GdB bei Absence Epilepsie und ADHS

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Nineline
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GdB bei Absence Epilepsie und ADHS

Beitrag von Nineline » 18. Mai 2012 21:40

Hallo,

für meinen Sohn, 9 Jahre alt, habe ich einen Schwerbehindertenausweis beantragt. Er leidet an ADHS und im Oktober letzten Jahres wurde zusätzlich eine Absence Epilepsie diagnostiziert. Er wurde auf Valproat eindosiert und war im Januar dadurch anfallsfrei.

Heute kam nun der Bescheid mit einem GdB von 30.

Im Internet lese ich aber, dass "30" in der Regel gegeben wird, wenn mindestens 2 Jahre Anfallsfreiheit vorliegt, ansonsten liegt der Grad höher.
Ich habe auch schon vom Kennzeichen B gehört, ich meine, allein irgendwohin lassen kann ich ihn ja auch nicht, wenn keine Aufsicht gesichert ist.

Ist zufällig jemand in der gleichen Situation oder weiss genauer Bescheid, ob ich nun Einspruch erheben soll oder nicht ?

LG Nineline
Falschparker
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Re: GdB bei Absence Epilepsie und ADHS

Beitrag von Falschparker » 19. Mai 2012 00:11

Hallo Nineline,

B wird nur in Verbindung mit G, H oder Gl vergeben. Kann denn dein Sohn überhaupt keine kurzen Wege allein zurücklegen?

Mein Sohn hat G, H und B, aber durch seine geistige Behinderung würde er nicht das Grundstück alleine verlassen können ohne gefährdet zu sein, er würde nicht auf Autos achten.

Gibt es einen effektiven Unterschied zwischen 30 und 50 für euch, also bspw. für die Steuer? Für Wohngeld muss man 100 oder 80 bei Pflegebedürftigkeit haben.

Viele Grüße
Falschparker
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Nineline
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Re: GdB bei Absence Epilepsie und ADHS

Beitrag von Nineline » 19. Mai 2012 00:32

Hallo Falschparker,
danke für die Antwort !
Doch, er kann schon kurze Wege allein bewältigen. Hatte das nur gelesen mit dem B-Kennzeichen, G oder H bekommt er definitiv nicht. Nur ist es so, dass er schon unter Aufsicht sein muss, da er noch nicht so lange als anfallsfrei gilt. Es gab erst ein Kontroll EEG, welches unauffällig war. Somit würde ich ihn nicht über längere Zeit allein losschicken.

Wenn ich das richtig verstanden habe, dann macht es schon einen Unterschied, ob er 30 oder 50 bekommt, da er dann ja einen Ausweis bekäme. Mit diesem hat er dann ja Vorteile bei Eintrittsgeldern oder Bus/Bahn etc. Der Steuerfreibetrag ist auch höher für ihn und sollte sich nichts ändern in den nächsten Jahren, so bräuchte man nicht nachträglich einen Gleichstellungsantrag zu stellen.

Ich will ja nicht erzwingen, was ihm nicht zusteht, so war ich jetzt unsicher, ob das so passt. Im Internet liest man immer so viel.
Wie so viele hier ist er schon sehr benachteiligt, allein schon wegen der vielen Medis, die er nehmen muss und ohne die er unbeschulbar wäre.

Man will ja immer nur das Beste fürs Kind ;-)

LG Nineline
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