Sich psychische Krankheiten "einreden"?

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Sich psychische Krankheiten "einreden"?

Beitragvon Phantomsoul » 23. Juni 2018 13:21

Guten Tag!

Ich mache mir seit längerem ständig Gedanken darum, ob es möglich ist, psychische Krankheiten zu entwickeln, nur weil man die Symptomatik und den Verlauf bestimmter Krankheiten kennt?

D.h wenn man sich informiert und somit mehr über gewisse Krankheiten und Geisteszustände erfährt, passiert es zu meist, dass man via "Selbstreflektion" nach diesen Symptomen bei sich sucht, entweder um sich zu zeigen, dass man nicht krank ist, oder aber um sich selbst krank zu reden.

Beispiel: Jon Doe ist eigentlich bei vollster Gesundheit und hat nur ein paar kleinere Macken, die aber jeder irgendwie irgendwo hat. Nun beginnt er sich zu informieren, was dazu führt, dass die Person immer mehr Symptome von der recherchierten Krankheit findet. Wie bei einem Placebo reflektiert Doe über diese Symptome und fängt an, diese bei sich zu finden. Jon hatte schon immer irgendwie das Gefühl anders zu sein, aber nie so, dass es aus seiner Sicht als krankhaft gegolten hätte. Durch die Selbstreflektion steigert sich die Person so in das Krankheitsbild hinein, dass diese selbst fest daran glaubt, erkrankt zu sein. Symptome werden dann tatsächlich wahr und werden sogar so stark, dass sie behandlungsbedürftig werden, da der Leidensdruck immens wird. Jon Doe geht zum Psychologen/ zur Psychologin und bekommt eine Diagnose für besagte Krankheit "X"


Der Gedanke kommt vom Placebo Effekt, bei welchem ich mir ab und zu überlege, ob dieser auch auf andere Bereiche anwendbar ist. Nicht nur z.B zur Heilung sondern auch zur Erzeugung von bestimmten Krankheiten. Wenn das möglich und bewiesen ist, wie nennt man dann einen solchen gegenteiligen Placebo Effekt?
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Re: Sich psychische Krankheiten "einreden"?

Beitragvon Caesi » 23. Juni 2018 13:40

Es ist natürlich möglich sich selbst in etwas rein zu steigern, aber wahrscheinlicher ist:

Jeder Mensch zeig bestimmte Gemeinsamkeiten mit der ein oder anderen psychischen Erkrankung. Eine Erkrankung ist es allerdings erst ab einer bestimmten Summe der Übereinstimmungen.
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Re: Sich psychische Krankheiten "einreden"?

Beitragvon Phantomsoul » 23. Juni 2018 14:03

Verstehe ich das richtig?

Jeder Mensch zeig bestimmte Gemeinsamkeiten mit der ein oder anderen psychischen Erkrankung. Eine Erkrankung ist es allerdings erst ab einer bestimmten Summe der Übereinstimmungen.


Du meinst, dass jeder Mensch eine gewisse Veranlagung für diese Krankheiten hat und es erst als Krankhaft gelten würde, wenn man "zu viele" Symptome hätte?

Beantwortet leider nicht so wirklich meine Frage.. rein steigern gibt es ja in vielen vielen Formen. Einbildung würde ich da sogar dazu zählen. Wenn man aber Symptome eininterpretiert, die man so gesehen gar nicht hat, die nur durch den reinen Glauben daran spürbar werden, wäre der Leidensdruck den man dadurch erzeugt nicht das Selbe, was ein Placebo macht? Der feste Glaube heilt und macht krank?

Wenn man dann in ein Diagnoseverfahren übergeht, kann es sein, dass man sich dadurch dann falsch therapieren lässt und dadurch keine Besserung stattfindet, da man sich ja die Symptome einredet und somit ein Medikament (es sei denn wieder ein Placebo) unwirksam oder eher noch "Verschwendung" wäre. Zumindest wäre das eine gewisse Schlussfolgerung meiner seits. Die Frage ist, wie sollen Therapeuten denn wissen, dass das alles nur "fake" ist? Kann man dann eine solche "Erkrankung" auch tatsächlich als "Erkrankung" bezeichnen? Man ist ja gesund und denkt nur, dass man krank ist.

