Schilddrüse und co

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laetitia
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Re: Schilddrüse und co

Beitragvon laetitia » 10. September 2016 11:31

Ja, und sollte es tatsächlich ein Schiddrüsenproblem sein, bekommst du ein dickes Dankeschön von mir.

Ausserdem werde ich dann auch den Ärzten, die mich bisher nicht ernst genommen haben, eine Mitteilung zukommen lassen...aber ja, erst mal abwarten und schauen.

Das Gute daran ist, dass man die Schilddrüsen testen kann...anders als das ADHS...(und da hört bei mir halt auch das Verständnis auf, wenn ein Arzt diese Untersuchungen verweigert, nur weil man sich nicht halbtot in sein Behandlungszimmer schleppt...) und dann weiss ich, woran ich bin.
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Re: Schilddrüse und co

Beitragvon laetitia » 17. November 2016 13:15

Meh...ok...ich habe mich endlich bei einem Schilddrüsenspezialisten gemeldet...mal per Kontaktformular, also online, weil ich bei dem Gedanken, da Anrufen zu müssen, Angstzustände bekomme. Doof, aber ist halt so. Jetzt mal kucken ob der sich meldet.

Mittlwerweile habe ich über zwei Monate Täglich zweimal (ausser zwischendurch, da hab ichs vergessen...) den Blutdruck gemessen und der ist seit dem letzten Arztbesuch mehrheitlich stabil, ausser zwischendurch mal ein Tag so...dennoch nach wie vor tief. Aber nicht mehr so tief, dass ich mich wie eine wandelnde Leiche fühle.

Ansonsten habe ich, meistens an meinen freien Tagen, so depressive Phasen. Ich wache oft gut gelaunt auf, was dann den halben Morgen anhält und dann plötzlich umschlägt. Von Tatendrang zu völliger Blockade. Deshalb möchte ich es wirklich nochmals mit Medis probieren, aber vorher eben halt das mit den Schilddrüsen abklären.

Und...es gibt in Zürich tatsächlich ein Walk-In-Labor. Auch gut zu wissen.

So viel zum Stand der Dinge.

Ich bin jedenfalls erst einmal stolz, dass ich diese doofe Angst überwunden und diese Mail geschrieben habe :mrgreen: , auch wenn das die meisten wohl nicht nachvollziehen können...
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Re: Schilddrüse und co

Beitragvon minime » 18. November 2016 12:07

Hallo!

ich hatte auch über dieselben Symptome beim Arzt geklagt und meine (alle!) SD-Werte sind OK. Was bei mir aber nicht i.O. war der Cholesterin-Spiegel - zu hoch, was vermuten lässt, dass der Körper am Limit arbeitet und eine SD-Unterfunktion kompensieren will in dem er Cholesterin erzeugt.

Ich musste aber diverse Male beim Arzt dieses Symptome vortragen und er war eher bei "Depressionen" und "Burn-out", aber als es mir auch in "guten Zeiten" schlecht ging, war es dann doch die SD.

Daraufhin nehme ich seit bald 1 Jahr Euthyrox und es geht mir sehr gut damit.

LG, minime.
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Re: Schilddrüse und co

Beitragvon laetitia » 18. November 2016 12:20

Danke minime

Ich habe auch von einer Mitarbeiterin erfahren, dass sie einen Teil der Schilddrüse hat entfernen lassen müssen und dass sie das nur gemerkt hatte, weil ihr optisch etwas aufgefallen war und daraufhin die Untersuchung machen liess.

Ich möchte nächste Woche da anrufen, sofern ich keine Antwort bekomme und einen Termin machen. Hoffe dass ich den Mut finde.

Liebe Grüsse
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Maya18Max
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Re: Schilddrüse und co

Beitragvon Maya18Max » 16. Dezember 2016 18:02

Hallo Ihr,

ich reihe mich mal hier mit ein...

Nach Beginn meiner Ritalineinstellung habe ich immer wieder (komischerweise am Eisprung und in der Pillenpause bzw. bei der Menstruation) probleme mit Puls, Schwindel, extremen Konzentrationsprobleme und Unruhe, Blutzuckerschwankungen etc. pp. Auch ein reduzieren und erhöhen von MPH hat nicht geholfen. Zwischen dieser Zeit geht es mir so gut wie noch nie und bin echt froh um MPH.

Da ich mich erinnerte, dass ich vor vielen Jahren schon mal Probleme hatte mit einem hohen Puls und ich damals SD-Medikamente bekam hatte ich dann einen Termin beim Endokrinologen ausgemacht.

