Schema-Therapie und Ego-State-Therapie

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laetitia
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Schema-Therapie und Ego-State-Therapie

Beitragvon laetitia » 9. April 2016 00:30

Hallo alle

Also, das Leben ist so ein bisschen seltsam manchmal...eigentlich ging es mir sehr gut beim letzten Termin mit meiner Therapeutin. Sie bestätigte mir auch, dass ich gut aussähe. Wir vereinbarten, die Therapie auslaufen zu lassen...vereinbarten einen Kontrolltermin in einem Monat um zu sehen, ob sich der Zustand hält. Dann lief ich plötzlich wieder so wie neben mir. Das hatte ich letztes Jahr um diese Zeit auch, war eigentlich ein Grund, warum ich dann mit Therapie angefangen habe. Das war bevor ich dann für drei Monate in eine Depression rutschte. am Wochenende war es dann am Schlimmsten. Da hatte ich absolut kein Zeitgefühl, war irgendwie da und nicht wirklich da, hatte mühe, präsent zu sein und anderes. Ich hatte wirklich Angst, wieder in einer Depression zu landen. Am Dienstag hatte ich dann Ergo und als mich die Ergotherapeutin fragte, wie es mir gehe, kamen dann die Emotionen aus mir raus. Ich sagte ihr, dass ich zur Zeit eher neben mir stehe und wenig Energie habe, daher auch nicht wirklich zur Umsetzung der Aufgaben gekommen bin, die wir in der letzten Sitzung erarbeitet hatten (geht um das Einüben von Routinen anhand von Wochenplänen, To-Do-Listen und einem Belohnungssystem).

Sie machte dann eine geführte Meditation mit mir, hinein in die Gefühle und dann in den sicheren Ort und so. Das hat sehr geholfen. Danach war ich noch etwas emotional, konnte aber bei mir bleiben (zwar mit Hilfe des Igelballs), hatte auch wieder den Kopf um Texte für die Uni zu lesen und zusammenfassen, ging noch mit Leuten etwas trinken obwohl ich mich lieber zurück gezogen hätte und am nächsten Tag war dieser Nebel wieder weg. Zwar fühle ich noch immer eine gewisse Unsicherheit in mir, doch nicht mehr so, als würde es mir gleich den Teppich unter den Füssen wegziehen.

Ich habe mich vor einer Weile auf eine Liste für ein Gruppenprogramm für Schema-Therapie setzen lassen, die im Sommer startet und zwölf mal statt findet. Das interessiert mich schon eine Weile und als ich hörte, dass es eine Gruppe geben wird, dachte ich, warum nicht? Meine Psychologin fand das unnötig...und beim letzten Termin dachte ich auch, dass ich mich wieder wegnehmen lasse von dieser Liste. Aber ich zögerte trotzdem...vielleicht nicht ohne Grund?

Auf jeden Fall fand ich die Meditation mit der Ergotherapeutin sehr interessant. Auch dass es mir tatsächlich sehr geholfen hat. Als ich sie fragte, was das für ein Ansatz war, meinte sie, dass das aus der Ego-State-Therapie käme und es Therapeuten dafür gebe.

Ich habe mich nun mal auf Wikipedia nochmals schlau gemacht über beide Therapien. Finde beide interessant aber irgendwie würde ich gern mal ein Feedback bekommen von jemandem, der die einte oder andere kennt. Also falls jemand damit Erfahrung hat, wär schön ein Feedback zu bekommen.