Flatearther z.B glauben auch fest daran, dass die Erde eine Scheibe ist. Unsere Wissenschaft wiederlegt das allerdings ziemlich effektiv und so ist die Erde bewiesenermaßen ein Ellipsoid (oder wie auch immer man sonst sagen kann. Habe sogar von einer löchrigen Kartoffelform gelesen XD). Der Glaube wiederlegt keine Fakten und Unwahrheit wird nicht zur Wahrheit. So würde ein seriöser Astronome (Wissenschaftler von mir aus) niemals sagen, dass die Erde eine Scheibe ist, nur weil Flatearther fest daran glauben.

Ärzte sind doch in gewisser Weise nichts anderes als Wissenschaftler nur mit anderen Bereichen. Wenn also eine Fake Krankheit vorliegt, würde ein Arzt doch nicht behaupten, dass jemand Krank ist und ihn behandeln, nur weil er daran glaubt, eine gewisse Krankheit zu haben? Weder ein "Ja sie haben die Krankheit" noch ein "Nein, die sind völlig gesund" würde einem solchen Menschen helfen, denke ich.

Gott ich weiß selbst nicht was ich hier schreibe, bin Heute nicht so auf der Höhe xD
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Re: Sich psychische Krankheiten "einreden"?

Beitragvon Hanghuhn » 23. Juni 2018 14:19

Wer sich so in eine Krankheitsproblematik hineinsteigern kann, hat vielleicht nicht diese Krankheit, aber wohl doch ein Problem.

Ein Placebo ist ein "Arzneimittel " ohne eigentliche Wirkstoff bzw. ein Arzneimittelersatz, ebenfalls ohne Wirkstoff. Dein Vergleich hinkt etwas.

Es ist aber bekannt, dass sich starke Hypochondrer so darin hineinsteigern können, eine Krankheit zu haben, dass sie tatsächlich krank werden.

Dass man sich so in die Existenz einer psychischen Krankheit hineinversetzen kann, dass man sogar Psychologen/ Psychiater/ Psychotherapeuten überzeugen kann, halte ich für möglich. Ich denke, dass man dazu aber schon ein besonderes Problem haben muss. Ich kenne Jon Doe nicht. Wer ist das? Eine Romanfigur? Eine Filmfigur? Bei solch künstlich erzeugten Figuren besteht die Gefahr, dass die Darstellung auch immer von dem Wissensstand und der Überzeugungskraft des Erzeugers und evtl. der Darsteller (Autor, Regisseur, Schauspieler, ...) abhängig.

In puncto AD(H)S sehe ich, dass AD(H)Sler eher dazu neigen, ihre Probleme nicht wahrhaben zu wollen, und ziemlich erfolgreich sehr lange verdrängen, dass sie ein Problem haben. Einige kommen überhaupt erst durch Komorbitäten (meistens sind es Depressionen) auf die Idee, AD(H)S zu haben.

Bei der Diagnostik ist es sehr wichtig, dass man ehrlich zum Diagnosesteller, aber auch zu sich selbst ist. AD(H)Sler neigen dazu, ihre Probleme eher 'runterzuspielen. Klar, ihre Welt ist ja vom ersten Atemzug an so verpeilt, wie sie jetzt auch ist. AD(H)Sler kennen ihre Welt nicht anders, und ihre Verhaltensweise ist nicht ungewöhnlich. Sie ist nur ungewöhnlich in der Ausprägung und Häufigkeit.
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Re: Sich psychische Krankheiten "einreden"?

Beitragvon Hanghuhn » 23. Juni 2018 14:53

Hanghuhn hat geschrieben: Eine Filmfigur? Bei solch künstlich erzeugten Figuren besteht die Gefahr, dass die Darstellung auch immer von dem Wissensstand und der Überzeugungskraft des Erzeugers und evtl. der Darsteller (Autor, Regisseur, Schauspieler, ...) abhängig.
ist.

Warum sollte jemand seinem Behandler weismachen wollen, er hätte eine psychische Erkrankung. So etwas spielt doch allerhöchsens in der Gerichtsmedizin eine Rolle. Wenn jemand ehrlich auf die Fragen der Fragebögen antwortet und sich ernsthaft und ehrlich erklärt, denke ich, dass ein erfahrener Diagnostiker nicht so leicht zu täuschen ist. Es gibt auch unter den Diagnosestellern eher welche, die eine vorhandene AD(H)S-Problematik nicht erkennen, als solche, die eine nicht vorhandene AD(H)S-Problematik doch diagnostizieren.

