Schilddrüse und co

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laetitia
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Schilddrüse und co

Beitragvon laetitia » 19. August 2016 15:27

Liebe Foris

Sorry, falls schon mal sowas gefragt wurde...wurde es ganz bestimmt...

Also ich möchte mich nochmals gründlich durchchecken lassen gesundheitlich. Einerseits weil ich oft kaum aus dem Bett komme und mein Blutdruck sehr tief ist, manchmal mühsam tief.

Welches sind nochmals die Schilddrüsenwerte, die Aussagekräftiger sind als der Allgemeinwert, der normalerweise getestet wird? Wäre mir wichtig zu wissen, damit ich dem Arzt sagen kann, was er machen soll...

Bei den Vitamin B12-Werten gibt es auch noch so weitere Werte, die nur getestet werden, wenn man dies verlangt. Kennt sich da jemand aus?

Gibt es das auch noch bei anderen Tests wie Eisen oder so?

Was genau wird getestet, wenn man den Hormonspiegel testen lassen will, macht das Sinn?

Ich möchte halt, wenn schon getestet wird, mal alles richtig testen und nicht nur so larifarimässig.

OK, muss gleich los zur Arbeit.
Danke für die Hilfe, sofern jemand helfen kann...
ADHDgoesto11
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Re: Schilddrüse und co

Beitragvon ADHDgoesto11 » 19. August 2016 17:19

laetitia hat geschrieben:Welches sind nochmals die Schilddrüsenwerte, die Aussagekräftiger sind als der Allgemeinwert, der normalerweise getestet wird?


Also normalerweise werden die Hormonwerte für T3, T4 und TSH gemessen. An den Werten kann man sehen, ob die Schilddrüse ausreichend Hormone produziert und vom Gehirn korrekt (über das TSH) gesteuert wird. Weitergehende Tests sind eigentlich nur dann notwendig, wenn man an diesen drei Werten sieht, dass irgendwas nicht in Ordnung ist.

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laetitia
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Re: Schilddrüse und co

Beitragvon laetitia » 20. August 2016 00:43

Danke ADHDogesto11

Das war was ich bezüglich Schilddrüse wissen wollte.

Der TSH-Wert, der letztes Jahr zweimal getestet wurde, war zwar beide Male im normalen Bereich, die beiden Testwerte wichen aber erheblich voneinander ab. Ob das eine Bedeutung hat, weiss ich allerdings nicht, konnte ich bis jetzt auch nicht herausfinden.

Das mit dem VitaminB12 möchte ich testen, weil ich wenig bis kein Fleisch esse. Ich nehme zwar Vitamine und Eisen, weiss aber nicht so genau, wie mein Körper das ausnimmt. Der allgemeine Wert sagt aber nicht so viel aus, weil er nur besagt, wie viel man im Blut hat und nicht ob die Leber einen Vorrat hat. Irgendwie so...aber muss ich wahrscheinlich woanders fragen.
ADHDgoesto11
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Re: Schilddrüse und co

Beitragvon ADHDgoesto11 » 20. August 2016 16:50

laetitia hat geschrieben:Der TSH-Wert, der letztes Jahr zweimal getestet wurde, war zwar beide Male im normalen Bereich, die beiden Testwerte wichen aber erheblich voneinander ab. Ob das eine Bedeutung hat, weiss ich allerdings nicht, konnte ich bis jetzt auch nicht herausfinden.


TSH ist das Hormon, mit dem das Gehirn der Schilddrüse mitteilt, dass sie die eigentlichen Schilddrüsenhormone (T3/T4) produzieren soll.

Wobei, ich wollte in nächster Zeit auch mal ein Blutbild machen lassen. Ich habe schon seit Jahren eine abnormale Kälteempfindlichkeit (ich brauche zwei Decken, um einschlafen zu können, wenn es im Zimmer weniger als 22 Grad hat), Bradykardie (Ruhepuls von 50 oder weniger, und nein, ich hab' kein Sportlerherz), Hautprobleme (trockene, rissige Stellen, die auch durch intensivstes Cremen nicht besser werden) und noch ein paar andere Dinge, die eventuell durch eine Hypothyreose verursacht sein könnten...