Und es geht hier nicht um ADHS-Spezifisches, sondern eher um Emotionales. Also die Verarbeitung von prägenden und schmerzhaften Erlebnissen aus der Kindheit. Solche, die eben nicht nur einfach eine schmerzhafte Erinnerung bleiben, sondern einen manchmal ohne zu verstehen was gerade los ist im Alltag überfallen und man dann neben sich läuft, obwohl es einen eben noch gut ging. Denn das zieht sich schon so lange durch mein Leben. Letztes Jahr konnte ich der Psychologin nicht wirklich erklären, was mit mir los ist und ich denke, sie hat mich auch oft missverstanden. Aber das war jetzt wieder so klassisch. Ich habe ihr schon öfters gesagt, dass ich Angst hätte, wieder in eine Depression zu rutschen. Sie zeigte nicht so viel Verständnis für meine Angst, weil ich ihr nicht erklären konnte, worauf diese Angst gründet oder besser gesagt, es tönte irgendwie komisch, als ich es versuchte zu erklären. Und das ist genau die Vorstufe für eine Depri...und dass die genau dann eintrat, als ich dachte, ich bin über dem Berg...ist ebenso typisch. Letztes Jahr war ich bei einer Freundin und ich erzählte ihr, wie gut es mir ging und sie bestätigte mir, dass ich auch so aussehe...genau wie in der letzten Sitzung mit der Psychologin...

Also einerseits bin ich froh, dass ich dennoch nicht mehr am gleichen Punkt stehe. Aber es ist trotzdem frustrierend...
Es ist schön, eine tolle Ergotherapeutin zu haben. Bei ihr fühle ich mich immer verstanden und muss auch nicht so viel erklären...verstricke mich daher auch nicht in diese Missverständnisse. Vielleicht ist nun wirklich auch die Zeit gekommen, die Psychologin zu wechseln. Mein Ego hat das bis jetzt nicht zugelassen, aber ich bin langsam soweit, dass ich loslassen kann.

OK, bin gespannt, ob es jemanden gibt, der mir was erzählen kann :mrgreen: und falls ja, danke schon mal im Voraus.
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Roosvelt
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Re: Schema-Therapie und Ego-State-Therapie

Beitragvon Roosvelt » 9. April 2016 12:42

Hallo Laetitia,

ich habe bis jetzt nie von diesen Therapien was gehört, es klingt aber interessant. Ich würde mich auch auf Rückmeldungen freuen, sei es von Leute die damit Erfahrungen gemacht haben oder von Dir später.

Viele Erfolg damit wünsche ich dir auf jeden Fall,
Liebe Grüße,
Charlie
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Re: Schema-Therapie und Ego-State-Therapie

Beitragvon Eule » 9. April 2016 22:57

Die Schilderung von Erinnerungen die dich überfallen klingt nach dem typischen Reaktionsmuster traumatisierter Menschen, Fachleute verwenden den Begriff Flashback dafür.

Ich weiß nicht was du erlebt hast, aber ich weiß dass es bei ADHSlern öfter vorkommt, dass sie typische Trauma-Reaktionsmuster zeigen, aber niemand, auch sie selber nicht, versteht warum. Weil man die "große Katastrophe" die man mit den begriffen Trauma oder PTBS verbindet in der Biografie nicht finden kann. Keins der typischen Erlebnisse wie selbst erlittene oder als Zeuge erlebte körperliche Misshandlung, schlimmer Unfall, dramatische Verlusterfahrungen....

Was allerdings viele ADHSler erleben, ist Mobbing, oft über Jahre. Es gibt inzwischen einige Fachleute, die der Meinung sind, dass die Hilflosigkeit und Ausweglosigkeit die ein Mobbing-Opfer erlebt besonders bei lang andauerndem Mobbing sehr ähnliche seelische Reaktionen erzeugen wie eines der "üblichen"traumatischen Ereignisse.

Sollte es bei dir ansatzweise in diese Richtung gehen, achte sehr gut auf dich, ADHSler mit ihrer Reinsteigeritis und der unglaublichen emotionalen Präsenz von Erinnerungen sind leider hervorragende Kandidaten für eine Retraumatisierung. Und soweit ich aus den Infos zur Schematherapie schlau werde, ist der Einstieg wohl eine recht intensive Schilderung des Erlebten, so dass der Therapeut überhaupt feststellen kann welche Schemata man entwickelt hat.

