Ärger mit der Krankenkasse

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teddy1213
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Ärger mit der Krankenkasse

Beitragvon teddy1213 » 2. September 2017 15:41

Hallo,
ich bin gerade völlig ratlos. Auf Grund akuter körperlicher Probleme u.a. Lungenprobleme, geringe Belastbarkeit, mittelgradige Depression bin ich seid gut zwei Monaten arbeitsunfähig geschrieben.
Gerade bekam ich ein Schreiben von der Krankenkasse, dass die Arbeitsunfähigkeit aufgehoben und ich zum Ende nächster Woche wieder meine Arbeit aufnehmen muss.
Dies ohne jeglicher Untersuchung durch den Mdk und ohne geplante Untersuchungen wie Langzeit EKG und Blutdruck sowie Schlaflabor abzuwarten. Ich fühle mich weder körperlich noch psychisch so belastbar, dass ich wieder arbeiten kann.
Vor fast zwei Wochen hatte mich der Typ von der Krankenkasse angerufen und gefragt welche Diagnose im Vordergrund steht. weil ich zu diesem Zeitpunkt gerade sehr schlecht Luft bekam sagte ich die Atemprobleme. Jetzt denke ich, dass dies falsch war.
Eher hätte ich sagen sollen die Psyche.
Ich werde Montag zum Arzt gehen und alles besprechen, aber ich fühle mich verletzt und gedemütigt als ob ich aus Faulheit zu Hause bleiben würde.
Mir geht es durch diesen Brief noch besch..... Vor allem weil offensichtlich nur nach Aktenlage entschieden wurde ohne dass der Mdk mich gesehen hat. Mein Arbeitgeber war bisher sehr Verständnisvoll und weiß daß ich mich bis nichts mehr ging mit Atemnot zur Arbeit gezwungen habe und dieser Typ urteilt über mich ohne mich zu kennen. Ich versuche ruhig zu bleiben fühle mich aber völlig am Ende
Was würdet ihr tun?
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Sheherazade
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Re: Ärger mit der Krankenkasse

Beitragvon Sheherazade » 2. September 2017 16:44

teddy1213 hat geschrieben:Gerade bekam ich ein Schreiben von der Krankenkasse, dass die Arbeitsunfähigkeit aufgehoben und ich zum Ende nächster Woche wieder meine Arbeit aufnehmen muss.

Das verstehe ich nicht, wie kann die Krankenkasse eine AU vom behandelnden Arzt aufheben? Bist du bereits im Krankengeldbezug?
Sohn *2003 - Autist mit komorbider ADHS
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teddy1213
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Re: Ärger mit der Krankenkasse

Beitragvon teddy1213 » 2. September 2017 22:50

Ja ich bin im Krankengeldbezug. Die 6 Wochen sind um und es kam vor 1,5 Wochen der Bewilligungsbescheid und heute zum 8.09. die Aufhebung,
Das Ganze nur nach Aktenlage entschieden ohne das mich jemand vom Mdk gesehen hat.
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Sheherazade
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Re: Ärger mit der Krankenkasse

Beitragvon Sheherazade » 3. September 2017 07:31

Kannst du mal bitte die Begründung für die Aufhebung abtippen, das macht so keinen Sinn.
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Re: Ärger mit der Krankenkasse

Beitragvon teddy1213 » 3. September 2017 13:20

Vielen Dank für die Hilfe, hier der Text:

Die Begutachtung Ihrer medizinischen Unterlagen durch den Medizinischen Dienst der Krankenversicherung (MdK) ergab, dass Ihre Arbeitsunfähigkeit nicht länger als bis zum 8. September 2017 begründet ist.
Ihre Arbeitsunfähigkeit und Ihr Anspruch auf Krankengeld enden somit spätestens am 8.September 2017.

Aus den ärztlichen Unterlagen gehen keine Aspekte hervor, die eine Arbeitsunfähigkeit weiterhin begründen. Ihr Arzt ist im Vorwege darüber informiert worden. Dieser hat keine Einwände gegen die Beendigung der Arbeitsunfähigkeit erhoben. (Anmerkung von mir: Ärztin war letzte Woche nicht in der Praxis)

Aus diesem Grund können wir Ihre Au über den 8.09. hinaus nicht weiter anerkennen. Dies bedeutet nicht zwingend, dass Ihre Erkrankung und Behandlung als beendet anzusehen ist. Jedoch können die weiter geplanten Therapien berufsbegleitend neben Ihrer beruflichen Tätigkeit in Anspruch genommen werden. Bitte besprechen Sie dies mit Ihrem behandelnden Arzt.

......................Bla bla und Rechtsbehelf einen Monat
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Re: Ärger mit der Krankenkasse

Beitragvon Sheherazade » 3. September 2017 13:42

teddy1213 hat geschrieben:Bitte besprechen Sie dies mit Ihrem behandelnden Arzt.


Dann weißt du ja, was du zu tun hast: Umgehend einen Termin bei deiner Ärztin vereinbaren, damit ihr innerhalb der nächsten Woche dagegen angehen könnt.

Wie ihr dagegen angehen könnt, müsste hier
......................Bla bla und Rechtsbehelf einen Monat

stehen.
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Re: Ärger mit der Krankenkasse

Beitragvon teddy1213 » 3. September 2017 14:40

Danke, für die Hilfe
Dies werde ich auch machen. Mir geht es durch diesen Brief momentan noch schlechter als es vorher der Fall war.
Ich empfinde dies als Willkür und ich habe Angst. Angst vor dem was kommt, Angst vor der Reaktion meine r Ärztin. Die ja letztendlich auch von der Krankenkasse abhängig ist. Angst davor. dass ich In einer Woche doch arbeiten muss, obwohl ich mich nicht dazu in der Lage fühle, meine Arbeit mit voller Konzentration und Aufmerksamkeit auszuführen. Ich bin 55 und habe Verantwortung. Dieser Verantwortung muss ich gerecht werden, sonst ist das gefährlich für mich und andere.
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Re: Ärger mit der Krankenkasse

Beitragvon Sheherazade » 3. September 2017 15:06

Ergib dich nicht deiner Angst, so verständlich deine Gefühle auch sind. Sprich mit deiner Ärztin so bald als möglich.
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Re: Ärger mit der Krankenkasse

Beitragvon Gutemiene » 4. September 2017 09:34

So schnell wie möglich eine verständnisvolle Seele in der Ärzteschaft finden!

Wenn du Angst vor der Reaktion deiner bisherigen Ärztin hast, kommt das von deiner momentan schlechten Verfassung.

Man kann es aber auch als Ausdruck einer beginnenden Angststörung sehen (ich kenne das!).

Vielleicht könntest du nach einer kompetenten Psychiaterin fragen und dich dort zusätzlich vorstellen?

Ich wünsche dir genug Kraft, um das gut durchzustehen.
"Mach' GUTEMIENE zum Besenspiel" :lol:

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