Der hat dann mich ganz kariert angeschaut und denkt nicht, dass Ritalin sprich MPH an den Blutwerten Einfluss nehmen kann. Er hat dann wirklich nix gefunden und hat mich dann verabschiedet, damals waren Sie Anfang 20, jetzt sind Sie 10 Jahre älter, das sei normal! Ich so ja nee, is klar, ich will am liebsten nur noch in die Klinik oder mich "erschießen"... Und das is mit Anfang 30 normal :o

Er schlug dann eine Verhaltenstherapie bzw. ein Antidepressiva wg PMS an den Tagen der Tagen vor und zog über die diagnoseführende Stelle des ADHS her, obwohl er die Praxis nicht kennt.

Jetzt meine Frage: Kennt ihr Euch aus mit SD-werten? Wo steht "fachlich" !!! fundiert, dass ADHS und SD-Erkrankungen zusammen hängen können und dass Ritalin in den Hormonhaushalt für SD eingreift bzw. die Blutwerte beeinflussen?
Das einzigste was ich kenne und auch zitiert hatte war Fr. Dr. Siemchen mit Ihrem Buch "ADHS - Hilfe zur Selbsthilfe".

Was mich extrem stutzig gemacht hat: Nach diesem TRH-Stimulationstest waren genau diese Symtome zu spüren, die ich an meinen Problemtagen habe (hatte ich auch so Rückgemeldet) . Aber scheins ist der TSH nach der Stimmulation nicht auffällig obwohl er über 30 mIU/l angestiegen ist. Im Netz steht was von Anstieg je nach Labor zw. 15 und 25 mIU/l.

Die anderen Laborwerte (in Klammern die Normwerte)
FT4 1,16 (0.8-1,9)
FT3 3,0 (2,2-5,0)
TSH 2,55
TSH 33,45 (nach 30 Min nach Stimmulation)

Beim Hausarzt wurden dann noch Vitamin B12 205 (211) und Vitamin D 11,9 (30-60) getestet.

Und nu ist guter Rat teuer... Mein Hausarzt unterstützt das mit der SD sowieso nicht, er meint, dass das Ritalin Schuld hat. Aber das mit dem Puls war davor schon immer grenzwertig.

LG Maya
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Re: Schilddrüse und co

Beitragvon Elchi » 16. Dezember 2016 19:30

Hallo Maja,

eine "amtliche" Bestätigung, das die Medis auf die Schilddrüse einwirken, habe ich nicht. Allerdings gibt es in meinem "Lieblings"-Forum eine Sammlung der Mitglieder, über teilweise selbst beobachtete Wechsel- und Nebenwirkungen.
Dabei ist z.B. aufgefallen, dass Ritalin und Strattera den TSH senken.

Da Dein TSH sowieso nicht besonders niedrig und dafür die freien Werte (besonders fT4) nicht besonders hoch sind, könnte da durchaus ein Schilddrüsenproblem bestehen.
Wie das mit dem Stimulationstest einzuschätzen ist, kann ich nicht beurteilen, aber ganz in Ordnung scheint er ja nicht zu sein.

Leider haben Hausärzte von Schilddrüsen oft keine Ahnung. So lange die Werte annähernd in der Norm sind, ist "alles in Ordnung". Dumm nur, dass es oft eben doch nicht so ist. Auch Endokrinologen kennen sich oft gut mit Diabetes, aber nicht mit Schilddrüse aus. Obwohl sie es eigentlich sollten.
Da Du ja schonmal Schilddrüsenmedis genommen hast, ist ja nicht auszuschließen, dass da "was im Busch" ist. Welche Medikamente hast Du denn genommen? Ich glaube, es wäre gut für Dich, Dir einen guten Arzt für die Schilddrüse zu suchen. Sie sind nicht so häufig, aber es gibt welche ;-)

LG
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Re: Schilddrüse und co

Beitragvon Maya18Max » 16. Dezember 2016 23:35

Halo Elchi,

Danke für Deine Antwort. Es bestätigt mein "Bauchgefühl" und lässt mich doch etwas beruhigen, denn manchmal denkt man doch, man phantasiert langsam :shock:

Ich überlege gerade ob ich auf eine erneute Blutentnahme bestehen soll und vorher mind. 3-4 Tage kein MPH nehme. Nur welcher Arzt ordnet das an??