Das Risiko dass du durch das Schildern deine "persönliche Katastrophe" nochmals erlebst, und dir das mehr schadet als es hilft ist definitiv vorhanden. Ich habe von meinem Therapeuten, als bei mir in bestimmten Situationen Trauma-Reaktionen auftraten mit denen ich kaum umgehen konnte die dringende Empfehlung bekommen ich solle keinesfalls mir das Hirn zermartern um die Erinnerung schildern zu können, und ich solle wenn ich an diesen Themen arbeiten will unbedingt nach einer körperorientierten Form von Traumatherapie suchen, in der ich eben nicht notwendigerweise meine gesammelten katastrophen aus der Mottenkiste ans Licht zerren muss.
laetitia
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Re: Schema-Therapie und Ego-State-Therapie

Beitragvon laetitia » 9. April 2016 23:26

Danke Eule für deinen Input.

Ja, ich gehe auch von einer milden komplexen PTBS aus. Meine Therapeutin hat da aber eine andere Meinung, da ich keine körperliche oder sexuelle Gewalt erlebte und sie da wohl etwas alter Schule ist. So hat sie mich in die Box Borderline gesteckt, was mir egal war, solange ich die Hilfe bekomme, die mir etwas bringt. Die DBT und Skillsgruppe ist auch sehr hilfreich, ausser wenn es um wirklich BL-spezifisches Verhalten geht (sprich Selbstverletzung). Aber ich merke halt auch, dass ich was tiefgreifenderes brauche, um diese Traumata zu verarbeiten.

Einerseits sind das die Frühkindlichen Erfahrungen als Pflegekind in verschiedenen Familien und das damit verbundene Hin und Her, der Jeweils plötzliche und unerwartete Verlust von wichtigen Bezugspersonen, eine Mutter, die keine emotionale Bindung zu mir eingehen konnte...dann mit vier kam ich in die Familie, die mich mit acht adoptierte...Christlich fundamentalistisch, zudem eine Adoptivmutter, die ein gestörtes Empathieempfinden und -verhalten vorweist...ständige Abwertung und nicht verstanden werden...emotionsle Vernachlässigung...dann Mobbing in der Oberstufe 3 Jahre lang), erlernen eines Berufes, der mir nicht gefiel...dann im letzten Lehrjahr ständige Schickanen einer überforderten Chefin...schwieriger Start ins Berufsleben...gibt also genügend Baustellen.

Daher würde ich das gerne in Angriff nehmen. Habe ich zu einem Grossteil auch schon und bin stolz und dankbar, dass ich es doch so weit gebracht habe.

Das Bewusste und begleitete hineingehen in schwierige Kindheitssituationen finde ich einfacher zu bewältigen, als die Reaktionen die getriggert werden und dann heftig sein können. Angst habe ich aber mehr vor den "Zuständen" wie den oben beschriebenen, wo ich plötzlich so neben mir stehe, ohne Trigger zu erkennen.

Deshalb bin ich auch froh, ist das nun passiert, weil es mir zeigt, dass da noch etwas ist und dass ich mir letztes Jahr nicht bloss etwas vor machte, als es mir so gut ging und dann die Krise kam. Auch, dass ich mich doch ganz gut selber "diagnostiziert" hatte und mich dann von der Therapeutin verunsichern liess. Das werde ich nicht mehr zulassen.
Linda
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Re: Schema-Therapie und Ego-State-Therapie

Beitragvon Linda » 26. September 2016 13:13

Hallo laetitia!

Deine Frage nach der Schematherapie ist zwar schon eine Weile her, aber vielleicht interessiert es dich doch noch, ein wenig zu erfahren, wie diese Therapie abläuft.
Ich selbst habe inzwischen 80 Stunden bewilligt bekommen und muss sagen, es ist das Beste, was mir persönlich passieren konnte.
Das Problem sich extrem verlassen zu fühlen und dependent von bestimmten Personen zu werden, hat mich in diese Therapie gebracht.
Andere Therapien haben mir zwar bei der BL-PS geholfen, griffen aber nicht bei den genannten Problemen.