Das liegt zum einen an vielen Pressemeldungen (nicht Meldungen von Spezialisten) in der Vergangenheit, es würden zu häufig ADHS-Diagnosen erstellt, zum anderen daran, dass viele AD(H)HS ler ihre Problematik nicht erkennen oder 'runterspielen.

Diagnosesteller, die eine ausgewachsene AD(H)S nicht erkennen, habe ich selbst bei meinem Sohn erlebt. Kleine Kinder (mein Sohn damals 1. Klasse) sind noch unverfälschter als Erwachsene. Sie bilden sich nicht irgend welche Krankheiten ein. Sie halten sich eher für doof, wenn ihnen Dinge nicht gelingen, womit Mitschüler offensichtlich kein Problem haben. Da darf ich erwarten, dass die Diagnosesteller erkennen, wo das eigentliche Prblem liegt.
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Re: Sich psychische Krankheiten "einreden"?

Beitragvon Phantomsoul » 23. Juni 2018 15:37

Hanghuhn hat geschrieben:Ein Placebo ist ein "Arzneimittel " ohne eigentliche Wirkstoff bzw. ein Arzneimittelersatz, ebenfalls ohne Wirkstoff. Dein Vergleich hinkt etwas.


Demnach ist ein Placebo nur eine Wirlung aus der reinen Überzeugungskraft des Individuums. Würde Placebo dann nicht auch als Überbegriff für derartige Situationen dienen können? Wenn man sich mit nicht wirksamen Arzneien heilen kann und das durch die Kraft des Glaubens, würde dann nicht auch eine durch die Kraft des Glaubens erzeugte Krankheit eine Art Placebo nur mit anderem Effekt darstellen?

Hanghuhn hat geschrieben:Es ist aber bekannt, dass sich starke Hypochondrer so darin hineinsteigern können, eine Krankheit zu haben, dass sie tatsächlich krank werden.


Danke, dann kann ich das jetzt zumindest irgendwie benennen. Hypochonder also können sich so in etwas hineinsteigern?

Hanghuhn hat geschrieben:Dass man sich so in die Existenz einer psychischen Krankheit hineinversetzen kann, dass man sogar Psychologen/ Psychiater/ Psychotherapeuten überzeugen kann, halte ich für möglich. Ich denke, dass man dazu aber schon ein besonderes Problem haben muss.


Ich stimme zu, allerdings könnte es doch auch unabhängig von z. B Hypochonder möglich sein, sich gewisse Dinge einzureden, oder?

Hanghuhn hat geschrieben:Ich kenne Jon Doe nicht. Wer ist das? Eine Romanfigur? Eine Filmfigur?


Jon Doe ist sowas wie "Max Mustermann". Also eine Person deren Identität nicht klar ist, weshalb man dann Jon Doe (im englischen wird das verwendet) sagt.

Hanghuhn hat geschrieben:Bei solch künstlich erzeugten Figuren besteht die Gefahr, dass die Darstellung auch immer von dem Wissensstand und der Überzeugungskraft des Erzeugers und evtl. der Darsteller (Autor, Regisseur, Schauspieler, ...) abhängig


War allerdings nur zur Veranschaulichung gedacht, da ich mich nicht sooo gut ausdrücken kann. Finde oft nicht die richtigen Worte :lol:

Hanghuhn hat geschrieben:In puncto AD(H)S sehe ich, dass AD(H)Sler eher dazu neigen, ihre Probleme nicht wahrhaben zu wollen, und ziemlich erfolgreich sehr lange verdrängen, dass sie ein Problem haben. Einige kommen überhaupt erst durch Komorbitäten (meistens sind es Depressionen) auf die Idee, AD(H)S zu haben.


Hanghuhn hat geschrieben:Bei der Diagnostik ist es sehr wichtig, dass man ehrlich zum Diagnosesteller, aber auch zu sich selbst ist. AD(H)Sler neigen dazu, ihre Probleme eher 'runterzuspielen. Klar, ihre Welt ist ja vom ersten Atemzug an so verpeilt, wie sie jetzt auch ist. AD(H)Sler kennen ihre Welt nicht anders, und ihre Verhaltensweise ist nicht ungewöhnlich. Sie ist nur ungewöhnlich in der Ausprägung und Häufigkeit.


Da hast du zumindest was mich betrifft recht. Bei mir ging das auch wegen den Depressionen los, aber das ist ein anderes Thema.

Meine Frage hier bezieht sich nicht nur auf AD(H)S sondern auf allgemeine Krankheiten aber vorallem psychischer Natur, die keinen physischen Auslöser haben.
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Re: Sich psychische Krankheiten "einreden"?