Darfst du das andere "Forum" hier nennen? Es gibt ja auch so viele...

Lg Maya
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Re: Schilddrüse und co

Beitragvon Maya18Max » 16. Dezember 2016 23:36

Ach so, das Medikament war L-Thyroxin.
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Re: Schilddrüse und co

Beitragvon Elchi » 17. Dezember 2016 00:21

Ich denke schon, dass ich das Forum nennen darf:
http://www.ht-mb.de/forum

Ich habe dort viel gelernt. Vor allem, dass man in Sachen Schilddrüse sein eigener Schverständiger werden muss. Genauso, wie bei AD(H)S. Die "Übung" mit meinem ADS-Sohn, hat mir bei der Suche nach Hilfe bei den Schilddrüsenproblemen meiner Tochter sehr geholfen.

Wenn Du schon mal LT genommen hast, schreit das ja geradezu danach, der Sache auf den Grund zu gehen. Warum hast Du es denn abgesetzt?
LT ersetzt die Schilddrüsenhormone, die der Körper normalerweise selbst herstellt, wenn die Schilddrüse das nicht mehr schafft. Wenn das der Fall ist, ist das fast immer auf Dauer so. Es gibt Ausnahmen, wie eine akute Schilddrüsenentzündung, aber das ist selten. In der Regel "lernt" die Schilddrüse nicht wieder, mehr Hormone herzustellen.

Ich weiß nicht, ob 3-4 Tage ohne Mph für einen "richtigen" TSH reichen. Ich meine, mal etwas von mehreren Wochen gelesen zu haben (aber dafür würde ich meine Hand nicht ins Feuer legen ;) )
Vielleicht meldest Du Dich in dem Forum mal an und fragst direkt nach. Es gibt erstaunlich viele "doppelt" Betroffene, die sicher gerne Auskunft geben.

Unabhängig davon kannst Du zügig Vitamin D nehmen, das ist ja deutlich zu niedrig.

LG
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Re: Schilddrüse und co

Beitragvon Maya18Max » 17. Dezember 2016 16:36

Elchi hat geschrieben:Wenn Du schon mal LT genommen hast, schreit das ja geradezu danach, der Sache auf den Grund zu gehen. Warum hast Du es denn abgesetzt?

Das war damals, als ich Anfang 20 war. Irgendwie hatte ich damals noch nicht "geblickt" was Sache war glaube ich. Dann bin ich schwanger geworden und mein anderer Hausarzt nach Umzug hatte keinen "Bedarf" mehr gesehen. Und mir ging es mit bzw. ohne genauso nach meinem Gefühl und dann habe ich für mich nach der Schwangerschaft "beschlossen" solange ich keine Auswirkungen habe, dass ich keine Medikamente nehme, weil ich sie sowieso vergessen habe die halbe Zeit...

Na ich guck mal, wie ich jetzt am besten vor gehe. Im Forum werde ich auf alle Fälle mal stöbern und nachfragen. Es ist echt klasse, dass es sowas gibt.

LG Maya
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Re: Schilddrüse und co

Beitragvon Elchi » 18. Dezember 2016 12:24

Hallo Maja,

ich habe gesehen, dass Du Dich im anderen Forum angemeldet hast :)
Lass' Dich nicht verunsichern von den Ritalingegnern. Kapsc hat recht, das können nur Betroffene nachvollziehen.
Ich habe einen ADS-Sohn und eine Hashi-Tochter. Beide haben ihre Probleme, manches ähnlich, aber es gibt eben doch auch gravierende Unterschiede.
Wenn Du durch eine richtige LT-Einstellung vielleicht weniger Mph brauchst ist gut, wenn nicht, ist auch gut.

LG
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Re: Schilddrüse und co

Beitragvon Maya18Max » 18. Dezember 2016 13:11

Elchi hat geschrieben:ich habe gesehen, dass Du Dich im anderen Forum angemeldet hast
Lass' Dich nicht verunsichern von den Ritalingegnern.
:D

Werde ich nicht machen ;) Dazu stehe ich viel zu sehr “hinter“ dem ADHS.

Danke dir für den Tipp! Habe in einigen Foren schon gestöbert, aber man kann nicht so schnell ausmachen, wo man “richtig“

LG Maya
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Re: Schilddrüse und co

Beitragvon Maya18Max » 7. Februar 2017 20:57

@laetitia:

Wie weit bist du denn aktuell mit deiner SD-Geschichte?

