Verhalten und Medis nach OP?!

Dieses Board ist auch für Gäste sichtbar!
Benutzeravatar
Carola71
Andersweltler
Beiträge: 17
Registriert: 21. Mai 2011 08:00
Wohnort: Berlin
Alter: 47

Verhalten und Medis nach OP?!

Beitragvon Carola71 » 26. Oktober 2014 13:46

Hallo,

unser Sohn wurde am Dienstag am Ohr operiert. Die OP dauerte 3 Stunden. Danach hatte er mit starker Übelkeit und Schwindel zu kämpfen. Am Abend bekam er eine Spritze und Tropf, dann ging es bergauf. Es ist bereits seine 5 OP gewesen.

Seit der OP ist unser Sohn wie umgewandelt. Er ist kaum auffällig, benötigt keine Medis. 14 Tage vor der OP mussten wir die Medikamentendosis erhöhen, aufgrund seines Wachstumsschubs und der Gewichtszunahme reichte die alte Dosis nicht mehr aus.

Hat noch jemand solche Erfahrungen gemacht? Nach den anderen OPs mussten wir am dritten Tag wieder Medis geben.

Es ist so erschreckend schön. Dafür kommt seine autistische Seite etwas mehr durch.

Gruß Carola
Die Hoffnung stirbt zu letzt.
No User
Foruminventar
Beiträge: 3587
Registriert: 2. November 2015 00:00

Re: Verhalten und Medis nach OP?!

Beitragvon No User » 26. Oktober 2014 15:19

Nein Carola, so etwas kenne ich nicht wirklich. Aber ich bin neugierig und möchte deshalb mehr davon wissen:

Was genau wurde am Ohr drei Stunden lang operiert? Was unterschied die OP von den 4 OPs davor, das eine unterschiedliche Wirkung erklären könnte?

Wie darf ich mir das vorstellen, wie es aussieht, wenn euer Sohn Medis nehmen "muss"? Standen entsprechende Auffälligkeiten in irgendeinem Zusammenhang mit Lärm oder anderen akustischen Eindrücken?

Wie äußert sich das stärkere Durchkommen seiner autistischen Seite? Siehst du diese mehr in Verbindung mit der Nicht-mehr-Medikation oder mit der OP?

Fragen über Fragen.

LG
Steffchen
Zuletzt geändert von No User am 26. Oktober 2014 15:23, insgesamt 1-mal geändert.
Benutzeravatar
Carola71
Andersweltler
Beiträge: 17
Registriert: 21. Mai 2011 08:00
Wohnort: Berlin
Alter: 47

Re: Verhalten und Medis nach OP?!

Beitragvon Carola71 » 26. Oktober 2014 15:55

Also, dann versuche ich es mal zu beantworten.

Unser Sohn hat bisher 7,5 mg Medikinet zum anstupsen bekommen, 30mg Medikinet und 40mg Strattera 1,5 Stunden spàter und in der Schule 4 Stunden später nochmal 7,5mg Medikinet.

Er ist Asperger Autist. Das hat sich bei ihm schon von klein auf, u.a. mit Lärmempindlichkeit bemerkbar gemacht. Da er seit seinem erstsn Lebensjahr Schwierigkeiten mit den  Ohren hatte. Mittelohrentzündungen, Paukenergüsse hat er 2mal Röhrcnen bekommen. Das Trommelfell des rechten Ohrs ist daraufhin nicht mehr alleine zugewachsen. Musste operativ geschlossen werden.  3 Jahre war hörmäßig alles o.k. Dann ist er rüchwärts sitzend vom Treppengeländer gefallen und mit dem rechten Ohr auf eine Betontreppe. Seit dem hat er wieder zunehmend schlechter gehört.  Im April diesen Jahres hat man mit weglasern von verwuchertem Gewebe und erneutem Röhrchen versucht die Belüftung wieder herzustellen. Vergeblich. Das Ohr musste wieder geöffnet werden. Jetzt wurde festgestellt,  dass die Gelenkgehörkette fixiert war. Der Amboss und Hammer fast vollständig zerstört.  Die Kette wurde rekonstruiert aus Knorpelgewebe und das Trommelfell wieder verschlossen. Wir haben den Eindruck, dass er nun wieder besser hört. Da noch Tamponagen im Ohr sind, ist es schwierig zu sagen, ob es wieder vollständig hergestellt ist.

Des Weiteren war der Nerv, der den Geschmacksnerv beeinflusst und zu den Stirnlappen geht ejngklemmt und wahrscheinlich auch immer mal entzündet gewesen .  Ich muss dazu sagen, dass zwei Stellen an seinen Stirnlappen auffällig sind. Das wissen wir seit 3 Jahren.

Aber warum es plötzlich so anders ist wie früher,  ist uns auch ein Rätsel.

Das mph erhält er aufgrund seiner mangelden Konzentration und seines Sozialverhaltens und dieses war seit dem Schulbeginn nach den Sommerferien wieder besonders schlimm.

Nun kommt es uns vor, als hätten wie fast ein neues Kind. Er sagt zwar, dass er nicht so richtig konzentriert ist, aber das würde uns auch wundern, wenn es gleich alles wie weggeblasen wäre.

Sozialverhalten ist zur Zeit, wie alle Kinder in seinem Alter, sogar noch lieber. Sehr beängstigend, wenn man es nur anders kennt,

Gruß Carola
Die Hoffnung stirbt zu letzt.
No User
Foruminventar
Beiträge: 3587
Registriert: 2. November 2015 00:00

Re: Verhalten und Medis nach OP?!

Beitragvon No User » 26. Oktober 2014 16:15

So gesehen erscheint die Veränderung gar nicht so mysteriös, sondern einfach nur sehr erfreulich.

Da denke ich jetzt weniger an irgendwelche Narkosemittel-Wirkungen und Nebenwirkungen, und mehr daran, was ein Erfolg der OP an seiner Wahrnehmung verbessern kann.

Ob nun direkt die Lärmempfindlichkeit damit zu tun hat, störende Nebengeräusche oder die unnormalen Unterschiede zwischen beiden Ohren, muss ich jetzt nicht spekulieren. Jedenfalls hat euer Sohn schon so viel mitmachen müssen, dass man es ihm mehr als gönnt, endlich mal deutlich von so einer OP zu profitieren. Ich drücke ihm die Daumen, dass dies auf Dauer so bleiben möge.

LG
Steffchen
Zuletzt geändert von No User am 26. Oktober 2014 16:16, insgesamt 1-mal geändert.
Benutzeravatar
Carola71
Andersweltler
Beiträge: 17
Registriert: 21. Mai 2011 08:00
Wohnort: Berlin
Alter: 47

Re: Verhalten und Medis nach OP?!

Beitragvon Carola71 » 26. Oktober 2014 16:40

Danke, ich werde Dich auf dem laufenden halten.
Die Hoffnung stirbt zu letzt.

Zurück zu „Körper und Gesundheit*“

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 25 Gäste