Beitragvon Hanghuhn » 23. Juni 2018 16:14

Wem es rundum gut geht, der kommt nicht auf die Idee, eine Krankheit zu haben. Einer, der sich eine Krankheit einbildet, irrt sich evtl. in der Intensität seiner Symptome, legt sie falsch aus, o. ä. Er könnte evtl. eine leichte Verstimmung als Depression auslegen. Dafür gibt es ja die Ärzte, die das dann hoffentlich richtig deuten können. Kein Arzt ist unfehlbar. Aber ich gehe davon aus, dass sich ein Arzt nicht so leicht irrt.
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Re: Sich psychische Krankheiten "einreden"?

Beitragvon Phantomsoul » 24. Juni 2018 00:11

Hanghuhn hat geschrieben:Wem es rundum gut geht, der kommt nicht auf die Idee, eine Krankheit zu haben. Einer, der sich eine Krankheit einbildet, irrt sich evtl. in der Intensität seiner Symptome, legt sie falsch aus, o. ä. Er könnte evtl. eine leichte Verstimmung als Depression auslegen. Dafür gibt es ja die Ärzte, die das dann hoffentlich richtig deuten können. Kein Arzt ist unfehlbar. Aber ich gehe davon aus, dass sich ein Arzt nicht so leicht irrt.


Ich hoffe, dass man davon ausgehen kann, dass Ärzte wissen, was sie tun. Wär ja nicht soooo toll wenn sie nur raten würden.

Deine Meinung teile ich gewisser Weise, aber andere Sichtweisen oder Blickwinkel auf dieses Thema würden mich auch brennend interessieren :)
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Re: Sich psychische Krankheiten "einreden"?

Beitragvon laetitia » 24. Juni 2018 14:06

Bei Placebo geht es um physische Einnahme oder Anwendung einer wirkungslosen Substanz (Tabletten, Cremes, Spritzen) zur Testung von Wirksamkeiten. Wenn ein Medikament genauso gut wirkt, wie ein Placebo, ist davon auszugehen, dass die Wirkung dem Placebo-Effekt zugeschrieben werden kann. Der Placebo-Effekt ist KEINE Einbildung. Er geschieht unbewusst. Aber: Nicht alle sind gleich anfällig dafür.

Dann gibt es noch den sogenannten Nocebo-Effekt. Darunter könnte man zum Beispiel das Erfrieren im Eisschrank zählen, obwohl der Eisschrank gar nicht kühlt. Oder dass jemand eine wirkungslose Substanz zu sich nimmt oder anwendet und bei Absetzen die behandelten Symptome zurückkommen. Aber auch das ist keine Einbildung im eigentlichen Sinne, geschieht unbewusst.

Es gibt Hypochondrie, bei der man plötzlich das Gefühl hat, dass man krank sei und dazu auch die entsprechenden körperlichen Symptome feststellt. Dabei kreisen die Gedanken dann ständig um die mögliche Krankheit, so dass man immer mehr überzeugt ist, man sei es auch. Per Definition im ICD-10 handelt es sich dabei aber um körperliche Krankheiten.

Es gibt dann noch das sogenannte Münchhausen-Syndrom. Da wird eine Krankheit vorgetäuscht. Dabei kann es um körperliche oder psychische Leiden gehen oder gar eine Behinderung. Der Kranke geht manchmal soweit, sich selbst Verletzungen zuzufügen, um glaubhaft zu sein. Das kann soweit gehen, dass sie sich völlig unnötig operieren lassen.

Es gibt den Begriff des Sekundären Krankheitsgewinns. Das heisst, dadurch dass man krank ist, bekommt man Beispielsweise mehr Aufmerksamkeit, muss eine Weile nicht arbeiten, bekommt vielleicht gar eine IV-Rente oder sonstige Nachteilsausgleiche. Beim Münchhausen-Syndrom und teils auch bei der Somatisierung psychischer Leiden (also wenn sich ein psychisches Leiden in ein körperliches Leiden verschiebt), spielt dieser eine wichtige Rolle.

Das Vortäuschen einer Krankheit, um sich einen Vorteil zu erwirken, wie das zum Beispiel in der Schweiz viele machen, um nicht in die Rekrutenschule zu müssen, oder auch um an Medikamente zu kommen (Ritalin, Valium, Benzos...etc.), wird aber als Simulation vom Münchhausen-Syndrom abgegrenzt und nicht als psychische Störung bezeichnet.