Ich selbst hab jetzt auch eine Arzt-Odysee hinter mir, da keiner daran geglaubt hat. Letzte Woche hat ein 2. Hausarzt endlich die Notwendigkeit gesehen, mal doch über die SD nachzudenken. Mein Gedanke war nämlich, dass das Ritalin den TSH drückt. Und so war es auch. Stetig ansteigende Werte dem TSH je länger ich MPH weggelassen hatte.

@Elchi: Du schriebst, zuerst SD einstellen, dann MPH wieder dazu nehmen?! Wie lange würdest du für die Einstellung MPH (auch vorher) absetzen? Ich war jetzt wegen der Blutwerte etwa 2 Wochen "ohne". Das grenzt echt an "Körperverletzung". Wobei ich danach gerne auf Elvanse umstellen möchte, wenn der Arzt mitmacht.
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Re: Schilddrüse und co

Beitragvon Elchi » 7. Februar 2017 21:25

Das ist schwer zu sagen, wie lange das dauert.
Die Einstellung der Schilddrüse dauert unter Umständen Monate. Verständlich, dass Du da nicht so lange auf Mph verzichten willst. Manche Symptome gehen halt mit der besseren Einstellung der SD zurück. Aber bei Mph und wohl auch Elvanse kannst Du ja eventuell die Dosis entsprechend zurückfahren.
Gut, dass Du erfolgreich warst. Manche brauchen für die Suche nach einem willigen Arzt für die SD-Medikation deutlich länger.
Viel Erfolg,
LG
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Re: Schilddrüse und co

Beitragvon Gutemiene » 8. Februar 2017 20:46

Ich kenne jetzt durch Elterngruppen (meist auch Betroffene ;) ) soviele Familien, in denen AD(H)S, Autismusspektrumstörungen, LRS/Dyskalkulie UND Schilddrüsenprobleme vorkommen....kann das Zufall sein ?

Habe die Hochbegabung vergessen.

Es ist schon auffällig, finde ich. Ich erkläre es mir so, dass die erste Gruppe von Auffälligkeiten so viel Stress verursacht, dass die Schilddrüse reagiert.
Die Schildi scheint sehr stresssensibel zu sein (hach, stressensibel !!Was für ein schönes Wort!).

Ich hab' heute einen Kurzbericht gelesen, dass nach Untersuchungen einer süddeutschen Krankenversicherung 9 von 10 jungen Leuten schon sehr viel Stress in Ausbildung und Job empfinden und gerne ein Programm für Stressreduktion mitmachen würden.
Das finde ich alarmierend.
Um so besser sollte die Schilddrüse versorgt sein.Dann klappt's auch mit dem Nachbarn - nee- mit dem Elterntraining :lol:
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Re: Schilddrüse und co

Beitragvon laetitia » 12. Februar 2017 21:26

Maya18Max hat geschrieben:@laetitia:

Wie weit bist du denn aktuell mit deiner SD-Geschichte?



Hallo Maya18Max

Ja...was soll ich sagen...ich habe es noch nicht geschafft, den Telefonhörer in die Hand zu nehmen und beim Spezialisten anzurufen. Ich habe eine Adresse bekommen, dort habe ich mal eine Mail geschrieben, erst eine Nachricht bekommen, die Mail sei angekommen, dann die Mail wäre nicht zustellbar...eine Antwort ist nie gekommen.

Zwischendurch wieder Zweifel und die Gedanken, dass ich mich in etwas hineinsteigere...auch immer wieder Zweifel an der ADHS-Diagnose...

Aber ich bin seit Herbst in einer Selbsthilfegruppe und habe nun endlich den direkten Austausch mit anderen Betroffenen. Das hilft sehr. Ausserdem arbeite ich einen halben Tag die Woche freiwillig in einer art Büro und bin dort für Kaffee, Ordnung, Telefon zuständig und Informations/Kontaktperson für Vorbeischauende. Bei meinem bezahlten Job fallen ADHS-spezifische Verhaltensweisen nicht so ins Gewicht, ausser dass mich der Job tödlich langweilt. Bei dem Freiwilligeneinsatz aber kann ich es deutlich sehen. Ich komme, will Kaffee aufsetzen, sehe, dass noch Bohnen gemahlen werden müssen, öffne den Geschirrspüler, sehe, dass er leer ist, hole das Telefon, sitze an den Tisch um meinen Compi zu starten, denke wieder an den Kaffee um das offene Glas mit dem vorgemahlenen Kaffee neben dem Lavabo zu finden, suche Kaffeebohnen, setze Teewasser auf...und bin fix und fertig, obwohl ich noch nicht einmal Kaffee gemacht habe :lol:

