Unzufriedern mit Kinder-Psychater

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TaMa1977
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Unzufriedern mit Kinder-Psychater

Beitragvon TaMa1977 » 8. Januar 2014 22:51

Hallo!

Wir sind ja nun seit gut 1,5 Jahren in Behandlung beim KiPsy. Aber irgendwie habe ich das Gefühl, das uns nicht ganz geholfen wird. Mein Sohn bekommt zwar Medis, was ihm auch hilft, aber keinerlei Therapieangebote. Wenn dann nur Gruppentherapien, die total Chaotisch sind. Und ich denke, das er erstmal lernen muss, mit seinen Wutausbrüchen und Emotionen umzugehen. Und ich denke, das geht in Einzelsitzungen besser als in einer Gruppe. Das wäre für mich erst der 2te Schritt.

Meine Freundin ist mit ihrem Sohn bei einem KiPsy, und ihr Sohn hat dort Einzeltherpaie bekommen, um zu lernen, wann er ausrastet, und wie er sich selber Strategien zurechtlegen soll, das er es nicht mehr tut.

Aber ich habe das Gefühl, das mein Sohn gar nicht in der Lage ist, das zu lernen.

Ich würde nun halt gerne den Arzt Wechseln, aber habe etwas Bedenken wie. Kann ich einfach so einen Termin machen, und mir den neuen Arzt erstmal anschauen?
Eigentlich möchte ich es nicht, da dann die ganze Diagnostik dann ja nochmal los geht...Aber so ist es auch doof. Wir haben bald den Schulwechsel in die 5te Klasse vor uns, und ich möchte entlich, das es für meine Sohn mal aufwärts geht.


Ich habe halt auch Angst, das der Arzt uns nicht so hilft, wie ich es hoffe. Denn soviele Ärzte haben wir hier nicht in der Umgebung.

Liebe Grüße
Tanja
Elchi
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Re: Unzufriedern mit Kinder-Psychater

Beitragvon Elchi » 8. Januar 2014 23:30

Hallo Tanja,

habt Ihr denn keine schriftliche Diagnose?
Mit der könntest Du zu einem anderen Arzt gehen, ohne die ganze Diagnostik nochmal machen zu müssen.

Aber auch ohne könntest Du dort einfach mal einen Termin ausmachen und mit diesem Arzt reden. Wenn Du den Eindruck hast, dort wäre es im Hinblick auf die Therapien besser, kannst Du Dir von dem alten Arzt immer noch eine schriftliche Diagnose geben lassen.

LG
Elchi
TaMa1977
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Re: Unzufriedern mit Kinder-Psychater

Beitragvon TaMa1977 » 9. Januar 2014 08:43

Hallo!
Nein,wir haben nix in die Hand bekommen. Ich weiß noch nichtmal, ob er ADS oder ADHS hat...Es gibt ja noch mehr Abstufungen, worüber ich nix weiß.
Infos generell, wo seine Probleme sind, habe ich auch nicht bekommen...Und wenn ich das nun bei meiner Freundin sehe, wie das da abläuft, denke ich halt wirklich, das wir da nicht gut aufgehoben sind. Vorher hatte ich ja gar keine Vergleichsmöglichkeiten und dachte, das es so normal sei.

Ich werde mal nen Termin machen.

Ich dachte halt immer, das die Ärzte sich doch lieber ncoh ein eigenes Bild von dem Kind machen.
Gerade weil die Diagnostik bei meinem KiPsy nicht so ausgeprägt war, wie z.B. der bei meiner Freundin war.

Liebe Grüße
Tanja
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Sheherazade
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Re: Unzufriedern mit Kinder-Psychater

Beitragvon Sheherazade » 9. Januar 2014 12:15

[quote="TaMa1977"]
Nein,wir haben nix in die Hand bekommen.
[/quote]

Dann würde ich an eurer Stelle endlich mal den schriftlichen Diagnosebericht anfordern, sag halt, du brauchst den für deine Unterlagen.
Sohn *2003 - Autist mit komorbider ADHS
Sohn *2001 - ADS
2 Töchter *1998 und * 1989
Schmerz vergeht, aufgeben ist für immer.
nixe
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Re: Unzufriedern mit Kinder-Psychater

Beitragvon nixe » 9. Januar 2014 14:01

Hast Du denn mit dem jetzigen Arzt mal darüber ein Gespräch geführt ?