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Re: Schilddrüse und co

Beitragvon laetitia » 20. August 2016 23:26

Ja, das würde ich abklären lassen.

Trockene Haut habe ich nicht, eher das Gegenteil, im Gesicht jedenfalls. Im Winter trockene Lippen...aber zuviel eincremen verstärkt die Trockenheit nur. Deshalb trage ich Lippenpommade nur sparsam auf und nur, wenn die Haut Risse bekommt.
Als Kind hatte ich mal eine Phase, wo ich im Winter rauhe Hände hatte, so dass sie Risse bekam, die bluteten.

Ich habe einfach einen tiefen Blutdruck, meistens um die 60/90 und vorgestern so eine Stunde nach dem Aufstehen war er auf 54/88...ich weiss dass ich Sport machen sollte. Nur, wenn ich Körperlich so müde bin, ist das schwierig, weil ich kaum aus dem Bett komme und weil ich es eben nicht geschafft habe, aufzustehen, gleich zur Arbeit muss (Spätschicht), dann Abends auch nicht mehr gross was tun kann, ist ja dann Nacht...aber ich wohne seit zwei Monaten im 6. Stock und habe vor einigen Tagen angefangen, konsequent die Treppe zu nehmen...sogar von der Waschküche in die Wohnung, also nochmal eine Treppe mehr...mal kucken obs was bringt :mrgreen:

Bis Montag muss ich mir dann überlegen, was ich dem Arzt sage, weshalb ich diese Tests möchte. Ich hasse das. Bisher kam ich mir da immer vor wie ein Hypochonder, der mal ein bisschen ein Druck im linken kleinen Zeh spürt und anfängt zu Googeln und dann zum Schluss kommt, Krebs zu haben. Wenn ich mich wohl fühle, dann fällt es mir auch schwer, meine Beschwerden zu beschreiben. Lustigerweise fühle ich mich meistens wohl, wenn ich beim Arzt bin...ist nervig...

Wie auch immer. Danke nochmal für deine Erklärung. Das macht Sinn.
laetitia
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Re: Schilddrüse und co

Beitragvon laetitia » 20. August 2016 23:39

Uups, jetzt habe ich gerade nochmals den Blutdruck gemessen...wieder 54/89 bei einem Puls von 63.
Elchi
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Re: Schilddrüse und co

Beitragvon Elchi » 21. August 2016 00:58

Hallo Laetitia,

wenn Du SD-Hormone testen lässt, dann neben TSH bitte fT3 und fT4. Das sind die freien Hormone, die im Blut "schwimmen" und somit für den Körper brauchbar sind. T3 und T4 wird aber normalerweise sowieso nicht gemessen.

Wenn Du wissen willst, wieviel verfügbares Eisen Du in Dir hast, lass' Ferritin messen. Er sollte mindestens bei 50 liegen, auch wenn die Norm oft schon bei etwa 10 losgeht.
Für B12 ist der Holo-TC Wert interessant (der Stoffwechselaktive Teil vom B12).

Solltest Du eine SD-Unterfunktion haben, kannst Du durchaus auch Symptome haben, wenn alle SD-Werte in der Norm sind. Leider ist für Ärzte immer alles in Ordnung, so lange die Werte nur irgendwie in der Norm sind. Manchmal sogar, wenn sie teilweise außerhalb liegen.

Die Erfahrung meiner Tochter (und vieler anderer Betroffener) lehrt aber leider, dass man durchaus eine SD-Unterfunktion haben kann, obwohl alle Werte "schön" aussehen. Meine Tochter hatte "gute" Werte, aber trotzdem Hashimoto und hat durch SD-Hormone eine deutliche Verbesserung ihres Allgemeinzustandes erlebt.