Aus diesem Grund möchte ich jetzt das Thema Medis nochmals angehen und bevor ich es nochmals mit Medis versuche, möchte ich meine Schilddrüse untersuchen lassen. Ich habe meinen Freund damit beauftragt, mir Feuer unter dem Arsch zu machen, damit ich es endlich packe. In der Selbsthilfegruppe haben wir letzte Woche auf meinen Wunsch das Thema Telefonangst besprochen...und ich habe mir jetzt ein Mind Map vorbereitet, das mir beim Anruf helfen soll. Ich hoffe, ich schaffe es.

Tja, und das mit der Telefonangst scheint auch etwas tiefer zu sitzen als ich dachte...das merke ich bei dem Freiwilligeneinsatz ebenfalls, da ich dort Anrufe entgegennehmen muss. Das macht mich wahnsinnig nervös und unsicher, nicht mehr so schlimm wie am ersten Tag, aber ja, angenehm finde ich es nicht...und falls jetzt die Frage kommt, warum ich das denn mache...das ist ein Versuch, mir neue berufliche Perspektiven zu verschaffen, mich zu vernetzen und so, weil mich mein jetziger Job wirklich extrem langweilt.

Danke jedenfalls für die Nachfrage. Ich hoffe dass ich das schaffe mit dem Anruf, eigentlich für morgen geplant, aber eben...wenn die Telefonangst stärker ist, muss ich mir was anderes einfallen lassen. Eigentlich würde ich gern meinen Freund frage, ob er für mich anruft. Da komme ich mir aber doof vor, weil ich das ja eigentlich doch selber machen sollte...und auch selber können will...das alte Dilemma...gleich wie bei der Ordnung...
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Re: Schilddrüse und co

Beitragvon Gutemiene » 5. April 2017 19:20

letzter Eintrag, Zitat:

"....wenn die Telefonangst stärker ist, muss ich mir was anderes einfallen lassen. Eigentlich würde ich gern meinen Freund frage, ob er für mich anruft. Da komme ich mir aber doof vor, weil ich das ja eigentlich doch selber machen sollte...und auch selber können will...das alte Dilemma."

Schade, dass ich deine Antwort erst jetzt lese.
Das Anrufs-Datum ist wohl schon vorbei, das Thema vermute ich mal - - nicht.

Ich finde es völlig legal, einen Freund für so eine schwierige Aufgabe um Hilfe zu bitten!
Wenn du das Thema "Telefonophobie" googelst, wirst du über die vielen Einträge dazu erstaunt sein!!!
Wichtig ist doch wohl in deinem Beispiel, dass du informiert wirst über einen wichtigen gesundheitlichen Aspekt.

Die Fremdhilfe dabei nehmen manche nicht in Anspruch, würden es aber gerne. Ich auch!
Dafür leistet du andere Dinge, die sich "mutigere" Dritte vielleicht nicht trauen würden.

Wenn du mit der Hand keine Kuh melken kannst, ist es total in Ordnung, sich eine Melkmaschine zuzulegen...:)
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Re: Schilddrüse und co

Beitragvon laetitia » 5. April 2017 23:00

Danke, Gutemiene

Ja, ich habe meinen Freund um Hilfe gebeten...aber er nimmt das irgendwie nicht so ernst und im Moment ist er selber mit sich beschäftigt. Ist gerade etwas doof die ganze Situation...aber ist ein Thema für sich. In einer Woche hat er seine letzte Prüfung und dann muss er nur noch die Masterarbeit fertig schreiben...heisst, dann gibt es eine gnadenlose Beziehungsevaluation.

Zum Thema SD. Ich habe genau heute bei einem Labor in meiner Nähe für Montag einen Termin gebucht. Konnte man online machen :-D. Ich bin seit etwa zwei Wochen immer müde und fühle mich oft nicht wohl. Daher wollte ich jetzt wenigstens mal den einen Schritt machen. Mal sehen.

Und ja...hab Telefonphobie auch schon gegoogelt...da kamen dann tonnenweise Kursangebote für Telemarketer...
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Re: Schilddrüse und co

Beitragvon laetitia » 10. April 2017 12:02

So...ich war jetzt in diesem WalkIn-Labor in meiner Nähe...warum ich so nervös war dort hin zu gehen ist mir jetzt wirklich ein Rätsel. Die Angestellten waren sehr nett und aufgestellt und niemand hat irgendwelche Fragen gestellt...