Die Frage wäre aber, warum du dich das fragst. Hast du das Gefühl, dass du dir eine Krankheit einbildest? Oder denkst du da an jemand bestimmtes?

Und ja, Ärzte "raten" oft auch nur...dies jedoch mit einem fundierten Wissen im Hintergrund, das sie sich durch ein hartes Studium und Berufspraxis erworben haben. Doch gerade bei psychischen Leiden kann man keine Bluttests machen oder sonstige Untersuche, die dann ein klares Krankheitsbild aufzeigen. Vielleicht wird das in x Jahren anders sein aber momentan sind wir noch da, wo man mit Menschenverstand arbeiten muss, sich auf die Intuition verlassen, Menschenkenntnis und Lebenserfahrung nutzt, um zu Diagnostizieren, teilweise mit Hilfe von Fragebogen und Tests.
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Re: Sich psychische Krankheiten "einreden"?

Beitragvon Phantomsoul » 24. Juni 2018 17:42

laetitia hat geschrieben:Bei Placebo geht es um physische Einnahme oder Anwendung einer wirkungslosen Substanz (Tabletten, Cremes, Spritzen) zur Testung von Wirksamkeiten. Wenn ein Medikament genauso gut wirkt, wie ein Placebo, ist davon auszugehen, dass die Wirkung dem Placebo-Effekt zugeschrieben werden kann. Der Placebo-Effekt ist KEINE Einbildung. Er geschieht unbewusst. Aber: Nicht alle sind gleich anfällig dafür.


Alles klar, so habe auch ich das am Ende verstanden, danke :) Also ist der Placebo an eine psysische Komponente gekettet wie z.B die Einnahme eines Medikaments ohne wirksame Substanz. Dann hat sich ansich meine Frage geklärt, da ich dann den Placebo Effekt und Hypochonder als eigenständige Begriffe für gewisse Situationen oder für gewisse Themen habe.

laetitia hat geschrieben:Dann gibt es noch den sogenannten Nocebo-Effekt. Darunter könnte man zum Beispiel das Erfrieren im Eisschrank zählen, obwohl der Eisschrank gar nicht kühlt. Oder dass jemand eine wirkungslose Substanz zu sich nimmt oder anwendet und bei Absetzen die behandelten Symptome zurückkommen. Aber auch das ist keine Einbildung im eigentlichen Sinne, geschieht unbewusst.


Jeden Tag lernt man etwas neues :P Nocebo-Effekt kannte ich bisher noch gar nicht. Danke dir :)

Es gibt Hypochondrie, bei der man plötzlich das Gefühl hat, dass man krank sei und dazu auch die entsprechenden körperlichen Symptome feststellt. Dabei kreisen die Gedanken dann ständig um die mögliche Krankheit, so dass man immer mehr überzeugt ist, man sei es auch. Per Definition im ICD-10 handelt es sich dabei aber um körperliche Krankheiten.


Also kann ich Hypochondrie nicht als Erklärung für eine mögliche eingebildete Krankheit verwenden. Das wirft die Frage auf, ob es dann überhaupt tatsächlich möglich ist, psychische Krankheiten zu haben, nur weil man sich einredet, man hätte sie?

laetitia hat geschrieben:Es gibt dann noch das sogenannte Münchhausen-Syndrom. Da wird eine Krankheit vorgetäuscht. Dabei kann es um körperliche oder psychische Leiden gehen oder gar eine Behinderung. Der Kranke geht manchmal soweit, sich selbst Verletzungen zuzufügen, um glaubhaft zu sein. Das kann soweit gehen, dass sie sich völlig unnötig operieren lassen.


Das ist auch höchst interessant :O Ist zwar nicht wirklich das, wonach ich gesucht habe bzw woran ich mein Interesse geheftet habe, aber evtl. recherchiere ich auch in diese Richtung. :)

Kann mir aber ehrlich gesagt kaum vorstellen, dass sich jemand freiwillig verletzt oder sogar operieren lässt, nur um eine Krankheit vorzutäuschen. Aber ich bin ja nicht hier um zu urteilen, sondern um mich auszutauschen. :P

laetitia hat geschrieben:Es gibt den Begriff des Sekundären Krankheitsgewinns. Das heisst, dadurch dass man krank ist, bekommt man Beispielsweise mehr Aufmerksamkeit, muss eine Weile nicht arbeiten, bekommt vielleicht gar eine IV-Rente oder sonstige Nachteilsausgleiche. Beim Münchhausen-Syndrom und teils auch bei der Somatisierung psychischer Leiden (also wenn sich ein psychisches Leiden in ein körperliches Leiden verschiebt), spielt dieser eine wichtige Rolle.