Ich habe mir eine zertifizierte Schematherapeutin gesucht. Das war mir wichtig, denn ich hatte keine Lust mit jemanden zu arbeiten, der mal ein Buch über Schematherapie gelesen hat und sich dann Schematherapeut nennt.

Ich will jetzt mal nur auf die erwähnte Stelle mit der frühkindlichen Zurückführung eingehen, denn sonst schreibe ich hier ein Buch.
Das, was du in der Imagination erfahren hast, dieses wieder gutgehen, erlebe ich andauernd, selbst bei heftigen Gefühlszuständen.

Vor einer zu starken Zurückführung in alte Gefühle muss ich keine Angst haben, denn meine Th. achtet sehr darauf, wie weit ich mich in die Gefühle fallen lassen und greift dann diesbezüglch ein, wenn sie merkt, es wird evtl. zu viel.
Ich muss also emotional nicht völlig in die frühere Situation hineingehen. Nur soweit, dass ich mein Gefühl von damals spüre und damit arbeiten wir. Auf einer Skala von 0-10 an Gefühlsstärke reicht auch schon eine 3 oder eine 4, um damit arbeiten zu können.

Inzwischen kann ich gut mit mir selber zurechtkommen, kann meinen verletzbaren Anteil wahrnehmen und trösten und die anderen Anteile entsprechend ansprechen.
Mein ADHS hat mich oft gehindert eigenständig Imaginationen erfolgreich durchzuführen, deshalb kam meine Th. überhaupt erst darauf, dass ich ADHS haben könnte. Mit den Medikamenten bin ich aber inzwischen so gut drauf, dass selbst die Therapie davon profitiert und mir alles leichter fällt.

LG Linda
laetitia
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Re: Schema-Therapie und Ego-State-Therapie

Beitragvon laetitia » 27. September 2016 00:26

Hi Linda

Danke für dein Berichten. Das klingt spannend.

Ich habe nach der Skillsgruppe mal Theapiepause gemacht und bin nun an dem Punkt, wo ich auch die BL-Züge hinterfrage...weil...

...ich merke, dass die emotional schwierigen Phasen meistens mit einem extrem tiefen Blutdruck einhergehen. Was ich mit all den Therapien und so schwierig finde ist, dass man bei Symptomen halt alles mögliche hineininterpretieren kann. Bin ich müde und antriebslos, habe vielleicht noch eine etwas ängstliche Grundstimmung, kann ich das dann allem Möglichen zuschreiben und je nachdem passt es auch. Aber wenn ich wieder etwas Abstand habe, passt es dann doch nicht wirklich...und wenn die gleiche Krise wieder kommt, passt es oft überhaupt nicht mehr.

Das hat mich an der Psychologin auch genervt. Sie konnte nicht verstehen, dass diese Stimmungsschwankungen kamen und dann die Gedankenschlaufen anfingen...und nicht die Stimmungsschwankungen durch die Gedankenschlaufen ausgelöst wurden. Aber ich habe mich jetzt eine Weile intensiv beobachtet und dadurch dass ich jemanden am Kennenlernen bin, auch Feedback von Aussen und kann diese Stimmungstiefs einfach nicht mit unverarbeiteten Geschichten etc. zusammenbringen. Oder sagen wir es so. Es mag schon sein, dass unverarbeitete Geschichten eine Rolle spielen, aber eben nicht die auslösende, sondern die mitspielende. Also ich bin im tief, emotional verwundbar sozusagen und dann kommen die Gedanken zur emotionalen Lage passend. Aber erst, wenn ich wirklich unten bin...

Weil ich da erst mal etwas mehr Klarheit brauche, was genau Körperlich bedingt ist und was wirklich noch Therapiebedarf hat, habe ich mich mal zu meinem eigenen Arzt ernannt und messe mindestens zweimal täglich meinen Blutdruck. Ausserdem mache ich kurze Notizen zu meiner Stimmung und dem Körperbefinden. Ist irgendwie noch spannend...und vielleicht werde ich dadurch am Ende schlauer.

OK, war jetzt mal eher so ein bisschen ein Bericht für mich selber...hehe...wo ich stehe.