Er wird schließlich Gründe haben. Und er kennt auch Deine Bedenken nicht, wenn Du die nicht äußerst. Die Gleichsetzung von was dem Kind der Freundin hilft = muss auch das sein, was meinem Sohn hilft, ist etwas schwierig. Es sind verschiedene Kinder und selbst bei derselben Diagnose muss nicht die gleiche Methode zum Ziel führen.

Gör´Dir doch mal an, was der jetzige Arzt überhaupt dazu meint, bevor Du weitere Schritte unternimmst ? Dabei gibt es nichts zu verlieren.
Die Wahrheit ist dem Menschen zumutbar. (Ingeborg Bachmann)
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Re: Unzufriedern mit Kinder-Psychater

Beitragvon lenilein » 9. Januar 2014 19:33

Ich würde dir auch dazu raten, erstmal mit dem jetztugen zu reden und deine Probleme zu erklären. Falls du das schon gemacht hast, würde ich einfach ganz offen sein und sagen, dass du denkst, dass er deinem Sohn nicht genug hilft. Dann kannst du auch direkt nach den Dokumenten fragen und damit dann zu einem anderem Arzt gehen.
bin ich außergewöhnlich, bin ich anders, bin ich besonders, nein ich bin einfach ich jeder, der das nicht so sieht, der ist es nicht!
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TaMa1977
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Re: Unzufriedern mit Kinder-Psychater

Beitragvon TaMa1977 » 9. Januar 2014 21:25

Hallo!
Danke erstmal für eure Antworten.
Ganz direkt habe ich es dem Arzt noch nicht gesagt, das mir in der Behandlung was fehlt.
Aber wenn wir ein Gespräch hatten, dann kam keinerlei Vorschlag, an Therapiemöglichkeiten. Sondern er gibt immer irgendwelche Globulis, ohne zu sagen, was er damit bewirken will. Und wenn man nacxhfragt, dann sagt er nur, dsa wir warten sollen, ob es wirkt.
Ich fühle mich einfach nicht so aufgehoben, wie ich es gerne hätte. Und das schon länger.

Ich wollte meinen Sohn ja nicht nur mit Medis behandeln lassen, sondern auch, ds er lernt, mit dem ADHS umzugehen. Also selber Wege zu finden, wie er in manchen Situtaionen sich zu verhalten hat.

Und nur weil meine Freundin mit ihrem Arzt gute Erfahrungen gesammelt hat, würde ich nie wechseln. Aber der Arzt von ihr, handelt genauso wie ich es mir vorgestellt habe. Ich dachte ja immer, das es so normal ist, wie es läuft.

Aber ich habe nun am 23. nen Termin beim neuen Arzt, und habe auch geschildert, warum ich einen Termin möchte.
Und dann sehe ich einfach, ob ich und meinen Sohn mit seiner Art besser klar kommen.

Ich habe halt das Gefühl, das wir uns nun fast 2,5 Jahre auf der Stelle bewegen.
Es ist zwar in der Schule besser geworden, aber auch nur mit den Medis. Ohne kann er sich in keinsterweise steuern. Oder ist aufnahmefähig für sowas. Und ich finde, das er ds lernen muss.

Ich war bis jetzt der Meinung, das der Arzt dachte, das mein Sohn einfach noch nicht soweit ist, das er es könnte. Aber solangsam glaube ich, er kann es, nur muss man es ihm beibringen wie er es anwenden soll.

Und wenn ich sehe, wie der Sohn meiner Freundin mit der Therapie Fortschritte gemacht hat, wünsche ich einfach, das mein Sohn auch die Möglichkeit bekommt. Ob es mit dem Arzt klappt, sehe ich nun erst später.
Aber die Therapien, die der neue Arzt hat, hat der alte nicht. Jedenfalls habe ich da noch nie was mitbekommen von oder es wurde uns angeboten.

Liebe Grüße
Tanja
nixe
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Re: Unzufriedern mit Kinder-Psychater

Beitragvon nixe » 10. Januar 2014 11:06

Trotzdem würde ich auf jeden Fall das Gespräch mit dem jetzigen Arzt suchen. Nicht, um ihm eine "2. Chance" zu geben oder so, sondern, um seine Perspektive kennenzulernen.

Es kann sein, dass es einfach eine bessere Anlaufstelle für Euch gibt, das würde ich auch ausprobieren. Möglich ist aber auch, dass der jetzige Arzt gute Gründe für sein Vorgehen sieht und die wären zumindest wichtig für Euch zu wissen.
Die Wahrheit ist dem Menschen zumutbar. (Ingeborg Bachmann)

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