Das.. wage ich jetzt mal nicht, das zu be- oder verurteilen. Aber es klingt plausibel, dass manche Menschen einen persönlichen Gewinn am "Simulieren" sehen und das auch durchziehen. Beim Münchhausen Syndrom wird das eine klare psychische Angelegenheit sein, was aber nicht ausschließt, dass Leute auch das versuchen würden zu "simulieren"

Das Vortäuschen einer Krankheit, um sich einen Vorteil zu erwirken, wie das zum Beispiel in der Schweiz viele machen, um nicht in die Rekrutenschule zu müssen, oder auch um an Medikamente zu kommen (Ritalin, Valium, Benzos...etc.), wird aber als Simulation vom Münchhausen-Syndrom abgegrenzt und nicht als psychische Störung bezeichnet.


Da tut sich mir die Frage auf, wie man dann mit Leuten umgeht, die das Münchhausen-Syndrom haben und fehlerhaft als "Simulant" wieder weggeschickt wurden.

laetitia hat geschrieben:Und ja, Ärzte "raten" oft auch nur...dies jedoch mit einem fundierten Wissen im Hintergrund, das sie sich durch ein hartes Studium und Berufspraxis erworben haben. Doch gerade bei psychischen Leiden kann man keine Bluttests machen oder sonstige Untersuche, die dann ein klares Krankheitsbild aufzeigen. Vielleicht wird das in x Jahren anders sein aber momentan sind wir noch da, wo man mit Menschenverstand arbeiten muss, sich auf die Intuition verlassen, Menschenkenntnis und Lebenserfahrung nutzt, um zu Diagnostizieren, teilweise mit Hilfe von Fragebogen und Tests.


Am Ende des Tages raten sie zwar, aber nicht stumpf drauf los. Unsere Ärzte haben ja nicht umsonst eine Zulassung und Prüfungen etc etc abgelegt. Ich hab da schon ein gewisses Vertrauen in sie. Mir hat ja schließlich noch kein Arzt die Niere rausgeschnitten für den Schwarzmarkt xD

laetitia hat geschrieben:Die Frage wäre aber, warum du dich das fragst.


Primär besteht bei mir einfach ein Interesse.

Hast du das Gefühl, dass du dir eine Krankheit einbildest?


Wer hat denn NICHT das Gefühl wenn man kurz vor einer Diagnose steht :P Ist aber nicht der Grund, aus dem ich hier nachfrage. Natürlich ist eine gewisse Selbstreflektion vorallem in Diskussionen kaum zu vermeiden, aber da geht es ja den meisten Menschen so. :P

laetitia hat geschrieben:Oder denkst du da an jemand bestimmtes?


Nicht wirklich, nein ^^ Ich kenne kaum Personen die irgendwelche Leiden haben mit Ausnahme einer Person mit Schizophrenie aber das ist wieder eine ganz andere Ecke.
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Re: Sich psychische Krankheiten "einreden"?

Beitragvon ULBRE » 24. Juni 2018 19:05

Hallo Phantomsoul.

laetitia hat das Thema sehr gut erklärt.
Man könnte vielleicht noch somatische Störungen von hypochondrischen Störungen unterscheiden. Dazu habe ich hier was gefunden:
https://www.youtube.com/watch?v=bp37BxPN3pg

Zum Thema Abgrenzung von einer möglichen zu einer tatsächlichen Diagnose hat Caesi schon beschreiben, dass fast jeder Mensch einige Symptome einer Störung hat. Eine Störung wird es aber erst ab einer bestimmten Menge der Symptome (und wenn es denjenigen oder seine Umwelt auch stört). Die meisten psychischen Störungen sind dimensional.
In Bezug auf AD(H)S hat Russel Barkley* (einer der amerikanischen AD(H)S-Päpste) herausgearbeitet, dass bei Erwachsenen 18 Symptome sehr typisch sind. Doch (fast) kein Mensch hat alle dieser 18 Symptome häufig und ebenso hat fast kein Mensch keines der Symptome häufig. Dass ein Mensch keines der Symptome überhaupt mal hat ist kaum glaubhaft. Es macht auch keinen Sinn, denn AD(H)S-Symptome sind Stresssymptome, und jeder Mensch hat mal Stress).
AD(H)S_Betroffene haben ca. 12 dieser 18 Symptome häufig, während Nichtbetroffene ca. 3 dieser Symptome häufig haben.
*https://www.amazon.de/Das-gro%C3%9Fe-Handbuch-Erwachsene-ADHS/dp/3456849796