Ein gutes Argument für den Arzt, die Schilddrüsenwerte zu prüfen (bei allen drei Werten zieren sie sich gerne), sind Schilddrüsenkrankheiten in der Familie (am Besten natürlich bei der Mutter, aber es helfen hier auch Oma, Tanten, Geschwister... Wenn Du da keine echten Verwandten zu bieten hast, können sie ja weit weg wohnen (hier fehlt der Smilie mit dem Heiligenschein). Zur Not geht auch eine Freundin, die die gleichen Symptome hat (also bei vermuteter Unterfunktion plötzliche Gewichtszunahme ohne Änderung der Essgewohnheiten, ständiges Frieren, trockene Haut). Symptome, die nicht im Lehrbuch für Unterfunktion stehen können durchaus auftreten, verwirren aber einen Arzt leicht und sollten lieber unerwähnt bleiben :D

Holo-TC kennen viele Ärzte nicht, auf Kassenrechnung bestimmen sie ihn sowieso meistens nicht. Du kannst ihn aber selber zahlen, kostet, wenn ich mich richtig erinnere um die 20,-.
Ferritin machen Ärzte häufiger (da Du ja immer müde bist, was ein deutliches Zeichen für Eisenmangel ist, wie auch Haarausfall), kostet als Selbstzahler etwa 15,-
Sollte Dein Arzt sich komplett weigern, kannst Du auch als Selbstzahler in ein freies Labor gehen. Dort bekommt man alle gewünschten Werte ohne Diskussion (allerdings gegen Geld).

LG
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Re: Schilddrüse und co

Beitragvon laetitia » 22. August 2016 01:45

Danke Elchi, das ist sehr Hilfreich...und was ich wissen wollte :mrgreen: .

Weiss nicht, wie die Preisunterschiede der Laboruntersuchungen Deutschland-Schweiz sind. Blutbild mit richtiger Blutabnahme (also nicht bloss dem Pieks in den Finger) kosteten bisher immer um die 300 Franken. Daher weiss ich nicht, ob deine Preisangaben vergleichbar sind...aber die Kassen übernehmen meistens recht viel.

Also gewichtsmässig bin ich eher am unteren Ende des Spektrums, war schon immer so. Nur wenn ich viel Süsses und Fettiges esse, nehme ich zu. Aber ich habe sehr oft so ein leichtes Hungergefühl.
Hm, Familiengeschichten...da weiss ich nicht so viel, ausser dass mein Grossvater Neurodermitis und Asthma gehabt haben soll und dass er im Alter Diabetes hatte. Tante Schizophrenie, sonstige ebenfalls etwas speziell. Auf der Vaterseite einige Krebsleiden, Tumore, Alkoholismus oder Drogen. Mir fällt es aber schwer, etwas zu erfinden...

Mal sehen. Ich finde einfach, dass die Ärzte einen ernst nehmen sollten und man dafür nicht erst ein riesen Tamtam machen muss. Aber vielleicht sind die Ärtze in der Stadt etwas umsichtiger, werde ich dann sehen.
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Re: Schilddrüse und co

Beitragvon laetitia » 22. August 2016 02:07

OK, ich habe gerade die beiden Tabellen vor mir von den letzten zwei Untersuchungen im letzten Jahr (Mai und November).

Hätte ich auch etwas genauer studieren sollen...habe völlig übersehen, dass die Blutkörperchen zu tief sind...warum mich die Ärztin darauf nicht hingewiesen hat? Das Eisen ebenfalls laut Tabelle zu tief, da erinnere ich mich aber noch, wie sie meinte, dass es da unterschiedliche Ansichten gäbe und laut ihrer Meinung das Eisen noch im Normalbereich sei.

Ich habe aber seit einer Weile Eisen und B-Complex genommen und sofern mein Körper das aufnimmt, sollten die Werte eigentlich gut sein. Naja, Zeit das zu prüfen.

Der TSH-Wert ist das erste Mal bei 2.01, beim zweiten Mal bei 0.942. Kommen solche Schwankungen vor? Hat das mit dem Zyklus zu tun?