Was mir bei der Schematherapie etwas mühe macht ist dieses Schematische...also mit Verwundetem Ich und Eltern Ich und Kritiker und so. Vielleicht stelle ich mir das auch etwas falsch vor. Ich werde morgen eine Freundin treffen, die an der Gruppe teil nimmt, für die ich mich wieder abgemeldet hatte. So kann ich sie auch fragen, was dort so läuft. Bin mal gespannt.
Linda
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Re: Schema-Therapie und Ego-State-Therapie

Beitragvon Linda » 28. September 2016 14:22

Liebe laetitia!

Dein Dilemma kann ich verstehen. Ich finde es wichtig, dass nicht die Diagnose behandelt wird, sondern dein vorherrschendes Symptom.
Also wenn du depressiv bist, schauen, warum das gerade ist, welches Bedürfnis nicht erfüllt wird.
Das ist das Schöne an der ST, dass es eben bestimmte Modi gibt, denen ein Gefühl zugeordnet wird und dann geschaut wird, wie kann es verändert werden. Also Traurigkeit ist das verletzbare Kind in mir, wir schauen, warum es traurig ist und versuchen das dahinter stehende Bedürfnis der "Kleinen" zu erfüllen. Da ist es egal, welche Störung denn nun das Gefühl so schwierig macht, ob BL, oder Depri, oder Schnupfen, es ist da und will gesehen werden.
Hört sich gerade evtl. etwas kompliziert an, ist aber sehr hilfreich.

Skillsgruppe habe ich auch gemacht, aber ich komme nicht damit zurecht, dass Gefühle auf kognitive Art abgelenkt werden, mehr ist das ja nicht. Ich will auch wissen, warum das Gefühl da ist und was ich machen kann, damit es dauerhaft leichter wird und nicht nur, solange ich skille.

Ich beobachte es bei mir, dass es ein Wechselspiel zwischen Gedanken und Stimmungen ist.
Oft ist ein (unbewusster) Gedanke/ oder Gefühl der Auslöser und die Stimmung ändert sich. Durch die veränderte Stimmung komme ich ins Grübeln und so weiter, also ein Teufelskreis.

Es mag schon sein, dass unverarbeitete Geschichten eine Rolle spielen,


Ich kann für mich sagen, dass ich im Alltag oft mit alten Gefühlen reagiere. Beispiel: eine Freundin sagt den Besuch ab.
Anstatt nun zu denken, oh, sie hat zuviel zu tun und schafft es nicht, denke ich (aus der Lebensgeschichte heraus) sie hat keine Lust mich zu besuchen, ich bin ihr zu anstrengend etc.!
Dass ich mich mit solchen Gedanken nicht wohl fühle, ist sicher nachvollziehbar. Das sind dann alte Gefühle.

Das finde ich gut, dass du dich da selbst beobachtest und vielleicht ein Ergebnis bekommst, dass dich weiterführt.

Blutdruck ist bei mir sehr spannungsanfällig, er geht sofort hoch, wenn irgendwas ansteht, was mich belastet und sei es dass Blutdruckmessen selber, weil ich Angst habe, er könnte wieder zu hoch sein :? .

Das was du schematisch siehst, hilft mir in mir Ordnung zu machen. Zu erkennen, wer ist gerade am Wirken, das verletzbare Kind, das auf den Schoß möchte, der gesunde Erwachsene, der alles managt, der Kritiker, der mal wieder alle fertig machen will, oder der distanzierte Beschützer, der am liebsten alle schützen möchte, damit aber sehr übertreibt.

Ich finde es sehr spannend und es ist das 1. Mal in einer Therapie, dass ich mich vollständig gesehen und gewürdigt sehe, na gut, der Kritiker muss immer vor der Tür stehen, das hat er aber auch verdient :D

Das erste Mal, das sich Erfolge sehe, die nicht nur durch permanentes skillen zu ereichen sind. Mir geht es jedenfalls sehr gut damit.

LG Linda

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