Dimensional kann man ungefähr so erklären, dass sie zwischen den Polen von gar noch vorhanden und extrem vorhanden auftreten können. Und auch bei einem einzelnen Betroffenen kann das wechseln.
Psychische Störungen haben meist eine genetische Ursache oder eine genetische Ursache, die durch Umwelteinflüsse ausgelöst werden.
Für AD(H)S habe ich über 70 Genkandidaten gefunden. Dimensionalität könnte ich mir in dem Zusammenhang so erklären:
Bestimmte AD(H)S-Symptome werden z.B. durch einen Dopaminüberschuss im PFC (das "neue", "denkende", "analysierende" Gehirn) und einen Dopaminmangel im Striatum (Belohnungszentrum) verursacht.
Es gibt verschiedene Gene, die den Dopaminmangel im Striatum verstärken. Sagen wir einfach mal, es wären 15. Hat nun ein Betroffener alle diese 15 Gene in einer so exprimierten Form, dass sie alle aktiv den Dopaminmangel im Striatum verstärken, dann hat er dieses Symptom in einer sehr stark ausgeprägten Form.
hat jemand fast keines dieser Gene in einer dopaminreduzierenden Variante, dürfte er die dadurch ausgelösten Symptome nicht haben (aber vielleicht welche, die auf Dopaminüberschuss beruhen - Extreme sind nämlich ungesund ;-).
Hat jemand so die Hälfte davon, er also nur ein leichtes Dopamindefizit im Striatum hat, könnte es sein, dass er die Symptome, die auf Dopaminmangel im Striatum beruhen eher nicht hat, sie aber bekommen kann, wenn andere Dinge dazukommen, die in anderen Gehirnregionen eintreten und die auch noch im Orchester mitspielen. So etwas kann z.B. durch tatsächlich eintretenden Stress ausgelöst werden. Fallen die Probleme wieder weg (der Stressor ist gelöst) würden die Symptome wieder verschwinden oder wieder so schwach werden, dass sie nicht stören. Andere, deren Gene weniger stark auf eine Dopaminreduktion im Striatum ausgerichtet sind, würden selbst durch ziemlichen Stress nicht in den Genuss dieser Symptome kommen.
Das dürfte ein teil des Geheimnisses von Resilienz sein.

Viele Grüsse

UlBre
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Re: Sich psychische Krankheiten "einreden"?

Beitragvon laetitia » 24. Juni 2018 19:44

Da tut sich mir die Frage auf, wie man dann mit Leuten umgeht, die das Münchhausen-Syndrom haben und fehlerhaft als "Simulant" wieder weggeschickt wurden.


Ich würde sagen, dass es eigentlich günstiger ist, dass jemand als Simulant weggeschickt wird, wenn er ein Münchhausensyndrom hat, als dass er Medikamente nimmt, die er gar nicht benötigt, sich irgendwelchen Operationen unterzieht, die er nicht braucht etc.
Natürlich wäre es günstig, der Arzt würde erkennen, worum es geht. Doch ich frage mich, ob so ein Patient das akzeptieren würde oder nicht einfach den Arzt wechselt.

Am Ende des Tages raten sie zwar, aber nicht stumpf drauf los. Unsere Ärzte haben ja nicht umsonst eine Zulassung und Prüfungen etc etc abgelegt. Ich hab da schon ein gewisses Vertrauen in sie.

Habe ich denn sowas behauptet?

Kann mir aber ehrlich gesagt kaum vorstellen, dass sich jemand freiwillig verletzt oder sogar operieren lässt, nur um eine Krankheit vorzutäuschen. Aber ich bin ja nicht hier um zu urteilen, sondern um mich auszutauschen. :P

Das sind auch psychisch kranke Menschen und die Diagnose ist unter den Persönlichkeitsstörungen aufgeführt. Persönlichkeitsstörungen sind Entwicklungsstörungen (meist durch Umweltbedingungen wie schwierige Familienverhältnisse, Missbrauch etc. entstanden), die in der Regel in der Kindheit ihren Ursprung haben, sich dann in der Pubertät verstärkt zeigen und im Erwachsenenalter sich manifestieren. Das bedeutet, dass es sich nicht um einen Furz handelt, den jemand einfach so mal hat. Persönlichkeitsstörungen sind auch eher schwer zu verstehen, weil sie unser Verständnis von was wir als normal ansehen und was nicht übergehen.