Werde das sicher mit dem Arzt besprechen, sofern ich einen finde, der mich ernst nimmt.
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Re: Schilddrüse und co

Beitragvon justme13 » 22. August 2016 05:01

Servus,

bezüglich Schilddrüsenwerte stimme ich Elchi zu.
Bei mir waren sie immer im Normbereich, ob mit oder ohne Medis. Die Unterfunktion wurde nur festgestellt, weil mir ab und zu mal was im Hals stecken blieb und der Arzt daraufhin auf die Idee kam, mal einen Ultraschall zu machen. Siehe da, das Ding war vergrößert.

Hier in Australien war ich mal ein halbes Jahr ohne Medis (lange Geschichte, hat mit einem total bescheuerten Doktor zu tun) und als dann (bei einem anderen Arzt) ein Bluttest gemacht wurde, war trotzdem alles im Normbereich.

Da meine Werte immer so toll sind, wird auch nix an der Dosis der SD-Hormone geändert, obwohl ich der Meinung bin, dass sie angepasst werden müssten.

Laut Ärztin habe ich mittlerweile Hashimoto. Und Anfang des Jahres habe ich auf einem Ultraschall bestanden (hat hier noch niemand für nötig erachtet - in Deutschland hatte ich den jedes Jahr) und hoppla - nun hab ich Knoten!

Ich hab mir aus der Bücherei das Buch von Dr. Izabella Wentz - Hashimoto's Thyroiditis - the root cause geholt, bin aber noch nicht ganz durch. Die Dame hat auch eine Website, einfach mal googeln.

Soweit komm ich ganz gut klar, das einzige was mich nervt ist, dass ich ganz schwer Gewicht verliere. Egal was ich mache, mein Stoffwechsel beschließt nach spätestens einer Woche, dass das was ich ihm zuführe und durch Sport abtrainiere, genug ist und nimmt dann wieder zu. Dabei möchte (müsste) ich dringend mindestens 20 kg abnehmen. Und dann wäre ich immer noch über meinem Normalgewicht... seufz.

Meine Eisenwerte sind auch immer niedrig, ich nehm Eisentabletten. Mir sind die Haare ausgegangen und ich war dermaßen antriebslos, dass ich nachmittags auf dem Sofa eingeschlafen bin.
Elchi
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Re: Schilddrüse und co

Beitragvon Elchi » 22. August 2016 10:56

Solche Schwankungen beim TSH kommen häufig bei Hashimoto vor. Bei dieser Autoimmunerkrankung wird das Schilddrüsengewebe vom Körper angegriffen (es gibt auch eine Version, bei der die Schilddrüse wächst, die ist in Deutschland aber sehr selten. Wahrscheinlich wird das in der Schweiz nicht anders sein). Es gibt Schätzungen, das etwa 10% der Bevölkerung in Deutschland (Schweiz sicher ähnlich) Hashimoto hat. Frauen sind deutlich häufiger betroffen.
Immer, wenn wieder etwas Gewebe zerstört wurde, werden die in diesem Gewebe gespeicherten Hormone freigesetzt. Sie sind dann im Blut und für den Körper verwertbar, weshalb der TSH runter geht. Sind sie "verbraucht", geht der TSH wieder hoch.

Knoten in der Schilddrüse kommen unter Anderem auch von einer Hormonunterversorgung. Da meine Tochter Hashi hat, hat ihr Arzt mit empfohlen, meine SD auch untersuchen zu lassen. Da er Knoten gefunden hat, hat er mit auch SD-Hormone verschrieben. Ich merke bei meinem Befinden keinen Unterschied, ob ich sie nehme oder nicht. Aber die Knoten sind weniger geworden, also werde ich es wohl weiter nehmen (auch meine Werte haben sich nur wenig verändert, aber die SD ist entlastet worden).

Wie die Preise für Labostests bei Euch sind, kann ich nicht beurteilen Eventuell kannst Du ja einfach mal nachfragen, was es als Selbstzahler kostet.

