re: Verhaltenstherapie

Beitrag von AlphaCentauri » 27. März 2019 21:40

Qigong habe ich mal in der Tagesklinik kennengelernt, fand es nach ersten Startschwierigkeiten gar nicht schlecht, langfristig war/ist das jedoch nichts für mich. In meiner unmittelbaren Nähe bietet jemand u.a. Qigong an, aber es zieht mich absolut nicht hin. ;)
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Re: Verhaltenstherapie

Beitrag von Raupi » 27. März 2019 21:57

Also Qigong ist nicht gleich Qigong, es gibt unzählige Schulen und Arten... mit extrem unterschiedlichen Inhalten und Arten, es zu vermitteln... ich würde mal in eine Schnuppersunde gehen.

Wenn Du es übst und Dir sagst, dass Du möchtest, dass es Dir hilft... es klingt total abgefahren, aber es kann auf der Ebene der guten Absicht manchmal auch schon funktionieren...

Schau dir den Lehrer einfach mal an!

Schick mir gerne per PN die Bezeichnung der Art von Qigong, um die es geht, vielleicht kann ich was dazu sagen...
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Re: Verhaltenstherapie

Beitrag von undjetzterst » 28. März 2019 11:47

Heyho, zum Thema Verhaltenstherapie...
ich tue mal meine Erfahrungen kund, ich war fast zwei Jahre (65 Stunden mit Pause zwischendurch) in Verhaltenstherapie.
Ich habe dabei begonnen, mich dafür zu interessieren und dann Lehrbücher für Therapeuten gelesen (und die Techniken bei mir selbst angewendet, hat auch geholfen).

Ein großes Missverständnis ist, dass es bei Verhaltenstherapie nur um Verhaltensänderung geht; es geht vor allem um die Bearbeitung emotionaler Turbulenzen. Diese wiederum kommen daher, dass wir Situationen auf bestimmte Weise bewerten, und dahinter stecken häufig dysfunktionale oder irrationale Kognitionen - diese werden in der Therapie herausgearbeitet und gemeinsam durch neue, funktionale Konzepte ersetzt. Selbstwertprobleme sind zum Beispiel relativ häufig, meiner Erfahrung nach kann Verhaltenstherapie da gut helfen.
Die neuen Konzepte werden dann in realen Situationen geübt, hin und wieder einigen sich Therapeut*in und Patient*in auf "Hausaufgaben", also eine bestimmte neue Verhaltensweise ausprobieren.
Meine Therapeutin hat mir auch ziemlich gut beigebracht, wie ich Dinge erledigt kriege (ich glaube, das nennt sich auch getting things done ...?). Das fand ich echt hilfreich.

Ich bin inzwischen ein großer Fan von (kognitiver) Verhaltenstherapie und finde sie bei emotionalen Problemen sehr effektiv. Aaaber: mit ADHS ist das nicht immer so einfach... die Therapierende Person sollte sich schon mit ADHS auskennen. Ich bin leider an eine Therapeutin geraten, die mir das irgendwie nicht so ganz abgenommen hat und mich eher für ein bisschen verrückt hielt Bild(okay, ich bin eine Exzentrikerin, ist wohl so). Da habe ich mich leider nicht wirklich verstanden gefühlt.
Also am besten vorher in Erfahrung bringen, ob Erfahrungen mit AD(H)Slern bestehen. Aber nen Therapieplatz zu finden ist ja so schon nicht ganz leicht :/ Viel Glück jedenfalls!

MBSR kann ich sehr empfehlen! Ich habe damit sehr gute Erfahrungen gemacht.
ich schreibe nen Blog über Nachhaltigkeit, Neurodiversität und Nonsens ;o)
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Daydreamer
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Re: Verhaltenstherapie

Beitrag von Daydreamer » 28. März 2019 13:16

@Undjetzterst, kannst du mir sagen, wie so eine Verhaltenstherapie abläuft? Wie muss man sich sowas vorstellen? Was wird da gemacht?
Das Leben ist ein Spiel. Wir spielen es nur mit höherer Schwierigkeitsstufe ;)
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