Aber ja, wenn du im Moment im Prozess bist, eine Diagnose zu bekommen, um zu wissen ob ADHS oder nicht etc. dann kann ich nachvollziehen, dass du dir Gedanken um mögliche Einbildungen machst. Grundsätzlich sage ich mal, dass wenn du ehrlich bist mit dir selbst, wirst du mit der Zeit merken, ob du dir was vormachst oder nicht. In der Regel aber macht sich jemand, der sich etwas vor macht, solche Gedanken nicht. Der will sich ja etwas vormachen. Oder kann es nicht anders. Aber er merkt selten, dass er das tut und denkt auch nicht darüber nach.
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Re: Sich psychische Krankheiten "einreden"?

Beitragvon Phantomsoul » 25. Juni 2018 19:52

laetitia hat geschrieben:Ich würde sagen, dass es eigentlich günstiger ist, dass jemand als Simulant weggeschickt wird, wenn er ein Münchhausensyndrom hat, als dass er Medikamente nimmt, die er gar nicht benötigt, sich irgendwelchen Operationen unterzieht, die er nicht braucht etc.
Natürlich wäre es günstig, der Arzt würde erkennen, worum es geht. Doch ich frage mich, ob so ein Patient das akzeptieren würde oder nicht einfach den Arzt wechselt.


Günstiger ist es schon, ja. Allerdings zahlt man die Kassen ja so oder so jeden Monat also würde ich vom Kostenpunkt nur vorsichtig reden.

Ob ein solcher Patient das akzeptieren würde? Keine Ahnung. Wenn man eine Überzeugung hat, lässt man sich oft nicht mehr ganz so einfach davon abbringen, schätze ich.

laetitia hat geschrieben:Habe ich denn sowas behauptet?


Nein, nein. Das war eher ergänzend in meinen eigenen Worten dazu gelegt. Sozusagen. Ergibt das sinn? :lol:

laetitia hat geschrieben:Das sind auch psychisch kranke Menschen und die Diagnose ist unter den Persönlichkeitsstörungen aufgeführt. Persönlichkeitsstörungen sind Entwicklungsstörungen (meist durch Umweltbedingungen wie schwierige Familienverhältnisse, Missbrauch etc. entstanden), die in der Regel in der Kindheit ihren Ursprung haben, sich dann in der Pubertät verstärkt zeigen und im Erwachsenenalter sich manifestieren. Das bedeutet, dass es sich nicht um einen Furz handelt, den jemand einfach so mal hat. Persönlichkeitsstörungen sind auch eher schwer zu verstehen, weil sie unser Verständnis von was wir als normal ansehen und was nicht übergehen.


Das wird so wohl stimmen, ja. Die Meisten distanzieren sich oder urteilen, wenn jemand eben nicht der "Norm" entspricht. Ist doch aber das Selbe wie bei AD(H)S wo viele nicht wahrhaben wollen, dass es diese Krankheit eben schon gibt. Komischer Vergleich, sorry.

Aber ja, wenn du im Moment im Prozess bist, eine Diagnose zu bekommen, um zu wissen ob ADHS oder nicht etc. dann kann ich nachvollziehen, dass du dir Gedanken um mögliche Einbildungen machst. Grundsätzlich sage ich mal, dass wenn du ehrlich bist mit dir selbst, wirst du mit der Zeit merken, ob du dir was vormachst oder nicht.


Naja. Ich glaube nicht, dass ich mir was vormache, weil ich mir was einreden will, sondern weil ich eben NICHT irgendetwas haben möchte :P

In der Regel aber macht sich jemand, der sich etwas vor macht, solche Gedanken nicht. Der will sich ja etwas vormachen. Oder kann es nicht anders. Aber er merkt selten, dass er das tut und denkt auch nicht darüber nach.


Tja, da bleiben mir die schlauen Sätze aus, deshalb stimme ich dir ganz stumpf zu. Klingt auch plausibel. ^^

PS: Das Thema dreht sich übrigens tatsächlich nicht um mich. Freue mich über weitere Antworten! :)
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