LG
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Re: Schilddrüse und co

Beitragvon laetitia » 22. August 2016 13:08

Danke Elchi

Macht mir gerade etwas Angst...aber gleichzeitig gibt es mir etwas an die Hand, als Argument für die Tests. Langsam nervt mich diese Ärztin, wo ich im November die Tests machte immer mehr. Ich brachte ihr extra die Werte meiner Werte im Mai mit, da hätte sie nur mal einen kurzen Vergleich machen können...dann vielleicht gemerkt, dass da etwas unregelmässig ist und es gut wäre, das nochmals anzuschauen. Sollte tatsächlich eine Unter- oder Überfunktion der SD herauskommen, werde ich richtig Wütend sein. Ihr vielleicht sogar schreiben. Geht doch nicht, sowas! Für das verdienen die so viel Geld...und nur weil es von der KK bezahlt wird, fühlen sie sich irgendwie dem Patienten gegenüber nicht wirklich verantwortlich...das ist jedenfalls bisher mein Eindruck von Ärzten in der Schweiz. Ich war in zweimal beim Arzt in den USA...und auch wenn das Amisystem umstritten ist, sowas können sich die nicht leisten. Dort wird man untersucht.

Noch eine Frage. Bei mir ist es so, dass ich bei Stress abnehme. Natürlich gibt es da Faktoren wie, dass bei Stress mein Appetit reduziert ist oder ich keine Zeit habe zu essen oder mir die Energie fehlt, zu kochen etc. Aber ich habe ebenfalls festgestellt, im letzten Semester, dass ich zwar regelmässig und gut ass, aber immer Hunger hatte und das Gefühl hatte, mehr zu verbrennen als normal...kann das auch mit der SD in Zusammenhang stehen?
Elchi
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Re: Schilddrüse und co

Beitragvon Elchi » 22. August 2016 16:38

Es könnte natürlich.
Es gibt bei Schilddrüsenproblemen die Lehrbuchmäßigen Symptome und es gibt die, die man eben hat.
Meine Tochter ist auch sehr schlank, hatte häufig "Schwitzanfälle" und noch einige Symptome, die eigentlich auf eine Überfunktion deuten. Trotzdem ist es eine Unterfunktion und mit den Medis ist es auch sehr viel besser geworden.

Die meisten Ärzte kennen sich mit der Schilddrüse nicht aus. Für die war Dein TSH immer in der Norm, also bist Du gesund.
Wenn Du den begründeten Verdacht hast, dass etwas nicht stimmt, solltest Du Dir jemanden suchen, der die Schilddrüse zum Steckenpferd gemacht hat. Solche Ärzte sind leider seeeeehr dünn gesäht, auch in der Schweiz.

Um Dich ein bisschen schlau zu machen, kannst Du mal in diesem Forum lesen:
http://www.ht-mb.de/forum/forum.php
Es wurde von zwei Ärzten gegründet, die sich mit der Schilddrüse beschäftigen.
Im Forum kann man auch nach geeigneten Ärzten in der Näche fragen. Wie auch bei ADHS ist es manchmal nötig, für eine gute Diagnose etwas weiter zu fahren. Aber wenn es wirklich ein Schilddrüsenproblem ist, ist es sowieso hilfreich, sich selber zu seinem eigenen Fachmensch zu machen. Dann brauchst Du "nur" noch einen Arzt, der die Medis verschreibt, aber mit Diagnose machen das meistens die Hausärzte.

LG
Elchi
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Re: Schilddrüse und co

Beitragvon laetitia » 9. September 2016 11:35

OK...war jetzt beim Arzt...grundsätzlich ist mir die Praxis und Ärztin sympathisch. Auch cool, dass man seine Akte jederzeit online einsehen kann.

Aber ja, was soll ich sagen. Bin mir wieder ziemlich blöd vorgekommen. Sie meinte, solange der TSH-Wert im Normalbereich wäre, würde es keinen Sinn ergeben, den T3 und T4 zu messen. Ich meinte dann, ob das denn ein grosser Aufwand wäre, es trotzdem zu tun. Sie: Nein, das nicht, aber es macht keinen Sinn, die Daten sind nicht nutzbar. Sie hätte das auch schon mit einem Spezialisten für Schilddrüse besprochen.