Ich habe jetzt Blut für diverse Tests gegeben, inklusive Eisen und Co, Glucose etc...grosses Blutbild und natürlich die Schilddrüsen THS, T3 und T4.

Habe auch genug Geld dagelassen...und das ist wohl der Punkt...anders als beim Arzt...denen egal, ob man übertreibt oder nicht...Hauptsache man bezahlt...was mir auch recht ist, ich bezahle es ja selbst und um zu wissen ob mit meinem Körper alles in Ordnung ist, ist es mir das auch wert.

Man kann sogar einen Termin mit einem dort angestellten Arzt machen, um die Resultate zu besprechen. Finde ich super. Ich meine, da bin ich dann mal diejenige, die sagt was sie will und der Arzt berät mich dann und nicht der Arzt bestimmt was er für Sinnvoll hält und redet mir dann aus, was ich gerne abklären möchte.

Sobald ich die Resultate habe, habe ich vor, mich nach einem neuen Psychiater umzusehen um nochmals das Thema Medikamente anzugehen. Zur Zeit ist es echt mühsam. Ich bin immer irgendwie müde. Gleichzeitig irgendwie traurig und doch nicht. Nie so sehr, dass ich von einer Depression sprechen könnte, aber immer so, dass ich wenig Energie für andere habe...dabei würde ich eigentlich gern mehr mit anderen interagieren, was mir normalerweise auch viel gibt. Ich wirke sehr introvertiert und im Moment fühle ich mich auch so, aber eigentlich mag ich Menschen und bin gerne mit andren zusammen, mache auch gern mal einen blöden Spruch und so...aber eben, nur wenn ich mich auch im Element fühle. Vielleicht ist das doch irgendwie eine Depression...

Im Moment kommen mir auch oft so einwurfsmässig, sprich ohne irgendeinen spezifischen Auslösegrund, Situationen und Bilder in den Sinn aus meiner Kindheit. Keine schlimmen Situationen oder so. Aber wenn ich dann an die spezifische Situation denke, werde ich sofort traurig und muss schauen, dass ich nicht gleich losheule. Und heute habe ich den Heulenohnegrundmodus drin.

Ansonsten ist mein Leben eigentlich ganz in Ordnung. Studium ist super, gefällt mir. Mit den Studienkollegen laufen gerade so Gruppendynamiken, die mich etwas stressen und mich die Angst plagt, so langsam ins Aus zu wandern. Irgendwie scheint mir, dass meine Art doch halt nicht so gewöhnlich ist und nicht ankommt. Mir machen die Leute extrem mühe, die zu allem easypeasy sagen und sich dann darüber beklagen, dass sie so viel fürs Studium tun müssen...wir haben Leute aus dem Vollzeitkurs, der letztes Semester angefangen hat in einem Fach, in dem zehn von denen nicht bestanden haben. Schuld sind natürlich die Dozenten, weil sie nicht nach dem Skript gingen...sie teilen sich nun die Vorlesungen auf...jede Woche kommt eine von den Zehn. Die zwei die ich gesprochen habe, haben beide die Vorlesungen in dem Fach nicht besucht...aber schuld sind immer noch die Dozenten...und wer eine andere Meinung hat, ist halt doof...also sage ich lieber nichts, denke mir meine Sache...

Was ich eben auch feststelle ist, dass ich aufgrund meiner Interessen und Vorbildung, obwohl wir auch Leute haben, die schon ein Studium abgeschlossen hatten, viele Begriffe und Konzepte schon lange verstehe, wo andere dann blöd fragen oder mühe haben. Vor zwei Wochen musste ich einem Mitstudenten erklären, was eine Dunkelziffer ist...

OK, egal. Ich muss jetzt los. Hat gut getan, ein bisschen Frust abzulassen :mrgreen:
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Re: Schilddrüse und co

Beitragvon laetitia » 12. April 2017 22:07

So...falls mein Thread noch irgendjemand der ein bisschen Ahnung hat verfolgt...

Ich habe jetzt meine SD-Werte (laut Papieren alles im Normbereich...aber eben...):
TSH: 1.62 mlU/l
fT3: 4.8 pmol/l
fT4: 15.3 pmol/l

Falls jemand da etwas besser Bescheid weiss, gerne melden :mrgreen:

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