Als die Assistentin meinen Blutdruck messen wollte, zeigte das Gerät zuerst 'Error' an, dann 50/89...Gerade letzte Nacht wachte ich einige Male auf, weil meine Arme kribbelten. Es kann doch nicht sein, dass ich ständig wie eine Halbtote umhergehe...müde, kribbelig etc. nur weil sich Fachleute nicht mit den Ursachen eines tiefen Blutdrucks auseinandersetzen wollen...weil es derer Meinung nach ungefährlich sei...

Ich komme mir auch immer wieder so dämlich vor, wenn ich zum Arzt gehe, der mir zu verstehen gibt, dass alles in Ordnung wäre, ich mich aber nach wie vor unwohl fühle. Und dies nicht eingebildet ist...aber mir so vorkomme, wenn ich beim Arzt bin...bis ich wieder Zuhause sitze und meinen Alltag regeln sollte.

Warum müssen einen Fachleute immer anzweifeln??? Am Ende habe ich dann oft doch recht...Mal sagte ich einer Ärztin, dass ich sporadisch Eisen und B-Komplex nähme. Die war entsetzt und meinte, dass man das doch nicht einfach so nehmen sollte. Als dann die Ergebnisse des Bluttests kamen sagte sie: Sie können das weiterhin so machen. Sie sind eher knapp mit Eisen und B...JAAAA...ich kenne doch meinen Körper und muss in ihm leben...

Die Psychologin wollte mir auch eine Zwangsstörung einreden, statt ADHS...meinte ständig, ich würde übertreiben, wenn ich von meiner Unordnung erzählte...und meine Eltern bezeichneten mich als Simulantin, wenn ich mit Stirnhöhlenentzündung zuhause blieb...

Es nervt einfach und ich bin nunmal keine Dramaqueen...und kein Weichei...was man mir halt nicht ansieht...weil ich schlank bin, ruhig und besonnen...brav aussehe...oder warum auch immer.

Mein Vielleicht-Freund hat mich erst auch nicht ernst genommen, als ich ihm sagte, dass ich absolut keine Frühaufsteherin bin. Er hat dann halt erleben müssen, dass dem so ist und was das genau heisst...dass ich da nicht übertreibe und es kontraproduktiv ist, einen Flug um 7h zu buchen mit der Vorstellung, dass man so zusätzliche Zeit am Ort gewinnen würde...denn wenn ich um 4.30h aufstehen muss, ist mein Tag gelaufen...selbst wenn ich mir Mühe gebe.

Ich bin es müde, nicht ernst genommen und unterschätzt zu werden.

OK...und das musste jetzt kurz raus. Seufz...
Elchi
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Re: Schilddrüse und co

Beitragvon Elchi » 9. September 2016 14:17

Eisenmangel, B12 Mangel und Vitamin D Mangel sind häufige Begleiterscheinungen einer Schilddrüsen-Immunerkrankung (z.B. Hashimoto). Das würde also Deine Vermutung, dass da was mit der Schilddrüse ist, unterstützen.
Dass Du gesund bist, wenn der TSH in der Norm ist, ist übliche Reaktion vieler Ärzte. Meine Tochter hatte sogar einen Arzt, der der Meinung war, solange der TSH nicht über 10 geht (Referenzbereich geht hier je nach Labor bis 2,5 oder 4,5), braucht man "nichts zu machen". Egal, ob der Betroffene dann schon unter dem Tisch liegt

Es gibt, was Schilddrüse anbelangt leider nur sehr wenige wirklich gute Ärzte. So lange der TSH macht, was er soll, nämlich ordentlich hoch gehen bei Unterfunktion, ist das ausreichend. Aber wehe, der Körper hält sich nicht ans Lehrbuch.
So weit ich weiß, drückt Mph auch den TSH, was aber natürlich auch kein Wald- und Wiesen-Arzt weiß (ich weiß jetzt gerade nicht, ob Du Medis nimmst).

Das Forum, in dem ich mir sehr viel Wissen angelesen habe, habe ich Dir ja schon genannt. Man kann dort nach Ärzten suchen. Oder Du siehst mal hier http://top-docs.de/include.php?path=login/arzts.php nach. Diese Liste hat ein SD-Betroffener angelegt. Wenn Du Dich anmeldest, kannst du auch negative Einträge lesen.

LG
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Re: Schilddrüse und co

Beitragvon laetitia » 9. September 2016 22:09

Danke Elchi

Hm...nein, zur Zeit nehme ich keine Medis, weil die meinen Kreislauf noch mehr runter drückten...was mir ja keiner glauben will...aber wenn MPH die Schilddrüsen beeinflusst und diese den Blutdruck oder mindestens das Eisen und B12 beeinflussen, was ja einen Einfluss auf die Blutmenge haben soll...würde das wieder Sinn machen...ausser ich habe dich jetzt völlig falsch verstanden. Auf jeden Fall wollte ich erst nochmals alles abklären, bevor ich mich erneut mit dem Thema MPH und deren Alternativen auseinander setze. Deshalb der Termin heute. Die Ärztin hat dann auch gefragt, warum ich so besorgt sei etc. Konnte ihr ja nicht sagen, dass ich das über ein Forum empfohlen bekam...dann bist du gleich unten durch, habe ich bei der Psychologin erlebt. Die meinte dann, ich solle mal aufhören, mich in diesen Foren zu bewegen...aber ja, was denn sonst, wenn ich auf Nichtforumswegen absolut keine brauchbaren Antworten für meine Symptome bekomme. Ein derart tiefer Blutdruck muss doch eine Ursache haben??? Erst recht, wenn er durch ein Medi, welches normalerweise den Blutdruck erhöht, weiter absinkt...Und die hätte ich gern abgeklärt...selbst wenn am Ende nichts dabei heraus kommt.
Ich habe ihr einfach gesagt, dass Leute mit Erfahrung es mir nahelegten. Da war ihre Reaktion aber in etwa dieselbe, als hätte ich gesagt, dass ich das durch ein Forum empfohlen bekam.

Ja, hab mal in das Forum reingeschaut, werde da nochmals reinschauen. Im Moment ist es wirklich so, dass ich mich in meinem Körper oft nicht ganz wohl fühle. Ich weiss, dass da mehr kraft in mir stecken würde...doch wenn der Kreislauf nicht anspringt, kann ich die nicht wirklich nutzen und das ist echt frustrierend. Alles bleibt liegen...dabei habe ich so viele tolle Ideen und auch die Wohnung muss noch eingerichtet werden. Gerade jetzt, wo der Herbst dann kommt...und ich wirklich gern mal einen gemütlichen Abend mit Freunden organisieren würde...oder einfach malen, basteln etc.

OK, genug gejammert. Ich schau mir das mit dem Forum nochmals an.
Elchi
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Re: Schilddrüse und co

Beitragvon Elchi » 9. September 2016 22:51

Also, Mph beeinflusst, so weit ich weiß, nur den TSH-Wert. Die anderen Schildrüsenwerte wohl nicht (aber das weiß ich nicht sicher).
TSH ist eigentlich kein Schilddrüsenwert, sondern ein Hypophysenwert. Die Hypophyse schüttet TSH aus, damit die Schilddrüse gesagt bekommt: "Schaff' mehr Schilddrüsenhormone bei". Die eigentlichen Schilddrüsenhormone sind T3 und T4, gemessen wird fT3 und fT4, die "freien" Hormone (die, die im Blut schwimmen und für den Körper verwertbar sind).

Wenn die Schilddrüse nicht genug Hormone bereitstellt, merkt das die Hypophyse und schüttet mehr TSH aus, damit die SD angetrieben wird. Kann die Schilddrüse nicht mehr schaffen, steigt TSH immer weiter an. So weit die Theorie. Funktioniert halt oft nicht und TSH steigt nicht so an, wie es eigentlich müsste. In der Schwangerschaft wird das TSH z.B. durch andere Hormone niedrig gehalten und Mph kann das offensichtlich auch. Trotzdem kann eine Unterversorgung mit fT3 und fT4 bestehen.

Ärzte bestimmen fT3 und fT4 aber nur, wenn TSH aus der Norm ist und da fängt das Problem an.

In vielen Städten gibt es freie Labore. Dort kann man (auf eigenen Kosten) alle Werte machen lassen, die man haben will. Ohne Diskussion. FT3 und fT4 kosten je etwa 15 Euro. Eine Unterfunktion mit entsprechenden Symptomen kann man auch mit Werten, die niedrig in der Norm liegen, haben. Einen Arzt braucht man dann allerdings für das Rezept.

Ja, in Foren zu lesen ist natürlich gefählich. Besonders für Ärzte, die keine Lust haben, sich mit den Problemen, die Schilddrüsen so machen können, auseinander zu setzen. Es besteht die Gefahr, dass die Patienten nachher mehr über ihr Problem und dessen Lösung wissen, als der Arzt. Z.B., dass ein niedriger Blutdruck von der SD kommen kann. Oder zu hohe Cholesterinwerte, oder..., oder... Und das geht ja mal garnicht.
Bei dieser Ärztin kannst du natürlich jetzt schlecht mit einer anderen Version kommen. Bei einem anderen Arzt, könntest Du eine Schwester, Tante, Cousine, Oma....ganz egal, haben, die die gleichen Symptome hatte und der es mit LT (dem Schilddrüsenhormon) behandelt, viiiiel besser geht. (Funktioniert auch nicht immer. Ein Arzt tat die Symptome meiner Tochter, die denen meiner Mutter (wirklich) glichen, mit dem Kommentar ab, dass er meine Mutter nicht diagnostiziert habe, deshalb sei das für ihn nicht wichtig. Meine Tochter habe ein Problem zwischen den Ohren. Ja, danke)
Suche Dir einen Arzt, der nachweislich Ahnung vom Schilddrüsengeschäft hat. Dafür lohnt es sich auch weiter zu fahren. Wenn eine Diagnose steht und die Medikation angeleiert ist, verschreiben in der Regel auch die ansässigen Hausärzte problemlos weiter.

Die Schilddrüse muss auf jeden Fall eingestellt sein, bevor man mit Mph anfängt. Es gibt viele Patienten mit "SD" und AD(H)S. Aber die Wirkung von Mph kann nur richtig sein, wenn die SD eingestellt ist.

LG
Elchi
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Re: Schilddrüse und co

Beitragvon laetitia » 9. September 2016 23:08

Danke Elchi

Ja, so ein freies Labor wäre super. Aber gibt es die auch in der Schweiz? Oder vielleicht in Konstanz, da komme ich noch gut hin...

Endokrinologen sind in der Schweiz wirklich dünn gesät und da wird man in der Regel überwiesen. Ob es bei uns Hausärzte mit Erfahrung bezüglich Schilddrüse gibt...keine Ahnung. Also sollte es tatsächlich die Schilddrüse sein, wäre es eigentlich das Beste, der Wert der nun getestet wird, würde aus dem Normbereich fallen.

Manchmal denke ich, die Ärzte hier machen es sich zu einfach.
Also ich habe jetzt mal in dem anderen Forum einen Beitrag verfasst.
Und ich schlafe jetzt mal drüber.

LG. laetitia
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Re: Schilddrüse und co

Beitragvon laetitia » 10. September 2016 11:04

OK, hab jetzt ein Endokrinologikum in Luzern gefunden. Das ist eine Stunde Zugsfahrt...sobald ich die Resultate der gestern genommenen Blutproben habe, werde ich dort einen Termin machen, kann man sogar online vereinbaren :mrgreen:

Danke für den kick in den A*...irgendwie brauche ich für sowas immer drei Anläufe...
Elchi
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Re: Schilddrüse und co

Beitragvon Elchi » 10. September 2016 11:19

Kein Problem, gerne geschehen :D

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